Hallo zusammen, ich möchte mir gerne eine eigene Wetterstation bauen. Unter anderem auch, um in das Thema STM32 Programmierung reinzukommen. Ich habe mir ein paar ICs herausgesucht, um bestimmte Parameter wie Temperatur oder Luftdruck messen zu können. Ich hätte gerne gewusst, ob es auch ICs gibt, mit denen man die Windgeschwindigkeit messen kann. Ist sowas überhaupt möglich? Bisher habe ich nur mechanische Lösungen gesehen. MfG
Klar, mit ein paar Venturi- oder Pitotrohren in verschiedenen Richtungen und dazu passenden integrierten Differenzdrucksensoren ließe sich eine Windgeschwindigkeitsmessvorrichtung realisieren. Aber ich bezweifele, dass sie im unteren Geschwindigkeitsbereich hinreichend gut auflöst.
Andreas S. schrieb: > Aber ich bezweifele, > dass sie im unteren Geschwindigkeitsbereich hinreichend gut auflöst. Eben. Es wird schon Gründe geben, weshalb auch die professionellen Wettermacher immer noch mit Schalenanemometern arbeiten. https://de.wikipedia.org/wiki/Anemometer
Sie nannten ihn Mücke schrieb: > Ich hätte gerne gewusst, ob es auch ICs gibt, mit denen man die > Windgeschwindigkeit messen kann. Google doch einfach nach Projekten die andere schon zum Laufen brachten und versuche deren Ideen vielleicht in dein eigenes Projekt miteinzubringen: Vielleicht ist ja das was fuer dich - hab's nur ueberflogen und kann mir deswegen auch kein Urteil erlauben http://cactus.io/hookups/weather/anemometer/davis/hookup-arduino-to-davis-anemometer
Hp M. schrieb: > Eben. > Es wird schon Gründe geben, weshalb auch die professionellen > Wettermacher immer noch mit Schalenanemometern arbeiten. > > https://de.wikipedia.org/wiki/Anemometer Auch bei den professionellen Wettermachern (was auch immer das sein soll) gibt es mittlerweile Ultraschall Windmesser.
Sie nannten ihn Mücke schrieb: > Ich habe mir ein paar ICs herausgesucht, um bestimmte Parameter wie > Temperatur oder Luftdruck messen zu können. > Ich hätte gerne gewusst, ob es auch ICs gibt, mit denen man die > Windgeschwindigkeit messen kann. Ist sowas überhaupt möglich? Bisher > habe ich nur mechanische Lösungen gesehen Es gibt elektronische Lösungen. Hitzedrahtanemometer und Schallwellenkreuzvermessung. Aber keine Messmethode ist so klein, dass sie integriert auf einen IC passt. Mit 2 TemperaturmessICs wäre es wohl am nächsten dran, aber ungenau. Nimm lieber die üblichen Windräder und zähle per Lichtschranke oder Hallsensor deren Umdrehungen.
Hp M. schrieb: > s wird schon Gründe geben, weshalb auch die professionellen > Wettermacher immer noch mit Schalenanemometern arbeiten. Beim DWD ist das nicht so! Windgeschwindigkeiten unter 0,5 m/s können nicht zuverlässig über längere Zeit gemessen werden. Die Kalibrierung erfolgt ab 0,5 m/s. Der Anlauf muss bei 0,3 m/s gesichert sein. Zuvor erfolgt eine Wartung mit Kugellageraustausch. Übrigens beginnt der DWD jetzt gerade Schritt für Schritt mit der Umstellung auf Ultraschallanemometer. Einen Windsensor auf einem Chip gibt es nicht. Windmessung muss auch an exponierten Stellen durchgeführt werden. Anemometer gibt es mit allen möglichen Ausgangssignalen. Freuquenz, Spannung, Ströme 0...20 mA, Ströme 4...20 mA, digitale Protokolle via EIA422, digitale Protokolle via EIA-485, Ethernet und und und.
Holger D. schrieb: > Übrigens beginnt der DWD jetzt gerade Schritt für Schritt mit der > Umstellung auf Ultraschallanemometer. Ich denke bei uns steht solch eine Meßstation seit mindestens über 17 Jahre. Das ist ein Mast der ca. 15 m Höhe hat. Es sind vier Röhren wagerecht so angeordnet das über kreuz (90°) sich zwei Röhren gegenüberstehen. Ich hatte vor ca. 2 Jahren Glück gehabt, als ich dort vorbei kam war ein Techniker des DWD gerade dabei eine Wartung durchzuführen. Er meinte nur, warten Sie ein Paar Minuten, gleich bin ich fertig. Und dann erklärte er mir die Anlage. Höchst interessant! Es ist in der Tat ein Ultraschallanemometer. Die Anlage ist auf einer Berganhöhe exponiert aufgestellt. Eine zweite Anlage ist ca. 12 km Luftlinie in einem Flußtal aufgestellt. Bei der Gelegenheit hatte er noch für die neue Version der DWD Wetter App Werbung gemacht. Wer sie noch nicht kennt, es lohnt sich. Die Daten sind eben aus erster Hand. https://www.dwd.de/DE/service/dwd-apps/dwdapps_node.html mfg Klaus
Holger D. schrieb: > Einen Windsensor auf einem Chip gibt es nicht Ganz so ist es nicht, vom Messprinzip her sind Hitzdraht-Anemometer in Bauteilform ausführbar, siehe z.B. https://shop.bb-sensors.com/Messtechnik-je-Branche/Gebaeudetechnik/Thermischer-Stroemungssensor-fuer-Messmedium-Gas.html Aber da dürften noch einige Schwierigkeiten zu überwinden sein, mir fällt da die Richtungsunabhängigkeit ein, Einflüsse wie Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck, und eine gute Auflösung von lauen Lüftchen bis zum Tornado wird auch nicht einfach. Aber im Prinzip möglich. Georg
Für Höhenwind nimm doch das gute alte windgewehr und ne webcam, ersteres gibt's gebraucht vom Militär: https://www.militaria4you.com/product/waterpas-met-afstelling-en-richtkijker-voor-windgeweer/
Klaus R. schrieb: > Ich denke bei uns steht solch eine Meßstation seit mindestens über 17 > Jahre. Das ist ein Mast der ca. 15 m Höhe hat. Es sind vier Röhren > wagerecht so angeordnet das über kreuz (90°) sich zwei Röhren > gegenüberstehen. Ja, dass ist ein USA. Der wird aber auch gegen ein kompakteres Modell getauscht. Gemessen wird bei vier Transducern grundsätzlich viermal. Also jede Richtung hin und zurück. Damit rechnet sich die temperaturabhängige Schallgeschwindigkeit heraus. Aus den Laufzeitunterschieden wird dann der entsprechende Vektor bestimmt.
georg schrieb: > Ganz so ist es nicht, vom Messprinzip her sind Hitzdraht-Anemometer in > Bauteilform ausführbar, siehe z.B. Das ist auch kein Windsensor sondern ein Strömungssensor. In der Meteorologie ist Wind immer mit Geschwindigkeit und Windrichtung. Macht ja sonst auch keinen Sinn.
Holger D. schrieb: > In der > Meteorologie ist Wind immer mit Geschwindigkeit und Windrichtung Dass ein Schalenanemometer die Windrichtung angibt ist mir jetzt auch neu. Danke für die Belehrung. Georg
georg schrieb: > Dass ein Schalenanemometer die Windrichtung angibt ist mir jetzt auch > neu. Danke für die Belehrung. Aha, ein ganz schlauer. Hat so etwas irgend jemand behauptet? Es gibt keine Windmessstation nur mit einem Schalensternanemometer. Dort ist immer eine Traverse verbaut. Einmal mit einem Schalensternanemometer und einmal mit einem Windrichtungsmessgerät mit Windfahne.
Holger D. schrieb: > Einmal mit einem Schalensternanemometer > und einmal mit einem Windrichtungsmessgerät mit Windfahne Das weiss ich auch, aber erstens hat der TO nach einem IC für die Windgeschwindigkeit gefragt, und zweitens haben da richtigerweise einige Antworten auf Schalenanemometer und Ultraschallgeräte verwiesen, aber du hast es für nötig gehalten, nur mich mit meinem Hinweis auf die einzige integrierte Möglichkeit persönlich anzupinkeln. Vielleicht erklärst du mir ja noch warum. Ich kann jedenfalls keinen Hinweis auf einen sachlichen Grund für deine Angriffe finden. Persönliche Abneigung? Oder einfach der Bedarf an einer Gelegenheit zum Pöbeln? Georg
Wie bitte? Du hast mich der Belehrung bezichtigt und mich damit als erstes angepinkelt. Der TO schrieb, dass er eine Wetterstation bauen möchte und ich schrieb, dass man neben der Windgeschwindigkeit auch die Richtung messen sollte. Sonst macht es ja keinen Sinn. Deine einzige integrierte Möglichkeit ist so auch nicht zu gebrauchen. Es kein Hitzdrahtanemometer. Wenn man mehrere dieser Sensoren verwendet kann man auch ein Windgeschwindigkeits- und Windrichtungsmessgerät bauen. Eine Firma baut so etwas sogar. Aber so etwas gibt es eben nicht auf einem Chip. Auch USA mit mehr als zwei Transducern ermitteln die Windrichtung. Nein, gegen anonyme georgs, die glauben, dass man mit einem Sensor Windgeschwindigkeiten vom lauen Lüftchen bis zum Tornado messen kann, habe ich nichts.
Holger D. schrieb: > gegen anonyme georgs, die glauben, dass man mit einem Sensor > Windgeschwindigkeiten vom lauen Lüftchen bis zum Tornado messen kann, > habe ich nichts. Wenn du lesen könntest und nicht nur Streit suchen würdest hättest du feststellen können dass ich genau das als schwierig bezweifelt habe. Aber ich darf natürlich nicht recht haben auch wenn ich das gleiche behaupte wie du. Du bist halt krankhaft streitsüchtig. Georg
Holger D. schrieb: > Es gibt keine Windmessstation nur mit einem Schalensternanemometer. Dort > ist immer eine Traverse verbaut. Einmal mit einem Schalensternanemometer > und einmal mit einem Windrichtungsmessgerät mit Windfahne. Das ist so auch nicht ganz korrekt. Es ist keineswegs immer eine Traverse verbaut, sondern sehr häufig befinden sich das Anemometer und die Windfahne auf einer gemeinsamen, ggf. koaxialen, Wellenkonstruktion, siehe z.B.: https://www.alamy.com/schalensternanemometer-mit-windfahne-zur-messung-von-windgeschwindigkeit-und-windrichtung-image333521947.html https://de.elv.com/ventus-ersatz-windmesser-w132-fuer-funk-wetterstation-w155-w177-und-w137-124129 Es gibt durchaus auch Windmessstationen, bei denen die Windrichtung egal ist und nur die Windstärke zählt. Diese findet man z.B. an Gebäuden mit Außenjalousien sowie an Kranen: https://www.kriwan.com/de/produkte-loesungen/krane/produktuebersicht/anemometer/
Sorry, aber wie kann man sich in die Haare kriegen für Dinge, von denen man nur Halb-Ahnung hat? Die Zeitschrift elektor hat vor Jahren ein Schalenanemometer ohne Windfahne veröffentlicht, das trotzdem auch die Windrichtung anzeigen konnte. Soweit ich mich erinnere, wurde ausgewertet, dass bei 3 Schalen die Drehgeschwindigkeit nicht gleichmässig ist, sondern innerhalb einer Umdrehung leicht schwankt, je nachdem ob gerade eine Schale von vorn oder von hinten angeblasen wird. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach, wenn man sich die Verhältnisse mal auf einem Blatt Papier aufzeichnet. Auf den elektor-CDs ist der Artikel gewiss zu finden.
Also die reine Strömungsgeschwindigkeit kann man schon per Heißdraht Anemometer bzw. Kaloriemetrisch messen und auch in einem recht weiten Bereich ... hab sowas schon gemacht. Das kniffligste ist der Nullpunkt, da die Luft am Sensor sich ja erwärmt und aufsteigt, somit bewegt und eine Strömung vorgaukeln kann. Es gibt derlei Sensoren als Kombination aus 2 Platinelementen auf einem gemeinsamen Träger, einer ist die Heizung, der zweite ist der Temperatursensor. Wenn man nun die Temperatur des Fluides kennt kann man das Temperaturdelta variieren. Je höher das Delta Sensor zu Fluid ist, um so empfindlicher reagiert der Sensor auf kleinste Strömungen, senkt man das Delta wird er unempfindlicher, dafür erweitert sich der Messbereich. In meinem Fall hab ich quasi bei Null Strömung das Delta hoch gezogen auf damals 40°, mit zunehmender Strömung dann runter auf bis 5° ... allerdings löst die Methode dann auch nicht mehr so hoch auf, war in meinem Projekt aber auch nicht tragisch, da bei 30m/s es nicht drauf ankam ob das jetzt 29,5 oder 30,5 exakt gewesen wären.
Bei den Ultraschall Anemomtern hat sich auch gut was getan. Frtüher gabs nur diese Quirls: https://shop.profec-ventus.com/product_info.php?language=de&info=p15_ultrasonic-anemometer-thies---2d.html Auch glaube, Thies war auch nur Händler und nicht Hersteller. Den Quirl gibts auch im Doppelpack in dem sich zwei gegenüber stehen für 3D Messungen. Neuer ist diese Bauform: http://www.gsg-industrietechnik.de/de/Zweiaxiales-Ultraschall-Anemometer-HD-52.3D....html Die habe ich vor Jahrzehnten schon auf einem Kriegsschiff gesehen, jetzt kommen die auch in den zivilen Gebrauch. Das sind schicke Dinger: https://www.vaisala.com/de/products/instruments-sensors-and-other-measurement-devices/weather-stations-and-sensors/wmt700 Die haben endlich mal nur die nötigen 3 Zinken für Betrag und Richtung des Windes. Sehr teuer. Ich hab mal son Ding gebaut. Das ist so schwer nicht: TX/RX aus den Ultraschall Abstandsensoren der Autos, sind auch wetterfest und billig. Geht so lala. Man mißt die Phase in beide Richtungen, Phasendifferenz ist Laufzeitunterschied. Meßbereich ist nicht so groß, weil man die Sensoren nicht nahe zusammenrücken kann und nach 2*PI mit der Eindeutigkeit Schluss ist. Ausserdem sind die extrem schmalbandig. War aber Spaß gewesen Cheers Detlef
eric schrieb: > Die Zeitschrift elektor hat vor Jahren > ein Schalenanemometer ohne Windfahne veröffentlicht, > das trotzdem auch die Windrichtung anzeigen konnte. Stimmt nicht ganz. An einer der Schalen war eine kleine "Windfahne" zusätzlich angebracht. Die brachte eine kleine "Unwucht" wenn sie sich gerade mit dem Wind oder gegen den Wind bewegte.
Andreas S. schrieb: > Das ist so auch nicht ganz korrekt. Es ist keineswegs immer eine > Traverse verbaut, sondern sehr häufig befinden sich das Anemometer und > die Windfahne auf einer gemeinsamen Kombinierte Windgeber gibt es natürlich. Aber die setzt man normalerweise nicht gerne ein, da die Windgeschwindigkeitsmessung unglaublich stark durch den Aufbau gestört wird. Daher wird/wurde in DL beim DWD und Bw z.B. immer mit Traversen gearbeitet und die beiden Komponenten zumindest etwas räumlich zu entkoppeln. Manchmal ist auch gar kein Platz da wie z.B. auf Schiffen. Teileweise setzt die Bundesmarine noch kombinierte Geber ein. Es kann durchaus sein, dass die Windrichtung bei gewissen Anwendungen nicht interessiert. Z.B. Bei Schattierungsanlagen. Aber der TO schrieb ja, dass er eine Wetterstation bauen will und da gehört nunmal die Windrichtung dazu.
Detlef _. schrieb: > Bei den Ultraschall Anemomtern hat sich auch gut was getan. > > Frtüher gabs nur diese Quirls: > Also für die horizontale Windmessung (Geschwindigkeit und Richtung) nach dem Ultraschallprinzip gibt es zwei Modelle. Da sind z.B. Thies, Lufft, Gill ... die haben zwei Messstrecken bzw vier. Dann gibt es welche mit drei Transducern wie bei Vaisala die WMT700 Serie. Um 3D zu messen, werden immer sechs Transducer eingesetzt. Da sind die Schallwandler so angebracht, dass Weder direkt horizontal noch vertikal gemessen wird.
Route_66 H. schrieb: > Stimmt nicht ganz. An einer der Schalen war eine kleine "Windfahne" > zusätzlich angebracht. Die brachte eine kleine "Unwucht" wenn sie sich > gerade mit dem Wind oder gegen den Wind bewegte. Unwucht ist nun aber ganz schlecht für die Lagerung und Langelebigkeit - oder?
Holger D. schrieb: > Kombinierte Windgeber gibt es natürlich. Dann solltest Du aber keine absoluten Aussagen treffen. > Aber die setzt man > normalerweise nicht gerne ein, da die Windgeschwindigkeitsmessung > unglaublich stark durch den Aufbau gestört wird. Zwischen "nicht gerne einsetzen" und der grundsetzlichen Nichtlieferbarkeit oder Nichtherstellbarkeit liegen aber Welten. > Teileweise setzt die > Bundesmarine noch kombinierte Geber ein. Angesichts Deiner offensichtlichen Marktkenntnis handelte es sich also bei Deiner Aussage nicht einfach nur um Ahnungslosigkeit, sondern um eine dreiste Lüge.
Andreas S. schrieb: >> Teileweise setzt die >> Bundesmarine noch kombinierte Geber ein. > > Angesichts Deiner offensichtlichen Marktkenntnis handelte es sich also > bei Deiner Aussage nicht einfach nur um Ahnungslosigkeit, sondern um > eine dreiste Lüge. Da würde ich nun aber vorsichtig sein mit so einer Aussage. Wie kommst Du dazu? Wir kalibrieren diese Geräte für die Kollegen der Bw in Amtshilfe. Nach meinem Kenntnisstand werden diese nur auf Schiffen verwendet. Es sind ziemliche Trümmer. Außergewöhnlich auch das Ausgangssignal. Halten wir mal fest: Wetterstationen wie der TO sie bauen möchte, sollen doch die Wetterelemente messen und aufzeichnen. Diese werden dann dargestellt oder dokumentieren den Witterungsverlauf. Hierbei ist die Entkopplung der einzelnen Sensoren so weit wie möglich vorzunhemen um optimale Ergebnisse zu erzielen. Es gibt auch andere Lösungen wie kombinierte Geber. Die haben sicherlich ihre für den Einsatz zweckmäßige Berechtigung. Es gibt ja von Lufft oder Vaisala als Beispiel kleine Wetterhütten, die alles mögliche releativ punktuell messen. Flächendeckend kommen die bei aber Wetterdiensten nicht zum Einsatz. Reine Strömungsmessgeräte, wie z.B. Schalensternanemometer an Baukränen oder Schattierungsanlagen haben ja nur den Zweck, bei Überschreitung von Grenzwerten z.B. die Schattierung einzuziehen.
Andreas S. schrieb: >> Teileweise setzt die >> Bundesmarine noch kombinierte Geber ein. > > Angesichts Deiner offensichtlichen Marktkenntnis handelte es sich also > bei Deiner Aussage nicht einfach nur um Ahnungslosigkeit, sondern um > eine dreiste Lüge. So, hier noch ein Foto: Abbildung 12.30 https://www.dwd.de/DE/leistungen/pbfb_verlag_leitfaeden/pdf_einzelbaende/leitfaden6_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=3 Der Autor des Leitfadens war übrigens Dozent an der Schule für Wehrgeophysik, später Ausbildungs- und Schulungszentrum am Bundeswehrstandort Fürstenfeldbruck. Ist aber für Andreas S. bestimmt auch eine dreiste Lüge ...
Holger D. schrieb: > Da würde ich nun aber vorsichtig sein mit so einer Aussage. Wie kommst > Du dazu? Du hast die folgende Behauptung aufgestellt: >> Es gibt keine Windmessstation nur mit einem Schalensternanemometer. Dort >> ist immer eine Traverse verbaut. Einmal mit einem Schalensternanemometer >> und einmal mit einem Windrichtungsmessgerät mit Windfahne. Und es gibt eben hinreichend viele Windmessstationen ohne solch eine Traverse, was ich anhand von konkreten Projekten nachgewiesen habe. > Wir kalibrieren diese Geräte für die Kollegen der Bw in Amtshilfe. Nach > meinem Kenntnisstand werden diese nur auf Schiffen verwendet. Es sind > ziemliche Trümmer. Außergewöhnlich auch das Ausgangssignal. Und erneut belegst Du damit Deine Fachkenntnis. Als was bezeichnet es Du es denn sonst, wenn jemand nicht aus Unkenntnis, sondern mit klarem Vorsatz eine unwahre Tatsachenbehauptung aufstellt?
Andreas S. schrieb: > Du hast die folgende Behauptung aufgestellt: >>> Es gibt keine Windmessstation nur mit einem Schalensternanemometer. Du bist blöde oder? Wind im meteorologischen Sinn ist immer Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Ohne Windrichtung ist es die Messung einer Strömungsgeschwindigkeit. Warum kapierst du es nicht? >>> ist immer eine Traverse verbaut. Einmal mit einem Schalensternanemometer >>> und einmal mit einem Windrichtungsmessgerät mit Windfahne. Das ist die Regel bei Wetterdiensten weltweit. > > Und es gibt eben hinreichend viele Windmessstationen ohne solch eine > Traverse, was ich anhand von konkreten Projekten nachgewiesen habe. > Und wo ist das Problem? Ich habe aufgezeigt, dass es andere Lösungen unter Einbußen bei der Unsicherheit und Qualität gibt. >> Wir kalibrieren diese Geräte für die Kollegen der Bw in Amtshilfe. Nach >> meinem Kenntnisstand werden diese nur auf Schiffen verwendet. Es sind >> ziemliche Trümmer. Außergewöhnlich auch das Ausgangssignal. > > Und erneut belegst Du damit Deine Fachkenntnis. Ich verstehe es nicht. Bist Du so blöde? PDF nicht mal reingeguckt - oder?
Holger D. schrieb: > Ich verstehe es nicht. Bist Du so blöde? PDF nicht mal reingeguckt - > oder? Nein, warum sollte ich dort hineinschauen. Die Existenz verschiedenster Konstruktionen steht doch überhaupt nicht zur Diskussion. Es geht nur um die Verbreitung Deiner Lügen; die Behauptung, dass immer eine Traverse vorhanden sein müsste, ist nicht haltbar. Aber so ist es eben mit notorischen Lügnern, die überführt wurden: sie versuchen abzulenken und werden ausfallend.
Naja nun. So kommt man hier nicht weiter. Sie nannten ihn Mücke schrieb: > Ich hätte gerne gewusst, ob es auch ICs gibt, mit denen man die > Windgeschwindigkeit messen kann. Am Markt verfügbar und für Windmessung in der Atmosphäre vorgesehen wohl nicht.
Guten Abend zusammen, vielen Dank für eure Antworten. Ihr habt mir schon mit der Erwähnung wichtiger Begriffe geholfen. Ich werde mich nun u.a. in die thermische Anemometrie und die Ultraschall Anemometrie einarbeiten und daraus für mich eine Lösung entwickeln. Ich möchte folgende Parameter messen: - Luftdruck - Luftfeuchtigkeit - Helligkeit - Temperatur Analog mit PT1000 - Temperaturauswertung Digital - Luftqualitätsbestimmung mit Gassensor - Windgeschwindigkeit und Richtung Die Daten möchte ich mit einem BLE Module Long Range abrufen. Zusätzlich dachte ich mir, ich könnte die Daten auch über lange Strecken mit LoRa schicken. Die Station soll mit einem Akku betrieben werden. Über USB kann man den Akku wieder aufladen. Wie oft alle Parameter gemessen werden soll, muss ich mir noch überlegen. Wenn ich mich in die Physik eingelesen habe, muss ich mir die endgültige Umsetzung überlegen. MfG
Alles alte Hüte. Im FUNKAMATEUR 4/2000 S.399...402 war eine einfache Messanordnung für Windgeschwindigkeit mit Ultraschall beschrieben.
Kanal 2 schrieb: > Alles alte Hüte. Im FUNKAMATEUR 4/2000 S.399...402 war eine > einfache > Messanordnung für Windgeschwindigkeit mit Ultraschall beschrieben. Das stimmt allerdings. Das gibt es mindestens seit den 60ern des vorherigen Jahrhunderts. Allerdings ist die technische Umsetzung immer noch eine Herausforderung. 1. Die meisten Ultraschallanemometer zeigen Schwächen bei der Windrichtungsbestimmung; insbesondere im niedrigen Geschwindigkeitsbereich bis 1 m/s. 2. Angenommen man hat ein Ultraschallanemometer mit vier Transducern und dieses ist exakt symmetrisch aufgebaut und auch die Transducer sind vermessen. Dann müsste man ja annehmen, dass die Bereiche 0°...90°, 90°...180°, 180°...270° und 270°...360° deckungsgleich sind, wenn man einen USA bei konstanter Strömungsgeschwindigkeit dreht und bei jedem Winkel gleich lang die Messwerte aufzeichnet. Leider ist dem nicht so. Es gibt sogar ein Modell, welches bei einer Strömungsgeschwingkeit ab 30 m/s die Windrichtung um 180° ändert ... Am besten funktionieren die 3D USA bei horizontaler Anströmung. Und man muss auch beachten, dass ja fallende und abgesetzte Niederschläge die Messung stören können. Und es gibt noch ein Problem: Vogelverbiss
Hier mal was zur Anregung: https://www.dl1glh.de/ultraschall-anemometer.html Vielleicht kann ja jemand den FA-Artikel mir zur Verfügung stellen.
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