Netzteil mit LM2678 für 5,1V und 5A

Gast #6365859
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Hallo
Zur Versorgung einers Raspberry PI4 möchte ich ein extra Netzteil über 
den GPIO benutzen. Das ori Netzteil arbeitet sehr gut. Für die Anwendung 
mehrerer Schaltungen zur Aufnahme von Messwerten brauchte ich aber eine 
Spannungquelle für weitere Teile.
Das Netzteil hat einen LM2678 ADJ und wird durch einen Regler auf 5,1V 
eingestellt. Der Raspi startet ganz normal und dann fängt die rote LED 
an zu blinken. Bei Messungen stellte ich fest das zu Kurzfristigen 
Spannungseinbrüchen komm. Dabei geht die Spannung bis auf ca. 4,5V oder 
vielleicht tiefer runter. Am Ausgang bzw. am Eingang des Raspi habe ich 
ca. 7000 uF verbaut und die Verbindung ist mit Schaltlitze 0,8mm2.
Wadurch kann es zu solchen Spannungseinbrüchen kommen? der IC sollte 
doch eigentlich 5A vertragen?
Die 7000uF noch weiter erhöhen?
Der Hersteller des Raspi und des Netzteiles verwendet scheinbar ein 
"einfaches" Netzteil ohne grosse Elkos.
Hat jemand eine Idee dazu?
LG Klaus
Angehängte Dateien:
Gast #6365896
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1.Ein zu großer Elko am Ausgang eines Reglers kann auch wie eine 
Schwungmasse wirken und den Ausgang ZUSÄTZLICH hoch belasten, was nicht 
günstig ist. Ausserdem haben recht große Elkos schlechtere ESR-Werte als 
die Summe vieler kleiner für die gleiche Kapazität.
2.Schau die typische Schaltung im Datenblatt an. Die haben nur 2x180µF. 
https://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm2678.pdf
3.Auch wenn die Schaltung toll ist, kann der Aufbau Mist sein.
Gast #6365902
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Habe die Schaltung probeweise belastet mit 5x 1 Ohm. Bei 5 Ohm sollte ja 
1A fleissen. Der Ausgang bricht aber zusammen auf ca. 4,2V. Bei Last bis 
zu 1Ohm bricht die Spannung auf ca. 2,3V zusammen. Als Elko habe ich am 
Ausgang 4700uF drin. Als Spule verwende ich ein Ringkernspule mit 47uH. 
Das Problem könnte die Spule sein. Habe aber gerade den Typ und 
Datenblatt nich da.
Gast #6365909
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oszi40 schrieb:
> 3.Auch wenn die Schaltung toll ist, kann der Aufbau Mist sein.

Und die gewählten Bauteile.

Klaus schrieb:
> Als Spule verwende ich ein Ringkernspule mit 47uH.

Wobei ich mich schon sehr verarscht fühle, denn du hast weiter oben 15 
µH gezeigt. Und stelle dir vor: Das war die erste Sache die ich für dich 
kontrollierte. Man kennt seine Pappenheimer. Mit dem Ergebnis: die Spule 
wird es nicht sein. Und jetzt offenbarst du uns, dass deine Spule 3x so 
groß ist. Super!

Lies mal das Datenblatt des IC, Figure 18. Darunter gibts noch eine 
Erklärung, wie man es richtig liest.

47µH ist für 12V Eingangsspannung zu groß. Mit 35µH könntest du knapp 
über 1A erreichen. Für 4A brauchst du 15 µH.

Ich muss jetzt auch davon ausgehen, dass du ungeeignete Kondensatoren 
gewählt hast, vielleicht gar eine ungeeignete Diode und ein schlechtes 
Layout.

Es wird Zeit, den wahren Schaltplan mit Bauteile-Liste zu zeigen, sowie 
Fotos vom Aufbau. Keine Geheimnisse mehr!
Gast #6365930
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Bei den 15uH handelt sich um eine Angabe nicht von mir sondern ist im 
Beispiel drin.
Habe den verwendeten Typ der Spule gefunden, ist eine Ringkerndrossel 
TLC 5,0A 47uH. Der Schaltplan entspricht zu 100% dem oben gezeigten 
Schema. Ein Foto von der Platine kommt gleich.
Gast #6365934
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Klau schrieb:
> ist eine Ringkerndrossel

Vielleicht falsche Bauart, oder falsches Material. Auf jeden Fall hat 
sie die falsche Induktivität.

> Der Schaltplan entspricht zu 100% dem oben gezeigten Schema.

Nach dem obigen Fauxpass glaubt dir das keiner mehr.

Es fehlen immer noch konkrete Angaben zu den kritischen Bauteilen und 
Bilder vom Aufbau (kommen gleich....). Wenn du keine Angaben machen 
kannst, dann stelle Links zu den relevanten Datenblättern ein.

Im Datenblatt des Spannungsreglers steht drin, welche Parameter wozu 
wichtig sind.

Falls Dir die Sache zu kompliziert geworden ist, schau Dir mal die 
LM25xx Seite an. Diese arbeiten mit viel niedrigeren Frequenzen und sind 
dadurch wesentlich unkritischer anzuwenden.
Gast #6365937
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Klaus schrieb:
> Bild er Platine

Bitte auch ein mit Bauteilen, von beiden Seiten.

Ach nee, lass mal. Die Leitungsfürung ist so faslch, das kann man nicht 
mehr retten. Schmeiße die Platine weg.

Anstatt jetzt eine endlose Diskussion zur Leitungsführung zu halten, 
würde ich Dir empfehlen, ein Fachbuch dazu zu lesen.
Gast #6365944
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Klaus schrieb:
> Als Diode verwende ich eine SB550. Elkos hatte ich bisher mehrere
> 1000uF
> und hatte diese gegen 4700 uF ersetzt. Ansonsten ganz normale Elkos.

Das sind unzureichende Angaben. Du solltest wenigstens den ESR heraus 
finden. Und ich würde auch empfehlen, die Empfehlungen des Datenblattes 
nicht um Faktor 10 zu ignorieren.

Wegen dem Fachbuch: Hole dir z.B. das:
https://www.amazon.de/Schaltnetzteile-Bauelemente-Anwendungen-Walter-Hirschmann/dp/3800915502
Gast #6366003
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Wie gesagt kannst du die Schaltung nicht mehr retten. Die Spule ist nur 
das offensichtlichste Problem. Das Layout ist das zweite und völlig 
ungeeignete Kondensatoren das dritte.

Ich will dir auch gar nicht weiter helfen, das irgendwie hin zu biegen, 
denn was du da gebaut hast ist eher ein breitbandiger Störsender, als 
ein Spannungswandler.
#6366308
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Klaus schrieb:
> Habe gerade mehrere fertige DC-DC Wandler geordert. Der Pries ist
> so das man es eigentlich nicht selber bauen kann und muss.

Dann wird es wohl Schrott sein. Die Module werden weder den beworbenen 
Ausgangsstrom schaffen, noch haltbar sein. Und da so ein Stepdown-Regler 
beim Durchgehen gerne die Eingangsspannung auf den Ausgang durchgibt, 
kannst du bei dieser Gelegenheit deinen RasPi gleich mitgrillen. Sag 
nachher nicht, dich hätte keiner gewarnt!

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