Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Gleiches Unternehmen vom Berufseinstieg bis zur Rente?


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von BlauäugigerAbsolvent (Gast)


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Ist es möglich vom Berufseinstieg bis zur Rente als Ingenieur beim 
gleichen Unternehmen angestellt zu sein? Ich denke dabei vor allem an 
größere KMUs und Konzerne. Oder ist das heutzutage, realistisch 
betrachtet, nicht machbar oder nicht empfehlenswert?

von Ben S. (bensch123)


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Du könntest dein eigenes KMU oder deinen eigenen Konzern gründen ?

von Macher (Gast)


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Es ist machbar. Ich habe entsprechende Kollegen. Thread kann geschlossen 
werden.

von Qwertz (Gast)


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BlauäugigerAbsolvent schrieb:
> Ist es möglich vom Berufseinstieg bis zur Rente als Ingenieur beim
> gleichen Unternehmen angestellt zu sein?

Ganz gewiss nicht mehr so üblich wie früher (TM), aber klar ist das noch 
möglich. Es kann übrigens sehr gut sein, dass ich so ein Ingenieur 
werde, denn es passt einfach alles in meinem Job.

von Blut und Boden (Gast)


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BlauäugigerAbsolvent schrieb:
> Ist es möglich vom Berufseinstieg bis zur Rente als Ingenieur beim
> gleichen Unternehmen angestellt zu sein?

Ja+Nein Durch die üblichen Übernahmen im Industriezeitalter ist es gut 
möglich in 20 Jahren viermal das Unternehmen zu wechseln und immer noch 
am selben Schreibtisch zu sitzen :-)

Beispiele: OSRAM, Krautkrämer

https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Krautkrämer#Das_Unternehmen

von Qwerty (Gast)


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Qwertz, Du bist so selbstherrlich.

Stehst du im Stil von Patrick Bateman auf? Und geht dir dabei einer ab?

von Ingenieuer (Gast)


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Klar ist das möglich. Eine der wichtigsten Fähigkeiten in einem 
Deutschen Unternehmen ist es, einfach alles aussitzen zu können.

Ich kenne auch auch Leute, die um 2005 rum als einfacher Arbeiter bei 
Bayer eingestiegen sind und heute schon im 5ten!!!! Unternehmen nach 
einer Übernahme/Teilverkauf sind.

Das ist aber auch nicht der Untergang. Einfach aussitzen. Es ist ja 
jedes mal nur ein Betriebsübergang. Wenn man später wechselt sind 
meistens die Betriebsrenten noch schlechter und es fehlen dann wichtige 
Jahre wenn es um die Abfindung geht.

von Hospitant (Gast)


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Klar geht das, in der Mehrzahl der Fälle wird es aber nicht 
empfehlenswert sein. Voran kommst Du eher wenn Du bereit bist auch mal 
zu wechseln.

Seltsame Fragen hier...

von Blumpf (Gast)


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BlauäugigerAbsolvent schrieb:
> Ist es möglich vom Berufseinstieg bis zur Rente als Ingenieur beim
> gleichen Unternehmen angestellt zu sein? Ich denke dabei vor allem an
> größere KMUs und Konzerne. Oder ist das heutzutage, realistisch
> betrachtet, nicht machbar oder nicht empfehlenswert?

Nicht machbar!

Diese Hoffnung hatte ich nämlich auch mal. Ich bin inzwischen bei der 5. 
Firma. Und es liegt nicht an mir.

Die einzigen Wechsel waren:
- Einmal zwecks örtlicher Verbesserung (Arbeitsplatz nahe am Wohnort 
gefunden)
- Einmal nach dem Studium, denn der alte Arbeitgeber hat kein passendes 
Angebot gehabt

Wie kommen die so viele Wechsel zustande? Beispielsweise so:
Post -> Telekom -> DeTeImmobilien -> Strabag
Verkäufe, Umbenennung, Ausgründung...

--> Stabilität gibt es nicht.

Man bedenke, dass die deutsche Post anfang der 90er quasi eine Behörde 
war, und damit stabiler als jeder Konzern.

von Qwertz (Gast)


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Qwerty schrieb:
> Stehst du im Stil von Patrick Bateman auf? Und geht dir dabei einer ab?

Muss man den kennen? Ich kenne nur Batman. (Jetzt Klinge ich schon fast 
wie Zocker_59. ?)

von Qwertz (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Muss man den kennen? Ich kenne nur Batman. (Jetzt Klinge ich schon fast
> wie Zocker_59. ?)

Was?

von Marius W. (marwin)


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BlauäugigerAbsolvent schrieb:
> Ist es möglich vom Berufseinstieg bis zur Rente als Ingenieur beim
> gleichen Unternehmen angestellt zu sein? Ich denke dabei vor allem an
> größere KMUs und Konzerne. Oder ist das heutzutage, realistisch
> betrachtet, nicht machbar oder nicht empfehlenswert?

Ich werde sehr wahrscheinlich bis zum meinem Ruhestand in ein und 
demselben Unternehmen arbeiten. Aber erstens werde ich danach keine 
Rente erhalten. Zweitens habe ich mich in meinem Unternehmen nicht 
angestellt. Drittens werde ich nicht über die Zeitspanne arbeiten, die 
du dir unter "bis zur Rente" vorstellst.

Ich werde wohl mit Ende 30 mehr zusammen haben, als ich in meinem Leben 
ausgeben können werde, da es mir nicht liegt, herumzuprassen. Wenn sich 
jemand findet, verkaufe ich meine Firma einem Nachfolger und beteilige 
mich dann noch so weit es mir Spaß macht. Findet sich kein Nachfolger, 
nehme ich nur noch extrem interessante Aufträge an, die so dringend 
sind, dass ich nicht weiß, wohin mit der zu erwartenden Bezahlung. Die 
Einnahmen werde ich dann in Stiftungen o.ä. unterbringen. Das wird noch 
eine lohnenswerte Zeit.

von Qwertz (Gast)


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Marius W. schrieb:
> Ich werde wohl mit Ende 30 mehr zusammen haben, als ich in meinem Leben
> ausgeben können werde, da es mir nicht liegt, herumzuprassen.

Willkommen im Club ???

von A. S. (achs)


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Ja, ist gut möglich. Aber eher dort wahrscheinlicher, wo Du nicht 
arbeiten willst. Z.B. Sachbearbeiter im großen Chemieunternehmen.

Ganz realistisch: Schau Dir die Firmen in der Umgebung an und bringe in 
Erfahrung, wieviel Ingenieure dort vor 40 Jahren gearbeitet haben (im 
Vergleich zu heute). Oder sprich mit denen kurz vor der Rente.

Wahrscheinlich muss sich ein normales Unternehmen alle 10 Jahre 
verdoppeln oder von der Hälfte der Mitarbeiter trennen.

von AVR (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Marius W. schrieb:
> Ich werde wohl mit Ende 30 mehr zusammen haben, als ich in meinem Leben
> ausgeben können werde, da es mir nicht liegt, herumzuprassen.
>
> Willkommen im Club ???

Gibt mal etwas her von eurem Money??

von Qwertz (Gast)


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AVR schrieb im Beitrag #6333233:
> Gibt mal etwas her von eurem Money??

Niemals!

von Claus M. (energy)


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Macher schrieb:
> Es ist machbar. Ich habe entsprechende Kollegen. Thread kann geschlossen
> werden.

Das ist kein Beweis. Die Kollegen sind dann ja vor 40 Jahren 
eingestiegen. Da war es also noch möglich. Er spricht aber vom Einstieg 
heute.

von schlaubi (Gast)


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Es ist nicht erstrebenswert 40 Jahre im selben Mief zu sitzen.

von Macher (Gast)


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Claus M. schrieb:
> Er spricht aber vom Einstieg heute.

In die Zukunft kann hier aber niemand.

von When a plan comes together (Gast)


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Ingenieur beim Staat, am besten höhere Beamtenlaufbahn. Da Deutschlands 
Politiker ihr zu verwaltendes Konstrukt gerne als Deutschland AG 
bezeichnen, wärst du im weitesten Sinne auch bei einem Unternehmen 
lebenslang eingestellt und rundum gut versorgt.
Knapp 10 Millionen ANs würden sich lebenslang im Export für dich den 
Arsch aufreißen, um die Steuern und Abgaben für den Staatsapparat mit 
werthaltigem Geld zu bedienen.

von MaWin (Gast)


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BlauäugigerAbsolvent schrieb:
> Ist es möglich vom Berufseinstieg bis zur Rente als Ingenieur beim
> gleichen Unternehmen angestellt zu sein

Das ist möglich, z.B. VW und Benz und BMW und Bosch.

Ob sich dein Leben so entwickelt, wdiss man nicht.

Es ist aber auch nicht wichtig.

Im Durchschnitt bleibt man am lângsten bei seinem Bankkonto.

Dann am zweitlängsten beim Arbeitgeber (steigende Tendenz übrigens, 
anders als die öffentliche Wahrnehmung)

Am drittlängsten bei demselben Ehepartner.

Am viertlängsten in derselben Wohnung.

von Manfred (Gast)


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Blut und Boden schrieb:
> Ja+Nein Durch die üblichen Übernahmen im Industriezeitalter ist es gut
> möglich in 20 Jahren viermal das Unternehmen zu wechseln und immer noch
> am selben Schreibtisch zu sitzen :-)

Ich bin mir sicher, dass ich mehr als vier Firmennamen erlebt habe. 
Durch interne Umzüge hat sich der Tisch geändert und auch mein 
Aufgabengebiet war einigen Änderungen unterworfen. Insgesamt bin ich 
damit gut gefahren!

Eine Weile her, hat sich ein Servicetechniker einer mit uns 
zusammenarbeitenden Firma bei mir abgemeldet: Der hat in der Firma 
gelernt und sich nun in die Rente verabschiedet - es kann also gehen.

von michael_ (Gast)


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Es gibt immer weniger verbeamtete Ingenieurstellen.

von Ben S. (bensch123)


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michael_ schrieb:
> Es gibt immer weniger verbeamtete Ingenieurstellen.

Es gibt auch immer weniger Ingenieurstellen.

von Sebastian (Gast)


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Den Wunsch nach Stabilität haben die meisten. Ob er ihnen gegönnt sei 
entscheided meist ein anderer.

von Macher (Gast)


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Sebastian schrieb:
> Den Wunsch nach Stabilität haben die meisten. Ob er ihnen gegönnt sei
> entscheided meist ein anderer.

40 Jahre im gleichen Unternehmensbereich ist der bequeme Weg. Das ist 
ok, wenn man die Arbeit ausschließlich als Mittel zum Zweck Geld 
verdienen sieht und keine beruflichen Ambitionen hat. Aber viel sieht 
man so in der Regel nicht. Viele Führungspositionen erfordern, dass man 
viele verschiedene Bereiche am besten auch international durchlaufen 
hat. So baut man sich nicht nur ein Netzwerk auf, sondern man lernt auch 
viel und eignet sich die Fähigkeit an sich sehr schnell und 
selbstständig einzuarbeiten.

von Blumpf (Gast)


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MaWin schrieb:
> Das ist möglich, z.B. VW und Benz und BMW und Bosch.

Ich persönlich glaube nicht, dass vom Bosch Automobilsektor, von Daimler 
und BMW in ein paar Jahren noch viel übrig ist. Die stecken über beide 
Ohren tief im Verbrenner, und der krieselt.

Es ist ja jetzt schon Probleme:
https://www.echo24.de/region/daimler-stuttgart-stellenabbau-mitarbeiter-job-autos-corona-krise-13808914.html

VW sieht etwas besser aus, aber auch da wird beim Wandel kein Stein auf 
dem anderen bleiben.

Mal ehrlich:
Ein Berufsleben dauert 50 Jahre. In 50 Jahren sterben ganze Branchen und 
es entstehen neue. In der Privatwirtschaft ist es mehr oder weniger 
ausgeschlossen, dass sich eine Firma 50 Jahre lang nicht verändert.

Und selbst wenn:
Schau dir an, wie Elektronik vor 50 Jahren entwickelt wurde und 
produziert wird. Was da für Fertigkeiten nötig waren und wie das heute 
aussieht.
-> Der Job ist ein komplett anderer.

von Ben S. (bensch123)


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Blumpf schrieb:
> Ein Berufsleben dauert 50 Jahre. In 50 Jahren sterben ganze Branchen und
> es entstehen neue. In der Privatwirtschaft ist es mehr oder weniger
> ausgeschlossen, dass sich eine Firma 50 Jahre lang nicht verändert.

Insbesondere im Handwerk gibt es hier Firmen, die über mehrere 
Generation und > 50 Jahren aktiv sind. Natürlich gibt es auch dort 
ständig neue Vorgehensweisen, Materialien und Trends. Aber dafür gibt es 
Schulungen.

Und gerade als Akademiker ist das Berufsleben eher 40 als 50 Jahre lang 
- wenn du mit 25 anfängst und mit 65 aufhörst.

: Bearbeitet durch User
von Rick M. (rick-nrw)


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BlauäugigerAbsolvent schrieb:
> Oder ist das heutzutage, realistisch
> betrachtet, nicht machbar oder nicht empfehlenswert?

Realistisch - naja, ein Job in einem Konzern ist keine Jobgarantie!
Bosch, Daimler, Siemens, ....


Machbar - Ja!
Als was - Ingenieur und dann?


Weg 1: Fachlich der Super-Experte sein / werden! Vorsicht Sackgasse!

Weg 2: Führungsverantwortung übernehmen - Fachwissen wird immer weniger 
gebraucht. Nur dazu muss man auch mal die Firma wechseln.

von Qwertz (Gast)


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Rick M. schrieb:
> Weg 1: Fachlich der Super-Experte sein / werden! Vorsicht Sackgasse!

Wo siehst du das Problem? Das ganze Leben ist eine Art Sackgasse, denn 
es endet irgendwann. Warum denn nicht Super-Experte werden und damit in 
Rente gehen, was spricht dagegen? Dann war man wenigstens immer nah an 
der Technik, hatte Freude im Job, und musste sich nicht zu sehr mit 
administrativen Dingen beschäftigen.

Im Übrigen sind die genannten 50 Jahre für ein Berufsleben viel zu hoch 
angesetzt, zumindest für einen Akademiker. Ich gehe zum Beispiel von 
vielleicht 30 bis maximal 35 Jahren aus.

von Ben S. (bensch123)


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Qwertz schrieb:
> Warum denn nicht Super-Experte werden und damit in
> Rente gehen, was spricht dagegen?

Du hast das Argument selber gebracht: Es endet irgendwann. Warum soll 
ich 40 Jahre meines Lebens in Vollzeit mit irgendwas verbringen, nur um 
dort ein Experte zu werden? Was bringt mir das dann, wenn ich in Rente 
bin? Anerkennung? Ein volles Konto?

von Sebastian (Gast)


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Ich hatte jetzt gleich zwei Kollegen, die über 50 Jahre im Unternehmen 
waren. Sie konnten einfach nicht loslassen. Einer hat mit 16 Jahren die 
Ausbildung schon hier begonnen, der andere ist ü70.

von Macher (Gast)


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Sebastian schrieb:
> Ich hatte jetzt gleich zwei Kollegen, die über 50 Jahre im Unternehmen
> waren. Sie konnten einfach nicht loslassen. Einer hat mit 16 Jahren die
> Ausbildung schon hier begonnen, der andere ist ü70.

Die kennen ja auch nichts anderes. Da muss man nur hoffen, dass es 
körperlich und vom Familien- sowie Freundeskreis möglich ist Ersatz 
durch  Hobbys zu schaffen. Hinvegetieren während der Rente wäre Mist. 
Dann lieber kräftig investieren und den Exit mit 55 schaffen, wenn man 
noch Energie hat.

Qwertz schrieb:
> Im Übrigen sind die genannten 50 Jahre für ein Berufsleben viel zu hoch
> angesetzt, zumindest für einen Akademiker. Ich gehe zum Beispiel von
> vielleicht 30 bis maximal 35 Jahren aus.

Als Konzern-Ing und auch als Selbstständiger hat man viel falsch 
gemacht, wenn man mit 55 seine Schäfchen noch nicht im Trockenen hat. 
Wenn man freiwillig weiterarbeiten will, ist das etwas anderes, aber das 
Bankkonto, Depot und Immobilien sollten genug Sicherheit geben um 
jederzeit aufhören zu können. Am besten wäre natürlich Altersteilzeit 
oder eine Abfindung.

Blumpf schrieb:
> VW sieht etwas besser aus, aber auch da wird beim Wandel kein Stein auf
> dem anderen bleiben.

Auf Verwaltung und Produktion kommt ein großer Wandel zu. Man sieht es 
auch bei den Banken, wo wegen der Digitalisierung viel weniger 
Sachbearbeiter nötig sind und überall Filialen geschlossen oder 
zusammengelegt werden. In der Entwicklung wird in Deutschland 
glücklicherweise kräftig eingestellt. Mit einem Job am Band oder in der 
Bank würde ich mir als junger Hüpfer aber überlegen, ob ich nicht noch 
einen berufsbegleitenden Techniker oder Bachelor machen sollte.

von Blumpf (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Und gerade als Akademiker ist das Berufsleben eher 40 als 50 Jahre lang
> - wenn du mit 25 anfängst und mit 65 aufhörst.

Bei mir fehlen zu den 50 Jahren nicht viel. Trotz Studium. Ich habe 
nämlich davor schon gearbeitet und mit 16 mit einer Lehre angefangen. 
Abitur war nebenher.

Macht also 51 Jahre. Davon fehlen 4 fürs Studium, und eines 
Zivieldienst. Eigentlich könnte man das Studium wegen Ferienjobs auch 
nicht ganz als "ohne Arbeit" werten, und der Zivieldienst war im 
Krankenhaus auch ein Vollzeitjob, aber sind wir mal nicht so. Macht 46 
Jahre Vollzeitjob, falls ich mit 67 in Rente gehe.

Davon 7 Jahre zwar nicht als Akademiker, aber trotzdem Vollzeit.

Wie soll man da auf nur 40 Jahre kommen?
4 Jahre Sabbatical? 8 Jahre fürs Studium vergondeln?
Wer kann sich sowas leisten? Das geht nur bei Leuten, die mit dem 
Silberlöffel im Mund aufgewachsen sind...

von Ben S. (bensch123)


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Blumpf schrieb:
> Wie soll man da auf nur 40 Jahre kommen?
> 4 Jahre Sabbatical? 8 Jahre fürs Studium vergondeln?

Ganz einfach: Abitur mit 18, Bachelor mit 21, Master mit 23, dann gehst 
du evtl. noch ein Jahr ins Ausland um die Welt zu sehen und fängst mit 
24 / 25 an zu arbeiten. Dann verdienst du als Akademiker ja recht gut 
(sollte zumindest so sein) und gehst spätesten mit 65 in Rente - wer 
sich das als Akademiker nach 40 Jahren nicht erlauben kann hat etwas 
falsch gemacht.

Und wer es so macht wie ich, sammelt vom Alter 23 bis 33 soviel Kohle 
wie möglich, legt die einfach aufs Konto oder geht Risiko und investiert 
das Geld irgendwo. Gleichzeitig in einer günstigen winzigen Bude wohnen 
und dann mit Anfang 30 in der Lage sein, sich ein Haus in Bar ohne 
Kredit zu kaufen. Anschließend reicht ein Teilzeit Job völlig aus.

Ich werde vermutlich mit Ende oder Mitte 50 in Rente gehen. Das wären 
bei mir dann 32 Jahre.

: Bearbeitet durch User
von Motzkopp (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Qwerty schrieb:
> Stehst du im Stil von Patrick Bateman auf? Und geht dir dabei einer ab?
>
> Muss man den kennen? Ich kenne nur Batman. (Jetzt Klinge ich schon fast
> wie Zocker_59. ?)

Ja, wenn man etwas belesen ist. Ist der Typ von American Psycho. Passt 
schon vom Typ her auf deine permanenten Äusserungen hier.

von Qwertz (Gast)


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Motzkopp schrieb:
> Ja, wenn man etwas belesen ist. Ist der Typ von American Psycho. Passt
> schon vom Typ her auf deine permanenten Äusserungen hier.

Bitte berücksichtige aber dabei, dass hier in letzter Zeit auch ständig 
ein Troll unter dem Namen Qwertz schreibt, um mich zu verunglimpfen.

von Qwerty (Gast)


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Qwertz, jetzt willst du auch noch Opfer sein!?
Tse, tse, tse

von Blumpf (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Ich werde vermutlich mit Ende oder Mitte 50 in Rente gehen. Das wären
> bei mir dann 32 Jahre.

Wers glaubt wird seelig, wers nicht glaubt kommt auch in den Himmel ;-)

von Ben S. (bensch123)


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Blumpf schrieb:
> Wers glaubt wird seelig, wers nicht glaubt kommt auch in den Himmel ;-)

Naja, ich kann mir vorstellen wenn ich einen spannenderen Beruf als 
Informatik finde mit dem ich wirklich etwas für die Gesellschaft tun 
kann und der mir Spaß macht, dass ich dann noch länger arbeite. Und dass 
ich dann auch wieder mehr als 16h arbeite ?

von Macher (Gast)


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Ben S. schrieb:
> mit dem ich wirklich etwas für die Gesellschaft tun kann und der mir
> Spaß macht

Nenn mal Beispiele, außer Pfleger, Arzt und Polizist. 90% der Berufe 
heutzutage befriedigen eigentlich unnötigen Konsumzwang und helfen der 
Gesellschaft kein bisschen, sondern Schaden eher wie z.B. die 
Textilindustrie. Die Informatik bringt vielen Menschen Erleichterungen.

von Ben S. (bensch123)


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Gerade die Elektroindustrie schadet (auch) der Umwelt.

Deine Klamotten gehen irgendwann kaputt und müssen ersetzt werden, 
müssen genäht und von mir aus auch neu designt werden. Genauso dein 
Dach, deine Fenster. Dein Klo ist irgendwann verstopft, deine Gasheizung 
(sofern nicht bald verboten) hat auch nur eine begrenzte Lebenszeit von 
ca. 20 Jahren. Deine Möbel halten auch nicht ewig, vor allem nicht der 
Pressspanschrott, den heute alle bei Ikea kaufen dürfte im Schnitt keine 
10 Jahre halten (ich habe kein einziges Möbelstück bei Ikea gekauft und 
war da auch nur zwei mal - ich habe aus Versehen jedoch so zwei, drei 
gebrauchte Ikea Objekte...). Deine Nahrung muss produziert werden. Ich 
habe ein paar Straßenschuhe, nach zwei Jahren sind die einfach durch. 
Ein Glas schmeißt du mal um, dein Polyesterteppich im Haus ist auch 
durchgetreten (deshalb habe ich nur Schurwolle, die hält 3 bis 4 mal so 
lange und ist deutlich nachhaltiger - oder gleich Eichenparkett).

Mein Kollege von der Arbeit hat zu Hause 1GBit Internet, Racks mit 
Servern, jeder von denen daddelt Computer, haben alle die neusten 
Smrtphones und installieren sich irgendwelche Cloud- und Fileserver.

Es geht mir gar nicht in erster Linie um Konsum, den finde ich in 
gewissen Rahmen vollkommen in Ordnung - das Leben wäre doch sonst auch 
irgendwie langweilig und so lange es halbwegs nachhaltig ist ok.

All das was ich gerade aufgelistet habe, ergibt irgendwie Sinn. Sachen 
gehen kaputt und müssen ersetzt werden. Auch Polizei, Feuerwehr, Arzt 
und Krankenpfleger sind durchweg notwendig.

Aber ich habe z.B. in meinem Haus so gut wie keine Technik und das 
bleibt auch so. Das höchste der Gefühl sind meine Gira Zeitschaltuhren 
an Außenlicht und Jalousien (ohne Funk oder WLAN etc.) Das ist alles 
unnötiger Spielkram. Und auch in großen Firmen ist das unnötiger 
Spielkram. Ich werde keine Beispiele nennen, sonst könnte man mich 
enttarnen, aber ich habe auch z.B. größere Automationsanlagen 
programmiert und installiert, die in ihrer Konzeption und Umsetzung 
völlig überflüssig/übertrieben sind, bei denen aber von öffentlicher 
Hand enorme Summen spendiert wurden. Und die kaum genutzt werden.

Die meisten Stellenangebote im Bereich Software sind doch heutzutage zu 
90%  Java, Automation, Clouddienste (grausam), Internet 4.0 etc.

Ich habe beruflich (Software) nichts gemacht bis heute, was nicht 
entbehrlich war. Ich habe Elektroniken durch neue Entwicklungen ersetzen 
müssen, weil sich irgendwelche Normen minimal geändert haben und 
deswegen eine komplett neue Entwicklung erstellt werden musste - die am 
Ende aber das gleiche tat, wie bescheuert ist das eigentlich? Mein neues 
Dach hingegen war nach 40 Jahren überfällig, denn die Regenrinnen waren 
löchrig, die Dämmwolle schwarz und die Betonziegel porös.

Macher schrieb:
> Die Informatik bringt vielen Menschen Erleichterungen.

Die größten Erleichterungen waren wohl die Einführung von 
Geschirrspüler, Waschmaschine und der Individualverkehr. Aber die LED 
Lichtershow im Garten (die ich natürlich auch nicht habe) und die 
Smartwatch die meine gelaufene Joggingstrecke automatisch auf Facebook 
teilt stellen für mich keine Erleichterung dar. Genauso irgendwelche 
Fileserver, Clouddienste oder einkaufende Kühlschränke.

Was übrigens nicht heißt dass ich gegen Fortschritt und Techik bin. Wie 
geil wären z.B. Kernfusion oder selbstfahrende Autos?

: Bearbeitet durch User
von Klaus (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Mein neues
> Dach hingegen war nach 40 Jahren überfällig, denn die Regenrinnen waren
> löchrig, die Dämmwolle schwarz und die Betonziegel porös.

Schlechte Qualität gewählt. Nach nur 40 Jahren darf am Dach nichts 
kaputt gehen.

von Ben S. (bensch123)


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Klaus schrieb:
> Schlechte Qualität gewählt. Nach nur 40 Jahren darf am Dach nichts
> kaputt gehen.

Man hat in den 80ern halt noch anders gebaut mein lieber. Nach heutigen 
Maßstäben stimmt das natürlich durchaus. Deswegen habe ich jetzt auch 
Kupferregenrinnen, denn verzinkte haben nunmal wirklich nur eine 
Lebenszeit von ca. 40 Jahren.

Ebenso waren die Betonziegel schon porös (aber noch dicht) und wurden 
durch edelengobierte Dachziegel aus Ton ersetzt.

Der Dachkasten war in Holz ausgeführt vermutlich vom Vorbesitzer 
schlecht gepflegt. Der wurde auch eneuert.

Als nächstes ist die Auffahrt dran. Zum Einen wurden hier diese 
potthässlichen Waschbetonplatten verlegt. Die werden jedoch nicht 
entsorgt, sondern verschenkt. Zusätzlich besteht der Untergrund einfach 
nur aus Sand. Alles krum und schief inzwischen und überall Ameisen. Aber 
so hat man halt 1980 gebaut.

Die Heizung muss auch in den nächsten 10 Jahren ersetzt werden, bevor 
Gasheizungen verboten werden - die ist Baujahr 1998. Aber vermutlich 
fällt die vorher aus.

: Bearbeitet durch User
von Macher (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Die größten Erleichterungen waren wohl die Einführung von
> Geschirrspüler, Waschmaschine und der Individualverkehr.

Nicht nur. Aber auch diese Geräte funktionieren ressourcen-schonend nur 
mit eingebetteten Systemen, die auch Software beinhalten. All die von 
dir genannten unbedingt notwendigen Produkte beinhalten entweder 
Mikrocontroller oder werden auf Fertigungslinien hergestellt. Damit der 
Durchschnittsbürger sich das Produkt leisten kann, benötigt man idR 
große Stückzahlen und da steckt meist Automatisierung dahinter. Einfach 
die Preise von elektronischen Geräten in den 1980er und 1990er Jahren zu 
heute vergleichen.

Ben S. schrieb:
> Ich habe beruflich (Software) nichts gemacht bis heute, was nicht
> entbehrlich war.

Dann hast du scheinbar Bereiche gewählt, die nicht deinen Interessen 
entsprechen. Wenn mich Programmieren und Elektronik interessiert, aber 
die Entwicklung von Webseiten und Apps nicht, dann gehe ich doch in die 
Webentwicklung, sondern:

Ben S. schrieb:
> Was übrigens nicht heißt dass ich gegen Fortschritt und Techik bin. Wie
> geil wären z.B. Kernfusion oder selbstfahrende Autos?

Gerade zum Thema autonomes Fahren gibt es in der Entwicklung Jobs ohne 
Ende.

von Klaus (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Klaus schrieb:
>> Schlechte Qualität gewählt. Nach nur 40 Jahren darf am Dach nichts
>> kaputt gehen.
>
> Man hat in den 80ern halt noch anders gebaut mein lieber. Nach heutigen
> Maßstäben stimmt das natürlich durchaus. Deswegen habe ich jetzt auch
> Kupferregenrinnen, denn verzinkte haben nunmal wirklich nur eine
> Lebenszeit von ca. 40 Jahren.
>
> Ebenso waren die Betonziegel schon porös (aber noch dicht) und wurden
> durch edelengobierte Dachziegel aus Ton ersetzt.
>
> Der Dachkasten war in Holz ausgeführt vermutlich vom Vorbesitzer
> schlecht gepflegt. Der wurde auch eneuert.

Nein "mein lieber". Mein Haus ist Baujahr 1968 und da ist noch nichts am 
Dach kaputt. Gleiches gilt für die vielen anderen Häuser in diesem 
Stadtviertel, die genauso alt sind. Betonziegel galten schon damals als 
minderwertig.

von Macher (Gast)


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Macher schrieb:
> dann gehe ich doch in die Webentwicklung, sondern:

*NICHT in die Webentwicklung

von Ben S. (bensch123)


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Macher schrieb:
> Gerade zum Thema autonomes Fahren gibt es in der Entwicklung Jobs ohne
> Ende.

Durchaus, aber das ist in der Gesamtmasse trotzdem nur ein Bruchteil.

Macher schrieb:
> All die von
> dir genannten unbedingt notwendigen Produkte beinhalten entweder
> Mikrocontroller oder werden auf Fertigungslinien hergestellt.

Es ist mir sowieso ein Rätsel, warum so viele Softwareentwickler in 
diesem Bereich benötigt werden. Die Software in einem Backofen ist doch 
in 2 Tagen in einer ersten Version fertig.

Aber naja, sofern man mich damit in Ruhe lässt lasse ich alle anderen 
ihren Spielkram nutzen und entwickeln ?. Der Feuerwehrmann, Dachdecker 
oder Altenpfleger geniest bei mir jedoch einen höhres Ansehen.

: Bearbeitet durch User
von Macher (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Es ist mir sowieso ein Rätsel, warum so viele Softwareentwickler in
> diesem Bereich benötigt werden. Die Software in einem Backofen ist doch
> in 2 Tagen in einer ersten Version fertig.

Nur leben wir nicht im Kommunismus. Es gibt nicht nur eine 
Backofenfirma, es gibt nicht nur eine standardisierte Backofenvariante, 
mit der “ersten Version” ist es auch nicht erledigt und wenn du doch so 
arbeitest, dann ist dein Respekt vor der Feuerwehr völlig berechtigt, 
denn sie wird häufig kommen müssen. Bei manchen Geräten muss man das 
Thema Sicherheit beachten. Da reicht ein erster Prototyp nicht um 
Millionen von Menschen eine Brandgefahr ins Haus zu stellen.

von Ben S. (bensch123)


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Was hat das mit Kommunismus zu tun? Was gibts denn bei Haushaltsgeräten 
etc. noch zu entwickeln an Software? Meine Behauptung: Nichts 
sinnvolles, überzeuge mich bitte vom Gegenteil. Wenn ich als Hersteller 
ein neues Backofenmodell auf den Markt bringe, dann nehme ich doch aus 
einem Vorgängermodell 90% der bereits entwickelten Schaltpläne, Software 
und Elektronik. Und gemessen am Umfang ist so ein Backofen doch selbst 
unter Berücksichtigung aller Normen und Sicherheit in kürzester Zeit 
fertig.

Was soll ich z.B. mit einem Staubsauger, Handmixer, Kühlschrank, 
Gefrierschrank, Kaffeemühle etc. mit Software? Natürlich ich kann mir 
einiges vorstellen, aber das braucht doch niemand. Oder soll der 
Brotkasten sagen, dass mein Brot da schon seit 5 Tagen drin liegt und 
ich das endlich mal essen soll ? ?

Für mich sind das alles lediglich Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Schau hier von 2011, ein Kühlschran mit TWITTER: 
https://www.youtube.com/watch?v=jAugWH4L6rU ??

Und hier wird erklärt, wie man den Backofen mit WLAN und App verbindet:
https://www.youtube.com/watch?v=DMh_cJtOmzA

Ich hoffe nur, dass es auch noch Modelle ohne diesen Spielkram gibt, 
wenn ich mal einen neuen benötige. ?

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von Macher (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Wenn ich als Hersteller ein neues Backofenmodell auf den Markt bringe,
> dann nehme ich doch aus einem Vorgängermodell 90% der bereits
> entwickelten Schaltpläne, Software und Elektronik.

Solche Konsumerhersteller haben auch selten eine Entwicklung in House, 
sondern geben das raus und produzieren wenn überhaupt selbst. Denkst du 
die Kaffeevollautomaten werden von Melitta entwickelt und produziert? 
Die schreiben das Lastenheft, machen den Terminplan, die Werbung und 
verkaufen die Geräte.

Und 10 Jahre später gibt es sicherlich neuere/billigere Bauteile. Neuer 
Mikrocontroller und schon kannst die Software zu großen Teilen neu 
schreiben. Neues Layout schon kannst die Hardwaretests wiederholen. Die 
neuen Modelle haben beispielsweise eine Selbstreinigung durch Pyrolyse. 
Auch die Touch-Bedienoberflächen und Displays erfordern in der 
Entwicklung viel mehr Aufwand als Drehregler. Dafür sieht es optisch 
besser aus und ist kostengünstiger zu produzieren. Dann noch Funktionen 
wie z.B. eine halbe Stunden per App den Backofen schon mal vorheizen 
lassen, während man auf dem Nachhauseweg ist. Auch zusätzliche 
Sicherheitsfunktionen sind denkbar, also wenn die Temperatur so ansteigt 
wie im Brandfall zuvor im Labor gemessen, eine Notruffunktion und 
Benachrichtung auf das Handy. So wie der in Shanghai abfackelnde Tesla, 
der seinem Besitzer noch ne Nachricht geschickt hat. Es gibt vieles was 
man sich nicht vorstellen kann, wenn man technische Neuerungen von 
vornherein ablehnt. So wie der CEO (von IBM?) der Bedarf für 5 Computer 
weltweit gesehen hat.

Ben S. schrieb:
> aber das braucht doch niemand.

Was ist schon nötig? Nahrung, Luft, Dach, Wasser und Kleidung, also fast 
nichts, wenn man ehrlich ist. Trotzdem hast selbst du als Frugalist mit 
Frührentner-Absicht noch haufenweise mehr Zeug bei dir rumstehen, was 
ein brasilianischer Ureinwohner als unnötigen Quatsch bezeichnen würde. 
Viele Leute verdienen damit Geld, also kann es nicht so unnötig sein. Du 
bildest da eine Einzelmeinung, die nur wenige teilen.

von Ben S. (bensch123)


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Macher schrieb:
> Du bildest da eine Einzelmeinung, die nur wenige teilen.

Möglicherweise ja. Auch die Handwerker die hier waren sagten, dass die 
diesen ganzen Kram zu Hause haben und sich damit gegenseitig quasi 
überbieten.

Macher schrieb:
> Neuer Mikrocontroller und schon kannst die Software zu großen Teilen neu 
schreiben.

Vielleicht wenn du in Assembler schreibst. Ich müsste das nicht, ich 
wäre damit in wenigen Stunden durch, da ich Hardwarezugriffe sauber 
gekapselt schreibe. Ich muss ca. 5% vom Code ändern, sprich die Klassen 
von SPI, USART, Clocks, Hardwareinitialisierung, DMA und so ein Spaß. 
All das hat aber nichts, absolut gar nichts im restlichen Programmcode 
zu suchen. Dort werden nur Obekte auf eine z.B. SPI Schnittstelle 
erzeugt und niemals direkte Hardwarezugriffe.

Macher schrieb:
> Neues Layout schon kannst die Hardwaretests wiederholen.

Wenn du die Schnittstellen nicht änderst, kannst du deine 
automatisierten Tests von vorher Anwenden und musst die ggf. nur etwas 
anpassen.

Macher schrieb:
> Auch die Touch-Bedienoberflächen und Displays erfordern in der
> Entwicklung viel mehr Aufwand als Drehregler.

Kann ich mir absolut nicht vorstellen. Das ist doch heute ein 
durchentwickelter Standard. Es ist Aufgabe der Entwickler vom Display, 
dass die Schnittstelle zur Elektronik sauber arbeitet. Aber da dieser 
Kram heute überall drin ist, darf die Entwicklung davon nicht lange 
dauern. Ich würde von meinem Chef da was zu hören bekommen, wenn ich 
sage dass ich mich in einen neuen Mikrocontroller erstmal Monatelang 
einarbeiten muss und diese ja komplettes Neuland ist.

Macher schrieb:
> Dann noch Funktionen
> wie z.B. eine halbe Stunden per App den Backofen schon mal vorheizen
> lassen, während man auf dem Nachhauseweg ist.

Wozu braucht man sowas? Weil man 12h Auf Arbeit ist und danach noch zu 
drei weiteren Terminen muss?

Macher schrieb:
> Auch zusätzliche
> Sicherheitsfunktionen sind denkbar, also wenn die Temperatur so ansteigt
> wie im Brandfall zuvor im Labor gemessen, eine Notruffunktion und
> Benachrichtung auf das Handy.

Sowas gerne, das geht aber auch durch akustiche Warnung nachdem ich den 
Ofen manuell angemacht habe, nachdem ich zu Hause eingetroffen bin.

Macher schrieb:
> So wie der CEO (von IBM?) der Bedarf für 5 Computer weltweit gesehen hat.

Das behaupte ich doch nicht. Ich sehe z.B. im autonomen Fahren eine 
große Zukunft. Es gibt schon ausbaufähige Bereiche. Aber davon sind 
meiner Meinung nach die wenigsten im Privathaushalt und für viele muss 
noch Grundlagenforschung betrieben werden.

Macher schrieb:
> Was ist schon nötig? Nahrung, Luft, Dach, Wasser und Kleidung, also fast
> nichts, wenn man ehrlich ist.

Das stimmt natürlich. Aber die Übergänge sind fließend, wobei den 
Kühlschrank ins Internet zu bringen definitiv das eine Ende der Skala 
erreicht hat.

Macher schrieb:
> Trotzdem hast selbst du als Frugalist mit
> Frührentner-Absicht noch haufenweise mehr Zeug bei dir rumstehen, was
> ein brasilianischer Ureinwohner als unnötigen Quatsch bezeichnen würde.

Ich bin definitiv kein Frugalist.

Macher schrieb:
> Viele Leute verdienen damit Geld, also kann es nicht so unnötig sein. Du
> bildest da eine Einzelmeinung, die nur wenige teilen.

Vielleicht sind die Leute einfach nur von Werbung so sehr 
gehirngewaschen, ich weiß es nicht.

: Bearbeitet durch User
von Macher (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Wozu braucht man sowas? Weil man 12h Auf Arbeit ist und danach noch zu
> drei weiteren Terminen muss?

Tatsächlich gibt es Leute die so lange arbeiten und so viele Termine 
haben. Aber du brauchst es ja schon für die Sicherheitsfunktion im 
Brandfall. Dann kann man auch zusätzliche Funktionen wie Fernbedienung 
erstellen, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Ich weiss gar nicht wie du dich als Lowperformer bezeichnen kannst. Was 
du alles in wenigen Stunden schaffst. Stell dich mal in der nächsten 
Firma vor und erkläre denen warum das alles in 2 Tagen geht und sie ihre 
Entwicklungsmannschaft feuern können.

von Ben S. (bensch123)


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Macher schrieb:
> Ich weiss gar nicht wie du dich als Lowperformer bezeichnen kannst. Was
> du alles in wenigen Stunden schaffst. Stell dich mal in der nächsten
> Firma vor und erkläre denen warum das alles in 2 Tagen geht und sie ihre
> Entwicklungsmannschaft feuern können.

Natürlich, wenn die Firma beschließt dass man unbedingt ein brandneues 
Backofenmodell braucht mit noch mehr Features wie WLAN, dann dauert das 
mehr als zwei Tage. Aber die Zeit, die der Softwerker und Elektroniker 
(Leiterplatte) benötigt sollte nur einen winzigen Bruchteil dessen 
ausmachen. Vor allem, wenn keine großen Fatures dazukommen.
An meinem Backofen ist ein Drehknopp, 6 Lämpchen und n' Grafikdisplay - 
das hätte ich an einem Wochenende in aller Ruhe ausprogrammiert nach 
Lastenheft  - wenns echlecht läuft ne Woche. Und das sage ich als 
überzeugter Lowperformer!

Den Großteil frisst erstmal das Marking und Design. Dann müssen die 
neuen Gehäuseteile konzipiert und gefertigt werden. Aber wer jemals ein 
größeres Softwareprojekt gemacht hat, der kann nicht allen ernstes 
behauptet für einen Backofen Monate zu brauchen für Software + 
Elektronik.

Bei Enercon z.B. müssen neue Windrädermodelle innerhalb von 18 Monaten 
fertig sein und da wird deutlich mehr Technik und Aufwand hinterstecken 
und die müssen 24/7 fehlerfrei laufen.

: Bearbeitet durch User
von Macher (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Aber wer jemals ein größeres Softwareprojekt gemacht hat, der kann nicht
> allen ernstes behauptet für einen Backofen Monate zu brauchen für
> Software + Elektronik.

Wie schon geschrieben: Die Hersteller von Konsumergeräten entwickeln 
sehr selten selbst, manchmal erfolgt sogar die Produktion woanders und 
Melitta, Severin und Co verkaufen nur ihren Markennamen. Wenn du denen 
natürlich erzählst, dass du nur ne Woche brauchst, dann melden die sich 
auch nur alle 10 Jahre für ein neues Modell und brauchen dich dann 
wieder nur eine Woche. Beim zweiten Mal ja sogar nur zwei Tage ;-)

Davon abgesehen kann man sicherheitskritische Anwendungen nicht in einer 
Woche entwickeln. Sowas wird nicht von einer Person im stillen 
Kämmerlein ohne 4-Augen-Review, Kontroll- und Datenflussanalyse, FMEA, 
FTA usw entwickelt. Und wenn doch, dann fallen bei Minusgraden plötzlich 
die nur bei Raumtemperatur getesteten Bremsen vom Lkw aus, der Herd 
fackelt in London das ganze Hochhaus ab oder in Osteuropa geht ein 
Atomkraftwerk hoch.

von Blumpf (Gast)


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Macher schrieb:
> Nur leben wir nicht im Kommunismus. Es gibt nicht nur eine
> Backofenfirma, es gibt nicht nur eine standardisierte Backofenvariante,
> mit der “ersten Version” ist es auch nicht erledigt und wenn du doch so
> arbeitest, dann ist dein Respekt vor der Feuerwehr völlig berechtigt,
> denn sie wird häufig kommen müssen. Bei manchen Geräten muss man das
> Thema Sicherheit beachten. Da reicht ein erster Prototyp nicht um
> Millionen von Menschen eine Brandgefahr ins Haus zu stellen.

Man muss aber schon sagen: Hier wird es oft übertrieben mit der Technik.

Wir haben z.B. einen nagelneuen Gasherd, das allereinfachste Modell von 
Oranier. Ohne Stromanschluss. Funktioniert rein mechanisch, inklusive 
Sicherheitsvorrichtungen.

Im direkten Vergleich mit einem modernen E-Herd sehe ich nicht, was der 
E-Herd mit Software "besser" machen soll. Ich finde den Gasherd besser. 
Das geht bei der höheren Leistung los und hört bei den Kosten auf 
(Gasverbrauch fast nicht messbar). Sogar die Semmeln werden besser, weil 
das Gas beim Verbrennen Feuchtigkeit erzeugt.

Manchmal ist einfacher doch besser ;-)

von Ben S. (bensch123)


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Macher schrieb:
> Sowas wird nicht von einer Person im stillen
> Kämmerlein ohne 4-Augen-Review, Kontroll- und Datenflussanalyse, FMEA,
> FTA usw entwickelt.

Du kannst von mir aus auch prüfen, ob man mit dem Backofen unbeschadet 
zum Mond fliegen kann - das darf aber keine Monate dauern, tut mir leid.

Macher schrieb:
> Wie schon geschrieben: Die Hersteller von Konsumergeräten entwickeln
> sehr selten selbst, manchmal erfolgt sogar die Produktion woanders und
> Melitta, Severin und Co verkaufen nur ihren Markennamen.

Ja. Und? Kriegst du als Aufraggeber entwa keine Produktionsdaten, die 
man weiterleiten kann? Muss man deswegen immer bei "0" anfangen? Das 
würde ich als Auftraggeber aber nicht wollen. Ich musste bisher bei 
allen Aufträgen sämtliche Unterlagen, also Schaltpläne, Software und 
Boarddateien weiterleiten. Hätten wir das verwehrt hätten wir den 
Auftrag gar nicht erst bekommen.

Macher schrieb:
> Wenn du denen natürlich erzählst, dass du nur ne Woche brauchst

Also für die popelige Software meines Backofens, bis diese den 
Anforderungen aus dem Lastenheft entspricht (rein funktional) hätte ich 
bestimmt keine Woche benötigt. Aber von mir aus darf danach dann ein 
Testingenieur die 1000 Zeilen Code zwei Monate lang reviewen.

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von Gerald K. (geku)


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Da musst du nach Japan auswandern. Da zählt gegenseitige Loyalität noch 
etwas.

von Ben S. (bensch123)


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Gerald K. schrieb:
> Da musst du nach Japan auswandern. Da zählt gegenseitige Loyalität noch
> etwas.

Ja und dort darfst du nicht vor deinem Vorgesetzten nach Hause gehen ? 
....

von MaWin (Gast)


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Blumpf schrieb:
> Wie soll man da auf nur 40 Jahre kommen

In dem man richtig rechnet, und nicht wie du jedes Lebensjahr zum 
Akademikerarbeitsjahr erklärt.

Die folgende Generation wird bis 67 oder länger arbeiten, und beginnt 
mit 17 ihr Studium, welches nur 3 Jahre dauert. Bleiben 47.

von Manfred (Gast)


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Klaus schrieb:
> Nach nur 40 Jahren darf am Dach nichts kaputt gehen.

Dumm nur, dass viele Dächer nichts davon wissen! Meines von 1949 habe 
ich bei etwa 50 Jahren erneuert, es regnete an ein paar Stellen rein und 
im Winter blies Schnee durch die Ritzen.

Man hätte dran herumflicken können, aber auch die Heizkosten wollten 
irgendwie auf ein gesundes Maß reduziert werden.

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