Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Bohren mal anders.


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von herbert (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Tag zusammen!
Ich benötige eine "Picolo" Kreissäge für ultrafeine Sägearbeiten die ich 
an der großen wegen meiner Angst vor den Dicken Sägeblättern nicht 
machen will.
Für das andocken des Diamant Sägeblattes 50 mm von Proxxon an eines 
Motor mit 5mm Welle hatte ich viele Ideen.
Es gibt käuflich zb. eine Propeller Nabe aus dem Modellbau Sektor 
Wellenbohrung 5mm auf Außengewinde M10.
Es gibt was aus China, aber ob das was taugt?
Ergo hatte ich die Idee eine Madenschraube M10 x25 aus A2 ohne Spitze 
mit einer 5mm Axialbohrung zu versehen und darauf das Sägeblatt mit zwei 
Flansch Muttern zu spannen. Eine dieser Flansch Muttern wird am 
Sechskant noch für eine M3 er Madenschraube gebohrt und drückt danach 
direkt auf die 5 er Welle des Motors.
Aber das bohren axial gestaltete sich schwierig. Das ist eigentlich eine 
Arbeit für eine "Drehe". Habe ich aber nicht. Das Teil eierte merklich 
und spürbar am Schraubstock.Unbrauchbar!!
Dann hatte ich den Einfall ,die Madenschraube M10 in das Bohrfutter zu 
spannen und dafür den Bohrer in den Schraubstock. Schmieren ist so nicht 
ganz einfach , aber das Ergebnis war um Klassen besser.Der Rundlauf 
brauchbar gut. Ich hatte mit 4mm vorgebohrt,bevor ich mit dem 5er fertig 
gebohrt habe.
Ps: Wer sowas nachmachen will muss unbedingt Madenschrauben aus A2 
verwenden , da diese schwarzen Dinger welche meist brüniert sind so hart 
sind , dass sie sich nicht bohren lassen.
MfG herbert
Anbei: Foto

von L. H. (holzkopf)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
herbert schrieb:
> Für das andocken des Diamant Sägeblattes 50 mm von Proxxon an eines
> Motor mit 5mm Welle hatte ich viele Ideen.
> Es gibt käuflich zb. eine Propeller Nabe aus dem Modellbau Sektor
> Wellenbohrung 5mm auf Außengewinde M10.
> Es gibt was aus China, aber ob das was taugt?

Warum sollte das nichts taugen?
Verglichen mit Deiner improvisierten Lösung dürfte das immerhin ein 
Massen-Drehteil sein.

Dia-Sägeblätter gibt es übrigens gar nicht. Nicht mal bei Gattersägen!
Was Du im Foto zeigst ist eine Dia-Trennscheibe.
Vermutlich in galvanischer Nickel-Bindung und miserabler Qualität:
Was sich aus dem krassen Unterschied des Dia-Belages am äußeren Umfang - 
verglichen mit dem seitlichen Dia-Belag - von selbst erklärt.
Oder handelt es sich dabei um eine bereits nahezu verschlissene 
Trennscheibe?

> Ergo hatte ich die Idee eine Madenschraube M10 x25 aus A2 ohne Spitze
> mit einer 5mm Axialbohrung zu versehen und darauf das Sägeblatt mit zwei
> Flansch Muttern zu spannen. Eine dieser Flansch Muttern wird am
> Sechskant noch für eine M3 er Madenschraube gebohrt und drückt danach
> direkt auf die 5 er Welle des Motors.

Wenn die Madenschraube nur auf die Welle drückt, ist das eine riskante 
Konterung. ;)
Bei sowas solltest Du besser eine partielle Fläche auf die gehärtete 
E-Mot.-Welle schleifen, wodurch eine Madenschraube zuverlässig kontern 
kann.

> Aber das bohren axial gestaltete sich schwierig. Das ist eigentlich eine
> Arbeit für eine "Drehe". Habe ich aber nicht. Das Teil eierte merklich
> und spürbar am Schraubstock.Unbrauchbar!!
> Dann hatte ich den Einfall ,die Madenschraube M10 in das Bohrfutter zu
> spannen und dafür den Bohrer in den Schraubstock. Schmieren ist so nicht
> ganz einfach , aber das Ergebnis war um Klassen besser.Der Rundlauf
> brauchbar gut. Ich hatte mit 4mm vorgebohrt,bevor ich mit dem 5er fertig
> gebohrt habe.

Aus meiner Sicht ist das schon eine etwas arg "hingefrickelte" Lösung - 
geschuldet natürlich der Tatsache, daß Du keine Drehmaschine hast. :)
Alternativ könntest Du aber mit einer stinknomalen 8.8-Schraube zu einer 
Dreherei gehen, welche die Schraube auch am Gewinde einspannen kann.
Um sie anschließend durchbohren und mit einer Reibahle auf 5mm anpassen 
zu können.
Am Sechskant-Kopf kannst Du vorher die Querbohrung für die 
Konter-Madenschraube setzen und auch das Gewinde dafür schneiden.
"Kratzt" beim nachfolgenden Anpassen alles nicht.

> Ps: Wer sowas nachmachen will muss unbedingt Madenschrauben aus A2
> verwenden , da diese schwarzen Dinger welche meist brüniert sind so hart
> sind , dass sie sich nicht bohren lassen.

Scheint mir etwas widersprüchlich zu sein; denn selbst höher vergütete 
Stähle als 8.8 lassen sich i.d.R. besser bohren als VA-Stähle.

von herbert (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
L. H. schrieb:
> Warum sollte das nichts taugen?
> Verglichen mit Deiner improvisierten Lösung dürfte das immerhin ein
> Massen-Drehteil sein.

Hab Bilder gesehen,verkaufsfördernd schauen die nicht aus ,außerdem sind 
die recht lang.

L. H. schrieb:
> Dia-Sägeblätter gibt es übrigens gar nicht. Nicht mal bei Gattersägen!
> Was Du im Foto zeigst ist eine Dia-Trennscheibe.
> Vermutlich in galvanischer Nickel-Bindung und miserabler Qualität:

Das Teil auf dem Bild ist verschlissen. Davon habe ich neue gute mit 50 
und 85mm Durchmesser. Gute Qualität übrigens. Dto. für gewerblichen 
Einsatz an gewerblichen Maschinen kosten deutlich mehr.

L. H. schrieb:
> Wenn die Madenschraube nur auf die Welle drückt, ist das eine riskante
> Konterung. ;)

Funktioniert bei mir seit Jahren ohne Probleme,also Kirche im Dorf 
lassen.

L. H. schrieb:
> Aus meiner Sicht ist das schon eine etwas arg "hingefrickelte" Lösung -

Hast recht , absolut unprofesssionell und "mechanical no go"

L. H. schrieb:
> Alternativ könntest Du aber mit einer stinknomalen 8.8-Schraube

Hatte ich auch im Programm , aber die hat keine Zenrierung, welche die 
Madenschraube schon mitbringt.

L. H. schrieb:
> zu einer
> Dreherei gehen,

Ja, da habe ich mindestens 10 stück in unmittelbarer Umgebung die alle 
sehr günstig sind .

L. H. schrieb:
> Scheint mir etwas widersprüchlich zu sein; denn selbst höher vergütete
> Stähle als 8.8 lassen sich i.d.R. besser bohren als VA-Stähle.

Schon mal gehört, dass die gehärtet sind? Da ist A2 einfacher zu 
bearbeiten...
Ich mache mir noch zwei drei Stück davon ,die kann man immer brauchen 
und funktionieren zum Preis von einem Euro recht ordentlich. Und nicht 
mal eine Drehmaschine habe ich dafür gebraucht...;-)Auf was man nicht 
alles verzichten kann...

von Hilflos (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Und was willst da genau sägen, mit welcher Drehzahl,
wenn die Scheibe 50mm und der Motor 49mm hat? Sieht nach China aus .

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.