Stefan M. schrieb:
> Dadurch dass die mit dem Schirm verbundene Dipolhälfte aber einen
> längenbezug zur Wellenlänge (nämlich Lambda/4) hat, stellt sich HF
> technisch betrachtet die gleiche Strom/Spannungverteilung ein wie auf
> der "heissen" Dipolhälfte.
Völliger Nonsens.
Demnach wären Baluns und andere Symmetriereinrichtungen für Dipole
Humbug?
Lies mal hier:
Nachzulesen: http://dc7hs.blogspot.com/2011/
Dipol und Koaxialkabel
Kommen wir zu einem Thema, was viele HAMs schon beschäftigt hat und
worüber sich viele schon dezent geärgert haben.
Der Fachmann erkennt, wir reden hier von einer symmetrischen Antenne und
einem asymmetrischen Kabel, das kann nicht gut gehen ohne irgendwelche
Hilfe.
Das Problem ist selbstverständlich die Hühnerleiter, sie kann bei den
meisten Funkamateuren nicht direkt ins Shack geführt werden, selbst die
Verlegung ist nicht gerade einfach, da sie nirgends groß Kontakt zu
irgendwelchen Materialien haben sollte und immer auf Abstand zur
Hauswand oder metallischen Gegenständen gehalten werden muß.
Nun werden schlaue Leute sagen, kauft doch einfach einen symmetrischen
Tuner, oder baue Dir ein Z-Match selbst, dieses ist aber leider
einfacher gesagt, wie getan.
Der Tuner muß automatisch sein und damit ist er sau teuer, das Z-Match
bringt uns ebenso nicht weiter, da die Hühnerleiter sich nicht im Shack
befindet!
Also was tun?
Koaxialkabel läßt sich am einfachsten verlegen und ist
witterungsbeständig, somit muß etwas her, was die Kopplung hinbekommt.
Schauen wir, was passiert, beim Dipol ist der Fußpunktwiderstand reell
bei ca. 60 - 65 Ohm.
Gebe ich jetzt ca. 750 Watt drauf, so liegen am Speisepunkt rund 200 V
an, diese verteilt sich bei symmetrischer Speisung in gleichen Teilen
auf beiden Dipolhälften.
Würden wir jetzt ein Koaxialkabel direkt an diesem Dipol haben, wäre
eine Dipolhälfte über den Masseteil des Kabels mit Erde verbunden und
somit die Symmetrie gestört.
Somit hätten wir jetzt eine ungleichmäßige Verteilung der Spannung auf
den Dipolhälften und das Strahlungsdiagramm nicht mehr symmetrisch.
Die unangenehme Folge wäre, daß der eigentliche Schirm des Kabels die
Energie schon vor dem Erreichen der Antenne im Raum verteilt, bedeutet
praktisch, der Masseschirm ist zu einem vertikalen Strahler mutiert, und
was das bedeutet, weiß sicherlich jeder.
Somit steht auch der Transceiver plötzlich unter Spannung und man
verbrennt sich im wahrsten Sinne des Wortes die Finger.
Ganz zu schweigen von den ganzen Störungen durch die freigesetzte HF im
ganzen Haus und Umgebung.
Letztendlich gelangt dann die HF in das Stromnetz, wo wir dann über die
Folgen nicht mehr diskutieren müssen.