Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Schlacke im Lötbad


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von Sören (Gast)


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Hallo,

habe mir ein Lötbad gekauft und auch schon öfter verwendet. Ich leere 
darin auch meine Entlötsaugpumpe.

Es gibt jetzt ziemlich viel Schlacke. Oder ist das oxidiertes Zinn das 
oben schwimmt?
Also, was ist das und wie bekomme ich das gut raus?

Danke und Gruß
Sören

von Jörg K. (joergk)


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Im warmem Zustand mit Holzspatel abschieben und rausgeben.
Homepage vorher wässern und abtrocknen, dannnkokelt er auch nicht an.

Jörg

von Jens M. (schuchkleisser)


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Oder einfach einen feinen 18/10 Esslöffel benutzen.
Evtl. mit einem zweiten das gute Zinn aus dem Kram ausdrücken, ist ja 
teuer genug.
Der Rest ist Zinnschlacke und sollte in's Recycling. Wobei, bei der 
kleinen Menge... ;)

von michael_ (Gast)


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Sören schrieb:
> Ich leere
> darin auch meine Entlötsaugpumpe.

Ganz schlechte Idee!
Diese Reste sind mit Cu, Dreck und Eisen verunreinigt.

von Kalle Wirsch (Gast)


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Jörg K. schrieb:
> Homepage vorher wässern

Zum surfen? ;)

Ich liebe die Autokorrektur ;D

von Jens M. (schuchkleisser)


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michael_ schrieb:
> Diese Reste sind mit Cu, Dreck und Eisen verunreinigt.

Ein wenig Cu ist nicht schlimm, sogar notwendig, meinst du das wird so 
viel das es stört?
Und: Wo kommt das Eisen her? Die Feder der Pumpe?

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Sören schrieb:
> Es gibt jetzt ziemlich viel Schlacke. Oder ist das oxidiertes Zinn das
> oben schwimmt?
> Also, was ist das und wie bekomme ich das gut raus?

Wird wohl überwiegend Zinnoxid und -dioxid sein.

Und ja, die mechanische Entfernung ist wohl die einzig praktikable.

von michael_ (Gast)


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Jens M. schrieb:
> Und: Wo kommt das Eisen her?

IC-Beinchen und Drähte von Widerständen sind eisenhaltig.
Auch die störrische, schlecht lötbare Litze aus Fernost ist eisenhaltig.

von Jens M. (schuchkleisser)


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michael_ schrieb:
> IC-Beinchen und Drähte von Widerständen sind eisenhaltig.

Ich hoffe doch da ist eine Sperrschicht dazwischen, die verhindert das 
das Eisen ausgelöst wird...

michael_ schrieb:
> Auch die störrische, schlecht lötbare Litze aus Fernost ist eisenhaltig.

Oh ja, das gute Chinesium-Kabel, das man mit einem Magneten an den 
Arduino oder das Steckbrett heften kann, ja.
Kann aber auch aus Alu sein, aber das ist auch lustig im Bad.

von Cyblord -. (cyblord)


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Jens M. schrieb:
> Ein wenig Cu ist nicht schlimm, sogar notwendig, meinst du das wird so
> viel das es stört?
> Und: Wo kommt das Eisen her? Die Feder der Pumpe?

Vor allem ist es völlig sinnlos. Für ein Lötbad nimmt man sauberen 
Lötzinn und keine Abfälle vom Entlöten. Ist ja nun nicht so als ob man 
kostenmäßig auf sowas angewiesen wäre.

von michael_ (Gast)


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Jens M. schrieb:
> Ich hoffe doch da ist eine Sperrschicht dazwischen, die verhindert das
> das Eisen ausgelöst wird...

Wenn das vorher abgeknipst wurde, liegt das an der Schnittfläche frei.

von Jens M. (schuchkleisser)


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michael_ schrieb:
> Wenn das vorher abgeknipst wurde, liegt das an der Schnittfläche frei.

Oh stirnklatsch ja klar. Danke.
Wald, Bäume und so.

Also nicht nur keine gute sondern doch eine schlechte Idee den Abfall da 
reinzuschmeißen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Jens M. schrieb:

> Also nicht nur keine gute sondern doch eine schlechte Idee den Abfall da
> reinzuschmeißen.

Unglaublich.
Das erinnert mich an Leute die ihren Holzofen für eine 
Müllverbrennungsmaschine halten und sich dann wundern warum sich der 
Kamin zusetzt.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Tja, man kann nicht alles wissen und/oder auch mal was übersehen.
Ich werfe den Dreck auch in den Sammelpott der alle heilige Zeit zum 
Schrotti geht, aber ich hab nicht dran gedacht was da alles reinlegiert 
und hätte das evtl. auch so gemacht, wenn ich einen Verzinnpott hätte.

von Sören (Gast)


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Habe das meiste jetzt mit einem Spachtel aus Holz raus bekommen. Jetzt 
sieht es wieder einigermaßen sauber aus.

Danke für die Tips!

von Sören (Gast)


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Nachtrag:

Es ließ sich zwar das meiste "abschöpfen" aber doch nicht alles.
Als das Zinn kalt und damit fest war, ließ es sich aus dem Tiegel 
nehmen. Dan bin ich dann ein paarmal mit der Drahtbürste drüber. Die 
Reste wurden so gut entfernt und jetzt ist das Zinn blitzblank.

Ich werde da auch weiterhin alle möglichen Reste rein schmeißen, besser 
als in die Tonne. Zum Verzinnen von Litzen geht das gut, und wie man den 
Dreck raus bekommt, weiß ich jetzt ja.

von Hans im Glück (Gast)


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Sören schrieb:
> Ich werde da auch weiterhin alle möglichen Reste rein schmeißen...

Ein klassischer Fall von maximaler Beratungsresistenz.

von Sören (Gast)


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Verstehe nicht, wo das Problem liegt:
Ich konnte meine Litzen immer schön damit verzinnen. Als jetzt zuviel 
Dreck drin war, habe ich den gut raus bekommen.

Also, was außer Schlackebildung ist das Problem, wenn da 
Verunreinigungen drin sind? Ich mache ja keine Lötverbindungen für die 
Raumfahrt sondern bastle eben an diversen Dingen und das seit vielen 
Jahren. Bisher gab es mit derartigen Verzinnungen keine Probleme.

von Teo D. (teoderix)


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Sören schrieb:
> Also, was außer Schlackebildung ist das Problem, wenn da
> Verunreinigungen drin sind?

Evtl. verbraucht die Schlackenbildung dann mehr Zinn, als du damit 
recycelst?! Vor dem abschöpfen ein wenig Kolophonium rein werfen, kann 
nich schaden....

von Sören (Gast)


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Nächstes Mal, das wird in 1-2 Jahren sein, versuche ich es ohne 
Abschöpfen gleich mit der Drahtbürste.
Das mit dem Kolophonium ist evtl. aber trotzdem eine gute Idee, werde 
ich versuchen. Dann schwimmt die Schlacke wahrscheinlich shcöner oben.

von H. L. (hans_la)


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das geht auch mit jedem Kerzenstummel, brennt zwar dann ab, also 
Vorsicht, und während es brennt umrühren, dann schwimmt der Dreck oben 
auf, lässt sich dann leichter abschöpfen.
Macht jeder Wiederlader so, beim Kugelgiessen.

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