Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe günstiger DAC/ADC Messtechnik. Ohne spezielle Anwendung, zum testen habe ich mir das ADALM1000 gekauft. https://wiki.analog.com/university/tools/m1k Praktischerweise ist dort auch der Source-Code verfügbar, sodass man die Karte umprogrammieren könnte: https://github.com/analogdevicesinc/m1k-fw Leider geht die Karte nur bis 100kHz, was eher nur für Audiofrequenzen reicht. Der große Vorteil liegt aber darin, dass Sowohl Spannungen als auch Strom gemessen und generiert werden kann. Meine Anwendungen liegen eher im unteren Megahertzbereich. Dafür gäbe es das ADALM2000 für ca. 150€. Bei dem Preis liegt man aber schon in der Nähe der 230€ für den kleinsten Red-Pitaya. Vor längerer Zeit habe ich mir mal ein Bitscope gekauft https://www.reichelt.de/usb-messlabor-bitscope-micro-20-mhz-2x-analog-8x-logik-usb-bitscope-micro-p153278.html?&trstct=pos_1&nbc=1 das ich dann aber nicht wirklich benutzt habe, weil die Software unbrauchbar war. Was habt ihr für Messtechnik in der Richtung? Welche Erfahrungen?
Gerade gesehen: Es gibt für das Bitscope mittlerweile einen Pythontreiber.
Christoph M. schrieb: > Was habt ihr für Messtechnik in der Richtung? Welche Erfahrungen? Wenn es genau und hochauflösend werden soll, wird es teuer. Auch ADC die mit 16, 18 oder 20 bit werben, haben oft so grosse interne Abweichungen dass mehr als 14 bit damit seriös nicht zu messen sind. Daher wähle ich keine eierlegende Wollmilchsau Messtechnik jenseits des Keithley 2000, sondern den A/D-Wandler der zur Messaufgabe passt und billig war. Und DAC sind ja noch schlimmer.
Christoph M. schrieb: > Leider geht die Karte nur bis 100kHz Mit 100kHz Abtastfrequenz lassen sich Signale bis maximal 50kHz erfassen!
Christoph M. schrieb: > Leider geht die Karte nur bis 100kHz Mit 100kHz Abtastfrequenz lassen sich Signale bis maximal 50kHz erfassen. Christoph M. schrieb: > Bei dem Preis liegt man aber schon in der Nähe der 230€ für den > kleinsten Red-Pitaya. Ich verwende den Red-Pitaya als Ergänzung zu einem 200MHz Ozilloskop. Der Red-Pitaya hat gegenüber dem Oszilloskop den Vorteil, das er Signale mit 14 statt mit 8 auflöst. Damit lassen sich Oberwellen recht gut analysieren (FFT). Für Frequenzen oberhalb von einigen MHz oder wenn ich vier Kanäle benötige verwende ich das Oszilloskop. Wobei der Signalgenerator des RED-Pitaya weiter verwendet werden kann. Man kann das System mit eigener Software erweitern.
>Ich verwende den Red-Pitaya als Ergänzung zu einem 200MHz Ozilloskop. >Der Red-Pitaya hat gegenüber dem Oszilloskop den Vorteil, das er Signale >mit 14 statt mit 8 auflöst. Damit lassen sich Oberwellen recht gut >analysieren (FFT). Der 14Bit Red-Pitaya liegt aber schon bei ~330€. Wenn ich mich richtig erinnere, hat er keine 14Bit Wandler sondern interpoliert 12Bit. Die Auflösung ist schon besser, als bei den meisten Oszis. Was fehlt, ist wie beim Oszi ein schaltbarer Vorverstärker.
> Ich verwende den Red-Pitaya als Ergänzung zu einem 200MHz Ozilloskop. > Der Red-Pitaya hat gegenüber dem Oszilloskop den Vorteil, das er Signale > mit 14 statt mit 8 auflöst. Hast du denn da auch einen schicken Vorverstaerker den du von 1mV bis 10V pro div verstellen kannst? Einfach nur einen ADC-Eingang zu verwenden ist IMHO nicht so hilfreich wenn sowas als Oszi verwenden will. Ansonsten wuerde ich auch sagen, man baut sich einfach das an Hardware zusammen das man fuer eine bestimmte Anwendung braucht. Olaf
Ich bau mir jeweils die Hardware fuer ein Projekt selbst. Dann macht sie auch was sie soll.
Olaf schrieb: > Hast du denn da auch einen schicken Vorverstaerker den du von 1mV bis > 10V pro div verstellen kannst? Je nach Jumperstellung hat man 2 Vpp oder 46 Vpp Messbereich, die Aufösung beträgt 0,122 mV bzw 2,8 mV
> Je nach Jumperstellung hat man 2 Vpp oder 46 Vpp Messbereich,
Ah..gut. Das ist ja schonmal was...
Olaf
Im kleinsten Spannungsbereich hat mein Oszilloskop 0,5mV/div x 8 Div. Das entspricht 0,015625mV Auflösung. Dafür ist der Aussteuerung des Oszilloskops in diesem Bereich nur 0,015625mV bis 4mV , der Red-Pitaya 0,122mV bis 2V .
Das ADALM2000 hat keiner in Gebrauch?: https://www.analog.com/en/design-center/evaluation-hardware-and-software/evaluation-boards-kits/adalm2000.html
Wofür brauchst Du denn solch high-speed Zeugs? Ich hab schon Leute gesehen, die sich teuren high-speed Kram für ne schnarchlahme Heizungsregelung aufschwatzen haben lassen. Die mußten dann erstmal in Software filtern wie blöde, um die ganzen Störquellen zu unterdrücken.
Vorweg, den ADALM2000 kenne ich nur von den Unterlagen. Den Red-Pitaya habe ich in Betrieb. Im Vergleich ist der Red-Pitaya im ~1/3 leistungsfähiger als der ADALM2000.
1 | RED-PITAYA ADALM2000 |
2 | =======================
|
3 | 14 Bit 12 Bit => Faktor 4 |
4 | 125Msps 100Msps |
5 | 50MHz 10MHz |
Für Logikanalysatorfunktionen ist beim Red-Pitaya zusätzliche HW erforderlich. Bei der SW kann der ADALM2000 vielleicht gegen über dem Red-Pitaya punkten.
Christoph M. schrieb: > Der 14Bit Red-Pitaya liegt aber schon bei ~330€. Was beklagst Du Dich, das ist doch super günstig für ein Gerät mit diesem Funktionsumfang.
>Wofür brauchst Du denn solch high-speed Zeugs? 2MHz Signale Gerade gefunden ... es scheint eine 16Bit Version des Red-Pitaya zu geben: https://www.redpitaya.com/Catalog/p52/sdrlab-122-16-standard-kit?cat=c99 Das ADALM2000 beinhaltet auch ein Zynq FPGA. Das scheint der Trend bei diesen 100MHz Teilen zu sein: https://wiki.analog.com/_media/university/tools/m2k/devs/adalm2000_revd_schematic.pdf
Christoph M. schrieb: > Gerade gefunden ... es scheint eine 16Bit Version des Red-Pitaya zu > geben: > > https://www.redpitaya.com/Catalog/p52/sdrlab-122-16-standard-kit?cat=c99 Nur ist diese leider nicht für Audioanwendungen geignet. Keine DC-Kopplung, unter Grenzfrequenz 300kHz . Niedrige Eingangsimpedanz.
Mittlerweile habe ich das ADALM1000 mal in Betrieb genommen. Verwendet habe ich die Software Pixelpulse2: https://wiki.analog.com/university/tools/m1k/pixelpulse Man merkt gleich, dass es von Analog-Devices kommt. Die Signale sind analogen Oszis nachempfunden und die DACs und ADCs scheint so gut zu sein, dass man bei einer Verbindung des internen Signalgenerators mit dem Oszi keinerlei Rauschen sieht ( allerdings finde ich auch keine Zoom-Funktion für das Signal ... ).
> Verwendet habe ich die Software Pixelpulse2:
Ah..das ist ja ziemlich cool:
Fully cross-platform (Windows, Linux, OS X) using the Qt5 graphics
toolkit
Jedenfalls wenn man schon Qt kann. :-) Scheint mir jedenfalls deutlich
einfacher zu sein als in den ganzen Pitayakram einzusteigen.
Olaf
>einfacher zu sein als in den ganzen Pitayakram einzusteigen.
Man muss aber fairerweise dazu sagen, dass die Abtastrate des RedPitay
um den Faktor x1000 größer ist. Mit seinem Zynq-Fpga, auf dem Linux
läuft, spielt er in einer ganz anderen Liga.
Wer aber präzise Signale im Audiobereich mit Strommessung benötigt, ist
mit dem ADALM1000 erst einmal gut bedient.
Allerdings gibt es in der aktuellen Software einen nicht zu verachtenden
Nachteil: Während das Signal zu PixelPulse übertragen wird, stoppt der
Signalgenerator.
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