Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Li/Ion Zellen 14S - auf Platine Löten?


von Akkumulator (Gast)


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Hallo,

ich würde mir gerne ein 12S Akkupack aus 18650 Zellen bauen.
An das zugehörige BMS können 4 Temperatursensoren angeschlossen werden.
Akkupack und BMS sollen dann in ein Gehäuse gebaut werden, so dass man 
es einfach aus dem Gerät entnehmen kann um es zu laden oder auch einfach 
nur zu tauschen.

Die aus meiner Sicht einfachste Variante wäre, die Zellen mit Lötfahnen 
zu bestellen und auf einer Platine zu bestücken. Auf dieser Platine 
wären dann auch gleich die Temperatursensoren, Montagebohrungen, ein 
15poliger Steckverbinder für's BMS, etc.

Nun sagte mir ein Bekannter, dass ich das auf keinen Fall machen sollte, 
weil die Lötstellen die hohen Ströme nicht vertragen... (3-5A cont. / 
15A peak).
Stattdessen sollten die Zellen mit Nickelstreifen verschweißt werden.

Aber ich frage mich:
Wenn das Pack dann zusammengeschweißt wird, gibt es doch trotzdem wieder 
eine Lötverbindung für die Last. Was soll das denn dann für einen 
Unterschied machen?
Außerdem löten wir doch Leistungsmosfets und Steckverbinder auch schon 
seit 1000 Jahren - auch bei wesentlich höheren Strömen...

Übersehe ich was?
Ich finde das konfektionieren eines Akkupacks mittels Platine viel 
schicker  und komfortabler als einen Schwung Zellen in Pappe und 
Schrumpfschlauch einzuwickeln, 15 Balancingkabel irgendwie dranzutüddeln 
und ein paar Temperatursensoren dazwischen zu stopfen. Und montiert 
werden muss ja auch noch...

Was spricht hier wirklich gegen Lötfahnen?

Kennt sich da jemand aus?

von Akkumulator (Gast)


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Korrektur: 14S - nicht 12S... sorry

von wer (Gast)


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Akkumulator schrieb:
> Übersehe ich was?

Ja, dein Bekannter faselt undifferenziert :)

Natürlich müssen die Leiterbahnen dann auch entsprechend breit sein, 
aber wenn sie das sind, werden die Lötverbindungen ganz automatisch auch 
massiv genug.

Akkumulator schrieb:
> Was spricht hier wirklich gegen Lötfahnen?

Es beschränkt halt die möglichen Anordnungen der Zellen, und bei 
mehreren Zellen parallel werden die Wege sehr weit (-> lange 
Leiterbahnen, hoher Widerstand)

Ansonsten fällt mir da nichts ein.

von Mark S. (voltwide)


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Dein Kumpel sollte vlt mal einen Blick in ein Akkupack des 
Akkuschraubers werfen, auch dort finden sich normale, verlötete 
Leiterplatten. Und da fließen deutlich höhere Ströme als 3 Amp.

von Akkumulator (Gast)


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Danke für eure bestärkenden Antworten.
Dann werde ich das auch mal genau so machen.

wer schrieb:
> Natürlich müssen die Leiterbahnen dann auch entsprechend breit sein,

Check!

wer schrieb:
> Es beschränkt halt die möglichen Anordnungen der Zellen, und bei
> mehreren Zellen parallel werden die Wege sehr weit (-> lange
> Leiterbahnen, hoher Widerstand)

Check!

In diesem Fall:
7 Zellen auf der Oberseite, 7 Zellen auf der Unterseite, dazwischen die 
Platine mit NTCs und am Kopfende die Steckverbinder für den 
Balanceranschluss und die Last. Ich denke, wesentlich kürzer werden die 
Verbindungen beim Zusammenschweissen auch nicht.

Mark S. schrieb:
> Dein Kumpel sollte vlt mal einen Blick in ein Akkupack des
> Akkuschraubers werfen, auch dort finden sich normale, verlötete
> Leiterplatten. Und da fließen deutlich höhere Ströme als 3 Amp.

Genau das war auch mein Argument, aber er meinte, dass dann komplizierte 
"Anlaufstrombegrenzungen" nötig sind. Gibt bestimmt auch Fälle, wo das 
so ist, aber allgemeingültig schien mir das nicht ;)

Besten Dank

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