Hallo,
es geht und das schwenken eines Ventilators.
ein mikro Drucktaster muss jedes mal nach dem Einschalten betätigt
werden.
Kann ich das umgehen und auf dauerbetrieb umschalten ?
Überbrücken des mikro Tasters ist nicht möglich, da er nach dem
einschalten ein kurzes signal benötigt.
Danke schon mal für Ihre Hilfe.
Hans W. schrieb:> Kann ich das umgehen und auf dauerbetrieb umschalten ?
Du könntest dafür sorgen, dass der Motor für die Schwenkerei dauernd
Strom bekommt.
Es fehlen noch ein paar grundlegende Angaben von dir.
Welche Spannung wird eingespeist?
Wie ist der Taster angeschlossen?
Schau dir dazu die kleine Platine aus deinem zweiten Bild genau an, und
versuche herauszufinden, wo die an den Taster Leitungen hingehen.
Eigentlich hatte ich mir ein Vollbild nur der Platine vorgestellt, auf
dem man sehen kann wie die Bauteile miteinander verbunden sind. Auf
deinen Bildern kann man leider nicht erkennen wie der Taster
angeschlossen ist.
Was ist denn das für ein seltsamer Ventilator? Alle die ich kenne haben
dazu einen mechanischen Hebel, der ein Schalt-Getriebe betätigt, dass
vom einzigen Haupt-Motor angetrieben wird.
ist es so besser ersichtlich?
es gibt 2 Stufen für den Lüfter, und den Taster für das Schwenken ( mit
2 Anschlägen, wie ich das sehe ?) , dabei dreht sich der komplette
untere Teller.
Gruss
Hans W. schrieb:> ist es so besser ersichtlich?
Kannst du auf dem Bild erkennen wie der Taster angeschlossen ist, und wo
die Verbindungen hingehen? Ich nicht!
Was ist an einem formatfüllenden Bild der Platine, auf dem man die
Verbindungen erkennen kann, so schwer zu verstehen? Hat deine Kamera
keine Makroeinstellung?
Die neue Fotos sind schon viel besser.
Die Lötstellen von dem Schalter würde mal korrigieren, der wackelt sich
sonst bestimmt bald lose. Was für eine Scheiß Qualität!
M1 ist ein Transistor, der die Drehzahl des Lüfters mittel PWM steuert.
U2 ist eine H-Brücke, welche den Schwenkmotor antreibt.
U1 ist ein Mikrocontroller, die diese die PWM für den Lüfter generiert
und den Schwenkmotor steuert.
Offenbar sind die beiden Endschalter parallel geschaltet. Sie liefern
ein HIGH Signal an den Mikrocontroller, der daraufhin die Laufrichtung
umschaltet.
Der Taster hängt offenbar an der selben Signal-Leitung, zieht sie
allerdings über einen Widerstand auf LOW, wenn man ihn betätigt. Das
müssen wir überprüfen.
Messe die Spannung an den gezeigten Punkten:
a) Nach dem Einschalten
b) Während der linke Endschalter betätigt ist
c) Während der rechte Endschalter betätigt ist
d) Während der Taster gedrückt ist
Und finde bitte heraus, ob man den Taster bereits vor dem Einschalten
des Ventilators gedrückt halten kann und dann erst einschalten. Reagiert
er darauf, oder nicht?
wenn ich den Taster gedrückt halte, dann vom Strom trenne und wieder
einschalte, muss ich ihn erneut Drücken, dass das Schwenken
funktioniert.
Danke für Ihre Info, aber das Hilft mir nicht wirklich weiter für den
Dauerbetrieb :(
Hans W. schrieb:> wenn ich den Taster gedrückt halte, dann vom Strom trenne und wieder> einschalte, muss ich ihn erneut Drücken, dass das Schwenken> funktioniert.>> Danke für Ihre Info, aber das Hilft mir nicht wirklich weiter für den> Dauerbetrieb :(
Ich stimme mit Stefans Analyse überein, auch wenn es dir gerade nicht
weiterhilft. Allerdings, um einen Rat zu geben, muss man die Schaltung
zuerst verstehen. Und um eine unbekannte Schaltung zu verstehen, muss
man zumeist einige Messungen vornehmen. Da wir dies nicht selbst machen
können, bist du hier gefordert.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Offenbar sind die beiden Endschalter parallel geschaltet. Sie liefern> ein HIGH Signal an den Mikrocontroller, der daraufhin die Laufrichtung> umschaltet.>> Der Taster hängt offenbar an der selben Signal-Leitung, zieht sie> allerdings über einen Widerstand auf LOW, wenn man ihn betätigt. Das> müssen wir überprüfen.
Ich denke der Widerstand soll nur einen Kurzschluss verhindern, falls
Taster und Endschalter gleichzeitig geschaltet werden. D.h. der uC
müsste den Eingang auf irgendeiner definierter Spannung halten
(seltsam), und eine Änderung nach LOW bedeutet Taster während eine
Änderung nach HIGH einen betätigten Endschaltet bedeutet.
> Messe die Spannung an den gezeigten Punkten:>> a) Nach dem Einschalten> b) Während der linke Endschalter betätigt ist> c) Während der rechte Endschalter betätigt ist> d) Während der Taster gedrückt ist
Ja, das solltest du tun, sonst rätseln wir nur herum.
> Und finde bitte heraus, ob man den Taster bereits vor dem Einschalten> des Ventilators gedrückt halten kann und dann erst einschalten. Reagiert> er darauf, oder nicht?
Das wäre mit deiner Antwort also geklärt. Der uC muss eine Änderung
sehen.
Hans W. schrieb:> Danke für Ihre Info, aber das Hilft mir nicht wirklich weiter für den> Dauerbetrieb :(
Mir hilft es auch nicht weiter. Denn jetzt müssen wir in Erfahrung
bringen, wie lange du warten musst, bevor der Taster gedrückt werden
darf. Reicht eine Sekunde?
Wir brauchen auch noch die Spannungspegel, die du messen solltest.
Es wird wohl auf einen programmierten Mikrocontroller hinaus laufen. An
dieser Stelle bietet sich ein ATTiny45 (z.B. programmiert mit Arduino)
an.
Ein Kondensator bildet im ersten Moment einen Kurzschluss, vielleicht
reicht das schon aus. Ein paar Mikrofarad, oder ein Elko, da muss noch
die Polarität bekannt sein. Wahrscheinlich ist Masse Minus.
Ein hochohmiger Entladewiderstand parallel dazu könnte noch helfen.
Christoph db1uq K. schrieb:> Ein Kondensator bildet im ersten Moment einen Kurzschluss, vielleicht> reicht das schon aus.Hans W. schrieb:> wenn ich den Taster gedrückt halte, dann vom Strom trenne und wieder> einschalte, muss ich ihn erneut Drücken, dass das Schwenken> funktioniert.
Also nein Christoph, diese einfachste Lösung ist bereits ausgeschlossen.
Es ist seltsam, daß selbst einfache Sachen heutzutage nicht mehr ohne
Elektronik verwirklicht werden sollen oder können. Unser 40 Jahre alter
Ventilator mit vier Stufen und einschaltbaren Getriebe macht das noch
total ohne Sensorik und Elektronik. Macht einfach weiter wenn die
Netzspannung wieder angelegt wird. Auch gab es in den 40 Jahren nicht
die geringsten Probleme. Technik die funktioniert.
Kopfschüttel über die moderne Methoden der Produktverwirklichung.
Viele Haushaltsgeräte kämen auch ohne Billigst Elektronik wie früher
aus. Die vielen Kondensatornetzteile warten bei dauerndem Betrieb aufs
Ausfallen nach ein paar Jahren...
Es geht hier nicht um gegen Elektronik als solches zu wettern, sondern
darum, dass in solchen Gerätschaften um jeden Cent gefeilscht wird,
Ersatzteile oft nicht erhältlich oder beträchtlich überteuert sind und
Reparatur vom wirtschaftlichen Standpunkt weder vorgesehen noch
erwünscht ist und durch entsprechende Schwierigkeiten (Öffnen)
systematisch torpediert wird. Das Fehlen von Schaltbildunterlagen
unterminiert solches Vorgehen. Der Einsatz von uC die man nicht als
Ersatzteil bekommt, ist ein weiterer Nagel im Sarg des Konsumermülls.
Und so werden die Berge von entsorgten Gerätschaften immer höher...
Es lebe diese Art von umweltblinden Zerstörungskapitalusmus!
Man mag den Nachkriegsjahren viel Schlechtes nachsagen, aber wenigstens
war Reparatur vieler Konsumerprodukte möglich und durch den Hersteller
und Kräften unterstützt. Kennt jemand der jüngeren Generation noch den
Begriff "Rundfunk und Fernsehtechniker Beruf"? Da hat die
hochintegrierte LSI Digitaltechnik und Bauweisen einen dicken Strich
durch schwere Komponentenaustauschbarkeit gemacht.
Komisch, wir waren damals auch mit dem Wenigen was wir hatten zufrieden.
Kaum etwas mußte vorzeitig entsorgt werden. In unserer Zeit werden die
planetaren Ressourcen mit kurzlebiger, schlechter Technik verprasst und
vergiften nebenbei die Umwelt beim Recyclen. Milliarden an uC werden
jährlich produziert. 90% davon werden höchstwahrscheinlich nicht sehr
lange im Betrieb sein. Digitale Protokoll umstellungen, nicht
upgradebare Gerätschaften tragen zu weiteren beträchtlichen unnötigen
Wegwerfpraktiken. Milliarden von funktionsfähigen Handies werden
jährlich weggeworfen. Was ist das nur für ein Wahnsinn. Wieviele Router
mußten bis jetzt durch "Fortschritt" weggeworfen werden weil sie nicht
auf den aktuellen Technikstand gebracht werden können. Wieviele PCs
könnte man noch gut verwenden wenn die Betriebssysteme und die SW nicht
so anspruchsvoll wären.
Mit unserer modernen Technikwirtschaftsphilosophie Und Abhängigkeiten
haben wir uns offensichtlich ganz schöne Baseliskeneier gelegt die uns
noch viele Nackenschläge und Sorgen bereiten werden.
Ein Maschinenstürmer schrieb:> Es ist seltsam, daß selbst einfache Sachen heutzutage nicht mehr ohne> Elektronik verwirklicht werden sollen oder können.
Wirklich? Keine hat gesagt, dass es nicht ohne Elektronik geht.
Es handelt sich allerdings um ein Gerät das elektrische Signale
benötigt. Sicher kannst du das auch mit einem mechanischen Zeitschalter
lösen. Aber der wäre mindestens 30x so teuer, weswegen kaum noch jemand
solche Dinger produziert.
Ansonsten stimme ich dir zu, dass im Haushalt stellenweise mehr
Elektronik eingesetzt wird, als im Sinne des Umweltschutzes sinnvoll
wäre.
Wenn der Drucker zum ein/aus schalten nur einen mechanischen
Wippschalter hätte, könnte er sich bei nicht-gebrauch nicht alleine
abschalten. Das wäre für die Umwelt wiederum schlechter. Ein bisschen
komplexere Elektronik kann also dem Umweltschutz dienen.