Multimeter falsch angeschlossen, Schaden?

OP #6324514
Moin,

habe ein Fluke 289 DMM und wollte heute den Netzstrom messen, dabei habe 
ich aus versehen den einen Anschluss in 10A Anschluss gesteckt und den 
anderen an Spannung und Widerstand-Anschluss. Meiner Meinung nach, 
müsste kein Schaden entstanden sein, da der Stromkreis im Multimeter, 
bei dieser Anschlussart nicht geschlossen ist, sodass kein Strom fließen 
konnte, der ein Schaden anrichten konnte, aber mein Zweifel besteht 
trotzdem, deshalb frage ich hier, ob da was passieren sein könnte. Die 
Sicherungen sind noch heil.

Danke im voraus.
Gast #6324528
Nein, da passiert nichts. Je nach Multimeter ist der Stromkreis offen 
oder über den Eingangsspannungsteiler mit 10 MOhm geschlossen. In beiden 
Fällen kann kein hoher Strom fließen.
#6324531
Eigentlich sollte alles heil sein.
Jeder Stromeingang (mA und A Bereich) ist mit COM verbunden und die 
Widerstands-Buchse ist dann ganz normal mit dem Spannungsteiler 
verbunden.
Wie das in dem Gerät mit der automatischen Messbereichsumschaltung 
funktioniert, ist mir aber auch nicht bekannt.

Es könnte vielleicht ein Messbereich um die Spannung zu messen defekt 
sein.

Teste es doch einfach aus, miss einen bekannten Widerstand, nutze 
einfach mal alle Messbereiche (Ohm, kOhm, MOhm) aus.
Gast #6324535
Vasili G. schrieb:
> Meiner Meinung nach,
> müsste kein Schaden entstanden sein, da der Stromkreis im Multimeter,
> bei dieser Anschlussart nicht geschlossen ist, sodass kein Strom fließen
> konnte, der ein Schaden anrichten konnte,

Sicher sind die Buchsen verbunden, die 10A Buchse ist über einen sehr 
niedrigen Messwiderstand mit COM verbunden, und COM ist der 
Differenzeingang dessen anderer Anschluss am Ohm-Eingang hängt. 
Eventuell hat der Ohm-Eingang einen Schutzwiderstand, eventuell nicht, 
schlieslich hängt dort einen Stromquelle dran und im niedrigen 
Ohn-Bereich kann deren Leitungswiderstand nicht zu gross sein.
OP #6324550
MaWin schrieb:
> Vasili G. schrieb:
>> Meiner Meinung nach,
>> müsste kein Schaden entstanden sein, da der Stromkreis im Multimeter,
>> bei dieser Anschlussart nicht geschlossen ist, sodass kein Strom fließen
>> konnte, der ein Schaden anrichten konnte,
>
> Sicher sind die Buchsen verbunden, die 10A Buchse ist über einen sehr
> niedrigen Messwiderstand mit COM verbunden, und COM ist der
> Differenzeingang dessen anderer Anschluss am Ohm-Eingang hängt.
> Eventuell hat der Ohm-Eingang einen Schutzwiderstand, eventuell nicht,
> schlieslich hängt dort einen Stromquelle dran und im niedrigen
> Ohn-Bereich kann deren Leitungswiderstand nicht zu gross sein.

Widerstände misst er nun richtig, kann ich also einen Schaden 
ausschließen?
Gast #6324559
Vasili G. schrieb:
> Meiner Meinung nach, müsste kein Schaden entstanden sein, da der
> Stromkreis im Multimeter, bei dieser Anschlussart nicht geschlossen
> ist, sodass kein Strom fließen konnte, der ein Schaden anrichten
> konnte, aber mein Zweifel besteht trotzdem, deshalb frage ich hier,
> ob da was passieren sein könnte.

Sicher kann da etwas passiert sein. Es kommt drauf an, welche Spannung 
sich wegen des fehlenden Stromflusses über dem Multimeter aufgebaut hat. 
Die Spannungsfestigkeit ist beim Fluke bestimmt angegeben.
OP #6324648
Wolfgang schrieb:
> Vasili G. schrieb:
> Meiner Meinung nach, müsste kein Schaden entstanden sein, da der
> Stromkreis im Multimeter, bei dieser Anschlussart nicht geschlossen
> ist, sodass kein Strom fließen konnte, der ein Schaden anrichten konnte,
> aber mein Zweifel besteht trotzdem, deshalb frage ich hier, ob da was
> passieren sein könnte.
>
> Sicher kann da etwas passiert sein. Es kommt drauf an, welche Spannung
> sich wegen des fehlenden Stromflusses über dem Multimeter aufgebaut hat.
> Die Spannungsfestigkeit ist beim Fluke bestimmt angegeben.

Bis 1000V kann man mit dem Ding messen. 230V AC war angeschlossen.
#6324667
Moin,

Da kann nichts passiert sein.
Der 10A-Eingang ist sehr niederohmig mit Com vebunden.
Da der andere Stecker im Spannungseingang steckte (sehr hochohmig), war 
das praktisch wie richtig gesteckt. Für die Spannungsmessung sind Com 
und 10A-Eingang praktisch identisch.

Gruß,
Norbert
OP #6324745
Mike J. schrieb:
> Eigentlich sollte alles heil sein.
> Jeder Stromeingang (mA und A Bereich) ist mit COM verbunden und die
> Widerstands-Buchse ist dann ganz normal mit dem Spannungsteiler
> verbunden.
> Wie das in dem Gerät mit der automatischen Messbereichsumschaltung
> funktioniert, ist mir aber auch nicht bekannt.
>
> Es könnte vielleicht ein Messbereich um die Spannung zu messen defekt
> sein.
>
> Teste es doch einfach aus, miss einen bekannten Widerstand, nutze
> einfach mal alle Messbereiche (Ohm, kOhm, MOhm) aus.

Alle Bereiche im Manual Range durchgegangen und funktionieren alle.
OP #6325056
Norbert S. schrieb:
> Moin,
>
> Da kann nichts passiert sein.
> Der 10A-Eingang ist sehr niederohmig mit Com vebunden.
> Da der andere Stecker im Spannungseingang steckte (sehr hochohmig), war
> das praktisch wie richtig gesteckt. Für die Spannungsmessung sind Com
> und 10A-Eingang praktisch identisch.
>
> Gruß,
> Norbert

Ich wollte ja Strom messen und keine Spannung, also war das Multimeter 
in Reihe geschaltet mit dem Verbraucher.
Der Drehschalter war auf Ampere gesetzt.
Gast #6325066
Vasili G. schrieb:

> Ich wollte ja Strom messen und keine Spannung, also war das Multimeter
> in Reihe geschaltet mit dem Verbraucher.
> Der Drehschalter war auf Ampere gesetzt.

Das eine Kabel steckt in der Ampere-Buchse, die über einen Shunt und 
eine Sicherung mit Masse verbunden ist. Das andere Kabel steckt in der 
VoltOhm-Buchse. Also hast Du das Gerät hochohmig angeschlossen, wie für 
eine Spannungsmessung. Da passiert zwar nichts sinnvolles, es geht aber 
auch nichts kaputt.
OP #6328185
Vielen Dank für eure Antworten.
Hatte auch Sicherheitshalber eine mail an Fluke geschrieben hier ist 
ihre Antwort:

"[...] Sie hatten statt COM die Voltbuchse verwendet diese ist hochohmig 
10MΩ also keine Beschädigung, also COM und A Buchse und in Reihe zum 
Stromkreis STROM messen!"

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