Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Desulfating einer 6V Bleibatterie


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von Thomas A. (t0mm3k)


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Hallo zusammen,
ich habe letztens beim Werkstatt aufräumen eine echt alte Bleibatterie 
(noch aus alten Boots-Modellbautagen) gefunden. War mal eine 6V/4Ah 
Batterie.
Sie hatte überraschenderweise noch eine messbare Spannung von 5.9V, 
weshalb ich sie mal spaßeshalber ans Ladegerät gehangen habe.
Nach etwa 25mAh war sie "voll".
Ich gehe davon aus, dass sie einfach aufgrund ihres Alters und des 
vergessens in der Werkstatt komplett ihre Kapa verloren hat.

Nun bin ich zufällig im Netz auf Batterie-Regeneratoren/Desulfator 
gestoßen, die mit Pulsen versuchen die Sulfatschichten von den 
Elektroden zu lösen und dachte mir: kaputt ist das Ding sowieso, also 
mal als Lernobjekt benutzen.

Meine Idee war einfach mal ganz simpel: einen Funktionsgenerator mit 
einer PWM mit einem Mosfet zusammen als Desulfator zu benutzen (Keep it 
stupid simple).

Allerdings finde ich dazu kaum etwas im Netz:
- Welche Spannung darf ich meiner alten 6V Batterie zumuten?!
- Welche Frequenz nehm ich am besten?!
- Welchen Dutycycle?!

Im Netz habe ich für eine 12V Batterie die Werte: 20-30V, 500Hz und 5% 
Cycle gefunden. Das erscheint mir jedoch ziemlich heftig (wenn ich das 
linear auf meine 6V adaptiere hieße das ja Pulse von bis zu 15V).

Hat hier vllt jemand ein paar Tipps und Hinweise für mich?!

P.S. Ich erwarte keine Wunder. Wenn ich die Kapa wieder auf 100mAh 
hochkriege wäre das für mich schon ein (Lern)erfolg :)

: Verschoben durch Moderator
von MeierKurt (Gast)


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Ein schönes, in regelmässigen Abständen wiederkehrendes Thema.

Suchstu dort (in genau diesen Forum):
https://cse.google.de/cse?cx=partner-pub-1202612203358489%3Ajaffbdxotov&ie=UTF-8&q=Desulfatisierung+von+Bleiakkus
Da sind mindestens fünf, sechs weiterführende Links dabei.

Popcorn...

Och, da fällt mir gerade auf, dass ich auch noch einen alten AGM-Akku 
rumstehen habe, der normalerweise als Beschwerung (ist ein Henkel dran) 
dient, den ich mich aber auch schon immermal in regenerierender Absicht 
widmen wollte...

von Harald W. (wilhelms)


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Thomas L. schrieb:

> ich habe letztens beim Werkstatt aufräumen eine echt alte Bleibatterie
> (noch aus alten Boots-Modellbautagen) gefunden.

ist es eine "nasse" Batterie? Dann solltest Du als erstes den Flüs-
sigkeitsstand überprüfen und passend auffüllen. Anschliessend
ruhig mal mehrere Tage laden und den Flüssigkeitsstand ein weiteres
Mal überprüfen.

von MaWin (Gast)


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Thomas L. schrieb:
> Nun bin ich zufällig im Netz auf Batterie-Regeneratoren/Desulfator
> gestoßen

Echt ?

Ich habe im Netz gelesen, daß ich ganz schnell ganz reich werden kann, 
da kaufe ich mir doch einfach einen neuen Akku.

Warum fallen Leute eigentlich so gern auf Humbug rein bloss weil sie ihn 
so gern glauben wollen ?

von Oliver S. (oliverso)


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Hätte ich jetzt auch gesagt. Flüüsigkeitsstand auffüllen, eventuell mal 
die Säurekonzentration messen und korrigieren, falls überhaupt 
erforderlich, und dann einfach mal aufladen. Wenn dann alle Zellen 
einingermaßen normal funktionieren, auch mal gasen lassen.

Oliver

Beitrag #6330260 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas A. (t0mm3k)


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MeierKurt schrieb:
> Da sind mindestens fünf, sechs weiterführende Links dabei.

Danke, ich Idiot hab nur mit dem englischen Begriff gesucht. Das ist 
natürlich nicht sonderlich zielführend in einem deutschen Forum :D

Harald W. schrieb:
> ist es eine "nasse" Batterie?

Nein, es ist eine Graupner 6V/4Ah Wartungsfreie "Bleibatterie" (wobei 
der Begriff "Batterie" natürlich falsch ist, weil drunter steht wie man 
sie aufladen soll ;)

MaWin schrieb:
> Warum fallen Leute eigentlich so gern auf Humbug rein bloss weil sie ihn
> so gern glauben wollen ?

Genau darum geht es doch. Ich gehe Dingen gerne auf den Grund und 
untersuche sie wenn ich skeptisch bin. Also eine eigene Meinung machen. 
Ich würde mir nie nen Desulfator kaufen, weil ich ebenfalls denke, dass 
der Akku einfach Tot ist. Aber nen Funktionsgenerator, Mosfet und ein < 
50V Labornetzteil hab ich alles hier. Also einfach mal alles 
zusammengeklemmt und dieses "Phänomen" untersuchen. Wenn ich von 25mAh 
auf 100mAh Kapa komme: "Wow, hätt ich nicht gedacht"-Effekt.
Wenn nicht, hats mich nichts gekostet (im Gegensatz zu deinem "So wird 
man im Internet schnell reich") :)

von Günter Lenz (Gast)


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von Thomas L. schrieb:
>Nach etwa 25mAh war sie "voll"

Wie hast du das festgestellt, woran hast du daß erkannt?

von Bernd K. (bmk)


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Thomas L. schrieb:
> Hat hier vllt jemand ein paar Tipps und Hinweise für mich?!
>
> P.S. Ich erwarte keine Wunder. Wenn ich die Kapa wieder auf 100mAh
> hochkriege wäre das für mich schon ein (Lern)erfolg :)

Hier ein Tipp mit Wunder zugleich:
https://www.pollin.de/p/blei-akkumulator-quatpower-lb4-6-6-v-4-ah-271191

von Thomas A. (t0mm3k)


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Günter Lenz schrieb:
> Wie hast du das festgestellt, woran hast du daß erkannt?

Ich hab ein Modellbauladegerät für LiPo, NiMh, und Pb Akkus.
Das misst während des Ladevorgangs, wieviele mA da reingepumpt werden 
und rechnet das dann über die Ladedauer hoch. Die Spannungsüberwachung 
sagt dem Ladegerät wann der Akku "voll" ist. Ist natürlich keine 
wissenschaftliche Methode, aber als Hausnummer reicht es mir.

Bernd K. schrieb:
> Hier ein Tipp mit Wunder zugleich:
> https://www.pollin.de/p/blei-akkumulator-quatpower-lb4-6-6-v-4-ah-271191

:D danke Bernd für diesen Lacher.
Ich brauche den alten Akku nicht. Aber der kindliche Forscherdrang hat 
mich gepackt und ich will halt mal meine Erfahrungen mit dem Desulfating 
machen und schauen ob das in irgendeiner Form etwas bringt :)

von hinz (Gast)


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Einfach auf 1200°C erhitzen, dann zerfällt das Bleisulfat.

von Marek N. (bruderm)


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von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Thomas L. schrieb:

> Nein, es ist eine Graupner 6V/4Ah Wartungsfreie "Bleibatterie" (wobei
> der Begriff "Batterie" natürlich falsch ist, weil drunter steht wie man
> sie aufladen soll ;)

Nein, der Begriff ist korrekt. Es handelt sich um drei 
Bleiakkumulator-Zellen in Batterieschaltung (Serienschaltung).

von Thomas A. (t0mm3k)


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Marek N. schrieb:
> Stell bitte ein Photo dort ein:

So alt bin ich noch nicht :D
Ich glaube mein Akku hier ist etwa 15 Jahre alt (sieht exakt so aus wie 
das Ding, das Bernd auf Pollin empfohlen hat). Also nix für die 
"an-Historik-interessierte-Nachwelt" ;)

von Thomas A. (t0mm3k)


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Soul E. schrieb:
> Nein, der Begriff ist korrekt. Es handelt sich um drei
> Bleiakkumulator-Zellen in Batterieschaltung (Serienschaltung).

Ahh ... cool. Danke für die Info:)

von Gerald K. (geku)


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Probleme gibt es wenn sich leitfähiges Material im "Sumpf" sammelt. 
Dadurch erhöht si h due Sebstentladung sehr stark. Sumpf ist der 
unterste Teil des Akkus, wo sich der Bodensatz sammelt.

http://wiki.polz.info/doku.php?id=sulfatierung

von Thomas A. (t0mm3k)


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Nagut, ich danke euch erstmal für eure zahlreichen Antworten und 
Hinweise.
Ich werde noch ein bisschen spielen und dann den Akku danach fachgemäß 
entsorgen.

von Werner H. (werner45)


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Eine Aktion ist nur sinnvoll, wenn ein Bleiakku einen Ladestrom auch 
aufnimmt. Wenn er nach kurzer Zeit schon voll ist, bedeutet das, daß die 
ZULEITUNG zum positiven Plattenpaket vollgeladen ist. Aber das 
Plattenpaket ist halt dort abgefault und nach unten gesackt, wo die 
Zuleitung angeschmolzen war. Manchmal hängen auch noch Reste der 
Gitterplatten dran, aber das wars auch schon. Das Plattenpaket selbst 
kann so nicht aufgeladen werden, da die Verbindung dazu fehlt. Weiß ich 
nach Zerlegen von defekten Bleiakkus. Im Sumpf war bei allen noch 
genügend Platz für den Schlamm, der hat also keinen Kurzen verursacht.
Traktionsakkus halten viel länger, weil die anders aufgebaut sind.

Im Youtube gibt es ein Video von Bleiakku-Reparaturprofis aus Pakistan 
(?). Die nehmen für die Reparatur FRISCHE Platten von einem Hersteller, 
schichten die richtig zusammen und schmelzen die Anschlüsse wieder dran. 
Wenn das mit den alten Teilen auch möglich wäre, hätten die das 
herausgefunden.

Also, wenn kein Ladestrom > 1A fließt, keine Zeit damit verschwenden und 
ab zum Recyceln.

Das mit dem (Entlade!)-Pulser funktioniert, obwohl ich es zuerst auch 
nicht glauben wollte. Ich habe einen >10-Jährigen Bleiakku, der immerhin 
noch für einige Starthilfen geeignet ist. Er muß natürlich sporadisch 
aufgeladen werden. Wenn er keine >2 A bei Laden mehr zieht, geht er zum 
Wertstoffhof.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas A. schrieb:
> dann den Akku danach fachgemäß entsorgen.
Stell den einfach zum Verschenken bei Ebay-KA ein. Da kommen mit ein 
wenig Glück dann schon welche vorbei, holen den ab und bringen ihn zum 
Schrotthändler. Es würde natürlich helfen, wenn da ein wenig mehr Blei 
beteiligt wäre...  ;-)

Thomas A. schrieb:
> Aber nen Funktionsgenerator, Mosfet und ein < 50V Labornetzteil hab ich
> alles hier. Also einfach mal alles zusammengeklemmt und dieses
> "Phänomen" untersuchen.
Bring noch eine Spule ins Spiel und du kannst mit hohen 
Induktionsspannungspulsen auf die Kristalle losgehen.

> Wenn ich von 25mAh auf 100mAh Kapa komme: "Wow, hätt ich nicht
> gedacht"-Effekt.
Das wirst du mit ein paar Lade-Entladezyklen und ein paar Elektroschocks 
schon hinbekommen. Aber welche Erkenntnis gewinnst du daraus?
Das ist ja so, wie wenn du sagst: ich drehe jetzt an der verrosteten 
Schraube und wenn ich die eine halbe Umdrehung weit herum bekomme, dann 
habe ich den "Wow"-Effekt. Damit ist nichts gewonnen. Die Schraube 
steckt nach einer gewaltvollen halben Umdrehung immer noch fest im Loch 
und zudem wird sie alt und verrostet bleiben.

von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Thomas A. schrieb:
> Ich werde noch ein bisschen spielen und dann den Akku danach fachgemäß
> entsorgen.

Und schon haben die ganzen volltheoretischen Miesepeter den letzten 
Hauch von tatsächlichem Schaffen/Lernen auch in die Knie gezwungen.
In Zusammenspiel mit einem leicht lenkbaren TO lässt sich sowas wohl 
kaum verhindern, schade. Aber ganz typisch MC.net.
Jetzt noch ein paar dumme Sprüche gegen diese unangenehme Wahrheit, und 
alles ist wie immer.

von Thomas A. (t0mm3k)


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Lothar M. schrieb:
> Bring noch eine Spule ins Spiel und du kannst mit hohen
> Induktionsspannungspulsen auf die Kristalle losgehen.

Brauch ich das denn? Wie gesagt kann mein Labornetzteil bis zu 50V und 
es handelt sich hier um einen 6V Akku. Mit Induktivitäten kenne ich mich 
leider gar nicht aus und wüsste nicht wie ich die Spule bemessen müsste.

Lothar M. schrieb:
> Aber welche Erkenntnis gewinnst du daraus?

Dass es funktioniert.
Für den Akku habe ich derzeit keine Verwendung und wie Bernd gezeigt 
hat, bekommt man den gleichen in neu schon ab 5€. Und die Kapazität 
eines 15 Jahre alten Akkus wieder so hoch zu bekommen, dass man ihn 
wieder sinnvoll nutzen kann, erscheint mir (selbst wenn man die rostige 
Schraube drehen kann) recht optimistisch.
Aber ja, wenn man 100mAh hinbekommen sollte, dann wird der Forscher in 
mir sicher noch versuchen noch mehr rauszukitzeln. Aber ich habe starke 
Zweifel dass ich jemals wieder in die Nähe von 4000mAh komme (also die 
Schraube rausgedreht kriege).

von Thomas A. (t0mm3k)


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Uwe S. schrieb:
> Und schon haben die ganzen volltheoretischen Miesepeter den letzten
> Hauch von tatsächlichem Schaffen/Lernen auch in die Knie gezwungen.

Nee, der Aufbau steht und läuft ... aktueller Ladezyklus hat schon 
120mAh in den Akku gequetscht. Auch wenn das lachhaft wenig ist im 
Vergleich zur Nennkapazität, aber es ist ein (kleiner) Erfolg und ich 
habe was gelernt.
Mal gucken was noch machbar ist (weghauen tu ich die Batterie erst, wenn 
ich fertig gespielt habe ;) )

Beitrag #6330404 wurde von einem Moderator gelöscht.
von batman (Gast)


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Als vollpraktischer Miesepeter hatte ich so eine Altbatterie mit o.g. 
Verhalten mal aufgesägt und die Bröseln rausgelöfffelt, die mal Gitter 
und Platten waren. Alles wegkorrodiert und das Sulfat ist dabei ziemlich 
ohne Belang.
Schöne Schweinerei, wäre besser bei den Volltheoretikern geblieben.

von MeierMüllerSchulz (Gast)


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batman schrieb:
> mal aufgesägt und die Bröseln rausgelöfffelt, die mal Gitter
> und Platten waren. Alles wegkorrodiert...

So wird es sein. Kein Notarzt wird versuchen, eine seit Monaten irgendwo 
herumliegende Leiche zu reanimieren. Da ist nämlich auch das meiste 
weggegammelt.

von Wolfgang (Gast)


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Oliver S. schrieb:
> Hätte ich jetzt auch gesagt. Flüüsigkeitsstand auffüllen, eventuell mal
> die Säurekonzentration messen und korrigieren, falls überhaupt
> erforderlich, und dann einfach mal aufladen.

Verrate mal, nach welchen Kriterien du bei unbekanntem Ladezustand die 
richtige Säurekonzentration festlegen willst.

von Werner H. (werner45)


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@Wolfgang (Gast):

Anhand der Säuredichte KANN man den Ladezustand bestimmen.
Geht nur beim Bleiakku --> nachlesen.

von batman (Gast)


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Bei so einem Spielzeug könnte das schwierig werden. Von der Sinnfrage 
mal abgesehen. :)

von Wolfgang (Gast)


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Werner H. schrieb:
> Anhand der Säuredichte KANN man den Ladezustand bestimmen.
> Geht nur beim Bleiakku --> nachlesen.

Eben, aber man kann nicht bei unbekanntem Ladezustand die 
Säurekonzentration auf irgendeinen (richtigen) Wert korrigieren, eben 
genau weil man den Ladezustand nicht kennt --> verstehen.

Beitrag #6330747 wurde von einem Moderator gelöscht.
von batman (Gast)


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Bloß den Plattenschluß kann man schon durch die Klemmenspannung 
ausschließen, capisce.

von IssesDennWahr (Gast)


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batman schrieb:
> Bloß den Plattenschluß kann man schon durch die Klemmenspannung
> ausschließen, capisce.

Weil man ja bei den Batterien auch so einfach an die Brücken zwischen 
den Zellen kommt, nicht wahr?

Oh, oh, oh....

von Erwin D. (Gast)


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IssesDennWahr schrieb:
> batman schrieb:
>> Bloß den Plattenschluß kann man schon durch die Klemmenspannung
>> ausschließen, capisce.
>
> Weil man ja bei den Batterien auch so einfach an die Brücken zwischen
> den Zellen kommt, nicht wahr?
>
> Oh, oh, oh....

Wenn zum Beispiel ein 12V-Akku beim Laden nicht über ca. 10V kommt, dann 
kann man schon auf einen Plattenschluss tippen. Bei welcher Zelle er 
sich befindet, kannst du ohne Zugang zu den Einzelzellen logischerweise 
nicht sagen. Aber das ist im Prinzip auch schnurz. Du weisst mit 
ziemlicher Sicherheit, dass ein Plattenschluss vorliegt und dass du 
einen neuen Akku brauchst.

von Harald W. (wilhelms)


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Erwin D. schrieb:

> Wenn zum Beispiel ein 12V-Akku beim Laden nicht über ca. 10V kommt, dann
> kann man schon auf einen Plattenschluss tippen. Bei welcher Zelle er
> sich befindet, kannst du ohne Zugang zu den Einzelzellen logischerweise
> nicht sagen. Aber das ist im Prinzip auch schnurz. Du weisst mit
> ziemlicher Sicherheit, dass ein Plattenschluss vorliegt und dass du
> einen neuen Akku brauchst.

Früher hat man wohl teilweise versucht, die defekte Zelle zu über-
brücken. Ein Motor, der i.O. ist, startet auch mit 10V. So ein Pro-
visorium hat aber wohl nicht allzulange gehalten.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Harald W. schrieb:
> Früher hat man wohl teilweise versucht, die defekte Zelle zu über-
> brücken.

Eine Plattenschlusszelle ist schon eine Überbrückung...

von Harald W. (wilhelms)


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Wolfgang R. schrieb:

> Eine Plattenschlusszelle ist schon eine Überbrückung...

Trotzdem gibt es bei den hohen Anlasserstromstärken einen unnötigen
Spannungsverlust.

von Erwin D. (Gast)


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Wolfgang R. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Früher hat man wohl teilweise versucht, die defekte Zelle zu über-
>> brücken.
>
> Eine Plattenschlusszelle ist schon eine Überbrückung...

Wenn zwischen den Platten nur ein paar Bleinadeln hängen oder sich am 
Grund der Batterie genügend Bleischlamm angesammelt hat, dann reicht 
dieser Schluss aus, dass die Spannung dieser Zelle nicht mehr hochkommt. 
Das heisst aber nicht, dass dieser Schluss niederohmig genug ist für den 
Anlasserstrom.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas A. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Aber welche Erkenntnis gewinnst du daraus?
> Dass es funktioniert.
Ja, dass "es" funktioniert ist ja nun keine Erkenntnis, denn wenn ich 
meine Erwartungen genügend niedrig lege, dann funktioniert "es" so gut 
wie immer.
Dass du da im Laufe der Zeit immer noch ein wenig mehr hinein und sogar 
herausbekommst, ist ja klar. Aber damit ist dann asymptotisch irgendwann 
Schluss. Wenn du also eine Kennlinie über die Zeit oder die Ladezyklen 
aufnimmst, dann könntest du was lernen.

Harald W. schrieb:
> So ein Provisorium hat aber wohl nicht allzulange gehalten.
Was ich von dieser Desulfatiererei gelernt habe, ist nur, dass ich doch 
bei sowas besser gleich einen Neuen kaufe, weil ich sonst mit viel Liebe 
und Aufwand einen solcherart vorgeschädigten Akku noch durch einen 
Winter bringe (samt allmorgendlichem Bangen, ob er es noch schafft, die 
Karre anzuwerfen) und ein Jahr später sowieso einen Neuen kaufen muss.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Gute Infos, danke!

von Harald W. (wilhelms)


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Lothar M. schrieb:

> Was ich von dieser Desulfatiererei gelernt habe, ist nur, dass ich doch
> bei sowas besser gleich einen Neuen kaufe,

Wenn man Zeit und Aufwand bei einem 6V/4Ah-Akku gegenrechnet,
stimmt das sicherlich.

> weil ich sonst mit viel Liebe
> und Aufwand einen solcherart vorgeschädigten Akku noch durch einen
> Winter bringe (samt allmorgendlichem Bangen, ob er es noch schafft, die
> Karre anzuwerfen)

Hast Du eine spezielle Schaltung entwickelt, mit der man mit einem
6V/4Ah-Akku eine "Karre" anwirft? :-)

von Udo S. (urschmitt)


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Harald W. schrieb:
> Hast Du eine spezielle Schaltung entwickelt, mit der man mit einem
> 6V/4Ah-Akku eine "Karre" anwirft? :-)

Nennt sich neudeutsch "Hochsetzsteller".
Wenn du die Energie des vollen 6V/4Ah Akkus in den verhandenen leeren 
aber noch halbwegs intakten Starterakku lädst reicht das dicke zum 
Anlassen
:-)

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