Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Aktiver Stromteiler


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von René B. (ren_b)


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Hallo zusammen,

was ein Stromteiler (parallele Widerstände) ist und wie er funktioniert, 
ist wohl den meisten hier bekannt. Was ich allerdings suche ist ein 
aktiver Stromteiler, der einen eingehenden Strom I auf zwei Ströme I1 
und I2 (vlt später auch mal mehr, aber nicht mehr als sagen wir vier 
Ströme) aufteilt.

Der Knackpunkt ist, dass die beiden Ströme Widerstände R1 und R2 
durchfließen, die nicht fest sind, sondern über der Zeit (in unbekannter 
Weise) variieren. Sie sind beide in einer ähnlichen Größenordnung, aber 
trotzdem nicht genau bekannt und wenn einer größer wird, kann der andere 
gleichzetig kleiner werden usw.

Meine erste Idee war es, die Ströme I1 und I2 z.B. durch einen bekannten 
Widerstand auf den beiden zweigen zu messen (mit einem Mikrocontroller) 
und anschließend einen damit in Reihe stehenden elektronische Poti so zu 
regeln, wie ich es brauche. Allerdings ist dabei die Randbedingung, dass 
die so entstehenden Spannungsabfälle nicht zu große werden (wir reden da 
von mV im Idealfall).


Ein paar Zusatzinfos, falls hilfreich:
I = 0,2 ... 5 A
U = < 10V

Sollten weitere Infos notwendig sein immer fragen.


Ich würde mich freuen, wenn mir jemand eine nicht allzu komplizierte 
Lösungsmöglichkeit für mein Problem nennen könnte und gern dazu ein paar 
Details nennt. Bitte wenn möglich nicht zu viel Fachsprache, da ich kein 
Elektroniker bin.


Vielen Dank für eure Hilfe.

Viele Grüße,
Rene

: Verschoben durch Moderator
von Harald W. (wilhelms)


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René B. schrieb:

> was ein Stromteiler (parallele Widerstände) ist und wie er funktioniert,
> ist wohl den meisten hier bekannt. Was ich allerdings suche ist ein
> aktiver Stromteiler,

Suchst Du einen Stromspiegel?

von Baendiger (Gast)


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Oder zwei Stromquellen (eine je Zweig)? Ist I wirklich Konstantstrom? Du 
hast sowohl für I als auch U einen Bereich angegeben

von Jens G. (jensig)


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Differenzverstärkerstufe

von Klaus R. (klara)


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René B. schrieb:
> Meine erste Idee war es, die Ströme I1 und I2 z.B. durch einen bekannten
> Widerstand auf den beiden zweigen zu messen (mit einem Mikrocontroller)
> und anschließend einen damit in Reihe stehenden elektronische Poti so zu
> regeln, wie ich es brauche. Allerdings ist dabei die Randbedingung, dass
> die so entstehenden Spannungsabfälle nicht zu große werden (wir reden da
> von mV im Idealfall).
>
> Ein paar Zusatzinfos, falls hilfreich:
> I = 0,2 ... 5 A
> U = < 10V

Ich sehe da einige Widersprüche.

1. Ein Strom von 0,2 ... 5 A soll soll auf zwei Strompfade aufgeteilt 
werden, ggf. noch weitere.
2. Jeder Strom soll gemessen werden.
3. Dann soll in jedem Strompfad der Strom geregelt werden können.

OK. Da wir den Strom in jeden Pfad messen, könnte er auch geregelt 
werden.

Es gibt analoge Regler die regeln die Spannung herunter wenn der Strom 
zu groß ist und regeln die Spannung hoch wenn der Strom zu klein ist. 
Dabei ist der Spannungsabfall durch einen Strommesswiderstand wirklich 
zu vernachlässigen. Nachteil: Der Regler wird u.U. sehr warm und muß 
angemessen gekühlt werden.

Es gibt digitale Regler die kalt bleiben. Aber hier kann der Strom wie 
beim analogen Regler auch nur durch das Steuern der Spannung geregelt 
werden.

Letztlich kann man den Strom zerhacken. Man gibt die volle Spannung auf 
einen Strompfad z.B. zu 40% der Zeit und schaltet dann die volle 
Spannung auf den nächsten Strompfad zu 60% der Zeit. So teilt man die 
Ströme dann effektiv auf. Wenn man dies schnell macht dann sieht man 
letztlich nicht das der Strom zerhackt wurde.

Handelt es sich eigentlich um Gleichstrom?
mfg klaus

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6371718 wurde vom Autor gelöscht.
von René B. (ren_b)


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Harald W. schrieb:
> René B. schrieb:
>
>> was ein Stromteiler (parallele Widerstände) ist und wie er funktioniert,
>> ist wohl den meisten hier bekannt. Was ich allerdings suche ist ein
>> aktiver Stromteiler,
>
> Suchst Du einen Stromspiegel?

Hi,

wenn ich die Funktionsweise des Stromspiegels richtig verstehe, ist es
nicht ganz was ich suche. Die von dir vorgeschlagene Schaltung "kopiert"
einen Strom, wenn ich es richtig vertehe. Ich möchte aber gern einen
eingehenden Strom an einer Verzweigung auf zwei Ausgänge aufteilen, die
in einem einstellbaren Verhältnis zueinander stehen.

Falls das doch damit geht, würde ich mich über ein paar Details dazu
freuen.

Vielen Dank.

Grüße,
René

von René B. (ren_b)


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Baendiger schrieb:
> Oder zwei Stromquellen (eine je Zweig)? Ist I wirklich Konstantstrom? Du
> hast sowohl für I als auch U einen Bereich angegeben

Hi,

zwei Stromquellen gehen für meinen Fall nicht. Ich muss aufgrund des 
Gesamtaufbaus eine Stromquelle nutzen, mit der ich einen Gesamtstrom 
vorgebe. Das Potential, das ich angegeben habe, spiegelt die mögliche 
Spannung dieser Quelle wider, die zu Aufprägung des Stroms aufgewandt 
werden kann (sprich: Max. 5A bei max. 10 V = 50 W Leistung der Quelle).

Viele Grüße,
René

von Anselm (Gast)


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Ja hast du denn versorgungsspannung für eine Schaltung zur Verfügung?
Und welche Parameter gelten dort?

Ich würde einen Konstantstrom via OP-Amp, welcher an einem Shunt misst, 
einen FET ansteuern der den Strom dann steuern kann.

von René B. (ren_b)


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Klaus R. schrieb:
> René B. schrieb:
>> Meine erste Idee war es, die Ströme I1 und I2 z.B. durch einen bekannten
>> Widerstand auf den beiden zweigen zu messen (mit einem Mikrocontroller)
>> und anschließend einen damit in Reihe stehenden elektronische Poti so zu
>> regeln, wie ich es brauche. Allerdings ist dabei die Randbedingung, dass
>> die so entstehenden Spannungsabfälle nicht zu große werden (wir reden da
>> von mV im Idealfall).
>>
>> Ein paar Zusatzinfos, falls hilfreich:
>> I = 0,2 ... 5 A
>> U = < 10V
>
> Ich sehe da einige Widersprüche.
>
> 1. Ein Strom von 0,2 ... 5 A soll soll auf zwei Strompfade aufgeteilt
> werden, ggf. noch weitere.
> 2. Jeder Strom soll gemessen werden.
> 3. Dann soll in jedem Strompfad der Strom geregelt werden können.
>
> OK. Da wir den Strom in jeden Pfad messen, könnte er auch geregelt
> werden.
>
> Es gibt analoge Regler die regeln die Spannung herunter wenn der Strom
> zu groß ist und regeln die Spannung hoch wenn der Strom zu klein ist.
> Dabei ist der Spannungsabfall durch einen Strommesswiderstand wirklich
> zu vernachlässigen. Nachteil: Der Regler wird u.U. sehr warm und muß
> angemessen gekühlt werden.
>
> Es gibt digitale Regler die kalt bleiben. Aber hier kann der Strom wie
> beim analogen Regler auch nur durch das Steuern der Spannung geregelt
> werden.
>
> Letztlich kann man den Strom zerhacken. Man gibt die volle Spannung auf
> einen Strompfad z.B. zu 40% der Zeit und schaltet dann die volle
> Spannung auf den nächsten Strompfad zu 60% der Zeit. So teilt man die
> Ströme dann effektiv auf. Wenn man dies schnell macht dann sieht man
> letztlich nicht das der Strom zerhackt wurde.
>
> Handelt es sich eigentlich um Gleichstrom?
> mfg klaus

Hi Klaus,

danke für deine Hinweise. Ich versuche es nochmal etwas näher zu 
erklären. Ich habe dazu mal eine kleine Schaltungsskizze angehangen.

1. Ich möchte zu Beginn den eingehenden Strom auf zwei Pfade mit einem 
festen Verhältnis (das ich aber von Mal zu Mal einstellen kann) 
aufteilen. Sollte es die Schaltung hergeben, möchte ich das späte 
eventuell noch auf 3 oder sogar 4 Pfade erweitern. Zwei genügen meinen 
Ansprüchen für den Anfang absolut. Konzentrieren wir uns also erstmal 
auf zwei.

2. Wenn ich in in Reihe zu R1 und R2 jeweils einen Messwiderstand 
bekanntergröße einbaue (siehe Skizze), dann könn ich durch Messen des 
Spannungsabfalls den Strom ermitteln. Wenn die Messwiderstände gleich 
groß sind, habe ich sogar direkt das Verhältnis beider Ströme I1 und I2. 
Sollte so machbar sein, oder nicht?

3. Durch (so zumindest mein erster Ansatz) einen elektronisch regelbaren 
Widerstand in Reihe zum jeweiligen Messwiderstand und dem Widerstand R1 
bzw. R2 kann der Gesamtwiderstand jedes Pfades geregelt werden. Nun 
könnte beispielsweise das reale Stromverhältnis über den in 2. 
beschriebenen Messwiderstand der jeweilige Strom bzw. das 
Stromverhältnis ermittelt werden und durch z.B. einen PID-Regler 
(µ-Controller) der elektronisch regelbare Widerstand jeweils so 
eingestellt werden, dass das gewünschte Stromverhältnis folgt.

Zu der Spannungsregleridee: Mir wäre es lieber, wenn die Regelung des 
Stroms über die ohnehin extern angelegte Spannung geregelt wird, die den 
eingehenden Strom I_G steuert. Eine aktive Quelle, die zusätzlichen 
Strom einspeißt ist nicht gewünscht (daher die Idee der elektronische 
Potis). Die Hitzeentwicklung würde bei den Potis natürlich auch ein 
Thema sein, das sich aber sicher über Kühlkörper oder ähnliches Lösen 
ließe.

Zum Strom "zerhacken": Ja, das ist tatsächlich eine nicht allzu 
schlechte Idee. Da die Anwendung, für die ich das brauche, darauf 
allerdings "reagieren" könnte, da das stark an gepulsten Strom grenzt, 
würde ich das gern soweit wie möglich vermeiden wollen.
Trotzdem (um die Idee kurz weiter zuspinnen, falls sie die sinnvollste 
Variante sein sollte): Das ganze könnte man dann durch eine Art 
Transistorschaltung realisieren, die mit einem bestimmten duty-cycle 
(bzw. PWN) zwischen den Pfaden hin und her schaltet, sodass das 
entsprechende Verhältnis entsteht. Korrekt? Was zu vermeiden ist wäre, 
dass kurze Zeiten entstehen, indenen beide Pfade "geschlossen" sind, 
sodass die externe Spannungsquelle hohe Spannungen anlegen würde um den 
Strom konstant zu halten. Das könnte ein Problem werden.

Danke erstmal für deine hilfreiche Antwort und ich freue mich auf 
weitere Diskussionen dazu.

Viele Grüße,
René

von René B. (ren_b)


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Jens G. schrieb:
> Differenzverstärkerstufe

Hi,

kannst du mir dazu ein paar Details geben, wie du es dir vorgestellt 
hast?

Viele Grüße,
René

von Rudolph (Gast)


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Für welches Problem ist das (vielleicht) die Lösung?

von René B. (ren_b)


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Anselm schrieb:
> Ja hast du denn versorgungsspannung für eine Schaltung zur Verfügung?
> Und welche Parameter gelten dort?
>
> Ich würde einen Konstantstrom via OP-Amp, welcher an einem Shunt misst,
> einen FET ansteuern der den Strom dann steuern kann.

Hi,

Du meinst, ob neben der Spannung, die den Gesamtstrom liefert, eine 
weitere Spannungsquelle zur Versorgung der Regelungsschaltung verfügbar 
ist?
Ja, das würde dann eine gesonderte Spannungsquelle (5V, 9V, 12V Netzteil 
mit Strömen, je nach Bedarf, von einigen 100 mA bis 2 A - angepasst an 
den Bedarf eben) übernehmen.
Beantwortet das deine Frage zu den Parametern, die dort gelten?

An eine Variante mit FETs habe ich auch schon gedacht. Kannst du mir 
eine Beispielschaltung vorschlagen? Ich habe in einer der vorangehenden 
Antworten eine Prinzipschaltung meines Problems gegeben.

Danke dir.

Grüße,
René

von Peter D. (peda)


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Das einfachste ist, Du mißt Strom A und steuerst damit 2 
Konstantstromquellen B und C. Alles andere macht die Sache nur unnötig 
kompliziert.

Oder Du schilderst mal, wofür Deine Aufgabe eigentlich die Lösung sein 
soll.

von Peter D. (peda)


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René B. schrieb:
> was ein Stromteiler (parallele Widerstände) ist und wie er funktioniert,
> ist wohl den meisten hier bekannt.

Eher nicht.
Schaltet man 2 Verbraucher parallel, nimmt sich jeder den Strom, den er 
an der anliegenden Speisespannung braucht. Der Gesamtstrom ist dann 
einfach die Summe, aber geteilt wird hier nichts. Unterbricht man 
nämlich einen Zweig, zieht der andere immer noch den selben Strom und 
der Summenstrom sinkt ab.

Es gibt Stromtransformatoren zum Messen sehr goßer Ströme. Die teilen 
aber nicht, sondern transformieren in einem festen Verhältnis.

Dein Stromteiler ist eher ein theoretisches Konstrukt. Eine praktische 
Anwendung ist mir nicht bekannt.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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René B. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Suchst Du einen Stromspiegel?
>
> ...
>
> Falls das doch damit geht, würde ich mich über ein paar Details dazu
> freuen.

Prinzipiell geht es, man muss dabei aber einige Dinge beachten.

Ich habe mal ein Beispiel angehängt, bei dem der eingehende Strom in 4
Teilströme mit dem Verhältnis 4:3:2:1 aufgeteilt wird. Die Leitwerte der
Shunts RS1 bis RS4 müssen dabei im Verhältnis der gewünschten Ströme
stehen. Die Lastwiderstände R1 bis R4 habe ich mehr oder weniger
zufällig ausgewählt.

Zu beachten ist aber folgendes:

- Wenn der Spannungsabfall an einem der Widerstände R2 bis R4 größer
  wird als der Spannungsabfall an R1, geht der entsprechende Transistor
  in Sättigung, und der Strom stimmt nicht mehr.

- Bei größeren Strömen brauchst du entsprechend große Transistoren mit
  Kühlkörper. Die entstehende Verlustleistung lässt sich aber leicht
  berechnen, wenn alle Gegebenheiten bekannt sind.

- Stark unterschiedliche Spannungsabfälle an den Lastwiderständen können
  zu hohen Spannungsabfällen an den Transistoren führen, wodurch deren
  Verlustleistung weiter steigt.

Du musst also gleich zu Beginn überlegen, wie groß die einzelnen Ströme
und Spannungen maximal werden können, um die Schaltung entsprechend
dimensionieren zu können. Üblicherweise werden Stromspiegel eher im
Bereich kleiner Leistungen (bspw. in Opamps) eingesetzt.

von René B. (ren_b)


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Hi Peter,

Peter D. schrieb:
> Dein Stromteiler ist eher ein theoretisches Konstrukt. Eine praktische
> Anwendung ist mir nicht bekannt.

Da muss ich dir leider wiedersprechen. Es gibt eine sogar sehr 
praktische Anwendung genau hierfür.

Peter D. schrieb:
> Oder Du schilderst mal, wofür Deine Aufgabe eigentlich die Lösung sein
> soll.

Ich werde das mal etwas detaillierter Beschreiben. Dazu bitte das 
angehängte Bild anschauen.

Es geht um die galvanische Abscheidung von Metallen. Normalerweise hat 
man eine Kathode (auf der z.B. Chrom abgeschieden wird) und eine Anode 
(die sich entweder auflöst (z.B. Zink) oder an der eine andere 
Oxidations-Reaktion (z.B. Sauerstoffbildung) ablaufen. Für den Fall von 
Legierungen braucht man zwei verschiedene Metallionen im Elektrolyten 
(z.B. Eisen und Chrom). Da bei verwendung einer Anode die Metallionen 
auf Dauer verarmen, muss man durch Auflösen von Metallsalzen 
nachdosieren. Um das zu vermeiden kann man theoretisch zwei Anoden 
nutzen, die sich gleichzeitig auflösen.
Wie du richtig gesagt hast, Peter, würden die beiden Anoden (aufgrund 
der Parallelschaltung) die gleiche Spannung zur Verfügung haben und sich 
abhängig von dieser mit gewisser Geschwindigkeit (entspricht dann dem 
Strom, den sie "brauchen") auflösen.

Ziel meiner Schaltung ist es, die beiden Anoden nicht frei den Strom, 
den sie bei gleicher Spannung wie die jeweils andere Anode auch hat, 
ziehen zu lassen, sondern aktiv zu bestimmen, wie sich ein bestimmter 
Strom auf die beiden aufteilt. Da der Gesamtstrom von einer 
Konstantstromquelle vorgegeben wird, muss die Reglerschaltung zwischen 
der Einspeisung des Stroms I_G und den Anschlüssen der beiden Anoden 
realisiert werden (roter Kasten in der Skizze).
Die Gesamtschaltung für einen Regler braucht also einen Eingang in den 
I_G eingespeist wird, einen Regler, an dem ich das Teilungsverhältnis 
einstelle, und die beiden Regler A und B, die einerseits die Ströme I_A 
und I_B messen und andererseits (mit z.B. einem PID-Regler) die 
Aufteilung realisieren. Das kann wie gesagt mit einer zusätzlichen 
Spannungsquelle für den Regleraufbau versorgt werden. Versorgung durch 
die Konstantstromquelle umzusetzen ist nicht gewünscht - soll heißen, 
der Regler ist eigenstädnig versorgt.

Ich hoffe, dass meine Beschreibung zum Verständnis beiträgt.
Bei Fragen helfe ich gern weiter.

Viele Grüße,
René

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Der Gesamt-Strom ist Festgelegt, richtig?

Ich stelle mir dazu zwei Stromquellen vor, die sich durch eine Spannung 
steuern lassen. Z.B. 1-10V ergeben 1-10A.

1
                Poti A
2
1-10V o---------[===]----------|
3
      |           ^
4
      |           |
5
      |           +----------------[Stromregler]-----o Ausgang A
6
      |
7
      |
8
      |         Poti B
9
      +---------[===]----------|
10
                  ^
11
                  |
12
                  +----------------[Stromregler]-----o Ausgang B

Link oben speist du die Steuerspannung für den gewünschten Gesamtstrom 
ein. Woher die genau kommt, ist prinzipiell egal. Meinetwegen lass es 
ein Poti mit Impedanzwandler sein, oder ein niederohmiges Poti.

Die Potis A und B sind zusammen auf eine Achse montiert, aber Poti B ist 
spiegelverkehrt angeschlossen. In Mittelstellung liefern dann beide 
Potis die Hälfte der Eingangsspannung, und die Stromregler 
dementsprechend jeweils die Hälfte des Stromes.

Durch verstellen der Potis verschiebt sich das Verhältnis. In Summe hast 
du aber immer 100% vom gewünschten Gesamtstrom.

: Bearbeitet durch User
von René B. (ren_b)


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Hi Stefan,

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Der Gesamt-Strom ist Festgelegt, richtig?

Korrekt. Der ist festgelegt und wird vorher eingestellt und bleibt ab da 
im Laufe eines Prozesses der gleiche.

>
> Ich stelle mir dazu zwei Stromquellen vor, die sich durch eine Spannung
> steuern lassen. Z.B. 1-10V ergeben 1-10A.

Es sollte nur eine Quelle im Spiel sein. Diese gibt den Gesamtstrom in 
das System. Die Quelle die ich da nutze zeichnet nämlich auch den 
Stromverlauf und die Klemmspannung auf.

>
>
>
1
>                 Poti A
2
> 1-10V o---------[===]----------|
3
>       |           ^
4
>       |           |
5
>       |           +----------------[Stromregler]-----o Ausgang A
6
>       |
7
>       |
8
>       |         Poti B
9
>       +---------[===]----------|
10
>                   ^
11
>                   |
12
>                   +----------------[Stromregler]-----o Ausgang B
13
>
>
> Link oben speist du die Steuerspannung für den gewünschten Gesamtstrom
> ein. Woher die genau kommt, ist prinzipiell egal. Meinetwegen lass es
> ein Poti mit Impedanzwandler sein, oder ein niederohmiges Poti.
>
> Die Potis A und B sind zusammen auf eine Achse montiert, aber Poti B ist
> spiegelverkehrt angeschlossen. In Mittelstellung liefern dann beide
> Potis die Hälfte der Eingangsspannung, und die Stromregler
> dementsprechend jeweils die Hälfte des Stromes.
>
> Durch verstellen der Potis verschiebt sich das Verhältnis. In Summe hast
> du aber immer 100% vom gewünschten Gesamtstrom.

Prinzipiell habe ich mir das auch so vorgestellt, nur dass ich das als 
elektronisch regelbares System haben möchte. So dass die Regelung 
digital erfolgt und ich es nicht manuell nachregeln muss. Insbesondere, 
da sich meine Widerstände der Anoden zeitlich (teils stark) ändern 
können.

Gibt es solche Potis als elektronisches Bauteil, sodass ich die mit nem 
µC steuern kann (ich habe "elektronsiche Potis" mit 1 kOhm, verteilt auf 
256 Schritte gefunden, die prinzipiell das tun könnten, was ich will. 
Nur könnte das nicht ganz zu den anderen Widerständen passen - zu groß, 
ich erwarte, dass die Anoden was im Ohm-Bereich als Spannung benötigen)?

Grüße,
René

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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René B. schrieb:
> Prinzipiell habe ich mir das auch so vorgestellt, nur dass ich das als
> elektronisch regelbares System haben möchte. So dass die Regelung
> digital erfolgt und ich es nicht manuell nachregeln muss.

Peter D. schrieb:
> Das einfachste ist, Du mißt Strom A und steuerst damit 2
> Konstantstromquellen B und C. Alles andere macht die Sache nur unnötig
> kompliziert.

Du kannst mit dem Mikrocontroller analoge Spannungen erzeugen, indem du 
D/A Wandler verwendest oder 16 Bit PWM Signale erzeugst und durch einen 
Tiefpass schickst.

Dahinter kommen dann zwei Stromregler, die von diesen Spannungen 
gesteuert werden. Im simpelsten Fall etwas in dieser Art: 
http://www.gsc-elektronic.net/elektronik/experimente/led/led.html (erste 
Schaltung)

: Bearbeitet durch User
von Axel S. (a-za-z0-9)


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René B. schrieb:

> Es geht um die galvanische Abscheidung von Metallen.

Bei 5A? Das ist doch Spielkram.

> Da der Gesamtstrom von einer Konstantstromquelle vorgegeben wird

Genau das würde ein Praktiker nicht so machen. Wenn mehrere Ströme 
gebraucht werden, die in einem bestimmten Verhältnis stehen, dann würde 
er einfach mehrere Stromquellen nehmen.

Wenn es um Galvanik geht, dann regelt man den Strom nicht direkt. Schon 
deswegen nicht, weil es da eher um 100A geht, statt um 5A. Statt dessen 
regelt man (bzw. stellt ein) die Spannung. Der Strom ergibt sich dann 
schon. Und wenn man mehrere Elektroden mit verschiedenem Strom betreiben 
will, aber nur eine Spannungsquelle hat, dann macht man die Elektroden 
einfach verschieden groß. Das braucht man nur einmal auszuprobieren (zu 
messen) und dann weiß man das.

Galvanik ist auch keine Präzisionswissenschaft. Wenn der Strom da ein 
paar % abweicht, dann macht das gar nichts.

von Egon D. (egon_d)


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René B. schrieb:

> Peter D. schrieb:
>> Dein Stromteiler ist eher ein theoretisches Konstrukt.
>> Eine praktische Anwendung ist mir nicht bekannt.
>
> Da muss ich dir leider wiedersprechen. Es gibt eine
> sogar sehr praktische Anwendung genau hierfür.
>
> Peter D. schrieb:
>> Oder Du schilderst mal, wofür Deine Aufgabe eigentlich
>> die Lösung sein soll.
>
> Ich werde das mal etwas detaillierter Beschreiben. [...]

Ganz ehrlich: War das jetzt so schwer?

Die hier oft zitierte Maxime "Beschreibe das URSPRÜNGLICHE
Problem -- und nicht Deinen Lösungsansatz!" gibt es nicht
ohne Grund.


> Wie du richtig gesagt hast, Peter, würden die beiden
> Anoden (aufgrund der Parallelschaltung) die gleiche
> Spannung zur Verfügung haben und sich abhängig von
> dieser mit gewisser Geschwindigkeit (entspricht dann
> dem Strom, den sie "brauchen") auflösen.

Korrekt.

Das führt zu einer ersten Lösungsidee: Schaltet man in
den Zweig, der "zuviel" Strom zieht, einen zusätzlichen
Spannungsabfall ein, verschiebt sich die Stromverteilung
so, dass dieser Zweig weniger und der andere Zweig mehr
Strom führt.

Man könnte also in beide Zweige eine Art "elektronisch
steuerbare Z-Diode" einschalten, also Spannungsregler,
die nicht die Ausgangsspannung regeln, sondern ihren
eigenen Spannungsabfall. In dem Zweig, der ohnehin zu
wenig Strom führt, wird dieser zusätzliche Spannungsabfall
durch den Regler auf Minimum gesetzt; der Abfall in dem
Zweig, der zuviel Strom führt, wird solange erhöht, bis
die Stromaufteilung stimmt.


> Ziel meiner Schaltung ist es, die beiden Anoden nicht
> frei den Strom, den sie bei gleicher Spannung wie die
> jeweils andere Anode auch hat, ziehen zu lassen, sondern
> aktiv zu bestimmen, wie sich ein bestimmter Strom auf
> die beiden aufteilt.

Fortsetzung dieser Überlegung: Da aber das Verhältnis von
fließendem Strom zu anliegender Spannung von der Elektroden-
fläche, dem Elektrolyten und der geometrischen Anordnung
diktiert wird, die ihrerseits als gegeben und nicht änderbar
angesehen werden müssen, steht für jede Elektrode das
Verhältnis von Strom und Spannung fest.

Logische Folgerung: Die EINZIGE Lösungsmöglichkeit besteht
darin, die Elektroden NICHT DIREKT PARALLESZUSCHALTEN.


Schlussbemerkung: Man kann das Problem sicher auch mit
getakteten Leistungsschaltern angehen; mir würden da zwei
Drossel-Durchflusswandler (buck-converter?) mit alternierend
schaltenden Leistungsschaltern einfallen ("einpoliger
Umschalter"), deren Tastgrad man steuert. Das ist aber nicht
mein Feld, das überlasse ich anderen, die das besser können.
LC-Filterung wird notwendig sein; die Stromquelle wird nicht
auf hochfrequenzten Ripple eingerichtet sein.

von René B. (ren_b)


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Hi Axel,

ich bitte um etwas Umsichtigkeit. Denk bitte etwas weiter als bis zur 
nach Blausäure riechenden Galvanik von nebenan...
Es sollte aus meinen vorherigen Beiträgen klar sein, dass ich hier 
Neuland betrete und nicht die klassischen Dinge tue, wie es seit 
Jahrzehnten gemacht wird.

Axel S. schrieb:
> René B. schrieb:
>
>> Es geht um die galvanische Abscheidung von Metallen.
>
> Bei 5A? Das ist doch Spielkram.
>

Das ist mir bewusst. Nur macht man ja Versuche nicht im 500 L-Becken 
sondern in kleineren Bädern. Dann kann der Strom da schonmal etwas 
kleiner sein, nicht war?

>> Da der Gesamtstrom von einer Konstantstromquelle vorgegeben wird
>
> Genau das würde ein Praktiker nicht so machen. Wenn mehrere Ströme
> gebraucht werden, die in einem bestimmten Verhältnis stehen, dann würde
> er einfach mehrere Stromquellen nehmen.

Auch hier bitte ich wieder um mehr Weitsicht. Es ist mir erstmal egal, 
wie es der Standard-Praktiker macht. Wenn "der Praktiker" das so machen 
will kann er das gern tun. Ich möchte eine komfortable Lösung, die von 
vornherein mehr Felxibilität mitbringt und es im Übrigen "dem Praktiker" 
erspart neben seinen Konstantstromquellen zu stehen und diese ständig 
nachzuregeln.

>
> Wenn es um Galvanik geht, dann regelt man den Strom nicht direkt. Schon
> deswegen nicht, weil es da eher um 100A geht, statt um 5A. Statt dessen
> regelt man (bzw. stellt ein) die Spannung. Der Strom ergibt sich dann
> schon. Und wenn man mehrere Elektroden mit verschiedenem Strom betreiben
> will, aber nur eine Spannungsquelle hat, dann macht man die Elektroden
> einfach verschieden groß. Das braucht man nur einmal auszuprobieren (zu
> messen) und dann weiß man das.

Dass man Strom nicht direkt regelt sonder immer über die Spannung den 
gewünschten Strom einstellt ist denke ich allen hier klar. Danke 
trotzdem für deinen Hinweis.
Die Tatsache, dass ich eine elektronische Regelung haben möchte und ein 
variables Verhältnis für die Aufteilung des Stromes einbauen möchte, 
sollte klar gemacht haben, dass die "Lösung" Anoden verschiedener Größe 
zu verwenden nicht hilfreich ist. Außerdem: Wieviele Anoden soll ich mir 
denn dann hinlegen, wenn ich unterschiedliche Stromverhältnisse haben 
möchte?

>
> Galvanik ist auch keine Präzisionswissenschaft. Wenn der Strom da ein
> paar % abweicht, dann macht das gar nichts.

Da gebe ich dir prinzipiell Recht. Aber das vorgestellte Problem geht 
über den Galvanikalltag hinaus.

Trotzdem danke ich für deinen Input.

Grüße,
René

von Egon D. (egon_d)


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Axel S. schrieb:

> Genau das würde ein Praktiker nicht so machen.

Das kommt auf die Ausgangssituation an.


> Wenn mehrere Ströme gebraucht werden, die in einem
> bestimmten Verhältnis stehen, dann würde er einfach
> mehrere Stromquellen nehmen.

Wenn bereits EINE hinreichend leistungsfähige Quelle
vorhanden ist, ist der Wunsch naheliegend, diese auch
zu benutzen.

von René B. (ren_b)


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Hallo Egon,

Egon D. schrieb:
> René B. schrieb:
>
>> Peter D. schrieb:
>>> Dein Stromteiler ist eher ein theoretisches Konstrukt.
>>> Eine praktische Anwendung ist mir nicht bekannt.
>>
>> Da muss ich dir leider wiedersprechen. Es gibt eine
>> sogar sehr praktische Anwendung genau hierfür.
>>
>> Peter D. schrieb:
>>> Oder Du schilderst mal, wofür Deine Aufgabe eigentlich
>>> die Lösung sein soll.
>>
>> Ich werde das mal etwas detaillierter Beschreiben. [...]
>
> Ganz ehrlich: War das jetzt so schwer?

Ich wollte das Problem gern so simpel wie möglich halten. Leider wird es 
dann unweigerlich etwas abstrakter. Aber jetzt haben wir es ja.

> Das führt zu einer ersten Lösungsidee: Schaltet man in
> den Zweig, der "zuviel" Strom zieht, einen zusätzlichen
> Spannungsabfall ein, verschiebt sich die Stromverteilung
> so, dass dieser Zweig weniger und der andere Zweig mehr
> Strom führt.
>

Genau, das entspricht der Idee mit den elektronischen Potis.

> Man könnte also in beide Zweige eine Art "elektronisch
> steuerbare Z-Diode" einschalten, also Spannungsregler,
> die nicht die Ausgangsspannung regeln, sondern ihren
> eigenen Spannungsabfall. In dem Zweig, der ohnehin zu
> wenig Strom führt, wird dieser zusätzliche Spannungsabfall
> durch den Regler auf Minimum gesetzt; der Abfall in dem
> Zweig, der zuviel Strom führt, wird solange erhöht, bis
> die Stromaufteilung stimmt.
>

Ok, das schaue ich mir mal an. Klingt vielversprechend, wenn ich das 
iwie umgesetzt bekomme.

>
>> Ziel meiner Schaltung ist es, die beiden Anoden nicht
>> frei den Strom, den sie bei gleicher Spannung wie die
>> jeweils andere Anode auch hat, ziehen zu lassen, sondern
>> aktiv zu bestimmen, wie sich ein bestimmter Strom auf
>> die beiden aufteilt.
>
> Fortsetzung dieser Überlegung: Da aber das Verhältnis von
> fließendem Strom zu anliegender Spannung von der Elektroden-
> fläche, dem Elektrolyten und der geometrischen Anordnung
> diktiert wird, die ihrerseits als gegeben und nicht änderbar
> angesehen werden müssen, steht für jede Elektrode das
> Verhältnis von Strom und Spannung fest.
>
> Logische Folgerung: Die EINZIGE Lösungsmöglichkeit besteht
> darin, die Elektroden NICHT DIREKT PARALLESZUSCHALTEN.
>

Nehmen wir mal an ich habe nur eine Anode, dann lege ich eine Spannung U 
an, die zu einem Strom I führt. Soweit stimmt das mit deiner Aussage 
überein. Wenn ich aber nun eine Konstantstromquelle nehme, regelt diese 
die Spannung so, dass der gewünschte Strom fließt. Das gilt allerdings 
unabhängig von der Elektrodenfläche etc., denn die Spannungsquelle 
regelt ja nach (was deine Aussage "Spannung und Strom bedingen einander" 
nicht wiederspricht). Warum sollte das nicht auch mit zwei Elektroden 
klappen? Es ist halt nur das Problem wie die Ströme auf die beiden 
aufgeteilt werden können, wenn der Gesamtstrom nicht aus zwei sondern 
nur einer Quelle kommen. Hier ist die Idee den Widerstand der beiden 
Zweige zu variieren die vielversprechendste Idee.

Grüße,
René

von René B. (ren_b)


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Egon D. schrieb:
> Axel S. schrieb:
>
>> Genau das würde ein Praktiker nicht so machen.
>
> Das kommt auf die Ausgangssituation an.
>
>
>> Wenn mehrere Ströme gebraucht werden, die in einem
>> bestimmten Verhältnis stehen, dann würde er einfach
>> mehrere Stromquellen nehmen.
>
> Wenn bereits EINE hinreichend leistungsfähige Quelle
> vorhanden ist, ist der Wunsch naheliegend, diese auch
> zu benutzen.

Ich stimme zu.

von Jens G. (jensig)


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René B. (ren_b)

>Jens G. schrieb:
>> Differenzverstärkerstufe

>Hi,

>kannst du mir dazu ein paar Details geben, wie du es dir vorgestellt
>hast?

Naja, im einfachsten Fall sowas wie hier:

https://elektroniktutor.de/analogverstaerker/diffampl.html

Unten haste Deine Konstantstromquelle, und die beiden Transistoren 
teilen sich den Strom je nach Spannungsdifferenz an den Basen (die 
absolute Spannung ist theoretisch egal - es geht um die Differenz).
Die beiden R oben sind Deine beiden Verbraucher, die zusammen den Strom 
der Stromquelle unten tragen.
Da das aber ein Verstärker ist, reagiert der recht empfindlich auf die 
Differenz, da reichen also schon paar (10) mV, um den Strom komplett von 
einer Seite zur anderen Seite zu übernehmen. Also müsste das geregelt 
werden.
Mit PNP geht es natürlich genau so, nur anders herum - oben Stromquelle, 
unten Verbraucher.
Da Du das aber für etliche Ampere haben willst (wie sich inzwischen 
herausgestellt hat), muß das Ding natürlich entsprechend dimensioniert 
werden, damit es fähig ist, etliche Watt zu verheizen.

Man könnte natürlich auch einfach eine Konstantstromquelle nehmen, und 
den Strom in den Schleifer eines Leistingspoti einspeisen, und dessen 
beide Enden dann zu den beiden Verbrauchern. Sollte auch gehen, wenn man 
nicht bis in die Nähe von 0A runtergehen muß.

: Bearbeitet durch User
von Egon D. (egon_d)


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René B. schrieb:

> Ich wollte das Problem gern so simpel wie möglich
> halten.

"Simpel" im Koordinatensystem des Galvanikers oder des
Elektronikers?


> Leider wird es dann unweigerlich etwas abstrakter.

Beschreibe einfach Dein konkretes Problem in Deiner
Anwendungsdomäne und lass die Fachleute in der Lösungs-
domäne das abstrakte Modell in der Lösungsdomäne
aufstellen. Alles andere führt zu Verdruss.


>> Das führt zu einer ersten Lösungsidee: Schaltet man in
>> den Zweig, der "zuviel" Strom zieht, einen zusätzlichen
>> Spannungsabfall ein, verschiebt sich die Stromverteilung
>> so, dass dieser Zweig weniger und der andere Zweig mehr
>> Strom führt.
>>
>
> Genau, das entspricht der Idee mit den elektronischen
> Potis.

Zum Teil.

>> Logische Folgerung: Die EINZIGE Lösungsmöglichkeit besteht
>> darin, die Elektroden NICHT DIREKT PARALLESZUSCHALTEN.
>>
>
> Nehmen wir mal an ich habe nur eine Anode, dann lege ich
> eine Spannung U an, die zu einem Strom I führt. Soweit
> stimmt das mit deiner Aussage überein. Wenn ich aber nun
> eine Konstantstromquelle nehme, regelt diese die Spannung
> so, dass der gewünschte Strom fließt.

Richtig.


> Das gilt allerdings unabhängig von der Elektrodenfläche
> etc., denn die Spannungsquelle regelt ja nach

Ähh... nein. Die Stromquelle regelt nach. (Entschuldigung,
aber das ist hier wichtig.)

Und wie macht sie das?
Nun, sie misst den STROM , den sie nach außen abgibt,
stellt aber aktiv die SPANNUNG , die an den Klemmen
anliegt, und das macht sie so lange, bis der gewünschte
Strom fließt -- oder die Spannung am Anschlag ist.


> (was deine Aussage "Spannung und Strom bedingen einander"
> nicht wiederspricht).

Richtig -- weil sich Deine Aussage auf die Quelle und meine
Aussage auf die Verbraucher bezieht.


> Warum sollte das nicht auch mit zwei Elektroden klappen?

???

Einer Stromquelle ist völlig egal, wieviele Elektroden
angeschlossen sind -- sie misst den Strom, der aus ihrer
Ausgangsklemme fließt, und manipuliert die Spannung so,
dass genau der gewünschte Strom fließt.
WOHIN der Strom fließt und wie er sich außen auf einzelne
Zweige aufteilt, das ist der Stromquelle völlig egal. Sie
"weiss" nicht, dass dort mehrere Zweite existieren.


> Es ist halt nur das Problem wie die Ströme auf die
> beiden aufgeteilt werden können, wenn der Gesamtstrom
> nicht aus zwei sondern nur einer Quelle kommen.

Nein, im strengen Sinne geht das nicht, was Du willst.
Du kannst einem Strom in einem bestimmten Zweig nicht
vorschreiben, wie er sich später auf zwei andere Zweige
aufteilen soll. Das geht physikalisch nicht.

Als Einziges kannst Du die SPANNUNGSVERHÄLTNISSE (oder
auch die Widerstandsverhältnisse) der einzelnen Zweige so
manipulieren, dass sich die gewünschte Aufteilung des
Gesamtstromes ERGIBT .


> Hier ist die Idee den Widerstand der beiden Zweige zu
> variieren die vielversprechendste Idee.

"Vielversprechend" liegt im Auge des Betrachters... :)

Aber, ja, das geht.
Einfachste Möglichkeit wäre EIN hinreichend fettes
Drahtpoti, dessen Schleifer an den Ausgang der Stromquelle
kommt und an deren Enden die beiden Elektroden angeschlossen
werden.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Egon D. schrieb:
> Nein, im strengen Sinne geht das nicht, was Du willst.
> Du kannst einem Strom in einem bestimmten Zweig nicht
> vorschreiben, wie er sich später auf zwei andere Zweige
> aufteilen soll. Das geht physikalisch nicht.

Ganz genau. Deswegen hab eich zwei gesteuerte Stromquellen 
vorgeschlagen. Anders geht es nicht.

von Egon D. (egon_d)


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Stefan ⛄ F. schrieb:

> Egon D. schrieb:
>> Nein, im strengen Sinne geht das nicht, was Du willst.
>> Du kannst einem Strom in einem bestimmten Zweig nicht
>> vorschreiben, wie er sich später auf zwei andere Zweige
>> aufteilen soll. Das geht physikalisch nicht.
>
> Ganz genau. Deswegen hab eich zwei gesteuerte Stromquellen
> vorgeschlagen. Anders geht es nicht.

Im Prinzip richtig.
Die einfachste Gesamtstruktur ergibt sich in der Tat mit
zwei separaten Stromquellen; darauf hat ja Axel schon
hingewiesen.

Allerdings hat der TO schon eine Stromquelle (ich hoffe,
es handelt sich WIRKLICH um eine STROMquelle), und ich
finde seinen Wunsch, diese zu verwenden, legitim.

Deswegen mein Vorschlag, die Zweigwiderstände (bzw. die
Spannungsabfälle der einzelnen Zweige) zu manipulieren.

Im Prinzip genügt es, immer nur den Zweig zu drosseln,
der zuviel Strom zieht -- die Spannung verschiebt sich
dann so, dass im anderen Zweig automatisch mehr Strom
fließt. Letztlich sind das aber AUCH zwei Stromquellen --
eine für den Gesamtstrom, und eine für den Zweigstrom
im niederohmigeren Zweig :)

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Egon D. schrieb:
> Deswegen mein Vorschlag, die Zweigwiderstände (bzw. die
> Spannungsabfälle der einzelnen Zweige) zu manipulieren.

Unterschiedliche Platten will er ja nicht verwenden.

Wenn er irgend etwas (z.B Widerstände) in die beiden Zweige einbaut, was 
den Stromfluss verringert, dann wird daran Spannung abfallen. So 
verringert sich die nutzbare Leistung. Das will er ja auch nicht.

von Egon D. (egon_d)


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Stefan ⛄ F. schrieb:

> Egon D. schrieb:
>> Deswegen mein Vorschlag, die Zweigwiderstände (bzw. die
>> Spannungsabfälle der einzelnen Zweige) zu manipulieren.
>
> Unterschiedliche Platten will er ja nicht verwenden.

Ja... ich meinte: Die Zweigwiderstände mit ELEKTO-
TECHNISCHEN Mitteln manipulieren -- also Potis oder
Transistoren in die Zweige einbauen.


> Wenn er irgend etwas (z.B Widerstände) in die beiden
> Zweige einbaut, was den Stromfluss verringert, dann
> wird daran Spannung abfallen.

Selbstverständlich.


> So verringert sich die nutzbare Leistung. Das will er
> ja auch nicht.

Tja... die Physik ist kein Wunschkonzert... :)

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Egon D. schrieb:
> Axel S. schrieb:
>
>> Wenn mehrere Ströme gebraucht werden, die in einem
>> bestimmten Verhältnis stehen, dann würde er einfach
>> mehrere Stromquellen nehmen.
>
> Wenn bereits EINE hinreichend leistungsfähige Quelle
> vorhanden ist, ist der Wunsch naheliegend, diese auch
> zu benutzen.

Wenn man bereits einen hinreichend leistungsfähigen Hammer hat ...dann 
ist das trotzdem kein Grund, den für Schrauben verwenden zu wollen.

Abgesehen davon ist das ziemlich sicher keine Stromquelle, sondern eine 
Spannungsquelle (der Unterschied ist dem TO offensichtlich nicht klar). 
Und mit ihren 50W ist die auch nur "leistungsfähig". 50W Netzteile 
kriegt man doch heute hinterhergeworfen.

Einen Strom aktiv aufzuteilen, ist nun mal eine nichttriviale Sache. Für 
so kleine Leistungen kriegt man das sogar hin (eine Lösung mit 
Stromspiegel wurde weiter oben gezeigt). Nur ist das nachher nicht 
skalierbar auf echte Galvanik-Ströme.

von Egon D. (egon_d)


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Axel S. schrieb:

> Wenn man bereits einen hinreichend leistungsfähigen
> Hammer hat ...dann ist das trotzdem kein Grund, den
> für Schrauben verwenden zu wollen.

Naja, einen Schlagschrauber würde ich aber vielleicht
für Nägel verwenden... SCNR

Aber lassen wird das.


> Abgesehen davon ist das ziemlich sicher keine
> Stromquelle, sondern eine Spannungsquelle

Kann sein; Galvanik ist nicht mein Fach.


> (der Unterschied ist dem TO offensichtlich nicht
> klar).

Ich habe versucht, ihm diesen Unterschied etwas zu
verdeutlichen. Hellsehen oder Gedankenlesen kann hier
niemand; das muss dem TO schon klar sein.

Letztlich wieder ein Beleg für "Schildere das
eigentliche Problem -- und nicht die vermeintliche
Lösung".

von Klaus R. (klara)


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René B. schrieb:
> Zum Strom "zerhacken": Ja, das ist tatsächlich eine nicht allzu
> schlechte Idee. Da die Anwendung, für die ich das brauche, darauf
> allerdings "reagieren" könnte, da das stark an gepulsten Strom grenzt,
> würde ich das gern soweit wie möglich vermeiden wollen.
> Trotzdem (um die Idee kurz weiter zuspinnen, falls sie die sinnvollste
> Variante sein sollte): Das ganze könnte man dann durch eine Art
> Transistorschaltung realisieren, die mit einem bestimmten duty-cycle
> (bzw. PWN) zwischen den Pfaden hin und her schaltet, sodass das
> entsprechende Verhältnis entsteht. Korrekt? Was zu vermeiden ist wäre,
> dass kurze Zeiten entstehen, indenen beide Pfade "geschlossen" sind,
> sodass die externe Spannungsquelle hohe Spannungen anlegen würde um den
> Strom konstant zu halten. Das könnte ein Problem werden.

Ich glaube das Thema hatten wir vor ein paar Wochen schon einmal.

Das der Strom aus einer Stromquelle kommt ist schon mal gut.

Der Stromzerkacker den ich mir vorstelle würde ähnlich wie ein 
Zündverteiler im Benzinmotor arbeiten. Jeder Strang würde für eine 
definierte Zeit den Konstantstrom voll abbekommen und dann wäre der 
nächste Strang dran. Die heutigen MOSFET sind gerade für solch eine 
Funktion sehr gut geeignet und schnell. Ich kann mir vorstellen das dies 
mindestens mit 10 kHz und vermutlich auch mit 100 kHz laufen könnte. Die 
MOSFETs würden sicher deutlich unter 10 € kosten. Ein Mikroprozessor 
kann dann die "Zeitscheibe" steuern. Den Strom je Pfad mißt man über 
einen niederohmigen Shunt. Dieser wird je Pfad per Integrator gemessen, 
damit man Mittelwerte erhält. Auf Grund dieser Messwerte kannst Du dann 
die wirksamme Stromverteilung einsehen und regeln oder regeln lassen.

Bei 10 kHz haben wir eine "Zeitscheibe" von 100 µs. Bei zwei Strängen 
und gleicher Aufteilung bekäme ein Strang für 50 µs den vollen Strom und 
für 50 µs kein Strom, weil der andere ja dran ist. Ich kann mir nicht 
vorstellen das 50 µs Unterbrechung den galvanischen Vorgang irgendwie 
beeinflussen. So schnell sind die Teilchen ja auch nicht.
mfg Klaus

von Klaus R. (klara)


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Egon D. schrieb:
> Letztlich wieder ein Beleg für "Schildere das
> eigentliche Problem -- und nicht die vermeintliche
> Lösung".

Gut gesprochen.
mfg Klaus

von Günter Lenz (Gast)


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von René B.
>Der Knackpunkt ist, dass die beiden Ströme Widerstände R1 und R2
>durchfließen, die nicht fest sind, sondern über der Zeit (in unbekannter
>Weise) variieren.

Wenn das Ziel ist, daß durch beide Widerstände immer der Gleiche
Strom fließt, schalte sie einfach in Reihe.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Klaus R. schrieb:
> Stromzerkacker

:-)

von Wühlhase (Gast)


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Vielleicht noch eine Idee:

Du brauchst zwei Regelkreise:

Der erste Regelkreis regelt die Spannung nach dem Gesamtstrom (das hast 
du ja soweit, wie ich das bisher verstandenhabe).

Für den zweiten Regelkreis erzeugst du ein PWM-Signal, und steuerst 
damit jeweils zwei Hochsetzsteller an, wobei du das PWM-Signal an einem 
der Hochsetzsteller invertierst.

Indem du jetzt das PWM-Signal veränderst, variierst du den Strom 
zwischen den zwei Schaltreglern gegensinnig.

Das läßt sich relativ einfach auch für größere Ströme bauen (jedenfalls 
einfacher als die Lösung von Yalu, auch wenn mir die Schaltung wohl 
gefällt), allerdings nicht auf drei oder mehr Stromzweige erweitern.

Ich müßte mal simulieren ob das so geht...wenn ich nicht grad absolut 
keine Lust zum Simulieren hätte...

von Klaus R. (klara)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Klaus R. schrieb:
>> Stromzerkacker
>
> :-)

Dabei hatte ich es mir zwei Mal durchgelesen.
mfg Klaus

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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René B. schrieb:
> Ziel meiner Schaltung ist es, die beiden Anoden nicht frei den Strom,
> den sie bei gleicher Spannung wie die jeweils andere Anode auch hat,
> ziehen zu lassen, sondern aktiv zu bestimmen, wie sich ein bestimmter
> Strom auf die beiden aufteilt.

Das hatte ich befürchtet. Ziel ist es also nicht, einen Strom auf 
maximal umständliche Art aufzuteilen, sodern 2 Ströme in einem 
einstellbaren Verhältnis zu liefern.
Dazu nimmt man ganz einfach 2 Stromquellen und gibt deren Sollwert mit 2 
Potis vor. Mit einem 3. Poti kann man wiederum deren Referenzspannung 
einstellen, also quasi den virtuellen Summenstrom. Aber den muß man auf 
keinen Fall extra noch erzeugen.
Und damit löst sich das Problem der Aufteilung komplett in Luft auf.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Peter D. schrieb:
> Dazu nimmt man ganz einfach 2 Stromquellen und gibt deren Sollwert mit 2
> Potis vor. Mit einem 3. Poti kann man wiederum deren Referenzspannung
> einstellen, also quasi den virtuellen Summenstrom. Aber den muß man auf
> keinen Fall extra noch erzeugen.

Nein, doch, ooohh

Das hatte ich bereits mit Skizze vorgeschlagen. Aber das will er nicht. 
Selbst schuld, dann bleibt er halt ohne Lösung.

von Der müde Joe (Gast)


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