(Halb)Weltformel umwandeln in Code

Gast #6371839
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#6372580
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Was genau meinst Du denn mit der Formel berechnen zu können?

Soweit ich weiß, hat sie keinen praktischen Nutzen. Die 
Vereinheitlichung der Kräfte (Elektromagnetismus, schwache 
Wechselwirkung, starke Wechselwirkung) geschieht bei einem extrem hohen 
Energieniveau, das auf technischem Wege nicht zu realisieren ist. Wir 
reden hier von 10 hoch 16 GeV (Gigaelektronenvolt). Die Gravitation ist 
da noch nicht mal mit dabei.

Also, wozu das Ganze? ?
#6373027
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Kybernetiker X. schrieb:
> Deswegen will ich diese Formel in ein Grafikengine einbetten, damit ich
> sehen kann wie Teilchen sich verhalten.

Dann überleg dir erstmal, wieviele Teilchen du simulieren willst, und 
wie lange dein Computer zum Berechnen des ersten Simulationsschritts 
braucht.

Wenn du nur alle 1000 Jahre ein Frame kriegst, wird das nix mit 
flüssiger Animation.

Und für schön anzuschauende Bewegungen brauchst du nur die Gravitation 
und kannst die anderen Kräfte ganz grob abstrahieren ("Elastischer 
Stoß")
Gast #6373120
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Zeitverschwendung schrieb:
> Es kann keine Weltformel geben.
>
>  Es Aximensystem, woraus die Richtigkeit jeder Aussage abgeleitet werden
> kann, ist nicht möglich.
>
> Gödel lässt grüßen.

Nicht ganz, es ist eine Frage der Komplexität/Mächtigkeit.
Wobei es hier wohl nicht um ein formales Aussagesystem geht, sondern um 
ein mathematisches Modell der Wirklichkeit. Was man an Aussagen braucht, 
gewinnt man letzlich doch durch Beobachtung und nicht Axiomatische 
Ableitung, da die Praxis das Kriterium der Wahrheit ist.
OP #6373193
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Εrnst B. schrieb:
> Kybernetiker X. schrieb:
>> Deswegen will ich diese Formel in ein Grafikengine einbetten, damit ich
>> sehen kann wie Teilchen sich verhalten.
>
> Dann überleg dir erstmal, wieviele Teilchen du simulieren willst, und
> wie lange dein Computer zum Berechnen des ersten Simulationsschritts
> braucht.
>
> Wenn du nur alle 1000 Jahre ein Frame kriegst, wird das nix mit
> flüssiger Animation.
>
> Und für schön anzuschauende Bewegungen brauchst du nur die Gravitation
> und kannst die anderen Kräfte ganz grob abstrahieren ("Elastischer
> Stoß")

Ich will erst mal nur 2 Teilchen simulieren: Ein Schwarzes Loch und ein 
Photon. Und dann ein paar Atome die mit 99% der Lichtgeschwindigkeit um 
das schwarze Loch herumkreiseln, ab wann in der starken Wechselwirkung 
die Quarks nicht mehr zusammenhalten können, weil die Gezeitenkräfte so 
gross sind.
#6373281
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Kybernetiker X. schrieb:
> Ich will erst mal nur 2 Teilchen simulieren: Ein Schwarzes Loch und ein
> Photon.

Nimm das Schwarze Loch als Punktförmig an, zeichne den gekrümmten Pfad 
des Photons / "Lichtstrahl".
"Schwarzschild-Metrik" ist dein Stichwort, da ist sozusagen ein Teil der 
obigen "Weltformel" entsprechend umgeformt und aufgelöst.

Kybernetiker X. schrieb:
> Und dann ein paar Atome die mit 99% der Lichtgeschwindigkeit um
> das schwarze Loch herumkreiseln,

Müsste ich nachrechnen, aber rein vom Gefühl muss ein Atom schon sehr 
sehr nah am Schwarzen Loch vorbeifliegen, um bei 99% c noch 
"herumkreiseln" zu können.

Müsste aber auch über die Schwarzschild-Bewegungsgleichung gehen, 
jedenfalls solange du nur die Gravitation vom Schwarzen Loch auf die 
Atome, und nicht die Gravitation zwischen den Atomen und das durch die 
Atombewegung induzierte herumeiern des Schwarzen Loches simulieren 
willst.

Kybernetiker X. schrieb:
> ab wann in der starken Wechselwirkung
> die Quarks nicht mehr zusammenhalten können

Vorher ausrechnen, ab wann das der Fall ist, und in der Simulation hart 
reincodieren :)
Gast #6373311
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Kybernetiker X. schrieb:
> Anhang des Screenshots habe ich die grünen Punkte pointiert. Sind die da
> richtig positioniert

Nein...
Die ganzen "D" sind schon Operatoren, die ganz anders wirken als eine 
simple Multiplikation...

Und wenn die fehlenden Multiplikationspunkte schon dein größtes Problem 
ist, brauchst du gar nicht weiter zu versuchen die Formel zu 
verstehen... Alleine die ganzen Indizes in ko- und kontravarianter Form 
in Einsteinsummenkonvention verstecken noch eine ganze Menge Terme (da 
einfach gesagt wird, dass über alle doppelt auftretenden Indizes über 
alle permutationen von 0-3 summiert wird...

Aber im Endeffekt ist das alles sowieso egal, da man mit dieser 
Gleichung nichts ausrechnen kannst. Das ist eine ganze interessante 
Visualisierung aller uns bekannten fundamentalen Kräfte, aber berechnen 
kann man damit nix (außer vielleicht ein paar triviale Spezialfälle...).

Wenn du wirklich physikalische systeme simulieren willst, dann 
beschäftige dich mit (klassisch-newtonschen) planetensystemen, zuerst in 
zwei Körper und dann Mehrkörper Systeme... Dann kannst du dich zu Themen 
wie Maxwell oder navier-stokes Gleichungen zuwenden. Das wissen über 
Physik und Numerik was man braucht um komplexere Dinge zu berechnen, 
reicht locker aus, um ein paar Jahrzehnte beschäftigt zu bleiben.

Als Laie sollte man nicht mit etwas anfangen, wovon selbst Physiker die 
sich ihr Leben lang mit nichts anderem beschäftigt haben, keine 
wirkliche Ahnung haben...
OP #6373314
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https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzschild-Metrik#/media/Datei:Newton_versus_Schwarzschild_trajectories.gif

Ja ich brauch halt eine Applikation wo ich selber bestimmen kann wieviel 
Masse ein schwarzes Loch hat und dann will ich ein Photon reinschiessen, 
wie es sich dann verhält. Ich will dem soviel Masse geben bis das Photon 
innerhalb der Elektronensphäre eines Atoms um das Zentrum des Schwarzen 
Loches herum fliegt. Also das Licht schon so stark gekrümmt ist, dass 
sie nur noch in einem Umkreis von 1 fm dreht. Also das wäre das 
Atomkern.

Vielleicht entspricht das die Masse des gesamten Universums?
#6373614
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Kybernetiker X. schrieb:
> Ja ich brauch halt eine Applikation wo ich selber bestimmen kann wieviel
> Masse ein schwarzes Loch hat und dann will ich ein Photon reinschiessen,
> wie es sich dann verhält.

Folge deinem eigenen Link, geh zu der Quelle, 
http://schwarzschild.yukterez.net/

Du findest ein Forum voller Physik-Mathe-Simulations-Nerds, mit vielen 
derartigen Simulationen und teilweise den zugehörigen 
Mathematica-Quelltexten mit denen sie erzeugt wurden.

Schnapp dir Mathematika, schnapp dir die Simulationsquelltexte, spiel an 
den Start-Parametern herum.
Wenn das klappt, erweitere die Formeln um weitere Fundamentalkräfte, die 
du betrachten möchtest.

Und (sorry wenn ich da falsch liege — ist eine Weile her) Mathematica 
kann Formeln auch als C-Code exportieren.
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