Wie reinigt ihr Eure Platinen?

OP #6348866
Hallo,

was mich schon seit Jahren bewegt ist die Frage wie ihr eure Platinen 
nach dem Löten reinigt? Ich habe immer Probleme mit der Reinigung. Zum 
reinigen verwende ich Isopropanol. Aber herkömmliches Kolophonium 
bekomme ich damit nicht korrekt runter. Die Platine klebt danach beim 
angreifen. Dann habe ich noClean Flussmittel gekauft, Edyson FL88. Die 
Überreste sehen auch doof aus. Also mache ich das auch sauber. Die 
Platine klebt zwar nicht, aber egal ob mit Kolophonium oder FL88 
gelötet, ich habe nach der Reinigung und Trocknung eine Art Kalk drauf. 
Das kann aber kein Kalk sein. Was ist das weiß-graue und woher kommt 
das? Ich gehe dann immer nochmal mit einem kleinen Schraubendreher 
drüber und schabe das sachte ab. Das meiste platzt bei Berührung weg. Am 
Ende gehe ich nochmal mit dem trockenen Pinsel drüber.

Wie machen das denn die Leiterplattenbestücker? Da steht doch sicherlich 
niemand da und reinigt per Hand die Leiterplatten. Nur wenn es durch ein 
Bad geht müßten doch genauso Rückstände verbleiben.

Meine derzeit noch am Besten funktionierende Lösung ist Iso gemischt mit 
etwas DI Wasser. Trocknen lassen, mit Haarfön drüber, trocknen/abkühlen 
lassen. Die Reste wie oben beschrieben mit Schraubendreher und Pinsel 
entfernen. Nur muss das doch besser gehen?
Angehängte Dateien:
Gast #6349322
Achim B. schrieb:
> mit
> breitem nicht zu weichem Pinsel drauf rumfuhrwerken, trocknen lassen,
> dann eventüll Plastikspray drüber.

Und wo kommt dann das Flussmittel vom Löten hin? Nach der Beschreibung 
wird es nur gleichmässig verteilt.

Georg
#6349330
Mit Zahnbürste und Spiritus das Flussmittel schrubben. Dann kurz unter 
laufendes heißes Wasser halten um den Spiritus abzuwaschen (der gibt 
unschöne Ränder wenn er trocknet, vor allem wenn er schon mit 
Flussmittel durchsetzt ist) und das Wasser unter Heißluft wegtrocknen.
#6349344
georg schrieb:
> Und wo kommt dann das Flussmittel vom Löten hin?

Das "spritzt" links und rechts von der Platine. Man muss also für eine 
entsprechende Umgebung sorgen. Aufm Wohnzimmerteppich sollte man das 
nicht unbedingt machen...

Und keine Panik, dass der Pinsel hart wird und bleibt. Er wird zwar 
etwas hart, aber bei der nächsten Verwendung ist er sofort wieder 
"gängig".
Gast #6349355
georg schrieb:
> Nach der Beschreibung
> wird es nur gleichmässig verteilt.

Sehe ich auch so, deshalb halte ich die Platine senkrecht und spüle mit 
dem Kontakt LR noch mal alles runter, danach wird mit Druckluft 
getrocknet und sollten noch irgendwo Reste sein, die Prozedur 
wiederholt.

Kenne aber auch so einen Experten, der das Flussmittel nur verteilt und 
meint es wäre sauber, kriege jedes Mal fast Brechreiz wenn ich von ihm 
eine trübe klebrige Platine in den Händen halte. Die Person ist aber 
nicht belehrbar und legt alles als Angriff auf seine Persönlichkeit aus, 
wir haben es daher aufgegeben...
Gast #6349807
ich habe folgende Vorgehensweise,
LP mit Kontakt LR einsprühen und einer harten Zahnbürste die 
Flussmittelreste lösen. Eventuell das ganze nochmals mit Kontakt LR 
nachreinigen und mit Druckluft abblasen.
LP mit viel Isopropannol 99,9 nachreinigen und mit Druckluft abblasen.
Hiermit erziele ich die besten Ergebnisse.
Nur mit Kontakt LR gereinigte LP's waren hier auch immer klebrig.

Als Kompressor verwende ich einen Rowi DAS 300/1 der eigentlich für 
Paintbrush vorgesehen ist.
Gast #6350006
Beim reinigen von Dehnungsmessstreifen is die offizielle 
reinigungslösung 50:50 isopropyl und toluol.

Das funktioniert. Wenn man das mehrfach mitm Pinsel aufträgt und mit 
Küchenpapier aufsaugt, sieht man selbst unterm Mikroskop irgendwann 
keine Schlieren vom flussmittel mehr.
#6350021
Wie wir unsere Platinen reinigen?
Das erste Mal schon die Daten vor dem Fertigungsauftrag, da werden dann 
z.B. solche Fehler wie nicht als differentielles Paar geroutete 
USB-Datenleitungen und fehlende oder meilenweit vom IC entfernte 
Abblockkondendsatoren bereinigt!
OP #6350828
Hallo,

habe noch 2 weitere Platinen bestückt. Eine klappte ohne zusätzliches 
Flussmittel. Allerdings sah die Platine dennoch nicht schön aus. 
Flussmittelspritzer waren genügend vorhanden, kann rein optisch schon 
nicht so bleiben. Bei der anderen musste ich Flussmittel zugeben. Habe 
wieder alles mit reinen Iso abgewaschen und den Pinsel gekürzt das er 
"härter" wird. Danach habe ich auf Grund eurer Tipps das Iso nicht mit 
DI gemischt sondern mit heißen Leitungswasser. Am Ende alles mit dem 
Haarfön getrocknet und liegen lassen. Bei der einen Platine waren immer 
noch dieser graue Schleier zwischen den SMD Pins. Über Nacht, also 
heute, war der graue Schleier weg, wodurch auch immer. Sieht astrein 
aus. :-) Demnach besteht der Haupttrick im heißen Wasser. Es klebt auch 
nichts oder dergleichen, alles wunderbar.
Danke an Euch.
#6352424
Veit D. schrieb:
> @ Thorsten S.
> Alles klar Junge, gehe wieder im Sandkasten spielen.

Junge, dein Layout ist so ziemlich für die Tonne!
Sich da noch viele Gedanken um kosmetische Feinheiten, wie das Entfernen 
letzer Flußmittelreste zu machen, ist als würde man an einem Autowrack 
den Lack auf Hochglanz polieren!
Gast #6352484
Hi

>Junge, dein Layout ist so ziemlich für die Tonne!
>Sich da noch viele Gedanken um kosmetische Feinheiten, wie das Entfernen
>letzer Flußmittelreste zu machen, ist als würde man an einem Autowrack
>den Lack auf Hochglanz polieren!

Na ja, was erwartest du von jemanden, der

>was mich schon seit Jahren bewegt ist die Frage wie ihr eure Platinen
>nach dem Löten reinigt? Ich habe immer Probleme mit der Reinigung.

ist nur die Fortsetzung der Unfähigkeit des TO.

MfG Spess

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