Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Gehaltserhöhung


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von Marcus (Gast)


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Ich frage mich ob es an der Zeit ist eine Gehaltserhöhung zu fordern. 
Ich habe in den letzten 6 Monaten trotz oder gerade wegen Corona 
außergewöhnlich viel geleistet (das ist auch offensichtlich für die 
Führungskräfte). Vorher war ich schon bei >100%. Die letzte Erhöhung ist 
schon 2 Jahre her...

Der Laden läuft gut.

Oder kommt das aktuell nicht so gut?

von Sebastian (Gast)


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Meine letzte Gehaltserhöhung war 5 Jahre her, ich war im Februar so 
dreist (Corona war da zum Glück erst in den Anfängen) und habe bei 
meinem Mitarbeitergespräch das Thema angesprochen. Ende August stand 
dann mehr auf dem Gehaltszettel. Die Frage ist immer was hat man dem 
Unternehmen seit der letzter Steigerung gebracht und ist es eine 
Gehaltserhöhung wert. Mehr als 100% arbeiten ist für die Firma nicht 
wirklich ein Gewinn.

von Ben S. (bensch123)


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Warum denken eigentlich alle, dass man quasi jedes Jahr einen pauschalen 
Anspruch auf eine Gehaltserhöhung hat und vor allem dann, wenn man 
einfach nur seinen Job gut macht - was ja eine Selbstverständlichkeit 
ist?

Wenn dein Arbeitsergebnis hingegen die Wirtschaftlichkeit deiner Firma 
enorm gesteigert hat, du Fähigkeiten entwickelt hast die über deine 
bisherige Qualifikation hinausgehen oder du für höhere Positionen 
vorbestimmt bist, dann gerne.

Aber jedes Jahr zum Cheffe gehen und sagen "ich will mehr Geld" - haha. 
Naja, scheint ja häufig genug zu funktionieren.

: Bearbeitet durch User
von Marcus (Gast)


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Ich habe der Firma mehr als das 10fache meines Jahreseinkommens 
erwirtschaftet.

Zur Einordnung meiner Leistung.

Bisher: Zweimal nein zur Gehaltserhöhung aus dem Forum...

von Kini (Gast)


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Die ganze Diskussion um Mehrleistung ist erst bei Erhöhung über 
Inflation  (2% p.a.) sinnvoll. Fünf Jahre ohne Erhöhung müssen durch + 
10,4% ausgeglichen werden, ohne wenn und aber. Ein Geschäftsmodell, das 
die allgemeine Inflation nicht mitgehen kann ist absoluter Käse.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Ben S. schrieb:
> Warum denken eigentlich alle, dass man quasi jedes Jahr einen pauschalen
> Anspruch auf eine Gehaltserhöhung hat

Zumindest die Inflation sollte von ganz alleine rauskommen, ansonsten 
bezahlt der AN dem AG ja was zu.

"Solange der Chef tut als würde er gut bezahlen tue ich so als würde ich 
gut arbeiten", also los, fragen gehen.
Wer das kann, hat Argumente, und die müssen auf jeden Fall angebracht 
werden, denn wer nicht fragt hat offensichtlich genug.

von Matthias (Gast)


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Wenn du das Internet fragen musst anstelle davon ueberzeugt zu sein, 
dann ist die Antwort: Kommt nicht gut, weil du es nicht verteidigen 
kannst.

Bist du ueberzeugt das deine Leistungen stimmen und es rechtfertigen? 
Dann ist der Moment da um zu fragen.

In den Niederlanden sagen wir: "Nein" haste schon, "Ja" kannste kriegen

Und ein "Nein" must du natuerlich einkalkulieren und dann nicht die 
beleidigde Leberwurst spielen

Vom Internet wirst du keine befriedigende Antwort bekommen, weil jeder 
aus seinem Standpunt aus argumentiert und deine Situation/Umgebung 
sowieso nicht kennt, ausserdem wird dein thread bei Antwort #20 sowieso 
gekapert und eine allgemeine Gehaltsdiskussion ueber (un)fairness 
blablabla...

von Thomas W. (twust)


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Bei uns gibt es zur Zeit nur eine temporäre Gehaltserhöhung von 500 
Euro/Monat die Corona-bedingt gezahlt wird. Damit soll unser Mehraufwand 
und Mehreinsatz im Heimbereich kompensiert werden. Ist bei mir jetzt 
eigentlich nicht viel mehr,  aber meinetwegen kann die Covid-19 Hysterie 
ruhig noch ein paar Jahre so bleiben!

von Stefan M. (derwisch)


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Thomas W. schrieb:
> Bei uns gibt es zur Zeit nur eine temporäre Gehaltserhöhung von 500
> Euro/Monat die Corona-bedingt gezahlt wird. Damit soll unser Mehraufwand
> und Mehreinsatz im Heimbereich kompensiert werden

Sind da noch Stellen frei?

Ich denke, dass in Zeiten von Homeoffice haupsächlich die Baumärkte 
profitiert haben, weil alle ihre 4 Wände renovieren und dabei garantiert 
weniger Arbeitsleistung für die AG erbringen als im Firmengebäude.
Stichwort "Chef kann daheim nicht um die Ecke schauen".
Wenn man dafür dann auch noch mehr Geld bekommt... was soll man da noch 
sagen.
Ich kenne zwei Mitarbeiter von einem sehr großen Automobilhersteller, 
die wurden beide Coronabedingt in "Kurzarbeit" geschickt.
Das heißt konkret:
Komplett zu Hause bleiben ( Monate ) und dabei 98% Gehalt kassieren.
Der eine davon hat nichtmal viel Kontakt zu anderen Kollegen. Er 
arbeitet fast den ganzen Tag allein ( Probefahrten etc. ).
Und dann jammern solche Konzerne Frau Merkel die Ohren voll, wie schlimm 
die Coronakrise den Betrieb schwächt...
Wo bin ich eigentlich?

: Bearbeitet durch User
von Günni (Gast)


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Normalerweise findet einmal jährlich ein Gespräch zur 
Leistungsbeurteilung statt. Da wird Rückschau gehalten was gut / nicht 
so gut gelaufen ist. Dieses Gespräch ist Grundlage für Prämien oder auch 
Gehaltsanpassungen. Wenn die letzte Erhöhung (erst) 2 Jahre her ist, 
hängt es von dem Erfolg des Unternehmens (und natürlich auch, ob man in 
dem Zeitraum besondere Fortschritte gemacht hat) ab, ob schon wieder 
eine Höherstufung gerechtfertigt ist. Mit "Gehaltserhöhung" meine ich 
ausdrücklich nicht die durch neue Tarifverträge ausgehandelte 
Gehaltsanpassungen sondern Höherstufungen, die über diese hinaus gehen.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Matthias schrieb:
> Und ein "Nein" must du natuerlich einkalkulieren und dann nicht die
> beleidigde Leberwurst spielen

Das gilt insbesondere in Zeiten von Corona und einer schweren Rezession.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Günni schrieb:
> Mit "Gehaltserhöhung" meine ich ausdrücklich nicht die durch neue
> Tarifverträge ausgehandelte Gehaltsanpassungen sondern Höherstufungen,
> die über diese hinaus gehen.

Wenn man allerdings schon sehr weit oben im Gehaltsgefüge angekommen 
ist, wird die Luft für weitere Erhöhungen immer dünner. Na gut, das ist 
dann eher ein Luxusproblem.

von Anarchist (Gast)


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Vielleicht ändern sich die Zeiten ja...
3% weniger Arbeitszeit bei gleichem Gehalt.

von Ben S. (bensch123)


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Jens M. schrieb:
> Zumindest die Inflation sollte von ganz alleine rauskommen, ansonsten
> bezahlt der AN dem AG ja was zu.

Willkommen in der Realität. Die Inflation betrifft aber nicht alle 
Bereiche gleichermaßen. Würde zu mir ein Angestellter jedes Jahr eine 
Gehaltserhöhung um den Faktor der Inflation fordern ... ja dann würde 
ich das nur belächeln - das lass mal meine Aufgabe sein.

Aber pauschal zu fordern mit augenscheinlichen Begründungen wie "ich war 
ja so fleißig" ...

Inflationsbereinigte Gehaltserhöhungen kann es nur im Niedriglohnsektor 
geben. Wenn du bei einem Konzern heute einsteigst und in 5 bis 10 Jahren 
fast 50% mehr verdienst (beispielsweise von 50k auf 75k), kann das keine 
Inflationskurve sein, sondern: Der Angestellte war über einen langen 
Zeitraum der Firma treu und hat seine Arbeit anständig gemacht. Das hat 
absolut nichts mit herausragender, eher mit angemessener Leistung zu 
tun.

Und das sage ich als sozialistischer Minderleister, der Grundrente, 
hohen Mindestlohn ohne Ausnahmen und ein Grundeinkommen fordert 😂.

: Bearbeitet durch User
von Is Egal (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Würde zu mir ein Angestellter jedes Jahr eine
> Gehaltserhöhung um den Faktor der Inflation fordern ... ja dann würde
> ich das nur belächeln - das lass mal meine Aufgabe sein.

Da du Teilzeit-Corona-Heini eh nie in disziplinarische Verantwortung 
kommen wirst, ist deine Meinung ziemlich belanglos.
Inflationsausgleich (== jährlich Gehaltserhöhung ~2%) gabs in allen 
Firmen in denen ich bisher gearbeitet habe automatisch für jeden, ohne 
Diskussion. Höherstufung, Neubewertung der Stelle, erweiterter 
Aufgabenbereich, Umgruppierung oder wie auch immer das konkret genannt 
wird, sind dann individuelle Verhandlungen. Will man die ganz dicken 
Sprünge, bleibt meist nur Stellen-/Firmenwechsel.
Im Konzern hat man es allerdings mit am einfachsten.

von Ben S. (bensch123)


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Is Egal schrieb:
> Inflationsausgleich (== jährlich Gehaltserhöhung ~2%) gabs in allen
> Firmen in denen ich bisher gearbeitet habe automatisch für jeden, ohne
> Diskussion.

Eben. Ohne Diskussion. Entweder der Laden ist so groß, dass es im 
Vertrag automatisch drin steht oder so klein, dass ein Aushandeln 
sinnlos ist. Versuche das mal in einem Startup ...

von Kini (Gast)


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Ein Start up das davon lebt, dass die Gehälter jedes Jahr real sinken 
hat sicherlich eine ganz große Zukunft; -)

von Ben S. (bensch123)


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Kini schrieb:
> Ein Start up das davon lebt, dass die Gehälter jedes Jahr real sinken
> hat sicherlich eine ganz große Zukunft; -)

Ich bin voll dabei, beim automatischen Inflationsausgleich. Aber viele 
Typen wollen halt alle paar Jahre eine horrende Gehaltserhöhung, ohne 
Mehrwert dafür zu bieten.

Das mag im Konzern etwas anderes sein, dort sind diese Gehaltsschritte 
aber von Anfang an so eingeplant.

von NichtZuFassen (Gast)


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So langsam wie ich arbeiten kann können die mich gar nicht schlecht 
bezahlen... 😄

von Ben S. (bensch123)


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NichtZuFassen schrieb:
> So langsam wie ich arbeiten kann können die mich gar nicht schlecht
> bezahlen...

Das hat mein Nachbar mal zu mir gesagt, als ich versucht habe einen 
einbetonierten Zaunpfosten auszubuddeln/wegzustemmen.
"So langsam wie du arbeitest würde ich dir keinen Cent bezahlen". 😁

von waybeach95 (Gast)


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Ben S. schrieb:
> Warum denken eigentlich alle, dass man quasi jedes Jahr einen pauschalen
> Anspruch auf eine Gehaltserhöhung hat und vor allem dann, wenn man
> einfach nur seinen Job gut macht - was ja eine Selbstverständlichkeit
> ist?

- da wir alle AN ueberwiegend in einem abhaengigen Arbeitsverhaeltnis zu 
den Arbeitgebern stehen. Diese AG haben auch eine soziale Verantwortung 
gegenueber ihren Arbeitnehmern die sie eingestellt haben. Unter anderem 
dass sie gesund, wohlgenaehrt und ausgeruht an ihren Arbeitsplaetzen 
erscheinen. Das koennen diese AN aber nur wenn sie mit dem Entgeld dass 
sie durch diese Arbeitsverhaeltnisse entgegennhemen alle ihre 
Lebenshaltungskosten, Miete, etc. begleichen koennen. Koennen sie das 
nicht haben sie Probleme. z.B. sie muessen bilige und minderwertige 
Nahrung einkaufen die krank macht. Sie muessen evtl. die Heizung 
herunterdrehen im Winter um Kosten zu sparen, was auch krank macht.
Um ueber die Jahre die Kaufkraft und den Gegenwert zu dem Erstlohn zu 
erhalten, ist es schlichtweg eine Pflicht aller AG alle Loehne 
regelmaessig zu erhoehen. Machen sie aber nicht. Da gibt es nun 
verschiedene Moeglichkeiten diese Leute trotzdem dazu zu bewegen doch 
noch mit dem Geld herauszuruecken. Ist aber ein anderes Thema.
Was ich mit dem obigen sagen moechte ist, die sollen einfach 
regelmaessig den Lohn anheben und Basta. Geld genug haben sie.
Deshalb finde ich es gerechtfertigt wenn der Marcus(Gast) nach mehr Geld 
fragt und es auch bekommen sollte.

Ben S. schrieb:
> Aber jedes Jahr zum Cheffe gehen und sagen "ich will mehr Geld" - haha.
> Naja, scheint ja häufig genug zu funktionieren.

- richtig. Hat bei mir immer funktioniert. bzw. ungefragt hatte ich 
immer mehr bekommen. Und wenn nicht hab ich es mir erstritten. So 
einfach war das und ist das immer noch bei mir. Warum man da jetzt bloed 
ha,ha lachen muss entzieht sich meinem Verstaendnis.
Die, die dafuer kein Verstaendnis haben so wie es der Herr Ben S. nicht 
hat, sitzen meiner Meinung nach entkoppelt von allem in ihrem 
Elfenbeinturm, haben entweder die Weisheit mit Loeffeln gefressen oder 
sind mit dem silbernen Loeffel im A.... geboren. Sind dazu noch arrogant 
und eingebildet und meinen dadurch etwas besonderes zu sein. 
Trugschluss. Tuerme kann man einreissen.

Marcus schrieb:
> Oder kommt das aktuell nicht so gut?

- Kommt gut. Fragen kostet nix. Wenn der Zirkus nicht mehr an seinen 
Clown glaubt, dann sucht der Clown sich eben einen neuen Circus.
Es muessten mehr auf die Strasse und einfordern was in den letzten 
Monaten zureuckgehalten wurde. Aber unser Massenproblem ist diese 
"German Angst".

MfG.

von Hannes (Gast)


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Marcus schrieb:
> Ich habe der Firma mehr als das 10fache meines Jahreseinkommens
> erwirtschaftet.

Also etwa das 5-fache der Lohnkosten. Wobei dann noch die Frage bleibt, 
welche anderen Ressourcen, die auch von der Firma bezahlt werden müssen, 
du dazu in Anspruch genommen hast.

Als Schüler habe ich meiner Firma mein Monatsgehalt an einem einzigen 
Tag erwirtschaftet. An der Kasse im Baumarkt ;)

von Percy N. (vox_bovi)


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waybeach95 schrieb:
> - da wir alle AN ueberwiegend in einem abhaengigen Arbeitsverhaeltnis zu
> den Arbeitgebern stehen. Diese AG haben auch eine soziale Verantwortung
> gegenueber ihren Arbeitnehmern die sie eingestellt haben. Unter anderem
> dass sie gesund, wohlgenaehrt und ausgeruht an ihren Arbeitsplaetzen
> erscheinen. Das koennen diese AN aber nur wenn sie mit dem Entgeld dass
> sie durch diese Arbeitsverhaeltnisse entgegennhemen alle ihre
> Lebenshaltungskosten, Miete, etc. begleichen koennen. Koennen sie das
> nicht haben sie Probleme. z.B. sie muessen bilige und minderwertige
> Nahrung einkaufen die krank macht. Sie muessen evtl. die Heizung
> herunterdrehen im Winter um Kosten zu sparen, was auch krank macht.
> Um ueber die Jahre die Kaufkraft und den Gegenwert zu dem Erstlohn zu
> erhalten, ist es schlichtweg eine Pflicht aller AG alle Loehne
> regelmaessig zu erhoehen.

Wurde doch gerade erst; wenn ich richtig aufgepasst habe, auf 437 Euro 
plus Wohnkosten. Mehr braucht keiner ...

von waybeach95 (Gast)


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Percy N. schrieb:
> auf 437 Euro
> plus Wohnkosten

traurig genug

von Jan H. (j_hansen)


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Also ich habe dieses Jahr 5% Erhöhung bekommen ohne zu fragen und trotz 
eher sinkender Leistung wegen Familie. Bin angeblich einer der 
wichtigsten Leute - wahrscheinlich aber einfach unterbezahlt ;)
Bei mir liegt das Verhältnis Erwirtschafteter Gewinn zu Bruttolohn eher 
bei 2:1. Das Verhältnis zum Umsatz wie oben wohl genannt ist ja eher 
uninteressant.

von Marcus (Gast)


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Ich werde jetzt einen Termin machen. Ihr habt mich überzeugt, dass 
Corona kein Blocker dafür ist, zumal unsere Firma eh gut läuft.

Auch Deutschland insgesamt ist wohl über den Berg. Hätte ich nicht 
gedacht, dass es so smooth über die Bühne geht.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Marcus schrieb:
> Ich werde jetzt einen Termin machen. Ihr habt mich überzeugt, dass
> Corona kein Blocker dafür ist, zumal unsere Firma eh gut läuft.

Probier es ruhig, was hast du schon zu verlieren, wenn du sachlich 
bleibst? Aber sei nicht enttäuscht, wenn es nicht funktioniert.

> Auch Deutschland insgesamt ist wohl über den Berg. Hätte ich nicht
> gedacht, dass es so smooth über die Bühne geht.

Wie meinen? Also ausgestanden ist die Sache noch lange nicht; das ist 
sie wohl erst, wenn es in Zukunft mal flächendeckend einen zuverlässigen 
Impfstoff gibt.

Man sollte daher weder in die eine noch in die andere Richtung (positiv 
oder negativ) übertreiben.

Beitrag #6391212 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Marcus (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Wie meinen? Also ausgestanden ist die Sache noch lange nicht; das ist
> sie wohl erst, wenn es in Zukunft mal flächendeckend einen zuverlässigen
> Impfstoff gibt.

Ich habe nicht gesagt, dass die Sache ausgestanden ist. Ich meine aber, 
dass der wirtschaftliche Schaden überschaubar ist (evtl. sogar geringer 
als Finanzkrise?). Die Infektionszahlen werden denke ich bis zum 
Impfstoff niedrig bleiben. Nur wenige Branchen haben gar keine 
Möglichkeit mit Corona zu leben (z.B. Clubs). Der Rest hat sich gut 
arrangiert.
Das alles sehe ich im Gegensatz zum Weltuntergangsszenario welches ich 
mir ausgemalt hatte.

von Marcus (Gast)


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FH Bielefeld schrieb im Beitrag #6391212:
> Du bleibst schön auf deinen 1,9 Netto sitzen. Gehaltserhöhung
> gibts erst wenn du performst!

Sind aktuell mehr als doppelt so viel. Habe aber Stkl3 und Kinder  -> 
Mehrkosten  ;-)

von Senf D. (senfdazugeber)


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Marcus schrieb:
> Ich meine aber, dass der wirtschaftliche Schaden überschaubar ist (evtl.
> sogar geringer als Finanzkrise?). Die Infektionszahlen werden denke ich
> bis zum Impfstoff niedrig bleiben.

Ich hoffe das auch, aber wissen kann man das nicht.

von Jo S. (Gast)


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Marcus schrieb:
> Ich frage mich ob es an der Zeit ist eine Gehaltserhöhung zu
> fordern.
> Ich habe in den letzten 6 Monaten trotz oder gerade wegen Corona
> außergewöhnlich viel geleistet (das ist auch offensichtlich für die
> Führungskräfte). Vorher war ich schon bei >100%. Die letzte Erhöhung ist
> schon 2 Jahre her...
>
> Der Laden läuft gut.
>
> Oder kommt das aktuell nicht so gut?

Der Zeitpunkt ist günstig, nicht länger warten. Denn wenn die 
Grippewelle los geht und wieder mediales Horrortheater gespielt wird, 
kann dein Boss behaupten, daß nun auch die eigene Firma vor dem 
Untergang steht.  ;)

von Jo S. (Gast)


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Marcus schrieb:
> Ich habe der Firma mehr als das 10fache meines Jahreseinkommens
> erwirtschaftet.

Das solltest du schriftlich belegen können. Den Zettel nutzt du dann 
beim Verhandeln - aber nicht gleich am Anfang ausspielen.

von Jo S. (Gast)


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FH Bielefeld schrieb im Beitrag #6391212:
> Du bleibst schön auf deinen 1,9 Netto sitzen. Gehaltserhöhung
> gibts erst wenn du performst!

Wenn er jetzt ca. 4.000€ bekommt, ist sein Verhandlungsziel 4.500€.
Minimum: Man trifft sich in der Mitte.
Man nennt ab nicht das Netto-, sondern das Bruttogehalt.

von oreo (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Marcus schrieb:
>> Ich meine aber, dass der wirtschaftliche Schaden überschaubar ist (evtl.
>> sogar geringer als Finanzkrise?). Die Infektionszahlen werden denke ich
>> bis zum Impfstoff niedrig bleiben.
>
> Ich hoffe das auch, aber wissen kann man das nicht.

Selbst wenn da nochmal was kommt glaube ich eher weniger daran dass das 
nochmal so gravierend durch schlägt wie im Frühjahr. Mittlerweile ist 
man in allen relevanten Bereiche vorbereitet und die allgemeine Angst 
gegenüber dem Virus ist gesunken. Die Hygienemaßnahmen werden in aller 
Regel überall eingehalten und man weiß das man hierdurch keine 
besonderen Gefahrenherde mehr heraufbeschwört. Für mich sieht die Lage 
auch weltweit kalkulierbarer aus, gerade mit den großen Handelspartner 
der EU und von Deutschland.
Wichtig ist nun das die Infektionszahlen von der Regierung genau 
beobachtet werden und die Maßnahmen frühzeitig getroffen werden. Das 
scheint aber ausnahmsweise mit unserer Regierung und auch denen im 
Ausland sehr gut zu klappen und ich bleibe daher zuversichtlich.

von Jo S. (Gast)


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Matthias schrieb:
> ausserdem wird dein thread bei Antwort #20 sowieso
> gekapert und eine allgemeine Gehaltsdiskussion ueber ...

es ist #34    :)

von Claus M. (energy)


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Ben S. schrieb:
> Warum denken eigentlich alle, dass man quasi jedes Jahr einen pauschalen
> Anspruch auf eine Gehaltserhöhung hat und vor allem dann, wenn man
> einfach nur seinen Job gut macht - was ja eine Selbstverständlichkeit
> ist?

Das nennt sich Inflationsausgleich.

von Kanzler Haarbock (Gast)


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So ist es

von ACDC (Gast)


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Marcus schrieb:
> außergewöhnlich viel geleistet

hab ich auch und immer ohne zu Fragen 20 plus bekommen.
Über IGM kann ich nur lachen.

Beitrag #6391702 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jo S. (Gast)


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Er meint, daß er kein Gehaltserhöhung fordern braucht, weil er jährlich 
20€ mehr Monatsgehalt bekommt.     :)

von Mani W. (e-doc)


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Marcus schrieb:
> Ich frage mich ob es an der Zeit ist eine Gehaltserhöhung zu fordern.
> Ich habe in den letzten 6 Monaten trotz oder gerade wegen Corona
> außergewöhnlich viel geleistet (das ist auch offensichtlich für die
> Führungskräfte).

Und "außergewöhnlich" heißt jetzt "Was"?

 Vorher war ich schon bei >100%. Die letzte Erhöhung ist
> schon 2 Jahre her...
>
> Der Laden läuft gut.

Welcher "Laden"?

> Oder kommt das aktuell nicht so gut?

Wenn Du der Meinung bist, dass Covid 19 ein Grund zur Gehaltserhöhung
ist, dann bring das doch Deinen Chefitäten vor mit all Deinen
Ansichten...

von Matthias (Gast)


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Jo S. schrieb:
> Matthias schrieb:
>> ausserdem wird dein thread bei Antwort #20 sowieso
>> gekapert und eine allgemeine Gehaltsdiskussion ueber ...
>
> es ist #34    :)

Es gibt noch Hoffnung fuer die Menschheit ;-)

von Intimgeruch (Gast)


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Marcus schrieb:
> es an der Zeit ist eine Gehaltserhöhung zu fordern

fordern kann man viel ...
Realität: in solche Mitarbeitergespräche geht man mit mindestens einer 
Zusage rein, damit ist wirklich eine Unterschrift-reife rechtlich 
sichere Dokumentation gemeint und nicht eine mündliche Zusage! In 
Worst Case muss man den JC Mitarbeiter überzeugen dass die daraus 
entstandene Arbeitslosigkeit kein Eigenverschulden ist

von Jo S. (Gast)


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Marcus schrieb:
> Ich werde jetzt einen Termin machen. Ihr habt mich überzeugt, dass
> Corona kein Blocker dafür ist, zumal unsere Firma eh gut läuft.

Sehr gut, ich wünsche dir viel Erfolg!

Baue deine Forderungen auf die gute Leistung der letzten Zeit auf. 
Erwähne auch andere Wünsche, z.B. daß du aufsteigen willst oder 
ähnliches.

Wäre nett, wenn du über das Ergebnis berichten würdest und welche 
Argumente erfolgreich waren.

Grüsse
        Jo S.

von Claus M. (energy)


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Verdi fordert übrigens 4,8%. Was haben die gesoffen, wer soll das 
bezahlen? Die Kurzarbeiter?

von Homunkulus (Gast)


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Claus M. schrieb:
> Verdi fordert übrigens 4,8%. Was haben die gesoffen, wer soll das
> bezahlen? Die Kurzarbeiter?

4,8% oder mindestens 150€

ich wette man einigt sich wieder auf die hälfte also 2,5%
somit ist die inflation etwas ausgeglichen

wer soll das bezahlen? na einfach die druckmaschine wieder einschalten, 
ist doch eh nur papier :)

von meckerziege (Gast)


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Claus M. schrieb:
> Verdi fordert übrigens 4,8%. Was haben die gesoffen, wer soll das
> bezahlen? Die Kurzarbeiter?

Du weißt schon wie das funktioniert? In die Verhandlung gehen beide 
Seiten immer mit relativ großen, manche würden sagen überzogenen, 
Forderungen rein. Gewerkschaften wollen mind. 4,8%, die Gegenseite will 
wohl am liebsten eine Nullrunde mit langer Laufzeit.
Irgendwo in der Mitte wird man sich treffen müssen.


Gerne wird ja im öffentlichen Dienst gesagt: Ja, ihr verdient hier nicht 
so viel dafür ist der Job aber recht krisensicher!
Das ist aber kein Grund, die Gehaltschere zwischen Privatwirtschaft und 
öffentlichem Dienst jetzt noch weiter aufgehen zu lassen. Also jetzt in 
einem Job, den man als krisensicher anpreist, dann wieder zu 
argumentieren "ja jetzt ist aber Krise, können wir nix machen", ist 
irgendwie nicht logisch.

Ach ja, Krisensicher für alle? Da bedanken sich die wissenschaftlichen 
Mitarbeiter mit ihren befristeten Verträgen, denn diesen Vorteil haben 
sie schonmal nicht.


Gut wäre im öffentlichen Dienst eine moderate Erhöhung mit KURZER 
Laufzeit, so dass in naher Zukunft nochmal diskutiert werden wird. Dann 
steht fest wieviel Krise denn wirklich ist und was die Auswirkungen 
sind.


Ich dieses Jahr eine Gehalterhöhung fordern. Nicht trotz Krise, sondern 
wegen der Krise: Es braucht erfahrene Leute die sich bewährt haben um 
mit dem AG dies alles sicher zu bewältigen.
Ein AG wird immer einen Grund suchen und finden keine Gehalterhöhung zu 
zahlen:
- X läuft aktuell doch gut, da könnten Sie doch Geschäftfeld X stärker 
ausbauen, dann reden wir in einem Jahr nochmal drüber
- X läuft aktuell schlecht, da können wir natürlich nicht mehr zahlen.

von Kanzler Haarbock (Gast)


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Wir schenken 130Mrd nach Europa und haben seit 2015 locker 150Mrd 
ausgeg.
5% Erhöhung sind daher kein Thema, es sei denn die übliche Neid Debatte 
verhindert das

von Senf D. (senfdazugeber)


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meckerziege schrieb:
> - X läuft aktuell doch gut, da könnten Sie doch Geschäftfeld X stärker
> ausbauen, dann reden wir in einem Jahr nochmal drüber
> - X läuft aktuell schlecht, da können wir natürlich nicht mehr zahlen.

Du hast Option 3 vergessen:
X läuft aktuell hervorragend, dafür würden wir gerne als Belohnung Ihr 
Gehalt deutlich nach oben hin anpassen.

von Claus M. (energy)


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In der Industrie dürfte es dieses Jahr vermehrt ne Nullrunde geben, also 
warum sollte es da wo keine wertschöpfung stattfindet mehr sein?

von Qwertz (Gast)


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Ich meine Mutter machen keine Nullrunde. ;-)

Niemals.

von Eulenspiegel (Gast)


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Ben S. schrieb:
> arum denken eigentlich alle, dass man quasi jedes Jahr einen pauschalen
> Anspruch auf eine Gehaltserhöhung hat und vor allem dann, wenn man
> einfach nur seinen Job gut macht - was ja eine Selbstverständlichkeit
> ist?

Das ist systemisch notwendig, weil die JAEG der Sozialversicherungen 
auch jedes Jahr steigen. Um also als ein angestellter Ingenieur in den 
besten Berufsjahren, nehmen wir mal 60k-90k Gehalt als wahrscheinlich 
an, nicht jedes Jahr schlechter gestellt zu werden, ist das notwendig. 
5% p.a. Minimum ist meine Police. Wieso gequetscht werden und nicht 
selber quetschen? Alternativ reduziert man halt seine Produktivität um 
5%. Pro Tage eine halbe Stunde mehr auf Mikrocontroller.net 
recherchieren oder so.

von Eulenspiegel (Gast)


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Intimgeruch schrieb:
> Realität: in solche Mitarbeitergespräche geht man mit mindestens einer
> Zusage rein, damit ist wirklich eine Unterschrift-reife rechtlich
> sichere Dokumentation gemeint und nicht eine mündliche Zusage! In
> Worst Case muss man den JC Mitarbeiter überzeugen dass die daraus
> entstandene Arbeitslosigkeit kein Eigenverschulden ist

Da verbrennt man aber ganz schön oft potentiell gute Chancen...

von qwerty (Gast)


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Marcus schrieb:
> Vorher war ich schon bei >100%.

Es nützt nichts, wenn man 100% oder mehr arbeitet, aber dabei nur 50% 
rauskommen.

von Weich W. (hand_werker)


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100% bedeutet für mich, täglich nach exakt 8 Stunden durchschnittlicher 
Leistung auszustempeln und alles liegen und stehen zu lassen. Da sind 
die meisten Mitarbeiter aber drüber.

von Abwälztechniker (Gast)


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Weich W. schrieb:
> 100% bedeutet für mich, täglich nach exakt 8 Stunden
> durchschnittlicher
> Leistung auszustempeln und alles liegen und stehen zu lassen. Da sind
> die meisten Mitarbeiter aber drüber.

100% heißt für mich jede h raucherpause zu machen, dann etwas 4chan zu 
surfen und arbeit auf den praktikanten abwälzen. so lässt sichs leben 
jungs

von Peter B. (elektrober01)


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Hallo,
du kannst es ja probieren, jedoch kann es auch ziemlich plump 
erscheinen, da zur Zeit viele Unternehmen ums überleben kämpfen. 
Allzuviel Hoffnung würde ich mir also nicht machen.

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