Hallo, wollte nochmal nachfragen, bevor ich einen Kniff verpenne, wie den zur Messung der eigenen Vcc des AVR, wo man technisch mit dieser als Vref geschaltet die interne Bandgap Ref mißt, wobei also die gemessene Spannung tatsächlich größer sein kann, als die interne Vref. Das geht nicht zufällig irgendwie auch mit externen Meßspannungen, um den Spannungsteiler einzusparen? Anwendung ist eine umgebaute Solarlampe, die einen AVR betreibt, der die 1.2V-Akkuspannung tracken möchte.
batman schrieb: > der eigenen Vcc des AVR, wo man technisch mit dieser als Vref geschaltet > die interne Bandgap Ref mißt, wobei also die gemessene Spannung > tatsächlich größer sein kann, als die interne Vref. Wie denn? Zeichne dir das mal auf und beachte dabei, dass Vbandgap aus Vcc erzeugt wird und deshalb nie größer als Vcc werden kann. Wenn Vcc als Vref genommen wird, kann deshalb Vbandgap nie größer als Vref werden.
Das ist doch ein alter Trick, um die eigene Vcc im AVR zu messen: Man schaltet die Vcc als Vref und die Vbg als Vin, wobei letztere damit im Meßbereich des ADC (0<=Vin<=Vref=Vcc) liegt. Ausgeführt Z.B. hier https://www.arduinoforum.de/arduino-Thread-Messen-der-eigenen-Betriebsspannung-mit-dem-Arduino Aber beim Blick auf die MUX-Verdrahtung im AVR ist eigentlich klar, dass das mit externen Meßspannungen nicht geht, weil man die eben nicht durch den Ref-MUX schalten kann, wie die Vcc. Danke, beantwortet. :)
Du misst die Spannung der internen Bandgap-Referenz mit ca. 1.1V mit der Referenz VCC, die im Bereich von (je nach Typ und Versorgungsspannung) 1.8V ... 5.5V liegt, also immer kleiner als VCC ist. Das ist immer ohne externe Beschaltung möglich (außer, je nach Typ, einem Block-C an ARef und AVCC). Beachte: die interne Referenz ist nicht exakt 1.1000V, so dass meist eine Anpassung der Berechnung notwendig ist (Tiny25: Vref = min. 1.0V ... max. 1.2V), wahrscheinlich für jedes Exemplar individuell. batman schrieb: > Anwendung ist eine umgebaute Solarlampe, die einen AVR betreibt, der die > 1.2V-Akkuspannung tracken möchte. Das passt jetzt aber nicht ganz zur Frage. Ich dachte, du willst die Versorgung des µC messen? Welcher läuft denn mit 1.2V?
batman schrieb: ... > Messung der eigenen Vcc des AVR, wo man technisch mit dieser als Vref > geschaltet die interne Bandgap Ref mißt, wobei also die gemessene > Spannung tatsächlich größer sein kann, als die interne Vref. Nicht kann. Muß. Wenn man Vcc als Referenzspannung nimmt, dann kann man nur Spannungen zwischen 0 und Vcc messen. Die interne Bandgap-Referenz erfüllt offensichtlich diese Bedingung. Wie sollte deren Spannung auch höher werden als die Betriebsspannung? Was deine Frage angeht: wenn du die Klemmenspannung eines 1.2V Akku messen willst, dann liegt die inderne Referenz mit 1.1V in der Tat ungünstig. Du darfst dir aussuchen, ob du die Spannung des Akkus mit einem Spannungsteiler heruntersetzt oder dem AVR eine externe Referenzspannung zuführst. Wenn du die Betriebsspannung des AVR irgendwie stabilisierst, reicht die ja womöglich schon. Eine Präzisionsmessung soll es ja wahrscheinlich nicht werden, eher eine "Akku leer" Erkennung.
Axel S. schrieb: > wenn du die Klemmenspannung eines 1.2V Akku > messen willst, dann liegt die inderne Referenz mit 1.1V in der Tat > ungünstig. Du darfst dir aussuchen, ob du die Spannung des Akkus mit > einem Spannungsteiler heruntersetzt oder dem AVR eine externe > Referenzspannung zuführst. Zumindest einige (oder sogar alle?) AVRs hätten ja auch die 2.56V interne Referenz zur Verfügung.
batman schrieb: > Hallo, > wollte nochmal nachfragen, bevor ich einen Kniff verpenne, wie den zur > Messung der eigenen Vcc des AVR, wo man technisch mit dieser als Vref > geschaltet die interne Bandgap Ref mißt, wobei also die gemessene > Spannung tatsächlich größer sein kann, als die interne Vref. > Das geht nicht zufällig irgendwie auch mit externen Meßspannungen, um > den Spannungsteiler einzusparen? Naja, bei dem Trick Vcc des AVRs ohne externe Beschaltung zu messen zäumt man ja das Pferd von hinten auf: Du stellst als Vref Vcc ein und misst damit die interne Referenz (die du am Besten vorher einmal ausgemessen hast). Davon merkst du dir den Countwert des ADC und du weist bei diesem Countwert: Das ist die interne Referenz (z.B. 1.1V). Dann kannst du hier jetzt zurück rechen welche Referenzspannung erforderlich ist um diesen Countwert für 1.1V zu erhalten. Is nen simpler Dreisatz > Anwendung ist eine umgebaute Solarlampe, die einen AVR betreibt, der die > 1.2V-Akkuspannung tracken möchte. Du lässt den Attiny mit 1.2V laufen? Es gibt inzwischen AVRs denen 1.2V reicht? Ging irgendwie an mir vorbei.
Nee, die typ. unvermeidliche 99 Cent Solar-Gartenlampe setzt ihren 1.2V Akku hoch auf >3V für die weiße LED. Von letzterer versorgt sich der AVR, erstere will er tracken. Aber stimmt, für die bloße Akku-leer-Erkennung langt vielleicht gerade noch der Bereich <1.1V. Mal ausprobiern.
HildeK schrieb: > Zumindest einige (oder sogar alle?) AVRs hätten ja auch die 2.56V > interne Referenz zur Verfügung. Da war ich wohl etwas verwöhnt von den Tinyx5 und Tinyx61, die ich meist verwende. Viele andere haben das wohl doch nicht. batman schrieb: > Nee, die typ. unvermeidliche 99 Cent Solar-Gartenlampe setzt ihren 1.2V > Akku hoch auf >3V für die weiße LED. > Von letzterer versorgt sich der AVR, erstere will er tracken. > Aber stimmt, für die bloße Akku-leer-Erkennung langt vielleicht gerade > noch der Bereich <1.1V. Mal ausprobiern. Ja gut, aber dann solltest du die VCC nicht als Vref verwenden, die dürfte zu sehr schwanken und du brauchst sie auch nicht. Also hier: einfach die 1.1V Bandgapreferenz nehmen, bei vollem Akku steht halt dann der ADC-Wert am oberen Anschlag - das ist auch eine Aussage :-). Und die untere Grenze mit <1.1V ist ja der interessante Bereich und reicht, um den Akku vor Tiefentladung zu schützen. Aber was machst du, wenn du 'Akku leer' erkennst? Dann alles abschalten, auch den Prozessor? Den Step-Up musst du ja auch abhängen, sonst leert sich der Akku weiter ...
Der Stepup ist jetzt bei kleiner AVR-Last ein paar Tage durchgelaufen und der anfangs leere Akku hat 1.35V von dem winzigen Solarmodul auf der Fensterbank, also da gibts schon etwas Spielraum, im wörtlichen Sinne. :)
HildeK schrieb: > AVRs hätten ja auch die 2.56V interne Referenz zur Verfügung. Eigentlich schon frech, diese Spannung auf 3 Stellen genau anzugeben... ;-)
batman schrieb: > Der Stepup ist jetzt bei kleiner AVR-Last ein paar Tage durchgelaufen > und der anfangs leere Akku hat 1.35V von dem winzigen Solarmodul auf der > Fensterbank, also da gibts schon etwas Spielraum, im wörtlichen Sinne. > :) Ja schon, aber auflösen kannst du erst unterhalb der internen Referenzspannung. Gut, 1.1V ist auch noch kein ganz leerer Akku und man kann dann auch z.B. mit dem WD-Timer immer wieder für 8s in Tiefschlaf gehen. Lothar M. schrieb: > Eigentlich schon frech, diese Spannung auf 3 Stellen genau anzugeben... > ;-) Ja, sind rund 10% Toleranz. Normalerweise rüge ich immer die Leute, die ihre LED-Vorwiderstände auf drei Stellen genau errechnen und womöglich auch versuchen, so einzukaufen ?. Vermutlich sind die 2.56V ein theoretischer Wert, der sich durch die Physik nominal ergeben sollte. Ich kenne mich mit den Halbleiterinnereien nicht aus ...
batman schrieb: > Nee, die typ. unvermeidliche 99 Cent Solar-Gartenlampe setzt ihren 1.2V > Akku hoch auf >3V für die weiße LED. > Von letzterer versorgt sich der AVR, erstere will er tracken. Was spricht gegen 2 Messungen auf 2 Kanälen? Referenz soll VCC sein. Diese VCC mit bekannter (gemessener) Bandgab-Referenz ausrechnen. Jetzt auf zweitem Kanal die 1,x V gegen jetzt bekannte VCC messen. Da darf aber nix schwanken während der Messungen, das ist wohl aber klar.
HildeK schrieb: > Ja, sind rund 10% Toleranz. Wie bei der "originalen" 1,1V Bandgap-Spannung. > Normalerweise rüge ich immer die Leute, die ihre LED-Vorwiderstände auf > drei Stellen genau errechnen Ja, und nicht allzuwenige fallen auf diese "exakte Pseudogenaugkeit" herein. Ohne weitere Kalibrierung sind die meisten Spannungsregler besser. Und damit auch besser als Referenz geeignet... batman schrieb: > Der Stepup Welcher? Und wie genau und stabil ist dessen Referenzspannung?
Von den Step-Ups in den Solarlampen ist keine Stabilität zu erwarten. Die sind auf ca. 10mW Output ausgelegt, worauf sich kaum eine AVR-Anwendung begrenzen läßt, die mehr tut als Schlafen. In einer ist ein Vierbeiner "ZE002", von dem ich kein DB finde. Seine Referenz liegt irgendwo bei 0.3V am CE-Pin. Eine ältere Solarfunzel hat noch einen diskreten Oszillator nach diesem Schema: http://www.talkingelectronics.com/projects/SolarLight/SolarLight.html Durch Feedbackschleife vom Ausgangskreis (AVR-Vcc) auf den Steuereingang liefern sie eine limitierte Spannung fürn AVR, die ihm zumindest zum Schlafen und ab und zu Blinken, Temp. messen und ausgeben auf LC-Display reicht.
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