Hello,
auf linkedin bekommt man ja Stelleangebote angezeigt in denen zu sehen
ist wieviele sich schon über LI beworben haben. Es sind z.B. Stellen von
Konzernen dabei auf die sich schon über 100-300 Leute beworben haben,
das nur über Linkedin, die Stellen tauchen auch alle auf anderen
Platformen und der firmeneigenen Stellenbörse auf, das sind dann sicher
3-4x so viele Bewerber.
Dass ja Konzerne oder grössere Firmen viele Bewerbungen erhalten kann
ich ja noch verstehen, dass da auch viel Schrott dabei ist auch aber
dass dann gar keine Bewerbung dabei ist die passt, das glaube ich
einfach nicht. Die Stellen sind schon ewig offen, schon lange vor
Corona. Manche habe ich schon im Nov 2019 gesehen und da wird jetzt
keiner gesucht der Rocket Science macht, z.T. sind das stinknormale
Softwareentwicklerstellen die auch ein FI machen kann, da gibts eifach
keinen Mangel an Personal da viele schlecht bezahlt in kleinen Klitschen
arbeiten und weg in ein grösseres Unternehmen wollen.
Wie lange dauert es denn in der Regel in grösseren Firmen bis es zu
einer Entscheidung kommt und wie lange "sammeln" die erst mal
Bewerbungen?
Donauwelle schrieb:> Wie lange dauert es denn in der Regel in grösseren Firmen bis es zu> einer Entscheidung kommt und wie lange "sammeln" die erst mal> Bewerbungen?
Monate.
Fuer gute Leute wird auch mal extra eine Stelle "geschaffen".
Die wird dann hoechstens noch proforma ausgeschrieben.
In D darf man das ja nicht dazuschreiben: Bewerben zwecklos,
da schon besetzt.
Aktuell hatte ich eine Stelle über LinkedIn bekommen - folgender Ablauf:
Großesses Weltweitagierendes Halbleiterunternehmen
- Bewerbung verschickt - Tag 0
- Anfrage für Telefoninterview - Tag 1
- Telefoninterview - Tag 8
- pers. Treffen - Tag 17
- Vertrag/Vertragsverhandlung/Unterschrift Tag 2x
andere Erfahrungen:
- Halbleiterfirma aus Dresden - 2 Wochen wobei Bewerbung über deren
interne HR Seiten läuft, aber über LinkedIn gefunden - absage
- großer Halbleiteranlagenhersteller - 7 Tage Anfrage für
Bewerbungsgespräch
- neuer Halbleiterfertiger in Dresden ;) - nach über 2,5 Monaten anfrage
für Bewerbungsgespräch...
- 1 OLED/Solarzellen-Fertiger in Dresden - Anfrage für
Bewerbungsgespräch und co alles in 2 Wochen erfolgt, aber im Gespräch
schien das genannte Gehalt nicht ganz zu passen (man wollte eine Zahl
hören ohne diese zu bewerten... beim nennen hat sich die HR Frau
verschluckt :) - das war das erste Gehalt nach der Ausbildung... - war
zu hoch - absage)
- ca 8 Bewerbungen unbeantwortet
also wie man sieht ist das alles sehr fließend - Corona hat in meinen
Augen höchstens die Art der Bewerbungsführung geändert (Telefoninterview
vor treffen)
NocheineMeinung schrieb:> Aktuell hatte ich eine Stelle über LinkedIn bekommen - folgender> Großesses Weltweitagierendes Halbleiterunternehmen> - Vertrag/Vertragsverhandlung/Unterschrift Tag 2x>> andere Erfahrungen:> - Halbleiterfirma aus Dresden> beim nennen hat sich die HR Frau> verschluckt :) - das war das erste Gehalt nach der Ausbildung... - war> zu hoch - absage)
Naja Dresden ist nicht repräsentativ, Dresden ist was ganz besonderes
;-)
Inzwischen sollte doch klar sein, das man die 'Angebote' aus dem Osten
ungelesen in die Tonne kloppen kann!
Janus Mehrfachobjektiv schrieb:> Naja Dresden ist nicht repräsentativ, Dresden ist was ganz besonderes> ;-)> Inzwischen sollte doch klar sein, das man die 'Angebote' aus dem Osten> ungelesen in die Tonne kloppen kann!
Jein...klar ist das nicht mit einem bayrischen Dorf zu vergleichen was
Gehälter angeht aber soo schlecht sind die hier in Dresden in
!bestimmten! Branchen nun auch nicht. Und das Angebote aus Osten nix
taugen ist auch Quark - man muss das Gesammtpaket anschauen.
Lebeshaltungskosten - Lebensqualität (die ist auf jeden Fall höher als
in Münchner Innenstadt) - Entwicklung. Alles andere ist einfach nur
dummes Gelaber. Wo ich allerdings zustimme - hier fehlt es an starken
Betriebsrätten. IG BCE - haha (wer mit dennen zu tun hatte weis wieso
ich lache - ausser BASF da scheinen die guten Job zu machen).
Und wieso Dresden nicht repräsentativ sein soll versteh ich auch nicht.
Ist halt eine Stadt welche viele Halbleiterhersteller/Zulieferer
beinhaltet (Silicon Saxony). Aber diese Branchenkonzentration findet man
überall.
Ich hatte vor Jahren mal ein Gespräch in nahe München - das war ein
priv. gef. Unternehmen für Automobilzulieferer. Plasma/Etchanlage/Vak. -
also mein Gebiet. Beim Gespräch kam es zu einem Angebot - das war 32k
... + bis zu 15% Leistungszulage ...blahh blahh . Era in meinen Augen 2
Stufen zu niedrig eingeschätzt als die Aufgaben die man erfühlen sollte.
Ich hätte stutzig werden sollen als man mir sagte das da viele Menschen
aus Sachen / Sachsen-Anhalt angestellt sind... Bayern/München ist nicht
immer = fettes Gehalt. Achja Essensgutscheine gab es nicht ;) - kA wie
man da in München damit überleben soll.
> kA wie man da in München damit überleben soll.
Such dir in MUC eine Freundin mit Haus.
Am besten in der laendlichen Umgebung.
Dann kannst du morgens noch die Huehner fuettern
und ein paar Eier fuers Fruestueck mopsen.
Aber erzaehle keinem davon.
Sonst sinkt nachher noch das Gehaltsniveau da.
Immer feste jammern!
Donauwelle schrieb:> Wie lange dauert es denn in der Regel in grösseren Firmen bis es zu> einer Entscheidung kommt und wie lange "sammeln" die erst mal> Bewerbungen?
Außerhalb von Corona:
Eine Eingangsbestätigung sollte innerhalb von Tagen da sein
Nach 8-12 Wochen sollte es eine Antwort geben, Einladung zu
Vorstellungsgespräch oder Absage.
Sollte da nichts kommen - melden die sich nach 6-12 Monaten mit einer
Absage bzw. einer Bitte Dich in die große Datei aufnehmen zu dürfen.
So umgeht man klagen gemäß AGG-Schwachsinn.
Generell für Bewerbungen:
Wer zu erst kommt mahlt zuerst!
Vorstellungsgespräch, Rahmenbedingungen, Jahresbrutto, Unterschrift.
NocheineMeinung schrieb:> Beim Gespräch kam es zu einem Angebot - das war 32k> ... + bis zu 15% Leistungszulage ...blahh blahh
Wo ist das Problem?
Ein nettes Danke, aber Nein Danke! kommt an.
Ich glaube wir passen nicht zusammen und dann verabschiedet man sich
nett.
Ein vielen Dank, ich melde mich (als Bewerber) zeigt auch gut, was man
von dem Angebot hält.
Ben S. schrieb:> Monate.
Als MA eines Großkonzerns der einige MA schon eingestellt hat kann ich
sagen dass es nicht Monate dauert zur Entscheidungsfindung. Solange kann
und möchte ich gar nicht auf den neuen MA warten.
Bei uns werden die Stellen ca. 3 Wochen ausgeschrieben, natürlich
zunächst intern. Dann geht die Ausschreibung nach extern raus.
Erfahrungsgemäß melden sich SOFORT die Interessenten, denen das Wasser
bis zum Hals steht, d. h. i.d.R. nichts brauchbares dabei. Nach ca. 1,5
Wochen kommen dann brauchbare Bewerbungen, nach 3 Wochen ist die Anzeige
gestoppt.
Die Vorstellungsgespräche laufen zeitnah, möglichst innerhalb 14 Tagen.
Die Entscheidung selbst ja/nein je Kandidat geht sehr schnell (max 24h).
In Summe ergibt sich für EXTERNE Kandidaten dann eine Zeitspanne von 3
Wochen Ausschreibungszeit plus 1 Woche bis alle Vorstellungsgespräche
durch sind plus 1 Woche bis formal alles durch ist (Chefs, HR, BER) und
der Vertrag geht raus, d.h. also ca. 5 Wochen.
Der Gesamtprozess dauert Monate: Personalanforderung schreiben, HR,
Chefs, BER genehmigen, Stellenausschreibung erstellen, veröffentlichen,
erst intern dann extern ...).
Aber diese Zeitspanne davor sieht ja kein externer Bewerber.
Was die Entscheidung für einen Kandidatwn angeht: Rekord liegt bei 2h.
Da muss man halt zum Telefon greifen und alle Entscheidungsträger
parallel vorab ins Boot holen. Der Rest ist dann formaler Kram.
Fazit: wenn es lange dauert wird es eher nix. Denn der AG wartet auf die
Zusage des besten Kandidaten. Solange hängen alle in der Luft.
oerks schrieb:> Immer feste jammern!
Nicht jammern - rechnen können. Aber da du so gut zu sein scheinst
rechne es mir bitte vor. So sieht meine Rechnung aus:
32k = ~1764 Euro Netto im Monat. Jetzt zeig mir bitte eine Wohnung in
München mit ca.50qm2 für einen bezahlbaren Preis. Warmanteil bitte
realistisch ansetzen. Nicht wie manche Vermieter mit 70Euro im Monat.
Danach bitte das Handy, Essen, Internet, Kleidung, etc. einberechnen -
bis jetzt haben wir kein Auto/kein Freizeitvergnügen/kein Essen
ausserhalb hier drin. Da muss man schon was in der Nähe zum Arbeitgeber
finden um eine angemessene Anreisezeit zu haben. 1 1/2h *2 für Hin und
Rückweg zur Arbeit ist nicht angemessen. Stichworte wie priv.
Rentenvorsorge und co. lass ich mal aussen vor...
Also komm zeig es mir - dem feste Jammernden.
Rick M. schrieb:> Wo ist das Problem?> Ein nettes Danke, aber Nein Danke! kommt an.> Ich glaube wir passen nicht zusammen und dann verabschiedet man sich> nett.>> Ein vielen Dank, ich melde mich (als Bewerber) zeigt auch gut, was man> von dem Angebot hält.
Hey versteh mich nicht falsch - so habe ich das auch gelöst. Kleinkrieg
anfangen bringt mir nix und entweder die finden einen dummen oder die
müssen das Angebot erhöhen. Interessenterweise haben die irgendwann viel
später angefragt ob ich immer noch suche - nach der Rückfrage ob die ERA
Einstufung und das Gehalt nun für südliche Verhältnisse angepasst wurde,
kam "leider" keine Antwort mehr.
Für mich zumindest hat sich LinkedIn gelohnt. Mit anderen Platformen wie
Indeed oder Xing (bekomme viel Werbung aber nix gescheites) hatte ich
eher weniger positive Erfahrungen
NocheineMeinung schrieb:> Ich hatte vor Jahren mal ein Gespräch in nahe München - das war ein> priv. gef. Unternehmen für Automobilzulieferer. Plasma/Etchanlage/Vak. -> also mein Gebiet. Beim Gespräch kam es zu einem Angebot - das war 32k> ... + bis zu 15% Leistungszulage ...blahh blahh . Era in meinen Augen 2> Stufen zu niedrig eingeschätzt als die Aufgaben die man erfühlen sollte.> Ich hätte stutzig werden sollen als man mir sagte das da viele Menschen> aus Sachen / Sachsen-Anhalt angestellt sind... Bayern/München ist nicht> immer = fettes Gehalt. Achja Essensgutscheine gab es nicht ;) - kA wie> man da in München damit überleben soll.
Bei der Rechtschreibung würde ich dich auch nicht gut bezahlen ;-)
Es kommt immer sehr extrem auf das Unternehmen an. Manchmal werden
Stellen dann auch aus anderen internen Gründen erstmal nicht besetzt.
Ich habe mal 4 Monate auf eine Absage gewartet. Ich hatte da längst
schon einen anderen Job, aber ich finde das ist einfach zu lang, dann
interessiere ich mich doch mehr für kleinere Unternehmen die direkt
einen Tag nach der Bewerbung anrufen. Das gab es auch.
Leon B. schrieb:> Ich habe mal 4 Monate auf eine Absage gewartet.
Mit etwas mehr Aufdringlichkeit (per Telefon) wäre das schneller
gegangen. Viele Firmen erwarten es einfach, dass Bewerber denen
die Klinken putzen und das bedeutet eben Telefonieren.
Kann man zwar anders sehen, aber der Erfolg gibt einen oft recht.
NocheineMeinung schrieb:> oerks schrieb:>> Immer feste jammern!>> Nicht jammern - rechnen können. Aber da du so gut zu sein scheinst> rechne es mir bitte vor. So sieht meine Rechnung aus:>> 32k = ~1764 Euro Netto im Monat. Jetzt zeig mir bitte eine Wohnung in> München mit ca.50qm2 für einen bezahlbaren Preis.
Lies richtig, der hatte nicht von einer Wohnung in München gesprochen
sondern ausserhalb. Da wäre beispielsweise Freising, ist ne
Studentenstadt. In der Innenstadt will sowieso keiner wohnen, der Wert
auf Lebensqualität legt und sei es nur das man im Sommer die Fenster auf
lassen kann, ohne vom Gegrölle und Strassenlärm am Schlafen gehindert zu
werden.
> Warmanteil bitte> realistisch ansetzen. Nicht wie manche Vermieter mit 70Euro im Monat.> Danach bitte das Handy, Essen, Internet, Kleidung, etc. einberechnen -> bis jetzt haben wir kein Auto/kein Freizeitvergnügen/kein Essen> ausserhalb hier drin.
Naja die Daumenregel das die Miete höchstens ein Drittel des
Haushalts-Netto ausmachen sollte, scheint dir ja nicht bekannt. Also
nicht Klecker-Rechnung sondern Mietmaxima auf ca. 600 - 700 € setzen und
los recherchiert
< Da muss man schon was in der Nähe zum Arbeitgeber
< finden um eine angemessene Anreisezeit zu haben.
Wenn man die Fahrzeit auf runde Stunde setzt kommt man auch für München
auf ca 40/50 km Umkreis. Nicht für jede Location, aber auch per ÖPNV und
P+R Privat-Pkw Kombi möglich. P+R und ÖPNV ist in München deutlich
besser als in DD. wo es nicht wirklich eine Alternative zum Privat-KfZ
hat, wenn man vom Umland her einpendelt.
In München pendelt man sogar von Rosenheim und Salzburg ein und wenn man
während der Fahrt mit dem Laptop seinen Haushalts-Papier und sonstigen
Kram erledigt ist es nicht mal verlorene Reisezeit.
https://www.rosenheim24.de/bayern/lohnt-sich-pendeln-nach-muenchen-ueberhaupt-13075215.html
Wobei es ein eher spärlich qualifierter Job sein muss, wenn ein Konzern
lediglich 32k bietet. Das klingt so garnicht nach Hochschulabschluss,
sondern nach Berufsausbildung als höchsten Bildungsabschluß, also
Maschinenwart. Und da liegt das Durschschnittsgehalt in Sachsen noch
tiefer, bei 23k.
https://karrierebibel.de/durchschnittsgehalt/
Man müsste unterscheiden was vorliegt:
Die Idee von Rick.M:
> "Vorstellungsgespräch, Rahmenbedingungen, Jahresbrutto, Unterschrift."
scheint da effektiv.
- Wille (in der gedanklichen Innenwelt des AG) einen Arbeitsvertrag
abzuschließen.
oder:
- Auf die Stellenanzeige melden sich Leihfirmen und bringen dem
Sachbearbeiter etwas Bargeld mit.
- Angestellte mit weiter Pendelstrecke verbrauchen viel von dem
verdienten Geld und machen Überstunden. Dabei bleibt das gute
Druckmittel (Arbeitslose am Ort des Unternehmens) "unverbraucht".
- Keine Einstellung aber der Unternehmer erhält Informationen über die
Gehälter in seiner Branche (was er den eigenen Leuten anbieten soll) und
wie man einen guten Arbeitsplatz gestalten kann.
- Ein Unterwerfungsritual (nenne mir 2 Schwächen) prüft die Gefügigkeit
des Mitarbieters.
- Das Bewerberportal erfasst automatisch die Daten des Arbeitslosen
(Telefonnummer und Anschrift) ohne dass sie der Sachbearbeiter 50 mal
abtippen muss. Die Telefonnummer geht an die Telefonanlage. Falls sich
der Arbeitslose später nochmal telefonisch bewirbt, wird er auf einen
emulierten Anrufbeantworter umgeleitet. Mit der Anschrift werden
Ablehnungs-Serienbriefe ausgefertigt.
Claus W. schrieb:> Falls sich> der Arbeitslose später nochmal telefonisch bewirbt, wird er auf einen> emulierten Anrufbeantworter umgeleitet.
Würde bei mir nicht funktionieren, weil ich nur meine Handynummer
angebe, wo ich dann nur Teuer erreichbar wäre. Hat den Vorteil ja
überall erreichbar zu sein. Wenn das jemanden nicht passt, dann
kann ich auf einen Anruf auch verzichten. Leute die mich kennen,
wissen das und rufen später noch mal an.
Wenn ich jemanden anrufen will, dann benutze ich meinen Festnetz-
anschluss. Vom Handy rufe ich von unterwegs so gut wie gar nicht
an und auch nur dann, wenn es sich auch nicht vermeiden lässt.
Von Zuhause, am Schreitisch geht das viel entspannter.
Ist, wie ich finde, äußerst praktisch.;)
Rick M. schrieb:> Eine Eingangsbestätigung sollte innerhalb von Tagen da sein> Nach 8-12 Wochen sollte es eine Antwort geben, Einladung zu> Vorstellungsgespräch oder Absage.
Das wäre schon zu spät. Nach dem DSGVO muss eine Eingangsbestätigung
innerhalb von einem Monat verschickt werden. Dann kann sich der
Arbeitgeber Zeit nehmen, aber auch hier gibts Grenzen.
Eine Absage ersetzt eine Eingangsbestätigung, wenn die Frist gewahrt
bleibt. Ob eine Mitteilung an die Landesdatenschutzbehörde etwas
bewirkt kann ich nicht sagen. Vermutlich müssen sich die Fälle
häufen, bevor da was unternommen wird. Wahrscheinlich gits dann nur
eine Abmahnung oder eine Geldbuse auch wenn davon einer Entschädigung
von 4% des globalen Umsatzbrutto die Rede ist.
> Sollte da nichts kommen - melden die sich nach 6-12 Monaten mit einer> Absage bzw. einer Bitte Dich in die große Datei aufnehmen zu dürfen.> So umgeht man klagen gemäß AGG-Schwachsinn.
Da muss sich eine Firma schon ziemlich dämlich anstellen, bevor
ein Richter da eine Klage zulässt. Ohne offensichtlichen Beweis läuft
da gar nichts und deshalb lassen viele Firmen das Problem links liegen
und Bewerbungen ins Leere laufen. Manche glauben eben, dass sie es
sich erlauben können. Wenn das man nicht eine fatale Fehleinschätzung
ist. Z.Zt. scheint sich auf dem Arbeitsmarkt hier und da etwas zu
bewegen, aber wenn man die Stellen überprüft, sind es viele Firmen,
die die Stellen schon monatelang, oder über ein Jahr nicht besetzen
konnten. Denen geht dann der A.. langsam auf Grundeis.
Da helfen dann auch keine Dienstleister. Man erkennt sie anhand von
speziellen Buzzwords trotzdem.
Claus W. schrieb:> ... scheint tatsächlich so zu sein.
Wer arbeitet denn "zur Probe"?
Da müsste man ja nochmal extra Urlaub nehmen, mache ich das bei 10
Stellen sind 10 Tage weg. So wie er das erzählt "2 Wochen", ist doch
völlig unrealistisch. Wenn überhaupt geht das mit Arbeitslosen und
selbst von denen wird keiner 2 Wochen umsonst arbeiten. Wozu gibt es
schliesslich die Probezeit? So ein Käse. Das macht vielleicht ein
halblegaler Erntehelfer mit.
Diese Imagestellenanzeigen halte ich auch für ein Gerücht. Inserate sind
teuer. Da gibts zwar Zwschenverkäufer die per Sonderangebot x Stellen
auf Platform a,b,c,d anbieten aber dauerhaft geht das doch ins Geld,
wenn es auf seriösen Platformen erscheinen soll. Für so einen Quatsch
brauche ich auch wieder jemanden der das bearbeitet, ... PR-Meldungen
und Phantasieankündigungen sind da billiger. Im IT Bereich kann man auch
angegeben, dass man vermehrt FReiberufler unter Vertrag genommen hat,
wenn man damit Investoren, Banken, Konkurrenz, was auch immer
beeindrucken will, da brauche ich keine Fakestellenanzeigen.
Claus W. schrieb:> Youtube-Video "Verarscht als Bewerber: So legen Firmen dich rein> (krass!)">> ... scheint tatsächlich so zu sein.
Klar, und als nächstes lassen wir Boris Becker zum Thema "Samenraub"
referieren und untertiteln das mit:
"Krass, so zocken Dich die Russenweiber ab" … ist tatsächlich passiert
:-(
Imageanzeigen sind zumindest bei Eitieh kein Humbug, höchstens wenn
Hardware benötigt wird.
http://www.m-creations.com/index
Adresse ist Acker 2 in 55116 Mainz.
### BEGIN MAIL
Frank Pacholak <pacholak@m-creations.com>
12:31 (vor 8 Stunden)
an mich
Guten Tag Herr Wimmer,
ich habe keine Ahnung, wo Google seine Adressen bezieht, aber die
Rheinallee 4 war unsere erste Firmenadresse vor ca. 20 Jahren J
Seit dieser Zeit sind wir insgesamt 3 Mal umgezogen. Aktuelle Firmierung
ist Acker 2, 55116 Mainz.
Mit freundlichen Grüßen,
Frank Pacholak
Geschäftsführer
--------------------------------
m-creations gmbh
Acker 2
55116 Mainz – Germany
Mob: +49-163-6677002
Fon: +49-6131-6224417
Fax: +49-6131-6224418
www.m-creations.com
Von: Claus Wimmer [mailto:claus.erhard.werner.wimmer@gmail.com]
Gesendet: Freitag, 10. Juli 2020 12:21
An: information@m-creations.com
Betreff: Ein Interessierter Bewerber
Sehr geehrte Damen und Herren,
In Ihrem Impressum steht die Adresse "Acker 2" aber in der Google Suche
statt dessen "Rheinalle 4". Was gilt?
Freundliche Grüße
Claus Wimmer
Wilhelmstraße 52 e-f, App. 456
65183 Wiesbaden
Handy: 0176 386 099 87
### END MAIL
Die Stellenanzeige auf "get in IT" ist natürlich nicht mehr Online, ich
hätte einen Screenshot machen müssen. Zwar schrieb ich "Ein
interessierter Bewerber", aber das überliest der Adresat. Gleich beim
Bitkom mehr Nachschub anfordern. Unter seiner bestätigten Adresse fand
ich eine Stunde später ein gewöhnliches Wohnhaus, außen keine
Briefkästen und Klingelschilder normaler Mieter ohne Firmennamen. Ein
Nachbar sagte, die Firma sei an einer anderen Adresse.
Als ich dann so durch Mainz ging ertönte plötzlich eine Sirene eines
stehenden Elektroautos der Verkehrspolizei. Ich blieb stehen und blickte
auf das Auto. Zwei Männer stiegen ein und schalteten die Sirene nicht
ab. Nach einer Minute merkten Sie, dass ich nicht gehen würde.
Schließlich machten sie die Sirene aus und fuhren weg.
Ich verstehe übrigens nicht, wie man sich mit Äußerungen über
Arbeitgeber Feinde machen kann.
a) Einige Arbeitgeber betreiben excessiv Leihirmen. Bei etlichen
Bewerbungsgesprächen kommt immer: "Nenne mir 2 Schwächen". "Möchtest du
freiberuflich für uns arbeiten". "Bundesweite Reisebereitschaft".
b) Kollegen und Bekannte die selbst arbeitslos sind sagen nur: "Streng
dich an!"
c) Die Hartz4 Hilfe Homepage bringt Titel mit dem Tenor: "Mindestlohn
verlangen - Hartzer - lass es sein!"
Das ist wie ein NPN-Transistor mit einem Arbeitspunkt am oberen Ende,
bei dem man den Kollektorstrom mit I=U/R_coll berechnen kann.
Hier noch der Screenshot zu m-creations aus dem vorletztem Post. Es
sieht irgendwie nach einer "echten" Firma aus. Aber wieso ist es dann so
schwer, die Adresse herauszubekommen an der man tatsächlich arbeiten
soll?
Ich arbeite auch in einem Großkonzern und würde sagen, dass es extrem
unterschiedlich ist, wie schnell eine Stelle besetzt wird.
Manchmal wenn alles reibungslos klappt ist von der Bewerbung bis zum
Vertrag alles in weniger als einem Monat durch.
Wenn dann aber involvierte Personen grad im Urlaub sind, wird es
schwierig.
Die meisten Angestellten sprechen sich dann nur mit unmittelbar
wichtigen Personen zwecks Urlaubsplanung ab. Bei Bewerbungen ist dann
aber auch HR, Mitarbeiter, Abteilungsleiter und sehr oft noch höherer
Manager involviert bis etwas entschieden wird. Fehlt da einer, gibt es
schnell Verzögerung.
Manche Stellen sind extrem spezialisiert, die man auch direkt mit
fachlich 100% passenden Personen besetzen will, die aber jetzt auch
nicht ultimativ Geschäftskritisch sind. Das sind dann diese Stellen wie
oben erwähnt, wo dann eben Monatelang ausgeschrieben sind.
Manche Stellen, wo man im Voraus weiß, dass man auch mal eher fachlich
nicht 100% passende Personen relativ einfach einarbeiten kann, die
besetzt man dann auch mal schneller.
Das mit der Bewerberanzahl bei LinkedIn ist so eine Sache. Sobald da
jemand auf LinkedIn auf "Bewerben" klickt, wird das gezählt. Dabei ist
das aber erstmal nur eine Weiterleitung auf das Stellenportal der Firma.
Ob sich diese Person dann am Ende wirklich bewirbt oder nicht, kann man
nicht nachvollziehen.
Lass dich aber nicht abschrecken. Wenn bei uns eine Stelle
ausgeschrieben ist, bewerben sich da erstmal alle möglichen Leute
teilweise, wo man aber nach 30 Sekunden Lebenslauf lesen schon sehen
kann, dass das gar nicht passen wird. Daher meine beste Empfehlung:
Bewerbe dich nur, wenn du weißt, dass du das voll und ganz vertreten
kannst was du machen möchtest. Es müssen nicht alle Details 1:1
zusammenpassen. Aber im Großen und Ganzen sollte man schon einen Blick
dafür haben.
Am Ende bleiben da nur eine Handvoll Leute übrig die wirklich in Frage
kommen und auch die haben meistens parallel andere Bewerbungen laufen
und entscheiden sich manchmal selbst anders.