Seid Ihr mit Eurem Realnamen im Internet zu finden?

OP #6368253
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Seid Ihr unter Eurem realen Namen im Internet zu finden?

Egal ob nun Xing, LinkedIN, Facebox, ....
oder als Ansprechpartner in Eurer Firma, mit Foto?
Über die eigene Homepage - Business oder Privat

Falls nicht, habt Ihr Euch mal gegoogelt?

Ist es sinnvoll online gefunden zu werden, von mir selbst gesteuert oder 
ist absolute Unsichtbarkeit heute wichtiger?
OP #6368390
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Andreas B. schrieb:
> Denkanstoß: Schau Dir USA an und überlege, wie schnell sich eine
> Demokratie in einen totalitären Staat verwandeln kann.

Aber bei XING/LinkedIn gefunden werden, was man derzeit beruflich macht, 
ist das ein Problem?

Als Chef-Ingenieur Raketensteuerung bei einem Rüstungsunternehmen würde 
ich mir das überlegen.

Ein Facebook-Profil mit ein paar harmlose Einträgen, Trödelmarktbesuch, 
hübsch hässliche Uhr für 8€ erstanden.

Bei Bewerbungen googeln sicher einige Personaler einen, da sollte man 
doch zu finden sein.

Joggel E. schrieb:
> Eigentlich hat man ueberall mehrere Profile.

Wenn es um politische Dinge oder direktere Meinungsäußerungen geht eh.
Kununu nie über Realnamen, aber immer sachlich bleiben.
#6368756
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Meinen Namen gibt es zu oft...

Allerdings stand ich etliche Jahre mit Adresse in einem öffentlichen 
Verzeichnis (auch im Internet auffindbar) und auch im Telefonbuch.

Warum soll man denn groß gefunden werden? Wer mich kennt bzw. wen ich 
mag geb ich was von mir preis, für die anderen wäre sowas nur 
Selbstdarstellung bzw. -beweihräucherung.
#6374418
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Jaja, so geht Demokratie heute 8-( Zu feige, um zu seinen Aussagen zu 
stehen. Da können wir ja auch gleich islamische Gesichtsverhüllung 
einführen. Natürlich hat der Mensch ein Recht auf Anonymität, 
Datenschutz und Privatsphäre. Man muss ja nicht alles zum digitalen 
Markt tragen und sich per Facebook und Instagram der Welt bis ins letzte 
Detail mitteilen, wenn gleich es eine Masse an Narzisten gibt, die ohne 
das gar nicht mehr leben können. Aber wenn man immer dann, wenn es mal 
um kritische, gesellschaftspolitische Fragen geht sich verstecken will, 
wird es bedenklich. Trivialen Mist unter Klarnamen zu verbreiten ist 
erbärmlich!
Das wird dann nur eine Gesellschaft der Duckmäuser, Mitläufer, 
Opportunisten und Heuchler. Ähhh Moment, das klingt ja nach . . .

P S Ich stehe zu JEDEM Satz, den man von mir im Netz finden kann, selbst 
zu denen, in denen ich mich geirrt oder im Ton vergriffen habe!
#6374440
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A. K. schrieb:
> Roland L. schrieb:
>> auch wenn es völlig anachronitisch wirkt, ich stehe mit Adresse und
>> Telefonnummer im Telefonbuch.
>
> So vermeidet man Vereinsamung. Ab und zu ruft jemand an, um Tipps zu
> geben und Windows zu entwanzen. Man kann wieder mal mit jemandem reden.
> ;-)

Es soll ja Leute geben, die im realen Leben Freunde haben.
Hab ich gehört.
Gast #6374528
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A. K. schrieb:
> Roland L. schrieb:
>> auch wenn es völlig anachronitisch wirkt, ich stehe mit Adresse und
>> Telefonnummer im Telefonbuch.
>
> So vermeidet man Vereinsamung. Ab und zu ruft jemand an, um Tipps zu
> geben und Windows zu entwanzen. Man kann wieder mal mit jemandem reden.
> ;-)

Ich erhalte erstaunlich wenig solche Anrufe. Nachdem was man im Internet 
liest gibt es Leute, die wesentlich mehr belästigt werden und deren 
Nummer nicht im Telefonbuch steht.
Die Nummern für dankbare Opfer stammen offensichtlich aus anderen 
Quellen.
Adressenhändler haben wohl wertvollere Datensätze als das Telefonbuch.
#6374596
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Rick M. schrieb:
> Seid Ihr unter Eurem realen Namen im Internet zu finden?
Ja

>..., mit Foto?
Ja

> Über die eigene Homepage - Business oder Privat
da die Domain auf meinem Namen registriert ist und ich im MWSt- und 
Handelsregister aufgeführt bin: Ja auch mit Adresse.

> Falls nicht, habt Ihr Euch mal gegoogelt?
sowieso -

> Ist es sinnvoll online gefunden zu werden,
Wenn die Kunden einen so suchen: durchaus.

> ist absolute Unsichtbarkeit heute wichtiger?
Wenn du dich absolut unsichtbar machst, wirst du Probleme in Momenten 
bekommen in denen du gesehen werden möchtest.
Gast #6374629
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Rick M. schrieb:

> Aber bei XING/LinkedIn gefunden werden, was man derzeit beruflich macht,
> ist das ein Problem?

Wenn Du an einem Jobwechsel interessiert bist und Anrufe von Headhuntern 
wünschst, dann ja.

> Als Chef-Ingenieur Raketensteuerung bei einem Rüstungsunternehmen würde
> ich mir das überlegen.

Dann steht irgendwann jemand bei Dir vor der Tür und erklärt Dir dass er 
weiss wo Deine Kinder zur Schule gehen und nun mit Dir zusammenarbeiten 
wird. In diesem Fall sind zuviele Details eher problematisch. Das gilt 
aber schon für Mitarbeiter im Grünflächenamt, die Aufträge ausschreiben 
müssen. Man muss nicht Raketentechniker sein um erpressbar zu werden.


> Bei Bewerbungen googeln sicher einige Personaler einen, da sollte man
> doch zu finden sein.

Als Programmierer hat man vielleicht einen Github-Account mit ein paar 
coolen Projekten. Wenn ein potentieller Hardware-Entwickler in seinem 
Wordpress-Blog erklärt wie er seinen Arduino "unboxed", dann ist das 
eher kontraproduktiv.
#6375413
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Es braucht nen gesunden Umgang mit dem Internet und persönlichen Daten. 
Teils lässt es sich gar nicht vermeiden oder will man sogar, dass der 
eigene Name gefunden wird. Wobei ich da gern zwischen privaten und 
beruflichen Daten trenne.

Ich stehe als (Co)-Author auf so einigen wissenschaftlichen Papern 
drauf, das lässt sich problemlos auf mich zurückführen. Das darf und 
soll auch so sein. Über die Zeit kamen auch ein paar Vorträge dazu, 
sprich, Bilder und Stimme ist auch online. Das ist einfach ein Aspekt 
dieser Tätigkeit.

Im Privaten gehe ich das anders an. Kein Facebook etc. Dort ist 
Datensparsamkeit angesagt. Es ergibt für mich einfach keinen Sinn 
private Sachen mit der Welt zu teilen.

Wenn komplett nichts im Internet über einen zu finden ist, dann kann das 
auch einen schlechten Eindruck hinterlassen. Daher ist ein gewisses Maß 
an "Findbarkeit" gar nicht so schlecht, da man diesen Inhalt weitgehend 
selbst steuern kann. Ansonsten entsteht schnell das Problem, dass andere 
Personen mit identischem Namen die Top-Treffer übernehmen und dort 
problematisches Material auftaucht. Woher soll denn auch der nächste AG, 
der dich googelt, wissen, dass das gar nicht du bist?
#6375439
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Johannes O. schrieb:
> Daher ist ein gewisses Maß an "Findbarkeit" gar nicht so schlecht

Mit dem Namen kann man Glück oder Pech haben. Wer einen seltenen Namen 
hat, ist leicht zu finden. Wer einen häufigen Namen hat geht unter.

Wobei Auffindbarkeit vs Anonymität sich nicht nur auf Googles 
Suchfunktion bezieht. Kannst du sicher sagen, dass dein Name in keinem 
Adressbuch anderer Personen auftaucht, die ihrerseits Facebook, Whatsapp 
etc nutzen? Durch solche Adressbücher entsteht eine Verknüpfung zwischen 
verschiedenen Personen, die viel wertvoller ist, als eine reine Liste 
wie ein öffentliches Telefonbuch.

Ein Sigurd Krautschnig ist derart eindeutig, dass eine ziemlich sichere 
Kontaktverknüpfung entsteht. Ein Michael Müller hingegen geht im 
Rauschen unter, wenn nicht noch zusätzliche Identifikationen genutzt 
werden können.
#6375469
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Rick M. schrieb:
> Seid Ihr unter Eurem realen Namen im Internet zu finden?

Prinzipiell nein, ich benutze auch in jedem Forum einen anderen Nick.
Aber... ich habe schon mehrfach in diverse Mailing Lists gepostet, und 
man kann deswegen meine Mailadresse - die einen teil meines Namens 
enthält - per google finden.
Da war ich wohl blöd damals vor zig Jahren als ich die Mailadresse 
angelegt habe - hätte da auch einen Nick verwenden sollen.
#6375805
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Wenn man ehrenamtlich tätig ist und in dieser Funktion an öffentlichen 
Veranstaltungen teilnimmt, dann findet sich durch Berichte in Medien 
auch zwangsläufig der Klarname im Internet.

Allerdings bin ich (außer hier) nicht mit meinem Klarnamen in Foren 
unterwegs.

Twitter, Facebook und Watz ab müssen ohne mich auskommen.
(Firma: Zombieland) #6375885
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Falk B. schrieb:
> „Wir sehen die Welt anders als in links und rechts aufgeteilt. Aber für
> diesen Song bedienen wir uns der schlichten Schwarzweißmetaphern, die
> Journalisten scheinbar wichtig finden, um uns zu erklären.“
>
> Klasse!

korrekte Aussage von Rammstein - die fühlen sich vom Einheits-TV in die 
rechte Ecke gestellt und zeigen dem TV mal klare Kante.
#6377721
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Roland L. schrieb:
> auch wenn es völlig anachronitisch wirkt, ich stehe mit Adresse und
> Telefonnummer im Telefonbuch.
Dito. Ich musste den Eintrag nach Wechsel zur Telekom explizit 
beantragen worauf die Frage kam: "Wollen sie das wirklich?". Meine 
Gegenfrage war: "Wozu drucken sie überhaupt noch Telefonbücher, wenn 
sich keiner mehr eintragen lässt?"

> Ich erhalte erstaunlich wenig solche Anrufe. Nachdem was man im Internet
> liest gibt es Leute, die wesentlich mehr belästigt werden und deren
> Nummer nicht im Telefonbuch steht.
> Die Nummern für dankbare Opfer stammen offensichtlich aus anderen
> Quellen.
> Adressenhändler haben wohl wertvollere Datensätze als das Telefonbuch.
Diese Erfahrung kann ich bestätigen, die Anzahl der unerwünschten 
Werbeanrufe ist dank höflicher aber konsequenter Ablehnung auf fast Null 
gesunken.

Reinhard

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