Leckstrom BC548

Gast #6372997
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Ich möchte gerne abschätzen, wie hoch ungefähr die Stromstärke sein 
wird, wenn die Basis in der Luft hängt (5cm Draht).
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                          +3V
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Offenes Ende o-----------|    BC548B
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                          GND
Datenblatt: https://www.mouser.com/datasheet/2/149/BC547-190204.pdf

Sind das die 15 nA im Datenblatt?

Würde sich dieser Strom signifikant verringern, wenn ich die Basis mit 
einem 1MΩ Pull-Down Widerstand ausstatte?

Es geht letztendlich um einen Sensor, der mich warnen soll, wenn der 
Fußboden nass wird. Ich möchte mit zwei kleinen AAA Zellen auf eine 
angemessene Laufzeit kommen.
#6373018
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Sind das die 15 nA im Datenblatt?

Nein, im  Datenblatt ist der MAXIMALE Sperrstrom  der 
Kollektor-Basis-Diode mit 15nA angegeben. Der 
Collektor-Emitter-Sperrstrom ist um die Stromverstärkung größer.
Allerdings erreicht die Stromverstärkung bei derart geringen Strömen oft 
nicht die Datenblattwerte.
Und ja, der Reststrom I_CEO des Transistors wird auf I_CBO, also weniger 
als 15nA sinken, wenn du einen Widerstand zwischen Basis und Emitter 
anordnest.

Für einen Betrieb mit AAA-Zellen genügt es, wenn du µA anstatt nA 
anpeilst.
Ganz grob gesagt kannst du ein Jahr mit zehntausend Stunden ansetzen.
Gast #6373038
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Stefan ⛄ F. schrieb:

> Sind das die 15 nA im Datenblatt?

Nein.

> Würde sich dieser Strom signifikant verringern, wenn ich die Basis mit
> einem 1MΩ Pull-Down Widerstand ausstatte?

Nein. Aber mit irgendwas im 10kOhm-Bereich schon.

Sehr viel besser wäre aber ein "Pulldown-Kondensator"...

Den kann (und sollte) man dann mit einem Pulldown-Widerstand im 
MOhm-Bereich ergänzen. Sprich: schalte den Scheiß einfach parallel.

Der Hintergrund ist: du betreibst deinen Transistor als (ziemlich 
miesen) Detektor-Empfänger. Zu schlecht für irgendeine praktisch 
nutzbare Anwendung, aber gut genug, um sinnlos Energie zu verbrauchen.

Der Kondensator gewöhnt ihm die Affinität für eingestreute HF ab. Die 
wird einfach kurzgeschlossen.
Gast #6373043
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c-hater schrieb:
> Der Kondensator gewöhnt ihm die Affinität für eingestreute HF ab. Die
> wird einfach kurzgeschlossen.

Gutes Argument

> mit irgendwas im 10kOhm-Bereich schon.

Dann würde die Schaltung allerdings nicht mehr funktionieren - ich 
müsste mehr verstärken.
Gast #6373070
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Hp M. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Hp M. schrieb:
>>> Nein, im  Datenblatt ist der MAXIMALE Sperrstrom  der
>>> Kollektor-Basis-Diode mit 15nA angegeben.
>>
>> Das wäre I_CBO
>
> So wird er in dem verlinkten Datenblatt ja auch genannt:
>
> ICBO  Collector Cut-Off Current   VCB = 30 V, IE = 0    15nA
>
> Habe ich etwas anderes behauptet?

Sorry, ich hatte gar nicht in dieses Datenblatt gesehen.
Beitrag #6373144 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: Hobbytheoretiker) #6373146
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Hast Du auch überlegt, ob das vielleicht mit dem komplemetären 
Transistor, zB BC556, die Schaltung auf den Kopf gestellt, vielleicht 
besser passen könnte?

Ein Grund hierfür wäre, wenn am Ground noch etwas hängen sollte und die 
Einschaltung auf Grund einer Verbindung zur Masse erfolgen würde, die 
vielleicht hochohmig irgendwo bereits vorliegen könnte.
Gast #6373155
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Ich habe es jetzt so gemacht. Läuft.

> In dem Falle wäre die Darlingtonschaltung eine Lösung.

Damit hätte ich 1-2 Widerstände sparen können. Doch leider fällt dann zu 
viel Spannung an den Transistoren ab.

Dieter D. schrieb:
> Hast Du auch überlegt, ob das vielleicht mit dem komplemetären
> Transistor... vielleicht besser passen könnte?
> Ein Grund hierfür wäre, wenn am Ground noch etwas hängen sollte

Ist aber nicht der Fall. Die Schaltung liegt lose auf dem Boden. Die 
Bauteile konnte ich alle in einen kleinen Hohlraum des Batteriekastens 
quetschen - nur den Summer musste ich außen ankleben.

Wie du siehst habe ich dennoch komplementäre Transistoren verwendet, 
aber ohne speziellen Grund. Jetzt wo ich drüber nachdenke fällt mir auf, 
dass ich mit zwei NPN den R3 hätte einsparen können. Und R4 hätte gerne 
ein bisschen hochohmiger sein dürfen.

Jetzt ist es egal, ich nehme das Ding deswegen nicht nochmal 
auseinander.
Angehängte Dateien:
Gast #6373272
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> Sorry, ich hatte gar nicht in dieses Datenblatt gesehen.

Das ist bei der Frage auch gar nicht noetig.
Weil der Leckstrom mit einfachen Messmethoden und den
verbreiteten "Digitalmultimetern" gar nicht messbar ist.
#6373285
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Es geht letztendlich um einen Sensor, der mich warnen soll, wenn der
> Fußboden nass wird

Dafür gibt es auch eine ganz unelektronische Lösung. Ein federbelasteter 
Kontakt, der von einem Stückchen Würfelzucker offen gehalten wird. Wenn 
es naß wird, löst sich der Zuckerwürfel auf und der Kontakt schließt.

Den anderen Klassiker findet man in Waschmaschinen und ähnlichem Gerät: 
ein Schwimmkörper aus Styropor und ein Mikrotaster an einem Hebel.
(Firma: Hobbytheoretiker) #6373308
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Wenn der Zuckerwürfel sich auflöst, wird das Wasser auch klebrig. Die 
jetzige Lösung reagiert aber schon wenn es feucht wird. Der 
Schwimmkörper reagiert aber erst ab einer bestimmten Höhe der Pfütze. 
Bei beiden Lösungen ist die "Sauerei" schon deutlich weiter 
fortgeschritten, bis diese reagieren.
(Firma: Funkenflug Industries) #6373328
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Ich würde dem ganzen noch einen Tiefpass spendieren, sonst wirkt das 
offene Ende an der Basis gleichzeitig auch als Antenne und die Schaltung 
reagiert auf alle mehr oder weniger kräftigen Störungen.

Wie hoch ist die Stromaufnahme von CMOS-ICs? Evtl. ließe sich auch damit 
eine stromsparende Variante aufbauen.
Gast #6373343
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Axel S. schrieb:
> Dafür gibt es auch eine ganz unelektronische Lösung. Ein federbelasteter
> Kontakt, der von einem Stückchen Würfelzucker offen gehalten wird. Wenn
> es naß wird, löst sich der Zuckerwürfel auf und der Kontakt schließt.
>
> Den anderen Klassiker findet man in Waschmaschinen und ähnlichem Gerät:
> ein Schwimmkörper aus Styropor und ein Mikrotaster an einem Hebel.

Praxisfremde Ideen, aber nett, dass Du auch etwas gesagt hast.

Vor knapp 18 Jahren habe ich sowas gebaut, macht an meiner Telefonanlage 
die Schleife zu und generiert einen Notfallanruf - da reichen ein *paar 
µm Wasser auf dem Fliesenboden* . Da habe ich genug Spannung, ziehe mein 
Relais über eine NPN-Darlingtonschaltung.

Ein neueres Konstrukt bedient ein Magnetrelais im Zufluss meiner 
Waschmaschine, auch das mit einem NPN-Darlington, allerdigs bei rund 15 
Volt aus der Steckdose.

Die Schaltung stelle ich hier nicht dar, nachdem ich dafür an anderer 
Stelle im Forum schon bestänkert wurde!

Die Lösung von Stefan scheint sinnvoll, da braucht es keinen 
Schwimmerschalter, der erst reagiert, wenn 10cm Wasser auf dem Boden 
stehen oder einen Zuckerwürfel, der nach 10 Minuten endlich mal 
schaltet.
Angehängte Dateien:
#6373371
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Klugscheisser (Gast)

>> Sorry, ich hatte gar nicht in dieses Datenblatt gesehen.

>Das ist bei der Frage auch gar nicht noetig.
>Weil der Leckstrom mit einfachen Messmethoden und den
>verbreiteten "Digitalmultimetern" gar nicht messbar ist.

Klar ist der meßbar, wenn es nicht gerade ein sehr leckstromarmer T ist.
Einfach Multimeter im kleinsten U-Meßbereich in Reihe mit dem Probanden 
schalten.
Meins kann 100µV auflösen, also 10pA über dessen 
10MOhm-Eingangswiderstand.
Gast #6373387
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Es geht letztendlich um einen Sensor, der mich warnen soll, wenn der
> Fußboden nass wird.

Ich habe hier einen "wateralarm" Typ WM53.
Hatte ich vor Jahren mal geschenkt bekommen.Benoetigt eine 
9V-Batterie.Das Ding funktioniert immer noch mit der selben 
Batterie.Liegt neben meiner Waschmaschine auf dem Boden.
Als ich das Dingens bekommen hatte,dachte ich nur:wird wieder so ein 
Mist sein...aber hey: wirklich gut und hoellisch laut.Wird schon 
aktiv,wenn man die Kontakte mit den Fingern "kurzschliesst".Gut und 
solide gebaut - warum da gross selbst basteln...

Beispiel-Link:
https://www.amazon.co.uk/Smartwares-WM53-Water-alarm-Prevent/dp/B016BU5DE0

gibt's bestimmt noch guenstiger
Hab das Ding nun gerade zerlegt - weil ich mir Sorgen um die Batterie 
machte.War aber unbegruendet.Noch nicht ausgelaufen.
2014 Verfallsdatum.....und liefert immer noch genuegend Power fuer den 
Piezo und Blink-Led.
Angehängte Dateien:
#6373632
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Stefan ⛄ F. schrieb:

> Die Schaltung liegt lose auf dem Boden. Die
> Bauteile konnte ich alle in einen kleinen Hohlraum des Batteriekastens
> quetschen - nur den Summer musste ich außen ankleben.

Falls Dein "Wassermelder" häufiger "im Feuchten" liegt, solltest
Du als Messstrom besser Wechselstrom verwenden. Ansonsten kommt
es nämlich zu galvanischen Effekte, die die Funktion beeinträch-
tigen.
Gast #6373670
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Gruss

Vergoldete Kontakte einer Steckerleiste gingen/gehen auch.
Beim Kleben von Kunstoffen verwende ich MMA (Methylmethacrylatkleber), 
der zu klebende Kunststoff muss aber dafür spezifiziert sein.

Wünsche noch einen Schönen Sonntag
Dirk St
Gast #6373680
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Es geht letztendlich um einen Sensor, der mich warnen soll, wenn der
> Fußboden nass wird. Ich möchte mit zwei kleinen AAA Zellen auf eine
> angemessene Laufzeit kommen.

Bei einem einfachen Wassermelder hängt die Batterielebensdauer nur von 
der Selbstentladung und der guten Isolation des Aufbaus ab ;-).
http://www.zabex.de/site/wassermelder.html#waaudebo
Gast #6374248
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Karl B. schrieb:
> bei dem Gerät habe ich noch nicht einmal innerhalb eines Jahres die
> 9V-Batterie wechseln müssen.

Die Schaltung wirkt etwas altertümlich, aber sie gefällt mir - macht 
mit einfachen Bauteilen genau das, was man braucht. Etwas Bedenken habe 
ich bzgl. der Schaltschwelle, die dürfte deutlich von den Toleranzen des 
BC328 abhängen.

michael_ schrieb:
> Und warum wählst du überhaupt den BC548 mit 30V?
> Nimm einen mit 100V oder höher.

Kannst Du Kasper dazu einen Bezug quoten?

Wozu braucht man eine höhere Sperrspannung, falls Du diesen Wert 
überhaupt verstehen kannst?

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