N-MOS wie P-MOS treiben

Gast #6325838
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Hi,

Ich habe folgende Schaltung aus dem Internet (siehe Anhang):
https://www.eevblog.com/forum/projects/driving-a-p-channel-mosfet/msg1370770/#msg1370770

Damit kann ich einen P-MOS mit einem 5V-PWM-Signal vom Arduino 
unabhängig von der Versorgungsspannung betreiben.

Gibt es eine vergleichbare Schaltung für N-MOS?


Leon
Angehängte Dateien:
#6325856
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Leon schrieb:

> Gibt es eine vergleichbare Schaltung für N-MOS?

Was heißt "vergleichbar"? Willst Du weiterhin High-Side, also den 
Pluspol der Last schalten, oder Low Side, den Minuspol?

Low Side ist banal. High-Side erfordert eine Ladungspumpe. Source ist 
dann am Pluspol der Versorgung der Last, und das Gate muss dann nochmal 
eine um 3 bis 10V höhere Spannung bezüglich Grund haben, um 
durchzuschalten.

Es gibt spezielle High-Side-Treiber, die genau das machen. Sowas z.B.

https://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm5060.pdf

fchk
Gast #6325858
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Danke dir für deine Antwort!

Frank K. schrieb:
> Was heißt "vergleichbar"? Willst Du weiterhin High-Side, also den
> Pluspol der Last schalten, oder Low Side, den Minuspol?

Den Minuspol, aber 5V-PWM reichen nicht, damit es sauber funktioniert. 
Der Transistor wird heiß.

Es soll immer dieselbe Spannung am Gate sein (egal ob ich 12V oder 24V 
"oben" habe). Das geht bestimmt auch mit zwei oder drei Transistoren. 
Oder?

Ich wollte ohne spezielle Schaltkreise auskommen.
#6325859
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wer schrieb:
> Warum sollte man die Schaltung für einen N-FET ändern müssen?

Müssen nicht. Wollen schon, weil beim P-MOS sich Löcher bewegen, beim 
N-MOS sind es Elektronen, und da selbige eine höhere Mobilität haben, 
haben N-MOS Transistoren immer bessere Eigenschaften als die 
dazugehörigen P-MOS Transistoren. Aus diesem Grund setzt man lieber 
N-MOS ein, wenn es um Leistung, Rdson, Wärmeentwicklung etc geht. Die 
Schaltungskomplexität wird in entsprechende Treiber-ICs verpackt.

fchk
#6325861
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Leon schrieb:

> Frank K. schrieb:
>> Was heißt "vergleichbar"? Willst Du weiterhin High-Side, also den
>> Pluspol der Last schalten, oder Low Side, den Minuspol?
>
> Den Minuspol, aber 5V-PWM reichen nicht, damit es sauber funktioniert.
> Der Transistor wird heiß.

Dann wähle einfach einen geeigneteren Transistor.

Nenne mal konkrete Randbedingungen:
VGS=?
VDS= min? max?
IDS=?

fchk
Beitrag #6325870 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6325880
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wer schrieb:
> Warum sollte man die Schaltung für einen N-FET ändern müssen?

Ich habe das so verstanden, dass die Schaltung immer von "oben" also von 
der Versorgung eine konstante Spannung "abzieht".

Für einen N-MOS brauche ich doch aber einen "Deckel", damit bei 12V 
Versorgung 10V am N-MOS sind, bei 18V oder 24V aber auch "nur" 10V (und 
nicht mehr) oder verstehe ich das falsch?
#6325944
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Leon schrieb:
> wer schrieb:
>> Warum sollte man die Schaltung für einen N-FET ändern müssen?
>
> Ich habe das so verstanden, dass die Schaltung immer von "oben" also von
> der Versorgung eine konstante Spannung "abzieht".
>
> Für einen N-MOS brauche ich doch aber einen "Deckel", damit bei 12V
> Versorgung 10V am N-MOS sind, bei 18V oder 24V aber auch "nur" 10V (und
> nicht mehr) oder verstehe ich das falsch?

Das hängt vom Transistor ab. Schau im Datenblatt nach VGS.

So, jetzt nochmal: welchen Strom willst DU schalten? Welchen 
Spannungsbereich?

fchk
Gast #6325975
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Leon schrieb:
> Für einen N-MOS brauche ich doch aber einen "Deckel", damit bei 12V
> Versorgung 10V am N-MOS sind, bei 18V oder 24V aber auch "nur" 10V (und
> nicht mehr) oder verstehe ich das falsch?

Für die Ansteuerung eines nMOS sieht das schon ein wenig anders aus. 
Außer du beziehst die mit der Ansterungs-VCC auf die 18V oder 24V. Dann 
wird aus dem Q1 ein PNP mit dem Emitter über R1 nach VCC, die GNDs sind 
dann aber nicht mehr die selben!

Zur Ansteuerung eines nMOS wäre ein wichtiges Element eine Z-Diode mit 
dem Wert der Gatespannung, die du zulassen willst. Beispiel siehe 
Anhang.

Frank K. schrieb:
> Das hängt vom Transistor ab. Schau im Datenblatt nach VGS.
Ja eben! Die soll in seinem Design die 10V nicht überschreiten, egal 
welche Spannung für die Last genommen wird. Beim Beispiel oben für pMOS 
ist Q1 eine Stromquelle und bestimmt R2 den Spannungsabfall und damit 
den Hub am Gate.

> So, jetzt nochmal: welchen Strom willst DU schalten? Welchen
> Spannungsbereich?
Strom ist doch völlig egal. Danach muss er den FET auslegen.
Den Spannungsbereich hat er genannt: 12V oder 18V oder 24V, variabel 
eben, ohne die maximale oder die von ihm gewünschte Gatespannung zu 
überschreiten.
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