Hallo zusammen,
ich möchte mir gerne eine eigene Wetterstation bauen. Unter anderem
auch, um in das Thema STM32 Programmierung reinzukommen. Ich habe mir
ein paar ICs herausgesucht, um bestimmte Parameter wie Temperatur oder
Luftdruck messen zu können.
Ich hätte gerne gewusst, ob es auch ICs gibt, mit denen man die
Windgeschwindigkeit messen kann. Ist sowas überhaupt möglich? Bisher
habe ich nur mechanische Lösungen gesehen.
MfG
Klar, mit ein paar Venturi- oder Pitotrohren in verschiedenen Richtungen
und dazu passenden integrierten Differenzdrucksensoren ließe sich eine
Windgeschwindigkeitsmessvorrichtung realisieren. Aber ich bezweifele,
dass sie im unteren Geschwindigkeitsbereich hinreichend gut auflöst.
Andreas S. schrieb:> Aber ich bezweifele,> dass sie im unteren Geschwindigkeitsbereich hinreichend gut auflöst.
Eben.
Es wird schon Gründe geben, weshalb auch die professionellen
Wettermacher immer noch mit Schalenanemometern arbeiten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anemometer
Sie nannten ihn Mücke schrieb:> Ich hätte gerne gewusst, ob es auch ICs gibt, mit denen man die> Windgeschwindigkeit messen kann.
Google doch einfach nach Projekten die andere schon zum Laufen brachten
und versuche deren Ideen vielleicht in dein eigenes Projekt
miteinzubringen:
Vielleicht ist ja das was fuer dich - hab's nur ueberflogen und kann mir
deswegen auch kein Urteil erlauben
http://cactus.io/hookups/weather/anemometer/davis/hookup-arduino-to-davis-anemometer
Hp M. schrieb:> Eben.> Es wird schon Gründe geben, weshalb auch die professionellen> Wettermacher immer noch mit Schalenanemometern arbeiten.>> https://de.wikipedia.org/wiki/Anemometer
Auch bei den professionellen Wettermachern (was auch immer das sein
soll) gibt es mittlerweile Ultraschall Windmesser.
Sie nannten ihn Mücke schrieb:> Ich habe mir ein paar ICs herausgesucht, um bestimmte Parameter wie> Temperatur oder Luftdruck messen zu können.> Ich hätte gerne gewusst, ob es auch ICs gibt, mit denen man die> Windgeschwindigkeit messen kann. Ist sowas überhaupt möglich? Bisher> habe ich nur mechanische Lösungen gesehen
Es gibt elektronische Lösungen. Hitzedrahtanemometer und
Schallwellenkreuzvermessung.
Aber keine Messmethode ist so klein, dass sie integriert auf einen IC
passt. Mit 2 TemperaturmessICs wäre es wohl am nächsten dran, aber
ungenau.
Nimm lieber die üblichen Windräder und zähle per Lichtschranke oder
Hallsensor deren Umdrehungen.
Hp M. schrieb:> s wird schon Gründe geben, weshalb auch die professionellen> Wettermacher immer noch mit Schalenanemometern arbeiten.
Beim DWD ist das nicht so! Windgeschwindigkeiten unter 0,5 m/s können
nicht zuverlässig über längere Zeit gemessen werden. Die Kalibrierung
erfolgt ab 0,5 m/s. Der Anlauf muss bei 0,3 m/s gesichert sein. Zuvor
erfolgt eine Wartung mit Kugellageraustausch.
Übrigens beginnt der DWD jetzt gerade Schritt für Schritt mit der
Umstellung auf Ultraschallanemometer.
Einen Windsensor auf einem Chip gibt es nicht. Windmessung muss auch an
exponierten Stellen durchgeführt werden. Anemometer gibt es mit allen
möglichen Ausgangssignalen. Freuquenz, Spannung, Ströme 0...20 mA,
Ströme 4...20 mA, digitale Protokolle via EIA422, digitale Protokolle
via EIA-485, Ethernet und und und.
Holger D. schrieb:> Übrigens beginnt der DWD jetzt gerade Schritt für Schritt mit der> Umstellung auf Ultraschallanemometer.
Ich denke bei uns steht solch eine Meßstation seit mindestens über 17
Jahre. Das ist ein Mast der ca. 15 m Höhe hat. Es sind vier Röhren
wagerecht so angeordnet das über kreuz (90°) sich zwei Röhren
gegenüberstehen.
Ich hatte vor ca. 2 Jahren Glück gehabt, als ich dort vorbei kam war ein
Techniker des DWD gerade dabei eine Wartung durchzuführen. Er meinte
nur, warten Sie ein Paar Minuten, gleich bin ich fertig. Und dann
erklärte er mir die Anlage. Höchst interessant! Es ist in der Tat ein
Ultraschallanemometer. Die Anlage ist auf einer Berganhöhe exponiert
aufgestellt. Eine zweite Anlage ist ca. 12 km Luftlinie in einem Flußtal
aufgestellt.
Bei der Gelegenheit hatte er noch für die neue Version der DWD Wetter
App Werbung gemacht. Wer sie noch nicht kennt, es lohnt sich. Die Daten
sind eben aus erster Hand.
https://www.dwd.de/DE/service/dwd-apps/dwdapps_node.html
mfg Klaus
Holger D. schrieb:> Einen Windsensor auf einem Chip gibt es nicht
Ganz so ist es nicht, vom Messprinzip her sind Hitzdraht-Anemometer in
Bauteilform ausführbar, siehe z.B.
https://shop.bb-sensors.com/Messtechnik-je-Branche/Gebaeudetechnik/Thermischer-Stroemungssensor-fuer-Messmedium-Gas.html
Aber da dürften noch einige Schwierigkeiten zu überwinden sein, mir
fällt da die Richtungsunabhängigkeit ein, Einflüsse wie Temperatur,
Luftfeuchte und Luftdruck, und eine gute Auflösung von lauen Lüftchen
bis zum Tornado wird auch nicht einfach. Aber im Prinzip möglich.
Georg
Klaus R. schrieb:> Ich denke bei uns steht solch eine Meßstation seit mindestens über 17> Jahre. Das ist ein Mast der ca. 15 m Höhe hat. Es sind vier Röhren> wagerecht so angeordnet das über kreuz (90°) sich zwei Röhren> gegenüberstehen.
Ja, dass ist ein USA. Der wird aber auch gegen ein kompakteres Modell
getauscht. Gemessen wird bei vier Transducern grundsätzlich viermal.
Also jede Richtung hin und zurück. Damit rechnet sich die
temperaturabhängige Schallgeschwindigkeit heraus. Aus den
Laufzeitunterschieden wird dann der entsprechende Vektor bestimmt.
georg schrieb:> Ganz so ist es nicht, vom Messprinzip her sind Hitzdraht-Anemometer in> Bauteilform ausführbar, siehe z.B.
Das ist auch kein Windsensor sondern ein Strömungssensor. In der
Meteorologie ist Wind immer mit Geschwindigkeit und Windrichtung. Macht
ja sonst auch keinen Sinn.
Holger D. schrieb:> In der> Meteorologie ist Wind immer mit Geschwindigkeit und Windrichtung
Dass ein Schalenanemometer die Windrichtung angibt ist mir jetzt auch
neu. Danke für die Belehrung.
Georg
georg schrieb:> Dass ein Schalenanemometer die Windrichtung angibt ist mir jetzt auch> neu. Danke für die Belehrung.
Aha, ein ganz schlauer. Hat so etwas irgend jemand behauptet?
Es gibt keine Windmessstation nur mit einem Schalensternanemometer. Dort
ist immer eine Traverse verbaut. Einmal mit einem Schalensternanemometer
und einmal mit einem Windrichtungsmessgerät mit Windfahne.
Holger D. schrieb:> Einmal mit einem Schalensternanemometer> und einmal mit einem Windrichtungsmessgerät mit Windfahne
Das weiss ich auch, aber erstens hat der TO nach einem IC für die
Windgeschwindigkeit gefragt, und zweitens haben da richtigerweise einige
Antworten auf Schalenanemometer und Ultraschallgeräte verwiesen, aber du
hast es für nötig gehalten, nur mich mit meinem Hinweis auf die einzige
integrierte Möglichkeit persönlich anzupinkeln. Vielleicht erklärst du
mir ja noch warum.
Ich kann jedenfalls keinen Hinweis auf einen sachlichen Grund für deine
Angriffe finden. Persönliche Abneigung? Oder einfach der Bedarf an einer
Gelegenheit zum Pöbeln?
Georg
Wie bitte? Du hast mich der Belehrung bezichtigt und mich damit als
erstes angepinkelt.
Der TO schrieb, dass er eine Wetterstation bauen möchte und ich schrieb,
dass man neben der Windgeschwindigkeit auch die Richtung messen sollte.
Sonst macht es ja keinen Sinn.
Deine einzige integrierte Möglichkeit ist so auch nicht zu gebrauchen.
Es kein Hitzdrahtanemometer.
Wenn man mehrere dieser Sensoren verwendet kann man auch ein
Windgeschwindigkeits- und Windrichtungsmessgerät bauen. Eine Firma baut
so etwas sogar. Aber so etwas gibt es eben nicht auf einem Chip.
Auch USA mit mehr als zwei Transducern ermitteln die Windrichtung.
Nein, gegen anonyme georgs, die glauben, dass man mit einem Sensor
Windgeschwindigkeiten vom lauen Lüftchen bis zum Tornado messen kann,
habe ich nichts.
Holger D. schrieb:> gegen anonyme georgs, die glauben, dass man mit einem Sensor> Windgeschwindigkeiten vom lauen Lüftchen bis zum Tornado messen kann,> habe ich nichts.
Wenn du lesen könntest und nicht nur Streit suchen würdest hättest du
feststellen können dass ich genau das als schwierig bezweifelt habe.
Aber ich darf natürlich nicht recht haben auch wenn ich das gleiche
behaupte wie du.
Du bist halt krankhaft streitsüchtig.
Georg
Sorry, aber wie kann man sich in die Haare kriegen
für Dinge, von denen man nur Halb-Ahnung hat?
Die Zeitschrift elektor hat vor Jahren
ein Schalenanemometer ohne Windfahne veröffentlicht,
das trotzdem auch die Windrichtung anzeigen konnte.
Soweit ich mich erinnere, wurde ausgewertet,
dass bei 3 Schalen die Drehgeschwindigkeit nicht gleichmässig ist,
sondern innerhalb einer Umdrehung leicht schwankt,
je nachdem ob gerade eine Schale
von vorn oder von hinten angeblasen wird.
Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach,
wenn man sich die Verhältnisse mal
auf einem Blatt Papier aufzeichnet.
Auf den elektor-CDs ist der Artikel gewiss zu finden.
Also die reine Strömungsgeschwindigkeit kann man schon per Heißdraht
Anemometer bzw. Kaloriemetrisch messen und auch in einem recht weiten
Bereich ... hab sowas schon gemacht.
Das kniffligste ist der Nullpunkt, da die Luft am Sensor sich ja erwärmt
und aufsteigt, somit bewegt und eine Strömung vorgaukeln kann.
Es gibt derlei Sensoren als Kombination aus 2 Platinelementen auf einem
gemeinsamen Träger, einer ist die Heizung, der zweite ist der
Temperatursensor. Wenn man nun die Temperatur des Fluides kennt kann man
das Temperaturdelta variieren.
Je höher das Delta Sensor zu Fluid ist, um so empfindlicher reagiert der
Sensor auf kleinste Strömungen, senkt man das Delta wird er
unempfindlicher, dafür erweitert sich der Messbereich.
In meinem Fall hab ich quasi bei Null Strömung das Delta hoch gezogen
auf damals 40°, mit zunehmender Strömung dann runter auf bis 5° ...
allerdings löst die Methode dann auch nicht mehr so hoch auf, war in
meinem Projekt aber auch nicht tragisch, da bei 30m/s es nicht drauf
ankam ob das jetzt 29,5 oder 30,5 exakt gewesen wären.
eric schrieb:> Die Zeitschrift elektor hat vor Jahren> ein Schalenanemometer ohne Windfahne veröffentlicht,> das trotzdem auch die Windrichtung anzeigen konnte.
Stimmt nicht ganz. An einer der Schalen war eine kleine "Windfahne"
zusätzlich angebracht. Die brachte eine kleine "Unwucht" wenn sie sich
gerade mit dem Wind oder gegen den Wind bewegte.
Andreas S. schrieb:> Das ist so auch nicht ganz korrekt. Es ist keineswegs immer eine> Traverse verbaut, sondern sehr häufig befinden sich das Anemometer und> die Windfahne auf einer gemeinsamen
Kombinierte Windgeber gibt es natürlich. Aber die setzt man
normalerweise nicht gerne ein, da die Windgeschwindigkeitsmessung
unglaublich stark durch den Aufbau gestört wird. Daher wird/wurde in DL
beim DWD und Bw z.B. immer mit Traversen gearbeitet und die beiden
Komponenten zumindest etwas räumlich zu entkoppeln. Manchmal ist auch
gar kein Platz da wie z.B. auf Schiffen. Teileweise setzt die
Bundesmarine noch kombinierte Geber ein.
Es kann durchaus sein, dass die Windrichtung bei gewissen Anwendungen
nicht interessiert. Z.B. Bei Schattierungsanlagen. Aber der TO schrieb
ja, dass er eine Wetterstation bauen will und da gehört nunmal die
Windrichtung dazu.
Detlef _. schrieb:> Bei den Ultraschall Anemomtern hat sich auch gut was getan.>> Frtüher gabs nur diese Quirls:>
Also für die horizontale Windmessung (Geschwindigkeit und Richtung) nach
dem Ultraschallprinzip gibt es zwei Modelle. Da sind z.B. Thies, Lufft,
Gill ... die haben zwei Messstrecken bzw vier. Dann gibt es welche mit
drei Transducern wie bei Vaisala die WMT700 Serie. Um 3D zu messen,
werden immer sechs Transducer eingesetzt. Da sind die Schallwandler so
angebracht, dass Weder direkt horizontal noch vertikal gemessen wird.
Route_66 H. schrieb:> Stimmt nicht ganz. An einer der Schalen war eine kleine "Windfahne"> zusätzlich angebracht. Die brachte eine kleine "Unwucht" wenn sie sich> gerade mit dem Wind oder gegen den Wind bewegte.
Unwucht ist nun aber ganz schlecht für die Lagerung und Langelebigkeit -
oder?
Holger D. schrieb:> Kombinierte Windgeber gibt es natürlich.
Dann solltest Du aber keine absoluten Aussagen treffen.
> Aber die setzt man> normalerweise nicht gerne ein, da die Windgeschwindigkeitsmessung> unglaublich stark durch den Aufbau gestört wird.
Zwischen "nicht gerne einsetzen" und der grundsetzlichen
Nichtlieferbarkeit oder Nichtherstellbarkeit liegen aber Welten.
> Teileweise setzt die> Bundesmarine noch kombinierte Geber ein.
Angesichts Deiner offensichtlichen Marktkenntnis handelte es sich also
bei Deiner Aussage nicht einfach nur um Ahnungslosigkeit, sondern um
eine dreiste Lüge.
Andreas S. schrieb:>> Teileweise setzt die>> Bundesmarine noch kombinierte Geber ein.>> Angesichts Deiner offensichtlichen Marktkenntnis handelte es sich also> bei Deiner Aussage nicht einfach nur um Ahnungslosigkeit, sondern um> eine dreiste Lüge.
Da würde ich nun aber vorsichtig sein mit so einer Aussage. Wie kommst
Du dazu?
Wir kalibrieren diese Geräte für die Kollegen der Bw in Amtshilfe. Nach
meinem Kenntnisstand werden diese nur auf Schiffen verwendet. Es sind
ziemliche Trümmer. Außergewöhnlich auch das Ausgangssignal.
Halten wir mal fest: Wetterstationen wie der TO sie bauen möchte, sollen
doch die Wetterelemente messen und aufzeichnen. Diese werden dann
dargestellt oder dokumentieren den Witterungsverlauf. Hierbei ist die
Entkopplung der einzelnen Sensoren so weit wie möglich vorzunhemen um
optimale Ergebnisse zu erzielen.
Es gibt auch andere Lösungen wie kombinierte Geber. Die haben sicherlich
ihre für den Einsatz zweckmäßige Berechtigung. Es gibt ja von Lufft oder
Vaisala als Beispiel kleine Wetterhütten, die alles mögliche releativ
punktuell messen.
Flächendeckend kommen die bei aber Wetterdiensten nicht zum Einsatz.
Reine Strömungsmessgeräte, wie z.B. Schalensternanemometer an Baukränen
oder Schattierungsanlagen haben ja nur den Zweck, bei Überschreitung von
Grenzwerten z.B. die Schattierung einzuziehen.
Andreas S. schrieb:>> Teileweise setzt die>> Bundesmarine noch kombinierte Geber ein.>> Angesichts Deiner offensichtlichen Marktkenntnis handelte es sich also> bei Deiner Aussage nicht einfach nur um Ahnungslosigkeit, sondern um> eine dreiste Lüge.
So, hier noch ein Foto: Abbildung 12.30
https://www.dwd.de/DE/leistungen/pbfb_verlag_leitfaeden/pdf_einzelbaende/leitfaden6_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=3
Der Autor des Leitfadens war übrigens Dozent an der Schule für
Wehrgeophysik, später Ausbildungs- und Schulungszentrum am
Bundeswehrstandort Fürstenfeldbruck.
Ist aber für Andreas S. bestimmt auch eine dreiste Lüge ...
Holger D. schrieb:> Da würde ich nun aber vorsichtig sein mit so einer Aussage. Wie kommst> Du dazu?
Du hast die folgende Behauptung aufgestellt:
>> Es gibt keine Windmessstation nur mit einem Schalensternanemometer. Dort>> ist immer eine Traverse verbaut. Einmal mit einem Schalensternanemometer>> und einmal mit einem Windrichtungsmessgerät mit Windfahne.
Und es gibt eben hinreichend viele Windmessstationen ohne solch eine
Traverse, was ich anhand von konkreten Projekten nachgewiesen habe.
> Wir kalibrieren diese Geräte für die Kollegen der Bw in Amtshilfe. Nach> meinem Kenntnisstand werden diese nur auf Schiffen verwendet. Es sind> ziemliche Trümmer. Außergewöhnlich auch das Ausgangssignal.
Und erneut belegst Du damit Deine Fachkenntnis.
Als was bezeichnet es Du es denn sonst, wenn jemand nicht aus
Unkenntnis, sondern mit klarem Vorsatz eine unwahre Tatsachenbehauptung
aufstellt?
Andreas S. schrieb:> Du hast die folgende Behauptung aufgestellt:>>> Es gibt keine Windmessstation nur mit einem Schalensternanemometer.
Du bist blöde oder? Wind im meteorologischen Sinn ist immer
Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Ohne Windrichtung ist es die
Messung einer Strömungsgeschwindigkeit. Warum kapierst du es nicht?
>>> ist immer eine Traverse verbaut. Einmal mit einem Schalensternanemometer>>> und einmal mit einem Windrichtungsmessgerät mit Windfahne.
Das ist die Regel bei Wetterdiensten weltweit.
>> Und es gibt eben hinreichend viele Windmessstationen ohne solch eine> Traverse, was ich anhand von konkreten Projekten nachgewiesen habe.>
Und wo ist das Problem? Ich habe aufgezeigt, dass es andere Lösungen
unter Einbußen bei der Unsicherheit und Qualität gibt.
>> Wir kalibrieren diese Geräte für die Kollegen der Bw in Amtshilfe. Nach>> meinem Kenntnisstand werden diese nur auf Schiffen verwendet. Es sind>> ziemliche Trümmer. Außergewöhnlich auch das Ausgangssignal.>> Und erneut belegst Du damit Deine Fachkenntnis.
Ich verstehe es nicht. Bist Du so blöde? PDF nicht mal reingeguckt -
oder?
Holger D. schrieb:> Ich verstehe es nicht. Bist Du so blöde? PDF nicht mal reingeguckt -> oder?
Nein, warum sollte ich dort hineinschauen. Die Existenz verschiedenster
Konstruktionen steht doch überhaupt nicht zur Diskussion. Es geht nur um
die Verbreitung Deiner Lügen; die Behauptung, dass immer eine Traverse
vorhanden sein müsste, ist nicht haltbar. Aber so ist es eben mit
notorischen Lügnern, die überführt wurden: sie versuchen abzulenken und
werden ausfallend.
Naja nun. So kommt man hier nicht weiter.
Sie nannten ihn Mücke schrieb:> Ich hätte gerne gewusst, ob es auch ICs gibt, mit denen man die> Windgeschwindigkeit messen kann.
Am Markt verfügbar und für Windmessung in der Atmosphäre vorgesehen wohl
nicht.
Guten Abend zusammen,
vielen Dank für eure Antworten. Ihr habt mir schon mit der Erwähnung
wichtiger Begriffe geholfen. Ich werde mich nun u.a. in die thermische
Anemometrie und die Ultraschall Anemometrie einarbeiten und daraus für
mich eine Lösung entwickeln.
Ich möchte folgende Parameter messen:
- Luftdruck
- Luftfeuchtigkeit
- Helligkeit
- Temperatur Analog mit PT1000
- Temperaturauswertung Digital
- Luftqualitätsbestimmung mit Gassensor
- Windgeschwindigkeit und Richtung
Die Daten möchte ich mit einem BLE Module Long Range abrufen. Zusätzlich
dachte ich mir, ich könnte die Daten auch über lange Strecken mit LoRa
schicken. Die Station soll mit einem Akku betrieben werden. Über USB
kann man den Akku wieder aufladen. Wie oft alle Parameter gemessen
werden soll, muss ich mir noch überlegen.
Wenn ich mich in die Physik eingelesen habe, muss ich mir die endgültige
Umsetzung überlegen.
MfG
Kanal 2 schrieb:> Alles alte Hüte. Im FUNKAMATEUR 4/2000 S.399...402 war eine> einfache> Messanordnung für Windgeschwindigkeit mit Ultraschall beschrieben.
Das stimmt allerdings. Das gibt es mindestens seit den 60ern des
vorherigen Jahrhunderts. Allerdings ist die technische Umsetzung immer
noch eine Herausforderung.
1. Die meisten Ultraschallanemometer zeigen Schwächen bei der
Windrichtungsbestimmung; insbesondere im niedrigen
Geschwindigkeitsbereich bis 1 m/s.
2. Angenommen man hat ein Ultraschallanemometer mit vier Transducern und
dieses ist exakt symmetrisch aufgebaut und auch die Transducer sind
vermessen. Dann müsste man ja annehmen, dass die Bereiche 0°...90°,
90°...180°, 180°...270° und 270°...360° deckungsgleich sind, wenn man
einen USA bei konstanter Strömungsgeschwindigkeit dreht und bei jedem
Winkel gleich lang die Messwerte aufzeichnet. Leider ist dem nicht so.
Es gibt sogar ein Modell, welches bei einer Strömungsgeschwingkeit ab 30
m/s die Windrichtung um 180° ändert ...
Am besten funktionieren die 3D USA bei horizontaler Anströmung.
Und man muss auch beachten, dass ja fallende und abgesetzte
Niederschläge die Messung stören können.
Und es gibt noch ein Problem: Vogelverbiss