Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Defekter Samsung Monitor reparierbar? Sicherung fliegt.


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von Christian M. (christian_m726)



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Hallo liebe Elektronik Experten :-)

Ich habe folgendes Problem mit einem 27" Samsung Monitor und hoffe auf 
eure Einschätzung und Hilfe:

Der Monitor lief seit 4 Jahren ganz normal und nun fliegt jedes Mal die 
Sicherung im Sicherungskasten, wenn der Monitor per Kaltgerätekabel mit 
einer Steckdose verbunden wird. Das Kaltgerätekabel ist in Ordnung. Der 
Monitor war keinen besonderen Umwelteinflüssen ausgesetzt, er ging 
einfach vom einem auf den anderen Tag nicht mehr.

Ich programmiere beruflich viel, aber mit Elektronik kenne ich mich nur 
so "lala" aus. Im Löten bin ich gut, ebenfalls habe ich schon an vielen 
Schaltschränken und mehreren Raspberry Pi/Arduino Projekten gearbeitet. 
Deshalb würde ich mir eine Reparatur schon zutrauen, wenn sie nicht zu 
schwierig ist, bzw. man keine speziellen Messgeräte wie z.B. ein Oszi 
benötigen würde.

Ich habe natürlich ein paar Fotos gemacht, auf denen man die ausgebaute 
Netzteil-Komponente ganz gut betrachten kann. Auf den ersten (und auch 
auf den zweiten) Blick kann ich nicht erkennen, dass ein bestimmtes 
Bauteil defekt/zerstört wäre.

Hoffe nun auf eure Hilfe bzw. eure Einschätzung, ob das Problem für mich 
zu beheben ist.

Falls weitere Infos oder Detailfotos benötigt werden, kann ich diese 
gerne nachliefern.

Ich danke euch schon im Voraus ganz herzlich fürs Mitwirken und wünsche 
allerseits einen schönen Abend!

Viele Grüße,
Chris

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Sehr wahrscheinlich die FETs der PFC-Stufe oder des Wandlers, evtl. 
Folgeschäden an deren Ansteuerung oder dem Gleichrichter.

Welche Messtechnik hast Du?

Ich muß aber gestehen, ich setze bei der Reparatur nicht auf Dich. Sowas 
ist kein Projekt für Anfänger, da muß man schon wissen was man tut um 
sich nicht mit der Netzspannung anzulegen und eine erfolgreiche 
Reparatur zu schaffen.

von Mark S. (voltwide)


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Auf dem pcb kann ich keine Primär-Schmelzsicherung entdecken. Befindet 
sich diese vlt innerhalb der Kaltgerätebuchse? Ich kann mir nicht 
vorstellen, dass so ein Teil ganz ohne Primärsicherung daher kommt.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Sitzt genau hinter der Kaltgerätebuchse ;-)

6,3 Amp., Träge, eingelötet.

von Christian M. (christian_m726)


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An Messtechnik habe ich nur ein M-830B, also ein einfaches, an die 15 
Jahre altes Spannungs-/Strommessgerät.

Dass ich nicht der Richtige für diese Reparatur bin, habe ich mir fast 
schon gedacht. Ich hatte auf ein "Kondensator kaufen, auslöten, 
einlöten" gehofft. Das würde ich sicherlich schaffen. Aber recht viel 
mehr auch nicht ;-)

Ich wollte hier nur vorsichtshalber nachfragen weil ich natürlich keinen 
450€ Monitor in die Tonne hauen will, wenn es womöglich nur an ein paar 
Cent-Komponenten liegen sollte.

Weiß einer, ob das ein Elektronik-Reparatur Geschäft wirtschaftlich 
hinbekommen könnte? Wenn ja, was mag so etwas wohl kosten?

Viele Grüße,
Chris

von Mark S. (voltwide)


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Hast Recht. Und warum fliegt die nicht?

von Mark S. (voltwide)


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Du könntest es mit einem Reparaturcafe versuchen. Fachwerkstätten 
reparieren so etwas heutzutage wohl nur noch durch Austausch kompletter 
Module.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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@Mark S., weil die träges auslöseverhalten hat, der Automat 
vergleichsweise flink.

@Chris: hat dein messgerät auch eine ohm-meter-funktion?

von Christian M. (christian_m726)


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Nichtverzweifelter schrieb:
>
> @Chris: hat dein messgerät auch eine ohm-meter-funktion?

Ja, ohmschen Widerstand kann ich damit messen!

von Christian M. (christian_m726)


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Mark S. schrieb:
> Du könntest es mit einem Reparaturcafe versuchen. Fachwerkstätten
> reparieren so etwas heutzutage wohl nur noch durch Austausch kompletter
> Module.

Ist ne coole Idee, wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Tatsächlich hab 
ich zumindest in einem 30km Radius so etwas. Leider fallen vorerst alle 
Termine wegen Corona aus. Der nächste geplante ist erst Mitte September, 
vermutlich wegen Sommerferien...

Aber wenn ich das Problem bis dahin nicht selbst lösen konnte, werde ich 
das Teil da mal hintragen :-) Besser als wegwerfen...

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Nur um Missverständnisse auszuräumen: Netzkabel darf nicht mehr 
angeschlossen sein. Hat es Dir den FI-Schalter oder eine der 
"Sicherungen" im Sich.kasten ausgelöst?
Neben dem Rippenkühlkörper, erstes Bild, " liegt" links ein grosser 
Becherelko  auf der Platine, der muss entladen sein, Voltmeter, 
Gleichspannung, prüfen! Falls nicht, entladen, sprich kurzschliessen, 
unschön, aber wichtig.
Prüfe dann nacheinander und notiere:
-Widerstand zwischen beiden Netzpolen Kaltgerätebuchse
-Widerstand Heissleiter, der liegende, mattgrüne, runde, gleich links 
oberhalb der Netzbuchse
-Widerstand zwischen den beiden Wechselspannungsanschlüssen des 
Gleichrichterblocks, das ist der schwarze Plastikblock am linken 
Platinenrand viel weiter oben, mit dem Bohrloch in der Mitte, der 
abgeschrägten linken, unteren Ecke. Die Anschlusssymbole sind jeweils 
aufgedruckt, alle Pins rechts "plus","wechsel","wechsel","minus"
Da die beiden wechselanschlüsse zueinander messen, notieren, posten 
(alle werte)

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Hm, ohne Oszi und grundlegende Ahnung von Schaltnetzteilen sehr riskant.

Die fehlerhaften FETs findest Du mit dem Messgerät. Miss mal 
spaßenshalber via Diodentest "alle schwarzen Kästchen" auf den 
Kühlkörpern zwischen Pin 2 und 3 (auch den nicht vergessen, der unter 
dem Kühlkörper am Trafo versteckt ist). Bei mindestens einem findest Du 
einen glatten Durchschuss in beide Richtungen. Da der Zwischenkreis 
kurzgeschlossen ist, mußt Du wahrscheinlich ein Beinchen auslöten.

Du kannst auch probieren zwischen Pin 1 und den beiden anderen zu 
messen, meistens sieht man da ebenfalls 0mV (glatter Kurzschluß), muß 
aber nicht immer so sein. Aber das geht vielleicht in eingelötetem 
Zustand und Du bekommst einen Kandidaten fürs "zuerst rauslöten" und 
nochmal messen.

Der Gleichrichter ist höchstwahrscheinlich noch okay (trotzdem messen, 
alle 4 Dioden müssen zu sehen sein, 0mV zwischen zwei Beinchen heißt der 
hat die Augen zu gemacht), die Sicherung auf der Platine auch. Der 16A 
Automat ist schneller als eine träge Schmelzsicherung.

Wenn Du einen defekten FET findest, ist die Frage wieso ist der tot. 
Meistens verursacht das auch Folgeschäden an der Treiberschaltung, um 
das zu messen bräuchte man das Oszi. Ansonsten hast Du eine hohe Chance, 
daß ein blind getauscher FET durch diesen Folgeschaden gleich wieder 
zerstört wird.

Edit: Die Messungen von Nichtverzweifelter kannst Du Dir sparen. Es ist 
sehr offensichtlich, daß der Zwischenkreis kurzgeschlossen ist, das wäre 
die einzige sinnvolle Messung (Spannungsfreiheit am 
Zwischenkreiskondensator feststellen und dann Diodentest an diesem Elko, 
meine Erwartung wären 0mV bzw. satter Kurzschluß). Wie die restlichen 
geforderten Messungen aussehen kann ich Dir dann auch so sagen.

: Bearbeitet durch User
von Christian M. (christian_m726)


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Ben B. schrieb:
> Hm, ohne Oszi und grundlegende Ahnung von Schaltnetzteilen sehr riskant.
>
> Die fehlerhaften FETs findest Du mit dem Messgerät. Miss mal
> spaßenshalber via Diodentest "alle schwarzen Kästchen" auf den
> Kühlkörpern zwischen Pin 2 und 3 (auch den nicht vergessen, der unter
> dem Kühlkörper am Trafo versteckt ist). Bei mindestens einem findest Du
> einen glatten Durchschuss in beide Richtungen. Da der Zwischenkreis
> kurzgeschlossen ist, mußt Du wahrscheinlich ein Beinchen auslöten.
>
> Du kannst auch probieren zwischen Pin 1 und den beiden anderen zu
> messen, meistens sieht man da ebenfalls 0mV (glatter Kurzschluß), muß
> aber nicht immer so sein. Aber das geht vielleicht in eingelötetem
> Zustand und Du bekommst einen Kandidaten fürs "zuerst rauslöten" und
> nochmal messen.
>
> Der Gleichrichter ist höchstwahrscheinlich noch okay (trotzdem messen,
> alle 4 Dioden müssen zu sehen sein, 0mV zwischen zwei Beinchen heißt der
> hat die Augen zu gemacht), die Sicherung auf der Platine auch. Der 16A
> Automat ist schneller als eine träge Schmelzsicherung.
>
> Wenn Du einen defekten FET findest, ist die Frage wieso ist der tot.
> Meistens verursacht das auch Folgeschäden an der Treiberschaltung, um
> das zu messen bräuchte man das Oszi. Ansonsten hast Du eine hohe Chance,
> daß ein blind getauscher FET durch diesen Folgeschaden gleich wieder
> zerstört wird.
>
> Edit: Die Messungen von Nichtverzweifelter kannst Du Dir sparen. Es ist
> sehr offensichtlich, daß der Zwischenkreis kurzgeschlossen ist, das wäre
> die einzige sinnvolle Messung (Spannungsfreiheit am
> Zwischenkreiskondensator feststellen und dann Diodentest an diesem Elko,
> meine Erwartung wären 0mV bzw. satter Kurzschluß). Wie die restlichen
> geforderten Messungen aussehen kann ich Dir dann auch so sagen.

Also erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ich muss leider erstmal zurückrudern, da ich gerade festgestellt habe, 
dass das Messgerät auch nicht mehr funktioniert... der kleinere Pol der 
9V-Klemme ist ziemlich korrodiert, aber auch nach dem Abfeilen schaltet 
es nicht ein. Zwar habe ich noch ein billiges, aber das kann scheinbar 
keine Widerstände messen. Oder ich bin zu blöd dafür, jedenfalls zeigt 
es nur 1 oder einen Strich an.

Könnt ihr mir vielleicht ein Messgerät empfehlen? Sollte für den 
ambitionierten Hobbybastler und ein paar Messungen im Schaltschrank 
reichen, aber möglichst nicht mehr als 100€ kosten.

Ansonsten kann ich mir sicherlich auch bald eines leihen.

Vielen Dank für die bisherigen Mühen!
Ich bleibe auf jeden Fall dran! :-)

Viele Grüße,
Christian

von Christian M. (christian_m726)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Nur um Missverständnisse auszuräumen: Netzkabel darf nicht mehr
> angeschlossen sein. Hat es Dir den FI-Schalter oder eine der
> "Sicherungen" im Sich.kasten ausgelöst?
> Neben dem Rippenkühlkörper, erstes Bild, " liegt" links ein grosser
> Becherelko  auf der Platine, der muss entladen sein, Voltmeter,
> Gleichspannung, prüfen! Falls nicht, entladen, sprich kurzschliessen,
> unschön, aber wichtig.
> Prüfe dann nacheinander und notiere:
> -Widerstand zwischen beiden Netzpolen Kaltgerätebuchse
> -Widerstand Heissleiter, der liegende, mattgrüne, runde, gleich links
> oberhalb der Netzbuchse
> -Widerstand zwischen den beiden Wechselspannungsanschlüssen des
> Gleichrichterblocks, das ist der schwarze Plastikblock am linken
> Platinenrand viel weiter oben, mit dem Bohrloch in der Mitte, der
> abgeschrägten linken, unteren Ecke. Die Anschlusssymbole sind jeweils
> aufgedruckt, alle Pins rechts "plus","wechsel","wechsel","minus"
> Da die beiden wechselanschlüsse zueinander messen, notieren, posten
> (alle werte)

Auch Dir vielen Dank für die Antwort! Wie in einer anderen Antwort 
gerade erwähnt, muss ich mir, wie es aussieht, erst einmal ein neues 
Messgerät besorgen. Es lässt sich leider nicht mehr einschalten. Morgen 
versuche ich noch mal einen frischen 9V Block, ansonsten muss ich mich 
erst um Ersatz kümmern...

Viele Grüße,
Chris

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Das ist schon richtig, es zeigt 1 und abgesetzt einen Strich, das heisst 
overflow, Widerstandswert zu hoch, weil messspitzen in der Luft.
Halte die Messspitzen direkt zusammen und es wird fastNull Ohm anzeigen. 
Mach das doch eben mal schnell.

von Christian M. (christian_m726)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Das ist schon richtig, es zeigt 1 und abgesetzt einen Strich, das heisst
> overflow, Widerstandswert zu hoch, weil messspitzen in der Luft.
> Halte die Messspitzen direkt zusammen und es wird fastNull Ohm anzeigen.
> Mach das doch eben mal schnell.

OK, du hattest Recht ;-) Das hatte ich zwar vorher schon mal versucht, 
aber es hat mir keine Änderung angezeigt. Nachdem ich die Messkontakte 
gereinigt habe, hat es jetzt guten Kontakt.

Trotzdem werde ich eine Zeit brauchen, um die ganzen Sachen 
durchzumessen. Ich muss mehr oder weniger jeden von euch genannten 
Begriff erst einmal googeln, damit ich weiß, von was ihr da redet, bzw. 
wie man die entsprechenden Bauteile überhaupt richtig misst. Bin da 
leider doch recht unerfahren, da ich mich bisher nie an komplizierte 
Elektronik herangetraut habe...

Ich gebe so schnell wie möglich Bescheid und liefere die Messwerte!

Viele Grüße,
Chris

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Ja! Aber jetzt heia betti!

von Christian M. (christian_m726)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Ja! Aber jetzt heia betti!

Ja, Zeit wirds ;-)

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Und? Erfolge? Explosionen?

von Jens G. (jensig)


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Ben B. schrieb:

> Edit: Die Messungen von Nichtverzweifelter kannst Du Dir sparen. Es ist
> sehr offensichtlich, daß der Zwischenkreis kurzgeschlossen ist,

Wie das? Wenn die Sicherung fliegt, würde ich ganz einfach von der 
Netzbuchse aus anfangen, mich vorzuarbeiten.
Als erste Kandidaten den flachgelegten Varistor hinter der Buchse, und 
den flachgelegten Gleichrichterblock weiter oben links. Also so, wie 
Nichtverzweifelter schon schrieb.
Wenn der Elko der Schuldige ist, dann wird man den u.U. mit einer 
simplen Durchgangsprüfung nicht überführen können, da dessen 
"Kurzschluß" erst ebei höherer Spannung zuschlägt (wie eine Z-Diode).
Zusätzlich würde ich einfach mal blind sämtliche Dioden durchpiepsen 
(das sind die dunklen runden Zweibeiner), was man auch im eingebauten 
Zustand versuchen kann (was aber auch zu Fehlmessungen führen kann, je 
nachdem).

von Alexander K. (Gast)


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Ähm.

Hat das Messgerät analoge oder Digitale Anzeige. ?

Ich würde besonders bei einer anlogen Anzeige mal die Batterie im 
Messgerät testet / Tauschen.  Meist 9 Volt Block. Schau mal nach ob die 
leer ist.

Bei Digitaler Anzeige merkt man das die Batterie leer ist, wenn die 
Anzeige nix anzeigt ;)

Gruß

   Pucki

von Jens G. (jensig)


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>Bei Digitaler Anzeige merkt man das die Batterie leer ist, wenn die
>Anzeige nix anzeigt ;)

Das ist purer Blödsinn. Wenn Du Glück hast, dann haste eine 
Batterieanzeige. Wenn die aber ignoriert wird, dann zeigt das Ding 
irgendwann nur noch Nummern an, und nicht Nichts.
Ohne Batterieanzeige weißt du nie, ob man was echtes, oder nur Nummern 
sieht. Da kommt es auf den gesunden Menschenverstand und Erfahrung an, 
um das zu erkennen.

von Alexander K. (Gast)


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Alexander K. schrieb:
> Bei Digitaler Anzeige merkt man das die Batterie leer ist, wenn die
> Anzeige nix anzeigt ;)

Jens G. schrieb:
> Das ist purer Blödsinn

Ich habe in meinen Leben 5 Geräte unterschiedlicher Hersteller benutzt, 
wo die Anzeige aus war. Und jedes mal war die Batterie leer.

Und da die alte Regel gilt : Von nix kommt nix. Frage ich mich bei 
deiner Aussage woher die Digitalanzeige ihren Saft nimmt, wenn die 
Batterie leer ist.

Allerdings gebt ich zu, das ich NIE ein Gerät ohne vorheriger 
Durchgangsprüfung (Beide Pins zusammenhalten) als 
Eignungs-/Funktionstest benutzen würde.

Ich mag mein Leben und meine Lebenszeit. Und ich will beides nicht 
verschwenden weil das Messgerät nicht funktioniert.

Davon abgesehen, wenn man sein Messgerät nicht jeden Tag benutzt, wie 
z.b. der TO dann kann eine normale Batterie Selbstentladung haben und im 
schlimmsten Fall sogar ausgelaufen sein. Ich habe das bei vielen Geräten 
schon dutzend mal erlebt. Besonders die von Flohmarkt ;)

Gruß

  Pucki

von Franz (Gast)


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Alexander K. schrieb:
> Bei Digitaler Anzeige merkt man das die Batterie leer ist, wenn die
> Anzeige nix anzeigt ;)

Mein Multimeter hat eine 9V Batterie. Unter 6.9V kommt eine 
Batteriewarnung. Bei 6.3V habe ich einen Fehler von 2%. Bei 4V habe ich 
auch noch eine Anzeige, die Abweichnung ist aber über 50%!

-> Die Anzeige ist schon lange vorher unbrauchbar.

von Alexander K. (Gast)


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Franz schrieb:
> Mein Multimeter hat eine 9V Batterie. Unter 6.9V kommt eine
> Batteriewarnung. Bei 6.3V habe ich einen Fehler von 2%. Bei 4V habe ich
> auch noch eine Anzeige, die Abweichnung ist aber über 50%!
>
> -> Die Anzeige ist schon lange vorher unbrauchbar.

Stimme ich dir voll zu.

Nur bin ich davon ausgegangen das das Gerät sehr lange nicht mehr im 
Betrieb war. Was sogar mal bei meinen passiert ist. Resultat : Display 
zeigt NIX an.

Wenn man wie ihr das Gerät relativ häufig benutzt hast du Völlig recht.

Gruß

  Pucki

von Jens G. (jensig)


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Alexander K. (pucki)

>Alexander K. schrieb:
>> Bei Digitaler Anzeige merkt man das die Batterie leer ist, wenn die
>> Anzeige nix anzeigt ;)

>Jens G. schrieb:
>> Das ist purer Blödsinn

>Ich habe in meinen Leben 5 Geräte unterschiedlicher Hersteller benutzt,
>wo die Anzeige aus war. Und jedes mal war die Batterie leer.

>Und da die alte Regel gilt : Von nix kommt nix. Frage ich mich bei
>deiner Aussage woher die Digitalanzeige ihren Saft nimmt, wenn die
>Batterie leer ist.

Wenn Du ein bißchen mitdenken würdest, dann würdest Du merken, daß ich 
nicht über eine leere Batterie spreche, sondern eine Batterie, die 
gerade auf den Weg zu diesem leeren Zustand ist. Und manch' Multimeter 
scheint dabei noch zu funktionieren, zeigt aber in Wahrheit nur noch 
Luftnummern an.
Dieser Zustand kann noch eine Weile andauern, bevor die "Anzeige nix 
anzeigt" Ich würde eine "nix Anzeige" also nicht als einziges Kriterium 
für Nicht-Funktionsfähigkeit ansehen.

von Hilflos (Gast)


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von Hilflos (Gast)


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Wir haben Gewitter... schnell schnell

Meßgeräte lohnen sich oft in kürzester Zeit.

Beitrag #6323668 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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So was ist nun aus dem Monitor geworden?

Elektroschrott?

von Fabian E. (fabi9163)


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Hallo zusammen,
der Thread ist ja leider zum erliegen gekommen. Ich habe gerade auch 
genau so ein Board vor mir liegen.
Bei mir ist die Sicherung vor dem Kaltgerätestecker futsch.
Der Monitor lief und ging einfach aus. Laut USV Fehler F02 wohl 
irgendwas mit Verbraucher Fehlstrom. Kein Kondensator-Dachschaden oder 
andere offensichtlichen Probleme erkennbar...

Gleichrichter leitet jeweils in eine Richtung von + nach ~ und von - 
nach ~, denke der ist ganz. Habe nur Hobby wissen von den Schaltungen.

Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass nur die Sicherung das 
Problem ist, ohne das weitere Komponenten schaden genommen haben? Und 
wie wäre sowas erklärbar?

Ich habe zwar gute Messgeräte und bastel gerne, würde aber ungern jedes 
Bauteil auslöten und durchmessen...

Evtl. hat jemand eine Idee oder Meinung

Danke und Gruß
Fabian

von hinz (Gast)


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Fabian E. schrieb:
> Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass nur die Sicherung das
> Problem ist, ohne das weitere Komponenten schaden genommen haben?

Null.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass nur die Sicherung
> das Problem ist, ohne das weitere Komponenten schaden genommen haben?
Negativ.

> Und wie wäre sowas erklärbar?
Obsoleszenz-Kundenbindung, Nachgarantie-Service...

Jag Die beim freudigen Messen ohne Ahnung von Schaltnetzteilen nicht die 
Netz- oder Zwischenkreisspannung durch die Flossen. Sonst wirds ganz 
schnell für immer dunkel, nicht nur im Bastelzimmer.

von Helge (Gast)


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Strom finden Bastellösung: Benötigt Netzteil z.B 12V/2A, Glühbirne 10W, 
Multimeter. Netzteil über Glühbirne an den Eingang vom defekten 
anklemmen. Mit dem Multimeter den Weg des Stromes auf der Platine 
rausfinden. Auch Leiterbahnen haben Stromabfall.

von Fabian E. (fabi9163)


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Morgen und danke für die schnellen Kommentare.

Vorweg: Ich habe gesunden Respekt vor dem 230V Netz und werde nichts 
einstecken ohne einen Meter abstand. Auch weiß ich, das Kondensatoren 
danach erst entladen werden müssen.

@Helge: Ich habe auch ein Labornetzteil mit Strombegrenzung. Dein Ziel 
ist das Verfolgen des Stroms zu einem Bauteil das dann vermutlich kaputt 
ist?

Dachte nicht, das ich 230V ~ mit 12v = ersetzen kann. Zum durchmessen 
geht das trotzdem?

Werde das heute Abend mal ausprobieren...

Gruß Fabian

von Helge (Gast)


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Irgendwo muß der Strom ja langfließen, den den Kurzschluß macht. So 
findet man den Weg des Stroms durch das Gerät am einfachsten. 
Schaltnetzteilen ist egal, ob vorn Gleistrom oder Wechselstrom 
reinkommt.

von ~Lolita~ (Gast)


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Ich würde erstmal die Sicherung auf dem Board auslöten,
um festzustellen ob der Kurze von "davor" oder "dahinter" kommt.

Denkt bitte an die automatische Bildröhrenentmagnetisierung!
Wenn der PTC ein Ding weghat, kann die Spule dauerhaft mit
Strom durchflossen werden!
Die Entmagnetisierungschaltung liegt oft vor der Gerätesicherung!

mfg

von Hoorst (Gast)


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~Lolita~ schrieb:
> Denkt bitte an die automatische Bildröhrenentmagnetisierung!

1. April kommt doch erst noch.

von Hoorst (Gast)


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~Lolita~ schrieb:
> Ich würde erstmal die Sicherung auf dem Board auslöten,
> um festzustellen ob der Kurze von "davor" oder "dahinter" kommt.

Noch so ein Knaller. Wir überlegen mal kurz, wie sich die Messergebnisse 
bei einer sowieso schon defekten Sicherung ändern werden. Knalltüten 
gibt's...

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Fabian E. schrieb:
> Dachte nicht, das ich 230V ~ mit 12v = ersetzen kann. Zum durchmessen
> geht das trotzdem?

Du könntest das Primär-Netzteil tot legen
und die benötigten Sekundärspannungen mit einem externen
(PC)- Netzteil zuführen.

Ich versorge hier Monitore mit externen 5V / 12V-Netzteilen.
Einen seit jetzt 7 Jahren. Das originale Netzteil ging bei dem
nach ca. 3Jahren entzwei.

Beitrag "Re: Quick&dirty - schnelle Problemlösungen selbst gebaut"

von ~Lolita~ (Gast)


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Hoorst schrieb:
> ~Lolita~ schrieb:
>> Denkt bitte an die automatische Bildröhrenentmagnetisierung!
>
> 1. April kommt doch erst noch.

Huch?!?
Haben die Monitore keine Entmagnetisierung mehr,
wie gleichgroße Farbfernseher?

Das wußte ich nicht. :-((
Könnt Ihr mir noch einmal verzeihen?

mfg

von Oliver S. (oliverso)


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~Lolita~ schrieb:
> Haben die Monitore keine Entmagnetisierung mehr,
> wie gleichgroße Farbfernseher?

Doch, haben die ;)

Oliver

von Hoorst (Gast)


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Oliver S. schrieb:
>> Haben die Monitore keine Entmagnetisierung mehr,
>> wie gleichgroße Farbfernseher?
>
> Doch, haben die ;)

Genau, bei Farbfehlern erst mal das LCD entmagnetisieren ;)

von ~Lolita~ (Gast)


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Hoorst schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>>> Haben die Monitore keine Entmagnetisierung mehr,
>>> wie gleichgroße Farbfernseher?
>>
>> Doch, haben die ;)
>
> Genau, bei Farbfehlern erst mal das LCD entmagnetisieren ;)

Achja! Das issess!
Doch, das geht!!
Aber nur am 1. April!!  :-P

@Hoorst, stand da nicht ober igendwo, das die Gerätesicherung
ganz geblieben ist, während die "Zimmersicherung" ausgelöst hat?
Das hat mich irgendwie durcheinandergebracht. ;-P

mfg

von Hoorst (Gast)


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~Lolita~ schrieb:
> @Hoorst, stand da nicht ober igendwo, das die Gerätesicherung
> ganz geblieben ist, während die "Zimmersicherung" ausgelöst hat?

Das war Christian, damals, im Juni 20. Wir sind hier:
Beitrag "Re: Defekter Samsung Monitor reparierbar? Sicherung fliegt."

von ~Lolita~ (Gast)


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Hoorst schrieb:
> ~Lolita~ schrieb:
>> @Hoorst, stand da nicht ober igendwo, das die Gerätesicherung
>> ganz geblieben ist, während die "Zimmersicherung" ausgelöst hat?
>
> Das war Christian, damals, im Juni 20. Wir sind hier:
> Beitrag "Re: Defekter Samsung Monitor reparierbar? Sicherung fliegt."

Alles klar!!
Bitte vergeßt bitte mein Geschwafel! ;-O

mfg

von Fabian E. (fabi9163)


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Tut mir leid, hätte evtl. eine neue Topic öffnen sollen. Der Kontext, 
die Bilder und das der Ersteller sich nicht mehr meldet haben mich 
verleitet...

Sicherung ist bei mir ja schon durch. Und da keine Röhre ignoriere ich 
das Entmagnetisieren mal :-) Wüsste nicht wo wie ich das zuordnen 
sollte.

Werde das mit den 12v Strombegrenzt und messen mal ausprobieren und mich 
wieder melden

Gruß Fabian

von Fabian E. (fabi9163)


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Folgendes konnte ich herausfinden, siehe Bild. (Strom begrenzt auf 20mA 
bei 12V)

Die Spannung geht anfangs durch Spulen etc. zum Gleichrichter. Bis dort 
grob 12V.
Dahinter scheint ein Kurzschluss zu sein, die Spannung bricht auf 0,6V 
ein. Ich habe den Mosfet KF12N60 
(https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/297188/KEC/KF12N60F.html) 
im verdacht.
Eingebaut an allen 3 pins 0,6V. Von Gate(-) nach Drain(+) mit 
Diodenmessung Durchgang. Das dürfte doch nicht sein, richtig? Evtl. 
liegt es am eingebauten Zustand?

Weiter kann ich den Stromfluss/Schaltplan bisher nicht deuten.

Ich würde diesen als nächsten Schritt am Wochenende mal auslöten und 
separat messen.
Meint ihr es reicht diesen und die Sicherung zu tauschen oder wurde 
dabei vermutlich mehr in Mitleidenschaft gezogen?

Gruß Fabian

: Bearbeitet durch User
von Helge (Gast)


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Du mißt jetzt an der aktiven PFC, die die Zwischenspannung bereitstellt. 
Das ist ein zweistufiges Netzteil.

Die kleine Diode oder Z-Diode neben dem Gate testen, und den Transistor 
direkt daneben. Sicherheitshalber würde ich gleich die von dir 
eingezeichnete größere Diode auch tauschen.

Ich würde jetzt den defekten Transistor auslöten und dann 12V 
(strombegrenzt) auf den größeren Elko geben. Schauen, ob der 
Schaltregler dahinter das Schlamassel ausgelöst hat, der in den großen 
Übertrager speist.

von Christian M. (likeme)


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Bei meinem Nachbar war das auch so, PC oder Drucker in die Steckdose, 
Sicherung raus... er hatte nur drei Sicherungsautomaten für das ganze 
EFH aus 1930 :-) alle drei hatte ein ängstlicher Elektriker reingebaut, 
sie haben jeweils nur 10A. Lösung: Nicht mehr abstecken ;-) Ich mache 
seit der Diagnose einen großen Bogen um das Haus. Bewohner meinte: Kann 
man das nicht überbrücken? 2-Leiter System, Alu mit Stoff ummantelt im 
Blechrohr verlegt.... Ich meinte: Nimm 5-10000 Euro in die Hand und mach 
bitte alles neu, dann reden wir weiter. Das war vor 15 Jahren, es ist 
immer noch alles wie vorher... mich wundert das der Versorger das so 
lässt.

: Bearbeitet durch User
von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Christian M. schrieb:
> mich wundert das der Versorger das so lässt.

Funktioniert ja offensichtlich doch ganz gut.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Bestandsschutz, dem EVU sind solche alten Anlagen "ab Zähler" egal. Neu 
zulassen würde man sie zwar nicht mehr, aber so lange wie der alte Kram 
funktioniert ...

Umrüstpflichten bzw. Betriebsverbote gibts nur für Anlagenteile, die 
offensichtlich gefährlich sind, wie z.B. die guten 
DDR-Drehstrom-Kragenstecker (wer's nicht weiß, die Dinger kann man 
verkehrt herum einstecken wenn wie leider sehr oft passiert die 
Verpolschutz-Nase vom Stecker abgebrochen ist, dann liegt eine Phase auf 
Schutzerde des angeschlossenen Geräts und der Bauer kippt beim Anfassen 
aus den Latschen).

Beitrag #6623667 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6623734 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Fabian E. (fabi9163)


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Nächster Schritt: Ich habe den fehlerhaften Mosfet ausgelötet und die 
12v Spannung an den Kondensator gehängt. Das Netzteil begrenzt den Strom 
nicht, braucht also weniger als 20mA->erstmal gut.
@Helge: Habe PFC nachgelesen, interessant. Es erhöht wohl die Effizienz 
und entlastet die Stromnetzspitzen. (Vollkommen verstanden habe ich es 
nicht)
Welches Bauteil ist der Schaltregler? Der gelbe Kreis? Das ist das 
nächste gekühlte Bauteil. Dort liegen 12v an einem pin an. Die anderen 
sind 0V. Leider ist der Kühlkörper aufgelötet und ich kann die 
Bezeichnung nicht lesen. Von dem IC (vermutlich der Steuerteil vom 
gelben Schaltregler?) kommen und gehen 12v bzw. 8.2v, verlieren sich 
aber irgendwie.
Mehr links wird es komisch beim Messen. Anfangs und zwischendurch hatte 
ich link nach der großen Spule mal 0,5-1V. Aber sehr sprunghaft. Dann 
plötzlich nichts mehr.
Gefühlt sollte der Strom über eine große Spule nach links wandern. Ist 
das die Drossel?
Messe ich von +12V am Kondensator ganz nach hinten zu den 
Ausgangs-Steckern habe ich plötzlich auch 12V. Sollte von +12V zu den 
positiven Ausgängen nicht 0v also kein potentialunterschied sein?

Könnt ihr mir nochmal Tipps geben oder mir schreiben worauf ich genau 
achten soll/muss.

Danke, Gruß und schönes Wochenende
Fabian

von Palle (Gast)


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Fabian E. schrieb:
>
> Könnt ihr mir nochmal Tipps geben oder mir schreiben worauf ich genau
> achten soll/muss.
>
> Danke, Gruß und schönes Wochenende
> Fabian

... du schreibst im Foto +12 V und —12 V

Das ist doch der Wechselstromanschluss 230 V, oder etwa nicht?

von Timo N. (tnn85)


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Fabian E. schrieb:
> Das Netzteil begrenzt den Strom
> nicht, braucht also weniger als 20mA->erstmal gut.

Du meinst damit dein Labornetzteil, oder? Weil das kaputte Netzteil 
sollte den Strom begrenzen, sonst liegt ja immernoch ein Kurzschluss 
vor.

Fabian E. schrieb:
> Welches Bauteil ist der Schaltregler? Der gelbe Kreis?

Wenn du die Lötstellen meinst, dann sind das die Lötstellen vom 
Schalttransistor. Meist ein oder zwei MOSFETs. Kann auch ne Halbbrücke 
aus 2 MOSFETS sein.

Fabian E. schrieb:
> Von dem IC (vermutlich der Steuerteil vom
> gelben Schaltregler?) kommen und gehen 12v bzw. 8.2v, verlieren sich
> aber irgendwie.

Der IC ist der Schaltregler. Der steuert den/die MOSFETs

Fabian E. schrieb:
> Mehr links wird es komisch beim Messen. Anfangs und zwischendurch hatte
> ich link nach der großen Spule mal 0,5-1V. Aber sehr sprunghaft. Dann
> plötzlich nichts mehr.

Da wirst du nichts mehr gescheites messen können. Die 12V reichen nicht 
aus, um den Schaltregler zu versorgen, da hier ja eigentlich 325V zu 
erwarten wären. Der Schaltregler wird über den Trafo über eine 
Hilfswicklung mit Strom versorgt.

Fabian E. schrieb:
> Gefühlt sollte der Strom über eine große Spule nach links wandern. Ist
> das die Drossel?

Das ist ein Trafo mit galvanischer Trennung. Falls es ne 
Flyback-Topologie wäre, dann wäre es ne Speicherdrossel. Kann mir aber 
nicht vorstellen, dass es nur ein Flyback ist.

Versuch mal vom Leistungspfad primärseitig (vor dem Trafo) den 
Schaltplan aufzuzeichnen. Gibt es ein oder mehrere MOSFETS (dreibeiner)?

von Helge (Gast)


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Der eigentliche Schaltregler ist der 7-beinige Käfer. Gelb eingekreist 
ist der zugehörige Leistungstransistor. Da hier nichts kurzgeschlossen 
ist, dürfte nur die PFC-Schaltung hin sein. Den defekten Mosfet und 
sicherheitshalber auch die Diode auf dem Kühlkörper tauschen. Dann statt 
Sicherung eine Glühbirne (40W, 54W) nehmen und das Ding unter Strom 
setzen. Es müßte holprig starten und irgendwann kommt (etwas) Strom auf 
der DC-Seite raus. Dann ist wieder gut.

Ich mache das immer so, falls wider Erwarten doch noch was faul ist, 
zerschießts mit nicht die neu eingebauten Teile.

von Fabian E. (fabi9163)


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Palle schrieb:
> ... du schreibst im Foto +12 V und —12 V
>
> Das ist doch der Wechselstromanschluss 230 V, oder etwa nicht?

Du meinst ganz am Anfang? Ja, normalerweise schon. Ich habe den Tipp 
bekommen, vom Anfang ab mit 12v und Strombegrenzung zu messen um den 
Kurzschluss zu bestimmen.

Timo N. schrieb:
> Du meinst damit dein Labornetzteil, oder? Weil das kaputte Netzteil
> sollte den Strom begrenzen, sonst liegt ja immernoch ein Kurzschluss
> vor.

Ja, das Labornetzteil geht eben nicht in die Strombegrenzung->Kein 
Kurzschluss mehr nach Auslöten des Mosfets und Anschluss am mittleren 
Kondensastor.

Timo N. schrieb:
> Gibt es ein oder mehrere MOSFETS (dreibeiner)?

Es ist nur ein Leistungstransistor/mosfet (gelber Kreis).

Helge schrieb:
> Den defekten Mosfet und
> sicherheitshalber auch die Diode auf dem Kühlkörper tauschen. Dann statt
> Sicherung eine Glühbirne (40W, 54W) nehmen und das Ding unter Strom
> setzen. Es müßte holprig starten und irgendwann kommt (etwas) Strom auf
> der DC-Seite raus. Dann ist wieder gut.

PFC ist also der Teil vor dem Schaltregler IC und Mosfet?

Den Mosfet habe ich hier gefunden: 
Ebay-Artikel Nr. 184029130383 
(Lieferzeit aus China leider sehr lange)

Bei der Diode beiß ich mir die Zähne aus. Bezeichnung:
N110
S (Diodenzeichen)
46 04

Habe nochmal an der Eingebauten Diode gemessen:
Richtung 1 -> 0,385v
Richtung 2 -> .0L (nix)
Zur not muss ich hier auf Risiko gehen und sie ungetauscht lassen.

Helge schrieb:
> Dann statt
> Sicherung eine Glühbirne (40W, 54W) nehmen und das Ding unter Strom
> setzen.

Sicherung wirklich überbrücken/kurzschließen beim Test mit der Glühlampe 
als Strombegrenzung?

Was sagt euer Bauchgefühl. Ist es wahrscheinlich, das nur der 
Mosfet/Netzteil aufgegeben hat oder wird mich nach dem Netzteil wieder 
etwas erwarten (Panel, Steuerelektronik)

Gruß Fabian

von hinz (Gast)


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Fabian E. schrieb:
> Bei der Diode beiß ich mir die Zähne aus. Bezeichnung:
> N110
> S (Diodenzeichen)
> 46 04

Klingt nach Taiwan Semniconductor.

Was für ein Gehäuse?

von Fabian E. (fabi9163)


Angehängte Dateien:

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hinz schrieb:
> Was für ein Gehäuse?

Siehe Bild, danke für die Hilfe

von hinz (Gast)


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von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Furzegal, das sind in diesen PFC-Schaltungen immer (ultra)schnelle 
Dioden mit meistens 600V und 8..20A.

: Bearbeitet durch User

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