Forum: Fahrzeugelektronik Touchscreen-Autos


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Kein Tesla Fahrer (Gast)


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Lest mal diesen Artikel hier:

https://www.golem.de/news/oberlandesgericht-tesla-touchscreen-kann-zu-fahrverbot-und-punkten-fuehren-2008-150034.html


Finde die Entwicklung etwas lustig, in Anbetracht dessen, dass immer 
mehr Autos inzwischen nur noch Touchscreens verbaut haben :-)

: Verschoben durch Moderator
von Ich schon wieder (Gast)


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Tesla übertreibt es etwas!

Blinker und Warnblinklicht sind meines Wissens noch über mechanische 
Schalter bedienbar, der Rest über das kleine Touchpanel

Nur irgendeiner beim Kraftfahrtbundesamt hat doch Stempel und 
Unterschrift für den Schwachsinn gegeben.

Nach dem Oberlandesgericht gibt es ja noch weitere Instanzen.

von Daniel G. (daniel4161)


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tja, man spart eben ordentlich Kohle wenn man alle Bedienelemente 
digital macht.

von Michael B. (loetmichel)


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Was vor allem richtig Kagge is: Lautstärkeregler und Senderwechsel per 
Touch am Radio. Ich hab ein Android 9" Radio im Cabrio. Quasi 
unbedienbar während der Fahrt weil ich noch aufs Lenkrad mit 
Bedienelement warte (Is Bestellt).
Touch hat per definiton kein feedback, also muss man hingucken ob man 
die Taste auch trifft. Das ist IMHO ein Nogo im Straßenverkehr. So ein 
Radio sollte nur mit Passeder Lenkradbedieneinheit verkauft werden die 
mechanische Tasten hat die man erfühlen kann ohne hinzusehen. Nötige 
Funktionen wie Intervallschaltung in ein UNTERMENUE zu packen is IMHO 
sträflicher Leichtsinn seitens Tesla.

Abgesehen davon daß ich die Urteilsfähigkeit des Fahrers in Frage stelle 
wenn er vorn Baum klatscht beim Versuch des umstellens (Da fährt man 
halt eben rechts ran wenn man merkt daß das zu kompliziert ist währen 
der Fahrt!) würde ich aber sagen daß da eine Strafe zu geben weil man 
ein "handy" bedient hat der falsche Weg ist. IMHO sollte sowas zu einer 
Nichtigkeitserklärung der Serienzulassung führen, und nicht zu 
Konsequenzen für den Fahrer der da in die Falle getappt ist.

von Axel L. (axel_5)


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Ich schon wieder schrieb:
> Tesla übertreibt es etwas!
>
> Blinker und Warnblinklicht sind meines Wissens noch über mechanische
> Schalter bedienbar, der Rest über das kleine Touchpanel
>
> Nur irgendeiner beim Kraftfahrtbundesamt hat doch Stempel und
> Unterschrift für den Schwachsinn gegeben.
>
> Nach dem Oberlandesgericht gibt es ja noch weitere Instanzen.

Nein, Radio geht über das Lenkrad, ebenso Autopilot, Fenster haben 
Schalter.

In dem Fall war es der Scheibenwischer, der aber auch einen Taster am 
Lenkradhebel hat. Dann ist es nur ein Touch auf dem Screen.

Dabei mit dem Auto abzufliegen ist schon schierig, aber offensichtlich 
nicht unmöglich.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ein Witz aus der Frühzeit der Taschenrechner:
Wenn man ein Auto so bedienen müsste wie den Rechner, dann ginge die 
Gangschaltung über "SHIFT-2ndFnkt-ChangeGear"

von Dietmar L. (Gast)


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Daniel G. schrieb:
> tja, man spart eben ordentlich Kohle wenn man alle Bedienelemente
> digital macht.

Genau, bei 80k€ für solch eine Karre müssen es die paar Knöpfe raus 
reißen. Was rauchst du für übles Zeug?

von Michael_Ohl (Gast)


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Die Bedienung vom Model S fand ich so schrecklich, das ich mit lieber 
eine C-Klasse gekauft habe. Ich bin das Ding in der Firma öfter gefahren 
ist aber einfach nicht meins. Ich fahre aber gern elektrisch - Insgesamt 
rund 120000km bis jetzt mit zwei Kangoo ZE.

mfG
Michael

von Jochen A. (lok01)


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von Kolja L. (kolja82)


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Hä, das verstehe ich nicht. Es werden in Deutschland Autos zugelassen, 
die im Straßenverkehr aber nicht bedient werden dürfen?

von Vn N. (wefwef_s)


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Kein Tesla Fahrer schrieb:
> Finde die Entwicklung etwas lustig, in Anbetracht dessen, dass immer
> mehr Autos inzwischen nur noch Touchscreens verbaut haben :-)

Richtig so, Touchscreen statt Knöpfen für elementare Funktionen im Auto 
sind eine Krankheit.

Daniel G. schrieb:
> tja, man spart eben ordentlich Kohle wenn man alle Bedienelemente
> digital macht.

Außerdem kann man so ganz agil noch die Bedienelemente verändern, wenn 
sich drei Wochen vor Serienstart rausstellt dass irgendeine Pflaume 
nicht nachgedacht und was wichtiges vergessen hat. Oder wenn der gute 
Elon mal wieder eine göttliche Eingebung hat und sich einbildet, im 
letzten Moment noch was verändern zu wollen.

Kolja L. schrieb:
> Es werden in Deutschland Autos zugelassen,
> die im Straßenverkehr aber nicht bedient werden dürfen?

Naja, Tesla darf ja in ihren Autos sogar den eigentlich nicht 
zugelassenen, weil regelmäßig wen umbringenden, Autopiloten verkaufen 
(und sogar damit werben). Der Käufer muss halt ganz dolle versprechen, 
ihn nicht als Autopiloten zu nutzen und immer die Hand am Lenkrad zu 
haben.

: Bearbeitet durch User
von Jochen A. (lok01)


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von Harald W. (wilhelms)


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Jochen A. schrieb:

> Mal was neues zum Thema

Naja, das hat gestern schon einer vor Dir entdeckt.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Vn N. schrieb:
> Außerdem kann man so ganz agil noch die Bedienelemente verändern, wenn
> sich drei Wochen vor Serienstart rausstellt dass irgendeine Pflaume
> nicht nachgedacht und was wichtiges vergessen hat

Ist halt das gleiche wie in allen Branchen. Alle 3 Wochen ändern sich 
die Prioritäten und "Charakter" des Produkts, es stellt sich raus dass 
Eingabe/Sensor-Daten unzuverlässig sind, Aktoren verhalten sich nicht 
wie gedacht, man möchte Produktvarianten differenzieren, die Konkurrenz 
hat gerade was rausgebracht das man dringen übertrumpfen muss... Und da 
kommt dann immer der Lieblingsspruch:

Das kann man doch nachträglich noch per Software richten!

Und das geht halt nicht mit Hardware-Buttons, dazu braucht's 
Touchscreens mit flexiblen GUIs. Außerdem muss jedes kleinste Detail 
einstellbar sein um wirklich jeden kruden Wunsch zu befriedigen, und 
dazu braucht's komplexe Menüs.

: Bearbeitet durch User
von Walta S. (walta)


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Warum muss ich den Intervall einstellen? Das Ding soll gefälligst so 
schnell oder langsam wischen, dass ich immer klare Sicht habe.

Ich stell weder das Licht ein noch den Intervall, das macht das Auto 
selber.

Und warum brauch ich überhaupt einen Schirm? Jeder sagt inzwischen 
seiner Alexa, welches Lied er gerade hören will.

Walta

von Random .. (thorstendb) Benutzerseite


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Ist beim '18er Passat auch schon schrottig: Die "Multimediaeinheit" ist 
im Grunde nur per Touch bedienbar. Während ich bei meinem A4 noch alles 
blind eintackern konnte, ist eine Anpassung im Navi im Grunde nur durch 
den Beifahrer möglich. Man landet grundsätzlich daneben.
Wo sind die schönen Knöpfe geblieben?

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Walta S. schrieb:
> Warum muss ich den Intervall einstellen? Das Ding soll gefälligst so
> schnell oder langsam wischen, dass ich immer klare Sicht habe.

Gleicher Grund, warum man die Lüfter vom PC manuell steuern würde: 
Manche Leute finden es irgendwie toll alles und jedes selbst regeln zu 
können. Kontrollillusion oder Misstrauen in automatische Regelung oder 
so.

von Udo S. (urschmitt)


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Walta S. schrieb:
> Ich stell weder das Licht ein noch den Intervall, das macht das Auto
> selber.

Machts bei mir auch selbst. Aber je nachdem ob es große oder kleine 
Tropfen Nieselregen oder Nebel ist, muss ich das trotzdem manchmal 
empfindlicher oder weniger empfindlich stellen.
Ist ein Oktavia von 2019.

von Random .. (thorstendb) Benutzerseite


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Walta S. schrieb:
> Warum muss ich den Intervall einstellen? Das Ding soll gefälligst so
> schnell oder langsam wischen, dass ich immer klare Sicht habe.

Ganz einfach: Weil die Regelung schrott ist.
Mein Passat wischt immer schneller und schneller bis "Turbo", auch wenn 
der Regen weniger wird und aufhört. Man muss den Scheibenwischer erst 
ausstellen und dann wieder ein. Intervall "auto" habe ich deswegen 
deaktiviert.
Abgesehen davon ist meine Mängelliste zu diesem Fahrzeug derart lang, 
dass es mein erster und letzter Passat gewesen ist. Aber er ist sehr 
sparsam, das ist auch was wert!

von Jochen A. (lok01)


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Harald W. schrieb:
> Jochen A. schrieb:
>
>> Mal was neues zum Thema
>
> Naja, das hat gestern schon einer vor Dir entdeckt.

Und wer bitte?

von loeti2 (Gast)


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Random .. schrieb:
> Abgesehen davon ist meine Mängelliste zu diesem Fahrzeug derart lang,
> dass es mein erster und letzter Passat gewesen ist. Aber er ist sehr
> sparsam, das ist auch was wert!

Weil du so genervt bist daß du fast nicht mehr damit fährst :)

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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loeti2 schrieb:
> Weil du so genervt bist daß du fast nicht mehr damit fährst :)

So könnte die Verkehrswende auch funktionieren - Autos so nervig 
konstruieren, dass keiner mehr damit fahren will...

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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So eine Art Sackgasse in der Entwicklung von Anzeigen
und Bedienelementen hat es doch schon mal gegeben:
In der Luftfahrt.

Eine Zeit lang fand man reine Zifferndarstellung
statt Analogzeiger toll.

Bis man gemerkt hat - hmm ein Wert von z.B. 73 (von hundert)
liesst sich doch irgendwie besser,
wenn da noch ein 3/4 "gefüllter" Kreis drum herum ist.

Dass das allerdings erstmal in den Verkehr kommen muss,
bringt mich von dem Schluss auch nicht gerade ab:
Entwickler nutzen ihre Produkte nicht wirklich selbst.

von Dieter (Gast)


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Typischer Fehler dürfte das Urteil sein, wegen beschissenen Anwalts und 
auch Richter, weil schlichtweg unfähige Urteilsbegründung.

Der Grundsatz ist, dass alle Schuldigen zu verklagen sind. Der Kläger 
muss zugleich die Zulassungsstelle, das KraftfahrtBundesamt verklagen, 
wegen Nachlässigkeit bei der Fahrzeugzulassung oder 
Gefälligkeitszulassung.

Das juristische Beispiel ist die hochstrichterliche Entscheidung im 
Falle eines Verkehrsunfalls bei dem die Beifahrerin den Prozess vorlor 
gegen die Versicherung des Unfallgegners. Sie hätte zugleich gegen ihren 
Mann, den Fahrer, klagen müssen um das Urteil in der Tasche zu haben, 
dass dieser keine Schuld oder Mitschuld am Unfall hatte. Nur dann sind 
die Ansprüche gegen den Unfallgegner durchsetzbar.

von Knusperspecht (Gast)


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Besser wäre eine zuverlässige Sprachsteuerung. So wie in der 
"Enterprise".
Die Preise nehmen sich ja nicht so viel.

von Joachim B. (jar)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Entwickler nutzen ihre Produkte nicht wirklich selbst.

nenne sie bitte Entscheider, Entwickler sind keine Entscheider.

Wie sagte ein Chef mal zu mir?
"manchmal muss man ein Produkt dem Entwickler aus den Händen reissen"

Auch wenn das Produkt weder fertig noch getestet ist.

von Random .. (thorstendb) Benutzerseite


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Entwickler nutzen ihre Produkte nicht wirklich selbst.

Da gehöre ich wohl zu den wenigen, die das entwickelte Produkt 
(Software) auch privat als Hobby nutzen.

: Bearbeitet durch User
von Willi (Gast)


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Dietmar L. schrieb:
> Daniel G. schrieb:
>> tja, man spart eben ordentlich Kohle wenn man alle Bedienelemente
>> digital macht.
>
> Genau, bei 80k€ für solch eine Karre müssen es die paar Knöpfe raus
> reißen. Was rauchst du für übles Zeug?
Er hat aber recht. Selbst bei sehr teuren Fahrzeugen geht es da um halbe 
Cent. Kein Grund, unflätig zu werden.

von Percy N. (vox_bovi)


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Willi schrieb:
> Er hat aber recht. Selbst bei sehr teuren Fahrzeugen geht es da um halbe
> Cent. Kein Grund, unflätig zu werden.

Und gerade die teuersten Fahrzeuge haben die reichhaltigste Ausstattung, 
an der man sparen  kann.

von vn n. (Gast)


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Dieter schrieb:
> Das juristische Beispiel ist die hochstrichterliche Entscheidung im
> Falle eines Verkehrsunfalls bei dem die Beifahrerin den Prozess vorlor
> gegen die Versicherung des Unfallgegners. Sie hätte zugleich gegen ihren
> Mann, den Fahrer, klagen müssen um das Urteil in der Tasche zu haben,
> dass dieser keine Schuld oder Mitschuld am Unfall hatte. Nur dann sind
> die Ansprüche gegen den Unfallgegner durchsetzbar.

Kannst du diese angebliche höchstrichterliche Entscheidung verlinken?

von Wolfgang (Gast)


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von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Knusperspecht schrieb:
> Besser wäre eine zuverlässige Sprachsteuerung. So wie in der
> "Enterprise".

Na, die müsste sich was anhören. :)
Ich würde vermutlich nur noch fluchen.

von Peter N. (alv)


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Knusperspecht schrieb:
> Besser wäre eine zuverlässige Sprachsteuerung. So wie in der
> "Enterprise".

Wie zuverlässig Sprachsteuerung ist, sieht man in diversen anderen 
Filmen... :)

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Peter N. schrieb:
> Knusperspecht schrieb:
>> Besser wäre eine zuverlässige Sprachsteuerung. So wie in der
>> "Enterprise".
>
> Wie zuverlässig Sprachsteuerung ist, sieht man in diversen anderen
> Filmen... :)

Computer:
Erstelle einen Charakter,
der die Fähigkeit hat, Mr. Data zu übertreffen.

von Stefan M. (derwisch)


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Und gleichzeitig ist es verboten worden, ein Mirofon vom Mobilfunkgerät 
während der Fahrt vor den Mund zu halten...
Bei dem was hierzulande so abgeht, würde sogar Alice im Wunderland 
freiwillig in die Klapse gehen.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Stefan M. schrieb:
> Und gleichzeitig ist es verboten worden, ein Mirofon vom Mobilfunkgerät
> während der Fahrt vor den Mund zu halten...

wirklich gleichzeitig?
Oder gabs da noch keine Schmierbildschirme in Autos?

Ich meine, wenn es bei Autos Ausnahmeregelungen gibt ist ja klar,
wer dafür bezahlt hat und dass das nicht allzu wenig gewesen sein 
dürfte.

Was können schon Hersteller von Funkgeräten dagegen bewirken?

von Reinhard S. (rezz)


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Knusperspecht schrieb:
> Besser wäre eine zuverlässige Sprachsteuerung.

Selbst in aktuellen Topmodellen ist die nicht so zuverlässig. Durch 
meinen Bestand an Musik will ich damit auch nicht durchnavigieren, 
allein schon, weil ich nicht jeden Titel aus dem Kopf kenne.

2 Tasten für Vor/Zurück würden die Navigation im Zufallsmodus schon sehr 
vereinfachen, so muss man das über das Wischding im Lenkrad lösen...

von Thomas R. (thomasr)


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O Mann, das erinnert mich an meine frühen Jahre in der 
Fahrzeugentwicklung. Wir haben wieder und wieder nach 
besseren/sinnvolleren Möglichkeiten für die verschiedenen Betätigungen 
gesucht und dabei sind die merkwürdigsten Ideen entstanden. Aber seit 
dem Aufkommen der Bildschirme war das plötzlich alles nicht mehr 
gewollt. Knöpfe sind nun einmal teurer als Bildschirme.

Ich persönlich wünsche mir diese Zeit zurück und würde gern auf so 
manche Gimmicks im Auto verzichten.

Musik höre ich wie sie von der LP kommt auch wenn diese mittlerweile 
digital abgespeichert ist. Nie im Leben würde ich mitten in der Fahrt 
daran herumfummeln. Etc. etc

von Gerhard O. (gerhard_)


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Mein vorheriger Wagen hatte für alle Klimaeinstellungen und Schalter als 
Drehknöpfe ausgeführt die man ohne von der Strasse wegsehen zu müssen 
erfühlen konnte.

Der Neue hat ein wunderschön anzusehendes Tastenfeld und LCD Symbole und 
Anzeigen, die wesentlich schlechter in der Bedienung sind, weil man 
jetzt zur richtigen Tastenbedienung meist hinsehen muß. Das war beim 
Alten wesentlich ergonomischer, aber passt nicht mehr ins Konzept der 
heutigen "Erzeuger". Bedienungskonzepte die erfühlbar sind, scheinen 
doch besser geeignet zu sein.

Da kaufte ich mir heute im Drivethrough einen Kaffee, nahm meinen 
Sitzgurt ab und stellte bei noch laufenden Motor das Getriebe auf Park 
und für eine Minute nervte mich dann die Sitzgurtwarnung, obwohl das 
Fahrzeug wissen müsste, daß momentan in aller Wahrscheinlichkeit in 
absehbarer Zeit nicht gefahren wird. Ich war aber stur und ignorierte 
das nervige Getue. Wäre es nicht logischer die SW so zu programmieren, 
daß es es erst nachsieht ob das Getriebe wieder auf Fahren gestellt wird 
und ob der Gurt angelegt ist, und erst dann zu meckern, wenn er nicht 
dran ist? Der Alte konnte das.

Was denkt man sich dabei? Mein Alter Untersatz machte das auch nicht. 
Ich finde solches Verhalten extrem unlogisch. Und das Schlimmste dabei 
ist, obwohl sich das Problem durch Verändern des Quellcodes korrigieren 
ließe, es ist für den Kunden nicht wirklich möglich, dieses Manko zu 
beheben. Das ist jetzt der wirkliche Fluch von "Digital".

Unnötige vorkommende Probleme ist man in der Regel nicht gewillt zu 
korrigieren. Das "System" sieht solche 5S "Kaizen" Verbesserungen 
kundenseitig überhaupt nicht vor, wenn es den Kunden betrifft; der muß 
mit allen Schrullen auf Gedeih und Verderb leben und treibt in 
Extremfällen den Kunden vielleicht nahe der Tobsucht:-)

Das ist nur ein Beispiel einer gnadenlos diktierten modernen Technik 
ohne vernünftige und gewollte Rückkopplung. Die Firmen machen einfach 
was sie wollen und man erwartet, der Kunde müsse sich anpassen. Die 
allmächtigen Götter in der Firma sehen sich als sooo gescheit und 
erhaben an und denken immer, was weiß denn der Kunde schon, denn wir 
sind ja die unfehlbaren Experten in unseren Luftschlössern, erhaben über 
jegliche Kritik seitens der "Pee-Ons Kunden".

Pfui!

Ich sehe seit einiger Zeit  Werbung für den MB-EQS. Das Cockpit sieht 
dort einfach toll und futuristisch aus. Ist aber Otto Normalo ohne 
Dreiwöchiges Training überhaupt in der Lage alle notwendigen Funktionen 
zu verstehen und wichtiger, dauerhaft im Gedächtnis zu behalten ohne bei 
der Bedienung zu sehr abgelenkt zu werden? Ich bin nicht so sicher, daß 
in der Praxis so ein GUI Konzept im Fahrbetrieb tatsächlich so ein 
großer Vorteil ist. Sprachsteuerung ein Ausweg? Möglich. Vielleicht. 
Aber das kann ich natürlich von meiner Einkommensklasse aus nicht voll 
beurteilen:-)

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Thomas R. schrieb:
> Ich persönlich wünsche mir diese Zeit zurück und würde gern auf so
> manche Gimmicks im Auto verzichten.

Kauf dir ein vernünftigen Oldi.

von Manfred (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
>> Besser wäre eine zuverlässige Sprachsteuerung.
> Selbst in aktuellen Topmodellen ist die nicht so zuverlässig. Durch
> meinen Bestand an Musik will ich damit auch nicht durchnavigieren,

Mein Auto hat den Zweck, damit zu fahren und nicht, eine Disco zu 
ersetzen. Zumindest eine Ansage "20 Grad" oder eine Zieleingabe ins Navi 
funktionieren recht gut. Das macht Ford Sync3 sogar ohne 
Internetanbindung, deren schlechte Kritiken irgendwelcher Autotester 
kann ich nur sehr bedingt nachvollziehen. Das Radio kann über Tasten am 
Lenkrad bedient werden, deren Logik mich überfordert, falls es denn eine 
sein soll.

Gerhard O. schrieb:
> Mein vorheriger Wagen hatte für alle Klimaeinstellungen und Schalter als
> Drehknöpfe ausgeführt die man ohne von der Strasse wegsehen zu müssen
> erfühlen konnte.
>
> Der Neue hat ein wunderschön anzusehendes Tastenfeld und LCD Symbole und
> Anzeigen, die wesentlich schlechter in der Bedienung sind, weil man
> jetzt zur richtigen Tastenbedienung meist hinsehen muß.

Wie man ein Tastenfeld möglichst unübersichtlich gestaltet, hat Ford im 
Focus realisiert, das vor- oder vorvorletzte Modell ohne Bildschirm.

In meinem 2018er-Mondeo habe ich noch Wipptasten für Temperatur und 
Lüfter. Abtauen, Scheibenheizung ... hat auch Tasten, wobei ich unter 
übersichtlich etwas anderes verstehen würde.

Habe ich kalte Füße oder mir bläst zuviel warme Luft ins Gesicht, muß 
ich am Touchscreen fummeln - da waren die Drehknöpfe im 2003er Focus 
erheblich sinnvoller.

Wenn ich mich recht erinnere, fährst Du Mazda. Beim CX30, den ich mal 
zwei Tage hatte, musste am Touchscreen gefingert werden, aber dessen 
Struktur hat sich mir recht schnell erschlossen, das können andere 
schlechter.

> und für eine Minute nervte mich dann die Sitzgurtwarnung, obwohl das
> Fahrzeug wissen müsste, daß momentan in aller Wahrscheinlichkeit in
> absehbarer Zeit nicht gefahren wird.

Natürlich aufsässig laut, wie alle anderen Assistenzsysteme - man muß es 
mögen oder kann es hassen. Softwerker denken irgendwie anders und haben 
meistens keinen Bezug zum Gesamtsystem.

> Ich finde solches Verhalten extrem unlogisch. Und das Schlimmste dabei
> ist, obwohl sich das Problem durch Verändern des Quellcodes korrigieren
> ließe, es ist für den Kunden nicht wirklich möglich, dieses Manko zu
> beheben.

Erwartest Du open source Software, die man selbst neu compilieren kann?

> Das ist nur ein Beispiel einer gnadenlos diktierten modernen Technik
> ohne vernünftige und gewollte Rückkopplung. Die Firmen machen einfach
> was sie wollen und man erwartet, der Kunde müsse sich anpassen. Die
> allmächtigen Götter in der Firma sehen sich als sooo gescheit und
> erhaben an und denken immer, was weiß denn der Kunde schon, denn wir
> sind ja die unfehlbaren Experten in unseren Luftschlössern, erhaben über
> jegliche Kritik seitens der "Pee-Ons Kunden".
> Pfui!

Ich habe beruflich nichts mit Autoelektronik zu tun. Es gab aber einen 
Produktmanager, der irgendwelche Anforderungen beschrieben hat, 
angeblich, weil es die Kunden so wollen. Dazu gibt es in der Entwicklung 
einen Projektverantwortlichen, der von diesen Anforderungen nicht 
abweichen will.

Wir haben auf der Ebene darunter einige Änderungen gemacht, die nicht 
abgesegnet waren - keiner der 'Verantwortlichen' hat das jemals bemerkt, 
dafür sind die in ihrer Traumwelt zwischen Powerpoint und Excel zu weit 
weg vom realen Produkt.

> Ich sehe seit einiger Zeit  Werbung für den MB-EQS. Das Cockpit sieht
> dort einfach toll und futuristisch aus. Ist aber Otto Normalo ohne
> Dreiwöchiges Training überhaupt in der Lage alle notwendigen Funktionen
> zu verstehen

Dafür braucht man keinen EQS, ich habe meinen Auto-Gameboy plus der 
Assistenzsysteme mehrere Wochen bespielen müssen. Der Verkäufer im 
Autohaus sagte mir, er will einen Sonnabend-Nachmittag anbieten, seine 
Kunden in das System einzuweisen. Hätte er mir das ein Vierteljahr 
früher offeriert, wäre ich gerne dabei gewesen.

Selbst erlebt: Da kam ein Kunde an die Servicetheke und brauchte Hilfe, 
die Uhr einzustellen, so weit ist das schon vom Normalbürger entfernt.

Jahre zurück, war ich mit einem Kollegen auf Dienstreise und musste 
ungeplant ein Auto mieten, einen nagelneuen Opel, weil keine Flüge 
gingen. Der Kollege fuhr privat einen älteren VW und sagte spontan 
"sieht ja aus wie im Flugzeug". Ich selbst habe häufig moderne Mietautos 
gefahren und kannte vieles schon, für ihn war das ein Zeitsprung um 20 
Jahre.

Frage mal, wie viele Fahrer sich nicht trauen, die 
Geschwindigkeitsregelanlage zu benutzen - ich habe ACC im Mietauto 
bespielt, bevor es mit meinem Privatwagen kam.

Wenn ich nachdenke, ich habe an jedem Auto jeder Marke irgendetwas 
auszusetzen, aber auch Dinge, die mir gut gefallen. Mein Idealauto 
müsste Details von 10 Herstellern vereinigen.

Jörg P. R. schrieb:
>> Ich persönlich wünsche mir diese Zeit zurück und würde gern auf so
>> manche Gimmicks im Auto verzichten.
> Kauf dir ein*en* vernünftigen Oldi.

Für mich eindeutig nein, ich möchte auf viele Dinge nicht mehr 
verzichten.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Hallo Manfred,

Es wäre nicht gerecht, die Fahrzeug SW ganz schlecht zu machen bei mir. 
Im großen und Ganzen bin ich ja größtenteils zufrieden mit dem CX30. Was 
Fahrvergnügen betrifft, gibt es wenig auszusetzen. Aber es sind halt die 
Bedien-Kleinigkeiten die einen andauernd irritieren, weil man weiß, 
hätte ich nur Zugang zur SW-Parametrisierung, ich könnte das alles für 
mich optimieren. Die Knopfbedienung der SW ist in Ordnung und ist mir 
1000 mal lieber wie Schmier-GUI. Vieles haben sie auch ziemlich gut 
hingekriegt.

Die Radar Cruise Control ist in mancher Beziehung gefährlich. Da muß nan 
immer auf der Hut sein. Es gibt da definitive Falscherkennungen die zu 
Unfällen führen könnten. Wenn Dich z.B. jemand knapp vor Dir abschneidet 
und RCC ist an, dann macht der Computer eine ziemlich heftige Bremsung 
die bei einem menschlichen Fahrer unnötig wäre und so die Gefahr eines 
Auffahrunfalls hinauf beschwört. Die SW ist nicht intelligent genug zu 
erkennen, daß keine Reaktion notwendig ist. Manchmal bremst das Fahrzeug 
unter gewissen Situation durch Fahrzeuge auf Nebenfahrbahnen, wo es 
nicht notwendig ist. Man muß halt immer aufmerksam fahren, wenn viel 
Verkehr um Dich herum ist. Unter vernünftigen Umständen mit genug 
Abstand und Leute mache keine spontane Fahrbahnwechsel, ist es ziemlich 
gut. Ich rate jedem, die Empfindlichkeit auf das Minimum einzustellen. 
Der Fabrik Default ist viel zu streng.

Es sind halt die Kleinigkeiten, die einen jedes mal begegnen. Z.B. ich 
höre gerne Audio Books. Wenn ich aussteigen möchte, stelle ich es auf 
Pause und lasse es etwas zurück laufen. Sobald ich den Knopf wieder los 
lasse, fängt er wieder ungefragt zum Spielen ein und ignoriert, dass ich 
vorher auf Pause geschaltet habe. Ich würde die SW so schreiben, daß 
nach dem Rückspulen, erst wieder der Pausenzustand rückgängig gemacht 
werden sollte.

Wenn ich vor dem Abschalten auf Pause schalte, fängt er nach Neustart 
wieder alleine zum Spielen. Wer hat ihm das erlaubt? Der letzte Befehl 
war Pausenzustand und ich erwarte, daß er sich daran hält und sich daran 
erinnert.

Irritierend ist, dass schneller Vorkauf oder Rücklauf sehr 
unbefriedigend verläuft. Bei einem anderen Fahrzeug konnte man jeden 
Punkt eines Tracks schnell erreichen ganz gleich wie lang der Track ist. 
Das ist auch ein Minuspunkt für ungenügend durchdachtes Design.

Ein anderes Irritationsmerkmal ist, daß man nicht von Ordner zu Ordner 
nach dem Spielen zurück kehren kann. Er springt dann sofort auf den Root 
Level. Wenn man aber vor dem Spielen navigiert, funktioniert es in 
hierarchischer Folge. Warum dann?

Es sind halt alles diese Kleinigkeiten, von denen man weiß, daß sie 
prinzipiell behebbar wären, wenn sich nur jemand damit befassen würde, 
der sich damit auskennt.

Warum schalten sich die Scheinwerfer ein, wenn ich das Fahrzeug 
entsperre? Ich will das nicht, muß aber damit leben, weil ich es nicht 
selber parametrisieren kann.

Warum schaltet sich der Body Control Computer  ein und verbraucht 5A 
wenn ich die Tür öffne? Die Innbeleuchtung verbraucht 5A + 200mA für die 
LEDs. Warum geht das nicht ohne Body Control Computer?

Beim Radio hören verbraucht er auch 5A und nervt nach 20min, ja den 
Motor zu starten um die Batterie nachzuladen. Solche Sachen irritieren 
mich halt. Otto Normalo merkt das natürlich nicht und es ist nur für 
mich eine andauernde Quelle der Irritation.

Manchmal sind die Scheinwerfer aus, manchmal ein, wenn ich die Tür 
öffne. Warum dieses unvorhersehbare Verhalten?

Wenn man sich nicht anschnallt, dann bleibt die Parkbremse aktiviert. 
Mit Gurt, schaltet sie sich beim Schalten des Getriebes aus. Wenn man 
nicht angeschnallt ist und auf die Bremse steigt und auf R oder D 
schaltet, dann schaltet dich die Parkbremse aus. Warum muß ich damit 
leben? Alle vorherigen Fahrzeuge überließen mir die Entscheidung.

Warum muß die Parkbremse in neuen Fahrzeugen elektrisch sein? Wäre eine 
handbetätigte Bremse nicht zweckmässiger? Nein. Geht ja nicht, weil der 
hebel der Handbremse das Interior Design Concept vermasseln würde. Man 
hatte ja ein formschönes Design ohne hässliche Mechanik im Auge.

Ich als Fahrer muß nun mit der Logik der SW kämpfen, weil die immer 
anders reagiert wie ich es will und stur die Designregeln verfolgt.

Mich irritiert dieses nicht notwendigen überzüchtetes Sicherheitsdenken. 
Meiner Meinung nach, ist diese Designentscheidung eine nicht notwendige 
Überschreitung der Hersteller Kompetenzen. Ich bin für die 
Fahrzeugführung verantwortlich und nicht Mazda. Ich werde es langsam 
leid in dieser Weise an ein Gängelband angehängt sein zu müssen. Aber 
das ist die Zeit in der wir leben. Und dieser Trend wird nur schlimmer 
werden. Früher war das alles nicht notwendig und man hat eben gesagt 
"Tja, dann haben Sie eben Pech gehabt".

Mein Standpunkt ist klar und einfach: lasst mich mit dem ungefragten 
Zeugs zufrieden. Ihr (der Hersteller) habt kein Recht, diese 
Entscheidungen aus vermeintlicher Gründlichkeit selber zu treffen zu 
wollen. Viele dieser sogenannten "Features" sind eine Quelle ständiger 
Irritation. Und wenn die Fahrer sich dessen bewusst sind, daß man das 
Fahrzeug verantwortungsbewusst und aufmerksam betreiben soll, dann 
werden sie auch bessere Fahrer sein.

Diese technische versteckte Gängelei ist von mir eben nicht verlangt. 
Der ganze Trend ist eine Anmassung der Industrie ohnegleichen, die sich 
ohne zu verteidigenden Grund verpflichtet fühlt, einzugreifen. Mir ist 
bewußt, daß man für das Für und Wieder endlos streiten kann. Trotzdem 
finde ich, daß in der letzten Instanz der Kunde seine Einstimmung dazu 
geben sollte können, ob er es gaben will oder nicht.

Hier ist ein anderes Beispiel in wieweit der Wahnsinn auf die Spitze 
getrieben worden ist: Die LED Scheinwerfer des CX30 können nur als 
gesamte Einheit für den Preis von $1300 plus Einbaukosten, ausgewechselt 
werden. Sicher, die theoretische Lebensdauer dieser Scheinwerfertechnik 
soll mindestens 20kHr betragen. Aber ein vorzeitiger Ausfall wird ins 
Geld gehen. Mein vorheriger Wagen hatte Halogenscheinwerfer die typisch 
7 Jahre gehalten haben und nur $15 kosteten und konnten in ein paar 
Minuten ohne Werkstatthilfe am Strassenrand ausgewechselt werden. Ist 
die bessere Scheinwerferbeleuchtung die extrem teuren Reparaturkosten 
wirklich wert? Ich war mit den Halogenlampen durchaus zufrieden.

So, Mister Hersteller: Überzeuge mich, warum ein neues Fahrzeug so teure 
und nicht reparierbare Scheinwerfer haben muß? Erkläre mir, warum die 
Scheinwerfer nicht so konstruiert sind, als daß die LED Einsätze 
ausgewechselt werden könnten. Ist man dazu nicht fähig? Erkläre mir 
warum man so viel Material vergeuden will. Erkläre mir, wie ihr es 
richtig findet, den Kunden zum Gebrauch solch teurer Technik zu zwingen. 
Das Argument, daß die Scheinwerfer besser funktionieren sollen, ist 
schwach. Ist das Preis/Leistungsverhältnis dann wirklich so überragend, 
daß die $1500 Reparaturkosten für zukünftige Reparaturen gerechtfertigt 
sind?
Sie wissen genauso wie ich, daß die Scheinwerfer die 3 Jahre 
Komplettgarantie höchstwahrscheinlich überstehen werden und Sie sich vor 
der teuren Reparatur drücken können und danach der Kunde bezahlen muß. 
Und das ist nur ein Beispiel von systematischer Abzocke des Kunden. 
Insgesamt gesehen repräsentiert so ein Fahrzeug Design nicht nehr eine 
vernünftige Balance zwischen zeitgemäßer Technik und deren Kosten.

Mich hat die Industrie noch nie gefragt, was ich im Auto haben will. 
Sind die in einem andauernden Kokain High? Wenn die Hersteller 
behaupten, wir bauen das was die Leute wollen, ist das eine maßlose 
Übertreibung, wenn nicht sogar eine Lüge.

Jetzt gebt mir einen guten Grund warum man mit einem modernen Fahrzeug 
im Allgemeinen glücklich sein soll? Die nackte Tatsache ist, daß moderne 
Fahrzeuge von vielfach unnötiger IT-Technik abhängig ist, die der Kunde 
meist nicht wirklich braucht. Und noch etwas: ich würde einen Tesla auf 
Grund der bekannten Kundenpolitik, Firmeneinstellung und deren Ansichten 
nicht einmal geschenkt haben wollen.

Es wäre für die Welt und der Menschheit besser, wieder vom hohen Ross 
runterzusteigen und wieder vernünftig (bezahlbar) reparierbare und 
technisch zugängliche Fahrzeuge mit bestmöglicher ausreichender Technik 
zu bauen und die Kunden von dieser obszönen extremen 
Herstellerabhängigkeit und Gängelei zu befreien. Das wäre auch für die 
Umwelt besser. Auch sollten Fahrzeuge so weit wie technisch möglich mit 
weniger Standardbauteilen auskommen. Diese unsägliche Bauteil-Varietät 
ist eine unnötige Ressourcenverschwendung.

Der EQS z.B., ist doch wirklich nur ein Luxusfahrzeug für die gehobene 
Kaufklasse. Für die Mehrzahl der arbeitenden Mittelklasse sind solche 
Fahrzeuge ohnehin ohne Bedeutung.

Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Crazy H. (crazy_h)


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Gerhard O. schrieb:
> Warum muß die Parkbremse in neuen Fahrzeugen elektrisch sein? Wäre eine
> handbetätigte Bremse nicht zweckmässiger?
Man glaubt es kaum, aber das hat sogar einen Vorteil: Eine elektrische 
Parkbremse wirkt auf alle 4 Räder und ist deshalb als Notbremse deutlich 
besser geeignet.

von michael-o (Gast)


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Mich hat Mazda noch nie gezwungen ein Auto bei denen zu kaufen. Auch 
andere Fahrzeuge fahre ich in der Regel erst zur Probe bevor ich Geld 
dafür bezahle.
Wenn mir das ganze nicht gefällt gibt es Alternativen. Ich fahre 5 Auzos 
von vier Hersteĺlern und kann über die kleinen Fehler meist lachen. Was 
bringt es mir wütend zu sein? Der Fehler verschwindet nicht aber ich 
bekomme schlechte Laune? Nicht mit mir.

MfG
Michael

von Reinhard S. (rezz)


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Manfred schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>>> Besser wäre eine zuverlässige Sprachsteuerung.
>> Selbst in aktuellen Topmodellen ist die nicht so zuverlässig. Durch
>> meinen Bestand an Musik will ich damit auch nicht durchnavigieren,
>
> Mein Auto hat den Zweck, damit zu fahren und nicht, eine Disco zu
> ersetzen.

Mein Auto hat den Zweck mich möglichst angenehm von A nach B zu bringen, 
Musik gehört da für mich dazu.

> Zumindest eine Ansage "20 Grad" oder eine Zieleingabe ins Navi
> funktionieren recht gut.

Ja, hier ebenso. Aber manche Sachen, wie eben das nächste Lied 
anzuwählen, gehen via Sprachsteuerung deutlich langsamer als via Taste.

> Selbst erlebt: Da kam ein Kunde an die Servicetheke und brauchte Hilfe,
> die Uhr einzustellen, so weit ist das schon vom Normalbürger entfernt.

Ich hab in meinem Werkstatt-Ersatzwagen (aktuelle Mercedes B-Klasse, 
Automatik) auch einige Minuten gebraucht, bis ich mitbekommen hab, das 
die Wahl des Fahrmodus statt per Schaltknüppel (gibts nicht mehr) per 
Hebel am Lenkrad/Lenkstock realisiert wird.

> Jörg P. R. schrieb:
>>> Ich persönlich wünsche mir diese Zeit zurück und würde gern auf so
>>> manche Gimmicks im Auto verzichten.
>> Kauf dir ein*en* vernünftigen Oldi.
>
> Für mich eindeutig nein, ich möchte auf viele Dinge nicht mehr
> verzichten.

Ich dachte, du willst mit dem Auto fahren? :D

Viele Sachen sind ganz nett und bequem, aber etliches, was in aktuellen 
Autos verbaut wird, ist kein Muss.

von _Gast (Gast)


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Falsch!

>>>Man glaubt es kaum, aber das hat sogar einen Vorteil: Eine elektrische
>>>Parkbremse wirkt auf alle 4 Räder und ist deshalb als Notbremse deutlich
>>besser geeignet.

Die elektrische Handbremse wirkt nur auf die Hinterräder, weil es vorne 
keine Stellmotoren gibt! Mal zuhören, wenn diese aktiviert wird!

Die Notbremsfunktion beim Betätigen des Schalters wird durch die normale 
Bremshydraulik im ABS/ESP ausgelöst und dabei sind die beiden Systeme 
auch noch zusätzlich aktiv. Nur bei einstelligen Geschwindigkeiten 
werden die Stellmotoren hinten aktivert.

Die Notbremsfunktion könnte theoretisch auch auf einen anderen Schalter 
gelegt werden, nur bietet sich der Schalter hierzu von der Logik an, 
obwohl er eigentlich relativ sinnlos ist da er nicht wirklich mehr kann 
als dass was das Pedal auch kann. Dadurch das man mit der elektrischen 
Handbremse nicht mehr driften kann wird es kaum mehr einen Fahrer geben 
der instinktiv zur Handbremse greift wenn die Betriebsbremse ausfällt! 
Das Argument mit dem Beifahrer ist meiner Meinung nach sehr dünn und die 
Anzahl der Fälle geht gegen 0!

Der Grund für den Umstieg ist einfach das es billiger für die Hersteller 
ist, da kein riesiger Bremshebel mehr im Auto verbaut wird, es keine 
aufwendigen Bowdenzüge mehr gibt und die Mehrkosten des Stellmotors 
durch die Stückzahlen kompensiert werden. (Wenn man sich mal mit den 
Teilenummern beschäftigt stellt man fest dass der Stellmotor meist ein 
generisches Teil ist der in mehreren Fahrzeugen verbaut wird) Zudem wird 
die Zulassung einfacher weil immer wieder die gleichen Teile verbaut 
werden!

Zudem kann man nun die Bremsbeläge ohne Diagnosegerät nicht mehr 
wechseln was ein angenehmer Nebeneffekt für den Hersteller ist da die 
meisten nun in die Werkstatt müssen!

von Thomas R. (thomasr)


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Gerhard O. schrieb:
> Mein vorheriger Wagen hatte für alle Klimaeinstellungen und Schalter als
> Drehknöpfe ausgeführt die man ohne von der Strasse wegsehen zu müssen
> erfühlen konnte.
>
Mein Schwerpunkt waren die gesamte Logik, Tasten, Schalter und Regler 
für die Klimatisierung. In den 90ern haben wir regelmäßig "Customer 
Clinics" durchgeführt, bei denen zufällig ausgewählte Kunden (auch 
anderer Marken) die Bedienbarkeit bewerten sollten. Das war dann EINE 
Grundlage für die Entscheidungen in der Entwicklung.
>
> Was denkt man sich dabei? Mein Alter Untersatz machte das auch nicht.
> Ich finde solches Verhalten extrem unlogisch. Und das Schlimmste dabei
> ist, obwohl sich das Problem durch Verändern des Quellcodes korrigieren
> ließe, es ist für den Kunden nicht wirklich möglich, dieses Manko zu
> beheben. Das ist jetzt der wirkliche Fluch von "Digital".
>
Leider hat das "wilde Herumprogrammieren" zu Anfang der 2000er zu 
etlichen Desastern und auch Unfällen geführt so daß heute die gesamte 
Autoindustrie mit ASPICE arbeitet bzw. arbeitem muß. Darin werden die 
Abläufe einer Sofwareentwicklung genauestens reglementiert und 
dokumentiert. Das bedingt Zeitabläufe die nicht mehr kundenfreundlich 
sind aber ohne extrem viele ProgrammiererInnen ("mehr in kürzerer Zeit") 
nicht mehr handelbar. Siehe das Desaster bei VW wo man das viel zu spät 
erkannt hat und den Golf 8 mit unfertiger Software auf den Markt 
brachte.

> Unnötige vorkommende Probleme ist man in der Regel nicht gewillt zu
> korrigieren. Das "System" sieht solche 5S "Kaizen" Verbesserungen
> kundenseitig überhaupt nicht vor, wenn es den Kunden betrifft; der muß
> mit allen Schrullen auf Gedeih und Verderb leben und treibt in
> Extremfällen den Kunden vielleicht nahe der Tobsucht:-)

Siehe oben.
>
> Das ist nur ein Beispiel einer gnadenlos diktierten modernen Technik
> ohne vernünftige und gewollte Rückkopplung. Die Firmen machen einfach
> was sie wollen und man erwartet, der Kunde müsse sich anpassen. Die
> allmächtigen Götter in der Firma sehen sich als sooo gescheit und
> erhaben an und denken immer, was weiß denn der Kunde schon, denn wir
> sind ja die unfehlbaren Experten in unseren Luftschlössern, erhaben über
> jegliche Kritik seitens der "Pee-Ons Kunden".
>
Das ist leider dem Trugschluß zu verdanken, daß eine maximale 
Flexibilität schon jeden Fall abdecken wird. Im Extremfall führen dann 
unvorhergesehene Fehlfunktionen zum werksseitigen Abschalten ganzer 
Funktionen. So ist im aktuellen Jeep Renegade die automatische 
Verriegelung der Türen beim Losfahren kurz nach Serienbeginn wieder 
deaktiviert worden.
>
> Ich sehe seit einiger Zeit  Werbung für den MB-EQS. Das Cockpit sieht
> dort einfach toll und futuristisch aus. Ist aber Otto Normalo ohne
> Dreiwöchiges Training überhaupt in der Lage alle notwendigen Funktionen
> zu verstehen und wichtiger, dauerhaft im Gedächtnis zu behalten ohne bei
> der Bedienung zu sehr abgelenkt zu werden? Ich bin nicht so sicher, daß
> in der Praxis so ein GUI Konzept im Fahrbetrieb tatsächlich so ein
> großer Vorteil ist. Sprachsteuerung ein Ausweg? Möglich. Vielleicht.
> Aber das kann ich natürlich von meiner Einkommensklasse aus nicht voll
> beurteilen:-)

Die Programmierung der neuen Fahrzeuge sollte aus Bausteinen bestehen, 
die sich beliebig kombinieren lassen. Damit könnte man in der Werkstatt 
auf Kundenwünsche eingehen ohne dort selbst programmieren zu können. In 
Grenzen  geht das mit der heutigen Parametrierung; auch bereits 
vorhandene Hardware kann so aktiviert werden, sogar aus der Ferne 
(typisch Tesla).

: Bearbeitet durch User
von Crazy H. (crazy_h)


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Ach was:
"Die elektrische Parkbremse löst dagegen eine Vollbremsung des normalen 
Bremssystems aus, das heißt: Alle vier Räder werden stark verzögert. 
Wenn der Bremsvorgang bis zum Blockieren ginge, dann gälte das für alle 
vier Räder – das Auto würde geradeaus aus der Kurve rutschen. 
Tatsächlich wird das ABS des Fahrzeugs das Blockieren aber verhindern. 
Ein Drift lässt sich so nicht einleiten."
Quelle: 
https://efahrer.chip.de/e-wissen/elektrische-handbremse-waehrend-der-fahrt-ziehen-damit-muessen-sie-rechnen_109375

"Notbremsfunktion
Der vom Gesetzgeber vorgeschriebene Wert der Mindestverzögerung einer 
Feststellbremse kann von einer mechanischen Bremse nur unter großem 
Kraftaufwand des Fahrers aufgebracht werden. Zudem muss ein mechanisches 
System dafür in einwandfreiem technischen Zustand sein. Dies ist bei 
älteren Fahrzeugen zum Teil oft nicht gewährleistet. Auch hier bietet 
die elektrische Parkbremse ein entscheidendes Plus an Sicherheit. Wird 
die elektrische Parkbremse während der Fahrt betätigt, interpretiert das 
EPB-Steuergerät dies als Notbremsung. Um dabei ein Ausbrechen des 
Fahrzeugs, durch eine blockierende Hinterachse zu verhindern, wird die 
Parkbremse in Intervallen geschlossen und wieder geöffnet - ähnlich der 
Funktion eines Anti-Blockier-Systems. Durch diesen Modus wird das 
Fahrzeug sicher bis zum Stillstand abgebremst."
Quelle: 
https://www.mein-autolexikon.de/bremse/elektrische-parkbremse-handbremse.html

: Bearbeitet durch User
von Random .. (thorstendb) Benutzerseite


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Knusperspecht schrieb:
> Besser wäre eine zuverlässige Sprachsteuerung. So wie in der
> "Enterprise".

War mit nem Kumpel auf Tour in meinem damaligen A4 (von 2004). Wir 
dachten, versuchen wir uns mal an der Sprachsteuerung.
Nach einigen erfolglosen Versuchen der Navigationseingabe hörte diese 
noch mit, und kommentierte ein zufälliges Gelaber mit: "Konchunchung 
an".
WTF? Was ist da jetzt passiert?
Nichts entdeckt, also mal stumpf als Spracheingabe "Konchunchung aus" 
gesagt. Auto antwortet: "Aus". Hmmm ... kein Informationsmehrwert.
Also nochmal von vorne, dem Wagen die Spracheingabe "Konchunchung an" 
dargeboten, was auch entsprechend quittiert wurde. Nur hatten wir noch 
immer keine Idee, was das sein könnte.
Irgendwann haben wir dann herausgefunden, dass damit "Kreuzungs-Zoom" 
gemeint war :)

: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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Crazy H. schrieb:

> "Notbremsfunktion
> Der vom Gesetzgeber vorgeschriebene Wert der Mindestverzögerung einer
> Feststellbremse kann von einer mechanischen Bremse nur unter großem
> Kraftaufwand des Fahrers aufgebracht werden. Zudem muss ein mechanisches
> System dafür in einwandfreiem technischen Zustand sein. Dies ist bei
> älteren Fahrzeugen zum Teil oft nicht gewährleistet. Auch hier bietet
> die elektrische Parkbremse ein entscheidendes Plus an Sicherheit. Wird
> die elektrische Parkbremse während der Fahrt betätigt, interpretiert das
> EPB-Steuergerät dies als Notbremsung. Um dabei ein Ausbrechen des
> Fahrzeugs, durch eine blockierende Hinterachse zu verhindern, wird die
> Parkbremse in Intervallen geschlossen und wieder geöffnet - ähnlich der
> Funktion eines Anti-Blockier-Systems. Durch diesen Modus wird das
> Fahrzeug sicher bis zum Stillstand abgebremst."

Das scheint in Amiland keinen zu interessieren. Ca. 93 hatte ich da 
einen 5.0 (manual) Mustang, der kaum Bremswirkung mit der Handbremse 
hatte. Außerdem kam der Handbremshebel bei jedem festen Zug etwas weiter 
hoch.

Die Werkstatt meinte tatsächlich, daß ein Handbremse doch unnötig sei 
:-o

Genaues Nachsehen ("dieser blöde Europäer") ergab, daß die Abstützung 
der Hülle des Bowdenzuges nicht richtig angepunktet war und sich bei 
jedem Zug etwas mehr vom Karosserieblech schälte. Keine Ahnung wie sie 
das repariert haben aber danach konnte man mit der Heckschleuder 
wenigstens richtige Pirouetten drehen ;-)))

: Bearbeitet durch User
von Ich A. (alopecosa)


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Gerhard O. schrieb:
> Ich sehe seit einiger Zeit  Werbung für den MB-EQS. Das Cockpit sieht
> dort einfach toll und futuristisch aus. Ist aber Otto Normalo ohne
> Dreiwöchiges Training überhaupt in der Lage alle notwendigen Funktionen
> zu verstehen und wichtiger, dauerhaft im Gedächtnis zu behalten ohne bei
> der Bedienung zu sehr abgelenkt zu werden?

Die für den Betrieb auf der Straße wichtigen Funktionen sind über die 
Lenkrad FB erreichbar und bedienbar.

Alles andere ist meiner Meinung nach eh eine Sache fürs "mal rechts ran 
fahren"

Das war aber in alten Autos auch schon so.
Wer während der Fahrt meint er müsse irgendeine UKW Frequenz suchen und 
speichern, der hat eh nicht alle Latten gerade.

Ist immer alles auch eine Frage wie sehr ich mich Ablenken lassen will.

Ein NoGo ist natürlich das Basisfunktionen Aufmerksamkeit von der Straße 
lenken. Aber das kommt zum Glück seltener vor.

: Bearbeitet durch User
von Willi (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> Leider hat das "wilde Herumprogrammieren" zu Anfang der 2000er zu
> etlichen Desastern und auch Unfällen geführt
... oder auch Änderungen ohne Sinn und Verstand. Ein Beispiel wäre die 
Anordnung der Fahrstufen. Eingebürgert hat sich P R N D L, mit P immer 
am linken Ende. Es gibt aber auch Fahrzeuge, bei denen R am Ende liegt. 
Das ist genau so ein Humbug wie Tasten zur Fahrstufenwahl gleich neben 
dem Infotainment.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Ich A. schrieb:
> Wer während der Fahrt meint er müsse irgendeine UKW Frequenz suchen und
> speichern, der hat eh nicht alle Latten gerade.

Wer hört noch UKW? Auf der Landstraße werden auf der Fahrerseite 
Whats'App-Nachrichten getippt, das ist doch die bittere Wahrheit.

von C. (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Wer hört noch UKW? Auf der Landstraße werden auf der Fahrerseite
> Whats'App-Nachrichten getippt, das ist doch die bittere Wahrheit.

...und auf der Autobahn in der Fahrerkabine des LKW während der Fahrt 
Kaffee gekocht. Kräht auch kein Hahn danach. Gruss, DerSchmied

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Kein Problem, solange sich der Fahrer (m/w/d) nicht vom UKW-Genöle 
ablenken lässt.

Vorsicht, spätabendliche Ironie...

von Manfred (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Kein Problem, solange sich der Fahrer (m/w/d) nicht vom UKW-Genöle
> ablenken lässt.
>
> Vorsicht, spätabendliche Ironie...

Ich verstehe noch immer nicht, weshalb sich hier mehrere Leute auf die 
Bedienung der eingebauten Disco fokussieren. Wenn ich mit dem Auto 
unterwegs bin, läuft dort leise der regionale UKW-Sender, ich brauche 
meine Sinne für den umgebenden Straßenverkehr.

Was auch mir auf den Sack geht, dass manche Grundfunktionen nicht mehr 
klassisch zu bedienen sind, bei mir z.B. die Luftverteilung der Heizung 
nur am Grabbelschirm. Es gibt aber auch Autos mit mechanischen Tasten, 
deren Anzahl und Beschriftung so praxisfremd ist, dass man auch diese 
kaum bedienen kann.

Bei mäßigem Tempo geht das noch, da meckert mich der Spurhalteassistent 
an, wenn ich zu lange auf den Schirm gucke.

Mit 160 und mehr km/h auf der Autobahn muß ich halt wissen, die Finger 
davon zu lassen, dann habe ich eben kalte Füße oder den falschen 
Radiosender.

Auf generelle Meckerei gegen Assistenzsysteme und deren Bevormundung 
(Gerhard) bin ich nicht weiter eingegangen, ich sehe die überwiegend 
positiv, wenngleich sie mitunter auch nerven können.

Wenn mir der Spurhalteassistent auf den Sack geht, schalte ich den aus.

Es zwingt mich auch niemand, die radarbasierte 
Geschwindigkeitsregelanlage zu aktivieren - die ich seit 2008 habe und 
nicht mehr missen möchte.

Die Teilnehmer dieses Forums sollten doch Technikaffin und in der Lage 
sein, sich dem Kram zu stellen?

von Chris K. (kathe)


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Manfred schrieb:
> Mit 160 und mehr km/h auf der Autobahn muß ich halt wissen, die Finger
> davon zu lassen, dann habe ich eben kalte Füße oder den falschen
> Radiosender.

Bei der Geschwindigkeit gehören die Hände nur an das Lenkrad und nicht 
an irgendwelche Bedienelemente oder an das Touchscreen.

Hatte zum Glück schon das Vergnügen diese Geschwindigkeit über 30 
Minuten fahren zu dürfen, aber das ist so selten geworden.

Entweder fahre ich oder versuche das Auto und dessen Technik zu bedienen 
beides ist nicht Möglich.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Chris K. schrieb:
> Hatte zum Glück schon das Vergnügen diese Geschwindigkeit über 30
> Minuten fahren zu dürfen, aber das ist so selten geworden.

Ich auch! Mehrfach und sogar mit über 200 km/h, habe unterwegs Mails 
geschrieben und bin dabei eingeschlafen.

Das war in einem ICE.

von Chris K. (kathe)


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Rainer Z. schrieb:
> Chris K. schrieb:
>> Hatte zum Glück schon das Vergnügen diese Geschwindigkeit über 30
>> Minuten fahren zu dürfen, aber das ist so selten geworden.
>
> Ich auch! Mehrfach und sogar mit über 200 km/h, habe unterwegs Mails
> geschrieben und bin dabei eingeschlafen.
>
> Das war in einem ICE.

Im ICE kann ich das auch aber nicht auf der Autobahn, ;-)

von Manfred (Gast)


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Chris K. schrieb:
>> Mit 160 und mehr km/h auf der Autobahn muß ich halt wissen, die Finger
>> davon zu lassen, dann habe ich eben kalte Füße oder den falschen
>> Radiosender.
>
> Bei der Geschwindigkeit gehören die Hände nur an das Lenkrad und nicht
> an irgendwelche Bedienelemente oder an das Touchscreen.

Genau das wollte ich zum Ausdruck bringen!

> Hatte zum Glück schon das Vergnügen diese Geschwindigkeit über 30
> Minuten fahren zu dürfen, aber das ist so selten geworden.

Gegen Mittag auf der Harzautobahn A36 Richtung Osten fällt man auf, wenn 
man langsamer ist.

> Entweder fahre ich oder versuche das Auto und dessen Technik zu bedienen
> beides ist nicht Möglich.

Damit hast Du leider recht, und genau das überfordert viele Leute.

von C. (Gast)


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Chris K. schrieb:
> Entweder fahre ich oder versuche das Auto und dessen Technik zu bedienen
> beides ist nicht Möglich.

Hoffentlich liest Walter Röhrl diesen Kommentar nicht, soviele 
Unterhosen hast Du nicht im Schrank wie Du für ein paar Minuten Mifahrt 
bei ihm und seinesgleichen bräuchtest.
Ablenkung beruht immer auf mangelnder Konzentrationsfähigkeit. Das 
gepaart mit der Reizüberflutung durch unnützen Einbaukram macht Unfälle, 
die Schuld auf die Technik für der Fummelei daran dann zu schieben ist 
kindisch.
Wer ein Auto auch ohne elektronische Assistenz nicht heil durch den 
Verkehr bringen könnte nimmt besser den Bus.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Besonders gerne mag ich es in einen Leihwagen/Sharingfahrzeug zu 
steigen, und sofort plärrt das Radio mit maximaler Lautstärke los. Dann 
muss man erstmal länger auf dem Touchscreen suchen wo man es abschalten 
kann, einen einfachen "Aus"-Knopf gibt es ja nicht. Lautstärke auf 0 
geht teilweise auch nicht, es gibt ja ein Minimum.

von Manfred P. (pruckelfred)


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C. schrieb:
> Chris K. schrieb:
>> Entweder fahre ich oder versuche das Auto und dessen Technik zu bedienen
>> beides ist nicht Möglich.
> Hoffentlich liest Walter Röhrl diesen Kommentar nicht, soviele
> Unterhosen hast Du nicht im Schrank wie Du für ein paar Minuten Mifahrt
> bei ihm und seinesgleichen bräuchtest.

Du wirfst zwei Dinge durcheinander, das eigentlich Fahren und den Umgang 
mit Komfort- / Assistenzsystemen. Soweit ich weiß, hat der Röhrl erstmal 
ein paar Quattros demoliert, bevor er mit der neuen Fahrwerkstechnik 
umgehen konnte. Ziemlich sicher war er dabei nicht von Touchscreen oder 
Radio abgelenkt.

Niklas G. schrieb:
> Besonders gerne mag ich es in einen Leihwagen/Sharingfahrzeug zu
> steigen, und sofort plärrt das Radio mit maximaler Lautstärke los. Dann
> muss man erstmal länger auf dem Touchscreen suchen

Geht beim Mazda ohne Touch, wenn man denn endlich den Drehknopf auf der 
Mittelkonsole gefunden hat.

von Ich A. (alopecosa)


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Rainer Z. schrieb:
> Ich A. schrieb:
>> Wer während der Fahrt meint er müsse irgendeine UKW Frequenz suchen und
>> speichern, der hat eh nicht alle Latten gerade.
>
> Wer hört noch UKW? Auf der Landstraße werden auf der Fahrerseite
> Whats'App-Nachrichten getippt, das ist doch die bittere Wahrheit.

Mit DAB muss man auch Sender suchen und speichern ;) Ist ja nicht so das 
es jeden Sender überall über DAB gibt (leider).

Ich hatte heute wieder so einen Fall der einen dann doch sprachlos 
zurücklässt.

Ein Taxi, das wirr durch die Stadt fuhr, mit Fahrgästen on Board. An der 
grünen Ampel nicht weg gekommen, die rote Ampel fast überfahren, wirre 
Spurwechsel etc.

Als ich das Taxi dann neben mir hatte war die Fahrweise klar: Die Dame 
am Steuer hatte eine Art Katalog in der Hand und aufgeschlagen...

von Joachim B. (jar)


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Ich A. schrieb:
> Mit DAB muss man auch Sender suchen und speichern

und beim Sonie Radio k*tz w*rg muss man die Hand vom Lenkrad nehmen in 
das Menü an der Armaturenbrettmitte und auf dem 10cm Screen schauen und 
in Kanalgruppen suchen lassen.
Der gute alte Sendersuchlauf am Lenkrad funzt nicht mehr bei DAB.
Ich denke Sonie hat das Radio an Ford verschenkt und will mit der Navi 
Update SD Geld verdienen, pro Jahr 129€, dafür bekommt man ne Menge 
Radio nach 7 Jahren.
Abgesehen von den SW Macken, BT Telefon klappt, aber Musik vom Handy 
spielen klappt nicht auch klappen google Navi Ansagen über das Radio 
nicht, aber wehe man telefoniert, dann quasselt google imme dazwischen 
diese Software ist ein Graus, das sind Dinge die kann man sich nicht 
ausdenken und erfährt sie im wahrsten Sinne erst nach langer Probefahrt 
oder später.

: Bearbeitet durch User
von Walta S. (walta)


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Bescheuerte Bedienung geht auch ohne Touchscreen.

Wenn ich mein Telefon koppeln will dann drücke ich die Radio Taste, dann 
die Plus Taste, dann drehe ich am Drehknopf auf Bluetooth, dann drücke 
ich auf den Drehknopf und zum Schluss wieder auf die Home Taste.
Kann sein, dass ich jetzt ein oder zwei Tasten vergessen habe.

Wenn zwischendurch meine Frau fährt kommt wieder die gleiche Spielerei.

Walta

von Percy N. (vox_bovi)


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Walta S. schrieb:
> Wenn ich mein Telefon koppeln will

Und wie oft ist das,während einer einzelnen Fahrt erforderlich?

von Ich A. (alopecosa)


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Walta S. schrieb:
> Wenn ich mein Telefon koppeln will

Das mache ich im Normalfall bevor ich losfahre ;)

von Martin P. (martin_p795)


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Gerhard O. schrieb:
> Da kaufte ich mir heute im Drivethrough einen Kaffee, nahm meinen
> Sitzgurt ab und stellte bei noch laufenden Motor das Getriebe auf Park
> und für eine Minute nervte mich dann die Sitzgurtwarnung, obwohl das
> Fahrzeug wissen müsste, daß momentan in aller Wahrscheinlichkeit in
> absehbarer Zeit nicht gefahren wird.

wieso hast du nicht einfach den Motor abgestellt, ist bei der aktuellen 
CO2 Diskussion eh das Mittel der Wahl. Bzw machen das die Fahrzeuge 
heutzutage von ganz alleine. Also stelle bitte erstmal sicher das du da 
nicht eine Funktion deaktiviert hast, normal ist die von dir 
beschriebene Situation heutzutage jedenfalls nicht mehr.

Gruß, Martin

von Ich A. (alopecosa)


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Martin P. schrieb:
> normal ist die von dir
> beschriebene Situation heutzutage jedenfalls nicht mehr.

Es gibt durchaus Situationen in denen die Fahrzeugelektrik eben nicht 
von Start/Stop Gebrauch macht. Zum Beispiel wenn dann doch ein paar 
Verbraucher mehr laufen.. Sitzheizung, Scheibenheizung, was auch immer.

Normal gibt's heute nicht mehr. Alles ist möglich.

von Walta S. (walta)


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Percy N. schrieb:
> Walta S. schrieb:
>> Wenn ich mein Telefon koppeln will
>
> Und wie oft ist das,während einer einzelnen Fahrt erforderlich?

Zu Beginn der Fahrt.
Walta

von Walta S. (walta)


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Ich A. schrieb:
> Walta S. schrieb:
>> Wenn ich mein Telefon koppeln will
>
> Das mache ich im Normalfall bevor ich losfahre ;)

Das ist sogar zwingend notwendig - alles andere ist gefährlich.
Walta

von Walta S. (walta)


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Meine Einstellorgie ist deshalb so ärgerlich weil mein altes Radio das 
vollautomatisch gemacht hat. Ich musste da genau 1x die beiden Telefone 
koppeln und dann hat, wenn am Telefon etwas gespielt wurde, das 
Autoradio automatisch übernommen. Kein einziges mal musste ich neu 
verbinden.

Walta

von Gerhard O. (gerhard_)


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Martin P. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Da kaufte ich mir heute im Drivethrough einen Kaffee, nahm meinen
>> Sitzgurt ab und stellte bei noch laufenden Motor das Getriebe auf Park
>> und für eine Minute nervte mich dann die Sitzgurtwarnung, obwohl das
>> Fahrzeug wissen müsste, daß momentan in aller Wahrscheinlichkeit in
>> absehbarer Zeit nicht gefahren wird.
>
> wieso hast du nicht einfach den Motor abgestellt, ist bei der aktuellen
> CO2 Diskussion eh das Mittel der Wahl. Bzw machen das die Fahrzeuge
> heutzutage von ganz alleine. Also stelle bitte erstmal sicher das du da
> nicht eine Funktion deaktiviert hast, normal ist die von dir
> beschriebene Situation heutzutage jedenfalls nicht mehr.
>
> Gruß, Martin

Moin,

tue ich meist. Aber ich wollte mir nur etwas aus der Hosentasche holen 
und kam wegen Parka schlecht dazu. Da fand ich es befremdlich, daß die 
SW sich echauffiert hatte, wenn sie doch genau anhand der Sensorik oder 
Zustandsschalter wissen mußte, daß im PARK Zustand des Getriebeselektors 
kein Anlaß zu diesen Verhalten war, weil ja das Fahrzeug so nicht rollen 
würde. Mein vorheriger Toyota aus 2006 hatte ja damit schließlich auch 
keine Probleme. Auch finde ich es übertrieben, die Warnung über eine 
Minute fortzuführen. Als PL hätte ich so ein Fahrzeugverhalten  nicht 
zugelassen. Entweder ist das nur ein weiterer ausgeführter Schritt der 
Entmündigung bzw. überzogenem Sicherheitsdenken oder schlicht 
Schlampiges Programmieren unter großen Zeitdruck;-)

Solche Sachen ändern lassen zu wollen, gleicht "Pulling Hens Teeth"(*). 
Leider kann man die Industrie kaum zum Beheben solcher Probleme 
"richtig" motivieren..

Der Fluch einer fremden SW ist, daß der Benutzer, ohne selber der 
Entwickler zu sein, vom Gutwillen des Urhebers abhängig ist. Konsequent 
müssen die Benutzer damit meist leben. Das ist für Fachleute besonders 
nervig, weil sie genau wissen, daß man viele (Feld) Probleme leicht 
beheben könnte, wenn man zu Zugang zu den Quellen und 
Entwicklungssystemen hätte. Aber diese Heiligtümer der Firmen sind wie 
Festungen und sie lassen sich nicht gerne in die Karten gucken. Was weiß 
den der dumme Konsumer ohnehin, der ihnen ihre schönen und perfekten 
Autos schlecht machen will?


Gruß,
Gerhard

(*)
https://dictionary.cambridge.org/dictionary/english/like-pulling-teeth

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Walta S. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Walta S. schrieb:
>>> Wenn ich mein Telefon koppeln will
>>
>> Und wie oft ist das,während einer einzelnen Fahrt erforderlich?
>
> Zu Beginn der Fahrt.

Was hat das dann mit dem eigentlichen Thema des Threads zu tun?

Walta S. schrieb:
> Ich A. schrieb:
>> Walta S. schrieb:
>>> Wenn ich mein Telefon koppeln will
>>
>> Das mache ich im Normalfall bevor ich losfahre ;)
>
> Das ist sogar zwingend notwendig - alles andere ist gefährlich.
> Walta

Unf genau diesen Aspekt scheint Tesla nicht hinreichend zu haben. 
Das,hat aber mit Deinem Auto nichts zu tun.

Freilich ließe sich das Procedere vielleicht vereinfachen; das könnte 
Dir hin und wieder - wenn mal wieder die Frau dran war - ein oaar 
Sekunden Zeit sparen. Aufs Jahr gerechnet könntest Du immerhin so viel 
Freizeit gewinnen, um einmal kräftig in der Nase zu bohren. Wäre Dir das 
so wichtig? Dann kaufe Deiner Frau ein eigenes Auto.

von Walta S. (walta)


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Es gibt Radios wo es tadellos funktioniert und welche wo es ein Krampf 
ist. Warum nur?

Und ja, ich hab dich auch lieb.

Walta

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