Hallo,
ich habe über Zeit viele hundert Teile aus China bestellt, diese immer
wieder schön in Boxen sortiert und erstmal samt Name, link zu Ali,
Schublade, Reihe und Spalte in Plastikbox, verfügbare Stückanzahl im
Excel dokumentiert.
Dabei sind verschiedene Excel Tabs wie 3dDruckerTeile, SMD, Powermodule,
etc. entstanden.
Die Teile sind grundsätzlich über Excelsuche zu finden, ich sehe aber
bereits Grenzen dieser Lösung. Multi-Grupierung, ID Vergabe und
automatische Suche über Barcode/2D Code auf einem Item um es zu finden
und wieder einsortieren ist nicht optimal.
Kennt Ihr einen Program, wo man Inventur, samt id(auto), Name, link,
Beschreibung, Bild, Platzierung, Umplazierung, Kategorien, Gruppen,
Volltextsuche, etc. erfassen kann?
Wie verwaltet Ihr Eure Teile?
Hi,
früher mal mit Access-Datenbank gearbeitet.
Datenbankeingabe in Tabellenansicht.
Darstellung in Formularansicht.
Profi Software dem Logistic-Modul von SAP.
Man kann maßschneidern.
Problem:
Wenn der Datenzugriff von mehreren Personen simultan möglich sein soll,
müssen die Datenbanken "sharable" sein.
Bei Access gibts Probs. Sonst:
Anruf beim Kollegen, "äähm geh mal bitte aus der Datenbank raus, damit
ich die Stückzahl updaten kann."
Passiert bei SAP zum Beispiel nicht.
ciao
gustav
Profis bauen für solche Aufgaben (Lagerhaltung u.ä.)eine Datenbank auf.
Microsoft lieferte früher gern das "WORKS" Datenbankprogramm mit ???
aus, bei dem auch ein ähnliches Beispiel mitgeliefert wurde. Bei mir
flogen die CDs gleich in die Ecke, weil ich damals schon mit einer
"richtigen" SQL-Datenbank arbeitete. Später habe ich dann mit ACCESS
Datenbanken (mehr Datenbänkchen) programmiert. Die Bedienoberflächen und
Sortiermöglichkeiten ist der große Vorteil von Datenbanken gegenüber
Excel.
Günni schrieb:> Profis bauen für solche Aufgaben (Lagerhaltung u.ä.)eine Datenbank auf.
Sicher nicht. Profis kaufen da was fertiges und frickeln nicht selber ne
Datenbank.
Ich würde heute nur noch was Web gestütztes machen/kaufen. Lokale
Anwendung und lokale Datenbank wäre mir zu doof.
Will doch ein fertiges Programm haben.
Frage nach Zugriffszeiten.
Auch ein SAP Report kann unter besonderen Umständen eine halbe Stunde
und länger dauern.
Wenn die Datenbanken voluminös werden.
Datenbankmachen ist nicht so problematisch, nur mit der Zeit wird es
immer unübersichtlicher und "langsamer".
Wie gesagt, es ist für mich als Priorität weniger der tägliche Umgang
damit, sondern eher die Frage der Datebankpflege. Und wie das am
einfachsten geht.
Besser ist es, auch noch Untergruppen zu programmieren,
z. B. nach häufig gebrauchten Teilen und Ladenhütern.
Letztere werden regelmäßig in ein Zip-File ausgelagert.
ciao
gustav
Cyblord -. schrieb:> Wozu?
Hi,
Hast Du schon mal mit 5 MB Access-Datenbank gearbeitet?
Da war nämlich bei mir die Grenze.
Alles was nicht "unbedingt aktuell" sein musste, wurde ausgelagert.
Dazu wird natürlich etwas in die Datenbank an Menüpunkt
reinprogrammiert, womit dann der Zugriff auf das "komprimierte" (muss
nicht zip sein) erfolgt.
Access ist glaube ich auch mit Net Framework oder heute Visual Basic
aufgebaut. Gehört leider nicht mehr zum Standard Office-Paket von MS.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Wozu?> Hi,> Hast Du schon mal mit 5 MB Access-Datenbank gearbeitet?> Da war nämlich bei mir die Grenze.> Alles was nicht "unbedingt aktuell" sein musste, wurde ausgelagert.> Dazu wird natürlich etwas in die Datenbank an Menüpunkt> reinprogrammiert, womit dann der Zugriff auf das "komprimierte" (muss> nicht zip sein) erfolgt.> Access ist glaube ich auch mit Net Framework oder heute Visual Basic> aufgebaut. Gehört leider nicht mehr zum Standard Office-Paket von MS.>> ciao> gustav
Dann machst du was extrem falsch. Datenbanken sind dafür gemacht schnell
mit großen Datenmengen zu arbeiten. Auch Access kann das natürlich.
Cyblord -. schrieb:> Sicher nicht. Profis kaufen da was fertiges und frickeln nicht selber ne> Datenbank.
Geht nicht so einfach. Selbst SAP muss auf die speziellen Anforderungen
des jeweiligen Kunden angepasst werden. Etwas Fertiges, das universell
für alle Anwendungen passt, gibt es nicht. Da muss man schon selbst
etwas machen oder einen Profi anheuern, der die Anpassung durchführt.
Günni schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Sicher nicht. Profis kaufen da was fertiges und frickeln nicht selber ne>> Datenbank.>> Geht nicht so einfach. Selbst SAP muss auf die speziellen Anforderungen> des jeweiligen Kunden angepasst werden. Etwas Fertiges, das universell> für alle Anwendungen passt, gibt es nicht. Da muss man schon selbst> etwas machen oder einen Profi anheuern, der die Anpassung durchführt.
Der Anwendungsfall ist aber nicht speziell: Eine Verwaltung für
Bauteile. Das ist absoluter Standard. Es gibt dann meist verschiedene
Module die man kombinieren kann, z.B. Interfaces an bestehende ERP oder
Versandsysteme. Oder an Bezahlsysteme.
Cyblord -. schrieb:> Auch Access kann das natürlich.
Hi, natürlich.
Sicher hat das was mit der damaligen Rechnerperformance zu tun, als ich
noch mit Access arbeitete.
Die heutigen Office-Lösungen sind schon ganz anders gestrickt, was
"Speicher" angeht. Stichwort Cloud. etc.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Hi, natürlich.> Sicher hat das was mit der damaligen Rechnerperformance zu tun, als ich> noch mit Access arbeitete.
Ja möglich. Ein massiver Perfomanceverlust bei einer 5MB Datenkbank
deutet auf mehr Probleme hin als ein schwachbrüstiger Rechner. Der muss
schon sehr an seiner Grenze gewesen sein.
> Die heutigen Office-Lösungen sind schon ganz anders gestrickt, was> "Speicher" angeht. Stichwort Cloud. etc.
Das hat mit der Clound wenig zu tun. Du kannst lokale Datenbanken mit
vielen hundert MB auf einem normalen PC haben und (je nach Abfrage
natürlich) keine großen Wartezeiten bei Abfragen bemerken. Denn dafür
nutzt du ja eine Datenbank. Wenn die bei ein paar MB zicken würde,
könntest du deine Daten auch in einer Textdatei abspeichern und jedesmal
dein Programm da drin rumsuchen lassen.
Robert schrieb:> Wie verwaltet Ihr Eure Teile?
Ich habe nur kleine Teile.
Daher reichen die kleinen Schubladenkästen
Und sonst in einem Unterordner von "stuff"
Cyblord -. schrieb:> Ja möglich. Ein massiver Perfomanceverlust bei einer 5MB Datenkbank> deutet auf mehr Probleme hin als ein schwachbrüstiger Rechner.
Eben auch auf die mangelhafte "Sharable-Funktion."
"Cloud" soll das ja "easy" lösen. Jedenfalls kein extra aufgesetztes
Client-(Zentral)Server-Modell via LAN, wie man das früher so machte.
ciao
gustav
Hi
Ok, ich bin nun nicht der Datenbankspezialist, habe aber schon einige
Programme unter Delphi und VB geschrieben, die eine SQL-Datenbank
nutzen. Natürlich auch mit großen Datenmengen. Auch Excell ist soweit
ich weiß, mit einer SQL-Abfrage in der Lage, Daten rauszurücken. Und
eines habe ich immer gehaßt, Wartezeiten auf Ergebnisse. Also hab ich
solange Wege gesucht, bis die Antwort auf eine Anfrage akzeptabel war.
Wenn ich mal so zurückdenke, war dies bei SQL-Abfragen eigentlich nie
ein Thema. Aber ist auch schon ein Weilchen her.
Gruß oldmax
Martin V. schrieb:> Wenn ich mal so zurückdenke, war dies bei SQL-Abfragen eigentlich nie> ein Thema. Aber ist auch schon ein Weilchen her.
Weil eine Datenbank normalerweise einen aufwändigen Optimierer für
Anfragen mitbringt. Man muss sich bei der SQL Abfrage nicht selbst um
eine gute Performance kümmern.
Karl B. schrieb:> z. B. nach häufig gebrauchten Teilen und Ladenhütern.> Letztere werden regelmäßig in ein Zip-File ausgelagert.
Genau das sind die Teile die man nachkauft.
Da kann man sie gleich entsorgen.
Hi
Also, ich hab bei mir eine kostenlose Version von VB laufen. Lediglich
registrieren mußte ich mich, um sie legal nutzen zu können und natürlich
rein privat und nicht gewerblich. Da ist die SQL Datenbank dabei. Steht
auch alles im empfohlenen Buch.
Gruß oldmax
Danke erstmal für Eure Antworten.
Ich kenne diverse Datenbanken (SQL und noSQL) und programmiere in vielen
Programmiersprachen. Ich habe es erstmal Aufgrund von Zeitmangel im
Excel verwaltet. Da es jetzt langsam unübersichtlich ist, suche ich
eigentlich ein Fertiglösung. Auch wenn ich in der Lage wäre ein
Program/Skript/Makro selber zu entwickeln, weiss ich aus eigener
Erfahrung, dass es nicht in einem Tag gemacht ist, sondern man da immer
wieder was einbaut, verbesserrt und letzendlich zum Schluss viele Tage
verbratten hat, um zum Schluss festzustellen, dass es bereits ähnliche
und getestete Produkte existieren :-)
Danke für die Hinweise:
- EleLa: kenne ich nicht, sieht aber vielversprechend aus
- SAP Report: alleine wegen SAP nicht :-) Wahrscheinlich
überdimensioniert , kompliziert und zu teuer für private nutzung
- PartDB: schaue ich mir genauer ab
- PartKeepr: schaue ich mit genauer ab
Eigentlich habe ich keine spezielle Wünsche und es kann gut sein, dass
einer von der Standardlösungen (open source, freeware) da ausreichen.
Extrawünsche (not must) wären:
- Zugriff webbasiert oder entferntes Zugriff auf DB über eine App-GUI
- Ich kann ein Katalog (nicht alles) mit anderen Nutzer (Bastelfreunde,
Nachbarn, etc) teilen, so jeder seine Teile verwaltet und wir uns auch
über Bestand austauschen können.
Karl B. schrieb:> Hast Du schon mal mit 5 MB Access-Datenbank gearbeitet?> Da war nämlich bei mir die Grenze.
Ich hatte schon wesentlich größere verwendet. Trotzdem stimme ich der
Aussage zu, das man mit MS-Access ganz schnell an Grenzen stößt. Wenn du
so wie ich jahrelang mit Access gearbeitet hast, weil du nichts anderes
kanntest, kann ein Wechsel zu MariaDB (oder irgendeiner anderen
"richtigen" SQL Datenbank) angenehme Überraschungen bringen.
Also lieber eine "richtige" SQL Datenbank benutzen und ein Frontend dazu
basteln. Mit PHP geht das auch ganz schnell.
Robert schrieb:> Danke für die Hinweise:> - EleLa: kenne ich nicht, sieht aber vielversprechend aus> - SAP Report: alleine wegen SAP nicht :-) Wahrscheinlich> überdimensioniert , kompliziert und zu teuer für private nutzung> - PartDB: schaue ich mir genauer ab> - PartKeepr: schaue ich mit genauer ab
Ich würde Dir auch Part-DB empfehlen. Das läuft über den Browser und hat
eigentlich alles, was man für eine Lagerverwaltung benötigt. Benötigt
wird nur das übliche Apache-MySQL-PHP-System.
Hier läuft im Moment noch die 0.5, aber die neue 1.0 sieht im Test
vielversprechend aus.
Nachdem ich erst EleLa hatte, gefällt uns Part-DB von der
Übersichtlichkeit usw. besser.
Mittlerweile sind hier im Unternehmen nicht nur die elektronischen
Bauelemente eingepflegt, sondern auch sämtliche mechanischen Komponenten
(Schrauben, Pneumatik, Hydraulik, Halbzeuge usw.). Dank
Browseroberfläche können wir sowohl im Büro als auch in der
Produktionshalle problemlos darauf zugreifen. Ich sehe auch kein Problem
darin, eine CD/Plattensammlung dort einzupflegen.
Bei mittlerweile vielen tausend Teilen bemerke ich keine nennenswertsen
Performance-Einbußen.
> Eigentlich habe ich keine spezielle Wünsche und es kann gut sein, dass> einer von der Standardlösungen (open source, freeware) da ausreichen.
Das erfüllt Part-DB.
> Extrawünsche (not must) wären:> - Zugriff webbasiert oder entferntes Zugriff auf DB über eine App-GUI
Wird auch erfüllt :-)
> - Ich kann ein Katalog (nicht alles) mit anderen Nutzer (Bastelfreunde,> Nachbarn, etc) teilen, so jeder seine Teile verwaltet und wir uns auch> über Bestand austauschen können.
Auch das geht - Du hast bei Part-DB eine Gruppen-/Nutzerverwaltung mit
Rechtevergabe.
Der aktuelle Autor (Jan) schreibt und liest hier eifrig mit und ist
offen für Wünsche:
Beitrag "Lagerverwaltung Part-DB V0.5.x"Beitrag "[WIP] Lagerverwaltung Part-DB 1.0"
Bei solchen Angeboten würde ich wirklich nicht damit beginnen, selbst
zu programmieren - bzw. wenn, dann bei einem bestehenden Projekt
mitmachen.
Udo S. schrieb:> Karl B. schrieb:>> Access-Datenbank>> Schönes Beispiel eines Oxymorons
Man könnte jetzt Klugscheißen und sagen, dass Access das Gesamtpaket,
also die gesamte Anwendung, darstellt aber diese Anwendung lediglich die
MS Jet Datenbank Engine verwendet. Damit wäre "Access-Datenbank"
lediglich eine Umschreibung für Diese.
Aber wer würde Klugscheißen?
Chris D. schrieb:>> - Ich kann ein Katalog (nicht alles) mit anderen Nutzer (Bastelfreunde,>> Nachbarn, etc) teilen, so jeder seine Teile verwaltet und wir uns auch>> über Bestand austauschen können.>> Auch das geht - Du hast bei Part-DB eine Gruppen-/Nutzerverwaltung mit> Rechtevergabe.
Ich habe gerade nochmal nachgeschaut - bei der 0.5 geht es leider nicht,
dass bestimmte Kategorien nur von einzelnen Nutzern verwaltet werden
können. Die Rechte beziehen sich immer auf die komplette Datenbank.
Hier ist das kein Problem, weil wir beide eh nur zwei Nutzer
(admin/anonymous) benötigen.
Jeder Deiner Nachbarn könnte aber seine eigene Part-DB anlegen (bzw. Du
für sie) und dort dann Admin sein, während alle anderen nur lesend
darauf zugreifen können. Das geht natürlich.
Wie es bei der 1.0 ist (bzw. sein wird), ist mir im Moment nicht bekannt
- da fragst Du am besten Jan :-)
Miro V. schrieb:> Könnte man für ein solches Problem nicht einfach eine Software für> Warenwirtschaft "missbrauchen"?
Im Prinzip ist Part-DB so eine.
Du hast Lagerorte, Bauteile, Kategorien, Preise, Bestände, kannst
Etiketten drucken, verwendete Teile ausbuchen usw.