Hallo zusammen,
ich versuche gerade das PCB Layout für einen AP64501SP-13 Schaltregler
zu erstellen. Mein Frage wäre nun, wie man die Massefläche durchgehender
erstellen könnte. Ich habe die Verbindungspunkte(Gelb) in das angehängte
Bild eingezeichnet, die für mich nicht wie das empfohlene PCB Layout
aussehen. Kann man das in Eagle nicht ändern, sodass diese Punkte
vergrößert werden können?
musste aber bedenken: wenn die pads vollständig in der massefläche
liegen, wird das mit löten sehr unschön, da sich die wärme dann nicht
auf die pads konzentriert, sondern über die ganze fläche verteilt.
Ladepumpe schrieb:> Ich habe die Verbindungspunkte(Gelb)
Also als Erstes: Man soll eigentlich immer zu allererst ohne
Masseflächen routen und danach erst die Polygone einschalten. Damit
sichert man ab, daß auch wirklich alles ordentlich geroutet ist und
nicht manche Verbindungen nur durch die Polygone realisiert sind.
Wenn du an manchen Stellen die Leiterzugbreiten dicker haben willst, wie
z.B. bei dem gezeigten IC, dann route das Stück Leiterzug eben mit der
Breite, die du haben willst. Ist ja manchmal aus thermischen Gründen
sinnvoll.
W.S.
Wie möchtest du die Platine herstellen ?
Da doppelseitig gehe ich mal davon aus, von professionellem
Leiterplattenhersteller farizieren lassen, aber die Bestückung:
Per Handlötkolben, mit Lötpaste im Reflow Ofen, per Eintauchen in Galden
?
Hallo,
diese "Punkte" sind die thermal-Stege des polygons (für einfacheres
Löten).
Varianten:
- thermals komplett abschalten (info-fenster des polygons --> thermals
off)
- die Breite der thermalstege entspricht der breite, mit der das polygon
gemalt wurde (info-fenster des polygons --> Width). Mehr breite -->
dickere thermalstege. Ein breiteres polygon-wire fließt aber nicht so
schön in kleine ecken rein --> kompromiß
- zusätzlich zum polygon dicke Leiterbahnen/Wire verlegen an den
Stellen, wo man das Kupfer haben möchte
Zusätzlich beachten:
- viele thermal-vias von TOP nach bottom legen, damit die Wärme über
eine große Kupferfläche auf der LP-Unterseite abgegeben werden kann. Das
sind die vielen runden Kreise in deinem 2.Bild.
- dein GND-Pin7 ist noch nicht angebunden - das wird durch breitere
thermals nur (polygon-width) nur schwieriger. Der pin sollte per Hand
angebunden werden
- isolate-parameter des polygons beachten - zu große Abstände verhindern
das reinfließen des Polygons in Ecken, zu kleine machen das Löten
(Kurzschlußbrücken) schwieriger und die Platine an sich
Kurzschlußempfindlicher. Ist also auch ein Kompromiß
Maik
Vielen Dank für de Antworten. Mein Layout würde wie im Bild nun
aussehen.
Sven K. schrieb:> usste aber bedenken: wenn die pads vollständig in der massefläche> liegen, wird das mit löten sehr unschön, da sich die wärme dann nicht> auf die pads konzentriert, sondern über die ganze fläche verteilt.
Wäre das im Reflow Ofen echt so schlimm?
Die Platine ist 4-Lagig und wird extern hergestellt und bestückt.
MfG
Hallo,
sieht schon besser aus.
beim Löten im Reflow-Ofen ist das weglassen der thermals meistens
unkritisch. Es kann Probleme bei kleinen Bauteilen und sehr
unsymmetrischer Kupferanbindung (evtl. C410 links unten) geben
(Grabsteineffekt), glaube ich aber erstmal nicht. Wenn man nicht sofort
eine 1000000000000er-Charge produziert, lassen sich solche kleinen
Problemstellen auch beim ersten Versuch nacharbeiten.
PS1: wenn Reflow, warum dann eine bedrahtete Spule? Und wenn
bedrahtetete Spule, ist die dann geschirmt oder ungeschirmt in
Tonnenbauform mit super antennabstrahlung?
PS2: Ich würde die Eingangs/Ausgangskondensatoren vergrößern (wenn noch
genug Platz auf dem rest der LP ist)
PS3: wieviel STrom/Leistung willst du aus dem Schaltregler rausziehen?
Denk dran, daß was im Datenblatt angegeben ist, gilt unter optimalen
Bedingungen, wozu dann unter anderem auch perfekte Kühlung von der
Unterseite (bestimmt >=100cm2 Kupferfläche) gehört. Real solltest du
einen ordentlichen Respektabstand zu den Maximalwerten halten.
Maik
Maik F. schrieb:> PS1: wenn Reflow, warum dann eine bedrahtete Spule? Und wenn> bedrahtetete Spule, ist die dann geschirmt oder ungeschirmt in> Tonnenbauform mit super antennabstrahlung?
Das hatte keine große Bedeutung. Ich hatte mir die Spule auf der
Homepage von Würth herausgesucht. Es handelt sich dabei um folgende:
https://www.conrad.de/de/p/wuerth-elektronik-we-tis-7447471100-induktivitaet-geschirmt-radial-bedrahtet-1111-rastermass-5-mm-10-h-5-1-a-1-st-1087672.htmlMaik F. schrieb:> PS2: Ich würde die Eingangs/Ausgangskondensatoren vergrößern (wenn noch> genug Platz auf dem rest der LP ist)
Leider ist kein Platz mehr dafür da. Ich kann mich nur noch an die Daten
vom Hersteller orientieren. Eingang = 1x 10µF und Ausgang = 3x 22µF
Maik F. schrieb:> PS3: wieviel STrom/Leistung willst du aus dem Schaltregler rausziehen?> Denk dran, daß was im Datenblatt angegeben ist, gilt unter optimalen> Bedingungen, wozu dann unter anderem auch perfekte Kühlung von der> Unterseite (bestimmt >=100cm2 Kupferfläche) gehört. Real solltest du> einen ordentlichen Respektabstand zu den Maximalwerten halten.> Maik
Ich werde max. 2,5A aus dem Schaltregler benötigen. An seine Grenzen
wird der nicht kommen.
MfG
Eine eigene Frage?
Dieser Thread ist über 6 Jahre alt.
Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.