Hallo,
an meinem Auto (Mondeo mk4) gab es die Fehlermeldung, dass der
Luftmassenmesser eine Störung anzeigt. Mich würde mal interessieren, wie
so eine Messung des Luftstroms überhaupt funktionieren kann.
1. Elektrisch wird eine Gleichspannung geliefert, je nach dem, wie viel
Luft durchströmt. Aber wie kann man soetwas eigentlich feststellen?
Hi,
das Ganze funktioniert über den zugeführten Strom, bzw. deren Regelung.
Der LMM sitzt im Ansaugtrakt und wird auf eine konstante Temperatur
elektrisch "vorgeheizt".
Die Luft die nun im Motor angesaugt wird kühlt den LMM ab. Aus der
Strommenge die ich ich jetzt zusätzlich benötige um die Temperatur zu
halten ergibt sich die Luftmasse.
VG
Ich kenne zwei typische Verfahren:
1) Eine Stauklappe mit Rückstellfeder, die je nach Luftmenge mehr oder
weniger weit ausgelenkt wird. Poti auf die Achse, fertig.
2) Einen Heizdraht, der von einer Temperaturregelung auf konstanter
Temperatur gehalten wird. Der dazu nötige Strom hängt davon ab, wieviel
Luft an dem Heizdraht vorbei fließt.
Wikipedia weiß mehr Details.
MfG, Arno
Arno schrieb:> Ich kenne zwei typische Verfahren:>> 1) Eine Stauklappe mit Rückstellfeder, die je nach Luftmenge mehr oder> weniger weit ausgelenkt wird. Poti auf die Achse, fertig.
jo. das ist ein Luftmengenmesser
> 2) Einen Heizdraht, der von einer Temperaturregelung auf konstanter> Temperatur gehalten wird. Der dazu nötige Strom hängt davon ab, wieviel> Luft an dem Heizdraht vorbei fließt.
und das ein Luftmassenmesser
>> Wikipedia weiß mehr Details.>> MfG, Arno
montagskind schrieb:> Hallo,>> an meinem Auto (Mondeo mk4) gab es die Fehlermeldung, dass der> Luftmassenmesser eine Störung anzeigt. Mich würde mal interessieren, wie> so eine Messung des Luftstroms überhaupt funktionieren kann.
Das ist oft ein Heizdrahtanemometer mit Temperatursensor.
Der feine Heizdraht altert, wird mit Luftunreinheiten torpediert und
kaputtgerüttelt. Nix hält ewig.
> 1. Elektrisch wird eine Gleichspannung geliefert, je nach dem, wie viel> Luft durchströmt. Aber wie kann man soetwas eigentlich feststellen?https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Anemometrie
Oft hilft auch Heizdraht reinigen (mit spezial-spray).
ABER: Sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Draht das nicht "überlebt".
Aber ist ja vermutlich eh schon kaputt.
der Platinedraht ist eigentlich sehr widerstandsfähig nur eben teurer,
heutzutage kommen Lufmassenmasser zum Einsatz da ist das ganze auf einen
Film aufgebracht, sind günstiger gehen aber auch schneller kaputt.
Bei meinem W209 zeigte der OBD-Analysator an, dass die Signale des LMM
nicht plausibel seien. Tatsächlich ruckelte der Wagen beim zögerlichen
Anfahren und Anfahren mit Vollgas bewirkte schlagartiges Einsetzen des
Vortriebs. Toll, aber das tut dem Mechaniker weh. Nach dem Kaltstart
stank es fürchterlich nach verbranntem. Und ab und zu ging die MIL an.
Sonst war nichts zu spüren von einem Defekt.
1. Abhilfeversuch: Steckkontakte des Sensors "entrosten" durch
wiederholtes Abziehen und Stecken. Das half ca. sechs Monate
2. Heute wurde der Luftmassenmesser getauscht:
a) das Ruckeln und das Brutalstarten sind weg
b) Kaltstartabgas riecht weniger heftig
c) Sensor kostete in der freien Werkstatt 310€, Aus- und Einbau 78€. Für
die nochmalige Prüfung der OBD mit einem Profigerät zahlte ich weitere
36€. Bei einem anderen Kfz-Meister nur 20€.
Hi!
Hitzdrahtluftmassenmesser sind schon seit 25 Jahren nicht mehr Stand der
Technik, da sich ab und an mal ein Draht komplett löste und den Weg in
den Brennraum fand. Die waren eine eher kurzlebige Übergangstechnologie.
Heutige Luftmassenmesser sind Heißfilmluftmassenmesser, die Funktion
wurde schon oben beschrieben. Die Heißfilm-LMM kann man nicht sinnvoll
reinigen, sind Wegwerfprodukte. Je nach Hersteller kann man aber Glück
haben, dass es zumindest die Sensoreinheit einzeln (ohne Messrohr) zu
kaufen gibt.
Mechanische LuftMENGENmesser sind Stand 70er Jahre und schon lange nicht
mehr in Neufahrzeugen zu finden.
VG