Dieter schrieb:
> Auf Maschinen ist i. d. R. ein Schallleistungswert angegeben. LwA-
> Dieser beschreibt die Schallleistung, ausgehend von der Maschine. Im
> Freifeld könntest du dir jetzt Hilfe des Flächenmaßes einen
> entsprechenden Schalldruckpegel LpA errechnen. Je nach Abstand
> verringert sich so der Druckpegel.
Ja, es gibt dazu schon Faustformeln, aber dennoch liefern letztlich nur
Messungen richtige Werte.
Bekannt ist das z.B. auch bei Wärmepumpen.
Nicht selten wurden und werden Anlagen gebaut, die nach Faustformeln
berechnet, eigentlich "leise" genug sein sollten.
https://www.sbz-online.de/sbz-schwerpunkt/schallprognose-fuer-luft-wasser-waermepumpen-aerger-wegen-laerm-vermeiden
Schlaumaier schrieb:
> Man kann zwar gewisse Regeln aufstellen, aber die Realität kann ganz
> anders sein.
Kann ich nur bestätigen, v.a. dann, wenn es um Geräusch-Belästigung im
Freien geht.
Ein Spezl und ich betrieben mal ein kleines Diesel-Notstromaggregat in
einem Gebäude.
Das Abgas leiteten wir in den Kamin und hörten uns draußen das Geräusch
an.
Es war nach unserem Empfinden nicht besonders laut bzw. i.O.
Dann kam die Polizei mit den Worten:
Wir haben eine Beschwerde bekommen, daß hier ein Motor unzumutbar laut
läuft.
Haben uns das aber bereits im Umfeld angehört, und wir verstehen gar
nicht, warum sich darüber jemand beschwert.
Achten Sie darauf, daß ab 22 Uhr Ruhe sein muß.
Wir verlassen uns darauf, daß Sie das tun und kommen auch nicht wieder,
weil die Beschwerde grundlos ist.
Das kam uns alles spanisch vor:
Denn niemand beschwert sich grundlos.
Am nächsten Abend ließen wir das Aggregat wieder laufen.
Und hörten uns das, indem wir uns in ca. konzentrischen Kreisen vom
Gebäude wegbewegten, genau an.
Da gab es tatsächlich etwas weiter vom Gebäude entfernt einen Bereich,
wo das Geräusch unzumutbar laut war.
Wir bauten danach einen zusätzlichen Schalldämpfer ins Abgasrohr ein und
kontrollierten seine Wirkung.
Beschwerden kamen danach nicht mehr.