Oszilloskop Meinung VOLTCRAFT vs RIGOL

OP #6336021
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Liebe Gemeinde,

ich WEIß, es gibt bereits etliche Threads zum Thema "Oszilloskop 
Kaufentscheidung". Habe alle [tm], die ich gefunden habe gelesen. 
(Zumindest bis zu dem Punkt, an dem es (fast) jedesmal in gegenseitige 
Beschimpfungen abdriftet, wer welche Frage, die niemand gestellt hat 
trotzdem beantwortet...) Leider bin ich dadurch nicht wirklich schlauer 
geworden. Zumal die threads teilweise auch schon in die Jahre gekommen 
sind. Daher versuche ich vorsichtig einen neuen Thread...

Ich denke daran, mir auf meine alten Tage nun doch ein Oszi zu leisten. 
Mein persönliches Limit lautet "< 500€". Da der Unterschied 2 vs 4 
Kanälen heutzutage scheinbar auch nicht mehr sooo preisentscheidend zu 
sein scheint, tendiere ich eher zu 4 Kanälen. (z.B. für mein konkretes 
Projekt wären 3 Kanäle "praktisch", um zeitliche Zusammenhänge "besser" 
sehen zu können)

Ich habe die mittlerweile tagelange Suche runtergebrochen auf wenige 
Modelle:
- VOLTCRAFT DSO-6084E um 399 €
- VOLTCRAFT DSO-6104E um 474 €
- RIGOL DS1104Z um 432 €
- oder, oder, oder ...

Daher meine Kernfrage: Kann man von einem Qualitätsunterschied zwischen 
RIGOL und VOLTCRAFT sprechen oder ist das in diesem Preissegment "eh 
alles das Selbe" ? Ich meine, kommt heutzutage wahrscheinlich ohnehin 
alles aus der selben Fabrik.

Ich sehe bei der Voltcraft 6xxx Serie den kleinen Vorteil, dass es um 50 
€ einen Akku gibt, der das Ding für ca. 3h netzunabhängig macht, was 
immerhin 2 Vorteile brächte...

Vielleicht kann mir ja jemand von Euch einen Tipp geben...

Grüße,
Norbert
#6336047
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Norbert Z. schrieb:
> Ich sehe bei der Voltcraft 6xxx Serie den kleinen Vorteil, dass es um 50
> € einen Akku gibt, der das Ding für ca. 3h netzunabhängig macht, was
> immerhin 2 Vorteile brächte...

Brauchst Du das wirklich?

Ich habe weder mit Voltcraft noch mit Rigol Erfahrung. Ich schaue mir 
derzeit aber viele Tutorials etc. an. Dort sieht man meistens 
Oszilloskope von Rigol. Genauer gesagt habe ich noch nie eines mit einem 
Voltcraft gesehen. Würde ich suchen wäre es wohl eher eine Entscheidung 
zwischen Rigol und Siglent, wenn es um 500,- Euro Kaufpreis geht. Würde 
die Entscheidung jetzt sofort nötig sein würde es ein Rigol werden, 
genauer ein...

https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1074Z-Plus.html

oder ein...

https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1104Z-Plus.html

Das hattest Du ja auch genannt. Es kostet aber um die 500,- Euro.

Aktuell sind viele Optionen (serielle Decodierung wie I2C usw.) im Preis 
enthalten. Dazu 3 Jahre Garantie.
OP #6336106
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Harald W. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>
>>> Ich sehe bei der Voltcraft 6xxx Serie den kleinen Vorteil, dass es um 50
>>> € einen Akku gibt, der das Ding für ca. 3h netzunabhängig macht,
>
>> Brauchst Du das wirklich?
>
> Nun, es gibt die Möglichkeit, damit erdfrei zu messen.

Genau darum geht es. Ich weiß, es gibt Differential-Tastköpfe. Da sind 
wir jedoch wieder bei ca 300-500 €/Stk = /Kanal.
Ich weiß, auf Netzspannung messen ist gefährlich ==> doppelt Hirn 
einschalten ==> 3x nachprüfen VOR Einschalten
Gast #6336151
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No Y. schrieb:
> Micsig Differential Gastkopf gibt's für 180€ mit etwas Glück sogar bei
> Amazon aus Deutschland.

Na dann hoffen wir mal das der Gastkopf gekommen ist um zu bleiben ...

Man bedenke das die 1GS/s sich auf die 4 Kanäle aufteilen.

Da macht es u.U. Sinn doch ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen, 
sofern man die 4 Kanäle "wirklich" braucht.
#6336292
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Moin,

Norbert Z. schrieb:
> Ich denke daran, mir auf meine alten Tage nun doch ein Oszi zu leisten.
> Mein persönliches Limit lautet "< 500€".

Fragen:

Ausschließlich fabrikneu oder kommt ein gebrauchtes Gerät in Frage?

Weißt du, wieviel Y-Bandbreite du haben möchtest/brauchst?
Ebenso, welche S-Rate und Speichertiefe?

Möchtest du digitale Sonderfunktionen haben?

Norbert Z. schrieb:
>> Nun, es gibt die Möglichkeit, damit erdfrei zu messen.
>
> Genau darum geht es. Ich weiß, es gibt Differential-Tastköpfe. Da sind
> wir jedoch wieder bei ca 300-500 €/Stk = /Kanal.
> Ich weiß, auf Netzspannung messen ist gefährlich ==> doppelt Hirn
> einschalten ==>

Was ist denn von einem Trenntrafo zu halten? Schützt auch dein Leben und 
ist preiswerter...

Michael
OP #6336317
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Michael M. schrieb:

> Norbert Z. schrieb:
>>> Nun, es gibt die Möglichkeit, damit erdfrei zu messen.
>>
>> Genau darum geht es. Ich weiß, es gibt Differential-Tastköpfe. Da sind
>> wir jedoch wieder bei ca 300-500 €/Stk = /Kanal.
>> Ich weiß, auf Netzspannung messen ist gefährlich ==> doppelt Hirn
>> einschalten ==>
>
> Was ist denn von einem Trenntrafo zu halten? Schützt auch dein Leben und
> ist preiswerter...

Meinst Du, das Oszi über einen Trenntrafo versorgen? Warum sollte das 
mein Leben mehr schützen als Oszi mit Akku?
#6336326
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Christoph E. schrieb:
> Hier auf elektor gibt es das Rigol DS1054 gerade im Angebot:
>
> https://www.elektor.de/catalogsearch/result/?q=rigol

Ja, aber....

https://www.elektormagazine.de/account/subscription/add

Ohne Mitgliedschaft ist es ca. 50,- Euro teurer als bei Batronix.


Norbert Z. schrieb:
> Meinst Du, das Oszi über einen Trenntrafo versorgen? Warum sollte das
> mein Leben mehr schützen als Oszi mit Akku?

Eigentlich versorgt man über den Trenntrafo das DUT.
#6336338
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Ich habe mir vor einiger Zeit das VOLTCRAFT DSO-1204E 
Digital-Oszilloskop 200 MHz 4-Kanal 1 GSa/s 64 kpts 8 Bit 
Digital-Speicher (DSO) zugelegt und habe die Entscheidung bis heute 
nicht bereut.

Meine Entscheidungsgründe :

- 200MHz Bandbreite
- <= 1,8ns Anstiegszeit
- 4 Analogkanäle
- 0,5mV / Teilstrich  Eingangsempfindlichkeit

https://www.conrad.at/de/p/voltcraft-dso-1204e-digital-oszilloskop-200-mhz-4-kanal-1-gsa-s-64-kpts-8-bit-digital-speicher-dso-1589987.html

Mal schauen welches Oszilloskop mit den gleichen oben angeführten 
Parametern zu diesem Preis (580€) mithalten kann. Der Preisvergleich 
macht sicher.

Einzige Schwachstelle ist die FFT-Funktionalität.
Gast #6336346
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Also ich habe seit ein paar Jahren ein Rigol1054  und kann nicht 
wirklich meckern. Das Ding habe ich mit einem FW Update aufgemotzt, 
damit geht es bis 100MHz und, was für mich wichtig war, einige 
zusätzliche Funktionen, wie z.B. Dekodierung von SPI, I2C, RS232 etc., 
sind dadurch frei. Die 100MHz habe ich bisher noch nicht gebraucht und 
werde es bei meinen Projekten auch nicht benötigen. Die 
Dekoderfunktionen hingegen sind recht nützlich und die habe ich schon 
öfter benutzt.
Für's alltägliche Geschäft nehme ich meist einen guten alten Analogozsi. 
Der ist da meist völlig ausreichend. Ehe ich mich bei dem DSO durch die 
ganzen Menüs gehangelt habe, habe ich mit der alten Gurke die Messung 
scvhon durchgeführt.
#6336399
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..und nu' ist ein halber Tag vorbei, ohne dass jeglicher Mitleser oder 
Mitschreiber weiß, was der Themenstarter Norbert überhaupt für seine 
Bastelvorhaben (nehme ich mal an) sich selbst wünscht oder welche 
Eigenschaften das Scope grundsätzlich mitbringen sollte, damit diese 
seine Bedürfnisse erfüllt werden.

Schade.
OP #6336467
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Michael M. schrieb:
> Norbert Z. schrieb:
>> Meinst Du, das Oszi über einen Trenntrafo versorgen? Warum sollte das
>> mein Leben mehr schützen als Oszi mit Akku?
>
> Nein, die zu untersuchende Schaltung bzw. das Gerät, wie Jörg das eben
> schon gesagt hat.

Ui. Da muss ich glatt noch eine "Ameise" für den Trenntrafo dazu 
bestellen. Der Prüfling wird mit 3x 230V, versorgt. 3x 20A abgesichert. 
Kräftiger FU. Dürfte ein eher schwerer Trenntrafo nötig sein :-)
OP #6336501
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Michael M. schrieb:
> ..und nu' ist ein halber Tag vorbei, ohne dass jeglicher Mitleser oder
> Mitschreiber weiß, was der Themenstarter Norbert überhaupt für seine
> Bastelvorhaben (nehme ich mal an) sich selbst wünscht oder welche
> Eigenschaften das Scope grundsätzlich mitbringen sollte, damit diese
> seine Bedürfnisse erfüllt werden.
>
> Schade.

Wieso denn?

Ich hab in meinem allerersten Post geschrieben was ich mir wünsche:

- Das "S" aus "DSO" (ok, stand vielleicht nicht explizit dabei, ließ 
sich aber aus den beispielhaft angeführten Modellen ableiten)

- 4 Kanäle wären "praktisch". (ok, 3 würden für's aktuelle Projekt auch 
reichen. Aber was ich so gesehen habe, gibts 4 ohnehin fast für's 
gleiche Geld wie 2)

- wie man aus der "reduzierten" Auswahl erkennt (z.B. DSO-6084E), 
brauche ich sicher keine extra hohe Bandbreite.

und vor Allem - siehe Betreff des Threads - wünschte ich mir Eure 
Meinung zum Thema VOLTCRAFT vs RIGOL

Trotzdem, es gab ein paar durchaus hilfreiche, interessante Antworten!
Die Siglent sehen ganz interessant aus! Danke für den Tipp an "NO Y" und 
"Benedikt M" !!

Und vor Allem 2: ich dachte, es geht hier im Forum auch ein wenig um 
"diskutieren", Tipps und Erfahrungsberichte.
Ich habe weder erwartet, und schon gar nicht gewünscht, dass mir 
irgendwer scheibt "kaufe folgendes Modell und frag nicht lange warum".
OP #6336505
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hinz schrieb:
> Norbert Z. schrieb:
>> Ui. Da muss ich glatt noch eine "Ameise" für den Trenntrafo dazu
>> bestellen. Der Prüfling wird mit 3x 230V, versorgt. 3x 20A abgesichert.
>> Kräftiger FU. Dürfte ein eher schwerer Trenntrafo nötig sein :-)
>
> Pah, so einer wiegt doch nicht viel.
>
> https://www.block.eu/de_DE/produktvariante/tt3-16-4-4/
>
> ;-)

na ja, 67% mehr als ich. Und ich denke, ich wiege schon viel...
(Bestreite aber, dass da am Bier liegt !!!)
#6336534
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Norbert Z. schrieb:
> Ich hab in meinem allerersten Post geschrieben was ich mir wünsche:...

Mmhh.. Ist immer noch keine Antwort auf meine Fragen.

Dass es speichern können soll, ist klar, genauso wie 4 Kanäle.

Jedoch gibt es himmelweite Unterschiede alleine beim "S". Wie du (nun) 
sicherlich weißt, ist oftmals die S.-Rate angegeben, wenn nur 1 Kanal 
arbeitet; wenn alle vier dran sind, ist es ganz schnell Grütze mit der 
S.-Rate.

Wenn man DAS richtige Scope nimmt, dann hat JEDER Kanal die angegebene 
S.-Rate. ^^

Bandbreite analog? Nicht, dass du irgendwann sagst: "Ich möchte mal von 
einem 100MHz-Rechteck die Anstiegsflanke gaaanz genau sehen"....

Ladenneu soll es sein? Oder nicht? Das spielt mit in die Budget-Frage.
Keine Aussage bis jetzt....

Nur mal ein Beispiel: Ich selbst habe hier -für deinen bescheidenen 
(nicht abwertend gemeint) veranschlagten Rahmen- insgesamt 6 Kanäle zur 
Verfügung, von denen JEDER EINZELNE mit 2GS/s und 700ps RT daherkommt 
und noch einige Eigenschaften mehr.

DESWEGEN die Fragen. Es nützt uns und mir nichts, dass wir uns 
möglicherweise erst in die Eigenschaften deiner Auswahl einlesen 
(müssen) und dann quasi eine Art gefühlten Testbericht abgeben dürfen.

Es ist einfacher, deine Anforderungen genau zu kennen und daraus die 
richtigen Auswahlkriterien zu formulieren.
Diskutieren lässt sich dann sehr wohl über die Einzelheiten und diese 
oder jene Vorzüge des einen oder anderen in der engeren Auswahl.
OP #6336577
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Michael M. schrieb:
> Moin,
>
> Norbert Z. schrieb:
>> Ich denke daran, mir auf meine alten Tage nun doch ein Oszi zu leisten.
>> Mein persönliches Limit lautet "< 500€".
>
> Fragen:
>
> Ausschließlich fabrikneu oder kommt ein gebrauchtes Gerät in Frage?
Da ich eine Rechnung für die Buchhaltung brauche, ist "gebraucht von 
privat" eher uninteressant.

>
> Weißt du, wieviel Y-Bandbreite du haben möchtest/brauchst?
Genau weiß ich (natürlich) nicht was ich vielleicht irgendwann brauchen 
werde. (Weißt Du die Lotto-zahlen vom nächsten Sonntag?) Extrapoliere 
ich meine Vergangenheit in die Zukunft, verhält sich die 
Bedarfswahrscheinlichkeit indirekt proportional zur Frequenz. Anders 
ausgedrückt, etwas Einfacheres wird vermutlicvh reichen.

> Ebenso, welche S-Rate und Speichertiefe?
S-Rate: Siehe Bandbreite.
Speichertiefe: hab mir noch nicht die Arbeit gemacht auszurechnen wie 
"lange" eine Aufnahme bei Speichertiefe X sein kann. Da aber die 
Angebote an unterschiedlicher Speichertiefe eher begrenzt sind wird sich 
diese Rechenarbeit eher nicht auszahlen. Bei Conrad z.B. gibt's entweder 
64 kilo Punkte oder 40 tonnen Punkte... (Außer ich hätte etwas übersehen 
(was ich, wie immer, nicht ausschließen will))

>
> Möchtest du digitale Sonderfunktionen haben?
Puhhh. Welche hättest Du im Angebot? Z.B. das dekodieren von RS232, I2C, 
CAN usw "kann" heute eh jedes Oszi. Zumindest habe ich bei Conrad auf 
die Schnelle keines gesehen, bei dem Dieses nur gegen Aufpreis zu haben 
wäre

>
> Norbert Z. schrieb:
>>> Nun, es gibt die Möglichkeit, damit erdfrei zu messen.
>>
>> Genau darum geht es. Ich weiß, es gibt Differential-Tastköpfe. Da sind
>> wir jedoch wieder bei ca 300-500 €/Stk = /Kanal.
>> Ich weiß, auf Netzspannung messen ist gefährlich ==> doppelt Hirn
>> einschalten ==>
>
> Was ist denn von einem Trenntrafo zu halten? Schützt auch dein Leben und
> ist preiswerter...
>
> Michael
#6336591
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Dominik H. schrieb:
> Nenne Ross und Reiter schrieb:
>> Und wieso nennst keinen Nettopreis? Bist bei Elektor angestellt?
>>
>> Also: 450.- für Nichtmitgleder
>> 350 für Mitglieder mit 50€ Zwangsbeitrag = 400€ netto
>
> Brille putzen!
>
> 349€ (+Versand) für alle:
>
> https://www.elektor.de/rigol-ds1054z-4-ch-oscilloscope-50-mhz

Na dann auf nach Batronix...Bestpreisgarantie;-)

https://www.batronix.com/versand/verkauf/Batronix.html#03
Gast #6336614
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Bei Rigol ist doch grottig daß der halbe Bildschirm rechts und links 
permanent mit Menüs zugepflastert ist. Oder lassen die sich inzwischen 
nun auch mal ausblenden?
Mindestens ein dediziertes "poti" pro Eingang wäre mal auch nicht 
schlecht.
Was die Preisbildung betrifft scheinen sowieso irgendwie mafiose 
Strukturen dahinter zu stecken. Günstig Angebote gibts nie, oder in 
allen Shops gleichzeitig.
Gast #6336758
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12345 schrieb:
> Bei Rigol ist doch grottig daß der halbe Bildschirm rechts und links
> permanent mit Menüs zugepflastert ist. Oder lassen die sich inzwischen
> nun auch mal ausblenden?

Tja, Vorurteile sitzen wohl tief....
Natürlich kann man bei den besseren "Rigols" die Menues ausblenden. Bei 
den alten Möhren noch nicht, ja.

> Mindestens ein dediziertes "poti" pro Eingang wäre mal auch nicht
> schlecht.

Bei einem Digitaloszi?
Mein MSO2072A kann ich in Millivoltschritten am Eingang verstellen, was 
denn noch?

> Was die Preisbildung betrifft scheinen sowieso irgendwie mafiose
> Strukturen dahinter zu stecken. Günstig Angebote gibts nie, oder in
> allen Shops gleichzeitig.

Ja, und die Erde ist eine Scheibe, regiert von Echsenmenschen...

Old-Papa
#6336778
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Wenn es eh für die Firma ist wie du oben schreibst...

Leg ein wenig drauf:

Rigol MSO5074 und "hack" es auf die 350MHz.
Hardwaretechnisch momentan wohl das beste was du für knapp unter / knapp 
drüber 1000€ bekommen kannst.

Batronix anfragen bekommste fast immer rund 6% Rabatt...

Und momentan auch ohne Hack alle Decoder direkt mit dabei.

https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-MSO5074.html

Falls du schon Tastköpfe hast, kann man auch das MSO5072 nehmen ist 
etwas günstiger aber hat halt nur 2 Tastköpfe dabei (lohnt sich aber 
eher nicht, lieber die Tastköpfe mit dabei...)
Gast #6337186
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Ich würde das Rigol nehmen. Die sind lange im Geschäft, haben 
vergleichsweise gute Artikel, Firmware-Updates und Support bekommst du 
auch.

Das ist bei Voltcraft NICHT der Fall.
Voltcraft ist nur das Conrad-eigene Logo, das draufgeklebt wird.
Früher waren es umgelabelte Tekway oder Hantek-Oszis, dann umgelabelte 
GwInstek und im Moment sind es umgelabelte Owon. Wenn es dir auf die 
Batterie ankommt, schau direkt mal bei Owon.
Gast #6337216
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Ich stand vor der Entscheidung siglent oder rigol und bei mir ist es 
damals das siglent sds1104x-e geworden.

Im Gegensatz zum rigol hat es 2 ADC, also die Sample rate bricht bei 4 
Kanälen nicht auf 250MSa/s ein.

Und es lässt sich auf 200MHz hacken.
Gast #6337350
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Robin schrieb:
> Ich stand vor der Entscheidung siglent oder rigol und bei mir ist es
> damals das siglent sds1104x-e geworden.
>
> Im Gegensatz zum rigol hat es 2 ADC, also die Sample rate bricht bei 4
> Kanälen nicht auf 250MSa/s ein.
>
> Und es lässt sich auf 200MHz hacken.

Darüber hinaus hat es die bessere FFT.

Aus der Bemerkung

Norbert Z. schrieb:
> Da ich eine Rechnung für die Buchhaltung brauche, ist "gebraucht von
> privat" eher uninteressant.

lässt sich eine berufliche Nutzung/Beschaffung schließen, was das 
"hacken" wieder etwas heikler macht.

Allerdings ist es dann auch besser das Budget etwas anzuheben (so um ca. 
das doppelte) und sich evtl. in Richtung MSO5000 oder sogar den anderen 
üblichen Verdächtigen zu orientieren.

Der Bruttopreis interessiert dann meist eh nicht, womit sich die Auswahl 
wieder etwas erweitern lässt. Und länger als 5 Jahre muss es ja eh nicht 
halten, dann isses abgeschrieben ;)
#6337440
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Manuel X. schrieb:
> Darüber hinaus hat es die bessere FFT.

Hab das Siglent SDS2202X-E und bin soweit zufrieden. Die spezifizierte 
Bandbreite von 200 MHz (1,8ns) wird gut eingehalten (gemessene 
Anstiegszeit ca. 1,3 ns). Von der FFT-Funktion sollte man nicht zu viel 
erwarten. Im Vergleich zu meinem wenn auch alten Spektumanalyser ist die 
Bedienung "gewöhnungsbedürftig". Das gilt aber wohl für alle Hersteller. 
Außerdem ist eine maximale Amplitudenauflösung von 8 bit für die FFT 
etwas wenig.
Grüße von Kugelblitz
Gast #6337552
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Old P. schrieb:
> 12345 schrieb:
>> Bei Rigol ist doch grottig daß der halbe Bildschirm rechts und links
>> permanent mit Menüs zugepflastert ist. Oder lassen die sich inzwischen
>> nun auch mal ausblenden?
>
> Tja, Vorurteile sitzen wohl tief....
> Natürlich kann man bei den besseren "Rigols" die Menues ausblenden. Bei
> den alten Möhren noch nicht, ja.

Und, zählen die um die es hier geht, zu den Besseren?

>> Mindestens ein dediziertes "poti" pro Eingang wäre mal auch nicht
>> schlecht.
>
> Bei einem Digitaloszi?
> Mein MSO2072A kann ich in Millivoltschritten am Eingang verstellen

Ich erblasse vor Neid!

>> Was die Preisbildung betrifft scheinen sowieso irgendwie mafiose
>> Strukturen dahinter zu stecken. Günstig Angebote gibts nie, oder in
>> allen Shops gleichzeitig.
>
> Ja, und die Erde ist eine Scheibe, regiert von Echsenmenschen...


Hmm ja ok, alles klar! Zeig her Deine Echsenmenschen...

Bis du die gefunden hast zeige ich schon mal 5 Shops, die bei ihrer 
Kalkulation fürs allseits beliebte Rigol DS1054Z auf exakt den gleichen 
Endpreis von 393 Teuros kommen:

https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1054Z.html

https://www.conrad.de/de/p/rigol-ds1054z-digital-oszilloskop-50-mhz-4-kanal-1-gsa-s-24-mpts-8-bit-digital-speicher-dso-1392205.html

https://www.reichelt.de/digital-speicher-oszilloskop-50-mhz-4-kanaele-1gs-s-rigol-ds1054z-p239301.html

https://www.voelkner.de/products/850879/Rigol-DS1054Z-Digital-Oszilloskop-50MHz-4-Kanal-1-GSa-s-24-Mpts-8-Bit-Digital-Speicher-DSO.html?

https://www.digitalo.de/products/731879/Rigol-DS1054Z-Digital-Oszilloskop-50MHz-4-Kanal-1-GSa-s-24-Mpts-8-Bit-Digital-Speicher-DSO.html

Ob krasser Zufall, illegale Preisabsprache oder Kartellbildung mag jeder 
selbst entscheiden.
Und nö, das sind nicht 399,- mit gesenkter Mehrwertsteuer. der alte 
Einheitspreis mit 19% MwSt waren originelle 403,43 oder so.
Gast #6337571
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12345 schrieb:
> Bis du die gefunden hast zeige ich schon mal 5 Shops, die bei ihrer
> Kalkulation fürs allseits beliebte Rigol DS1054Z auf exakt den gleichen
> Endpreis von 393 Teuros kommen:

Also drei von deinen Shops sind auch der gleiche Anbieter (voelkner und 
Conrad sind defacto Conrad und benutzen die gleiche Infrastruktur)...

Und das Conrad, Reichelt und batronix den gleichen Preis haben liegt 
vermutlich daran dass Rigol an alle für die gleichen Bedingungen 
verkauft und die Fixkosten und Gewinnkalkulationen bei online 
versandhändlern ähnlich sind...
Und natürlich schauen die Anbieter auch zu welchen Preisen die 
Konkurrenz anbietet, und da macht es Sinn nicht teuerer zu sein, sonst 
kauft wegen der einfachen Vergleichbarkeit im Internet niemand mehr bei 
dir...
#6337587
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Andreas M. schrieb:
> Kritiker schrieb:
>> 12345 schrieb:
>>> Bis du die gefunden hast zeige ich schon mal 5 Shops, die bei ihrer
>>> Kalkulation fürs allseits beliebte Rigol DS1054Z auf exakt den gleichen
>>> Endpreis von 393 Teuros kommen:
>
> Kritiker schrieb:
>> sonst kauft wegen der einfachen Vergleichbarkeit im Internet niemand
>> mehr bei dir...
>
> Wie heißt denn der Shop von "12345"?

5...4...3...2...1...Deins;-)
Gast #6337610
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12345 schrieb:
>
> Bis du die gefunden hast zeige ich schon mal 5 Shops, die bei ihrer
> Kalkulation fürs allseits beliebte Rigol DS1054Z auf exakt den gleichen
> Endpreis von 393 Teuros kommen:
>
> https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1054Z.html
>
> 
https://www.conrad.de/de/p/rigol-ds1054z-digital-oszilloskop-50-mhz-4-kanal-1-gsa-s-24-mpts-8-bit-digital-speicher-dso-1392205.html
>
> 
https://www.reichelt.de/digital-speicher-oszilloskop-50-mhz-4-kanaele-1gs-s-rigol-ds1054z-p239301.html
>
> 
https://www.voelkner.de/products/850879/Rigol-DS1054Z-Digital-Oszilloskop-50MHz-4-Kanal-1-GSa-s-24-Mpts-8-Bit-Digital-Speicher-DSO.html?
>
> 
https://www.digitalo.de/products/731879/Rigol-DS1054Z-Digital-Oszilloskop-50MHz-4-Kanal-1-GSa-s-24-Mpts-8-Bit-Digital-Speicher-DSO.html
>
> Ob krasser Zufall, illegale Preisabsprache oder Kartellbildung mag jeder
> selbst entscheiden.
> Und nö, das sind nicht 399,- mit gesenkter Mehrwertsteuer. der alte
> Einheitspreis mit 19% MwSt waren originelle 403,43 oder so.

Ja und? Schonmal was von "empfohlener Verkaufspreis" gehört? Den legen 
viele Hersteller fest und mitunter darf er nicht so einfach verändert 
werden.
Und selbst wenn nicht, die Händler orientieren sich häufig 
untereinander. Was ist daran verwerflich? Du hast halt keinen 
verbrieften Anspruch auf irgendeinen Sonderpreis.

Willkommen in der realen Welt.

Old-Papa
#6338409
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Horst S. schrieb:
> Im Vergleich zu meinem wenn auch alten Spektumanalyser ist die
> Bedienung "gewöhnungsbedürftig".

Hallo Horst,

wie zufrieden bist Du insgesamt mit der Bedienung des SDS2202X-E. Kannst 
Du einen Vergleich zu z.B. Rigol aus derselben Preisklasse ziehen?

Was mich an allen Oszis stört, jedenfalls bei denen die ich kenne, ist 
das die Schriftzüge an den Tasten und Bedienelementen nicht 
hintergrundbeleuchtet ist. Man benötigt immer Fremdlicht um alles lesen 
und bedienen zu können. Ist vielleicht ein Luxusproblem, aber ich hätte 
es gerne.
Gast #6338484
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Falls sich wer für das Siglent SDS1104X-E interessiert, gibt es das 
gerade hier im Angebot:

https://shop.maker-store.de/messen-steuern/messinstrumente/oszilloskope-dso-mso/3125/siglent-sds1104x-e/4-kanal-200mhz-oszilloskop-1-gsa/s

Preis 422,99€ + 5,99€ Versand

Obacht, Bild und Überschrift stimmen nicht, es ist nur die 
100MHz-Variante SDS1104X-E. Laut Hinweis auf Mydealz (danke john3) 
sofort lieferbar.
#6338490
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Dominik H. schrieb:
> Falls sich wer für das Siglent SDS1104X-E interessiert, gibt es
> das
> gerade hier im Angebot:
>
> 
https://shop.maker-store.de/messen-steuern/messinstrumente/oszilloskope-dso-mso/3125/siglent-sds1104x-e/4-kanal-200mhz-oszilloskop-1-gsa/s
>
> Preis 422,99€ + 5,99€ Versand
>
> Obacht, Bild und Überschrift stimmen nicht, es ist nur die
> 100MHz-Variante SDS1104X-E. Laut Hinweis auf Mydealz (danke john3)
> sofort lieferbar.

Welcher Hinweis von john3? Ein Link dazu wäre schon hilfreich.

Abgebildet ist ein 2-Kanal Oszi. Nicht das am Ende das Bild stimmt, aber 
die Bezeichnung nicht. Immerhin ist es gut 80,- Euro preiswerter wie 
z.B. bei Batronix.
#6340435
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Jörg R. schrieb:
> wie zufrieden bist Du insgesamt mit der Bedienung des SDS2202X-E. Kannst
> Du einen Vergleich zu z.B. Rigol aus derselben Preisklasse ziehen?

Hab keine Erfahrung mit den Rigols. Siglent hat bei der Serie auch an 
ein 4-Kanal Gerät gedacht und nur einen Satz Bedienelemente für die 
Grundfunktionen spendiert. So muss ich beim SDS2202X-E ständig den zu 
bedienenden Kanal umschalten. Für ein 2-Kanalgerät eher lästig.
Die Einstellungen 1 und 0,5 mV/DIV sind für mich unbrauchbar. Dafür hat 
das Gerät aber 2 GS/s und 50 Ohm Eingänge zu einem akzeptablen Preis.
Allgemein gilt: Viele Funktionen gleich viele Menüeben. Daran muss man 
sich halt bei jedem Gerät gewöhnen.
Der Vergleich mit meinem alten 500 MHz, 1GS/s LeCroy ist natürlich wegen 
des Preisunterschieds unfair. Bei periodischen Signalen und "Random 
Interleave Sampling" gibt es sogar 10GS/s. Außerdem rauscht der 
Y-Verstärker weniger. Leider aber nur ein Leihgerät.
Grüße von petawatt
#6340509
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Vielen Dank für die Antwort.


Horst S. schrieb:
> Siglent hat bei der Serie auch an
> ein 4-Kanal Gerät gedacht und nur einen Satz Bedienelemente für die
> Grundfunktionen spendiert. So muss ich beim SDS2202X-E ständig den zu
> bedienenden Kanal umschalten.

Das ist m.W. bei dem z.B. Rigol DS1074Z auch so, aber irgendwie muss der 
niedrige Preis auch zustandekommen.


Noch eine andere Frage in die Runde, ist vielleicht auch für andere 
interessant.

Nutzt Ihr bei einem Oszi die Möglichkeit der seriellen Decodierung, also 
z.B. für I2C? Oder kommt dann doch der LA von Saleae oder ein Clone zum 
Einsatz? Mit einem Oszi habe ich in dem Punkt keinerlei Erfahrung, 
stelle es mir aber etwas unkonfortabel vor.
Gast #6340552
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ich schrieb:
> 12345 schrieb:
>> Was die Preisbildung betrifft scheinen sowieso irgendwie mafiose
>> Strukturen dahinter zu stecken. Günstig Angebote gibts nie, oder in
>> allen Shops gleichzeitig.
>
> wie bei der Werbung. Die läuft auch immer auf allen TV-Kanälen
> gleichzeitig.

Das folgt der schönen Theorie, dass du mit dem Hersteller. bzw. 
Produktnamen zu jeder Zeit an jeder Ecke so bombardiert wirst, auf dass 
du "unbewußt" beim nächsten Kauf zu dieser Marke tendierst.

Ich schreibe "Theorie", weil ich (habe das auch schon von anderen 
gehört) es mir angewöhnt habe, soweit wie möglich Produkte zu meiden, 
deren Werbung  mich wegen Penetranz, Dümmlichkeit, oder einfach nur weil 
sie schlecht ist, nerven.
#6340572
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Hi,

Frage an den T.E:
(Falls ich die Antwort nicht übersehen habe)

Soll das Oszi eher für typische Entwicklungsarbeiten im Labor (oder 
meinetwegen der "heimischen" Maschinenhalle) genutzt werden oder eher 
für (Reparatur-)Arbeiten im Feld.

Das spielt durchaus eine Rolle für die Einschätzung. Zum einen natürlich 
für das Handling/Bedienung (s.u.), aber möglicherweise auch bei der 
Frage nach der Speichertiefe.
Im Feld wird man z.b. wohl eher seltener (bzw. gar nicht) lange 
Aufzeichnungen durchstöbern um die Datentelegramme zu analysieren die 3 
Sekunden vor oder nach dem Triggerereignis gesendet wurden.

Da ist man in der Regel zufrieden wenn man das Schirmbild ausreichend 
aufgelöst speichern kann. Vielleicht noch eine Bildschirmbreite davor 
und danach.
Dafür reichen 64kpts dann z.B. mehr als genug aus um auch noch mal 
reinzoomen zu können.

Jörg R. schrieb:
> Horst S. schrieb:
>> Siglent hat bei der Serie auch an
>> ein 4-Kanal Gerät gedacht und nur einen Satz Bedienelemente für die
>> Grundfunktionen spendiert. So muss ich beim SDS2202X-E ständig den zu
>> bedienenden Kanal umschalten.
>
> Das ist m.W. bei dem z.B. Rigol DS1074Z auch so, aber irgendwie muss der
> niedrige Preis auch zustandekommen.

Ich kenne auch kein brauchbares Gerät in dieser Preisklasse das bei 4 
Kanälen für jeden Kanal einen eigenen Regler hat. Das ist teilweise bei 
deutlich teureren Geräten nicht immer gegeben.

Natürlich finde ich es selbst auch viel angenehmer wenn ich für jeden 
Kanal direkt die Einstellungen verändern kann ohne erst wieder 
Umschalten zu müssen. (Wie oft ich das Umschalten schon vergessen 
habe...)

Wie sehr es stört hängt hier aber auch vom Einsatzzweck ab.
In der Entwicklung (egal ob jetzt beruflich oder als Hobbyist am 
Basteltisch) ist es ja eher selten das man in sehr kurzen Abständen mit 
mehreren Probes die Messpunkte wechselt. Da bleibt man oft mehrere 
Minuten mit den Probes an einem Messpunkt und beobachtet das Verhalten. 
Wenn schnell gewechselt wird, dann meist nur mit einem Kanal, während 
die Anderen Kanäle an ihrem Platz verbleiben (Ub, CS Leitung, 
Signaleingang o.ä.)um einen Bezug zum Zustand zu haben. Zudem weiß man 
was einen erwartet (bzw. erwarten sollte)
Einzelne Regler für jeden Kanal wären schöner, aber effektiv wirkt sich 
die Notwendigkeit umzuschalten wenn man den zu bedienenden Kanal 
wechseln will hier kaum aus.

Bei Reparaturarbeiten kann es anders sein. Vor allem wenn es um Geräte 
geht von denen man keine Unterlagen hat und sich dessen Funktion erst 
einmal erschließen muss. Da kommt es schon öfter vor das man auch bei 
mehreren Kanälen öfter die Position und damit die Einstellungen wechseln 
muss.
Andererseits reichen für solche Zwecke dann auch zwei Kanäle vollkommen 
aus.
Und bei solchen Dingen muss ich sagen das ich dann durchaus öfter schon 
zu meinem alten Hantek gegriffen habe weil es bequemer war.

Jörg R. schrieb:
> Noch eine andere Frage in die Runde, ist vielleicht auch für andere
> interessant.
>
> Nutzt Ihr bei einem Oszi die Möglichkeit der seriellen Decodierung, also
> z.B. für I2C? Oder kommt dann doch der LA von Saleae oder einem Clone
> zum Einsatz? Mit einem Oszi habe ich in dem Punkt keinerlei Erfahrung,
> stelle es mir aber etwas unkonfortabel vor.

Naja, ausser dem Saleae bzw. dessen Clone gibt es ja noch ein paar mehr 
LA.
ICh selbst setze verschiedene LA ein, von denen jeder seine Stärken und 
Schwächen hat. (Darunter aber auch ein Saleae) Je nach Anwendung.

Aber davon abgesehen:
JA - ich setze durchaus den Decoder im Oszi ein!
Aber auch einen LA - Je nach Erfordernis...

Du hast durchaus recht damit das es, zumindest bei den mir bekannten 
Geräten, wesentlich unkonfortabler ist mit dem OSzi zu decodieren als 
mit einem PC-Softwaregestützten LA. Es hat aber beides seine Vor- und 
Nachteile.

Das Oszilloskop ist das Mittel der Wahl wenn es um ein Problem auf dem 
Layer1 (Physikalisches Problem) geht. Also die Möglichkeit besteht das 
die Spannungen nicht passen, Störungen auf der Leitung sind, Treiber 
nicht so arbeiten wie sie sollen u.v.m.
Da ist es schon eine enorme Hilfe wenn man dargestellt bekommt welches 
Telegramm man gerade auf dem Schirm sieht. Um den Inhalt oder Aufbau der 
Telegramme geht es mir dabei aber dann immer nur in so weit wie es nötig 
ist um diese zuordnen zu können.
(Weil bestimmte Telegramme bestimmte Aktionen auslösen die Störungen 
verursachen. Oder weil man so bei Bussystemen bestimmte Telegramme einem 
ganz bestimmten Urheber zuordnen kann. Fängt ja schon bei I2C mit nur 
zwei Teilnehmern an das man erst mal wissen muss ob gerade der Master 
oder Slave aktiv ist und die Datenleitung bei manchen Bits nicht unter 
0,8V bekommt.)

Zudem kann man mit dem Skope oft auch noch Telegramme anzeigen lassen 
die der LA schon nicht mehr Dekodiert bekommt.

Der LA hingegen wird besonders dann interessant wenn die elektrische 
Funktion der Schnittstelle kein Thema (mehr) ist und es mir tatsächlich 
um den Inhalt der Telegramme geht. Überprüfen ob der Aufbau der 
Telegramme korrekt ist, ob der Inhalt passt, suchen der Stelle wo etwas 
falsches übertragen wird oder wo ein Fehlverhalten des DUT ausgelöst 
wird.
ODer beim "Reengineering" eines fremden DUT die Analyse des gesamten 
Datenstromes.

Wobei das oben geschriebene natürlich nur mein "übliches" vorgehen ist.
WEnn ich gerade mit dem Skope arbeite und es notwendig ist den Inhalt 
eines einfach aufgebauten Telegramms zu kennen das sich nicht zwischen 
zig anderen Telegrammen verbirgt, dann nehme ich dafür schon das Skope 
und richte nicht erst eine LA Umgebung ein.
(Als Beispiel etwas wie das Ausgangssignal eines einfachen 
Temperatursensors der einfach nur sekündlich seinen Messwert sendet.)

Gruß
Carsten

P.S: Habe es noch nicht geschrieben. Besitze selber ein Rigol 1054z und 
bin damit gut zufrieden. Das von anderen ins Spiel gebrachte Siglent gab 
es damals als ich mein Gerät gekauft habe noch nicht.
Würde ich heute ein neues Gerät kaufen, so wüsste ich ehrlich gerade 
nicht welches von beiden ich wählen würde. Am ende würde ich es 
wahrscheinlich davon abhängig machen was in dem Monat noch in der 
Hobbykasse ist.

Würde ich mich aktuell aber für das Rigol entscheiden, so würde ich 
vermutlich, da ja ausser 100MHz alle Optionen vorhanden sind, mir zwar 
für den Fall der Fälle auf den bekannten Sites einen 100MHz 
freischaltcode generieren lassen und den gut zur Seite legen, aber erst 
einmal auf die Nutzung verzichten so lange die höhere Bandbreite nicht 
wirklich gebraucht wird.
Viele Hobbyisten werden die gar nicht benötigen und es vermeidet 
Probleme im Gewährleistungsfall.
#6340574
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MeierKurt schrieb:
> Ich schreibe "Theorie", weil ich (habe das auch schon von anderen
> gehört) es mir angewöhnt habe, soweit wie möglich Produkte zu meiden,
> deren Werbung  mich wegen Penetranz, Dümmlichkeit, oder einfach nur weil
> sie schlecht ist, nerven.

bett1.de

die haben mich bei meiner erste Bestellung regelrecht "übers Ohr" 
gehauen.
So sehe ich das noch heute nach 3 Jahren, natürlich "formal juristisch" 
völlig korrekt!

Zur Sachlage: ich bestellte 2 Matratzen, dazu noch ein Kopfkissen.
Die Lieferung wurde angekündigt, ich nahm also 1 Tag Urlaub.

Was wurde geliefert, das Kopfkissen!
Die Matratzen nicht, ich wurde 4 Wochen vertröstet, dann stornierte ich 
den Auftrag, ich wollte ja neue Matratzen.
Das blöde Kopfkissen wollten sie aber nicht zurücknehmen 14 Tage Frist 
war ja um.
Das habe ich also nie genutzt und es ärgert mich noch heute 80,-€ für 
den Müll!
Man überlege, Matratze 199,- Kopfkissen 80,- das ist keine Relation!
Gast #6340658
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Jörg R. schrieb:
> Nutzt Ihr bei einem Oszi die Möglichkeit der seriellen Decodierung, also
> z.B. für I2C? Oder kommt dann doch der LA von Saleae oder ein Clone zum
> Einsatz? Mit einem Oszi habe ich in dem Punkt keinerlei Erfahrung,
> stelle es mir aber etwas unkonfortabel vor.

Saleae kann sehr viele Dekodierungen, da zahlt man sich dumm und 
dämlich, wenn man die alle als Oszi-Option kaufen würde. Zusätzlich ist 
es ein Logic Analyzer. Man sollte aber wissen, dass das keine Echtzeit 
Dekodierung ist.
Ein Klon ist trotzdem eine tolle und sehr günstige Alternative, wenn man 
nicht viel Geld ausgeben möchte.

Serielles Decoding mache ich auch mal am Benchtop Oszi.
Ist aber nicht ganz so komfortabel und verglichen mit meinem Picoscope 
auf Arbeit habe ich das Gefühl, es dauert ewig bis man die Einstellungen 
hat.
Außerdem nervt mich, dass man die Protokolle extra kaufen muss.
Da liebe ich einfach mein Picoscope mit sehr vielen Protokollen inklu. 
Ich habe die jetzt nicht gezählt, aber das sind irgendwas über 20 
Protokolle.
USB-Oszi ist ein ganz anderes Bediengefühl, richtige Drehknöpfe sind 
durch nichts zu ersetzen, aber bei solchen Sachen finde ich hat das 
Picoscope einfach die Nase vorne. Bei 8 Kanälen wird es auf dem Scope 
Screen auch schon eng, bei 16 Kanälen sowieso. Wer sich das mal ansehen 
möchte, Afug Info hat ein Video dazu gemacht.

https://www.youtube.com/watch?v=hP2FJPidNow


Wie Siglent heute ist, kann ich nicht beurteilen.
Früher waren sie mit Abstand die schlechtesten.
Ich würde daher auf Rigol zurückgreifen. Das ist imho der Hersteller, 
der am wenigsten "typische Chinaware" hat und Support in DE gibt es 
auch.
Die Produkte werden auch sehr lange supportet.
Wenn ich nicht irre, hat Rigol früher für Agilent hergestellt.
#6340674
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12345 schrieb:
> Was die Preisbildung betrifft scheinen sowieso irgendwie mafiose
> Strukturen dahinter zu stecken. Günstig Angebote gibts nie, oder in
> allen Shops gleichzeitig.

Das Siglent ist jetzt auch wieder nur zum "Normpreis" erhältlich.

Jedenfalls ist das für Hersteller nicht ganz risikolos, wenn es da 
wirklich Absprachen gibt:
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_18_4601
https://ec.europa.eu/competition/cartels/whistleblower/index.html
Gast #6340917
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Jörg R. schrieb:
> Carsten S. schrieb:
>> Du hast durchaus recht damit das es, zumindest bei den mir bekannten
>> Geräten, wesentlich unkonfortabler ist mit dem OSzi zu decodieren als
>> mit einem PC-Softwaregestützten LA. Es hat aber beides seine Vor- und
>> Nachteile.
>
> Neben der etwas unkonfortablen Bedienung sehe ich beim LA und PC vor
> allem den großen Bildschirm als Vorteil.

Tja und ich genau als Nachteil ;-) So unterschiedlich können Ansprüche 
sein.
Im Moment kann ich noch nichtmal ein Multimeter ablegen, ein 
Monitormonster nebst Notebook würde "Tisch abräumen" bedeuten.

Old-Papa
#6340941
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Old P. schrieb:
> Tja und ich genau als Nachteil ;-) So unterschiedlich können Ansprüche
> sein.

Es ist für Dich aber mehr ein Nachteil weil es ein Platzproblem ist, 
wenn ich deinen weiteren Kommentar richtig deute.


> Im Moment kann ich noch nichtmal ein Multimeter ablegen, ein
> Monitormonster nebst Notebook würde "Tisch abräumen" bedeuten.

Ja, das Problem habe ich eigentlich auch, bei mir steht allerdings ein 
24“ Monitor am Arbeitsplatz.

Ich bin jedoch gerade dabei dem Ganzen Platzproblem Abhilfe zu 
verschaffen. Ich plane aktuell 2 große Arbeitsplätze aus 
Küchenarbeitsplatten oder ähnlichen Platten aus dem Baumarkt. Dann 
bekommen auch die Messgeräte, Lötkolben usw. eine vernünftige und 
praktikable Unterbringung.


@Old-Papa
Wo ich Dich gerade am Telefon haben...
Ich habe in Erinnerung dass Du Dir vor schon einiger Zeit das LCR-Meter 
DE-5000 gekauft hast. Wie zufrieden bist damit? Würdest Du es 
weiterempfehlen?

Sorry für etwas OT;-)
Gast #6342987
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Jörg R. schrieb:
>
> @Old-Papa
> Wo ich Dich gerade am Telefon haben...
> Ich habe in Erinnerung dass Du Dir vor schon einiger Zeit das LCR-Meter
> DE-5000 gekauft hast. Wie zufrieden bist damit? Würdest Du es
> weiterempfehlen?
> Sorry für etwas OT;-)

Ich habe das Ding zwar nicht täglich, aber hin und wieder im Einsatz. 
Irgendwelche Vergleichsmessungen wollte ich immer mal machen, ist nie 
dazu gekommen.
Was soll ich sagen?
Alles was ich damit vermessen habe hat gepasst, die Bedienung geht so 
(nach Monaten muss man immer erst verhirnen), die Batterie ist (sind) 
immer noch die erste (ersten).
Die Genauigkeit scheint gut zu sein, vor allem im Nieder-Ohm-Bereich ist 
das Ding besser als mein Fluke 87.

Also ich würde es jederzeit wieder kaufen, auch wenns nicht gerade 
billig ist.

Gruß
Old-Papa

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