In dem bei Mouser ist im Datenblatt doch ein Schaltplan drin: nur ein
Kondensator.
Das ist komplett für 50 Ohm Technik gedacht. Wenn Du das Ding also an
Dein Oszi anschließen möchtest, musst Du den Oszi-Eingang auf 50 Ohm
schalten.
Oder falls Dein Oszi das nicht kann, einen passenden Widerstand
anstecken (also zwischen DC-Blocker und Oszi-Eingang).
Gerd E. schrieb:> Das ist komplett für 50 Ohm Technik gedacht. Wenn Du das Ding also an> Dein Oszi anschließen möchtest, musst Du den Oszi-Eingang auf 50 Ohm> schalten.
Warum nur fuer 50 Ohm? Ich moechte das ganze an die 1 MOhm am Scope
benutzen. Mehr als 40 MHz brauche ich nicht.(ist also nicht schlimm wenn
der Filte rim oberen Frequenzbereich schlecht wird), bedeutet, es
soll/muss kein Bandpass sein) Und ab 100 Hz ist ok.
Gerd E. schrieb:> Das ist komplett für 50 Ohm Technik gedacht. Wenn Du das Ding also an> Dein Oszi anschließen möchtest, musst Du den Oszi-Eingang auf 50 Ohm> schalten.
Nicht zwingend... der Stecker hat zwar von der Geometrie her eine 50 Ohm
Wellenimpedanz und auch die nominelle untere Grenzfrequenz bezieht sich
auf einen Abschluss mit 50 Ohm.
Wenn du diesen DC-Block an ein 1M Scope hängst wird die Grenzfrequenz
des "Hochpass" entsprechend um ca. den Faktor 20000 niedriger sein.
Ansonsten verhält es sich einfach wie ein kleines Stück Koaxkabel.
Dav_id schrieb:> Sizt da nur ein Kondensator in reihe, und> dieser Stecker braucht dann noch 1 MOhm gegen GND (Eingangsimpedanz> Scope, IC..) Oder ist da bereits ein Kondensator + Widerstand drin? Wenn> ja, sind das 50 Ohm oder 1 MOhm ?
nach meinem Wissen ist das ein reiner C
siehe hier minicircuits BLK-89+ electrical schematic
https://www.minicircuits.com/pdfs/BLK-89+.pdf
eric1
Dav_id schrieb:> Warum nur fuer 50 Ohm? Ich moechte das ganze an die 1 MOhm am Scope> benutzen. Mehr als 40 MHz brauche ich nicht.(ist also nicht schlimm wenn> der Filte rim oberen Frequenzbereich schlecht wird), bedeutet, es> soll/muss kein Bandpass sein) Und ab 100 Hz ist ok.
Am Scope hast Du den DC Block doch eingebaut. Da gibt es eine Funktion
um den Eingang auf "AC" zu schalten, die tut exakt dieses und ist für 1
MOhm geeignet.
Oder hast Du besonderen DC zu blocken? Wenn das Hochspannung ist oder
sonst irgendwas exotisches, dann reicht eventuell ein einfacher
Kondensator zum Blocken nicht aus. In diesem Fall müsste der DC Block
auch einen Transient Limiter enthalten.
Dav_id schrieb:> Es geht um inline DC Blocker, sowas wie hier zu sehen:
So einen CBLK-300-3 habe ich hier am Spekki. Der Bauteiltester findet
zwischen GND und den Mittelpins kein Bauteil, das Multimeter misst auch
keinen Widerstand. Im Längszweig misst der Bauteiltester 100 nF.
Ein AC Block fuer 1MOhm und ein AC Block fuer 50 Ohm ist nicht Dasselbe.
Die Einstellungen lauten dann : AC, DC, GND, 50 Ohm DC, 50 Ohm AC. Wobei
ich den 50 Ohm AC an einem Oszilloskop vielleicht einmal gesehen habe.
50 Ohm DC, kurz 50 Ohm ist uebrigens auf kleine Werte begrenzt,
vielleicht 2V oder so.
Ein 50 Ohm DC Block geht je nach Spezifikation bis 18 GHz, und ist daher
nur ein paar pF, ist daher nach unten sehr limitiert. Vielleicht auf
10MHz, bei 50 Ohm. Bedeutet an 1 MOhm kommt da irgend was...
Jörg W. schrieb:> So einen CBLK-300-3 habe ich hier am Spekki. Der Bauteiltester findet> zwischen GND und den Mittelpins kein Bauteil, das Multimeter misst auch> keinen Widerstand. Im Längszweig misst der Bauteiltester 100 nF.
1/(2pi*50*100nF) = 31 kHz als Grenzfrequenz bei 50 Ohm.
Interessant dass der mit 300 kHz angegeben wird.
Und an alle anderen: Vielen Dank fuer die guten Antworten! Hat mir sehr
geholfen!
Dav_id schrieb:> Interessant dass der mit 300 kHz angegeben wird.
Ich finde es noch interessanter, dass er mit 3 GHz angegeben wird. :)
Dafür darf der Kondensator nur verdammt wenig Eigeninduktivität haben.
Dav_id schrieb:> 1/(2pi*50*100nF) = 31 kHz als Grenzfrequenz bei 50 Ohm.>> Interessant dass der mit 300 kHz angegeben wird.
Was du ausgerechnet hast, ist die 3dB Grenzfrequenz.
Im Datenblatt wird aber eine Einfügungsdämpfung von max. 0,02dB genannt.
Jörg W. schrieb:> Ich finde es noch interessanter, dass er mit 3 GHz angegeben wird. :)>> Dafür darf der Kondensator nur verdammt wenig Eigeninduktivität haben.
Um den Wellenwiderstand von 50 Ohm aufrecht zu erhalten reicht es, wenn
der Kondensator eine gut leitende Oberfläche hat und sein Querschnitt
(Form, Umfang) möglichst genau den koaxialen Innenleiter nachbildet.
Seine Länge spielt dann praktisch keine Rolle.
Man könnte ihn also in ein passendes Metallröhrchen einbauen oder
einfach den Aussenbelag eines Folienkondensators mit passendem
Durchmesser nehmen.
Wenn ein praktikabler Kondensator zu dick würde, kann man den
Innendurchmesser des koaxialen Aussenleiters entsprechend vergrössern.
Hauptsache, dass das Durchmesserverhältnis von Innenleiter zu
Aussenleiter, welches ja den Wellenwiderstand bestimmt, erhalten bleibt.
Ein notwendiger Querschnittsprung müsste für beide Leiter an der genau
gleichen Stelle erfolgen.
Durch eine solche Querschnittsvergrösserung des koaxialen Bauteils sinkt
lediglich die obere Grenzfrequenz, die durch das eventuelle Auftreten
von Hohlleitermoden gegeben ist. Bei den gebräuchlichen Abmessungen
solcher Bauteile und 3GHz ist man aber noch recht weit von dieser oberen
Frequenzgrenze entfernt.
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