Reparatur Handlampe (Leuchtstoffröhre)

OP #6350481
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Hallo,

habe im Schrank eine alte Handlampe mit Leuchtstoffröhre gefunden. 
Leider funktioniert sie nicht mehr. Bevor ich sie entsorge, wollte ich 
versuchen, sie zu reparieren oder wenigstens zu verstehen, was kaputt 
ist.

Nach dem Einstecken passiert nichts, wenn man ganz leicht an die Lampe 
klopft, flackert sie manchmal kurz auf.

Was schon versucht wurde:
Das Anschlusskabel kam mir seltsam vor, da es keinen Durchgang hatte. Da 
aber von jedem Kontakt bis zum Stecker jeweis ca. 500 Ohm gemessen 
werden, ist es vielleicht ein spezielles Kabel mit einebautem 
Widerstand.
Wozu wird der benötigt? Könnte man darauf verzichten und ein normales 
Kabel verwenden?

Der Starter wurde auch schon gegen einen andern getauscht, da ändert 
sich nichts. Ob der andere aber wirklich funktioniert, kann ich nicht 
sagen, der lag auch in besagtem Schrank.
Kann man auch einen andern Starter nehmen (neue ST117 hätte ich noch)?

Ist also das Kabel, der Starter oder dir Röhre das Problem? Wie kann ich 
das raus finden?

Vielen Dank!

Grüße
Markus
Angehängte Dateien:
#6350488
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Der Hersteller hat sich die Drossel in der Leuchte gespart und durch 
eine Wideestand ( das spezielle Widerstandskabel!) ersetzt.
Das Kabel übernimmt daher in dieser Leuchte die wichtige 
Strombegrenzungsfunktion für die Leuchtstofflampe und darf keinesfalls 
gekürzt oder gar durch normales Anschlußkabel ersetzt werden!
Gast #6350492
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Mark U. schrieb:
> ist es vielleicht ein spezielles Kabel mit einebautem
> Widerstand.

Ja.


> Wozu wird der benötigt?

Zur Strombegrenzung, anstatt der sonst üblichen Drossel.


> Könnte man darauf verzichten und ein normales
> Kabel verwenden?

Nein.


Es wird wohl die Lampe kaputt sein, miss doch mal die Filamente.
OP #6350522
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Danke für die Info so weit.

An der Röhre messe ich an beiden Seiten unendlichen Widerstand. Mit dem 
DMM wurde der größte Messbereich 20 Mega Ohm gewählt.
Dann ist wohl die Röhre hinüber, oder?

Dann schaue ich mal, wo man günstig eine Röhre her bekommen kann.

Und was bedeuten die Angaben auf dem Starter ST111 bzw. ST117?
#6350701
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Thorsten S. schrieb:

> Der Hersteller hat sich die Drossel in der Leuchte gespart und durch
> eine Wideestand ( das spezielle Widerstandskabel!) ersetzt.

Da habe ich mich eigentlich schon immer gefragt, ob ein solches
Spezialkabel wirklich billiger als eine Drossel ist.
Zur Frage das TEs: Ich vermute mal, das einfach die Leuchtstoff-
röhre das Ende Ihrer Lebensdauer erreicht hat.
Persönliche Seite #6350829
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Harald W. schrieb:
> Da habe ich mich eigentlich schon immer gefragt, ob ein solches
> Spezialkabel wirklich billiger als eine Drossel ist.

Vermutlich wurde das hauptsächlich so gemacht, weil die Lampe dadurch 
sehr kompakt und leicht ist, wenig Wärme macht (zummindest im Vergleich 
mit Glühlampen gleicher Lichtstärke). Da hat man es auch in Kauf 
genommen, dass mehr als die Hälfte der aufgenommenen Leistung im Kabel 
verheizt wurde(über der Röhre stehen etwa 80..100V). Alternativ wäre 
noch eine Drossel, im Steckernetzteilgehäuse denkbar, die aber im 
beabsichtigten Einsatzszenario mechanisch recht gefährdet wäre. Den 
gleichen Lichtstrom würde man heute mit 4W LEDs hinbekommen. Selbst mit 
Kondensatornetzteil würde das heute locker in die Leuchte reinpassen.
Gast #6351000
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Thorsten S. schrieb:
> Das Kabel übernimmt daher in dieser Leuchte die wichtige
> Strombegrenzungsfunktion für die Leuchtstofflampe und darf keinesfalls
> gekürzt oder gar durch normales Anschlußkabel ersetzt werden!

Jetzt muss ich mal ganz dumm fragen, wie die Röhre denn ohne Drossel 
startet? Normalerweise erzeugt die doch einen HV-Impuls, der die Röhre 
zündet?
Gast #6351013
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Sowas liegt auch hier im Kramkarton, ob es sich lohnt:
https://www.amazon.de/Br%C3%BCder-Mannesmann-Werkstattleuchte-M-017-T/dp/B0055KMETK/ref=sr_1_34?dchild=1&keywords=Werkstatt+Handlampe&qid=1595785237&s=diy&sr=1-34 
für 7,50 plus Versand. Früher gab's sowas für 9,95 DM im lokalen 
Autozubehörladen.

Mark U. schrieb:
> An der Röhre messe ich an beiden Seiten unendlichen Widerstand.

Eine Leuchtstoffröhre hat an beiden Enden ein Heizwendel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Fluorescent_Lamp_electrode.jpg

Zwischen den benachbarten Stiften sind ein paar Ohm zu messen, von Ende 
zu Ende nichts. Bei meiner ist ein Wendel durch.

Thorsten S. schrieb:
> Das Kabel übernimmt daher in dieser Leuchte die wichtige
> Strombegrenzungsfunktion für die Leuchtstofflampe und darf keinesfalls
> gekürzt oder gar durch normales Anschlußkabel ersetzt werden!

Im Winter bleibt das Kabel schön flexibel, der elektrische Wirkungsgrad 
der Leuchte ist aber katastrophal.

Ich messe gerade nochmal: 45 Watt Wirkleistung am Netz für eine 
8W-Röhre.
Beitrag #6351028 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6351126
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hinz schrieb:
> Manfred schrieb:
>> 45 Watt Wirkleistung am Netz für eine 8W-Röhre.
>
> Dann wird die über ihren Nennwerten betrieben, das geht halt auf die
> Lebensdauer. Bei einer solchen Werkststtlampe ist das aber zu
> verschmerzen.
>
> Nennwerte: 150mA/56V

Nennwerte der Röhren habe ich nie nachgesucht.

Ich gucke nochmal: Die von meinem Liebling "Brennenstuhl" zieht laut 
Energiekostenmesser 190mA, zeigt 45 Watt an.

Ich habe noch eine Bosch, da sind es "nur" 170mA, ich bekomme 41 Watt 
angezeigt.

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