Forum: Platinen Masseflächen bei zweilagiger Platine


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von (unknown) (Gast)


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Hallo.. ich möchte Massenflächen bei meiner recht einfachen Schaltung 
einbringe.. mein Layout besteht allgemein nur aus einem ESP 32, mehrere 
Widerstände, Klemmen für Taster und Pins für die Programmierung.

Meine Versorgungsspannung von 9V bekomme ich von einer Batterie, mein DC 
DC Converter transferiert diese dann auf 3.3 Volt

Wie muss ich die Masseflächen machen?
Einfach auf TOP Layer--> VCC und auf Bottom Layer --> GND?

: Verschoben durch Moderator
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ich halte es für keine gute Idee, unter der Antenne des ESP Moduls 
Leiterbahnen zu platzieren und direkt daneben eine Stiftleiste.

Im Bereich der Antenne sollte möglichst gar nichts sein, deswegen sind 
viele Platinen so aufgebaut, dass die Antenne seitlich übersteht.

von (unknown) (Gast)


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Das heißt  die Fläche des ESP 32 freizulassen und die Leiterbahnen neben 
zu verbinden?

von Frank K. (kibabalu)


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Du könntest beispielsweise beide Layer mit GND fluten und mittels vieler 
über die Fläche verstreuter Vias verbinden. Es dürfen keine 
nicht-verbundenen GND-Inseln entstehen.

Es gibt aber bestimmt noch mehr Tipps von Leuten mit mehr Erfahrung als 
ich.

von (unknown) (Gast)


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ok vielen Dank, ja hoffe ich

von Niine (Gast)


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Marco R. schrieb:
> Das heißt  die Fläche des ESP 32 freizulassen und die Leiterbahnen neben
> zu verbinden?

Die Fläche des ganzen ESP32 musst du nicht freilassen. Nur den Bereich 
der Antenne. Da darf auch keine Massefläche oder sowas sein. Am besten 
wirklich überstehen lassen oder den Bereich sperren.
Ich hab den Fehler schonmal bei einem ESP8266 gemacht. Da war eine 
Massefläche drunter, endete in nahezu keinem Wifi-Empfang :-/

Ich würde wie Frank schon sagte eine Massefläche auf beiden Seiten 
machen und diese mit Vias verbinden (Stichwort Via Stitching). Im Altium 
gibts dafür eine Funktion, dann geht das ganz easy. Aber dein Programm 
sieht nicht nach Altium aus, aber da gibts bestimmt auch sowas.

Viele Grüße
Niine

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Marco R. schrieb:
> ich möchte Massenflächen bei meiner recht einfachen Schaltung einbringe..
Warum denn? Dass du eine gute Antenne für Störungen hast?

> mein DC DC Converter
Irgendwie hätte ich ganz dicht an dem noch ein paar Kondensatoren 
werwartet.

von Niine (Gast)


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Niine schrieb:
> Am besten wirklich überstehen lassen oder den Bereich sperren.

Ich persönlich machs lass fräse die Platine ein wo die Antenne ist 
(siehe Bilder). Damit steht da nichts über, sondern schließt bündig mit 
der Kante ab.
Funktioniert hervorragend vom Empfang her.

von MaWin (Gast)


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Marco R. schrieb:
> ich möchte Massenflächen bei meiner recht einfachen Schaltung
> einbringe..

Warum ?
Selber ätzen und Ätzmittel zu teuer ?

Eine Massefläche ist nur dann eine Massefläche wenn sie nicht durch 
Leiterbahnen durchschnitten wird.

Sonst ist sie eine Schlitzantenne.

Marco R. schrieb:
> Einfach auf TOP Layer--> VCC und auf Bottom Layer --> GND?

Das kann zwar bei high-speed Platinen nützlich sein wenn die Fläche  auf 
Innenlagennur über dünne Prepres getrennt sind, weil das einen 
verteilten Stützkondensator bildet, aber nur wenn keine anderen 
Leiterbahnen diese Flächen durchkreuzen, also bei Multilayer.

Bei deiner Platine ist aber relevanter, daß du VCC und GD per Hand 
optimal führst: D.h. sternförmig vom Referenzpunkt und Strom-Hin- und 
Rückleiter nahe beieinander parallel. Schwierig wird es vor allem wenn 
die Ein- und Ausgänge der Platine niederinduktiv mit diesem 
Massesternpunkt verbunden sein müssen und die Signalleitungen gegen 
diese Masse abgestützt werden müssen.

Jedenfalls: Einfach Masse "reinzuschütten" in der Hoffnung daß sich eine 
gute Masseverbindung ergibt, ist Schwachsinn.

Und ein ESP sendet, du hast ihn aber umbaut.

von (unknown) (Gast)


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Hallo danke.. ja das ESP 32 besteht ja aus dem ESP 32 Wroom und auf dem 
sitzt ja die Antenne oder?

Und soll ich dann, wenn ich das mit die GND Flächen so mache, die Masse 
Verbindungen routen oder mittels Via einfach auf Masse legen?

Und brauche ich dan auch noch eine VCC Schicht?

von Gerald K. (geku)


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Am besten ESP32 Submodul mit Antennenbereich über Leiterplatte hinaus 
stehen lassen. Unterhalb des restlichen Submoduls Leiterplatte mit GND 
Fläche versehen.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Marco R. schrieb:
> Hallo.. ich möchte Massenflächen bei meiner recht einfachen Schaltung
> einbringe..

Was schon mal fragwürdig ist. Will heute jeder mit einem Fahrradhelm 
pinkeln gehen?

> mein Layout besteht allgemein nur aus einem ESP 32, mehrere
> Widerstände, Klemmen für Taster und Pins für die Programmierung.

Und wozu dann eine Massefläche?

> Wie muss ich die Masseflächen machen?

Gar nicht.

https://www.mikrocontroller.net/articles/Richtiges_Designen_von_Platinenlayouts#Vorgehen_bei_der_Layouterstellung

von (unknown) (Gast)


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Ok vielen Dank..also zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei diesem " 
kleinen Layout"  1) keine Massefläche notwendig ist.
                 2) Ich auf die Antenne aufpassen muss
                 3) Ich die Vcc/ GND Pins sternenförmig verbinde

von Johannes S. (jojos)


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und der DC-DC ist ein einfacher Linearregler? Da wird die 9V Batterie 
aber nicht lange mitspielen.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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9V Block Batterien sind sowieso zu schwach für ESP Module. Das klappt 
nur wenige Minuten weil schon nach wenig Entladung keine 500mA mehr 
liefern können. Der ESP8266 braucht kurzzeitig aber 400mA, der ESP32 
vermutlich noch mehr.

: Bearbeitet durch User
von Gerald K. (geku)


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Marco R. schrieb:
> bei diesem " kleinen Layout"  1) keine Massefläche notwendig ist.

Masseflächen an der richtigen Stelle können nicht schaden. In 
Masseflächen eingebettete Signalleitungen werden durch diese 
abgeschirmt und sind dadurch weniger störanfällig.

Der ESP besitzt eine unsymmetrische Antenne, der Gegenpol wird durch die 
Masse gebildet. Die Masseflächen sind ein Teil dieses Gegenpols.

von Marco (Gast)


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Soll ich die Fläche unter der Antenne beidseitig freilassen? oda nur 
Top?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Marco schrieb:
> Soll ich die Fläche unter der Antenne beidseitig freilassen?

Ja

von Marco (Gast)


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ok danke und bei den SMD Kondensatoren sind die sinnvoller Top layer 
oder Bottom Layer wenn ich Bottom Layer Ground mache?

von Gerald K. (geku)


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Marco schrieb:
> Soll ich die Fläche unter der Antenne beidseitig freilassen? oda nur
> Top?

Ob bei der Abschirmung der Antenne das isolierende Basismaterial 
dazwischen ist oder nicht spielt keine Rolle. Keine  Metallflächen in 
der Nähe der Antenne. Am besten überhaupt keine Leiterplatte (siehe 
Beitrag "Re: Masseflächen bei zweilagiger Platine" ).

Marco schrieb:
> SMD Kondensatoren sind die sinnvoller Top layer oder Bottom Layer wenn
> ich Bottom Layer Ground mache?

Bestückungen mit SMD würde ich an der Unterseite der Leiterplatte 
vorsehen (speziell unter der Elektronik des ESP32). Dann schirmt die 
Massefläche an der Oberseite das Bauelement vom ESP und seiner Antenne 
ab, auch wenn sich diese nicht unmittelbar unterhalb der Antenne 
befindet. Die Flächen unterhalb und oberhalb der Antenne sollten sowieso 
frei sein.

: Bearbeitet durch User
von georg (Gast)


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Gerald K. schrieb:
> Bestückungen mit SMD würde ich an der Unterseite der Leiterplatte
> vorsehen

Das ist nicht falsch, aber beidseitig SMD kostet natürlich mehr beim 
Bestücker. Bei handbestückten Kleinserien ist es egal.

Georg

von Marco (Gast)


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Also ich würde jetzt SMD Kondensatoren auf den TOP Layer, welche VCC 
Layer ist und die Unterseite GND
Würde das so passen?

von Gerald K. (geku)


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Ja, wenn der ESP an der Unterseite sitzt.

Ich habe beide Layer mit Masseflächen versehen und VCC mit Leitungen 
ausgeführt.

von Frank K. (kibabalu)


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Marco schrieb:
> Also ich würde jetzt SMD Kondensatoren auf den TOP Layer, welche VCC
> Layer ist und die Unterseite GND
> Würde das so passen?

nein!

Aber mach einfach mal. Nur dadurch lernt man.

: Bearbeitet durch User
von Marco (Gast)


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Wie dann?

von Marco (Gast)


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Also das einfachste wäre: 2 GND Flächen die mit Vias verbinden oder? 
Habe ich das so richtig verstanden?

von Gerald K. (geku)


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genau, damit keine isolierten Inseln entstehen.

von Marco (Gast)


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und sol ich da die Masse Leiterbahnen  dan ganz normal verlegen oda soll 
ich die automatisch auf die Massefläche?

von Marco (Gast)


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und für was ist dan eine Vcc fläche?

von Gerald K. (geku)


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Ich verwende Target für die Erstellung des Layouts. Das Verlegen der 
Leiterbahnen kann manuell oder automatisch erfolgen. Das Erzeugen der 
Masseflächen erfolgt ganz zum Schluss.
Isolierte Masseflächen können dann mit Durchkontaktierungen an die mit 
GND verbunden Masseflächen angeschlossen werden. Es könnte sein, dass 
man sich diesen Schritt bei der aktuellen Version sparen kann.

: Bearbeitet durch User
von Sebastian S. (amateur)


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Bei uns wurden gerne Chips der NRF-Serie verwendet.
Die Blau-Zahn-Antenne wurde dabei als "Leiterbahn" zum Rand der Platine 
gezogen. Der Chip natürlich entsprechend gedreht.
Der Chip selber benötigt, aus thermischen Gründen eine Massefläche an 
der Unterseite. War da auch entsprechend Metallisiert/Kontaktiert.
Der Bereich der Antenne wurde aber aus der Massefläche vollständig 
ausgespart. Also oben Antenne, unten Nix, mit etwas Platz rundum - 
deshalb auch am Rand der Platine.

Auch wenn es nicht unbedingt nötig war habe ich aber immer eine 
Massefläche vorgesehen. Zumindest auf der Rückseite. Das hat nebenbei 
auch noch zwei Vorteile:
1. Du brauchst Dir keine Gedanken über den Massequerschnitt machen
   von wenigen Sonderfällen mal abgesehen.
2. Unter Eagle konnte ich dann praktisch immer das Masse-Ratsnest
   ausblenden. Das hat dann die Sicht auf das "Wichtige" frei gemacht.
   Von wenigen Ausnahmen mal abgesehen, waren nach dem Fluten immer alle
   Masse-Anschlüsse bedient.

von Marcoo (Gast)


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Also wie hast du das noch einmal gemacht? Du hast den IC in dem Fall 
mein ESP Modul mit einer Massefläche im Bottem Layer fixiert nur die 
Fläche mit der Antenne freigelassen ohne VCC und GND Layer?

von Marcoo (Gast)


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Und hast du dann alle Masseverbindungen gleich direkt mit der 
Massefläche verbunden oder hast du alle Leiterbahnen auf Masse normal 
gelegt und dan einfach die Massefläche drüber?

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Marco R. schrieb:
> dass bei diesem " kleinen Layout"  1) keine Massefläche notwendig ist.
Es hat nichts mit der "Größe" zu tun, sondern damit, dass du da offenbar 
lediglich Versorgungsspannungen verteilst. Und das Zuleitungskabel 
dieser Versorgung ja auch keine "Massefläche" hat...

Marcoo schrieb:
> Und hast du dann alle Masseverbindungen gleich direkt mit der
> Massefläche verbunden oder hast du alle Leiterbahnen auf Masse normal
> gelegt und dan einfach die Massefläche drüber?
Es ist dein Design, du kannst damit machen was du willst. Wenn du 
unbedingt eine Massefläche willst, dann mach halt eine. Sie ist aber 
trotzdem nicht nötig.

Eine Massefläche brauchst du aber eigentlich nur, wenn du schnelle 
Logiksignale auf der Platine verteilst, die die Masse in unittelbarer 
Nähe als "Rückleiter" brauchen. Und wenn du dann eine Massefläche 
machst, dann kontrolliere unbedingt, ob die nicht von "querlaufenden" 
anderen Leiterbahnen "zerschnitten" wird und der Strom dann "Umwege" 
fahren muss.

BTW: bitte die Nutzungsbedingungen beachten. Darin besonders die 
Zeile, in der "nur 1 Nutzername pro Thread" angesagt wird.

: Bearbeitet durch Moderator
von Joachim B. (jar)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Im Bereich der Antenne sollte möglichst gar nichts sein, deswegen sind
> viele Platinen so aufgebaut, dass die Antenne seitlich übersteht.
+1
auch das, deswegen funktioniert mein ESP auf dem Steckbrett auch echt 
mies!

von Marco R. (marcooooo) (Gast)


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Danke für eure ganzen Antworten, ich bin noch ziemlich neu in diesem 
Bereich.

Wie schaut zum Beispiel so eine zerstückelte Massefläche aus?

Beitrag #6385446 wurde von einem Moderator gelöscht.
von (unknown) (Gast)


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Statt Leiterbahnen auf die Leiterplatte zurückzuführen und jeden Strang 
zur Masseleitung Ihrer Stromversorgung zu führen, muss ich dan   die 
Signale gleich  zur Massefläche routen oder sollte ich die 
Masseleiterbahnen allgemein mal routen und die Massefläche dan darüber?

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Marco R. schrieb:
> Statt Leiterbahnen auf die Leiterplatte zurückzuführen und jeden Strang
> zur Masseleitung Ihrer Stromversorgung zu führen, muss ich dan   die
> Signale gleich  zur Massefläche routen oder sollte ich die
> Masseleiterbahnen allgemein mal routen und die Massefläche dan darüber?

Sollst Du. Eine Massefläche entbindet nicht von der Notwendigkeit, sich 
über den Verlauf der Ströme Gedanken zu machen.

Wenn da eine Leiterbahn die Massefläche durchschneidet (quert), dann 
hast Du auf der anderen Lage idealerweise eine Leitung, die diesen 
Schlitz wieder verbindet. Letztendlich soll sich ein möglichst 
engmaschiges Gitter ergeben.


BTW: (Absichtlich) Schlitze in die Massefläche machen gibt fast immer 
Probleme mit der EMV. Wenn Du Motor-Masse, Audio-Masse, µC-Masse und 
sonstwas trennen willst ("sternförmige Masseführung" wie zu 
Röhrenverstärker-Zeiten), dann platzier Deine Bauteile so dass der Strom 
freiwillig den richtigen Weg nimmt. Das bleibt dann auch so wenn man 
hinterher die Lücken in der Fläche flutet.

Beitrag #6385559 wurde von einem Moderator gelöscht.
von (unknown) (Gast)


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wie funktioniert sternförmig genau? Kann ichd a einfach alle
Leiterbahnen auf einen Punkt zusammenführen?

Und wenn ich das sternförmig mache, brauche ich keine Masseflächen mehr 
oder?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Marco R. schrieb:
> wie funktioniert sternförmig genau? Kann ichd a einfach alle
> Leiterbahnen auf einen Punkt zusammenführen?

Idealerweise treffen sie sich an der Stromquelle. Wenn du einen 
Spannungsregler oder Spannungswandler dabei hast, dann sollen sie sich 
am GND Anschluss des Spannunsgreglers treffen.

Und weil das in der Praxis dann doch nicht immer 100% machbar ist, 
sollten die Leitungen vom Sternpunkt zur Stromquelle (bzw dem Regler) 
wenigstens möglichst kurz und dick sein.

Das gilt auch für die positive Stromversorgung, da ist es nur noch ganz 
so wichtig, da Schwankungen/Abweichungen der Versorgungsspannung meist 
deutlich  stärker tolerierbar sind, als bei GND.

Und noch etwas: Vermeide es, Stromversorgung-Leitungen in einem großen 
Bogen um die ganze Platine herum zu führen. Denn Bögen sind Spulen (mit 
weniger als 1 Windungen), die kräftig Magnetfelder abstrahlen und 
aufnehmen.

von Marco (Gast)


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und wenn ich das dan so mache, benötige ich trotzdem noch eine GND 
Fläche? oder kann ich diese dan auch weglassen?

Weil dan lege ich das Sternenförmig schaue das das passt und lege gleich 
noch eine Massefläche TOP und BoTTOM oder sole ich gleich statt die 
Sternförmige Verbindung eine Massefläche machen und alle 
Masseleiterbahnen gleich direkt auf die Masse legen?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ich habe noch nie Masseflächen gebraucht - bin mit Lochraster stets klar 
gekommen.

von Wühlhase (Gast)


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Heieiei, wie mich diese Rechtschreibung triggert...autsch.

Dennoch: Ich würde dir zu dem raten was Falk geschrieben hat. Wenn du 
keine Massefläche brauchst, dann mache auch keine.
Du investierst viel Zeit und Mühe für etwas, was dir keinen Mehrwert 
liefert. Das ist nicht elegant und sieht weder gut noch professionell 
aus.

Und wie dir schon gesagt wurde: Wenn es blöd kommt, dann versaust du dir 
mehr als du gewinnst.

von georg (Gast)


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Wühlhase schrieb:
> und sieht weder gut noch professionell
> aus.

Da sind viele hier im Forum, zumindest alle Anfänger, der gegenteiligen 
Ansicht. Masseflächen verhelfen auch dem dümmsten Layout noch zu einer 
professionellen Anmutung. Und im Zweifelsfall heisst das Killerargument 
Ätzmittel einsparen. Die in Stücke zerfetzten und nirgends 
angeschlossenen Masseinseln sind unausrottbar.

Georg

von Marco (Gast)


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was meinst du damit?

von Sebastian S. (amateur)


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@Wühlnase
>Du investierst viel Zeit und Mühe für etwas, was dir keinen Mehrwert
>liefert. Das ist nicht elegant und sieht weder gut noch professionell
>aus.
Unter Eagle:
Ein einfaches Polygon unter/um das Layout.
Eine vernünftige Linienbreite einstellen.
Und das Ganze GND nennen.
Das ist alles - außer Du magst keine Inseln.
Bei vernünftigem Isolationsabstand gibt es auch keine Probleme.

Ist ein wahnsinniger Aufwand. (4 Linien + Namensvergabe)

von Marcoo (Gast)


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Hallo.. nochmal ich habe ja das ganze ESP 32 Board, wie soll ich da die 
ganze Antenne raustehen lassen, wenn ganz neben noch Pins sind wie 3V3 ?

von Arno H. (arno_h)


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Die Inseln lassen sich in Eigenschaften des Polygons Menüpunkt Orphans 
abwählen.
Suchbegriff: eagle ground plane orphans

Arno

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Marcoo schrieb:
> ich habe ja das ganze ESP 32 Board, wie soll ich da die
> ganze Antenne raustehen lassen, wenn ganz neben noch Pins sind wie 3V3 ?

Das ist halt schon fail by design.

So gehört das!

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von Marcoo (Gast)


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und wie müsste ich das mit meinen machen?

von Marcoo (Gast)


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die neuen sind schon alle so gebaut..

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Marcoo schrieb:
> und wie müsste ich das mit meinen machen?

Die Ecken abbeißen und gut kauen.

Erwartest du ernsthaft eine Antwort auf die Frage? Du hast sie bereits 
mehrfach bekommen: Alles, was elektrisch oder magnetisch leitfähig ist, 
gehört von der Antenne so weit wie möglich fern gehalten.

> die neuen sind schon alle so gebaut..

Nein nicht alle. Das bessere Bild habe ich gerade von Amazon kopiert. Es 
war auf der ersten Seite der Suchergebnisse von "ESP32 Module".

: Bearbeitet durch User
von Marcoo (Gast)


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Ja wie soll das funktionieren, wenn die Versorgungspins gleich neben der 
Antenne sind???

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Der Hersteller des Chips hat dazu sogar ein Dokument geschrieben: 
https://www.espressif.com/sites/default/files/documentation/esp-wroom-02_pcb_design_and_module_placement_guide_0.pdf

> Ja wie soll das funktionieren, wenn die Versorgungspins
> gleich neben der Antenne sind???

Das mangelhafte Design des Moduls zwingt dich dazu, Kompromisse 
einzugehen, oder auf ein anderes Modul zu wechseln. Das ganze Leben 
besteht auf Kompromissen.

von Wühlhase (Gast)


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Sebastian S. schrieb:
> @Wühlnase
>>Du investierst viel Zeit und Mühe für etwas, was dir keinen Mehrwert
>>liefert. Das ist nicht elegant und sieht weder gut noch professionell
>>aus.
> Unter Eagle:
> Ein einfaches Polygon unter/um das Layout.
> Eine vernünftige Linienbreite einstellen.
> Und das Ganze GND nennen.
> Das ist alles - außer Du magst keine Inseln.
> Bei vernünftigem Isolationsabstand gibt es auch keine Probleme.
>
> Ist ein wahnsinniger Aufwand. (4 Linien + Namensvergabe)

Die später erwähnte Abwahl von totem Cu hast du vergessen - weißt du 
überhaupt was du da tust?

Zudem: hast du damit schon sichergestellt daß du die Antenne des 
ESP-Moduls nicht versehentlich mitschirmst?

Und selbst wenn es wenig Aufwand ist (in Altium kann ich auch einfach 
ein Polygon reinklatschen und auf ein Netz legen, da geht sogar noch 
etwas mehr als in Eagle), so bleibt immer noch anzumerken: Er will ja 
nur die Anschlüsse verdrahten. Wozu sollte er da eine Massefläche haben?

Ich bleibe dabei: Wenn man etwas nicht braucht, dann ist Verzicht die 
eleganteste Lösung.

von Gerald K. (geku)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Das mangelhafte Design des Moduls zwingt dich dazu, Kompromisse
> einzugehen, oder auf ein anderes Modul zu wechseln. Das ganze Leben
> besteht auf Kompromissen.

So ist es!

Für den MRF89X, den ich für die 866MHz Variante vorgesehen habe, gibt es 
sogar  Angaben für die Platzierung (siehe Beilage)

: Bearbeitet durch User
von georg (Gast)


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Gerald K. schrieb:
> gibt es
> sogar  Angaben für die Platzierung (siehe Beilage)

Ich fürchte damit kann man nicht viel anfangen: das ist optimal (best 
performance), aber soviel Platz hat niemand. Wieviel man freihalten muss 
(von Metall, nicht von FR4) damit es zufriedenstellend (?) funktioniert 
kann man daraus nicht schliessen. Also bleibt nur probieren.

Georg

von Gerald K. (geku)


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Es zeigt, dass zumindest die Antenne über den Rand der Trägerplatine 
heraus ragen sollte.

von georg (Gast)


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Gerald K. schrieb:
> Es zeigt, dass zumindest die Antenne über den Rand der Trägerplatine
> heraus ragen sollte.

Das muss sie nicht, es muss nur der Platz von Metall freigehalten 
werden. Das steht sogar wirklich in der Doku.

Sonst müsste man ja in ein ev. Kunststoffgehäuse auch noch Ausschnitte 
fräsen.

Georg

von Taz G. (taz1971)


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georg schrieb:
> das ist optimal (best performance)

Wenn ich es richtig verstehe dreht sich die Antennendiskussion um die 
best mögliche Reichweite. Hat einer von euch eine Idee über wieviel 
Reichweite in Prozent wir reden ?.
Ich geh mal nicht von groben Fehlern wie GND Plane oder Tracks unter der 
Antenne aus.

Also im Vergleich:
- Antenne am Rand kein Kupfer im Umkreis von 2mm unter der Antenne.
- Antenne über Rand

Einfach so aus dem Bauch heraus würde ich sagen das der Unterschied 
nicht mehr als 5% ausmacht. Aber vielleicht hat einer von euch mal 
Vergleichmessungen gemacht.

von Gerald K. (geku)


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georg schrieb:
> Sonst müsste man ja in ein ev. Kunststoffgehäuse auch noch Ausschnitte
> fräsen.

Das kann man sich sparen, aber einen Raspberry Pi in einem Metallgehäuse 
mit WLAN zu betreiben ist schwachsinnig.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Bei mir schafft ein WiFi-Kit 8 Modul (mit ESP8266) auf dem Steckbrett 
keine 5 Meter. Wenn ich aber dessen Stifte um 6mm verlängere, reicht es 
schon für die ganze Wohnung.

von Gerald K. (geku)


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Das ist ein eindrucksvoller Unterschied, zumal in der Wohnung sicherlich 
auch Mauern überwunden werden müssen.

: Bearbeitet durch User

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