Forum: /dev/null Mehrwertsteuer-Senkung [Endet 3.7.]


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von Marek N. (bruderm)


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Morgen ist es soweit: Senkung der MwSt um drei Prozentpunkte.
Grad nachgerechnet: Sagenhafte 25 € auf 1000 €!

Dann wird natürlich jetzt das RTL2-Zielpublikum den Blödmarkt stürmen 
und sich den neusten 4K-Obsoleszenz-Mist holen, weil das ja jetzt so 
viel billiger ist.

Meine Meinung: Wer den Kauf davon abhängig macht, ob er jetzt 25 € 
spart, der sollte sich wirklich ernsthaft überlegen, ob er sich 
überhaupt den 1000 €-Fernseher leisten kann!

So und jetzt packt euren Stock raus und haut mich.

P.S. Das 30 Cent-Brötchen wird auch weiterhin 30 Cent kosten.

: Bearbeitet durch Moderator
von Dirk L. (garagenwirt)


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Marek N. schrieb:
> Morgen ist es soweit: Senkung der MwSt um drei Prozentpunkte.
> Grad nachgerechnet: Sagenhafte 25 € auf 1000 €!
>
Bei 10.000,-- Euro sind es dann aber schon 250
Man muss halt nur genug ausgeben um sich reich zu sparen

von Uhu U. (uhu)


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Dirk L. schrieb:
> Man muss halt nur genug ausgeben um sich reich zu sparen

Hoffentlich bekommt das F. B. mit!

von Ben S. (bensch123)


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Dirk L. schrieb:
> Bei 10.000,-- Euro sind es dann aber schon 250
> Man muss halt nur genug ausgeben um sich reich zu sparen

Eben. Kauf jetzt mal ein Auto, Haus oder mach ne Sanierung > 50.000€. 
Das sind 1500€.

von Jan H. (j_hansen)


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Ich dachte das soll gar nicht an die Endkunden weitergegeben werden, 
sondern den armen gebeutelten Handel die Marge etwas auffetten.

von Ben S. (bensch123)


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Jan H. schrieb:
> Ich dachte das soll gar nicht an die Endkunden weitergegeben werden,
> sondern den armen gebeutelten Handel die Marge etwas auffetten.

Tja, ich habe für einige Sachen mir im Juni Angbote geben lassen. Wenn 
die auf einmal im Juli mit 16% genauso teuer ist werde ich da 
nachfragen.

von René H. (mumpel)


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Marek N. schrieb:
> Das 30 Cent-Brötchen wird auch weiterhin 30 Cent kosten.

Von den 0,9 Cent wird der Händler auch nicht reich. Es war doch von 
Anfang an klar, dass der Bürger nicht wirklich spart. Der kluge Mensch 
hält auch weiterhin seine Kreuzer zusammen, auf das ein Gulden daraus 
wird.

von foobar (Gast)


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Bei Rossmann hingen gestern bereits Fähnchen an den Regalen: "3% 
MwSt-Senkung wird an der Kasse abgezogen", was dann auch geschah.

von René H. (mumpel)


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Statt 30 Cent dann 29,1 Cent?

von Harald W. (wilhelms)


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René H. schrieb:

> auf das ein Gulden daraus wird.

Guldet der denn heutzutage noch? :-)

von Manfred (Gast)


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Jan H. schrieb:
> Ich dachte das soll gar nicht an die Endkunden weitergegeben werden,
> sondern den armen gebeutelten Handel die Marge etwas auffetten.

Falsch verstanden, die soll den einfachen Bürger beruhigen, oder eher 
verarschen.

René H. schrieb:
>> Das 30 Cent-Brötchen wird auch weiterhin 30 Cent kosten.
>
> Von den 0,9 Cent wird der Händler auch nicht reich.

Lerne Lesen und Rechnen!

In den 30 cent ist die MWSt breits enthalten.
Lebensmittel haben 7%, aktuell 5% Steuer.

von Olaf Mertens (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Tja, ich habe für einige Sachen mir im Juni Angbote geben lassen. Wenn
> die auf einmal im Juli mit 16% genauso teuer ist werde ich da
> nachfragen.

Das erübrigt sich. Das war mal wieder, von der Regierung, ein 
unüberlegter Schnellschuss ins blaue.
Kein Händler macht sich die Mühe, nur für 6 Monate alle Artikel auf 16% 
umzurechnen, um dann im Januar 2021 alles wieder rückgängig zu machen.
Die Preise bleiben deshalb für den Endkunden natürlich so wie sie sind. 
Die Händler machen zwar theoretisch ein kleines Plus, aber das wird 
durch den bürokratischen Mehraufwand mehr als wieder aufgefressen. 
Zumindest hat es den Anschein gehabt in Coronazeiten der breiten Masse 
geholfen zu haben. Das gibt der Regierung ein gutes Gefühl, dass sie 
wenigstens irgendwas getan haben.

Beitrag #6322501 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Marek N. schrieb:
> P.S. Das 30 Cent-Brötchen wird auch weiterhin 30 Cent kosten.

Am 29.6. gesehen: Sandwixh Toast bei REWE 0,87 € statt 0,89; Brötchen 
bei netto 14 ct statt 15.
Entsprechende Senkungen auch für Salami, Schinkenwurst, Sonnenblumenöl, 
H-Milch, Zucker ...
Auch im Non-Food-Bereich.

von Percy N. (vox_bovi)


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Uhu U. schrieb:
> Dirk L. schrieb:
>> Man muss halt nur genug ausgeben um sich reich zu sparen
>
> Hoffentlich bekommt das F. B. mit!

Wirecard schon in der Nähe von 7 Euro!

Hätte er doch nur nicht in der Baisse verkauft!

von Percy N. (vox_bovi)


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foobar schrieb:
> Bei Rossmann hingen gestern bereits Fähnchen an den Regalen: "3%
> MwSt-Senkung wird an der Kasse abgezogen", was dann auch geschah.

Das könnte im Hinblick auf die Auszeichnungspflicht problematisch sein.

von Percy N. (vox_bovi)


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Jan H. schrieb:
> Ich dachte das soll gar nicht an die Endkunden weitergegeben werden,
> sondern den armen gebeutelten Handel die Marge etwas auffetten.

Nein, der Bürger soll durch das gleiche Brutto mehr Netto einkaufen 
können; die Maege rechnet derHandel aus letzterem.

Bezahlen tun wir das alle, denn wir bekomnen jetzt durch weniger 
eingezahlte Steuern weniger Staat zurück. Und gespart wird, oh seltsame 
Fügung des Schicksals, vermutlich nicht an den ohnehin kargen Diäten 
unserer Volksvertreter.

von René H. (mumpel)


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Percy N. schrieb:
> Nein, der Bürger soll durch das gleiche Brutto mehr Netto einkaufen
> können;

Genau. Bei einem 400,- Euro Monatseinkauf spart man dann rund 12,- Euro. 
Dafür kann man dann ein neues Auto kaufen. Die Einsparung ist doch 
lachhaft. Der kleine Mann, der ohnehin nichts hat, hat auch durch die 
MwSt.-Senkung nicht mehr Geld. Und wenn wir Pech haben erhöht der Handel 
im Januar die Preise, um die Verluste durch den bürokratischen Aufwand 
wieder reinzuholen. Besser wäre die Abschaffung des Solis, die 
Steuerbefreiung für das 13. Gehalt, den Arbeitslosen ein paar Euro mehr 
geben etc. pp.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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René H. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Nein, der Bürger soll durch das gleiche Brutto mehr Netto einkaufen
>> können;
>
> Genau. Bei einem 400,- Euro Monatseinkauf spart man dann rund 12,- Euro.
> Dafür kann man dann ein neues Auto kaufen.
Du brauchst es nicht ins Lächerliche zu ziehen: Für den Handel bedeutet 
das weitere 12 Euro, die der Kunde in seiner Kasse lassen kann. Zwei 
Prozent mehr netto-Umsatz sind nicht zu verachten.
Anders war das bei dem Steuergeschenk der FDP an Hotels: deren 
Kundschaft ist zum Großteil zum Virsteuerabzug berechtigt, do dass nur 
die netto-Preisexinteressant sind.
>  Die Einsparung ist doch
> lachhaft. Der kleine Mann, der ohnehin nichts hat, hat auch durch die
> MwSt.-Senkung nicht mehr Geld.
Warum auch, wenn er für das gleiche Geld mehr einkaufen kann?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Olaf Mertens schrieb:
> Kein Händler macht sich die Mühe, nur für 6 Monate alle Artikel auf 16%
> umzurechnen, um dann im Januar 2021 alles wieder rückgängig zu machen.

Nein, sicher nicht - weil jeder halbwegs vernünftige Händler in seinen 
internen Systemen natürlich NETTO-Preise verwaltet.

Das Aufschlagen der aktuellen Umsatzsteuer erfolgt immer ganz am 
Schluss.

Alles andere wäre wirklich Irrsinn, weil man dann bei jeder 
Umsatzsteuererhöhung sämtliche Preise anpassen müsste.

> Die Preise bleiben deshalb für den Endkunden natürlich so wie sie sind.

Nein, genau aus dem Grund werden sie durchaus fallen (so bspw. hier, 
auch wenn es meist Firmen sind, die unsere Dinge kaufen).

> Die Händler machen zwar theoretisch ein kleines Plus, aber das wird
> durch den bürokratischen Mehraufwand mehr als wieder aufgefressen.

Welcher bürokratische Aufwand?
In jedem vernünftigen Online-Shop/Warensystem/Faktura musste genau ein 
Faktor geändert werden. Dauer hier: etwa eine Minute

> Zumindest hat es den Anschein gehabt in Coronazeiten der breiten Masse
> geholfen zu haben. Das gibt der Regierung ein gutes Gefühl, dass sie
> wenigstens irgendwas getan haben.

Gleichzeitig sinken die Belastungen für Strom, Gas, Wasser, Sprit usw.

Ich höre noch den Aufschrei von damals, als 2006 von 16% auf 19% 
angehoben wurde - das Ende aller war quasi unvermeidlich. Jetzt wird 
wieder gesenkt und es gibt wieder Geheule.

Man kann es mit der Jammerei auch übertreiben.

: Bearbeitet durch Moderator
von Percy N. (vox_bovi)


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Chris D. schrieb:
> Ich höre noch den Aufschrei von damals, als 2006 von 16% auf 19%
> angehoben wurde - das Ende aller war quasi unvermeidlich.

Nach meiner Erinnerung gatte die Empörung einen anderen Grund: Schröder 
hatte vorher angekündigt, die Steuer von 16 auf 18 % zu erhöhen, und 
deshalb die Wahl gegen Merkel verloren. Gleich nach der Wahl hat unsere 
geliebte Kanzlerin eine um 33 % höhere Steueranhebung betrieben,  was 
nicht jeden in schiere Begeistterung versetzt hat.

Man sehe sich die Steuertarife der Schweiz an  - aber bitte vorher 
Taschentücher bereitlegen!

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Ich höre noch den Aufschrei von damals, als 2006 von 16% auf 19%
>> angehoben wurde - das Ende aller war quasi unvermeidlich.
>
> Nach meiner Erinnerung gatte die Empörung einen anderen Grund: Schröder
> hatte vorher angekündigt, die Steuer von 16 auf 18 % zu erhöhen, und
> deshalb die Wahl gegen Merkel verloren. Gleich nach der Wahl hat unsere
> geliebte Kanzlerin eine um 33 % höhere Steueranhebung betrieben,  was
> nicht jeden in schiere Begeistterung versetzt hat.

Das stimmt, aber auch die zwei Prozentpunkte vorher führten zu schon zu 
Weltuntergangsszenarien - wie jede Erhöhung vorher auch.

> Man sehe sich die Steuertarife der Schweiz an  - aber bitte vorher
> Taschentücher bereitlegen!

Die Restaurantpreise würden mir auch mit 0% Umsatzsteuer die Tränen in 
die Augen treiben ;-)

von Le X. (lex_91)


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Percy N. schrieb:
> Man sehe sich die Steuertarife der Schweiz an  - aber bitte vorher
> Taschentücher bereitlegen!

Die braucht es nicht.
Die Situation in der Schweiz ist so dermaßen anders als in DE, da ist 
ein Vergleich der nackten MWST-Sätze sinnfrei.
Kein Grund für Taschentücher.

Chris D. schrieb:
> Welcher bürokratische Aufwand?
> In jedem vernünftigen Online-Shop/Warensystem/Faktura musste genau ein
> Faktor geändert werden. Dauer hier: etwa eine Minute

Intern werden Preise natürlich netto verwaltet.
Den einzigen nennenswerten Aufwand dürften Supermärkte haben, bzw. 
generell Läden wo die Artikel ausgezeichnet im Regal stehen.
Da hat es der Onlineshop natürlich einfacher.
Trotzdem haben ausgerechnet die Supermärkte angekündigt, die 
Steuererleichterung weiter zu geben.
Bin schon gespannt ob nachher überall krumme Preise an den Regalen zu 
finden sind ;-)

von René H. (mumpel)


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Percy N. schrieb:
> Warum auch, wenn er für das gleiche Geld mehr einkaufen kann?

Jetzt macht euch mal nicht lächerlich. Für die paar Euro bekommt man 
auch nicht wirklich viel. Gehen wir mal von 12,- Euro Ersparnis pro 
Monat aus, dann macht das auf die 6 Monate gerade mal 72,- Euro. Das 
reicht nur für einen kurzen Augenblick, und danach ist das Leben wieder 
genauso teuer wie zuvor.

Percy N. schrieb:
> Du brauchst es nicht ins Lächerliche zu ziehen

Das ist aber lächerlich. Also weshalb es nicht auch ein wenig mit Humor 
nehmen?

von Percy N. (vox_bovi)


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René H. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Warum auch, wenn er für das gleiche Geld mehr einkaufen kann?
>
> Jetzt macht euch mal nicht lächerlich. Für die paar Euro bekommt man
> auch nicht wirklich viel. Gehen wir mal von 12,- Euro Ersparnis pro
> Monat aus, dann macht das auf die 6 Monate gerade mal 72,- Euro. Das
> reicht nur für einen kurzen Augenblick, und danach ist das Leben wieder
> genauso teuer wie zuvor.
>
> Percy N. schrieb:
>> Du brauchst es nicht ins Lächerliche zu ziehen
>
> Das ist aber lächerlich. Also weshalb es nicht auch ein wenig mit Humor
> nehmen?

Du hast es immer noch nicht kapiert: es geht darum, dass 2 bis 3 % mehr 
Ware umgesetzt werden kann. Für den Handel ist das bedeutsam.

Für den armen Bürger auch: so sind im Hartz4-Warenkorb monatlich 1,12 € 
für Bildung vorgesehen
 Deine oben genannten 12 € bekommen, so betrachtet, ein anderes Gewicht.

Die Branchen, die von den Kontaktbeschränkungen besonders gebeutelt 
sind, haben davon freilich überhaupt nichts.

von Percy N. (vox_bovi)


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Le X. schrieb:
> Bin schon gespannt ob nachher überall krumme Preise an den Regalen zu
> finden sind ;-)

Die habe ich schon Montag gesehen, bisher zwar nur bei REWE und netto, 
aber da werden wohl die meisten mitmachen.

von René H. (mumpel)


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Percy N. schrieb:
> Für den armen Bürger auch: so sind im Hartz4-Warenkorb monatlich 1,12 €
> für Bildung vorgesehen

Und was ist ab Januar? Solche kurzzeitigen Maßnahmen bringen doch nichts

von Percy N. (vox_bovi)


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René H. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Für den armen Bürger auch: so sind im Hartz4-Warenkorb monatlich 1,12 €
>> für Bildung vorgesehen
>
> Und was ist ab Januar? Solche kurzzeitigen Maßnahmen bringen doch nichts

Dann überweise einfach Deine gesparten 72 Euro an Herrn Scholz, und alle 
sind zufrieden.

von René H. (mumpel)


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Und ich bleibe bei meinen Zweifeln. Die meisten Bürger kaufen trotzdem 
nicht mehr als sie brauchen. Bei uns freuen sich am meisten die 
Österreicher die hier bei uns einkaufen.

von Michael Gugelhupf (Gast)


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Olaf Mertens schrieb:
> Das erübrigt sich. Das war mal wieder, von der Regierung, ein
> unüberlegter Schnellschuss ins blaue.

Ja,ja, die böse Regierung.

> Kein Händler macht sich die Mühe, nur für 6 Monate alle Artikel auf 16%
> umzurechnen, um dann im Januar 2021 alles wieder rückgängig zu machen.

Wenn du das sagst. Mal schnell bei den Großversorgern nachgesehen:

Aldi Nord Webseite: "Jetzt -3% auf den gesamten Einkauf sparen."

Aldi Süd Webseite: "1x Einkaufen, 2x Sparen. ca. 2% vom Staat, bis zu 1% 
extra von Aldi"

Lidl Presseberichte: Mehrwertsteuersenkung sogar eine Woche vorgezogen. 
Ausnahmen für einige Produktgruppen wie Tabakwaren, Zeitschriften, ...

Rewe Webseite: Rewe Sparplan, "Denn wir haben bei vielen Produkten die 
Preise gesenkt. Und zwar mehr als nur die Mehrwertsteuersenkung!"

> Die Preise bleiben deshalb für den Endkunden natürlich so wie sie sind.

Wenn du das sagst.

von Jan L. (ranzcopter)


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Chris D. schrieb:
> Welcher bürokratische Aufwand?
> In jedem vernünftigen Online-Shop/Warensystem/Faktura musste genau ein
> Faktor geändert werden. Dauer hier: etwa eine Minute

Ja, wenn du "Dinge" verkaufst; aber wehe es sind "Dienstleistungen", 
oder auch nur "Dinge mit Laufzeit" (Hosting, Domains) - da wird's 
teilweise recht absurd...

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Meine Einschätzung:
Es gibt etliche Läden, die die MWST Reduzierung NICHT weitergeben
(So hört man auch längst in den Medien).

Aber wenn es am Jahreswechsel wieder auf Vor-Corona Niveau
angehoben wird, werden die Preise natürlich angehoben.

Ich bewahre mir jedenfalls seit ein paar Wochen
erst einmal ein paar Kassenbons auf.

Letztlich halte ich es wie immer:
Ich kaufe wenn ich etwas benötige und nicht,
weil es irgendwo gerade angeblich besonders günstig ist.

Da können die mit ihren scheiss E-Autos auch noch so oft
mit 10TAUSEND Euro wedeln... Ich kauf das nicht!

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Jan L. schrieb:
> Ja, wenn du "Dinge" verkaufst; aber wehe es sind "Dienstleistungen",
> oder auch nur "Dinge mit Laufzeit" (Hosting, Domains) - da wird's
> teilweise recht absurd...

Auch dann sollte die Software dazu in der Lage sein, gerade bei solchen 
Dienstleistern. Wie geschrieben: solch eine Software muss eine 
USt.-Erhöhung ohne größere Probleme mitmachen.

Aber: üblicherweise wird auch bei langen Verträgen monatlich 
abgerechnet: Juni-Rechnung also mit 19%, Juli-Rechnung dann mit 16% - 
fertig.

Ich sehe hier bei uns weder bei HostEurope (Domains, Hosting), noch 1&1 
(Mobilfunk) noch der Telekom (DSL) ein Problem.

: Bearbeitet durch Moderator
von Harald W. (wilhelms)


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Percy N. schrieb:

> es geht darum, dass 2 bis 3 % mehr
> Ware umgesetzt werden kann. Für den Handel ist das bedeutsam.

...und wenn ich jetzt 2 bis 3 % mehr Lebensmittel kaufe, werde
ich dann auch 2 bis 3 % fetter?

von Dirk K. (merciless)


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Chris D. schrieb:
> Welcher bürokratische Aufwand?
> In jedem vernünftigen Online-Shop/Warensystem/Faktura musste genau ein
> Faktor geändert werden. Dauer hier: etwa eine Minute

Wenn man wenig Ahnung hat...
Wir haben bei uns in der Firma richtig Arbeit.
Es reicht eben nicht, 19% zu 16% zu ändern.
Kleines Beispiel: Kunde kauft mit 19% und
reklamiert zu einer Zeit, wo 16% fällig sind.
Der will natürlich die ganze Kohle zurück (mit 19%).
Es sind beide Steuersätze im System zu halten
und die ganzen Sonderfälle abzuklopfen. Der
Stress kommt dann, wenn der ganze Mist
buchhalterisch korrekt verarbeitet werden muss.

merciless

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Harald W. schrieb:
> ...und wenn ich jetzt 2 bis 3 % mehr Lebensmittel kaufe, werde
> ich dann auch 2 bis 3 % fetter?

Das kommt darauf an was du kaufst. Wenn du 2-3% mehr Gemüse kaufst was 
nur aus Wasser besteht wohl eher nicht.
Aber auch bei gleichbleibender Produktwahl wirst du bei 3% mehr 
Nahrungsaufnahme nicht automatisch 3% fetter weil das Ganze kein 
lineares System ist.
Du hast einen gewissen Grundumsatz, der ist fix und wirkt schon mal als 
Offset.
Außerdem kann, bei sehr hoher Kalorienzufuhr, ohnehin nicht mehr alles 
verstoffwechselt werden.
Dann kommts auch noch auf die Verteilung der Makronährstoffe an.
Der Körper braucht z.B. Kohlenhydrate um Fett einzulagern.
Darauf bauen z.B. die Zero-Carb-Diäten (die ich aber niemandem hier 
nahelegen möchte).
Du siehst also, alles nicht so einfach.

Aber wieso fragst du eigentlich, bzw. was machst du jetzt mit dieser 
Antwort?

: Bearbeitet durch User
von A. K. (prx)


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Harald W. schrieb:
> ...und wenn ich jetzt 2 bis 3 % mehr Lebensmittel kaufe, werde
> ich dann auch 2 bis 3 % fetter?

Du kannst damit ja Klopapier und Nudeln für die in den letzten Tagen 
überall befürchtete kommende Schweinegrippe-Pandemie einlagern.

von Toby P. (Gast)


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Percy N. schrieb:
> ach meiner Erinnerung gatte die Empörung einen anderen Grund: Schröder
> hatte vorher angekündigt, die Steuer von 16 auf 18 % zu erhöhen, und
> deshalb die Wahl gegen Merkel verloren. Gleich nach der Wahl hat unsere
> geliebte Kanzlerin eine um 33 % höhere Steueranhebung betrieben,  was
> nicht jeden in schiere Begeistterung versetzt hat.

Das Politiker einem frech ins Gesicht lügen scheint eine für einige noch 
eine Neuigkeit zu sein. Die US Marionette hat das ja gut verinnerlicht 
und labert seit dem nur noch substanzloses Zeugs.

Chris D. schrieb:
> Jetzt wird wieder gesenkt und es gibt wieder Geheule.

Gemault wird immer, aber wenn Sie jetzt wieder absenken denn war die 
Erhöhung  doch unnötig, oder?

von Ben S. (bensch123)


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Olaf Mertens schrieb:
> Kein Händler macht sich die Mühe, nur für 6 Monate alle Artikel auf 16%
> umzurechnen, um dann im Januar 2021 alles wieder rückgängig zu machen.

Falsch. Der Mwst. Satz kommt aus dem PC (hofentlich in diesem Zeitalter. 
Sprich ich habe z.B. ein Angebot für Gartensteine im Juni angefordert. 
Dort habe ich nun den Netto Preis + 19% Mwst. Wenn ich die jetzt im Juli 
kaufen möchte muss das natürlich korrekt berechnet werden.

von Toby P. (Gast)


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Percy N. schrieb:
> ach meiner Erinnerung gatte die Empörung einen anderen Grund: Schröder
> hatte vorher angekündigt, die Steuer von 16 auf 18 % zu erhöhen, und
> deshalb die Wahl gegen Merkel verloren. Gleich nach der Wahl hat unsere
> geliebte Kanzlerin eine um 33 % höhere Steueranhebung betrieben,  was
> nicht jeden in schiere Begeistterung versetzt hat.

Das Politiker einem frech ins Gesicht lügen scheint eine für einige noch 
eine Neuigkeit zu sein. Die US Marionette hat das ja gut verinnerlicht 
und labert seit dem nur noch substanzloses Zeugs.

Chris D. schrieb:
> Jetzt wird wieder gesenkt und es gibt wieder Geheule.

Gemault wird immer, aber wenn Sie jetzt wieder absenken denn war die 
Erhöhung  doch unnötig, oder?

Dirk K. schrieb:
> Es sind beide Steuersätze im System zu halten
Das kann heute doch jede Billigkasse. Selber hab ich bei keiner 
Umstellung mehr als 20 Minuten gebraucht.

> und die ganzen Sonderfälle abzuklopfen.
Achgottchen, 3% Risiko bei ner Tüte Milch mal was falsch zu buchen.

von Ben S. (bensch123)


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Olaf Mertens schrieb:
> Zumindest hat es den Anschein gehabt in Coronazeiten der breiten Masse
> geholfen zu haben. Das gibt der Regierung ein gutes Gefühl, dass sie
> wenigstens irgendwas getan haben.

Natürlich erkauft sich die Regierung damit ein paar Stimmen für das 
nächste Jahr.

von Toby P. (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Natürlich erkauft sich die Regierung damit ein paar Stimmen für das
> nächste Jahr.

Also mir schon der Gedanke das mein Stimmzettel in einer Urne liegt 
schon unerträglich. Das er dann noch im Meer der Zettel dieser ganzen 
Mitläufer, vollvertrahlten, Duckmäuser und Anbeter dieser behämmerten 
FDJ Tante liegt ist das absolute Nogo.

Der Trick ist den Leuten ihr eigenes Geld zu zeigen und es hintenrum 
wieder weg zu nehmen. Die GEZ Schmarotzer bekommen einen Zuschlag den 
jeder aus versteuertem Einkommen bezahlen muss. Auch die absurden 
Abgaben für dieses Spurengas sind daraus zu entrichten.

Dann hat die kalte Progression weitaus mehr Geld in die Kassen dieses 
unersättlichen Gebildes gespült als diese 6 Monate 2-3% auf alles außer 
Nikotin Benzin etc. kosten werden.

Nächstes Jahr sind die Briten aus der EU raus, ratet mal wer deren 
"Beitrag" mit übernimmt (erinnert sich eigentlich noch einer der 
medienverstrahlten an das Brexit Armageddon welches die Drecksmedien in 
ihre Köpfe gekippt haben?)

von Medienverstrahlter (Gast)


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Toby P. schrieb:
> ...erinnert sich eigentlich noch einer der medienverstrahlten an das
> Brexit Armageddon welches die Drecksmedien in ihre Köpfe gekippt haben?

Nö.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ich bin weit davon entfernt,
als medienverstrahlt durchzugehen.

von Dirk K. (merciless)


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Toby P. schrieb:
> Dirk K. schrieb:
>> Es sind beide Steuersätze im System zu halten
> Das kann heute doch jede Billigkasse. Selber hab ich bei keiner
> Umstellung mehr als 20 Minuten gebraucht.
>
>> und die ganzen Sonderfälle abzuklopfen.
> Achgottchen, 3% Risiko bei ner Tüte Milch mal was falsch zu buchen.
Hoher Tellerrand bei dir, gell?

Ich rede von Handel mit innerdeutschen, europäischen
und aussereuropäischen Kunden. ERP-System ist SAP
(nicht, dass ich das gutfinden würde). Mein Kollege
ist seit Tagen damit beschäftigt, Änderungen in Absprache
mit einem Berater zu machen und Tests mit der Buchhaltung
zu organisieren.

"Tüte Milch", Gott was reg ich mich überhaupt auf...

merciless

von M.M.M (Gast)


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René H. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Nein, der Bürger soll durch das gleiche Brutto mehr Netto einkaufen
>> können;
>
> Genau. Bei einem 400,- Euro Monatseinkauf spart man dann rund 12,- Euro.

Bei Prozentrechnung hast Du in der Schule gefehlt?

Dein Monatseinkauf besteht aus Netto 336,13€ + 63,87€ Mehrwertsteuer 
(19%).
Bei 16% fallen 53,78€ Mehrwertsteuer an. Du bezahlst Brutto 389,91€. Du 
sparst also etwa 10€.

> Dafür kann man dann ein neues Auto kaufen. Die Einsparung ist doch
> lachhaft. Der kleine Mann, der ohnehin nichts hat, hat auch durch die
> MwSt.-Senkung nicht mehr Geld. Und wenn wir Pech haben erhöht der Handel
> im Januar die Preise, um die Verluste durch den bürokratischen Aufwand
> wieder reinzuholen.

Natürlich kanst Du Dir davon kein neues Auto kaufen, sondern allenfalls 
3 Glas Bier, aber darum geht's ja auch nicht. Es geht darum, kurzfristig 
Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen. Und da die von allen 
Endverbrauchern gezahlte Mehrwertsteuer ein ganz schöner Batzen ist, 
werden auf diesem Wege ein paar Milliarden in Umlauf gebracht.

Selbst wenn Unternehmen die Preise nicht anpassen tut das o.g. Ziel 
keinen Abbruch. Das mehr an Geld landet dann halt in den Taschen dieser, 
statt in den Taschen anderer Unternehmen.

Ich weiß ja nicht wie das heute ist, aber früher gab's, bedingt durch 
das Studium generale, auch für Techniker mal möglich, über den 
Tellerrand zu schauen und gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu 
erfassen.

> Besser wäre die Abschaffung des Solis, die
> Steuerbefreiung für das 13. Gehalt, den Arbeitslosen ein paar Euro mehr
> geben etc. pp.

Nein, alle drei Vorschläge sind ungeeignet, da sie immer nur begrenzte 
Bevölkerungsgruppen ansprechen. Mehrwertsteuer zahlt aber halt jeder 
Endverbraucher, und wenn im Zweifel es auch nur für Lebensmittel ist. 
Nur so erreicht man einen breite Streuung.

MfG

von Percy N. (vox_bovi)


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M.M.M schrieb:
> Natürlich kanst Du Dir davon kein neues Auto kaufen, sondern allenfalls
> 3 Glas Bier, aber darum geht's ja auch nicht.

Oder zwei Schachteln Zigaretten oder eine Pulle Schnaps. Und schon reibt 
sich Olaf der Größte die Hände.

von Schlaubube (Gast)


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Marek N. schrieb:
> Dann wird natürlich jetzt das RTL2-Zielpublikum den Blödmarkt stürmen
> und sich den neusten 4K-Obsoleszenz-Mist holen, weil das ja jetzt so
> viel billiger ist.

Nicht ganz, der kluge Mann hat die Senkung beim MM schon letzte Woche 
mitgenommen. Ich habe selber noch am Freitag einen solche 
runtergesetzten TV-Kavänzmann gekauft, zum Preis, wie er im Internet 
auch sonst angegeben war, allerdings mitsamt 150,- Euro Gutschein, der 
sofort eingelöst wurde.

Damit habe ich die 2,5% Senkung und die 19% MWST, denn die kann ich ja 
immer rausziehen. Ich habe Waren für 1499 und bezahlt habe ich 1315, 
abz.19% = 1105.

Da das Ganze noch von der Steuer abgesetzt wird, kostet mich das also 
575,- Euro. Der Gutschein wurde natürlich für Privates ausgegeben. So 
finanziert mir der Staat fast 925 Euro für lau. Das ist ein gutes 
Geschäft. Ohne die MW-Senkung wären es nur 870,- gewesen.

Der Mediamarkt macht da übrigens auch ein gewaltig gutes Geschäft: Die 
kaufen für viele Mio Euro Produkte ein, ziehen 19% MWSt und müssen dann 
nur 16% bezahlen. Davon kann man gut Rabatte geben.

Dumm ist es für die die jetzt an Geschäftsleute verkaufen: Wenn du jetzt 
z.B. ein Auto kaufst, kannst du nur 16% ziehen, musst aber beim 
Wiederverkauf den Restwert mit 19% versteuern. Bei 15.000 Restwert 
immerhin 450,- Euro Miese.

Diese Senkung hilft nur denen, die damit Übergangsgeschäft machen 
wollen.

von Schlaubube (Gast)


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M.M.M schrieb:
> Dein Monatseinkauf besteht aus Netto 336,13€ + 63,87€ Mehrwertsteuer
> (19%).

Sein Monatseinkauf dürfte überwiegend Waren mit 7% betreffen, die z.T. 
ausgenommen sind oder nun 5% haben. Das Ganze macht nicht viel aus. 
Ausserdem haben die großen Warenketten schon in der Krise die Preise 
erhöht: Viele Lebensmittel sind einige Cent teuerer, als am 
Jahresanfang. Wenn die Butter oder die Milch 1,29 statt 1,19 kostet, 
sind das mehr, als die 2%. Die Grossen verdienen herrlich an der Sache.

von Percy N. (vox_bovi)


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Schlaubube schrieb:
> Der Mediamarkt macht da übrigens auch ein gewaltig gutes Geschäft: Die
> kaufen für viele Mio Euro Produkte ein, ziehen 19% MWSt und müssen dann
> nur 16% bezahlen. Davon kann man gut Rabatte geben.

So, so ...

von René H. (mumpel)


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M.M.M schrieb:
> Es geht darum, kurzfristig Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen

Wessen Geld? Nur weil ich 2% weniger MwSt. zahle kaufe ich auch nicht 
mehr als sonst. Das was ich spare bleibt auf dem Konto liegen. Also an 
mir verdient der Handel nicht kurzfristig mehr Geld.

von Webentwickler (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Welcher bürokratische Aufwand?
> In jedem vernünftigen Online-Shop/Warensystem/Faktura musste genau ein
> Faktor geändert werden. Dauer hier: etwa eine Minute

Tja, das haben wohl auch unsere Politiker gedacht. Aber so leicht ist es 
leider nicht. Das verursacht riesigen Aufwand und Kosten.

Eine USt Änderung ist leider keine alltägliche Sache! Die erste seit 
2007!

Beim Onlineshop ist z.B. das Lieferdatum relevant, bei Dienstleistungen 
der Leistungszeitpunkt / Abnahme und bei Dauerleistungen hängt es dann 
auch noch davon ab, ob Teilleistungen erbracht und abgerechnet werden 
oder nicht.

Kurzum: Ich kenne kein Onlineshop System, welches das vollständig 
korrekt umsetzt !

Chris D. schrieb:
> Aber: üblicherweise wird auch bei langen Verträgen monatlich
> abgerechnet: Juni-Rechnung also mit 19%, Juli-Rechnung dann mit 16% -
> fertig.
>
> Ich sehe hier bei uns weder bei HostEurope (Domains, Hosting), noch 1&1
> (Mobilfunk) noch der Telekom (DSL) ein Problem.

Sitchworte: Leistungsdatum, Dauerleistung, Teilleistung

Viele Verträge laufen z.B. über ein Jahr und werden im Voraus bezahlt 
und müssen nun nachträglich korrigiert werden:

Beispiel 1:

01.04.2019 bis 31.03.2020

Wir dieser Vertrag als Dauerleistung ohne Teilleistungen erbracht ist 
darauf 19% USt fällig. Hier passt alles.

Beispiel 2:

01.09.2019 - 30.08.2020

Wieder eine Dauerleistung, welche im 16% Zeitraum endet:

-> 16% USt, die ursprüngliche Rechnung wurde mit 19% gestellt, da das 
noch nicht absehbar war.
-> Korrekturrechnung muss erstellt werden

Oder es trifft auch auf dein Juni / Juli Beispiel zu. Beispiel 
Telefonverträge, dort erfolgt die Abrechnung der Grundgebühr oft im 
Voraus. D.h. im Juni musste bereits eine 16% Rechnung für die 
Grundgebühr des Julis versendet werden, noch bevor das Gesetzt 
beschlossen wurde. Andernfalls muss nun eine Korrekturrechnung für den 
Juni erstellt werden.

Schlaubube schrieb:
> Der Mediamarkt macht da übrigens auch ein gewaltig gutes Geschäft: Die
> kaufen für viele Mio Euro Produkte ein, ziehen 19% MWSt und müssen dann
> nur 16% bezahlen. Davon kann man gut Rabatte geben.

Tatsächlich? Und ich dachte immer USt wäre ein durchlaufender Posten und 
Unternehmer rechnen intern nur mit Nettobeträgen...

von Percy N. (vox_bovi)


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René H. schrieb:
> M.M.M schrieb:
>> Es geht darum, kurzfristig Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen
>
> Wessen Geld? Nur weil ich 2% weniger MwSt. zahle kaufe ich auch nicht
> mehr als sonst. Das was ich spare bleibt auf dem Konto liegen. Also an
> mir verdient der Handel nicht kurzfristig mehr Geld.

Und schon hast Du die Chance, herauszufinden, warum die Umsatzsteuer von 
vielen als undozial angesehen eird: Deine Sparquote ist höher als Null. 
Bei anderen trifft das nicht zu. Und genau diese können jetzt mehr 
konsumieren.

Wer keine interessanten Klingeltöne mehr findet, kann ja mal 
nachschauen, was eigentlich diese sogenannten "Bücher" sind, die nan in 
manchen Läden kaufen können soll.

von René H. (mumpel)


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Percy N. schrieb:
> Und genau diese können jetzt mehr konsumieren.

Ein Armer, dem 150,- Euro im Monat zur Verfügung stehen, spart etwa 3,50 
Euro. Halleluja, wie großzügig, an einen Tag im Monat mehr zu beißen.

von Percy N. (vox_bovi)


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René H. schrieb:
> Ein Armer, dem 150,- Euro im Monat zur Verfügung stehen, spart etwa 3,50
> Euro. Halleluja, wie großzügig, an einen Tag im Monat mehr zu beißen

Schön dass es Dir gut geht. Ich leide auch keine Not. Aber Deine 72 Euro 
nehme ich gern dankend an. Aber bitte zahle nicht in Raten, der Aufwand 
ist zu hoch.

Der Einzelhandel wüsste mit den € 3,50 noch mehr anzufangem. Schau 
einfach mal über den Rand Deines Geldbeutels hinaus, falls Dir das 
irgendwann einmal möglich sein sollte.

Es ging Herrn Scholz nämlich nicht genau um Dich. Diesmal nicht.

: Bearbeitet durch User
von Schlauberger (Gast)


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Es wäre besser gewesen, man investiert das Geld in Förderprogramme:

* Strassenbau, Anbau von Gärten und Wegen, mehr Altenbetreuung, 
häusliche Betreuung, also wo auch viele Arbeitslose untergebracht werden 
können

* Entwicklungsprojekte der Regierung im Bereich Medizin, Umwelttechnik, 
wo die Fachkräfte arbeiten könnten, da die erst mal 6 Monate Planung 
erfordern, die man in h.o. machen kann

* Vorläufige Steuerrückzahlungen aus 2018/2019 als Kredit an KMU, damit 
die, die immer gezahlt haben, mehr Liqidität haben und jetzt ihre 
Unterlieferanten weiter beauftragen können

* Beschäftigungsprogramme, für die die jetzt nichts arbeiten können, 
damit die Arbeitskraft sinnvoll genutzt wird

Dann hat das Volk insgesamt mehr Geld und kauft auch mehr. So wartet 
jeder auf die tolle Senkung die nicht kommt und kauft lieber nächstes 
Jahr oder dort, wo die Firmen pleite gehen und abgewickelt werden. Schon 
jetzt laufen die Pfandhäuser voll und kleine KMU müssen aufgeben. Hier 
am Ort hat auch gerade ein Veranstaltungsdienstleister INSO angemeldet 
und die Geier haben Audio- und Videotechnik zum halben Preis bekommen. 
Der ganze Ort ist nun bestens mit Headphones, Audiophone, Kopfhöhrern, 
Anlagen, Verstärkern und Lautsprechern versorgt und kauzft die nächsten 
Jahre sicher kein Stück mehr irgendwo neu ein.

von René H. (mumpel)


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Percy N. schrieb:
> Der Einzelhandel wüsste mit den € 3,50 noch mehr anzufangem

Die Regierung tut aber so als sei sie die große Wohltäterin an der 
Nation. In Wirklichkeit spült sie den großen Händlern und Firmen die 
Taschen voll. Die Mitarbeiter bekommen davon nichts ab, und die kleinen 
Händler werden auch nicht viel davon haben.

: Bearbeitet durch User
von Maxe (Gast)


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Webentwickler schrieb:
> Schlaubube schrieb:
>> Der Mediamarkt macht da übrigens auch ein gewaltig gutes Geschäft: Die
>> kaufen für viele Mio Euro Produkte ein, ziehen 19% MWSt und müssen dann
>> nur 16% bezahlen. Davon kann man gut Rabatte geben.
> Tatsächlich? Und ich dachte immer USt wäre ein durchlaufender Posten und
> Unternehmer rechnen intern nur mit Nettobeträgen...
Ist nur ein durchlaufender Posten. Die vereinnahmten 19% MWSt müssen sie 
voll abführen, abzüglich der MWSt, die sie selbst bezahlt haben, egal ob 
19% oder 16%. Es könnte aber Auswirkungen haben, wenn man mehr MWSt 
ausgibt als einnimmt?

von Percy N. (vox_bovi)


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René H. schrieb:
> Die Regierung tut aber so als sei sie die große Wohltäterin an der
> Nation. In Wirklichkeit spült sie den großen Händlern und Firmen die
> Taschen voll. Die Mitarbeiter bekommen davon nichts ab, und die kleinen
> Händler werden auch nicht viel davon haben.

Deine Bemerkungen werden immer blödsinniger.

Beitrag #6323178 wurde vom Autor gelöscht.
von René H. (mumpel)


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Und ich bleibe dabei. Der Großteil wird nicht (spürbar) provitieren.

Beitrag #6323256 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Heinz R. (heijz)


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So einfach wie hier oft dargestellt ist das leider nicht

Ich hatte im Herbst 2006 ein (gebrauchtes) Haus gekauft und komplett 
saniert

Ich wollte Dinge wie z.B. eine Badeanne kaufen - alles nicht lieferbar 
weil die Leute kurz vor der Steuererhöhung ausgeflippt sind, alles leer 
gekauft haben

Mir war es damals total egal ob das Zeug jetzt 3% mehr kostet, aber ich 
konnte ausser Warten nichts machen

Die Herstelleer sind natürlich nicht so doof, gerade jetzt in 
Corona-Zeiten, Überstunden zu machen um danach in Kurzarbeit zu gehen
Die wissen genau wieviele Kloschüsseln in Deutschland pro Monat 
gebraucht werden...

von Toby P. (Gast)


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René H. schrieb:
> Die Regierung tut aber so als sei sie die große Wohltäterin an der
> Nation

Surprise, surprise, das hätte ich echt nicht gedacht. Auch das die Kohle 
nach oben fließt wäre ne unglaubliche Neuigkeit. Oder das der Drosten in 
den SARS Skandal verwickelt war und GAS-Gerd die deutsche Industrie 
verschenkt hat. Auch das BimbesKanzlerEhrenWort ist genau so ein Gerücht 
wie jenes das eine Herde Vollidioten diesen Müll immer und immer wieder 
wählt.

von Olaf Mertens (Gast)


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Toby P. schrieb:
> ...das hätte ich echt nicht gedacht. Auch das die Kohle nach oben fließt
> wäre ne unglaubliche Neuigkeit. Oder das der Drosten in den SARS Skandal
> verwickelt war und GAS-Gerd die deutsche Industrie verschenkt hat. Auch
> das BimbesKanzlerEhrenWort ist genau so ein Gerücht wie jenes das eine
> Herde Vollidioten diesen Müll immer und immer wieder wählt.

Das ist doch keine Überraschung und auch kein Gerücht. Das entspricht 
genau so der Wirklichkeit!

von Toby P. (Gast)


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René H. schrieb:
> Und ich bleibe dabei. Der Großteil wird nicht (spürbar) provitieren

Ohne würde alles viel viel viel schlimmer sein. So wie du ohne lockdown 
durch Millionen Tote und waten würdest.

von Toby P. (Gast)


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Olaf Mertens schrieb:
> Das ist doch keine Überraschung

Sorry ich hatte die Ironitags vergessen.

von Le X. (lex_91)


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Toby P. schrieb:
> Ben S. schrieb:
>> Natürlich erkauft sich die Regierung damit ein paar Stimmen für das
>> nächste Jahr.
>
> Also mir schon der Gedanke das mein Stimmzettel in einer Urne liegt
> schon unerträglich. Das er dann noch im Meer der Zettel dieser ganzen
> Mitläufer, vollvertrahlten, Duckmäuser und Anbeter dieser behämmerten
> FDJ Tante liegt ist das absolute Nogo.
>
> Der Trick ist den Leuten ihr eigenes Geld zu zeigen und es hintenrum
> wieder weg zu nehmen. Die GEZ Schmarotzer bekommen einen Zuschlag den
> jeder aus versteuertem Einkommen bezahlen muss. Auch die absurden
> Abgaben für dieses Spurengas sind daraus zu entrichten.
>
> Dann hat die kalte Progression weitaus mehr Geld in die Kassen dieses
> unersättlichen Gebildes gespült als diese 6 Monate 2-3% auf alles außer
> Nikotin Benzin etc. kosten werden.
>
> Nächstes Jahr sind die Briten aus der EU raus, ratet mal wer deren
> "Beitrag" mit übernimmt (erinnert sich eigentlich noch einer der
> medienverstrahlten an das Brexit Armageddon welches die Drecksmedien in
> ihre Köpfe gekippt haben?)

Deine Ode-an-dich-selbst hätte etwas mehr Gehalt wenn du weniger 
Deppenleerzeichen verwenden und auf die korrekte Benutzung von "das" und 
"dass" achten würdest.
Auch die Verwendung der üblichen Kampfbegriffe ("Drecksmedien", 
"medienverstrahlt" usw.) lässt mich irgendwie an deiner Aufgeklärtheit 
zweifeln.
Auf mich machst du einen sehr drecksmedien-verstrahlten Eindruck.

von Toby P. (Gast)


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Le X. schrieb:
> Auf mich machst du einen sehr drecksmedien-verstrahlten Eindruck.

Find ich gut, das fehlen jeder inhaltliche Aussage und diese völlig 
irrwitzige Logik erspart auch mir eine Diskussion.

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