Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Widerstand gesucht


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von Andreas M. (anma65)


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Hallo zusammen,

ich habe mich zwar gerade erst registriert, lese aber schon eine ganze 
Weile mit (meist tatsächlich über Mikrocontroller) und müsste mal Euer 
geballtes Wissen für eine Nichtigkeit anzapfen! ;)

Auf dem Bild ist der Widerstand, um den es geht. Die Platine ist eine 
Einschaltverzögerung für ein Schweissgerät. Der Widerstand liegt in 
Reihe zur Spannungsversorgung und über einen Kondensator schaltet 
verzögert das Relais, welches parallel zum Widerstand ist. Aus einem 
Schaltplan weiss ich, dass er 10 Ohm haben soll, aber nu nich mehr. An 
irgendeiner Stelle kann man wohl die losen Enden der Wicklung wieder 
zusammen drücken, dann sind die 10 Ohm auch wieder da.

Hat jemand eine Idee was der für eine Leistung haben könnte, bzw. ob man 
den irgendwo bekommt oder was man als Ersatz nehmen kann?

Vielen Dank.

Netten Gruss
Andreas

von Thomas S. (tom_63)


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Würde so auf 20 Watt tippen.
Vergleichbar :Vishay Dale RER70F10R0RC02

Muss ja nicht die Bauform sein. Aber zumindest in etwa die Leistung

von Harald W. (wilhelms)


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Andreas M. schrieb:

> Der Widerstand liegt in
> Reihe zur Spannungsversorgung und über einen Kondensator schaltet
> verzögert das Relais, welches parallel zum Widerstand ist. Aus einem
> Schaltplan weiss ich, dass er 10 Ohm haben soll,

Du solltest nicht nur den Widerstand tauschen, sondern auch die
Verzögerungsschaltung überprüfen. Vermutlich ist der Widerstand
durchgebrannt, weil er nicht rechtzeitig kurzgeschlossen wurde.

von Jens G. (jensig)


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Thomas S. (tom_63) schrieb:

>Würde so auf 20 Watt tippen.
>Vergleichbar :Vishay Dale RER70F10R0RC02

Der ist ja nun gar nicht vergleichbar. Die 20W bekommt er auch nur per 
Kühlkörper los (und das auch nur theoretisch)

Ich würde beim R des TO eher auf 5, höchstens 10W tippen.
Üblicherweise steht sowas sogar auf einem Draht-R drauf - schemenhaft 
ist da ja noch was zu erkennen ...

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Dale HLW-20 hat fast genau die gleichen Abmessungen und ist ein 20-Watt 
Widerstand.

von Wolfgang (Gast)


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Andreas M. schrieb:
> Hat jemand eine Idee was der für eine Leistung haben könnte, bzw. ob man
> den irgendwo bekommt oder was man als Ersatz nehmen kann?

Wenn du schon dabei bist, prüfe auch gleich, ob das Relais die 
Heizleistung verträgt. Auf dem Photo sieht es sehr danach aus, als ob 
die Temperatur des Widerstandes der Kunststoffhaube des Relais gar nicht 
gut getan hat.

von Andreas M. (anma65)


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Ich danke Euch erst einmal.

Die Schaltung würde ich, bevor ich sie wieder unter Last nutze, sowieso 
erst einmal testen, aber danke für den Hinweis.

Das mit der Relaiskappe hatte ich so noch gar nicht gesehen, vielleicht 
hat ja der Widerstand das Relais gegrillt und als das nicht mehr konnte, 
hat es sich durch Arbeitsverweigerung beim Widerstand revanchiert. Aber 
das muss schon gut warm sein, die Platine hängt über Kopf.

Kann man den auch einfach mit einem Zementwiderstand ersetzen? Der ist 
zwar glaub ich etwas größer, aber Platz genug ist ja vorhanden.

von MaWin (Gast)


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Andreas M. schrieb:
> Kann man den auch einfach mit einem Zementwiderstand ersetzen? Der ist
> zwar glaub ich etwas größer, aber Platz genug ist ja vorhanden.

Der Widerstand wird eine hohe zulässige Impulsbelastung haben, deutlich 
über 20W. Wenn der Ersatz den ebenfalls aushält...

von michael_ (Gast)


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Verdächtig ist die Isolierung des Widerstandsdrahtes.
Evtl. ein NTC/PTC.

von Andreas M. (anma65)


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Ich hatte noch nicht aufgegeben und habe weiter nach Bildern gesucht und 
habe tatsächlich doch noch ein Bild von der Platine gefunden, welches 
als überholtes Ersatzteil vom Hersteller verkauft wird.

Ich denke was die da überholt haben ist klar! :)

Nun sind 2 x 33 Ohm parallel nicht ganz 10 Ohm, aber 2 x 11W sind schon 
Nahe an den 20 W!

Den Preis von 165 EUR für die Platine finde ich allerdings unterirdisch!

Ich bestell dann mal 2 Widerstände und ein Ersatzrelais.

Vielen Dank noch mal.

von MaWin (Gast)


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michael_ schrieb:
> Verdächtig ist die Isolierung des Widerstandsdrahtes.
> Evtl. ein NTC/PTC.

Oh Mann, immer der ahnungslose michael_, immer komplett vorbeigeraten.

Die Widerstandsdrahtisolierung ist übrigens seidenumsponnen.

von michael_ (Gast)


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Oh!
Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.
Wie konnte ich nur übersehen, dass es feinste Seide aus der Provinz 
Ken-Feng-Mee ist.

von Harald W. (wilhelms)


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michael_ schrieb:

> Wie konnte ich nur übersehen, dass es feinste Seide aus der Provinz
> Ken-Feng-Mee ist.

Man gönnt sich ja sonst nichts!

von Joachim B. (jar)


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Andreas M. schrieb:
> Nun sind 2 x 33 Ohm parallel nicht ganz 10 Ohm, aber 2 x 11W sind schon
> Nahe an den 20 W!

ich hätte der Bauform nach geschätzt auf 2x 12W -> 24W und damit mehr 
Reserven und weniger Hitze auf ein Bauteil also bessere 
Wärmeabgabe/-verteilung.
(so kannte ich diese, als 12W, die Längeren als 17W-20W, die Kürzeren 
als 5W)
Ist wohl Herstellerabhängig, je nach dem wer im Datenblatt besser lügt.

von Thomas S. (tom_63)


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Na, dann war ich doch ziemlich richtig.

Grins

von B. P. (skorpionx)


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Andreas M. schrieb:
> Nun sind 2 x 33 Ohm parallel nicht ganz 10 Ohm,

Und das ist gut so. Es geht um die Begrenzung vom Strom beim Laden
von Kondensatoren (Kondensator==Kurzschluss beim Laden...). Beim 10
Ohm wäre die Begrenzung = 230V/10 -> 23 Ampere. Beim 33/2 = 16,5 Ohm
ist die Begrenzung 230V/16,5 -> 13,93 Ampere. Also unter 16 Ampere
von Netzsicherung.
In meinem Schweißinwerter ist das der Widerstand 56 Ohm.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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B. P. schrieb:
> Also unter 16 Ampere von Netzsicherung.
Allerdings sollte man da beachten, dass es zwei Arten gibt, so einen 
Leistungsschutz auszulösen.
Für die magnetische Auslösung braucht man deutlich mehr als 16A. Mit der 
üblichen Charakteristik B ist das 3..5 fache des aufgedruckten Nennwerts 
und damit bei einem 16A Automaten immerhin 48A nötig:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalter
Und die thermische Auslösung kommt viel zu langsam, als dass sie bei 
solchen kurzzeitigen Ladevorgängen eine Rolle spielen könnte.

> Beim 33/2 = 16,5 Ohm ist die Begrenzung 230V/16,5 -> 13,93 Ampere.
Wenn du schon den Strom auf augenscheinliche 2 Nachkommastellen "genau" 
ausrechnest, dann doch bitte mit den richtigen Zahlen:
33Ohm/2 = 16,66Ohm --> 230V / 16,66Ohm = 13,80A

Oder besser gleich auf realistische 14A runden, denn es geht bei der 
grobschlächtigen Mechanik des Leitungsschutzes sowieso nicht um ein paar 
mA hin oder her...   ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Hp M. (nachtmix)


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B. P. schrieb:
> Es geht um die Begrenzung vom Strom beim Laden
> von Kondensatoren (Kondensator==Kurzschluss beim Laden...).

Oder um den Einschaltstrom eines Trafos zu reduzieren, wenn  das kein 
Inverter ist.

Und ja: Du solltest das Relais überprüfen, denn wenn dessen Kontakt 
nicht schliesst, brennt der Widerstand ab.
Bei dem gezeigten Original allerdings habe ich den Eindruck, dass er 
nicht durchgebrannt ist, sondern dass der Widerstandsdraht im Bereich 
der Metallkappen keinen Kontakt mehr gibt. Korrosion?

von Hp M. (nachtmix)


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MaWin schrieb:
> Die Widerstandsdrahtisolierung ist übrigens seidenumsponnen.

Glasseide oder .... Asbest...!

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