Hallo,
habe mir ein Lötbad gekauft und auch schon öfter verwendet. Ich leere
darin auch meine Entlötsaugpumpe.
Es gibt jetzt ziemlich viel Schlacke. Oder ist das oxidiertes Zinn das
oben schwimmt?
Also, was ist das und wie bekomme ich das gut raus?
Danke und Gruß
Sören
Oder einfach einen feinen 18/10 Esslöffel benutzen.
Evtl. mit einem zweiten das gute Zinn aus dem Kram ausdrücken, ist ja
teuer genug.
Der Rest ist Zinnschlacke und sollte in's Recycling. Wobei, bei der
kleinen Menge... ;)
michael_ schrieb:> Diese Reste sind mit Cu, Dreck und Eisen verunreinigt.
Ein wenig Cu ist nicht schlimm, sogar notwendig, meinst du das wird so
viel das es stört?
Und: Wo kommt das Eisen her? Die Feder der Pumpe?
Sören schrieb:> Es gibt jetzt ziemlich viel Schlacke. Oder ist das oxidiertes Zinn das> oben schwimmt?> Also, was ist das und wie bekomme ich das gut raus?
Wird wohl überwiegend Zinnoxid und -dioxid sein.
Und ja, die mechanische Entfernung ist wohl die einzig praktikable.
Jens M. schrieb:> Und: Wo kommt das Eisen her?
IC-Beinchen und Drähte von Widerständen sind eisenhaltig.
Auch die störrische, schlecht lötbare Litze aus Fernost ist eisenhaltig.
michael_ schrieb:> IC-Beinchen und Drähte von Widerständen sind eisenhaltig.
Ich hoffe doch da ist eine Sperrschicht dazwischen, die verhindert das
das Eisen ausgelöst wird...
michael_ schrieb:> Auch die störrische, schlecht lötbare Litze aus Fernost ist eisenhaltig.
Oh ja, das gute Chinesium-Kabel, das man mit einem Magneten an den
Arduino oder das Steckbrett heften kann, ja.
Kann aber auch aus Alu sein, aber das ist auch lustig im Bad.
Jens M. schrieb:> Ein wenig Cu ist nicht schlimm, sogar notwendig, meinst du das wird so> viel das es stört?> Und: Wo kommt das Eisen her? Die Feder der Pumpe?
Vor allem ist es völlig sinnlos. Für ein Lötbad nimmt man sauberen
Lötzinn und keine Abfälle vom Entlöten. Ist ja nun nicht so als ob man
kostenmäßig auf sowas angewiesen wäre.
Jens M. schrieb:> Ich hoffe doch da ist eine Sperrschicht dazwischen, die verhindert das> das Eisen ausgelöst wird...
Wenn das vorher abgeknipst wurde, liegt das an der Schnittfläche frei.
michael_ schrieb:> Wenn das vorher abgeknipst wurde, liegt das an der Schnittfläche frei.
Oh stirnklatsch ja klar. Danke.
Wald, Bäume und so.
Also nicht nur keine gute sondern doch eine schlechte Idee den Abfall da
reinzuschmeißen.
Jens M. schrieb:> Also nicht nur keine gute sondern doch eine schlechte Idee den Abfall da> reinzuschmeißen.
Unglaublich.
Das erinnert mich an Leute die ihren Holzofen für eine
Müllverbrennungsmaschine halten und sich dann wundern warum sich der
Kamin zusetzt.
Tja, man kann nicht alles wissen und/oder auch mal was übersehen.
Ich werfe den Dreck auch in den Sammelpott der alle heilige Zeit zum
Schrotti geht, aber ich hab nicht dran gedacht was da alles reinlegiert
und hätte das evtl. auch so gemacht, wenn ich einen Verzinnpott hätte.
Nachtrag:
Es ließ sich zwar das meiste "abschöpfen" aber doch nicht alles.
Als das Zinn kalt und damit fest war, ließ es sich aus dem Tiegel
nehmen. Dan bin ich dann ein paarmal mit der Drahtbürste drüber. Die
Reste wurden so gut entfernt und jetzt ist das Zinn blitzblank.
Ich werde da auch weiterhin alle möglichen Reste rein schmeißen, besser
als in die Tonne. Zum Verzinnen von Litzen geht das gut, und wie man den
Dreck raus bekommt, weiß ich jetzt ja.
Verstehe nicht, wo das Problem liegt:
Ich konnte meine Litzen immer schön damit verzinnen. Als jetzt zuviel
Dreck drin war, habe ich den gut raus bekommen.
Also, was außer Schlackebildung ist das Problem, wenn da
Verunreinigungen drin sind? Ich mache ja keine Lötverbindungen für die
Raumfahrt sondern bastle eben an diversen Dingen und das seit vielen
Jahren. Bisher gab es mit derartigen Verzinnungen keine Probleme.
Sören schrieb:> Also, was außer Schlackebildung ist das Problem, wenn da> Verunreinigungen drin sind?
Evtl. verbraucht die Schlackenbildung dann mehr Zinn, als du damit
recycelst?! Vor dem abschöpfen ein wenig Kolophonium rein werfen, kann
nich schaden....
Nächstes Mal, das wird in 1-2 Jahren sein, versuche ich es ohne
Abschöpfen gleich mit der Drahtbürste.
Das mit dem Kolophonium ist evtl. aber trotzdem eine gute Idee, werde
ich versuchen. Dann schwimmt die Schlacke wahrscheinlich shcöner oben.
das geht auch mit jedem Kerzenstummel, brennt zwar dann ab, also
Vorsicht, und während es brennt umrühren, dann schwimmt der Dreck oben
auf, lässt sich dann leichter abschöpfen.
Macht jeder Wiederlader so, beim Kugelgiessen.