Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Bauelementemissbrauch, Schaltungstricks und physikalische Nebeneffekte


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von Flip B. (frickelfreak)


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Moin zusammen,

ich bin gelegentlich überrascht, wie mancher Designer kreativ Probleme 
löst. Vielleicht habt ihr euch auch schon über eine solche Lösung in 
freier Wildbahn gefreut oder geärgert?

Ich nenne mal ein paar aktuelle Beispiele:

- 10cm Draht um Netzleitung wickeln, um Kapazitiv die Netzfrequenz 
abzugreifen in manchen Oszilloskopen
- LED am ADC Pin abschalten und als Umgebungslichtsensor nutzen
- LCD ohne touch mittels klopfsensor (piezo) beleuchtung aktivieren und 
Seiten durchblättern an SMA-Wechselrichtern
- Portpin mit internem Pullup als kapazitiver Touchsensor verwenden
- SI-Diode als Temperatursensor
- 20V AC-spannung aus Schaltnetzteil in die Schaltung führen und an 
vielen stellen über kleine koppeltrafos getrennte Spannungen lokal 
erhalten


Hat jemand schon ähnliche nützliche Tricks gesehen?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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von Wolfgang (Gast)


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Flip B. schrieb:
> Vielleicht habt ihr euch auch schon über eine solche Lösung in
> freier Wildbahn gefreut oder geärgert?

Wozu freuen oder ärgern?
Die Hauptsache ist doch, dass es sicher funktioniert und nicht unnötig 
aufwändig ist.

von Gerald B. (gerald_b)


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Am LM3914 sollte die 1. LED in einer Balkenanzeige für Unterspannung 
blinken. Ein CMOS IC oder ein Transistorblinker war mir zu aufwendig. 
Also in Reihe zur LED im Leuchtvalken eine nicht sichtbare Blink-LED 
gelegt, die die 2. In Reihe liegende LED mit blinken ließ :-p

von Witzbold (Gast)


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Das was du in deinem Eingangspost aufgelistet hast,
sind ja keine wirklichen Tricks, sondern nur die
Nutzung bekannter Effekte.

Die wirklich guten sind nicht so offensichtlich.

Bei der Signalverarbeitung in Controllern und FPGAs
gibt die Mathematik schon einiges her.
Nur, darüber redet natürlich keiner.
In der Praxis macht das den Unterschied, ob der kleinste
FPGA einer Serie es schon tut, oder man eher tief
in die Kasse greifen muss.
Gleiches gilt für die gute alte Analogelektronik.
Auch da wird niemand aus dem Nähkästchen plaudern.

Tut mir ja leid für dich.

von Flip B. (frickelfreak)


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Da denke ich etwas differenzierter.
Klar lässt sich extrem viel mit guter Algorhytmik machen, man schaue 
sich mal 64k PC- Grafikdemos an.

Vom Gesamtaufwand mach das aber nur einige Prozent, bis maximal 1/3 aus.

Interfacing mit der Umwelt ist da schnell aufwändiger.

von Günni (Gast)


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Solche Lösungen funktionieren nur sicher, wenn der Entwickler die 
Materie sehr genau kennt und weiß was er tut. Dann kann man gegenüber 
Standardlösungen teilweise sehr viel Aufwand sparen - und manchmal 
funktioniert die Lösung dann sogar noch besser. Ich habe solche Lösungen 
ab und zu in meine Schaltungen eingebaut. Diese sind in Serie gegangen 
und haben sich bewährt. Viele Grundlagen werden oft als "von gestern" 
und somit als überflüssig abgetan. Sich damit nicht ausführlich zu 
beschäftigen schränkt die eigenen Möglichkeiten ein. Und vorhandene 
Lösungen findet man nur für bekannte Probleme. Neue bisher unbekannte 
Aufgabenstellungen kann man so nicht immer lösen oder die Lösung wird 
sehr aufwändig.

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