Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Suche Info's zum Fontspeicher GT30L24A3W


von Markus (Gast)


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Hallo,
wie im Betreff geschrieben, suche ich Informationen zum genannten 
Fontspeicher. Konkret benötige ich erstmal die Startaddressen der 
einzelnen Font's bzw. erstmal vom ASCII-Font (5x7). Im Datenblatt fehlt 
diese Information leider.
Ich habe schon den gesamten Baustein ausgelesen und auf dem PC 
gespeichert bzw. die Daten auf einem "virtuellen" Display dargestellt 
(das Auslesen der 16MB dauerte 4,5h). Ich hatte erwartet dort zumindest 
irgendwo Teile von Buchstaben erkennen zu können. Aber da war nix.
Im Datenblatt auf Seite 17 ist die Bytefolge des Buchstabens 'A' 
angegeben. Ich konnte diese Bytefolge im gesamten Hexdump nicht finden, 
was eigendlich darauf hindeutet, dass meine low-Level Routine nicht 
korrekt arbeitet. Ich nutze die STM32-HAL mit den Settings:
8 Bits, MSB first, CPOL Low, CPHA 1st Edge.

Hat jemand "Erfahrungen" mit dem o.g. Baustein und kann mir sagen, an 
welcher Stelle welche Daten stehen, damit ich meine Auslesefunktion 
korrekt zum Laufen bringen kann?

Vielen Dank,
Markus

von Peter D. (peda)


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Sieht aus, wie ein vorprogrammierter standard Flash, z.B. IS25LQ040.

http://www.farnell.com/datasheets/2625712.pdf

Wozu brauchst Du chinesische Fonts. Ich würde mir einfach nen Flash 
selber mit downloadbaren Fonts programmieren.
Der STM32 kann bestimmt auch Quad-SPI, wenn nicht sogar den Flash direkt 
in den Memory-Bereich mappen.

von Markus (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Wozu brauchst Du chinesische Fonts.

Um chinesische Zeichen auf einem Display darzustellen. Ist ein Projekt, 
dass schon seit längerem auf der Todo-Liste steht, und immer wieder an 
die Oberfläche gespült wird.

> Ich würde mir einfach nen Flash selber mit downloadbaren Fonts programmieren.

Kann man machen. Man kann auch einen fertig programmierten Baustein 
nutzen. Das hat dann den Vorteil, dass man den kaufen kann und nicht 
später in der Produktion für jedes Gerät (ca. 1k/Jahr) einen Baustein 
programmieren muss.

Das Datenblatt sieht vielversprechend aus. Eventuell kann ich damit was 
anfangen.

Markus

von Peter D. (peda)


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Markus schrieb:
> Man kann auch einen fertig programmierten Baustein
> nutzen.

Ich wäre da etwas vorsichtig bezüglich der langfristigen Verfügbarkeit 
solcher Spezial-ICs.
Man kann ihn ja sicherheitshalber auslesen und abspeichern. Manche 
Programmer haben auch eine Kopierfunktion.

von Markus (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Man kann ihn ja sicherheitshalber auslesen und abspeichern

Ist schon passiert, sh. erster Post.
Die Entscheidung diesen Baustein zu nutzen liegt nicht bei mir und da 
der Einkauf keine Muster bekommen konnte, haben wir jetzt eine 
4-stellige Anzahl von den Dingern im Lager rumschimmeln (Konzern halt). 
Das erste Produktionsjahr ist also schon mal gesichert ;-)

Markus

von pegel (Gast)


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Vielleicht ist da jemand angemeldet?

http://www.codeforge.com/read/516766/GT30L24A3W.h

Vielleicht genügen auch die ersten 79 Zeilen um das Prinzip zu 
verstehen?

von m.n. (Gast)


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Die Anordnung der Pixeldaten ist doch unter Abschnitt 5 des Datenblattes 
beschrieben.

von Markus (Gast)


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Es scheint bei mir ein HW-Problem zu geben.
Nachdem ich jetzt unter anderem auf die SO-Leitung (MISO) ein Scope 
gehängt habe, kann ich mit etwas Phantasie Zeichen (-teile) im HexDump 
erkennen.

Meine HW besteht zur Zeit aus einem Nucleo-Evalboard mit Steckbrett und 
zusätzlicher Prototypenplatine (wo der FontRom draufgelötet ist).
Ich hatte die Datenrate auf ~700kbit/s eingestellt um den 
"Unzulänglichkeiten" dieses Testaufbaus Rechnung zu tragen.

@pegel: Danke für den Link. Falls ich nicht weiterkomme und Niemand 
sonst dort angemeldet ist, der mir den Quelltext herunterladen kann, 
werde ich mal versuchen mich dort zu registrieren (obwohl das ziemlich 
dubios aussieht...)

Markus

von pegel (Gast)


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Wenn ich das richtig sehe, kann man sich auch mit einem github Konto 
dort anmelden.

von Deudschleera (Gast)


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Markus schrieb:
> Suche Info's zum Fontspeicher GT30L24A3W
------------^-----------------------------

Markus schrieb:
> einzelnen Font's
----------------^---

Sooo eine Seuche. Die Deppenapostrophen sterben einfach
nicht aus, es ist zum Heulen.

http://www.deppenapostroph.info

von Johannes S. (Gast)


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Dieses Board hat den auch drauf:
https://wiki.dfrobot.com/FireBeetle_Covers-OLED12864_Display_SKU__DFR0507#target_4

und da ist wohl der Zugriff drin, zumindest auf einige Fonts:
https://github.com/DFRobot/DFRobot_OLED12864/blob/master/Character_CN.cpp

Gibt es auf der Website vom Hersteller nicht weiteren Code dazu? Oder 
auf Anfrage? Mit Chrome sind auch chinesische Websites kein grosses 
Problem.

von Markus (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> und da ist wohl der Zugriff drin, zumindest auf einige Fonts:

Ja, im zugehörigen Headerfile sind wohl die FontOffsets definiert.
Da steht unter Anderem:
#define ASCII0507ZF_ADDR        245696

Ich würde jetzt vermuten, dass ab Addresse 0x03BfC0 (245696) der Font 
ASCII 5x7 zu finden ist. Leider lese ich dort nur Mist aus. Das kann 
jetzt daran liegen, dass der Offset falsch ist oder dass meine Hardware 
(noch) nicht funktioniert. Wenn es an meiner Hardware liegt, frage ich 
mich allerdings warum ich im unteren Bereich (vermutlich) sinnvolle 
Daten auslesen kann...

Ich habe den Hersteller angeschrieben, mal sehen ob da was zurückkommt.

Markus

von Andreas B. (abm)


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Markus schrieb:
> (das Auslesen der 16MB dauerte 4,5h). Ich hatte erwartet dort zumindest

Bei einem Nucleo-Board mit ST-Link-V2 bekommt man problemlos 150 kByte/s 
hin, also unter 2 Minuten. Bei ST-Link-V3 sind über 400 kByte/s drin, 
wenn man den CPU-Takt entsprechend hoch setzt:

http://openocd.zylin.com/#/c/4760/

Und das ist mit verschiedenen Flashs, EEPROMs getestet.

von Markus (Gast)


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>Bei einem Nucleo-Board mit ST-Link-V2 bekommt man problemlos 150 kByte/s
hin, also unter 2 Minuten.

Der Flaschenhals scheint hier die Übertragung zum PC (UART mit 
115kBaud)) bzw. die Auswertung am PC (in 1024 Byte-Paketen) zu sein. Da 
ist sicherlich noch Optimierungspotential vorhanden.

Ich werde jetzt erst mal den gefundenen Font im unteren Bereich 
auslesen/interpretieren, dann kann ich die Datenrate so weit hoch drehen 
wie die Übertragung fehlerfrei läuft und dann kann ich nochmal den 
kompletten Baustein auslesen.

Markus

von Markus (Gast)


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>Ich habe den Hersteller angeschrieben, mal sehen ob da was zurückkommt.
Es ist tatsächlich etwas zurückgekommen. Und zwar, daß der Briefkasten 
voll ist und die Mail deshalb nicht empfangen werden konnte (natürlich 
auf chinesisch).
Nachdem ich den ein oder anderen Bug aus meinem Fontinterpreter 
rausgemacht und den Chip nochmal komplett ausgelesen habe, kann ich 
jetzt auch an weiteren Stellen sinnvolle Daten lesen.

Ab Adresse 0 startet ein Font GB2312 in 24x24 Pixeln. Bei Adresse 
0x03BfC0 ist (auch) irgendwas asiatisches, jedenfalls nicht ASCII 5x7 
wie der oben verlinkte Quelltext suggeriert (warum auch immer).

Es sollte jetzt möglich sein, die benötigten Fonts zu lokalisieren.

Markus

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