Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Erntet ihr Bauteile von nicht mehr benötigten Platinen?


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von René F. (therfd)


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Für viele war es früher normal Schrottplatinen zu schlachten um Bauteile 
zu ernten. In heutigen Zeiten ist die Bauteilversorgung besser und die 
Preise sind niedrig.

Erntet ihr heutzutage trotzdem noch Bauteile zum basteln?

Persönliches Beispiel:
Bei uns werden häufig Leiterplatten-Nutzen aus Kundenprojekten entsorgt, 
ich ernte dann ab und zu noch ein paar Bauteile wenn etwas brauchbares 
drauf ist zum basteln, die Spannungsversorgung für mein aktuelles 
Projekt beinhaltet zum Beispiel Schaltregler, Speicherdrosseln und MLCCs 
welche ich von einem solchen Nutzen gerettet habe.

von Pusterbauer (Gast)


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René F. schrieb:
> Erntet ihr heutzutage trotzdem noch Bauteile zum basteln?

Ja!

von René H. (mumpel)


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Das macht kaum noch einer. Zuviel Zeitaufwand, und die Preise für neue 
Teile sind dafür zu niedrig im sicv mit Auslöten aufzuhalten.

von Chris K. (Gast)


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Kommt auf die Bauteile an. Hühnerfutter bleibt drauf. ICs für 20 bis 60$ 
das Stück kann man schonmal sich die Mühe machen und die Auslöten, wenn 
man eine neue Revision von der Leiterplatte braucht.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Ein paar einsteckbare DIL-40 PICs aus älteren Firmen L.P. wie 18F4520, 
4620, 887A, 877A u.ä. Da FLASH Speicher sind sie natürlich noch 
verwendbar. Zu schade für die Entsorgung. Auf Steckbrett mit wenig 
Aufwand noch recht brauchbar.

von Alexander K. (Gast)


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Nein, aber die Bauteile drumherum wie Motoren, Kabel etc. sehr gerne.

Gruß

  Pucki

von Gerhard O. (gerhard_)


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In alten oder unbrauchbaren Druckern findet sich oft noch Brauchbares 
wie SMPS Netzteil Module, Motoren u.v.a.

Ich kannte mal jemanden der Drucker reparierte und da gab es oft nette 
Sachen wie HP ein- oder zweizeilige Character LCD Module, Schrittmotoren 
mit bis zu 0.9 Grad Schrittbreite aus Epson Druckern und andere nette 
Sachen.

Da gab es ein HP spezifisches LCD Modul wo alle 14 Leitungen fast 
Standard waren - mit der Ausnahme von Vdd und Vss - GRR...

von Pusterbauer (Gast)


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René H. schrieb:
> die Preise für neue
> Teile sind dafür zu niedrig im sicv mit Auslöten aufzuhalten

Naja die teile sind nur für manche nur ein Grund das gerät zu 
schlachten. Demontage ist auch reverse Engineering, dabei lernt ne ganze 
Menge. Bei Chinateile lernt man beispielsweise das Fürchten wieder ;-)
und wie man mit dem Werkzeug umgeht, da sich das bauteil löst und nicht 
die Pads.

Mäuse werden gern wegen der Schalter geschlachtet, ne 5V 
spannungsversorgung kann man dabei auch extrahieren. Elkos übern den 
Kindern mal zu zeigen was bei fehlpolung passiert ...

Manche finden das Entlöten an sich meditativ und entspannend und 
schmeissen nach der Geistbesänftigende Fingerübung die ganze Ernte weg 
...

von Ben S. (bensch123)


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von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Im Bastelbereich mache ich das auf jeden Fall, etwa die Elkos aus alten 
Netzteilen wenn sie noch gut sind, Spannungsregler-ICs sind auch gerne 
genommen, LEDs... eigentlich alles wenn man die passenden Platinen 
vorrätig hat. Controller lassen sich eher selten finden, die meisten 
sind OTP-Typen, die man leider nur wegschmeißen kann.

SMD-Hühnerfutter lohnt sich nicht wirklich.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Frühe VCRs waren einige Zeit ein Eldorado an Bauteilen aller Art. Die 
frühen Modelle waren mechanisch ein guter Fundus. Auch die vielen 
farbigen dünnen Litzendrähte und Steckverbinder. Netztrafos, LEDs, 
Displays. Auch die metrischen Schrauben und Muttern, Federn waren von 
guter Qualität und oft gut aussehend.

Die BLDC Kapstanmotoren ließen sich leicht zum Laufen zu bringen wenn 
man das Datenblatt des Steuer ICs fand.

Es ist erstaunlich wie die Dinger mit der Zeit hochintegriert wurden. 
Die VCRs der letzten Generation waren kaum noch auschlachtbar. Die 
frühen Modelle dagegen ultrakompliziert.

von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Hier gehen zwei Versionen munter durcheinander:
* Schrottgeräte fremder Herkunft schlachten
* Eigene Entwicklungen fleddern, wenn die neue Revision ansteht.

Letzteres kommt auch hier regelmäßig vor - in der Entwicklungsphase kann 
ich daran auch nichts Schlimmes finden.

von Arduino Fanboy D. (ufuf)


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René F. schrieb:
> Erntet ihr heutzutage trotzdem noch Bauteile zum basteln?

Kaum....

von Jürgen von der Müllkippe (Gast)


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Ben B. schrieb:
> etwa die Elkos aus alten Netzteilen

Früher in den 70ern habe ich sogar jeden einzelnen Widerstand aus alten 
Fernsehern ausgelötet. Die Sammlung habe ich heute noch.
Heute löte ich nur noch Drosseln, Trafos, große Elkos und Kühlkörper 
aus. Und auch die werden immer kleiner. Bei SMD-Bauteilen lohnt sich das 
Auslöten nicht. Außerdem kenne ich mich mit SMD sowieso nicht aus.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Besser noch - Wiederverwendung.

In meiner Firma gibt es ab und zu Aufräumaktionen. Vor einiger Zeit 
fielen einige alte nagelneue PIC THT Steuerplatinen aus den 2000ern an. 
Das sind industrielle Steuerplatinen die aber wegen des universellen IO 
(Analog, Temperatur, 24V I/O noch recht nützlich für andere Zwecke sind. 
Da ich sie damals selber entwickelt hatte und die FW dafür schrieb, kann 
ich total neue Dinge damit anstellen. Bin froh, daß sie nicht entsorgt 
wurden. Im Vergleich zu Arduino sind jene elektrisch wegen der 
Schutzmassnahmen und Anwendungsbereich wesentlich robuster.

von Billige Entlötstation (Gast)


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René F. schrieb:
> Speicherdrosseln

Ja, vor allem größere, denn ganz so billig sind die dann auch wieder 
nicht.

Integrierte Netzteile auf eigener Platine sind bei mir auch recht 
beliebt, außerdem bei Geräten mit externem (Stecker-)Netzteil noch 
mindestens die Buchse für den Anschluss. :)

Manchmal kann man auch sonst sehr praktische Steckverbinder ernten und 
natürlich sind Kabel immer wieder interessant, vor allem in exotischen 
Farbgebungen.

Für Reparaturen interessieren mich USB-Buchsen, Sicherungshalter, 
Batterieclips, ... - so typisches Zeug, was mal leicht abbricht und dann 
eine ewige Suche nach einem Modell mit passendem Footprint auslösen 
könnte. Aus dem gleichen Grund landen die Gehäuseschrauben bei mir im 
Schraubglas: So etwas geht gerne mal verloren und es gibt mehr 
verschiedene Typen, als man glauben mag.

Das alles rein privat. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das 
professionell wirtschaftlich funktionieren soll, selbst bei Mindestlohn 
...


Pusterbauer schrieb:
> Demontage ist auch reverse Engineering, dabei lernt ne ganze
> Menge.

So praktisch der so entstehende Fundus manchmal ist: Das ist auch für 
mich die Hauptmotivation.

von HildeK (Gast)


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Ja, ich ernte auch.
Nicht nur seltene Halbleiter (wenn ich ein Datenblatt dazu finde), auch 
Schalter, Thermosicherungen, Motorkondensatoren, Hochlastwiderstände, 
Elkos usw. und teilweise Mechanikteile, jedoch kein Hühnerfutter-R oder 
-C.
Und sei es nur, um einen Verdacht bei einem defekten Gerät mit zumindest 
einem ähnlichen Teil mal kurz zu bestätigen, um dann in Ruhe das 
richtige neue Teil zu besorgen oder nicht wegen einem Cent-Teil eine 
Bestellung mit zehn- oder hundertfachen Nebenkosten aufgeben zu müssen.
Die meisten Teile werden zwar irgendwann ohne je gebraucht worden zu 
sein im Schrott landen, aber es hat mir schon einige Male geholfen, 
schnell einen Fehler in einem Gerät zu bestätigen.

Für eigene neue Schaltungen besorge ich mir schon Neuteile.

von René F. (therfd)


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Billige Entlötstation schrieb:
> Das alles rein privat. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das
> professionell wirtschaftlich funktionieren soll, selbst bei Mindestlohn
> ...

Natürlich lohnt sich das ganze nur für private Basteleien.

HildeK schrieb:
> jedoch kein Hühnerfutter-R oder -C

Klar Widerstände oder sowas gewöhnliches wie 100nF 0603 lohnt sich 
definitiv nicht, manche MLCCs (z.B 4.7uF 1206) schlachte ich trotzdem 
wenn ich Schaltregler und Speicherdrosseln ernte.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

aus weggeworfenen CD-Radios aus Billigproduktion kann man auch heute 
noch Netztrafo, Ferritstab, Drehko, dicke Elkos, jede Menge kleine Elkos 
und schlechte Lautsprecher ausbauen. Fürs Hobby allemal brauchbar.

In Flachbildschirmen ist höchstens das Netzteil interessant.

Sonst noch Quarze, falls vorhanden.

MfG

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von Cyblord -. (cyblord)


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René F. schrieb:
> Erntet ihr heutzutage trotzdem noch Bauteile zum basteln?

Nein. Das letzte mal war mit 12.
Ich muss hier wirklich schmunzelnd lesen dass die, mehrheitlich älteren, 
Leute hier Bauteile auslöten und massenweise Schrott in Kistchen für den 
Sankt Nimmersleinstag horten.
Eine absolut unnütze Zeitverschwendung.
Am Ende müssen sich die Kinder und die Entrümpelungsfirma damit 
rumschlagen.

von Thomas W. (goaty)


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Ich hatte erst vor kurzem wieder mit Basteleien angefangen und wollte 
SMD machen, da kam es gelegen daß bei uns jede Menge Platinen 
verschrottet wurden, von denen ich ein "Starterset" an R,C,L und 
diversen ICs (SO8 Opamps und ähnliches) entlötet hab, um damit 
rumzuspielen.
Tatsächlich hat das Entlöten mit heißer Luft was Entspannendes, 
zumindest eine Zeit lang.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Frueher - also als noch mehr Lametta und bedrahtete und vor allem 
beschriftete Bauteile waren - hab' ich auch eher die Bauteile 
ausgeloetet und in Schubladenmagazinen zwischengelagert und bebastelt.
Mit dem SMD-Kram lass' ich sie lieber auf der Ausschlachtplatine, bis 
ich mal wirklich irgendwas brauch - Da kann man dann anhand der 
Nachbarschaft des Bauteils eher sehen, was das mal war. Wenns 
ausgeloetet ist, faellt diese Informationsquelle weg.
Auch z.B. Dioden im PC-Schaltnetzteil lassen sich viel eher 
klassifizieren, wenn man sieht, wo man sie grad rausgeloetet hat...

Gruss
WK

von Andi G. (leander_g)


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Ja, aber nur "spezielle" Bauteile oder Leistungs-Zeugs, wie schon 
gesagt, Hühnerfutter bleibt drauf.
Also Dinge wie Relais, Quarze / Quarzoszillatoren, Stecker & Buchsen, 
fette Gleichrichter, Leistungs-FETs, ...

Eben das, was man vielleicht später irgendwann mal brauchen könnte ...

von Pusterbauer (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich muss hier wirklich schmunzelnd lesen dass die, mehrheitlich älteren,
> Leute hier Bauteile auslöten und massenweise Schrott in Kistchen für den
> Sankt Nimmersleinstag horten.

Es ist halt die ältere Generation, die noch eine gewisse Not in der 
Materialbeschaffung kennt und deshalb die natürlichen Ressourcen durch 
Recycling und Re-Use schont.

Interessant das dergleichen den Jungen, also der Generation Greta fehlt 
und die sich hemmungslos dem Neuteilekonsum und der Wegwerfgesellschaft 
hingibt … Vielleicht glaubt man so der Dritten Welt was Gutes zu tun, 
die können sich ja aus dem exportierten E-Müll Neuland im Ozean auf 
schütten. Oder Wälle gegen den steigenden Meeresspiegel errichten.

von Kilo S. (kilo_s)


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Atx Netzteile sind gute Quellen für Mosfets, Dioden, Kühlkörper und 
Drosseln.

Alte VCR für Modulatoren, Netzteile (trafos allgemein) ...

Laptopakkus, Displays und für HV-Experimente alte Fernseher 
(Zeilentrafos, die ganz alten) und CCFL Wandler aus LCD Monitoren.

von Arno H. (arno_h)


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Neben TH-Bauteilen und größeren passiven BE wie Sense-R habe ich aus 
LCD-TV schon 2 mal für eien Lichttisch die Streuscheiben missbraucht.
Wenn am TV schon das NT gesponnen hat, lohnen sich eigentlich nur die 
unkaputtbaren Teile des Netzteils wie z.B. Induktivitäten. Halbleiter 
nur nach Check, wenn nicht möglich, weg damit.

Arno

von Cyblord -. (cyblord)


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Pusterbauer schrieb:

> Es ist halt die ältere Generation, die noch eine gewisse Not in der
> Materialbeschaffung kennt und deshalb die natürlichen Ressourcen durch
> Recycling und Re-Use schont.

Man muss sich schon an aktuelle Gegebenheiten anpassen. Und geschont 
wird da nichts. Der Schrott landet so oder so im Müll. Ein paar 
ausgelötete Bauteile eben ein paar Jahre später.

> Interessant das dergleichen den Jungen, also der Generation Greta fehlt
> und die sich hemmungslos dem Neuteilekonsum und der Wegwerfgesellschaft
> hingibt …

Eventuell gibt es noch was zwischen Alten-Ex-SBZ Messies und 17 jährigen 
Greta-Fanatiker (die auch sicherlich meist keine Elektronik basteln).

> Vielleicht glaubt man so der Dritten Welt was Gutes zu tun,
> die können sich ja aus dem exportierten E-Müll Neuland im Ozean auf
> schütten. Oder Wälle gegen den steigenden Meeresspiegel errichten.

Wie gesagt, der Müll wird nicht weniger durch ein paar Messies.

von ~Mercedes~  . (lolita)


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Auch die Generation "Greta" lötet aus.
Aber eigendlich nur Spezialteile.
Dazu kommt noch, das der Sperrmüll inzwischen
besser bewacht wird als Rundkunksender, was das
Ernten ja ganz schön erschwert.

mfg

von Bau (Gast)


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> Erntet ihr Bauteile von nicht mehr benötigten Platinen?

Eigentlich nur in Ausnahmefällen, wenn dieses spezielle Bauteil grade 
gebraucht wird oder der Preis vergleichsweise hoch ist.

Ich tendiere auch immer mehr zur "Bestellung nach Bedarf" und halte 
keine Bauteile mehr auf Lager. Auch im Hobby werden Projekte 
generalstabsmäßig umgesetzt. Da wird geplant, entwickelt, bestellt und 
zusammengebaut. Basteln habe ich mir irgendwie abgewöhnt. Die Unschuld 
des bastelnden Tüftlers ist irgendwie verlohren gegangen. Ich bin wohl 
zu professionell :(

von Manfred (Gast)


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René F. schrieb:
> Erntet ihr heutzutage trotzdem noch Bauteile zum basteln?
>
> Persönliches Beispiel:
> Bei uns werden häufig Leiterplatten-Nutzen aus Kundenprojekten entsorgt,
> ich ernte dann ab und zu noch ein paar Bauteile

Ich ernte selten und dann nur Bauteile, die etwas speziell sind. Das 
auch nur aus Platinen, deren Vorgeschichte ich kenne und sicher bin, 
dass die neu sind oder nur sehr wenige Betriebsstunden haben.

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Geerntet werden nur Bedrahtete Bauteile.
Platinen mit reinst Hühnerfutter landen gleich in die Schrottkiste.

von Alexander K. (Gast)


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Wieso bekommt man 7 negative Bewertungen wenn man eine einfache Frage 
ehrlich beantwortet. ??

Verdammt viele Leute ohne Anstand hier.

Gruß

  Pucki

von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Man muss sich schon an aktuelle Gegebenheiten anpassen. Und geschont
> wird da nichts. Der Schrott landet so oder so im Müll. Ein paar
> ausgelötete Bauteile eben ein paar Jahre später.

Das sagst Du so. Ich wäre froh, wenn ich ein paar LDRs entschrottet 
hätte.
Und im Müll landen würden die so schnell nicht.

von tigerente (Gast)


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ich ernte auch, nicht nur von Platinen, sondern gerne auch Chassis usw, 
wenn die in ausreichend/guter Quali ausgeführt sind.

habe sogar schon günstig neu gekauft - einzig zum zwecke des Schlachtens 
(typ.Beispiel: billo-LED-Baustrahler wegen LED+chassis) LOL

von Jürgen von der Müllkippe (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Und im Müll landen würden die so schnell nicht.

Vielleicht nicht so schnell, aber am Ende schon.

Cyblord -. schrieb:
> Am Ende müssen sich die Kinder und die Entrümpelungsfirma damit
> rumschlagen.

Genau soo. Die werden mich verfluchen, wenn ich den Löffel an der 
Himmelspforte abgegeben habe. Die werden sagen: Mensch Jürgen, wieso 
hast du den alten Krempel damals nicht einfach auf der Müllkippe 
gelassen, da wo er hingehört? Warum musstest du immer alles mit nach 
Hause schleppen und sämtliche Kellerregale und einschließlich den 
Wohnzimmerschrank damit vollstopfen?

von Mike J. (linuxmint_user)


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Letztens habe ich zum Beispiel das Funkmodul, den Quarz und den 
Controller wieder von der Platine runter geholt. Der Rest blieb drauf.

Als Kind hatte ich alte Fernsehapparate ausgeschlachtet, obwohl ich 
nicht wusste was das alles war.

Als Jugendlicher habe ich versucht günstig an Bauteile zu kommen, weil 
auch das Kleinzeug mächtig viel gekostet hat.

Als Student habe ich dann Mainboards, PC-Netzteile usw. von dem lokalen 
PC-Laden bekommen. Da waren die Schaltregler, die SMD-Widerstände/Kerkos 
und ganz generell irgend welche MosFETs mein Ziel.

Solch ein oller SMD-Widerstand hat damals für mich 10 Cent gekostet und 
in der Zeit war ich sehr knapp bei Kasse.

Man hat aber auch gemerkt dass manche Dinge eben doch kaputt waren.
Ich hatte einen ausgelöteten 5V Spannungsregler verwendet der nach ein 
paar Stunden einfach keine Spannung mehr lieferte. Wenn man ihn von der 
Spannung entfernt hat um nachzuschauen, dann lief er wieder. Ich hatte 
den Fehler erst gefunden als ich die Schaltung im Betrieb vermessen 
hatte.

Inzwischen bestellt man sich das ganze Kleinzeug in Reels oder zu Hause 
holt man sich ja auch zumindest einen Streifen von Mouser oder irgend 
einem eBay-Händler.

Die meisten Teile sind in der Regel so günstig dass es sich nicht lohnt 
sie abzulöten. Bei größeren oder teureren Teilen macht man das aber 
schon noch. Einen Controller kann ich einfach von einem Prototypenboard 
ablöten und auf das neue packen.

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Bau schrieb:
> ...und halte keine Bauteile mehr auf Lager ... Da wird geplant,
> entwickelt, bestellt und zusammengebaut.

Wie entwickelt man eine Schaltung ohne Bauteile auf Lager?

rhf

von Jörg R. (solar77)


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Ich habe einige Platinen mit je 8 Stück DLG7137. Das sind intelligente 
5*7 Punktmatrix-Displays.

Die würde ich gerne auslöten, oder auch ernten. Mit einer Entlötstation 
ist es zu mühselig, andere Möglichkeiten wie Zinnbad usw. habe ich 
nicht.

Welche Möglichkeiten gibt es noch, wie würdet ihr es machen? Ich habe 
auch keine Vorstellung was so ein Zinnbad kosten würde, bzw. ob es dafür 
einen Gebrauchtmarkt gibt.

: Bearbeitet durch User
von René F. (therfd)


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Roland F. schrieb:
> Hallo,
> Bau schrieb:
>> ...und halte keine Bauteile mehr auf Lager ... Da wird geplant,
>> entwickelt, bestellt und zusammengebaut.
>
> Wie entwickelt man eine Schaltung ohne Bauteile auf Lager?
>
> rhf

Wie beschrieben, entwickelt und simuliert wird am Rechner, für den 
Prototypen wird dann die Leiterplatte und die benötigten Bauteile 
bestellt. Das endet dann so wie bei uns in der Firma, für jedes Projekt 
gibts nen Karton, teilweise mit Tüten welche nur einen Streifen mit 3 
Widerständen enthalten. Irgendwann kommt natürlich einer auf die Idee, 
das ein Bauteil doch schon auf einer anderen Leiterplatte war und alle 
Kisten werden lange und mühevoll durchsucht, weil was wir im Haus haben 
muss ja nicht bestellt werden, auch wenn es nur 3 Cent kostet. Da wird 
lieber ne Viertelstunde gesucht ;)

Eigentlich eine traurige Entwicklung, privat bin ich besser ausgestattet 
als in der Firma, nur die Messtechnik ist dort besser.

Jörg R. schrieb:
> Welche Möglichkeiten gibt es noch, wie würdet ihr es machen? Ich habe
> auch keine Vorstellung was so ein Zinnbad kosten würde, bzw. ob es dafür
> einen Gebrauchtmarkt gibt.

Ein Lötbad kriegst du für 20€ in der Bucht. Alternativ müsstest du auch 
die beiden Pinreihen mit Lötzinn fluten können und mit dem Lötkolben 
über beide Bahnen abwechselnd hin und her fahren können. Wenn die 
Leiterplatte erhöht liegt, fallen die Anzeigen nach kurzer Zeit einfach 
raus.

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Michael M. schrieb:
> Platinen mit reinst Hühnerfutter landen gleich in die Schrottkiste.

Genau diese sind wichtiges Übungsmaterial für frische Azubis. Man muß ja 
nicht gleich am lebenden Objekt eine Herz-OP machen, wenn man mit 
Schrott sorglos üben kann bis es klappt!

von Manfred (Gast)


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oszi40 schrieb:
>> Platinen mit reinst Hühnerfutter landen gleich in die Schrottkiste.
> Genau diese sind wichtiges Übungsmaterial für frische Azubis.

Ein sehr guter Hinweis!

Habe ich selbst schon gemacht, Löten üben auf Schrottplatine - ich bin 
kein Azubi.

von MaWin (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> ie würde ich gerne auslöten

Es wird einfacher sein, die Elektronik zu verstehen und in Betrieb zu 
nehmen.
Falls defekt, das eine defekte Bauteil zu wechseln.
Denn die Ansteuerelektronik brauchst du sowieso.

Cyblord -. schrieb:
> Nein. Das letzte mal war mit 12. Ich muss hier wirklich schmunzelnd
> lesen dass die, mehrheitlich älteren, Leute hier Bauteile auslöten und
> massenweise Schrott in Kistchen für den Sankt Nimmersleinstag horten.

Cyblord, wer sonst.

Ich bin gerade recht froh, ein 4-stelliges LCD Glas, mit 'H' für Heizen 
und 'Potiknopf' für Einstellwert, aus einem ziemlich fehlmessenden 
Thermometer klauen zu können, um einem Magnetrührer damit auszustatten. 
Kaufen kann man so ein Display als Einzelstück nämlich nicht.

Auch gab es letzte Woche wieder Reparaturjobs, die ich ohne 
Bauteilbestellung direkt aus der Grabbelkiste erfüllen konnte.

Einige gelagerte Teile werden alle, Potiknöpfe und 1N4148 und 100uF/50V 
sind gerade aus, das 1k lin 6mm Poti der letzten Netzteilreparatur war 
auch das letzte seiner Art. Das waren aber keine ausgelöteten Vorräte.

Ausgeschlachtet gibt es halt exotische Teile, die Reichelt nicht führt, 
und für die LCSC zu weit ist. Gerade einen TOPswitch ausgelötet, so was 
geht gern kaputt. Und vor einiger Zeit eine handvoll 
Sicherungswiderstände, die kriegt (und hat) man sonst auch eher nicht 
wenn man sie braucht.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jörg R. schrieb:
> Die würde ich gerne auslöten, oder auch ernten.

Nur die Displays? Denn eigentlich scheint die Platine als Ganzes recht 
sinnvoll zu sein. Wenns nur um die Displays geht und die restlichen 
Bauteile wurscht sind, nehm ich den Gaskartuschenbrenner auf Minimum und 
eine Zange zum Abziehen der Teile, damit man sich nicht die Pfoten 
verbrennt. Wärme auf der Lötseite an der Platine vorbeistreichen lassen 
und die Displays loswackeln. Ich werfe die Bauteile direkt ins 
Wasserbad, aber das kann man sich meistens auch sparen.

von tigerente (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> Welche Möglichkeiten gibt es noch, wie würdet ihr es machen?

Kanüle oder Zinnbad

DIY-Zinnbad geht recht simpel mit einem alten Bügeleisen, auf das ich 
den Deckel einer Blechbüchse Schraube...

von Jörg R. (solar77)


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MaWin schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> ie würde ich gerne auslöten
>
> Falls defekt, das eine defekte Bauteil zu wechseln.
> Denn die Ansteuerelektronik brauchst du sowieso.

Matthias S. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
> ...
> Nur die Displays? Denn eigentlich scheint die Platine als
> Ganzes recht sinnvoll zu sein.

Ich würde die Displays gerne auch für andere Projekte verwenden, deshalb 
würde ich sie gerne auch auslöten können.


> Es wird einfacher sein, die Elektronik zu verstehen und in Betrieb zu
> nehmen.

Ich bin dabei einen Schaltplan zu erstellen. Natürlich möchte ich die 
Platinen auch so im Ganzen verwenden können.


Matthias S. schrieb:
> nehm ich den Gaskartuschenbrenner auf Minimum und
> eine Zange zum Abziehen der Teile, damit man sich nicht die Pfoten
> verbrennt. Wärme auf der Lötseite an der Platine vorbeistreichen lassen
> und die Displays loswackeln. Ich werfe die Bauteile direkt ins
> Wasserbad, aber das kann man sich meistens auch sparen.

tigerente schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Welche Möglichkeiten gibt es noch, wie würdet ihr es machen?
>
> Kanüle oder Zinnbad
>
> DIY-Zinnbad geht recht simpel mit einem alten Bügeleisen, auf das ich
> den Deckel einer Blechbüchse Schraube...

René F. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Welche Möglichkeiten gibt es noch, wie würdet ihr es machen? Ich habe
>> auch keine Vorstellung was so ein Zinnbad kosten würde, bzw. ob es dafür
>> einen Gebrauchtmarkt gibt.
>
> Ein Lötbad kriegst du für 20€ in der Bucht. Alternativ müsstest du auch
> die beiden Pinreihen mit Lötzinn fluten können und mit dem Lötkolben
> über beide Bahnen abwechselnd hin und her fahren können. Wenn die
> Leiterplatte erhöht liegt, fallen die Anzeigen nach kurzer Zeit einfach
> raus.

Das sind schon mal einige Ansätze, vielen Dank dafür;-)


@tigerente
Welche Zinn verwendest Du dafür und wo kann man so etwas kaufen? Ich 
vermute es sind dickere Zinnstangen.
Eigentlich müsste es doch auch mit einem Einplatten-Kochfeld gehen. Oder 
wird das nicht heiß genug?

: Bearbeitet durch User
von bastelnder Rentner (Gast)


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> Es ist halt die ältere Generation, die noch eine gewisse Not in der
> Materialbeschaffung kennt und deshalb die natürlichen Ressourcen durch
> Recycling und Re-Use schont.

Dies gilt ganz besonders für ältere Bewohner von Dunkeldeutschland.
Da war früher Sammeln angesagt, weil ja bekanntlich in der DDR
eine ausgeprägte Mangelwirtschaft herrschte. Aus alter Gewohnheit
sammeln viele bis heute immer noch.

Ganz alte Leute in Deutschland sammelten ihr ganzes Leben lang
die unterschiedlichsten Dinge. Die meisten haben aber mittlerweile
schon ins Gras gebissen.

Sie litten als Kinder oder Jugendliche unter dem bitteren Mangel
und Hunger der Nachkriegsjahre. So sammelten sie zeitlebens alte
Utensilien des täglichen Gebrauchs und brachten es auch niemals
fertig, Nahrungsmittel wegzuwerfen.

von tigerente (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> Welche Zinn verwendest Du dafür und wo kann man so etwas kaufen? Ich
> vermute es sind dickere Zinnstangen.

Ja, ich habe Karosseriezinn als Erstbefüllung genommen (verbleit...ist 
>25 Jahre her). Heute gibt es das auch in bleifrei...
https://www.gemmel-metalle.de/zinn%2C-loetzinn-und-zubehoer/dreikantstangen-lot/zinn-sn60%25/lote---weichlote-9867.html
https://www.tbs-aachen.de/Blechbearbeitung/Verzinnen/Zinn_90__Karosseriezinn_1_kg_bleifrei_i269_103309.htm

> Eigentlich müsste es doch auch mit einem Einplatten-Kochfeld gehen. Oder
> wird das nicht heiß genug?

Zuwenig Temperatur hast du auch beim Bügeleisen. Der mech. Thermostat in 
meinem BE lies sich aber recht einfach per vorhandener Einstellschraube 
korrigieren und reicht jetzt (geschätzt) bis 400°.

von Leierkastenonkel (Gast)


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Alexander K. schrieb:
> Wieso bekommt man 7 negative Bewertungen wenn man eine einfache Frage
> ehrlich beantwortet. ??

Du kennst die Spruchweisheit: "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold"?!

Also halt einfach die Klappe, wenn Du nicht Konstruktives zu sagen hast 
und dir das Thema am Arsch vorbeigeht".

von sid (Gast)


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Jain..
ich hab ne Kiste mit defektem Krempel und ne Kiste mit sehr defektem 
Krempel...
kommt mir der Sinn defekten Krempel in funktionstüchtigen Krempel zu 
verwandeln,
dann guck ich schon ob das defekte Bauteil in der zweiten Kiste auf ner 
Platine lauert.
das löte ich dann um jau.
Ist es in keiner Kiste und demnach auch kein Krempel kauf ich ehrlich 
gesagt lieber neu wenn möglich.

Auf Vorrat mach ich das aber nichtmehr, nein.
es sei denn ich erspähe was von dem ich weiss dass ich es in naher 
Zukunft eh auslöten wollen würde.

'sid

von Soul E. (souleye)


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tigerente schrieb:

> DIY-Zinnbad geht recht simpel mit einem alten Bügeleisen, auf das ich
> den Deckel einer Blechbüchse Schraube...

Genau so. Alternativ die das Heizelement aus einer Herdplatte oder von 
einer richtig(!) alten Kaffeemaschine. Die flache Schale faltest Du Dir 
aus Dosenblech (Höhe 5 mm, Größe 30 x 70 mm2).

Das Lot holst Du von alten Platinen, aus der Abwurfschale von Deinem 
Lötkolben, oder eine Stange billiges 60/40 vom Baumarkt. Die Schale so 
vollmachen dass oben eine Beule (Meniskus) raussteht.

Vor dem Auslöten die Schlacke runterfegen und die Leiterplatte 
ordentlich mit Flussmittel einschmieren. Schutzbrille auf, da fliegen 
schonmal Tröpfchen weg.

von Cyblord -. (cyblord)


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tigerente schrieb:
> DIY-Zinnbad geht recht simpel mit einem alten Bügeleisen, auf das ich
> den Deckel einer Blechbüchse Schraube...

Oh Leute....

von michael_ (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> Ich würde die Displays gerne auch für andere Projekte verwenden, deshalb
> würde ich sie gerne auch auslöten können.

Erstmal mit Bleizinn versehen.

Dann einzeln mit einer Handentlötpumpe.
Geht schneller als man denkt.

Oder mit der Heißluftpistole.
Zinnbad würde ich mir nicht antun.

Die Teile sind aber empfindlich.
Mein Favorit ist die Entlötpumpe.

von Thomas W. (goaty)


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Erst Entlötpumpe und dann noch mit Heißluft sollte gehen.

von Doris (Gast)


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Hab letztens einen Modellbau brushless Regler beerntet. Die 
Heißluftpistole dran gehalten und das Teil einmal auf den Tisch 
geklopft. Bringt reihenweise FETs mit ziemlich niedrigen Rds(on), die 
anderswo richtig Geld kosten.

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Jörg R. schrieb:
> Ich habe einige Platinen mit je 8 Stück DLG7137. Das sind intelligente
> 5*7 Punktmatrix-Displays.
>
> Die würde ich gerne auslöten, oder auch ernten. Mit einer Entlötstation
> ist es zu mühselig, andere Möglichkeiten wie Zinnbad usw. habe ich
> nicht.

Sone eine Chinamann Entlötlutsche (ZD-915) ist günstig genugund auch so 
muss man ja ab und zu mal THT Bauteile auslöten.

Ich weis auch nicht wie ich davor ohne sowas ausgekommen bin ;)

von Rote T. (tomate)


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Ja, speziell Universalkram wie Opamps, 74 und 4000 Logik, GALs, Speicher 
etc.
Elkos bleiben konsequent drauf, alles kleiner als 0805 meistens auch. 
Teile mit denen ich nix anfangen weiss, ebenso, seitdem teuer verkaufbar 
auf ebay. Bedratetes Zeug nur, wenn die Pins nicht umgebogen sind, 
ansonsten zu grosser Mistjob.

Gute Bauteilesammlung ist sehr hilfreich, wenn man oft Geräte billig und 
defekt einkauft und dann meistens mit gratis Teilen wieder repariert ;-)

von Klaus R. (klaus2)


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Rote T. schrieb:
> Gute Bauteilesammlung ist sehr hilfreich, wenn man oft Geräte billig und
> defekt einkauft und dann meistens mit gratis Teilen wieder repariert ;-)

Full ACK.

Klaus.

von Old P. (old-papa)


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Mach ich seit Jahrzehnten so und verwende einiges auch, doch irgendwie 
werden die Schachteln, Kisten und Eimer immer voller statt leerer ;-)

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Jürgen S. (avus)


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michael_ schrieb:
> Dann einzeln mit einer Handentlötpumpe.
> Geht schneller als man denkt.
Denke ich auch. Die paar Digits sollte man in 10min schonend 
rauskriegen.

Ansonsten sammle ich bestückte Platinen, und alle Jahre mal gibt es 
einen Entlöttag. MOSFETs, EEproms, Halter, Stecker, Chips. Allerdings 
ist der Blick mit der Zeit prüfender, die Nase rümpfender geworden und 
die von mir einem Bauteil gewidmete Zeit hängt schon sehr davon ab, wie 
huldvoll und devot es sich meinen Entlötbemühungen unterwirft. Wenn ein 
Teil zu sehr rumzickt, bleibt's drin.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Old P. schrieb:
> Mach ich seit Jahrzehnten so und verwende einiges auch, doch irgendwie
> werden die Schachteln, Kisten und Eimer immer voller statt leerer ;-)

Typisch Messie.

von Old P. (old-papa)


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Cyblord -. schrieb:
>
> Typisch Messie.

Lieber Messie als gar keine Hobbys.

Old-Papa

von Lordschaft (Gast)


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Old P. schrieb:
> Lieber Messie als gar keine Hobbys.

wieso kein Hobby - cyblords Liebling ist mit Migräne-Maske gelangweilt 
im Netz zu glucken und treads zu eskalieren, die ihm mangels eigener 
Erfahrung befremdlich vorkommen...borniert wie Lords halt so sind.

von Soul E. (souleye)


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Old P. schrieb:

> Mach ich seit Jahrzehnten so und verwende einiges auch, doch irgendwie
> werden die Schachteln, Kisten und Eimer immer voller statt leerer ;-)

Und wenn Du dann Rentner bist kannst Du das Zeug im Idiotenforum 
verticken. Und zwar so dass jedes Mal ein kilometerlanger Thread 
entsteht. Ich lege auch schonmal eine kaputte Bohrmaschine zur Seite, 
die kann bis dahin ordentlich einstauben ;-)

von Old P. (old-papa)


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Soul E. schrieb:
>
> Und wenn Du dann Rentner bist kannst Du das Zeug im Idiotenforum
> verticken.

Ich bin schon lange Rentner...
Und herzlich willkommen Herr Idiot hier im Forum!

> Und zwar so dass jedes Mal ein kilometerlanger Thread
> entsteht.

Den ICH nicht angefangen habe, die Frage ist dennoch interessant

> Ich lege auch schonmal eine kaputte Bohrmaschine zur Seite,
> die kann bis dahin ordentlich einstauben ;-)

Aber nicht in die IC-Schachtel, die beiden vertragen sich nicht. (hat 
mir ein Freund erzählt, der hat es von seinem Nachbarn oder dessen Hund)

Old-Papa
PS: darf gelöscht werden)

von Achim B. (bobdylan)


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Ich hatte als Knilch das Glück, in der Nachbarschaft einen wohnen zu 
haben, der für Furz und Feuerstein Geräte reparierte. Da konnte ich 
öfter mal was zum Ausschlachten abstauben. Als ich dann ca. 16 war hat 
hier ein Elektronik-Laden eröffnet, und der ganze ausgeschlachtete Kram 
ist bis auf weniges in die Tonne gewandert.

von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Ach Old-Papa, lass dich dich nicht provozieren. Das lohnt sich nicht. 
Lieber etwas zusammenbauen, und wenn es nur eine Blinkschaltung ist.

      _.-'''''-._
    .'         '.
   /   (o)   (o)   \
  |                 |
  |  \           /  |
   \  '.       .'  /
    '.  `'---'`  .'
      '-._____.-' jgs
[Smiley hier geklaut: https://www.asciiart.eu/computers/smileys]

von Soul E. (souleye)


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Old P. schrieb:

> Den ICH nicht angefangen habe, die Frage ist dennoch interessant

Um Dich ging es dahingehend doch gar nicht. Guck mal den Marktbereich 
durch. Dort gibt es jemanden, der sich regelmäßig den Spass erlaubt 
fragwürdige Antiquitäten anzubieten und damit endlose Diskussionen 
anzuzetteln. Nicht des Geldes wegen, das spendet er ohnehin seinem 
Verein. Sondern wegen der Unterhaltung.

Und es gibt genügend Leute, die darauf anspringen.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (old-papa)


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Soul E. schrieb:
>
> Um Dich ging es dahingehend doch gar nicht.

Das las sich anders...
Aber ok, akzeptiert ;-)

> Guck mal den Marktbereich
> durch. Dort gibt es jemanden, der sich regelmäßig den Spass erlaubt
> fragwürdige Antiquitäten anzubieten und damit endlose Diskussionen
> anzuzetteln. Nicht des Geldes wegen, das spendet er ohnehin seinem
> Verein. Sondern wegen der Unterhaltung.

Jeder Jeck ist anders...

> Und es gibt genügend Leute, die darauf anspringen.

Nun, ich hoffentlich nicht, bin aber mitunter auch schnell "mit de 
Fingers"

Old-Papa

von Markus W. (mw73)


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na klar doch,

Platine umdrehen, Heisluftfön an und die Gabenschale unten hinstellen.

Auch wenn ich nicht alles brauche sind mache Teile für den 
Versuchsaufbau ausreichend.

LG
Markus

von MaWin (Gast)


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Gerade neulich eine Plastik-Isolier-Folie aus einem alten SNT benötigt, 
um in einem aktuellen Aufbau etwas normgerecht (dick genug, UL94) zu 
isolieren.

So was kriegt man ja als Einzelstück sonst nicht.

von Marta Kürbis (Gast)


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Genau: spezialteile/spezialmaterialien welche Gewerblich ab Rolle oder 
nur Massgefertigt gekauft wird.
Isolationsfolien ist ein gutes Beispiel. Ich ernte aber nur was Grösser 
als Postkarte ist.

BE im eigentlichen Sinne Ernte ich nur wenn "als Rudel" also mehrere 
desselben Typs.
Einzelne BE nur spezielles wie z.b. Shunts aus (D)MMs, präzisions-R 
(0.x% oder gar 0.0x% Toleranz)

Mit dem nachbestellen ist halt so eine Sache: bis das Porto nur 10..15% 
der Gesamtbestellung ausmacht dauert es bei mir mehrere Monate, also 
tuns für Basteleien durchaus Gebrauchtt

Mechanisches ist auch immer Gut: Madenschrauben, Wellenkupplungen, 
Bedienelemente, Griffe,  Zugentlastungen. Seitenwände von Gehäusen, 
Netzfilter m. Eingangsbuchse & Si-Halter.
Abgenudelte Schrauben grösser M8 sind gute Rohlinge für auf die 
Drehbank.
Metall & KS Profilstangenabschnitte nur länger 0.6m (bemalt oder 
spärlich verbohrt egal)

Halbleiter für Herz&Hirn einer DIY-Schaltung lieber neukaufen, das macht 
aber oft weniger als 1/3 der Gesamtkosten d. Vorhabens aus.

Der ganze Klimbim Gehäuse & co ist der grosse Kostenklotz wenn neu zu 
Kaufen.
Deshalb hab ich eigenes auch schon öfters in leergeräumte HiFi-Geäuse 
verbaut: je nach dem brauchte ich nur eine Frontplatte selbst zu machen 
oder die urspr. Rückseite wurde zur neuen Front mit einem neuen Alublech 
oder 3mm Birkensperrholz oder FR4 als FP-Cover in Schön.
Mit Glück kann das orig. Netzteil seinen Dienst gleich weiter 
verrichten, nun an meiner Schaltung.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Max G. schrieb:
>       _.-'''''-._
>     .'           '.
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>     '.  `'---'`  .'
>       '-._____.-'

Der ist aber schlecht rasiert

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