Forum: PC Hard- und Software HDDs gehen nicht in standby


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von Sven (Gast)


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Hey zusammen

Ich habe diese Woche einen neuen Server (Ubuntu Server 20.04 auf 
A2SDi-8C-HLN4F) aufgesetzt. Leider scheitere ich seit längerem daran, 
die HDDs in standby zu versetzen. Es sind zwei WD Blue im RAID1.
Ich habe alles mögliche mit hdparm versucht, aber nicht einmal
hdparm -y ...
 bringt sie in den standby. Jedoch ist deutlich zu hören, wie sie nach 
dem Komando kurzzeitig abbremsen, aber anschlißend sofort wieder hoch 
drehen (auch die Strommessung beweist das).
Ich habe es vor und nach dem mounten versucht, aber egal wie, immer das 
selbe Ergebnis. Unmounted dürfte eigentlich keine schreib/lese Operation 
ausgeführt werden (zudem zuvor nicht einmal ein Dateiystem auf diesen 
angelegt war).

Hat einer eine Idee?

von Thomas O. (kosmos)


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Bios Update und neueste Treiber schon drauf? Ansonsten schreib mal den 
Hersteller an ob das Problem bekannt ist, damit die ggf. nachlegen.

WD Blue ist aber auch nicht gerade die Laufwerksreihe für Raid.

von Reinhard S. (rezz)


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Was passiert ohne RAID im Einzelbetrieb?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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WD Blue im Serverbetrieb ... na herzlichen Glückwunsch. In den letzten 
Jahren habe ich mindestens 5 defekte WD Blue aus diversen Serien (PC und 
Laptop) in der Hand gehabt, zwei davon waren meine eigenen Platten. Die 
Dinger baue ich nur noch in Mülltonnen ein. Da gehören die Dinger hin, 
niemals in einen Server.

von s_01 (Gast)


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Bist du sicher, das du das willst?
Raid und Idle ist ein Widerspruch. Und Idle ist für Raid eher 
kontraproduktiv. Ich habs bei den von mir betreuten Arrays in 10 Jahren 
auch nicht feststellen können...
cu

von georg (Gast)


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Sven schrieb:
> Jedoch ist deutlich zu hören, wie sie nach
> dem Komando kurzzeitig abbremsen, aber anschlißend sofort wieder hoch
> drehen

Natürlich, wenn die Software dauernd auf die Platte zugreift, wird der 
Standby-Modus auch sofort wieder verlassen. Und das System erkennt ja 
auch jederzeit wenn eine Platte angeschlossen wird, auch wenn sie nicht 
automatisch gemountet wird. Alles für die Bequemlichkeit.

Ich hatte vor längerer Zeit auch mal probiert, eine Platte schlafen zu 
legen, ist mir aber auch nur gelungen, wenn es eine reine Datenplatte 
war und ausserdem eine Notebookplatte, bei der das auch ohne hdparm 
schon eingestellt war.

Georg

von Sven (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Was passiert ohne RAID im Einzelbetrieb?

s_01 schrieb:
> Raid und Idle ist ein Widerspruch. Und Idle ist für Raid eher
> kontraproduktiv.

georg schrieb:
> Natürlich, wenn die Software dauernd auf die Platte zugreift, wird der
> Standby-Modus auch sofort wieder verlassen.

Ihr habt recht, es liegt tatsächlich an der RAID Konfiguration :(
Ich habe den RAID Verbund entfernt und sie gehen beide sofort brav 
schlafen...
Muss ich mir also anders überlegen, wie ich das anstelle.

Thomas O. schrieb:
> Bios Update und neueste Treiber schon drauf?

Nein, aber nach dem Test wird es dies wohl auch nicht ändern (ist ein 
Software RAID). Aber das Update kommt trotzdem noch...

Vielen Dank für eure Mithilfe!

von Sven (Gast)


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Ich muss mich leider erneut melden...
Wie ich nun bemerkt habe, gehen diese nur unmounted in den standby. 
Ansonsten wieder das selbe wie zuvor, kurzes runter fahren und sofort 
wieder hoch drehen.
Ich habe mal alle Dateizugriffe mit fatrace überwacht, aber ohne etwas 
auffälliges zu sehen, keine Spur von mnt darin.
Als Versuch habe ich mal noch meiene Desktop Platte eingebaut, genau das 
selbe Ergebnis...
Habt ihr noch Ideen?

von Ralf D. (doeblitz)


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Was soll denn überhaupt das Ziel der zusätzlichen Start/Stop-Zyklen in 
einem Server sein?

Normal ist das Optimalszenario für einen Server ja einkaufen, 
aufstellen, einschalten, benutzen, abschalten, entsorgen. Je weniger 
Zyklen man macht um so besser für die Platten.

von georg (Gast)


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Sven schrieb:
> nur unmounted in den standby.

Das ist doch das Tolle: ob du eine Festplatte anschliesst oder einen 
DVD-Brenner oder einen USB-Stick, das System merkt das ziemlich 
augenblicklich und schlägt dir z.B. vor, was du damit veranstalten 
willst, und was gemountet ist, wird überwacht, ob man es irgendwann 
abklemmt. Auf Zauberei beruht das nicht, sondern darauf dass ständig 
alle Anschlüsse abgeklappert werden. Wenn du etwa eine USB-Platte 
abziehst verschwindet sie kurz darauf aus dem Explorer oder vom 
Ubuntu-Desktop oder was immer man benutzt.

Das ist kein Bug sondern ein Feature. Vielleicht findet sich hier ja ein 
Linux-Freak, der weiss wo man diese Überwachungen verhindern kann. 
automount wäre mal ein Ansatz, aber ich bin kein Linuxer.

Georg

von Sven (Gast)


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Ralf D. schrieb:
> Was soll denn überhaupt das Ziel der zusätzlichen Start/Stop-Zyklen in
> einem Server sein?

Hast du dir mal angesehen, was das für ein Mainboard ist? Falls ja 
sollte dir schnell klar werden, dass man dieses Ding nicht wirklich als 
Mega-Rechenmaschine nutzt. Dementsprechend wenig Zugriffe werden auf die 
Platten erfolgen.

georg schrieb:
> Das ist doch das Tolle: ob du eine Festplatte anschliesst oder einen
> DVD-Brenner oder einen USB-Stick, das System merkt das ziemlich
> augenblicklich und schlägt dir z.B. vor, was du damit veranstalten
> willst, und was gemountet ist, wird überwacht, ob man es irgendwann
> abklemmt.

Das find ich auch toll, aber...

georg schrieb:
> Das ist kein Bug sondern ein Feature. Vielleicht findet sich hier ja ein
> Linux-Freak, der weiss wo man diese Überwachungen verhindern kann.
> automount wäre mal ein Ansatz, aber ich bin kein Linuxer.

Wenn Win das kann, dann würde ich mich stark wundern, wenn es bei Linux 
nicht geht. Aber ich kenn mich genau so wenig damit aus, leider... Da 
hoffe ich wirklich den richtigen hierfür zu finden.

von Ralf D. (doeblitz)


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Sven schrieb:
> Ralf D. schrieb:
>> Was soll denn überhaupt das Ziel der zusätzlichen Start/Stop-Zyklen in
>> einem Server sein?
>
> Hast du dir mal angesehen, was das für ein Mainboard ist? Falls ja
> sollte dir schnell klar werden, dass man dieses Ding nicht wirklich als
> Mega-Rechenmaschine nutzt. Dementsprechend wenig Zugriffe werden auf die
> Platten erfolgen.

Das beantwortet immer noch nicht die Frage, was du mit den zusätzlichen 
Start/Stop-Zyklen in deinem Server bezwecken willst, selbst wenn die 
Zahl der Zugriffe relativ gering ist.

Platten schaltet man nur dann ab, wenn es sich nicht vermeiden lässt, 
z.B. in Notebooks bei Akkubetrieb, ansonsten lässt man die nach 
Möglichkeit durchlaufen, das ist besser für Performance und Lebensdauer.

Und selbst wenn du die 99% der Zeit im Standby hast kannst du da maximal 
20kWh pro Jahr einsparen. Wenn die Platte dafür früher ausfällt zahlst 
du trotzdem drauf ...

von TR.0LL (Gast)


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Sven schrieb:
> Muss ich mir also anders überlegen, wie ich das anstelle.

ZFS
Youtube-Video "BitBastelei #171 - ZFS on Linux"

von Rolf M. (rmagnus)


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georg schrieb:
> Auf Zauberei beruht das nicht, sondern darauf dass ständig
> alle Anschlüsse abgeklappert werden. Wenn du etwa eine USB-Platte
> abziehst verschwindet sie kurz darauf aus dem Explorer oder vom
> Ubuntu-Desktop oder was immer man benutzt.

Das wird aber nicht durch andauernde Zugriffe auf die Platte gemacht. 
Der Clou ist nämlich, dass der USB-Controller dem Rechner einfach so 
mitteilt, wenn ein Gerät getrennt wurde.

Sven schrieb:
> Ralf D. schrieb:
>> Was soll denn überhaupt das Ziel der zusätzlichen Start/Stop-Zyklen in
>> einem Server sein?
>
> Hast du dir mal angesehen, was das für ein Mainboard ist? Falls ja
> sollte dir schnell klar werden, dass man dieses Ding nicht wirklich als
> Mega-Rechenmaschine nutzt. Dementsprechend wenig Zugriffe werden auf die
> Platten erfolgen.

Du meinst, das ist so langsam, dass es eh keiner benutzen will? Oder 
warum hängt die Häufigkeit, mit der man darauf zugreift, von der 
Leistungsfähigkeit ab?

von Brühpolnische (Gast)


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Sven schrieb:
> Hat einer eine Idee?

1. smartd so konfigurieren dass der smartcheck bei einem sleep 
unterbleiben soll, sonst fahren die platten hoch. I.d.R ist das schon 
entspr. eingestellt.


2. Allerhöchstwahrscheinlich Das beschissene udisks2 funkt dazwischen:
gnome-disks starten und bei jeder Platte dort:
Standby kleiner 10 min einstellen sonst weckt sie udisksd wieder. Ja das 
kann man nicht ganz abstellen. Entweder so oder udisksd deaktivieren 
oder ganz deinstallieren. Stellst du es >10 min setzt dir der 
automatisch smartcheck von udisks den Timer zurück, der fragt alle 10 
min die Werte ab.
nein diese 10min smartabfrage findet auch statt wenn dort smart 
deaktivert ist, ja das ist scheisse.
Das legt dann in /etc/udidsk2 entspr. konfigs für jede Platte an, das 
kannst du dann auch händisch ändern, die Werte dort sind die gleichen 
wie bei hdparm -y

Wenn keine drittsoftware auf udisks aufbaut kannst du es ganz 
deainstallieren, dann werden die Änderungen von hand wieder aktiv also 
per hdparm, smartd,...

3. Evt. funkt auch dein RAID-Controller dazwischen, mit dem 
RAID-Gerümpel kenne ich mich nicht aus.

von sparfux (Gast)


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Bei meinem NASigen ist es samba der die (USB-)Platten
nicht in den Schlaf kommen lässt.
Aber CIFS brauche ich eigentlich auch nicht.
Hier spricht alles NFS, ausser uralten Windosen.

von Matthias L. (limbachnet)


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In meinem NAS unter OpenMediaVault schalten die Platten problemlos nach 
längerem Idle ihre Spindelmotoren ab. Bisher hat es ihnen (WD Red 4TB, 
die alten) in IIRC knapp 4 Jahren nicht geschadet.

Da läuft der Controller NICHT im RAID-Modus, das RAID wird in Software 
von OMV bzw dem darunterliegenden Linux bereitgestellt. Funktioniert 
unauffällig.

von Sven (Gast)


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Ralf D. schrieb:
> Das beantwortet immer noch nicht die Frage, was du mit den zusätzlichen
> Start/Stop-Zyklen in deinem Server bezwecken willst, selbst wenn die
> Zahl der Zugriffe relativ gering ist.

Rolf M. schrieb:
> Du meinst, das ist so langsam, dass es eh keiner benutzen will? Oder
> warum hängt die Häufigkeit, mit der man darauf zugreift, von der
> Leistungsfähigkeit ab?

Stimmt, das hat eigentlich nichts damit zu tun...

Ralf D. schrieb:
> Platten schaltet man nur dann ab, wenn es sich nicht vermeiden lässt

Ralf D. schrieb:
> Und selbst wenn du die 99% der Zeit im Standby hast kannst du da maximal
> 20kWh pro Jahr einsparen.

20kWh sind immer noch 20kWh und ...

Matthias L. schrieb:
> Bisher hat es ihnen (WD Red 4TB, die alten) in IIRC knapp 4 Jahren nicht
> geschadet.

in meinem Desktop ist seit 6 Jahren eine WD blue eingebaut, die ca 6 
Zyklen pro Tag macht (und sie lebt immer noch).
Wenn ich das mit dem Server vergleiche, bei dem die Platten sich einmal 
6h am Stück drehen werden und die anderen 18h schlafen, wird die 
Rechnung schon aufgehen. Aber lasst das meine Sorge sein.

sparfux schrieb:
> Bei meinem NASigen ist es samba der die (USB-)Platten
> nicht in den Schlaf kommen lässt

Samba ist noch gar nicht drauf, hoffentlich macht mir das nicht noch 
mehr Ärger.

georg schrieb:
> automount wäre mal ein Ansatz

Jep, das check ich auch noch... könnte klappen, danke!

@Brühpolnische
Danke für die Tipps. Daran dachte ich eben auch, dass noch was anderes 
dazwischen funkt. Sollte es automount nicht tun, werde ich darauf 
zurückgreifen!

von Peter D. (peda)


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Sven schrieb:
> Jedoch ist deutlich zu hören, wie sie nach
> dem Komando kurzzeitig abbremsen, aber anschlißend sofort wieder hoch
> drehen (auch die Strommessung beweist das).

Dann schickt einfach das OS zyklisch ein gegenteiliges Kommando an die 
HDD.

Ich hatte mal ein ähnliches Problem früher unter W3.11. Das OS wollte 
die HDD immer nach 1min abschalten. Mit einer Batch konnte ich das auf 
max 15min verlängern. Nach dem Aufklappen waren aber wieder die 1min 
aktiv.
Heutzutage kann man das unter W10 konfigurieren, aber nur für alle HDDs 
gemeinsam.

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