Speicherchip Die Größe

Gast #6322061
Hi

Ich habe Steuerung, auf der ein Speicherbaustein SK Hynix H9TQ64A8GTMC 
sitz. Ich möchte diesen auslesen. CLK und CMD kann ich auf der Platine 
abgreifen, DAT0 allerdings nicht. Das heißt ich muss direkt auf den 
Chip, möchte ihn aber ungern auslöten.

DAT0 sitz in der Außenlage der Pins. Von der Seite komm ich allerdings 
nicht ran, da ein weiterer Chip sehr eng daneben sitzt.

Meine Überlegung momentan ist, den Chip an der Stelle einzuschneiden, 
evtl mit einem Dremel. 1-2mm langen, damit würde ich an DAT0 kommen.
Ich nehme an dass die Die nicht größer ist als die Außenlage der Pins, 
was meint ihr?
>Meine Überlegung momentan ist, den Chip an der Stelle einzuschneiden,
>evtl mit einem Dremel. 1-2mm langen, damit würde ich an DAT0 kommen.
>Ich nehme an dass die Die nicht größer ist als die Außenlage der Pins,
>was meint ihr?

Meinst Du, das hängt von einer Meinung ab? Versuch's doch mal, und dann 
berichte.
Also ich würde mich mit dem Dremel VIEL mehr fürchten in dem unbekannten 
Innenleben des Chips irgendwas zu erwischen.
Auslöten mit Heißluft ist mit etwas Übung (oder gegen überschaubares 
Geld bei professionellen Reparaturläden) ein ziemlich sicherer Prozess.
Gast
Die übliche Strategie ist auslöten und dann entweder an die Bällchen 
Drähte löten oder in einen Sockel einspannen.

Wenn du das Layout kennst kannst du das Signal vielleicht an einer 
anderen Stelle auf der Platine abgreifen. Das geht schließlich vom 
Speicher irgendwo hin.
Daniel Hüberl schrieb:

> Meine Überlegung momentan ist, den Chip an der Stelle einzuschneiden,
> evtl mit einem Dremel. 1-2mm langen, damit würde ich an DAT0 kommen.
> Ich nehme an dass die Die nicht größer ist als die Außenlage der Pins,
> was meint ihr?

Vergiss es. In dem Package sind mehrere Chips drin, deren Position DU 
nicht kennst. Die sind mit Bonddrähten und Leiterbahnen verbunden, deren 
Verlauf DU nicht kennst.

Schau mal her:

https://rusolut.com/wp-content/uploads/2018/10/eMMCvsNAND.pdf

Mit Heißluft Auslöten ist Deine einzige Chance.

fchk
Mit dem Dremel ist der Chip nachher zu 99.999% Schrott, da das Zeug da 
drin 1000x feiner ist, als was du mit der Hand hinbekommst.

Ablöten mit Heissluft und dann mit feinem Lackdraht kontaktieren 
(Minimalbeschaltung), auslesen und wieder reinlöten wäre meine Idee.
Gast
Beim Tierarzt um die Ecke mal fragen, ob er dir für ein Betrag X in die 
Kaffeekasse in der Mittagspause grad nen (Digi)-Röntgenbild von der 
Platine macht.

Dann weißt du bestenfalls:
-wo Dies/Bonddrähte im Gehäuse laufen.
-wo die Leiterbahn zu DAT0 lang läuft

Eventuell kannst du dann auf der Platine den Lötstopplack an passender 
Stelle abkratzen und da ran gehen.

35µ Kupfer geht gut im Röntgen, selbst eine Massefläche schirmt die 
anderen Lagen nicht so stark ab, dass nix mehr zu erkennen wäre.

Für die Verhandlungsbasis: Röntgen kostet nach Gebührenordnung 32,07€ 
Brutto. fürs erste Bild. Allerdings bei nem lebendigen Tier, was 
deutlich mehr Aufwand macht, und natürlich zu versteuern wäre...

Siehe:
https://previews.123rf.com/images/arachi07/arachi071109/arachi07110900007/10727280-x-ray-printed-pcb-circuit-as-black-white.jpg

https://i1.wp.com/makezine.com/wp-content/uploads/2015/08/xrayshot.png?ssl=1

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