Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Bohren mal anders.


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von herbert (Gast)


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Tag zusammen!
Ich benötige eine "Picolo" Kreissäge für ultrafeine Sägearbeiten die ich 
an der großen wegen meiner Angst vor den Dicken Sägeblättern nicht 
machen will.
Für das andocken des Diamant Sägeblattes 50 mm von Proxxon an eines 
Motor mit 5mm Welle hatte ich viele Ideen.
Es gibt käuflich zb. eine Propeller Nabe aus dem Modellbau Sektor 
Wellenbohrung 5mm auf Außengewinde M10.
Es gibt was aus China, aber ob das was taugt?
Ergo hatte ich die Idee eine Madenschraube M10 x25 aus A2 ohne Spitze 
mit einer 5mm Axialbohrung zu versehen und darauf das Sägeblatt mit zwei 
Flansch Muttern zu spannen. Eine dieser Flansch Muttern wird am 
Sechskant noch für eine M3 er Madenschraube gebohrt und drückt danach 
direkt auf die 5 er Welle des Motors.
Aber das bohren axial gestaltete sich schwierig. Das ist eigentlich eine 
Arbeit für eine "Drehe". Habe ich aber nicht. Das Teil eierte merklich 
und spürbar am Schraubstock.Unbrauchbar!!
Dann hatte ich den Einfall ,die Madenschraube M10 in das Bohrfutter zu 
spannen und dafür den Bohrer in den Schraubstock. Schmieren ist so nicht 
ganz einfach , aber das Ergebnis war um Klassen besser.Der Rundlauf 
brauchbar gut. Ich hatte mit 4mm vorgebohrt,bevor ich mit dem 5er fertig 
gebohrt habe.
Ps: Wer sowas nachmachen will muss unbedingt Madenschrauben aus A2 
verwenden , da diese schwarzen Dinger welche meist brüniert sind so hart 
sind , dass sie sich nicht bohren lassen.
MfG herbert
Anbei: Foto

von L. H. (holzkopf)


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herbert schrieb:
> Für das andocken des Diamant Sägeblattes 50 mm von Proxxon an eines
> Motor mit 5mm Welle hatte ich viele Ideen.
> Es gibt käuflich zb. eine Propeller Nabe aus dem Modellbau Sektor
> Wellenbohrung 5mm auf Außengewinde M10.
> Es gibt was aus China, aber ob das was taugt?

Warum sollte das nichts taugen?
Verglichen mit Deiner improvisierten Lösung dürfte das immerhin ein 
Massen-Drehteil sein.

Dia-Sägeblätter gibt es übrigens gar nicht. Nicht mal bei Gattersägen!
Was Du im Foto zeigst ist eine Dia-Trennscheibe.
Vermutlich in galvanischer Nickel-Bindung und miserabler Qualität:
Was sich aus dem krassen Unterschied des Dia-Belages am äußeren Umfang - 
verglichen mit dem seitlichen Dia-Belag - von selbst erklärt.
Oder handelt es sich dabei um eine bereits nahezu verschlissene 
Trennscheibe?

> Ergo hatte ich die Idee eine Madenschraube M10 x25 aus A2 ohne Spitze
> mit einer 5mm Axialbohrung zu versehen und darauf das Sägeblatt mit zwei
> Flansch Muttern zu spannen. Eine dieser Flansch Muttern wird am
> Sechskant noch für eine M3 er Madenschraube gebohrt und drückt danach
> direkt auf die 5 er Welle des Motors.

Wenn die Madenschraube nur auf die Welle drückt, ist das eine riskante 
Konterung. ;)
Bei sowas solltest Du besser eine partielle Fläche auf die gehärtete 
E-Mot.-Welle schleifen, wodurch eine Madenschraube zuverlässig kontern 
kann.

> Aber das bohren axial gestaltete sich schwierig. Das ist eigentlich eine
> Arbeit für eine "Drehe". Habe ich aber nicht. Das Teil eierte merklich
> und spürbar am Schraubstock.Unbrauchbar!!
> Dann hatte ich den Einfall ,die Madenschraube M10 in das Bohrfutter zu
> spannen und dafür den Bohrer in den Schraubstock. Schmieren ist so nicht
> ganz einfach , aber das Ergebnis war um Klassen besser.Der Rundlauf
> brauchbar gut. Ich hatte mit 4mm vorgebohrt,bevor ich mit dem 5er fertig
> gebohrt habe.

Aus meiner Sicht ist das schon eine etwas arg "hingefrickelte" Lösung - 
geschuldet natürlich der Tatsache, daß Du keine Drehmaschine hast. :)
Alternativ könntest Du aber mit einer stinknomalen 8.8-Schraube zu einer 
Dreherei gehen, welche die Schraube auch am Gewinde einspannen kann.
Um sie anschließend durchbohren und mit einer Reibahle auf 5mm anpassen 
zu können.
Am Sechskant-Kopf kannst Du vorher die Querbohrung für die 
Konter-Madenschraube setzen und auch das Gewinde dafür schneiden.
"Kratzt" beim nachfolgenden Anpassen alles nicht.

> Ps: Wer sowas nachmachen will muss unbedingt Madenschrauben aus A2
> verwenden , da diese schwarzen Dinger welche meist brüniert sind so hart
> sind , dass sie sich nicht bohren lassen.

Scheint mir etwas widersprüchlich zu sein; denn selbst höher vergütete 
Stähle als 8.8 lassen sich i.d.R. besser bohren als VA-Stähle.

von herbert (Gast)


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L. H. schrieb:
> Warum sollte das nichts taugen?
> Verglichen mit Deiner improvisierten Lösung dürfte das immerhin ein
> Massen-Drehteil sein.

Hab Bilder gesehen,verkaufsfördernd schauen die nicht aus ,außerdem sind 
die recht lang.

L. H. schrieb:
> Dia-Sägeblätter gibt es übrigens gar nicht. Nicht mal bei Gattersägen!
> Was Du im Foto zeigst ist eine Dia-Trennscheibe.
> Vermutlich in galvanischer Nickel-Bindung und miserabler Qualität:

Das Teil auf dem Bild ist verschlissen. Davon habe ich neue gute mit 50 
und 85mm Durchmesser. Gute Qualität übrigens. Dto. für gewerblichen 
Einsatz an gewerblichen Maschinen kosten deutlich mehr.

L. H. schrieb:
> Wenn die Madenschraube nur auf die Welle drückt, ist das eine riskante
> Konterung. ;)

Funktioniert bei mir seit Jahren ohne Probleme,also Kirche im Dorf 
lassen.

L. H. schrieb:
> Aus meiner Sicht ist das schon eine etwas arg "hingefrickelte" Lösung -

Hast recht , absolut unprofesssionell und "mechanical no go"

L. H. schrieb:
> Alternativ könntest Du aber mit einer stinknomalen 8.8-Schraube

Hatte ich auch im Programm , aber die hat keine Zenrierung, welche die 
Madenschraube schon mitbringt.

L. H. schrieb:
> zu einer
> Dreherei gehen,

Ja, da habe ich mindestens 10 stück in unmittelbarer Umgebung die alle 
sehr günstig sind .

L. H. schrieb:
> Scheint mir etwas widersprüchlich zu sein; denn selbst höher vergütete
> Stähle als 8.8 lassen sich i.d.R. besser bohren als VA-Stähle.

Schon mal gehört, dass die gehärtet sind? Da ist A2 einfacher zu 
bearbeiten...
Ich mache mir noch zwei drei Stück davon ,die kann man immer brauchen 
und funktionieren zum Preis von einem Euro recht ordentlich. Und nicht 
mal eine Drehmaschine habe ich dafür gebraucht...;-)Auf was man nicht 
alles verzichten kann...

von Hilflos (Gast)


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Und was willst da genau sägen, mit welcher Drehzahl,
wenn die Scheibe 50mm und der Motor 49mm hat? Sieht nach China aus .

von herbert (Gast)


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Hilflos schrieb:
> Und was willst da genau sägen, mit welcher Drehzahl,
> wenn die Scheibe 50mm und der Motor 49mm hat? Sieht nach China aus .

Zu deiner Beruhigung kann ich dir mitteilen , dass ich noch eine Scheibe 
mit 85 und 100mm habe. Aber mit einem angepassten Sägetischchen kann man 
trotzdem mit Hirn Holzteile bis 14mm Dicke und 20mm Breite trennen,oder 
Freihand trennen... natürlich nicht mit dem Diamant-Blatt da habe ich 
schon was mit richtigen Zähnen dran.

Hilflos schrieb:
> Sieht nach China aus .

Ja, die Fertigteile oder Normteile kommen vermutlich aus China.
Im übrigen ging es hauptsächlich in meinem Beitrag um das spezielle 
bohren mit statischem Bohrer und rotierendem Teil, was bessere 
Ergebnissen in Sachen Rundlauf bringt.
Wer keine Drehe hat kann sehr gut bestimmte Aufgaben mit Norm oder 
anderen Fertigteilen welche man entsprechend anpasst lösen. Da muss man 
halt intensiv "sinnieren".

von Hilflos (Gast)


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herbert schrieb:
> mit statischem Bohrer und rotierendem Teil, was bessere
> Ergebnissen in Sachen Rundlauf bringt.

Ich verstehs nicht ganz, weil es ist doch einerlei ob der Bohrer oder 
das Werkstück schief eingespannt ist, oder der Bohrer oder das Werkstück 
eiert. Das Problem bleibt doch immer dasselbe, wie richte ich die Achse 
korrekt aus? Es ist schon schwierig genug, einen Pfahl senkrecht in den 
Boden zu rammen, da nützt auch eine 3D-Wasserwaage nix mehr. Ungleich 
schwieriger bei kleinen Teilen.

Andererseits ist die Idee mit dem 'Umkehrschluß' gar nicht so schlecht, 
in gewissen Fällen kann das durchaus Vorteile bringen. Mir fällt ein, 
ich glaub beim (Gewehr-) Laufbohren machen die das auch so. Weil sonst 
schießt man um die Ecke. Die Israelis haben so ein 
Um-die-Ecke-Schießen-Gewehr entwickelt . Und setzen es auch im 
Häuserkampf ein.


Gut gefallen hat mir die Wellenbefestigung, ist ein komplexes Problem. 
Ich hab nämlich auch eine Menge Motoren, aber wie flanscht man da was 
drauf? Hab eine Zeitlang an einer Nähspulen-Umspulvorrichtung gebastelt. 
Mit zwei Gummirädern, ein Bastel-Stirngetriebe. Weil ich die 
Spulen-Aufsteckvorrichtung nicht auf die Welle brachte. Eierfrei. Und 
zum Glück zufällig eine (mit Lichtschranke) um 7,- mit/wegen 
China-Stecker im warehousedeal ergattert.

Insofern -  Gut gebrüllt Löwe !

von Rainer S. (enevile) Benutzerseite


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herbert schrieb:
> Bohren mal anders.
Meinst wohl sägen.

herbert schrieb:
> wegen meiner Angst vor den Dicken Sägeblättern nicht machen will.
Aber selber bauen ist ok? Wo sind die Griffe? Wo ist der Schutz, wenn 
das Blatt fliegen geht.
Du hast eine komische Angst.

https://www.youtube.com/watch?v=dsJMNsJxh_U
Hier mal ein gescheites Gerät wo du gar keine Angst haben muss.

: Bearbeitet durch User
von Heinz M. (Gast)


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L. H. schrieb:
>> Es gibt was aus China, aber ob das was taugt?
> Warum sollte das nichts taugen?

Genau. Alles was aus China kommt ist gut. Und vor allem sooo billig.
Kann man jederzeit unbesehen kaufen.

von herbert (Gast)


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Rainer S. schrieb:
> herbert schrieb:
>> Bohren mal anders.
> Meinst wohl sägen.

Nein...bohren...

Rainer S. schrieb:
> Aber selber bauen ist ok? Wo sind die Griffe? Wo ist der Schutz, wenn
> das Blatt fliegen geht.

Völliger Unsinn ...sowas geht nicht"fliegen"...

Rainer S. schrieb:
> Du hast eine komische Angst.

Ja, je filigraner die Scheibe umso kleiner ist sie...

Rainer S. schrieb:
> Youtube-Video "Tischkreissäge | TKS 80 - Festool"
> Hier mal ein gescheites Gerät wo du gar keine Angst haben muss.

Und mit dieser soll ich jetzt Kleinteile mit 1cm im Quadrat tennen 
/sägen?
Und wie ich da bei der Angst hätte...

Heinz M. schrieb:
> L. H. schrieb:
>>> Es gibt was aus China, aber ob das was taugt?
>> Warum sollte das nichts taugen?
>
> Genau. Alles was aus China kommt ist gut. Und vor allem sooo billig.
> Kann man jederzeit unbesehen kaufen.

Selbst wenn du das in einem deutsche Shop kaufen tust, kommt das meiste 
aus China.
Aber ich habe Spaß dabei , bestimmte Probleme mit Fertigteilen 
/Normteilen zu lösen. Trainiert mein Hirn und schützt vor Demenz und 
erspart einen oft den Einsatz von Maschinen die man nicht hat.

von herbert (Gast)


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Ach ja, hier fast fertig in meiner alten Platinen-Säge ,dessen 
Getriebe-Antrieb jetzt durch einen Direkt-Antrieb ersetzt werden musste. 
Ich bekam keine Riemen mehr. Allerdings ist bei mir eine ganz neue in 
der Fertigung und zu 50% fertig. Ebenfalls wieder mit Getriebe aber mit 
Zahnriemen die ich auch noch in 100 Jahren kaufen kann. Außerdem hat die 
neue auch eine Schnitthöhen Einstellung und einen auf Linearlager 
basierenden Schiebe-Anschlag.

von Hilflos (Gast)


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herbert schrieb:
> Platinen-Säge
Was ist/sind das genau für ein Motor(en)?

Ich hätte sowas auch schon gerne lange. Mikro-Schneider.
Hab mir mal so Mini-Kreissägen fürn Dremel besorgt. Einen 
Sekundenbruchteil, der Stift hat sich verbogen und das Zeug ist 
geflogen. Eine Sau gehabt...



herbert schrieb:
> Aber ich habe Spaß dabei ,
> Trainiert mein Hirn und schützt vor Demenz und
> erspart einen oft den Einsatz von Maschinen die man nicht hat.

Solches kann man in diesem Jung-Dement-Schimpf-Forum gar nicht oft und 
intensiv genug betonen.

von herbert (Gast)


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Hilflos schrieb:
> herbert schrieb:
>> Platinen-Säge
> Was ist/sind das genau für ein Motor(en)?

Ich benutze DC- Bürstenmotore  mit unterschiedlichen Spannung und 
Leistungsbedarf. Welle muss mindestens 5mm haben. Oft habe ich die bei 
Pollin gekauft , aber aktuell hat er nur noch ein Exemplar mit 6,35 
Zahnwelle. Ja diese Dinger aus Restposten werden schön langsam rar.  Auf 
E*** hat einer eine Pollin Motor für den ich 2 Euro bezahlt habe für das 
10 fache zum verkaufen. China und Ama+++ ist auch eine Quellle. Ab einer 
Motor Input -Leistung von 40 Watt kann man mit einer Diamantscheibe von 
Proxxon locker Platinen schneiden. Mit fein gezahnten Sägeblätter auch 
Holz und Kunststoff.Aber alle Motore die ich habe leisten deutlich mehr 
als 200 Watt.
Man braucht halt auch ein Netzteil mit regelbarer Spannung und 
mindestens 10A ,mehr ist auf alle Fälle besser. gestern bekam ich von 
Pollin 4 Motore die ich oben erwähnt habe, die haben schon bei 10 Volt 
etwas 5A Leerlaufstrom. Wie man die befestigt muss man sich was 
ausdenken denn stirnseitig ist in den Bohrungen kein Gewinde vorhanden 
und schneiden traue ich mir nicht ,da die Späne von den Magneten in das 
innere des Motors gezogen werden. Das halte ich nicht für gut.

von Rainer S. (enevile) Benutzerseite


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Kannst du mal ein Video von deiner Anwendung machen?

von herbert (Gast)


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Rainer S. schrieb:
> Kannst du mal ein Video von deiner Anwendung machen?

Nein, ich habe kein Stativ für so etwas. Aber ein Platinchen kann ich 
dir zeigen ,damit du ein Vorstellung bekommst wie nah man der 
Trennscheibe mit den Fingern kommen kann. So etwas mache ich mit deinem 
Vorschlag bestimmt nicht. ;-)

von Hilflos (Gast)


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herbert schrieb:
> deutlich mehr
> als 200 Watt.

Was wieviel ?
Also alles ab 24V min 10A!
Das schaut so winzig aus ... 12V-Universal-motor.

> Platinchen
Scheixx mich an.
Nun Versteht man, warum du das selber machst.


Rainer S. schrieb:
> Du hast eine komische Angst.
Du, glaub ich, einen unkomischen Leichtsinn!


Ich hab mal mit der Kreissäge 5cm-Styroporplatten geschnitten. Wennst 
die verkantest (500g) bist arm . Flatterige Nerven, SCHOCK die Finger 
sind weg

von herbert (Gast)


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Motore gibt es ab 7,2 Volt bis 36 Volt. Es gibt auch 220 Volt Dc Motore.
Das mit den 40 Watt Input war für mich nur ein Versuch mal festzustellen 
wie viel Leistung man zum schneiden von Fr4 benötigt. Ich habe 
eigentlich nur die Spannung soweit verkleinert bis es gerade noch ging 
und dann den Strom abgelesen. Meine Motoren drehen bei der Nennspannung 
über 20000 U/min. Das ist für meine Diamantscheibe zu viel. Da ich über 
einen Laser- Drehzahlmesser verfüge kann ich mir die optimalste Spannung 
festlegen. Ich schneide ja trocken also ohne Kühlung und da hält man 
sich an die Angaben des Herstellers.

von Hilflos (Gast)


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herbert schrieb:
> 20000 U/min

Das wären bei 50mm-'Scheiben' dann erst 53m/s.
Ich hab eine Menge Schleifzeug, wo genau dasselbe Durchmesser-Problem 
besteht: Umfangsgeschwindigkeit vs. Umdrehungszahl .

Mit den herkömmlichen Maschinen kommt man da nicht weit. Sieht man ja an 
jedem Schleifbock. Für jeden Durchmesser muß eine eigene Maschine 
angeschafft werden. Mit PWM lassen sich die meisten auch nicht 
runterregeln. Und rauf sowieso nicht. Also braucht man spezielle 
Motoren, bei denen man zuerst eine Verbindung zwischen Welle und 
Werkzeug schaffen muß. Und dann die Leistung. Hat schon jeder 'Dremel' 
gute 125W. Und 15V-Akkuschrauber ebenso. Meine erste 'Tischkreissäge' 
hat/te 750W, da kannst bestenfalls 5mm-Sperrholz schneiden. So sammelt 
sich das Glump zusammen ...

irgendwie "wiederverwerten".

Wirklich -brauchbare- Maschinen sind eben teuer .
Zeit oder Geld - das ist die ewige Frage !

von L. H. (holzkopf)


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herbert schrieb:
> Ab einer
> Motor Input -Leistung von 40 Watt kann man mit einer Diamantscheibe von
> Proxxon locker Platinen schneiden. Mit fein gezahnten Sägeblätter auch
> Holz und Kunststoff.

Schlage vor, daß wir hier NICHT vom Hundertsten ins Tausendste 
abschweifen. :)

Die Rede ist hier von Trennschnitten mit Diamanttrennscheiben (Dia-TS), 
mit denen man prinzipiell alles auf der ganzen Welt trennen kann.
Allerdings muß man dabei berücksichtigen, daß Dia-TS negative Schneiden 
haben, die etwas zerspanen können sollen.
Heißt - für Holzzerspanung sind Dia-TS nicht gerade bestens geeignet, 
weil dazu positive Schneiden besser geeignet sind, was man bei jedem 
Gatter-Sägeblatt besichtigen kann.

Heißt folglich auch - die Domäne des Einsatzbereiches von Dia-TS liegt 
eher bei schwer zerspanbaren Werkstoffen.
Kunststoffe liegen an sich (je nach Spezifikation) im Übergangsbereich 
zwischen weich und hart, und sie können deshalb annähernd gleich gut und 
wahlweise mit positiven ODER negativen Schneiden getrennt werden.

Ansonsten hat generell das Prinzip Gültigleit, daß die effektivste 
Zerapanung IMMER davon abhängt, mit welcher Geschwindigkeit sie machbar 
ist.
Können wir uns bitte auf diese Richtigkeiten einigen, damit wir 
Einzelaspekte bestmöglich einordnen können?

> Aber alle Motore die ich habe leisten deutlich mehr
> als 200 Watt.

Und warum aktivierst Du dann nicht dann nicht die volle 
Leistungsfähigkeit Deiner Motoren?

> Man braucht halt auch ein Netzteil mit regelbarer Spannung und
> mindestens 10A ,mehr ist auf alle Fälle besser.

Hier "klebst" Du aus meiner Sicht viel zu sehr gedanklich im DC-Bereich 
"fest".
Was sind denn schon 24VDC (bei 10A) Großartiges - verglichen mit 230VAC 
(bei 10A)??
Denk dabei bitte auch mal an die Zerspanung/Zeiteinheit. ;)

> gestern bekam ich von
> Pollin 4 Motore die ich oben erwähnt habe, die haben schon bei 10 Volt
> etwas 5A Leerlaufstrom. Wie man die befestigt muss man sich was
> ausdenken denn stirnseitig ist in den Bohrungen kein Gewinde vorhanden
> und schneiden traue ich mir nicht ,da die Späne von den Magneten in das
> innere des Motors gezogen werden. Das halte ich nicht für gut.

Willst Du Dich wirklich an solchen Pipifax-Motoren orientieren, die Du 
für einen möglichst "lauen Tarif" ergattern kannst??

Um solche "lausigen" Motoren befestigen zu können, brauchst Du Dir nicht 
lang etwas auszudenken:
Die klemmt man ringsum fest und ganz gewiß nicht zwischen Platten.
So, wie Du das w.o. in einem Bild verlinkt hast.

herbert schrieb:
> Das mit den 40 Watt Input war für mich nur ein Versuch mal festzustellen
> wie viel Leistung man zum schneiden von Fr4 benötigt. Ich habe
> eigentlich nur die Spannung soweit verkleinert bis es gerade noch ging
> und dann den Strom abgelesen.

Kann man schon auch so betreiben.
Minimalistisch:
Angefangen mit den Motoren und endend beim "Stromsparen".

Ob das jedoch sinnvoll ist bezweifele ich aus den gen. Gründen. :)

> Meine Motoren drehen bei der Nennspannung
> über 20000 U/min. Das ist für meine Diamantscheibe zu viel.

Wie kommst Du denn nur auf sowas Absurdes?

> Da ich über
> einen Laser- Drehzahlmesser verfüge kann ich mir die optimalste Spannung
> festlegen. Ich schneide ja trocken also ohne Kühlung und da hält man
> sich an die Angaben des Herstellers.

Die optimale Spannung ist diejenige, bei der Du die höchste 
Zerpanungsleistung erreichen kannst.
Was hier die 20000 U/min wären.

Dazu brauchst Du auch keinerlei Drehzahlmesser, sondern mußt nur die v_U 
berechnen bzw. kontrollieren.
Kannst hier mal die w.o.g. 85mm Deiner größten TS bei 20000 U/min 
eingeben:
http://www.vondercrone.de/berech/umdreh.html

Da landest Du bei einer v_U von ca. 90m/s.
Mit Deiner kleineren TS (50mm) liegst Du ohnehin darunter.

Ist alles überhaupt kein "kritisches" Thema:
- Maßgeblich ist bei metallischen Bindungen der Grenzwert, bei dem sich 
der Grundkörper "auslängt", und bei St50 ist das bei ca. 150m/s der 
Fall.
- Trocken- oder Naß-Schnitt ist dabei an sich vernachlässigbar, 
wenngleich natürlich Naßschnitt ganz generell die Werkzeuge "schont".

Was auch immer Dein Hersteller bzgl. TS angibt:
Verbiondlich ist nur das, was nach h.M. Sache ist und auch sein sollte, 
damit man sich auch darauf verlassen kann.
Ohne irgendwas in "grenzwertigen" Bereichen zu betreiben.

herbert schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Dia-Sägeblätter gibt es übrigens gar nicht. Nicht mal bei Gattersägen!
>> Was Du im Foto zeigst ist eine Dia-Trennscheibe.
>> Vermutlich in galvanischer Nickel-Bindung und miserabler Qualität:
>
> Das Teil auf dem Bild ist verschlissen. Davon habe ich neue gute mit 50
> und 85mm Durchmesser. Gute Qualität übrigens. Dto. für gewerblichen
> Einsatz an gewerblichen Maschinen kosten deutlich mehr.

Was meinst Du, warum Dia-TS (von Herstellern erzeugt) deutlich mehr 
kosten?
Abzocke oder wg. der Garantie, daß diese TS auch das "mitmachen", was 
sie nach h.M. mitzumachen haben?
Stellt Dein Lieferant die TS selbst her oder bezieht er sie aus 
preisgünstigsten Quellen?
Sind alles Fragen über Fragen, die jedoch Einiges schon erhellen können. 
;)

von herbert (Gast)


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L. H. schrieb:
> Schlage vor, daß wir hier NICHT vom Hundertsten ins Tausendste
> abschweifen. :)

Gut, warum kotzt du mir Dinge vor die Füße, die so relevant für meine 
Arbeit sind wie ein Sack Reis der in China umgefallen ist? Du belehrst 
mich Über vermeintliche Fakten ,welche gar nicht behauptet,angesprochen 
oder geäußert wurden. Und: Ich halte mich auch künftig an 
Hersteller-Angaben auch wenn der "Holzkopf" was anderes meint.
"Nomen ist Omen" "Holzkopf ,ich weiß jetzt nichts anderes wo sich das 
deutlicher zeigt. Freitag Abend ...

von Percy N. (vox_bovi)


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L. H. schrieb:
> Verbiondlich ist nur das, was nach h.M. Sache ist und auch sein sollte,
> damit man sich auch darauf verlassen kann.

L. H. schrieb:
> Abzocke oder wg. der Garantie, daß diese TS auch das "mitmachen", was
> sie nach h.M. mitzumachen haben?

Nein, die haben das mitzumachen, was der Hersteller spezifiziert bzw der 
Verkäufer verspricht. Genau das ist verbindlich.
Das, was Du hier so niedlich h.M. nennst, ist bestenfalls 
Verkehrsauffassung, eher Konsumentenerwartung.

: Bearbeitet durch User
von Hilflos (Gast)


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L. H. schrieb:
> Schlage vor, daß wir hier NICHT vom Hundertsten ins Tausendste
> abschweifen. :)
Bei vollen 3 Seiten Text eine starke Ansage.

> die volle Leistungsfähigkeit Deiner Motoren?
gar viel hast mit Motoren wohl noch nicht zu tun gehabt?
Oder mit Schnittgeschwindigkeiten nahe am Zeigefinger .


L. H. schrieb:
> Da landest Du bei einer v_U von ca. 90m/s.
Und wozu brauchst 90 (!) m/s ? Flexscheiben dürfen bei max. 80 betrieben 
werden. Und auch nur: wenn sie NICHT eiern.
Da Feiertag ist, flüstere ich dir mal was:

Ich betreibe Klingspor- schleift wie Sau! -Schleifmops (KM613 d80x40) an 
einer -Bohrmaschine. Sind für 40m/s zugelassen. Und, nein, auch nicht 
bei vollen 3000 U/min (ie. 12,6m/s) , sondern in letzter Zeit häufig 
knapp am unteren Limit. Sagen wir mal 800-1000 U/min (~4-5m/s).
Das ermöglicht ein äußerst präzises Schleifergebnis. Perfektes glattes 
Entgraten. Außerdem: Bei diesem Gewicht bräuchtest eine 
fliehkrafterprobte Spezialmaschine, damit dir die Trümmer nicht um die 
Ohren fliegen.

Bei der Lötspitze hab ich d30x10mm mit K240 im 'Dremel' bei 
geringstmöglicher Geschwindigkeit laufen gehabt. Das ist bereits sooo 
schnell, K240 entspricht ~K400! Schleifen, daß man nur noch mit 
Lupenbrille arbeiten kann.

Es ist bei Flexscheiben, Fiberscheiben, Klettschleifscheiben, 
Schleifbändern (und auch bei Schleifböcken) genau dasselbe. Die rennen - 
für Präzision - alle viel zu schnell. Übliche Maschinen sind für 
Grobmotoriker am Bau gebaut, für sonst niemand .


Ich hoffe , daß du jetzt verstehst, warum herbert solche Maschinen baut.

von Nick M. (Gast)


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L. H. schrieb:
> Dia-Sägeblätter gibt es übrigens gar nicht.

Selbst da nicht: https://www.pkd-sonderwerkzeuge.de/pkd-saege/

von herbert (Gast)


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Hilflos schrieb:
> Übliche Maschinen sind für
> Grobmotoriker am Bau gebaut, für sonst niemand .

Gut beschrieben! Holzkopf bezeichnet meine Motoren als "pipifax". Ich 
kann nur sagen , wenn er da mit seinen Fingern rein kommt ,dann sind die 
weg.
Es gibt halt die unterschiedlichsten Maschinen für die 
unterschiedlichsten Arbeiten. Ein Uhrmacher braucht was anderes als der 
Mann am Bau.

Nick M. schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Dia-Sägeblätter gibt es übrigens gar nicht.
>
> Selbst da nicht: https://www.pkd-sonderwerkzeuge.de/pkd-saege/

 ;-) Also doch Diamant-Sägeblatt auch bei den teuren Profis... Na ja, 
Holzkopf betrachtet das Thema mehr aus der theoretischen Ecke. Ich habe 
auch viel gelernt , auch viel vergessen , aber wenn ich was wissen  will 
weiß ich wo ich die Antwort finde. Ich bin Praktiker, bei mir muss man 
keinen Notarzt rufen oder einen Verbandskasten suchen wenn ich Werkzeug 
in die Hand nehme. Außerdem habe ich jede Menge Lösungspotential in 
meiner Birne, abseits von den ausgetretenen Pfaden so mancher 
Ingenieure. Lösungswege für ein Problem gibt es oft viele.Letztendlich 
kann man aber immer nur einen umsetzen.Da muss man sich halt 
entscheiden.

von L. H. (holzkopf)


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Nick M. schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Dia-Sägeblätter gibt es übrigens gar nicht.
>
> Selbst da nicht: https://www.pkd-sonderwerkzeuge.de/pkd-saege/

Interessanter Hinweis, der mit galv. Dia-Bindung allerdings rein gar 
nichts zu tun hat.

herbert schrieb:
>> Selbst da nicht: https://www.pkd-sonderwerkzeuge.de/pkd-saege/
>
>  ;-) Also doch Diamant-Sägeblatt auch bei den teuren Profis... Na ja,
> Holzkopf betrachtet das Thema mehr aus der theoretischen Ecke.

Hier irrst Du Dich (leider). ;)
Im Kontext ist nur von einer galv. Dia-Bindung die Rede.
Was beinhaltet, daß aus der einlagigen Nickelbindung von Diamanten NUR 
negative Schneiden herausstehen.
Was deshalb auch etwas völlig anderes ist als PKD- oder Stellit-Besatz 
von Sägeblättern.

Nur Du sprachst bei Deiner galv. Dia-Bindung von einem Sägeblatt.
Schon vergessen?
herbert schrieb:
> Für das andocken des Diamant Sägeblattes 50 mm von Proxxon an eines
> Motor mit 5mm Welle hatte ich viele Ideen.

Was schlicht und einfach falsch ist, weil es sich dabei um eine 
Trennscheibe (TS) handelt.
Ich bleibe dabei:
In galv. Dia-Bindung gibt es keine Sägeblätter.

Weil es völlig sinnlos wäre, auf positiven Schneiden Diamanten in galv. 
Bindung anzubringen.
Denn die würde es unter Belastung sofort aus der Bindung herausfetzen.
Bei TS sind ja bereits die Winkel von 90° am Umfang höchst kritisch für 
die effektive galv. Anhaftung von Diamanten.
Oder was glaubst Du, warum Profi-TS dort keine 90°-Winkel haben, sondern 
Radien?

Du magst Dir von mir aus Deine TS schön- und gutreden wie Du das willst.
Sie ist und bleibt dennoch alles andere als eine Profi-TS. :)

Denn die sind ganz anders aufgebaut:
1) Radien am Umfang, die auch dann noch erkennbar sind, wenn die TS 
beendet ist.
2) Der Belag seitlich höchstens ca. 2-3mm beidseits heruntergezogen.
3) Im Abstand von 120° zueinander sind dabei beidseits nur sogen. 
Räumer-Segmente ca. 10mm weit heruntergezogen, die für den Freischnitt 
sorgen.

> Außerdem habe ich jede Menge Lösungspotential in
> meiner Birne, abseits von den ausgetretenen Pfaden so mancher
> Ingenieure...

Es genügt, Erfahrung zu haben, um einordnen zu können, wohin Deine Idee 
"Bohren mal anders" anzusiedeln ist.
Nämlich unter "quick and dirty".

Wenn hier jemand der Allgemeinheit weismachen will, daß er eine Bohrung 
von
D=4mm mit einem 5mm-Bohrer unter den gen. Bedingungen paßgenau aufbohren 
könnte, dann kann er sowas vielleicht seiner Oma erzählen, die das dann 
auch glaubt.

von Nick M. (Gast)


Lesenswert?

L. H. schrieb:
>>> Dia-Sägeblätter gibt es übrigens gar nicht.
>>
>> Selbst da nicht: https://www.pkd-sonderwerkzeuge.de/pkd-saege/
>
> Interessanter Hinweis, der mit galv. Dia-Bindung allerdings rein gar
> nichts zu tun hat.

Wenn du von angeblich nicht vorhandenen Diamant-Sägeblättern sprichst, 
dann bleib auch dabei!
Galvanisch gebunden bedeutet nämlich, dass es eine Trennscheibe / 
Schleifscheibe ist. Hast du auch selbst so festgestellt in deinem 
ursprünglichen Beitrag. Eine Säge hat immer eine definierte 
Schneidengeometrie, eine Schleifscheibe nicht.

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