Forum: Offtopic mal wieder ein Komet.


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von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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von Harald W. (wilhelms)


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von Andreas H. (andario)


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Danke für die Info!

Jetzt muss nur das Wetter mitspielen, aber aktuell sieht es ja gut aus.

Beitrag #6330466 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Leon B. (leonb)


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Vielen Dank für die Info!

von Uhu U. (uhu)


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Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen…

von Teo D. (teoderix)


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Uhu U. schrieb:
> Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen…

Bei meinem Dusel wird das schon klappen (Bayern).
Hab gestern mal nach der ISS gesehen. Kaum vorüber gezogen, ubs da is ja 
noch eine und die wird immer heller.... verdammt hell. War wohl ein 
Volltreffer. :)))

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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hier spielt nicht mal das Wetter für Nachtwolken mit

von Uhu U. (uhu)


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Heute Morgen hat das Wetter mitgespielt: 3:35 sah man bei 25° Ost 
zunächst was, was aussah, wie ein Kondensstreifen, der aus einer 
schmalen grauen Wolke ragte, die sich relativ schnell bewegte. Irgend 
wann konnte man den hellen Kopf sehen und als die Wolke weg war, zeigte 
er sich in voller Pracht. Der Schweif ist schätzungsweise 5 
Monddurchmesser lang.

Ich hatte mein kleines 10x25 Fernglas dabei, darin füllte der ganze 
Komet knapp die Hälfte des Blickfeldes aus.

Als gegen 4:00 dann das Sonnenlicht stärker wurde, verblasste der 
mittlerweile schon deutlich aufgestiegene Komet ziemlich schnell.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6336110 wurde vom Autor gelöscht.
von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Vorneweg mal ganz herzlichen Dank an den TO.
Ohne den Thread hätte ich diesen Kometen vielleicht verpasst.
So habe ich mir in den letzten Tagen immer wieder mal den Wecker 
gestellt - nur um mich jedesmal nach einem kurzen Blick an den Himmel 
wieder hinzulegen.

Heute morgen hat dann alles gepasst, so dass ich den Kometen endlich mit 
eigenen Augen sehen konnte. Bei 7°C Lufttemperatur war der Himmel so 
klar, dass man einen schönen 360°-Blick hatte. Ich hatte schon Bedenken, 
dass ich lange Suchen müsste - aber Neowise ist im Moment noch riesig.
Ganz nebenbei konnte man die Planeten Mars, Venus, Jupiter mit seinen 
vier großen Monden und Saturn mit seinen Ringen sehr schön sehen.

http://harerod.de/lbr/sternbilder/sternbilder.html

von A. S. (achs)


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Marcus H. schrieb:
> aber Neowise ist im Moment noch riesig.

Darf ich fragen, womit Du das untere Foto gemacht hast?

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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A. S. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> aber Neowise ist im Moment noch riesig.
>
> Darf ich fragen, womit Du das untere Foto gemacht hast?

Die Technik ist auf der Website beschrieben. Die EXIF-Daten der Bilder 
sind korrekt, d.h. Du kannst dort alle Details erkunden.

Ich war mit zwei Kameras unterwegs. Die Kamera mit der höheren Auflösung 
war an der langen Brennweite. Leider waren die 2s schon zu lang bei 
600mm/30MP. Mal schauen, ob mir Mutter Natur in den nächsten Tagen noch 
einen Schuss erlaubt.

◦Lange Brennweite: Canon 5DmkIV, Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD 
G2
◦Kurze Brennweite: Canon 6DmkI, Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD G2

Die Artikel habe ich heute spontan reingetippt, weil die Nachtstimmung 
noch in mir nachgeschwungen ist. In der nächsten Zeit kommen da noch 
andere Bilder rein. Und es ist einfach wichtig festzuhalten, wann eine 
kleine Kamera mit Standardobjektiv im Einsatz war, oder was mit einem 
1600mm Teleskop aufgenommen wurde.

Die Bilder von letzter Nacht wären auch mit einer APS-C-Kamera und 
Standardobjektiv ansehnlich geworden - der Komet ist recht groß und 
hell.
Ich persönlich finde die Bilder mit Horizontbezug am interessantesten.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Ich hatte heute einen Austausch mit einem japanischen Freund, dessen 
Rufname auch 彗 ("toshi", Komet) geschrieben werden könnte.
Dabei ist mir aufgefallen, dass in der japanischen Wikipedia im Moment 
mehr Bilder als in der deutschen oder englischen sind:
https://ja.wikipedia.org/wiki/NEOWISE%E5%BD%97%E6%98%9F_(C/2020_F3)
Da sind ein paar sehr schicke Bilder dabei.

von Uhu U. (uhu)


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Heute Morgen war er schon deutlich früher zu sehen, als noch vor 2 
Tagen. Als ich 3:15 den ersten freien Blick nach NO hatte, war er schon 
sehr deutlich über dem Horizont.

Mein Eindruck ist, dass die Helligkeit des Kerns deutlich abgenommen hat 
in den 2 Tagen, seit ich ihn das erste mal sah. Der Himmel war wolkenlos 
und ich war mir zunächst unsicher, ob das vielleicht auf Dunst 
zurückzuführen war. Das hätte sich währen der Stunde ändern müssen, die 
ich ihn sehen konnte – tat es aber nicht. Zudem hatte sich die 
Leuchtintensität des Schweifs nicht geändert.

Da sich Neowise von der Sonne entfernt, ist es wohl wirklich eine 
Abnahme der Helligkeit – also nutzt die Gelegenheit! Die nächste bietet 
sich erst in 4-5 tausend Jahren…

: Bearbeitet durch User
von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Na, wenn der dann auf der Erde einschlägt, hoffentlich sitzt da kein 
Covid-20-Virus drauf.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Uhu U. schrieb:
> Heute Morgen war er schon deutlich früher zu sehen, als noch vor 2
> Tagen. Als ich 3:15 den ersten freien Blick nach NO hatte, war er schon
> sehr deutlich über dem Horizont.
...
In diesen Tagen geht der Komet garnicht mehr unter. Sobald die Sonne 
versunken und die Dämmerung weit genug fortgeschritten ist, wird er 
wieder sichtbar. Hier löst sich gerade die Bewölkung auf. Dann werde ich 
wohl nachher nochmal losziehen.

von Richard H. (richard_h27)


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Marcus H. schrieb:
> In diesen Tagen geht der Komet garnicht mehr unter.

Das hatten wir doch schon mal: 
Youtube-Video "Karel Zeman: Na kometě / On the Comet"

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marcus H. schrieb:
> Heute morgen hat dann alles gepasst, so dass ich den Kometen endlich mit
> eigenen Augen sehen konnte.

Hast du Schwein gehabt. Ich war um die Zeit auch gerade mal munter und 
habe einen Blick aus dem Fenster geworfen – Fehlanzeige. Eine einzige 
dicke fette Wolke, natürlich genau im Nordosten. :-o  Rechts daneben 
blendete einen die Venus an …

Marcus H. schrieb:
> Sobald die Sonne versunken und die Dämmerung weit genug fortgeschritten
> ist, wird er wieder sichtbar.

Wo sollte er da eigentlich sein, kann man sich die (Himmels-)Position 
irgendwie berechnen lassen? Ich hatte gestern abend nach Sonnenuntergang 
schon mal geschaut. Es gibt ja Beschreibungen, er sei im Großen Bären 
irgendwo zu sehen, aber da konnte ich noch nichts finden. (Im Moment 
schieben sich auch schon wieder verdammt viele Wolken im Norden über den 
Himmel.)

von Alexander S. (alesi)


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Jörg W. schrieb:
> kann man sich die (Himmels-)Position irgendwie berechnen lassen?

http://aerith.net/comet/catalog/2020F3/2020F3.html

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Alexander S. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> kann man sich die (Himmels-)Position irgendwie berechnen lassen?
>
> http://aerith.net/comet/catalog/2020F3/2020F3.html

Danke. Wenn ich das richtig deute, sollte er derzeit also eher im 
Sternbild des Lynx unterhalb des Großen Bären zu finden sein, oder?

ps: Und man müsste ihn zumindest bis Anfang August selbst in der 
Großstadt mit bloßem Auge erkennen können, oder? (Mag 4 als Vorhersage 
für den 1.8.)

: Bearbeitet durch Moderator
von Alexander S. (alesi)


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Jörg W. schrieb:
> Wenn ich das richtig deute, sollte er derzeit also eher im
> Sternbild des Lynx unterhalb des Großen Bären zu finden sein, oder?

Ja. Falls die Zwillinge (Gem) sichtbar sind, könnte man auch (Pi mal 
Daumen) von Pollux über Castor ca. die doppelte Strecke peilen.

Zur Sichtbarkeit aus der Stadt bei Mag 4 kann ich wenig sagen. Ich habe 
ihn letzte Nacht gegen 3:30 schwach über einer 100 000 Einwohner Stadt 
gesehen, d.h über die Stadt hinweg gesehen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Alexander S. schrieb:
> Ja. Falls die Zwillinge (Gem) sichtbar sind, könnte man auch (Pi mal
> Daumen) von Pollux über Castor ca. die doppelte Strecke peilen.

Laut Sternkarten-App steht die Sonne gerade ziemlich genau da, wo Castor 
und Pollux sind, und das ist nun schon unter dem Horizont.

Ich werde dann nochmal Ausschau halten, danke!

von Thomas S. (doschi_)


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"Stellarium"* und manuell die Daten für den C/2020 F3 im 
Sonnensystem-Editor (F2, Erweiterungen, Sonnensystemeditor, 
Konfigurieren, Sonnensystem, Bahnelemente importieren, Kometen, 
Lesezeichen, 'MPCs list of observeable comets') nachladen,
damit kann man auch schauen, wo "er" sichtbar sein müsste.

Ich habe ihn nach längerer Suche Richtung NNW, knapp über dem Horizont 
(ca. 7°) gesehen.

(* z.B. bei https://www.heise.de/download/product/stellarium-25888
oder direkt https://stellarium.org/)

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Danke, habe ihn dank der Trajektorie oben nun ausmachen können. Wenn man 
weiß, wo er ist, ist er auch mit bloßem Auge (respektive Brille :) 
erkennbar. Im Fernglas sieht er natürlich beeindruckend aus. Kamera 
leider nur ohne Stativ, daher auf ISO 6400 und 0.25 s Belichtungszeit 
limitiert.

von Ste N. (steno)


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Hab ihn auch gerade erwischt... endlich mal wieder ein "richtiger" Komet 
;)
Man erkennt sogar ansatzweise den Ionenschweif.

Ich bin gespannt, die nächsten Tage soll er ja noch höher steigen. 
Hoffentlich spielt das Wetter noch ein Weilchen mit.

180mm Brennweite, 30s, ISO400

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ste N. schrieb:
> 30s

Hmm, da hast du aber schon eine Nachführung … schönes Foto!

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ich selbst habs bisher noch nicht geschafft.
3-Uhr-irgendwann... so früh bin ich dann doch nicht unterwegs...

Und wenn ich nachts mal aus dem Fenster schaue
- Wolken, also wieder hinlegen!

Aber der Komet soll ja im weiteren Verlauf auch abends zu sehen sein.
Glaube ab der 2. Augusthälfte.
Dann wird der Himmel auch wieder dunkler.

Der letzte Komet, den ich gesehen habe war Hale-Bopp in 1997
aber DAS war ja auch nicht schwer...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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● J-A V. schrieb:
> Aber der Komet soll ja im weiteren Verlauf auch abends zu sehen sein.

Schau doch mal auf die letzten beiden geposteten Fotos: die sind von 
letzter Nacht. Er ist schon ab ca. 23 Uhr ganz gut zu sehen (könnte bei 
dir etwas später sein, du bist nördlicher als ich, sodass es abends 
länger hell ist).

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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doch schon...
na dann muss ich auch endlich mal los.

von Ste N. (steno)


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● Jörg W. schrieb:
> Ste N. schrieb:
>> 30s
> Hmm, da hast du aber schon eine Nachführung … schönes Foto!

Ja, aber für schnelle Sachen nur ne ganz "einfache" AstroTrac. Ist auch 
Ideal auf Reisen, da sehr kompakt.

● J-A V. schrieb:
> Aber der Komet soll ja im weiteren Verlauf auch abends zu sehen sein.

Wie Jörg schon schrieb, ab 23Uhr super Sichtbarkeit. Steht um die Zeit 
ziemlich im Norden und ist sehr einfach mit bloßen Auge erkennbar. 
Mittlerweile ist er ja zirkumpolar, d.h. er geht überhaupt nicht mehr 
unter.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Klasse, was sich hier alles tut.
Zum Finden: Stellarium kann ich nur wärmstens empfehlen.
Auf meiner Seite habe ich eine Sequenz von letzter Nacht hochgeladen, 
wie der Komet langsam sichtbar wird. Ich habe leider keine 
Astro-Ausrüstung, daher habe ich die Position mit Hilfe von Jupiter und 
Capella, die beide früh sichtbar waren, ermittelt.
Damit man mal ein Gefühl für die Größe bekommt, habe ich noch zwei 
Bilder hochgeladen: eines vom Schlafzimmerfenster aus aufgenommen 13.07. 
02:51, das andere 12.07. 23:18h.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marcus H. schrieb:
> Damit man mal ein Gefühl für die Größe bekommt,

Ja, das hatte mir vorher auch gefehlt. Nachdem ich ihn dann entdeckt 
hatte, war er doch irgendwie kleiner, als ich erwartet hätte. ;-)

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Ste N. schrieb:
...
> Ja, aber für schnelle Sachen nur ne ganz "einfache" AstroTrac. Ist auch
> Ideal auf Reisen, da sehr kompakt.
...

Welche AstroTrac hast Du denn genau?
Hast Du Erfahrung mit anderen Brennweiten, sagen wir, 600mm Vollformat?
Der leichteste Anbau an den ich gerade denke ist:
Canon 5DmkIV (800g) + Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD (2000g)
Die knapp 3kg kommen natürlich noch mit einem axialen Hebelarm von 8cm.

von Harald W. (wilhelms)


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Jörg W. schrieb:

> Nachdem ich ihn dann entdeckt
> hatte, war er doch irgendwie kleiner, als ich erwartet hätte. ;-)

Naja, ist doch immer noch besser, als wenn er grösser als erwartet
wäre und die Erde getroffen hätte.

von Ste N. (steno)


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● Marcus H. schrieb:
> Welche AstroTrac hast Du denn genau?
> Hast Du Erfahrung mit anderen Brennweiten, sagen wir, 600mm Vollformat?
> Der leichteste Anbau an den ich gerade denke ist:
> Canon 5DmkIV (800g) + Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD (2000g)
> Die knapp 3kg kommen natürlich noch mit einem axialen Hebelarm von 8cm.

Ich habe noch die erste Version, ohne Guidingport. Ich benutze das Teil 
bis max. 200mm Brennweite. Es gibt aber Kollegen, die sie auch mit 
längerer Brennweite erfolgreich nutzen. Dazu ist dann aber ein 
Deklinationskopf mit Gegengewichtsstange von nöten. Bei 600mm Brennweite 
geht es auch nicht mehr ohne Guiding und auch die Polausrichtung muß 
perfekt sein, da man Getriebe- und Aufstellungsfehler ja nur in RA 
korrigieren kann.

Bei 600mm würde ich eher zu einer richtigen paralaktischen Montierung 
raten. Die einfache Handhabung der AstroTrac geht mit dem ganzen 
Geraffel wieder flöten. Ich habe z.B. von der Aufstellung + Einnorden 
nur 5min bis zum ersten Foto gebraucht. Wenn ich meine "richtige" 
Montierung raus schleppe, vergeht bis zum ersten Bild auch schon mal ne 
Stunde.

Allgemein kann man sagen, als Astrofotograf sollte man seeeehr 
leidensfähig sein. Ansonsten vergeht einem schnell die Lust.

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Beitrag #6336977 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Ste N. schrieb:
...
> Allgemein kann man sagen, als Astrofotograf sollte man seeeehr
> leidensfähig sein. Ansonsten vergeht einem schnell die Lust.

Amen. Mir hat mein Fotofreund leid getan, der seinen Zentner Hardware 
(203mm Öffnung, 1600mm Brennweite, Spiegel, Goto-Montierung) in 
Unterfranken auf den Acker geschleppt hat und dann die komplette Nacht 
durch Dunst mit Wolken hatte. Derweil war hier, etwas südlich von 
Bamberg, morgens am 12.07. brutal klare Sicht.

Wo ist Dein Standort, wenn man fragen darf?

von Uhu U. (uhu)


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Hier war er in der vergangenen Nacht nur selten ohne Hilfsmittel zu 
sehen – zu dunstig – und als er sich dann in den späteren Nachtstunden 
Richtung Horizont bewegte, ging fast nichts mehr. Nach 3:00 konnte ich 
ihn überhaupt nicht mehr sehen. Dafür gab es ein sehr schönes Morgenrot.

Mit dem Nachtsichtgerät war er allerdings – wenn nicht völlig verdeckt 
oder durch Streulicht von Ortschaften überstrahlt – nicht zu übersehen.

Meine Suchstrategie war sehr simpel: Am Sa Morgen stand er bei 25° Ost. 
Ich hab dann 23:20 einfach mal bei 235° geguckt und ihn direkt gefunden.

von Uhu U. (uhu)


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Uhu U. schrieb:
> Ich hab dann 23:20 einfach mal bei 235° geguckt und ihn direkt gefunden.

Das war bei 335°.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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egal... kurz vor Nord
Wer dort sucht, wo keine Rest-Dämmerung ist, liegt falsch

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Heute habe ich mal geschaut, was ich noch an Stativen da habe. OK, das 
Teil verdient zwar eher den Namen "Mobile" als "Stativ" :), aber besser 
als aus der Hand gehalten ist es trotzdem noch. So konnte ich die 
Belichtungszeit auf 4 s erhöhen und die Empfindlichkeit auf ISO 400. 
Außerdem mein altes Tele-Objektiv aus Praktika-Zeiten, ein 4/200, was 
bei der Größe des Bildsensors der Sony-Kamera „effektiv 400 mm“ 
entspricht.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Heute habe ich mal geschaut, was ich noch an Stativen da habe. OK, das
> Teil verdient zwar eher den Namen "Mobile" als "Stativ" :), aber besser
> als aus der Hand gehalten ist es trotzdem noch.
...

Wahrscheinlich für die hier Mitlesenden ein alter Hut, aber:
Bei wackeligen Stativen hilft ein Drahtauslöser oder der Selbstauslöser.
2s reichen oft schon, dass sich der Aufbau nach dem Loslassen beruhigt, 
10s sind oft besser und bei diesem Motiv kein Problem.
Bei Spiegelreflexkameras kann man zusätzlich den Spiegel zu Beginn der 
Selbstauslöseverzögerungszeit hochklappen ("Spiegelverriegelung"). 
Außerdem gibt es manchmal einen "leise" Modus, da läuft ein Teil der 
Mechanik etwas langsamer, was auch Vibrationen reduziert.
Steht man nun auf dem Acker und es ist windig, dann hilft es nur das 
Stativ kurz zu machen und, wenn möglich, Windschatten aufsuchen. Darum 
hat sich auch mein Auto in das letzte Bild das ich hochgeladen habe 
geschlichen...

von Norbert S. (norberts)


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Moin,

Ich bin ja beeindruckt von den Bildern und nicht gerade wenig neidisch.
Hier in HH ist der Himmel dicht, momentan keine Chance.
Wenn es aber mal aufreisst, mache ich mir Hoffnungen, mit meiner 
Ausrüstung auch brauchbare Bilder hinzubekommen:
Sony A57 also kein klappernder Spiegel, Tamron gutes Reisezoom 18-270 
f3,5-6,3 oder eben das gute Tamron 17-50 f2,8. Dazu ein Billigstativ, 
was aber mit 10s Selbstauslöser ja kein Problem sein sollte.

Tja, wenn ich das Ding denn finde. Ich bin kein Astrograph, hab gerade 
mal Google Skymaps auf dem Handy. Unter dem Großen Wagen habe ich 
gelesen. 335° auch aber das ist wann? Wenn das Ding so nördlich ist, 
muss es in der Nacht doch nach Westen wandern, oder?

Gruß,
Norbert

von Uhu U. (uhu)


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Norbert S. schrieb:
> 335° auch aber das ist wann?

Das war gestern ~ 23:30. Er läuf scheinbar auf einer U-förmigen Bahn und 
hat ungefähr in der Mitte der Nacht seine tiefste Stellung.

: Bearbeitet durch User
von Norbert S. (norberts)


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Moin,

Oben steht im Bild von Lynx. Das wäre also jetzt (1:30) Norden und 
ziemlich tief.
Das passt zwar von der Inklination her aber so gar nicht zur Richtung 
der Erddrehung. Kommt unter Bärenhüter besser hin?

Ich will nun nicht tief in die Materie einsteigen, nur versuchen, 
brauchbare Bilder zu machen. Dafür muss ich aber losziehen, vom Balkon 
aus wird das aufgrund von Bäumen nichts. Die Sicht wird in HH sowieso 
schon nicht optimal sein aber wenn das Ding so flach steht, muss ich mir 
auch noch den richtigen Standort suchen um überhaupt theoretisch freie 
Sicht zu haben. Und auf den Acker will ich auch nicht fahren.
Wenn das Ding in Google Sky Map angezeigt werden würde wäre ich extrem 
glücklich. Oder eben eine Tabelle oder sowas, die für Nichtastronomen 
verständlich ist.
Klingt natürlich so bescheuert wie "belastet mich nicht mit den Details, 
ich will es doch nur auch können" aber ich hoffe man versteht, was ich 
meine.

Gruß,
Norbert

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich sehe das Ding von Berlin aus nicht. Entweder ist er zu dunkel um 
gegen die Lichtverschmutzung anzukommen oder meine Position ist zu 
schlecht, so daß ich zu wenig vom Horizont sehe wenn der nur so tief 
steht, und dann auch noch im Norden wo es im Juni/Juli sowieso nie mehr 
absolut dunkel wird.

Schade.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Auch letzte Nacht wieder für mich genau am Nordhimmel nur Gewölk.
nicht viel, nur unwesentlich mehr als Cirrus,
aber reicht zum Nix-Sehen.

Seit Tagen schon.

von Ben A. (omigron)


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Bei uns in der Ecke ist leider auch ständig bewölkt (Bielefeld).
Ich hoffe ja, dass es noch klappt bevor der Komet zu weit weg ist.
Hier sind noch einige Info´s dazu:
Youtube-Video "Komet C/2020 F3 (NEOWISE) am Nachthimmel sichtbar | Peter Kroll"

von Marek N. (bruderm)


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Könnte es sein, dass durch den Komet auch Corona zu uns gekommen ist?

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Norbert S. schrieb:
> Moin,
>
> Ich bin ja beeindruckt von den Bildern und nicht gerade wenig neidisch.
> Hier in HH ist der Himmel dicht, momentan keine Chance.
..
> Tja, wenn ich das Ding denn finde. Ich bin kein Astrograph, hab gerade
> mal Google Skymaps auf dem Handy. Unter dem Großen Wagen habe ich
> gelesen. 335° auch aber das ist wann? Wenn das Ding so nördlich ist,
> muss es in der Nacht doch nach Westen wandern, oder?
...
Steht man auf der Nordhalbkugel, so wandern Objekte 
West->Nord->Ost->Süd->West->...
Auf der Südhalbkugel müssen Schattenparker umdenken.

Ich hab doch mal Bilder zum Größenvergleich eingestellt. Der Komet wird 
zwar schwächer, das ganze sichtbare Objekt hat aber immer doch eine 
Größe von mehreren Monddurchmessern, steht jedoch nur wenige Grad über 
dem Horizont.
Das Hauptproblem für viele dürfte damit die Dunstschicht am Horizont 
sein, welche den Kontrast verschlechtert und die Sicht erschwert. In 
(Groß-)Städten ist die Lichtverschmutzung wohl zu stark, um den Kometen 
jetzt noch zu sehen.

Hier war er um 03:00h schwach zu sehen. Keine Chance auf bessere Bilder.

@TO/J-A V: Sorry von Eurer Wetterlage zu lesen. Ich weiß, dass Bilder 
anderer Leute kein guter Ersatz sind. Wenn ich mir überlege, wieviele 
Mofis und Sofis ich schon verpasst habe...

: Bearbeitet durch User
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Marcus H. schrieb:
> @TO/J-A V: Sorry von Eurer Wetterlage zu lesen.

Bild: Blick Richtung Norden gestern Abend.
Da fahre ich garnicht erst los...

Man kann fast sagen:
Sobald etwas interessantes am Himmel ist, gibts Wolken.

Die letzten Polarlichter, die ich hier gesehen hatte,
waren in 1989.

SoFi '99?
Wolken. Man wusste nur, weil es etwas dunkler wurde,
dass was passiert...

Heute am Tage auch wieder:
Matschiger Wolkenschleier,
die Sonne kommt mit geschätzt 40% durch
und in 3h wirds regnen.

Und wie heisst es im Wetterbericht:
Der Regen zieht ab und danach bleibt es meistens trocken
:D

Aber vergiss einmal am Vorabend die Jalousie dicht zu machen,
schon gröhlt um 5Uhr die Sonne rein.

;-)

von Dieter B. (debe)


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So wird "Er" heute Abend von hier zu sehen sein, danke an Stellarium.
Das Bild habe ich etwas aufgehellt
Gestern Abend über uns wolkenfrei aber am Horizont wo "Er" zu sehen sein 
sollte hing eine Wolkenschicht.
Ich kann Stellarium nur empfehlen.

Gruß Dieter

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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● J-A V. schrieb:
> SoFi '99?
> Wolken.

Dafür sind wir damals auch nach Augsburg gefahren, und hatten zwischen 
zwei sehr kräftigen Regengüssen Glück, die eigentliche Finsternis ohne 
Wolken erleben zu können.

Ben B. schrieb:
> Entweder ist er zu dunkel um gegen die Lichtverschmutzung anzukommen

Da ich ihn in Dresden mitten aus der Großstadt sehe, sollte sich Berlin 
nicht grundlegend anders verhalten (außer 15 … 30 min längerer 
Dämmerung).

Mit bloßem Auge ist er aber wirklich schwierig auszumachen, solange man 
nicht ganz genau weiß, wo man ihn suchen muss. Im Fernglas sieht man ihn 
sofort. Nominell hat Neowise wohl derzeit eine Helligkeit von mag2, aber 
anders als bei einem mag2 Fixstern verteilt diese sich über eine Fläche. 
Damit ist er real deutlich dunkler als bspw. der Polarstern.

Versuch mal folgendes: vom Polarstern senkrecht nach unten (also im 
Norden bleiben), da findest du einen hellen Stern (Capella). Von dem aus 
dann vielleicht 20 ° Richtung Westen, ein bisschen höher als Capella, 
dort den Himmel genau beobachten.

Marcus H. schrieb:
> Bei wackeligen Stativen hilft ein Drahtauslöser oder der Selbstauslöser.

Hatte ich zuerst.

Danach habe ich mich allerdings entschieden, "Multiframe noise 
reduction" zu benutzen, da funktioniert der Zeitauslöser nicht mehr. 
Vermutlich macht der leichte Wackler in den ersten 100 ms aber bei 5 x 4 
s Belichtungszeit nicht so viel aus. Diese 5 separaten Bilder, die dann 
übereinander gerechnet werden, verursachen zwar beim genauen Hinsehen 
leichte Artefakte, aber das ist gewissermaßen dann die Nachführung für 
arme Leute :), elektronisch statt mechanisch.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Dieter B. schrieb:
> So wird "Er" heute Abend von hier zu sehen sein, danke an Stellarium.
> Das Bild habe ich etwas aufgehellt
> Gestern Abend über uns wolkenfrei aber am Horizont wo "Er" zu sehen sein
> sollte hing eine Wolkenschicht.
...
Wenn man Jupiter und Saturn im Rücken hat, sucht man Capella.
Wenn die recht helle Capella wegen Wolken/Lichtverschmutzung nicht 
sichtbar ist, kann man fast schon aufhören.
Capella gibt ein Gefühl, in welcher Höhe über dem Horizont man suchen 
muss.
Der Komet findet sich zwischen Cappella im Osten und dem großen Wagen im 
Westen.

> Ich kann Stellarium nur empfehlen.
Und einen Nachtflug über die Wolken. ;)

von Matthias L. (limbachnet)


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Jörg W. schrieb:
> Da ich ihn in Dresden mitten aus der Großstadt sehe, sollte sich Berlin
> nicht grundlegend anders verhalten (außer 15 … 30 min längerer
> Dämmerung).

Berlin ist schon nochmal deutlich größer als Dresden und da es hier 
nicht nur ein Stadtzentrum, sondern mehrere Stadtteilzentren gibt, ist 
die Lichtglocke über Berlin zum Sternegucken ziemlich übel. Wenn du im 
Süden von Berlin wohnst und einmal durch die Lichtglocke hindurch auf 
den nördlichen Horizont schauen möchtest, dann muss die Luft wirklich 
kristallklar sein, damit du etwas siehst. Leider.

von Thomas W. (goaty)


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Kein Streß, in 6900Jahren kommt der Komet ja wieder vorbei...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Matthias L. schrieb:
> Berlin ist schon nochmal deutlich größer als Dresden

Ist schon richtig, aber so niedrig ist Neowise nun auch wieder nicht.

Bei meinen ersten Versuchen bin ich noch zum Dachbodenfenster gegangen, 
von da kann ich immerhin aus dem Talkessel heraus noch den Flughafen 
oberhalb des Elbtals sehen. Nachdem ich aber wusste, wo der Komet zu 
sehen ist, genügte ein Blick vom Balkon der oberen Etage über die Dächer 
der (etwa gleich hohen) Nachbarhäuser hinweg – inmitten aller 
Straßenbeleuchtung unterhalb von mir.

von Bernhard S. (gmb)


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Aus dem Südosten von Berlin war er gestern im Fernglas sichtbar!

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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also quasi über Berlin hinweg.

von Matthias L. (limbachnet)


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Hier (direkt Süden von Berlin) war nix zu sehen. Nur Licht-Matschepampe.
Ist ja nicht so, dass ich Geschichten vom Hörensagen erzähle, ich wohn' 
ja wirklich hier...

@Bernhard: Glückwunsch!!

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Marek N. schrieb:

> Könnte es sein, dass durch den Komet auch Corona zu uns gekommen ist?

Seit die Monarchie bei uns abgeschafft wurde, gibts keine Coronas mehr.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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doch - die Sonne hat eine...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Also ist das auch nur ein Virus?

von Harald W. (wilhelms)


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Thomas W. schrieb:

> Kein Streß, in 6900Jahren kommt der Komet ja wieder vorbei...

Ja, pünktlich zur Eröffnung des Berliner Flughafens.

von Bernhard S. (gmb)


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Ich habe ein Bild hinbekommen - mit langer Belichtungszeit. Mit dem Auge 
war der Komet nicht sichtbar, wohl aber im Fernglas. Standort Südosten 
von Berlin. Vielen Dank nochmal an den Hinweisgeber für dieses lohnende 
Ereignis.

von Uhu U. (uhu)


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Hier bei Karlsruhe konnte ich ihn 23:50 durch "vorbeisehen" ohne 
Hilfsmittel ausmachen. Als er dann tiefer sank, war er nur noch mit dem 
Nachtsichtgerät zu finden und ab ~ 2:30 überhaupt nicht mehr.

Er hat sehr stark an Leuchtkraft verloren.

: Bearbeitet durch User
von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Letzte Nacht, 20.07.2020 ca. 01:00h gab es mal ein kurzes Zeitfenster, 
in dem der Himmel klar genug für ein paar Aufnahmen war. Die Kontraste 
sind schon deutlich schwächer geworden. Gründe sind wohl:
- der Komet verliert an Leuchtkraft
- die Atmosphäre enthält viel Wasser
- der Komet ist weiter in Richtung großer Wagen gewandert und steht 
damit von meinem Standort aus gesehen vor der Lichtglocke Bambergs

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Fast zur selben Zeit stand ein Freund von mir in der Nähe von Würzburg 
auf dem Acker. Auf meine Bitte hin hat er mir dieses Bild zur 
Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Für das hier gezeigte Bild wurden 102 Einzelaufnahmen mit jeweils 10s 
Belichtungsdauer bei ISO12800, f/4, 24mm zusammengesetzt.
Kamera Sony Alpha 99 mk2, Objektiv Tamron SP 24-70mm F/2.8.
Bei dieser Aufnahme kann man sehr schön den dünnen blauen Ionenschweif 
und den deutlich breiteren Staubschweif unterscheiden. Der große Wagen 
lässt sich vor dem Sternenmeer noch gut ausmachen.
Im Vordergrund blühen Sonnenblumen, deren Gesichter im Schein einer 
nahen Baustellenbeleuchtung rötlich leuchten.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marcus H. schrieb:
> Auf meine Bitte hin hat er mir dieses Bild zur Veröffentlichung zur
> Verfügung gestellt.

Boah ey! :-)

von Icke ®. (49636b65)


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Marcus H. schrieb:
> Für das hier gezeigte Bild wurden 102 Einzelaufnahmen mit jeweils 10s
> Belichtungsdauer bei ISO12800, f/4, 24mm zusammengesetzt.

Hehe, die Sonnenblumen hielten die ganze Zeit still!

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Icke ®. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> Für das hier gezeigte Bild wurden 102 Einzelaufnahmen mit jeweils 10s
>> Belichtungsdauer bei ISO12800, f/4, 24mm zusammengesetzt.
>
> Hehe, die Sonnenblumen hielten die ganze Zeit still!

Au contraire! Tatsächlich funktionieren solche 1020s 
Langzeitbelichtungen mit Sonnenblumen besonders gut, weil diese ihre 
Gesichter drehen und so die Erdrotation ausgleichen. Deswegen heißen die 
Pflanzen auch auf japanisch "向日葵 (himawari)" oder auf Französisch 
"tournesol".

Scherz beiseite - die Software unterscheidet tatsächlich zwischen Himmel 
und Boden und verwendet entsprechend unterschiedliche Algorithmen. 
Außerdem war am Standort weitgehend Windstille.

Sobald bei einer astronomischen Nachführung, wie Sie steno hier 
verwendet
Beitrag "Re: mal wieder ein Komet."
Objekte am Boden ins Bild kommen, kann so eine Software auch helfen.
Siehe auch EXIF-Daten des zusammengerechneten Bildes.

: Bearbeitet durch User
von Richard H. (richard_h27)


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So eine Himmelserscheinung hat schon mindestens einmal bewirkt, dass 
sich die Waisen aus dem Morgenland auf den Weg machen.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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eher die Drei Gescheiten

von Uhu U. (uhu)


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Richard H. schrieb:
> sich die Waisen aus dem Morgenland auf den Weg machen.

Wo haben die denn ihre Eltern gelassen?

von Icke ®. (49636b65)


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Uhu U. schrieb:
> Richard H. schrieb:
>> sich die Waisen aus dem Morgenland auf den Weg machen.
>
> Wo haben die denn ihre Eltern gelassen?

Keine Sorge, die kommen später mit dem Familiennachzug...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich habe gestern nochmal probiert, ihn von hier (Berlin) aus zu sehen, 
keine Chance bzw. ich finde ihn einfach nicht. Egal, kommt der nächste.

von A. S. (achs)


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Gestern war er vor Mitternacht senkrecht unter dem rechten Stern vom 
großen Wagen (obere äußere Kante), auf halben Weg nach unten.

Wegen Wolken bei mir allerdings nur mit Fernglas, wenn man nicht in etwa 
wusste, wo er war.

von Uhu U. (uhu)


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Ben B. schrieb:
> keine Chance bzw. ich finde ihn einfach nicht.

Ging mir letzte Nacht genauso.

von Jack V. (jackv)


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Ben B. schrieb:
> Ich habe gestern nochmal probiert, ihn von hier (Berlin) aus zu sehen,
> keine Chance bzw. ich finde ihn einfach nicht.

Ich hab ihn gestern nahe HH doch noch sehen können, nachdem bis dahin 
immer Wolken im Weg waren, oder was anderes nicht gepasst hat. Mit 
bloßem Auge war er kaum noch zu erkennen; man findet ihn nur, wenn man 
recht genau weiß, wo man suchen muss – an dieser Stelle mein Dank an den 
Tipp mit Stellarium (das überhaupt ’n sehr cooles Programm ist, btw.). 
Nachdem ich ihn erahnt hatte, konnte ich ihn auch mit dem Fernglas 
anpeilen und konnte ihn so bewundern.

Hatte schon befürchtet, ein paar tausend Jahre auf seine nächste 
Annäherung warten zu müssen.

von Gerhard M. (Firma: blank) (ge99)


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Obwohl er nun näher an der Erde ist wird er leider deutlich schwächer, 
wenn man direkt draufschaut erkennt man ihn kaum noch, aus dem 
Blickwinkel heraus gelingt mir das noch eher.
Habe es aber auch mal versucht ihn festzuhalten. Nacht zum 21.Juli auf 
der Alb:

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ben B. schrieb:
> Ich habe gestern nochmal probiert, ihn von hier (Berlin) aus zu sehen,
> keine Chance bzw. ich finde ihn einfach nicht. Egal, kommt der nächste.

es kommen in der Tat recht oft welche,
aber die wenigsten lassen sich gut beobachten.
Ich habe NEOWISE auch noch nicht gesehen.
Am bisher einzigen Tag (besser Abend) ohne Wolken
hatte ich aber mal so GAR keinen Elan,
nach grösserem Tagwerk nochmal raus zu gehen.

was solls...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Er ist näher an der Erde, aber weiter weg von der Sonne. Daher wird er 
immer schlechter zu sehen.

Wie gesagt, ich muß den Stein nicht unbedingt sehen, gibt tausend andere 
Dinge, die man sich problemloser anschauen kann.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Sehen würde ich den ja auch noch gerne.

Aber die Wolken liegen jetzt bisweilen sogar
wie ein Walross in der Landschaft.

von Thomas W. (goaty)


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● J-A V. schrieb:
> Aber die Wolken liegen jetzt bisweilen sogar
> wie ein Walross in der Landschaft.

Die sind aber auch sehr schön !
Ich hab vorgestern den Komet das einzige Mal gesehen. Mit dem Fernglas 
geht´s, ohne sehe ich nix und mit dem Teleskop ist es nur ein 
Wattebällchen.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Thomas W. schrieb:
> nur ein Wattebällchen.

das könnten die Wolken mal sein...

von Bernd K. (prof7bit)


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Hannover, Montag 20.7.2020, 23:16 CEST
Samsung Galaxy S7,
8 Sekunden, freihändig.

: Bearbeitet durch User
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Bernd K. schrieb:
> 8 Sekunden, freihändig.

Du meinst wohl eher freihändig aufs Display getippt...

von Bernd K. (prof7bit)


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● J-A V. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> 8 Sekunden, freihändig.
>
> Du meinst wohl eher freihändig aufs Display getippt...

Ohne Stativ, Hand am Balkongeländer aufgestützt, Luft angehalten. Ich 
hab Dutzende gemacht, die meisten verwackelt, dies waren die 2 besten.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Bernd K. schrieb:
> Hannover, Montag 20.7.2020, 23:16 CEST
> Samsung Galaxy S7, 8 Sekunden, freihändig.

Fest steht und treu die,Wacht an der Leine ...

von Bernd K. (prof7bit)


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76/300 shpärisch, 15mm Okular,
Samsung Galaxy S7 freihändig ins Okular, 2 Sekunden.

von Bernd K. (prof7bit)


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Stativ fürs Handy ist bestellt.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Letzte Nacht waren die atmosphärischen Bedingungen wieder recht gut.
Ich bin gegen Mitternacht losgefahren und habe mich westlich von Bamberg 
auf ca. 500m Höhe positioniert. Das Licht des Kometen ist mittlerweile 
vergleichbar mit dem der Milchstraße. Photographie ohne 
Astrozusatztechnik wird damit langsam etwas schwierig.
Ein paar Bilder möchte ich noch mit Euch teilen.
- ein Satellit zieht vor dem Komet vorbei
- der Komet vor dem Sternenhimmel
- dieselbe Aufnahme, etwas außer Fokus. Die schwächeren Sterne 
verschwimmen im Rauschen, während hellere Objekte, wie z.B. der große 
Wagen, hervorgehoben werden.

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (doschi_)


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Gestern Abend vom Balkon,
Olympus OM-D E-M10  14-42 mm auf Billig-Stativ, 6 sec
südlich von Erlangen.
Der Komet ist auch drauf ;-)

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ich hab letzte Nacht übrigens die Deichsel
des Grossen Wagen sehen können.
Rechts davon und damit genau vorm Komet 'ne Wolke...
Bei Windstille kann ich dann natürlich lange warten.

von Cyblord -. (cyblord)


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● J-A V. schrieb:
> eher die Drei Gescheiten

Fun Fact: Lukas schreibt nirgendwo etwas von DREI. Es wird tatsächlich 
keine Zahl erwähnt. Nirgendwo im NT.
Natürlich steht da auch nichts von "Könige". Wie JAV richtig anmerkt, 
ist das Wort eher "Weiser".

: Bearbeitet durch User
von Bernd K. (prof7bit)


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● J-A V. schrieb:
> ich hab letzte Nacht übrigens die Deichsel
> des Grossen Wagen sehen können.
> Rechts davon und damit genau vorm Komet

Rechts von der Deichsel? Abends steht er genau unter dem Wagen (nicht 
nur unter der Deichsel, unter dem ganzen Wagen) und selbst im frühen 
Morgengrauen schräg rechts unterhalb.

Abends steht er nicht so dicht über dem Horizont. Stellarium-Bilder von 
letzter Nacht, jeden Tag rutscht er ein bisschen weiter parallel zum 
Wagen nach links.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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nur den "Griff" der Deichsel also Alkaid und Mizar waren zu sehen

Der Rest der Suppenkelle war verdeckt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hier waren gestern auch nur Wattebäusche am Himmel unterhalb des Großen 
Wagens. :(

von Uhu U. (uhu)


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Letzte Nacht war das Wetter hier so gut wie nie seit Neowise auftauchte. 
Durch "vorbeisehen" war er 23:00 ohne Hilfsmittel zu finden.

Am Morgenhimmel ist er nicht mehr zu sehen, dafür stehen die Plejaden 
schon recht hoch – Orion wird auch bald erscheinen und dann wirds schon 
bald wieder Herbst…

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Zwei Kollegen mit Astroausrüstung sind gestern von Würzburg in die Nähe 
von Crailsheim gefahren, um ein paar Bilder zu machen. Während der Komet 
für das unbewaffnete Auge schon recht schwach wird, konnte bei klarem 
Himmel folgende Aufnahme gelingen.

Für das hier gezeigte Bild wurden 30 Einzelaufnahmen mit jeweils 30s 
Belichtungsdauer bei ISO800, f/5.6, 350mm zusammengesetzt. Kamera Sony 
Alpha 99 mk2, Objektiv Tamron SP 150..600mm F/5.6-6.3. Die Kamera hängt 
an einer Montierung iOptron iEQ45.

Ein interessantes Detail offenbart sich in der 100% Vergrößerung: Die 
Astromontierung wurde so eingestellt, dass sie die Erdrotation 
ausgleicht. Die hohe Relativbewegung des Kometen wird hierduch nicht 
kompensiert, so dass der Kopf eine deutliche Verzeichnung erfährt.

: Bearbeitet durch User
von Bernd K. (prof7bit)


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Marcus H. schrieb:
> Kamera Sony
> Alpha 99 mk2, Objektiv Tamron SP 150..600mm F/5.6-6.3. Die Kamera hängt
> an einer Montierung iOptron iEQ45.

Wenn die Ausrüstung teurer ist als das Auto mit dem man sie 
transportiert kommen hervorragende Bilder raus. Nicht schlecht.

: Bearbeitet durch User
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Es erspart mir zumindest los zu fahren.
Langsam wirds auch bald egal...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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● J-A V. schrieb:
> Es erspart mir zumindest los zu fahren.

Hier heute wolkenfrei, aber im Stadt-Dunst kann ich ihn nur noch mit dem 
Fernglas wirklich erkennen.

von Bernd K. (prof7bit)


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gestern 23.7. kurz vor Mitternacht, Hannover

1. Bild: Samsung Galaxy S7 auf Dreibein, ISO 800, 10 Sekunden

2. Bild: gleiches Handy durchs Spielzeug-Dobson (76/300/15), 6 Bilder a 
10 Sekunden gestackt mit ASTAP.

von Uhu U. (uhu)


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Wikipedia beschreibt sehr anschaulich die Bahn des Kometen:

https://de.wikipedia.org/wiki/C/2020_F3_(NEOWISE)

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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gestern Abend freien Himmel gehabt und vom Kometen nix gesehen.

Dafür Flares von Satelliten, eine Sternschnuppe
und auch Glühwürmchen, ganze 2 Stück...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Hehe lustig, den Kometen hab ich auch nie gesehen, dafür aber 
erstaunlich viele Satelliten-Flares obwohl die alten Iridium-Satelliten 
inzwischen lange weg sein müssten.

Was mich interessiert - wenn der schmutzige Schneeball in ~6600 Jahren 
nochmal wiederkommen sollte - gibts dann hier noch irgendwen, der sich 
das Ding wieder anschauen kann? Wird man da sagen joo, der wurde im Jahr 
2020 schon mal dokumentiert? Meine, ich weiß heute nicht, welche Kometen 
im Jahr 4600 v.Chr. dokumentiert wurden. Ich müsste sogar schon suchen 
um herauszufinden, wo ich sowas evtl. nachlesen könnte.

von Uhu U. (uhu)


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Ben B. schrieb:
> erstaunlich viele Satelliten-Flares obwohl die alten Iridium-Satelliten
> inzwischen lange weg sein müssten.

Die Iridium-Flairs dauerten ziemlich lange. Was ich in letzter Zeit 
immer wieder sehe, ist ein kurzes Aufblitzen, als würde sich der 
Satellit langsam drehen.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ben B. schrieb:
> Was mich interessiert - wenn der schmutzige Schneeball in ~6600 Jahren
> nochmal wiederkommen sollte - gibts dann hier noch irgendwen, der sich
> das Ding wieder anschauen kann? Wird man da sagen joo, der wurde im Jahr
> 2020 schon mal dokumentiert? Meine, ich weiß heute nicht, welche Kometen
> im Jahr 4600 v.Chr. dokumentiert wurden. Ich müsste sogar schon suchen
> um herauszufinden, wo ich sowas evtl. nachlesen könnte.

das sollte man in Stein meisseln lassen.

nur deswegen können wir heute noch von Sethos I. und consorten lesen.

von Bernd K. (prof7bit)



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Lichtverschmutztes Hannover,
26.7.2020, ungefähr Mitternacht.

Smartphone-Astronomie Teil 3

Die Nacht war fast wolkenlos, der Komet war jedoch mit bloßem
Auge beim besten Willen nicht mehr zu erkennen. Wohl aber mit
der Smartphone-Kamera bei langer Belichtung.


Bild 1:
  Einer der rohen Frames, leider kann das Galaxy nur jpg, kein
  Raw. ISO 800, 10 Sekunden Belichtung, Stativ ohne Nachführung,
  Software auf dem Handy: DeepSkyCamera.

Bild 2:
  293 Aufnahmen a 10 Sekunden ohne Nachführung gestackt,
  leicht geschärft und das Blau ein bisschen reduziert.

  Man kann schön erkennen daß der Bildsensor im Handy sich
  im Laufe einer Belichtungsreihe erheblich erwärmt, die Sterne
  kreisen gegen den Uhrzeigersinn, ich habe 3 mal angesetzt und
  jedesmal ergeben sich nach innen laufende Spiralen anstelle
  von perfekt konzentrischen Kreisen.

  Von der ersten Reihe habe ich die erste Hälfte weggeworfen,
  da war es noch zu hell. Von der letzten Reihe habe ich nur
  eine Handvoll behalten weil am Ende vom Horizont her Wolken
  aufzogen.

Bild 3:
  Hier hab ich mal versucht es an den Sternen auszurichten,
  das hat nur mit 34 Aufnahmen funktioniert, es scheitert
  einerseits an den vielen Lichtern die unten durch durch die
  Blätter der Bäume leuchten, da hätte ich mir einen anderen
  Platz suchen müssen und andererseits (was viel trauriger ist)
  an den irren Verzerrungen der Kameraoptik die eindeutig nicht
  für sowas gemacht ist, so daß sich kaum ein Bild übers andere
  legen lässt sobald es auch nur ein Stück weit zur Seite
  gewandert ist, das ginge bei dieser Kamera wahrscheinlich nur
  mit Nachführung überhaupt halbwegs vernünftig. Schade. Aber
  trotzdem sieht man immer noch mehr als mit bloßem Auge.

von Uhu U. (uhu)


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Vergangene Nacht war es auch hier – Gegend von Karlsruhe – zeitweise 
wolkenlos und der Komet war auch hier nicht ohne Hilfsmittel zu sehen.

Mit dem Nachtsichtgerät fand ich ihn zwar schnell, aber er war nicht 
mehr sonderlich beeindruckend.

Mit meinem kleinen 10x25 Leitz Trinovid konnte ich ihn 
erstaunlicherweise sehen, wenn auch nur schwach.

von Bernd K. (prof7bit)


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Nachtrag:

Hab die zweite Reihe jetzt mal mit Sequator gestackt (200 Bilder). Dort 
kann man den Bereich maskieren den er für die Registrierung verwenden 
soll und die Bäume werden dann ignoriert. Es hat alle 200 Bilder 
geschluckt und die Verzerrungen wirken sich gar nicht so extrem aus wie 
nach dem ersten Versuch befürchtet. Dieses Tool kommt anscheinend besser 
mit solch weitwinkligen und hemdsärmeligen Aufnahmen zurecht als die 
anderen Tools die ich bis jetzt probiert habe (und die auch mehr für 
Astrometrie und gute Optiken gedacht sind). Allerdings scheint es mir 
insgesamt etwas unschärfer als das Ergebnis von ASTAP, musste noch ein 
bisschen nachschärfen (Lucy-Richardson, hab auf die Schnelle Siril dafür 
benutzt, mit IRIS wirds zwar schöner (da kann man eine echte PSF von 
einem Stern aus dem Bild nehmen) aber das rechnet dann ewig).

Aber sonst zum ad-hoc Stacken ohne viel Gefummel sehr nettes Tool, 
empfehlenswert. Es läuft bei mir unter wine problemlos.

: Bearbeitet durch User
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Bernd K. schrieb:
> Es läuft bei mir unter wine problemlos.

in welchem OS genau?

von Bernd K. (prof7bit)


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● J-A V. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> Es läuft bei mir unter wine problemlos.
>
> in welchem OS genau?

Kubuntu 18 und 20 (LTS)

Kann sein daß Du die vc++ runtime von MS installiert haben musst, ich 
glaub ich hab irgendsowas gelesen, scheinbar hatte ich die aber schon, 
bei mir gings sofort auf 2 Rechnern.

von Marek N. (bruderm)


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Also, ich kann sagen, dass der Comet schon einen gewissen Einfuss auf 
die Funkausbreitung hat.
Anfang des Monats, als er noch näher dran war, da habe ich tagelang kein 
QSO ins Log gekriegt, trotz stundenlangem CQ-Rufens.
Jetzt wieder ist 30m rund um die Uhr geöffnet und auch 6m ist Abends für 
meherer Stunden nutzbar und die Stationen müssen Schlange stehen, bis 
man eine nach der anderen abgearbeitet hat.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> Also, ich kann sagen, dass der Comet schon einen gewissen Einfuss auf
> die Funkausbreitung hat.

Halte ich für eine gewagte These. Nicht alles, was korreliert, hat einen 
kausalen Zusammenhang. Man könnte genauso gut sonst die These 
aufstellen, dass der Funkverkehr bei Neumond schlechter war …

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> Also, ich kann sagen, dass der Comet schon einen gewissen Einfuss auf
> die Funkausbreitung hat.

vielleicht waren die Stationen auch einfach nur nicht besetzt,
die Leute lieber draussen und haben den Kometen bewundert...?

von Marek N. (bruderm)


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Aber der Comet ist doch eine Sternschnuppe und bei Sternschnuppen gibt 
es doch auch Funkausbreitung und Aurora.
Also könnte es doch sein, dass durch den Comet und seine Ionisierende 
Strahlung quasi eine Funkdämpfung aufgetreten ist.

Es ist wirklich so!
Dieses Wochenende habe ich massenhaft Stationen auf 30m und 6m 
gearbeitet und vor 2 bis 3 Wochen, war das Band tot.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> Aber der Comet ist doch eine Sternschnuppe

Nein.

Den Unterschied zwischen beiden kannst du ruhig mal bei Wikipedia 
nachlesen (oder in einem Papierlexikon deines Vertrauens, falls 
vorhanden).

> und bei Sternschnuppen gibt
> es doch auch Funkausbreitung

Ja.

Reflektionen an den Ionisationskanälen. Kann man auch nur dann sinnvoll 
nutzen, wenn es gaaanz viele davon auf einmal gibt, weil die Erde gerade 
eine alte Asteroidenbahn kreuzt. Dann gibt's "Meteoritenschauer".

> und Aurora.

Noch 'ne andere Baustelle. Geladene Teilchen von der Sonne, die vom 
Erdmagnetfeld eingefangen und in Richtung der Pole fliegen, wo sie eine 
Ionisationswolke bilden.

> Also könnte es doch sein, dass durch den Comet und seine Ionisierende
> Strahlung quasi eine Funkdämpfung aufgetreten ist.

Nein, so viel hat er erstens nicht, und zweitens sind alle anderen von 
dir genannten Erscheinungen irgendwo in der Atmosphäre, während er vor 
paar Tagen seine größte Annäherung an die Erde mit stolzen 103 Millionen 
Kilometern erreicht hat.

Merkst du was?

> Es ist wirklich so!
> Dieses Wochenende habe ich massenhaft Stationen auf 30m und 6m
> gearbeitet und vor 2 bis 3 Wochen, war das Band tot.

Das hat keiner bezweifelt. Die Korrelation ist eben nur nicht kausal.

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von Bernd K. (prof7bit)


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Bernd K. schrieb:
> Nachtrag:

Nachtrag2

Noch eins aus den 100 Bildern von vorgestern 2020-07-26, 23:23 bis 23:43

* Flexibles Mini-Dreibein-Stativ (15€)
* Samsung Galaxy S7 (gebraucht)
* DeepSkyCamera App (Freeware)
  - ISO 800
  - 10 Sekunden
  - 2 Sekunden Pause
  - 100 Bilder
* Sequator (Freeware)
  - dark: keine
  - flat: keine
  - composition: align stars, freeze ground, selective
  - Sky-Region: irregular mask
  - HDR: on
  - Remove dynamic noise: on
  - Reduce distortion: auto
  - Reduce light pollutuon: uneven, strong, aggressive
  - enhance star light: strong
  - merge 4 pixels: on
  - tiff, 16bit, sRGB
* Gimp (OSS)
  - Gamma
  - Export nach JPEG

Diesmal hab ich nichts nachgeschärft, einfach so genommen wie es war und 
nur noch ein bisschen in Gimp an der Helligkeitskurve korrigiert. Das 
geht schon fast als Ölgemälde durch ;-)

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von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> Aber der Comet ist doch eine Sternschnuppe
> und bei Sternschnuppen gibt (...)

Murmansk mal...

Wie ist das an einem IONENschweif eines Kometen?
Reflektiert da nicht auch etwas?

OK wenn ein Komet Millionen von Km entfernt ist,
brauchen wir über eine praktikable Nutzung nicht zu sprechen,
wenn da etwas brauchbar reflektieren würde.
- natürlich wegen der Zeitverzögerung.

Aber z.B. 1910 soll doch der Schweif von Halley die Erde berührt haben.
Was würde sowas in Bezug auf heutigen Funk bewirken?
Funkstörungen? Überreichweiten?

: Bearbeitet durch User
von Bernd K. (prof7bit)


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● J-A V. schrieb:
> Aber z.B. 1910 soll doch der Schweif von Halley die Erde berührt haben.
> Was würde sowas in Bezug auf heutigen Funk bewirken?
> Funkstörungen? Überreichweiten?

Wahrscheinlich gar nichts. Der Sonnenwind weht der Erde ständig um die 
Ohren, ob da noch kurzfristig eine minimalste Menge Dreck drin mitfliegt 
oder nicht wird keinen großen Unterschied machen, rein so aus dem Bauch 
raus geschätzt.

von Cyblord -. (cyblord)


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Marek N. schrieb:
> Anfang des Monats, als er noch näher dran war, da habe ich tagelang kein
> QSO ins Log gekriegt, trotz stundenlangem CQ-Rufens.

Am 23.7. hatte er seine Erdnächste Position. Anfang des Monats war er 
noch viel weiter weg.

von Cyblord -. (cyblord)


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Ben B. schrieb:
> Wird man da sagen joo, der wurde im Jahr
> 2020 schon mal dokumentiert? Meine, ich weiß heute nicht, welche Kometen
> im Jahr 4600 v.Chr. dokumentiert wurden. Ich müsste sogar schon suchen
> um herauszufinden, wo ich sowas evtl. nachlesen könnte.

DU kannst hier damit anfangen nachzulesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/5._Jahrtausend_v._Chr.

(die Forensoftware entfern den Punkt am Ende aus dem Link, der sollte da 
aber hin)

Aus dieser Zeit gibt es sehr wenig "Dokumente" soviel ist mal sicher.

: Bearbeitet durch User
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Kometen sind übrigens
nicht die einzigen Himmelskörper mit 'nem Schweif.

Merkurs Natrium-Schweif

https://www.starobserver.org/tag/ionenschweif/

Milliarden Jahre lang bebraten worden
und trotzdem noch immer einen Schweif...

von Uhu U. (uhu)


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Jörg W. schrieb:
> Nicht alles, was korreliert, hat einen kausalen Zusammenhang.

Aber Kometen haben doch auch früher schon Unglück gebracht – warum 
sollte es heute anders sein?
;-)

von Harald W. (wilhelms)


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Jörg W. schrieb:

>> Aber der Comet ist doch eine Sternschnuppe

> Nein.

> Den Unterschied zwischen beiden kannst du ruhig mal bei Wikipedia
> nachlesen

Wahrscheinlich ist Ihm das schnuppe. :-)

von Bernd K. (prof7bit)


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Eben gerade war wolkenloser Himmel in Hannover.

150p/750 Newton, 15mm Okular, Handykamera 46 Bilder, gestackt.

Leider hab ich erst hinterher bemerkt daß ich wieder Schlieren auf der 
Handykamera hatte, ich weiß nicht wieviel davon jetzt Schweif und 
wieviel davon nur verschmiert ist, denn komischerweise zeigt er in die 
falsche Richtung wenn man sich mal die Position der Sterne von 7.8.22:45 
anschaut (WTF?) man muß es drehen bis die beiden Sterne unten links 
sind, FOV ist ungefähr ein halbes Grad. Die beiden Sterne rechts haben 
mag 11.25 und mag 10.2

Mit dem bloßen Auge ins Okular war nur ein ganz schwacher Fleck zu 
erahnen, keine Form zu erkennen.

: Bearbeitet durch User
von Achim B. (bobdylan)


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Heute um 20:15 gibts auf ARTE eine Doku über einen meiner Helden: 
Johannes Kepler.

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