Forum: Fahrzeugelektronik Hybridauto ohne Batterie nutzen


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von Dussel (Gast)


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Moin,

zu der Frage habe ich nichts gefunden, aber es gibt ja hier die neue 
Kategorie Fahrzeugelektronik. :-)

Kann man Hybridautos ohne oder mit kaputter Antriebsbatterie noch 
benutzen bzw. gibt es Autos, bei denen das geht?

Der Hintergrund der Frage ist, dass ich mir wohl bald ein Auto kaufen 
muss. Es wird aber wohl ein gebrauchtes werden.
Als Elektrotechniker finde ich natürlich elektrische Antriebe 'cool', 
insbesondere aber die Möglichkeit zur Rekuperationsbremsung.
Allerdings sind mir Elektroautos zu teuer, wenn die Batterie kaputtgeht 
und deren Nutzen ist ja teilweise umstritten.
Am Besten fände ich einen Mildhybrid. Die Idee ist, bei einem Mildhybrid 
hat man nur eine kleine Batterie, die hoffentlich nicht so teuer ist. 
Wenn die Antriebsbatterie doch kaputt und zu teuer ist, hat man trotzdem 
immer noch ein normales Benzinauto.

Ist das realistisch oder ist ein Hybridauto ohne Batterie unbenutzbar?

Ich gehe davon aus, dass die Frage auch viele Trolle anzieht, aber gute 
Antworten würden mich interessieren.

von Manfred (Gast)


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Ich spekuliere, dass die Bordelektronik die Motorkontrolleuchte 
aktiviert.
Der Hersteller hat ein Interesse daran, den Kunden zum Service zu 
zwingen.

Ofiziell wird es dann vermutlich heißen "Abgaswerte sind nicht mehr 
einzuhalten."

von René F. (therfd)


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Höchstens mit anschieben, meines Wissens wird die Batterie auch 
verwendet um den Anlasser drehen zu lassen.

von Dussel (Gast)


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Manfred schrieb:
> Ich spekuliere,
Spekulieren kann ich auch. ;-)
Trotzdem danke. Das könnte sein.

René F. schrieb:
> Höchstens mit anschieben, meines Wissens wird die Batterie auch
> verwendet um den Anlasser drehen zu lassen.
Bei der Suche habe ich Artikel gefunden, in denen es hieß, dass man beim 
Starthilfe geben nicht die falsche Batterie anklemmen darf. Es scheint 
also, zumindest teilweise, zwei getrennte Batterien zu geben.
Auch danke.

von Flip B. (frickelfreak)


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Die Angst vor Batterieverschleiß ist nur teilweise begründet, die 
Haltbarkeitsangaben sind sehr konservativ. Mein BEV nach nun 10 Jahren 
und >850 Ladezyklen besitzt noch 98,9% der ursprünglichen 
Batteriekapazität und keine auffälligen zellen. Die Aufzeichnungen 
zeigen, wie sich die Alterungsrate von anfangs 0,35% pro jahr, stets 
verringert hat. Ich gehe davon aus, den Lithiumakku noch weitere 2500 
zyklen oder 25 Jahre benutzen zu können.

Das risiko ist gering, der eintretende schaden bei defekt im Akku 
ähnlich hoch wie ein mechanikschaden an einem Verbrennungsmotor.

12V Batterien haben nahezu alle Elektrischen fahrzeuge zusätzlich, 
insbesondere die nicht ganz so neuen.

: Bearbeitet durch User
von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Ich kenne das so, dass zwei Batterien verbaut sind. Die eine ist für 
Bordstrom und Anlasser, ein normaler Akku und eine für den Antrieb.

von Stefan (Gast)


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Flip B. schrieb:

> Batteriekapazität und keine auffälligen zellen. Die Aufzeichnungen
> zeigen, wie sich die Alterungsrate von anfangs 0,35% pro jahr, stets
> verringert hat. Ich gehe davon aus, den Lithiumakku noch weitere 2500
> zyklen oder 25 Jahre benutzen zu können.

Das glaubst Du doch selbst nicht...

von Michael_Ohl (Gast)


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Zumindest ist es recht unwahrscheinlich, das ein Akku von vor 10 Jahren, 
die üblicherweise mit 75% bei 1000 Vollzyklen spezifiziert sind nach 
2500 Zyklen noch akzeptabele Kapazität aufweist.
Die Batterien meiner beiden Kangoo ZE von 2012 mit 110000 und 85000km 
sind schon recht unterschiedlich. An Tagen mit Temperaturen von 25 bis 
30 Grad zeigt der mit 85000 eine Reichweite von 125km der mit 110000km 
120 Kilometer. Jetzt mit Nachttemperaturen von 10 Grad und 20 Grad am 
Tage im Hamburg zeigt der mit 85000km immer noch 120km an, der andere 
90km Reichweite. Das heißt im Winter wird die Reichweite nach 10 Jahren 
so gering sein das die Batterie gewechselt werden muss. Der Kangoo ZE 
der ersten Generation hat 22kWh Brutto. Die ZWeite Generation hat 33kWh 
nutzbare Kapazität, und weiter entwickelte Batterien, so das 250000km 
erreichbar sein dürften. Das Modelljahr 2021 kommt mit 50kWh zu den 
Händlern, so das die Autos vor dem ableben der Batterien auseinander 
fallen werden. Bei Fahrzeugen mit 100Kwh und 500km Reichweite stellen 
schon die normalerweise leicht erreichbaren 1000Ladezüklen eine 
Laufleistung von 500.000km dar. Ich glaube nicht so etwas noch einmal zu 
schaffen, mein persönlicher Bestwert liegt bei 13 Jahren und 330000km 
(Zeitgleich noch zwei Zweitwagen mit zusammen 200000km gefahren)

mfG
Michael

von Guido B. (guido-b)


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Dussel schrieb:
> Am Besten fände ich einen Mildhybrid. Die Idee ist, bei einem Mildhybrid
> hat man nur eine kleine Batterie, die hoffentlich nicht so teuer ist.
> Wenn die Antriebsbatterie doch kaputt und zu teuer ist, hat man trotzdem
> immer noch ein normales Benzinauto.

Diese Fahrzeuge nutzen 48-V-Motoren, das kann man auch aus einem 
12-V-Akku
hochsetzen. Sollte also mit einer neuen 12-V-Batterie startbar sein.

Gerade bei den hybriden wird der Akku nur in einem eng begrenzten
Ladungsbereich genutzt (Toyota: 40 %  ... 80 %), so dass die Akkus das
Auto ganz sicher überleben.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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warum kaufst Du Dir nicht gleich einen reinen Verbrenner?
Man kann den Kunden per Förderung noch soviel Honig um den Bart 
schmieren,
Elektro ist derzeit nicht praktikabel.

Ich fahre jetzt 220Megameter mit dem ersten (Benzin)Motor.
Und immer noch die erste Batterie, seit 2009.
Wenn das man mit einem E-Auto auch gehen würde...

von Manfred (Gast)


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● Des I. schrieb:
> Ich fahre jetzt 220Megameter mit dem ersten (Benzin)Motor.
> Und immer noch die erste Batterie, seit 2009.

Mein Diesel von 2008 hat mich nach achteinhalb Jahren mit einer 
kollabierten Starterbatterie stehen lassen.

Sein Nachfolger von 2018 brauchte nach zwei Jahren eine neue, dank 
Batteriemanagement per Software und Stromsensor spart der ein paar 
Milliliter Diesel / 100 km, aber turnt ständig an der Ladeuntergrenze 
herum - neumodischer Scheißdreck. Das passende Autoforum ist voll mit 
vergleichbaren Problemen, ich warte auf die nächste Streiterei mit der 
Vertragswerkstatt, die es weder begreift noch ändern kann.

von Harald W. (wilhelms)


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René F. schrieb:

> Höchstens mit anschieben, meines Wissens wird die Batterie auch
> verwendet um den Anlasser drehen zu lassen.

Haben "Hybrids" überhaupt einen Anlasser?

von Jens M. (schuchkleisser)


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> findet Stromauto geil
> kauft eins
> Batterie kaputt
> ach egal ist eh zu teuer

Nennt man sowas nicht Schizophrenie?
Im Ernst, entweder "Stromauto ist cool, will ich haben" und dann kauft 
man eins das geht, oder "ich glaub der Dreck ist zu teuer, kann ich das 
auch ohne fahren", dann fahr Sprit und hol dir nicht unerwarteten Ärger 
ins Haus, den wird es noch Jahrzehnte geben, bis die H2-Karren 
verbreitet sind.
Stichwort "Hey, Druckscanner, kannst du mir mal eben das Blatt 
einscannen?" -> "Gelb ist leer" -> "ja, aber Scannen braucht doch 
keine..." -> "Gelb leer"

Oder tu was für die Umwelt und fahr CNG, das ist CO2-neutral wenn Biogas 
drin ist, was meist der Fall ist heutzutage. Problem nur das es zuwenig 
Tanken gibt, aber vielleicht ist bei dir ja eine....

: Bearbeitet durch User
von Praktiker (Gast)


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Hallo

Jens M. schrieb:
> Nennt man sowas nicht Schizophrenie?

Nein.

Für mich geht das so:

Super Sache (glaube ich) daher möchte ich das mal ausprobieren - E-Autos 
sollen ja gut im Anzug aus den Stand sein. des weiteren gibt es noch 
manchmal Zückerchen bei den Parkplätzen und man dürfte auch in 
nennenswert vielen Jahren in die Städte einfahren dürfen.
Außerdem (auch wenn es gerade dort wo es besonders gut funktioniert - 
bei geringen Geschwindigkeiten) sind die E-Fahrzeuge super leise - wenn 
es denn nicht vorsätzlich kaputt gemacht wird 8werden muss...)
Auch das "Tanken" kann (noch... aber ist mittlerweile meist schon zu 
spät) manchmal sehr preiswert sein.

Aber dann kommt die Realität:
Alle E-Fahrzeuge die auch nur ansatzweise bezahlbar wären - sind ein 
Witz und reine "Stadtkutschen" mehr oder weniger geschützten größere 
Zweiräder.
Wobei bezahlbar:
Neuwagen? Warum habe ich noch nie gehabt und will ich auch gar nicht - 
bei Verbrennern kein Problem da passt der echte Wert vs. Gebrauchtpreis 
meist - vor allem wenn es nicht ein bestimmtes Modell und erst Recht 
kein bestimmter Hersteller sein muss.
Mit 6000Euro (und deutlich weniger) hat es bei mir und sehr vielen 
anderen locker 6 - 8 Jahre noch gereicht (Dann allerdings "richtig" 
Kaputt)
Aber das bei eine Fahrzeug was auch Transportieren und einen Anhänger 
ziehen kann, das 5 Personen ohne Quälerei auch über einen 100km und mehr 
Strecke vernünftig befördern kann und auch "einfach" bequem ist.

Gebraucht bei E-Autos?
Entweder runtergenudelte Akkus oder Gebrauchtpreise jenseits von Gut und 
böse.
Prämien für Gebraucht von Staat oder Herstellerabbate -LOL-?

Generell: Alles egal ob neu oder gebraucht was ein wirklich genutztes 
Auto entspricht (also nicht nur ein Pendelauto und mobile 
Einkaufstasche) ist aberwitzig teuer, muss (allerdings auch die kleinen 
Knutschkisten) irrsinniger Weise wie ein Verbrenner zur teuren 
Inspektion, ist nicht befreit von der HU und muss versichert werden.
Wow:
Steuern gespart (wenn es nicht gerade ein fetter Diesel ist: Kleinkram) 
und eventuell die einen Energiekosten pro km etwas geringer...
Das amortisiert sich vielleicht gerade dann wenn das Gefährt sowieso 
wirtschaftlich defekt ist.

Und nein die Lösung liegt nicht in Verboten und Verteuerungen bei den 
Verbrennern, sondern das der E-Antieb billiger wird und die 
Betriebskosten (Versicherungen, HU etc) durch entspannteren Umgang (HU 
alle 6 Jahre z.B. Versicherungen zu niedrigen Prämien zwingen...)gesenkt 
werden.

Praktiker

von Lothar J. (black-bird)


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Praktiker schrieb:
> Und nein die Lösung liegt nicht in Verboten und Verteuerungen bei den
> Verbrennern, sondern das der E-Antieb billiger wird und die
> Betriebskosten (Versicherungen, HU etc) durch entspannteren Umgang (HU
> alle 6 Jahre z.B. Versicherungen zu niedrigen Prämien zwingen...)gesenkt
> werden.

Du willst ganze "Industriezweige" kaputt machen? Die Steuereinnahmen 
deutlich senken?
Das hat mit der "Energiewende" schon nicht funktioniert: Strom so teuer 
wie nie, Tendenz steigend, die Grünen überschlagen sich mit Bestrafungen 
für die Bevölkerung und es gibt auf einmal Behörden, die irre 
finanzielle Forderungen erheben, wenn irgendwie nur was nach "Bio", 
"Solar" und Energieeinsparung riecht.

Der Fehler, der diesmal gemacht wird  ist der, dass die neue "Technik" 
noch nicht genug etabliert und unverzichtbar ist und die zukünftig 
betroffenen Industriezweige noch nicht genug Lobbyarbeit leisten konnten 
um zukünftig "Ersatz" für ihre Verluste zu schaffen.

Aber die Grünen machen hier schon den großen Koordinator.

Blackbird

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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Dussel schrieb:
> Allerdings sind mir Elektroautos zu teuer, wenn die Batterie kaputtgeht
> und deren Nutzen ist ja teilweise umstritten.

Rekuperation ist zugegeben ein Plus, aber ansonsten laufen die 
Elektroautos mit Kohlestrom aus alten Kohlekraftwerken, die sonst 
abgeschaltet werden könnten (oder, beim Hybrid, mit selbst gemachtem 
Benzinstrom).

von wendelsberg (Gast)


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Praktiker schrieb:
> durch entspannteren Umgang (HU
> alle 6 Jahre

Die Fahrwerksmechanik ist dieselbe, wie kommt man auf die absurde Idee, 
dass da Schaeden ewig nichts ausmachen?

wendelsberg

von Dussel (Gast)


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Bei den Batterien bin ich halt skeptisch. Ein Kollege meines Vaters hat 
seit ein paar Jahren, weniger als zehn, einen Elektrosmart. Da hat er 
inzwischen die dritte Antriebsbatterie drin. Eine war beim (teuren) 
Neukauf dabei, eine wurde auf Kulanz ersetzt, aber eine musste er für 
7000€ (glaube ich) kaufen. Da könnte man hin und her rechnen, ob das 
billiger ist als Wartung und Tanken beim Benziner oder ob das vielleicht 
eine Ausnahme war, aber mir ist das riskant.

Hybrid hätte ich gerne als Spielerei. Als Kind fand ich es schon blöd, 
dass beim Fahrrad und später bei Auto die reingesteckte Energie beim 
Bremsen verlorengeht und habe mir gewünscht, die nutzen zu können. Jetzt 
gibt es diese Technik, dann hätte ich die auch gerne.

Die Hauptanwendung ist aber eben, mich zur Arbeit zu bringen. Dafür 
brauche ich ein zuverlässiges Auto, das nicht mein erarbeitetes Geld in 
Form von Batterien frisst.

Hat also niemand Erfahrung mit einem Hybridauto ohne oder mit kaputter 
Batterie?
Ich habe noch überlegt, das Auto muss ja auch mit einer leeren Batterie 
klarkommen. Eigentlich dürfte es dann kein Problem sein, wenn die 
Batterie immer leer (kaputt) ist.

Übrigens bin ich positiv überrascht, dass die Diskussion so trollfrei 
verläuft. Danke für die guten Antworten.

von Michael_Ohl (Gast)


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Ein Hybridauto müsste schon per Definition stehen bleiben, wenn die 
Batterie defekt ist. Zumindest bei einem Plug in Hybird ist schon durch 
die Steuerersparung davon auszugehen, das eine Neun Batterie her muss. 
Bei einem Hybrid ohne Lademöglichkeit müsste zumindest der TÜV das ganze 
beanstanden, da die Abgaswerte nicht ein zu halten sind ohne die 
Batterie.
Mein erster Kangoo ZE hat mich vor 6 Jahren mit 10000km auf dem Tacho 
10000€ gekostet und hat jetzt 111000km auf dem Tacho.
Nun ist die Batterie aus der 2012 Generation schon nicht mehr so toll, 
sie hat ja nun auch schon über 1000 Zyklen. Der Kangoo ist mit 1650kg 
Leergewicht nicht gerade ein Leichtfahrzeug und mit 4,5qm Laderaum auch 
sicher kein Kleinwagen.
Der Nachfolger der 2012 Version hat statt einer 22kWh Brutto Batterie 
nun eine Batterie mit 33kWh Nutzkapazität und einer erheblich 
gesteigerten Lebenserwartung der Zellen. Somit dürfte die Nutzbare 
Reichweite der Batterie bei etwa 200.000km liegen.
Diese Jahr im Herbst wird die Neuste Version vom Kangoo ZE oder Mercedes 
Citan mit einer 50kWh Batterie und einem Schnellladesystem auf den Markt 
kommen. Damit wird die Batterie länger halten als das Fahrzeug.
Das Argument das E-Autos Kohlestrom Verbrauchen ist in vielerlei 
Hinsicht Blödsinn. Keine Ladesäule läuft mit Kohlestrom alle mit 
Ökostrom. Sehr viele Solaranlagen sind nur gebaut worden weil ein E-Auto 
vorhanden ist oder angeschafft werden soll. Windstrom ist auch zumindest 
hier in Hamburg / Schleswig-Holstein mehr vorhanden als wir nutzen könne 
SH hat im ganzen Jahr mehr Ökostrom Produziert als verbraucht, nur weil 
die Bornierten Politiker in anderen Bundesländern nichts auf die Kette 
kriegen weil ihre Lobbyisten nicht genug daran verdienen ist sicher kaum 
ein Argument.
Die Reparatur / Wartungskosten meines E-Autos sind ein Witz gegenüber 
allen Autos die ich vorher hatte und noch habe. Beim Kangoo habe ich ein 
Inspektion mit 90€ bezahlt jetzt tausche ich nur noch den Luftfilter für 
22€
Sehe selber nach allem anderen und lasse den TÜV entscheiden was zu 
reparieren ist. Nach 90000km hat er neue Bremsbeläge und aufgrund von 
viel Rost und Gammel und einseitiger Abnutzung auch neue Bremsscheiben 
bekommen mit 220€ ja kaum ein Kostenfaktor. Defekt war eine 
Unterdruckpumpe für den Bremskraftverstärker für 120€ und eine 
Koppelstange für 80€ ein Satz Winterreifen und jetzt der zweite Satz 
Sommerreifen. Mein fast neuer Mercedes kostet schon mal 400€ Inspektion 
+ 250€ Steuern im Jahr. Dazu kommen viele Lademöglichkeiten die 
Kostenfrei sind + Parken und Laden i Hamburg für 1€ / Stunden Parken für 
0 € statt 3,5€ am Parkscheinautomat und sehr häufig einen Parkplatz an 
Stellen, von denen andere nur Träumen können.
Aber die Aufregung und den Ärger den jetzt so viele haben können sie 
sich Sparen, denn wer gern Auto fährt und noch nicht 90 ist sollte sich 
langsam damit abfinden früher oder Später eine Elektrisches oder ein 
Hybridauto zu kaufen. H2 Autos werden auch in vielen Jahren noch nicht 
auf dem Markt sein, außer als 100000€ Supersportwagen, 38 tonnen LKWs 
oder für alle denen es völlig egal ist ob sie 6 € auf 100 km für Strom 
bezahlen oder 20€ für Wasserstoff. Alle die Rechnen müssen wird das 
sicher nichts, aber wer es nicht glaubt, kann ja einen Mirai bestellen, 
sich über einen 70.000€ teuren Kleinwagen freuen, alle 10 Jahr neu 
Drucktanks kaufen und alle 5 Jahre einen neuen Stack, der deutlich 
teurer als eine Batterie ist. Und für die Umwelt baesteht ein H2 Auto 
auch aus allem was in einem E-Auto steckt inklusive einem ordentlichen 
Akku, und richtig viel Kobalt im Stack.

mfG
Michael

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Jens M. schrieb:
> Oder tu was für die Umwelt und fahr CNG, das ist CO2-neutral wenn Biogas
> drin ist, was meist der Fall ist heutzutage. Problem nur das es zuwenig
> Tanken gibt, aber vielleicht ist bei dir ja eine....

Ich fahre seit 2008 ein Erdgas und habe mich nur ein wenig umorientieren 
müssen was lange Strecken angeht. Fast jede Stadt hat eine 
Erdgastankstelle. Meist ist sie in der Nähe einer Autobahnausfahrt. Bei 
einer Reichweite von ca.  400 km bei Autobahnfahrt, findet man, wenn man 
sich vorab schlau macht, auch nach 300 km eine Tankstelle. Ist nur 
gewöhnungssache, aber das hat man schnell drauf.

von Guido B. (guido-b)


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Michael_Ohl schrieb:
> Bei einem Hybrid ohne Lademöglichkeit müsste zumindest der TÜV das ganze
> beanstanden, da die Abgaswerte nicht ein zu halten sind ohne die
> Batterie.

Da brauchst du keinen TÜV dafür, der kann garnicht mehr starten. Unser
Toyota hat den 12-V-Akku nur noch um das System zu booten und das
Relais für die Hochspannung zu betätigen. Alles Weitere läuft dann
aus dem 200-V-Akku. Wenn der kaputt ist, geht garnichts mehr. Der geht
aber nicht kaputt, wie oben geschrieben, mehr als 20 Jahre am Markt
machen sich da schon bemerkbar.

Die Mildhybriden sind da eher exotisch, aber ich gehe stark davon aus,
dass sie aus dem 12-V-Akku starten können.

von Manfred (Gast)


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Jörg P. R. schrieb:
> Ich fahre seit 2008 ein Erdgas und habe mich nur ein wenig umorientieren
> müssen was lange Strecken angeht. Fast jede Stadt hat eine
> Erdgastankstelle.

Auf dem täglichen Weg zur Arbeit habe ich Tankstellen, die mich kaum 
Zeit kosten.

Die Erdgastankstelle liegt gut 10km entfernt meiner tägliche Route in 
einer Kleinstadt, also wären rund jede Woche 20km Umweg plus Zeitverlust 
fällig. Was nun - klar, wieder ein Diesel. Ist ja toll, wenn es 
angeblich umweltfreundlichere Antriebe gibt, aber bitte nicht so, dass 
ich anstatt alle 14 Tage 10 Minuten tanken jede Woche eine 
Dreiviertelstunde Umweg fahre.

von Mani W. (e-doc)


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Dussel schrieb:
> Kann man Hybridautos ohne oder mit kaputter Antriebsbatterie noch
> benutzen bzw. gibt es Autos, bei denen das geht?

Meines Wissens ist ein Hybrid-Auto eines, das mit Akku oder/und
Benzin/Diesel läuft...

von Udo Balinger (Gast)


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Ein Hybrid ohne Akku dürfte wohl das schlechteste sein was du fahren 
kannst. Höheres Gewicht mehr Technik und dafür dann keinen nutzen. Dann 
besser einen alten Benziner. Die sind Günstig. Wenn du so angst um 
deinen Akku hast versuch Leasing oder sowas.

Ich denke mit den E Autos kommen dunkle Zeiten auf Deutschland zu. 
Unsere heimisch Autoindustrie incl Werkstädten Zulieferer und was nich 
alles werden massiv abbauen denn bislang kommt aus De wenig Innovation. 
Dazu kommt das das E Auto bei uns in DE nicht erwünscht ist. Es wird an 
jeder Ecke schlecht geredet und unsere Ladeinfrastruktur gibt dem ganzen 
den Rest.
Mittlerweile kostet schnellenden bei Ionity (den vermutlich größten 
Anbieter von Ladeseulen in DE) über 70 Cent die kWh das ist im Vergleich 
mehr auf 100Km als mit einem Benziner. Dazu gibt es ein totales Chaos 
mit Ladestromanbietern man benötigt meist extra Apps oder Ladekarten oft 
mit Grundgebühren und Mindestvertragslaufzeiten.
Und obwohl das E Auto scheinbar nicht erwünscht ist wird der Verbrenner 
in den Städten verboten und das E Auto gefördert ohne ende.

Ich denke das wird recht eindeutig dahin führen das Menschen mit Geld, 
einem  Haus mit Stellplatz fürs Auto und vielleicht einer Solaranlage 
gut mit einem Stromer zurecht kommen während Leute ohne diese 
Möglichkeit bald für ihr Auto mehr bezahlen als jemals zuvor.

von Thomas U. (charley10)


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Manfred schrieb:
> Jörg P. R. schrieb:
>> Ich fahre seit 2008 ein Erdgas und habe mich nur ein wenig umorientieren
>> müssen was lange Strecken angeht. Fast jede Stadt hat eine
>> Erdgastankstelle.
>
> Auf dem täglichen Weg zur Arbeit habe ich Tankstellen, die mich kaum
> Zeit kosten.
>
> Die Erdgastankstelle liegt gut 10km entfernt meiner tägliche Route in
> einer Kleinstadt, also wären rund jede Woche 20km Umweg plus Zeitverlust
> fällig. Was nun - klar, wieder ein Diesel. Ist ja toll, wenn es
> angeblich umweltfreundlichere Antriebe gibt, aber bitte nicht so, dass
> ich anstatt alle 14 Tage 10 Minuten tanken jede Woche eine
> Dreiviertelstunde Umweg fahre.

Dann kauf eines mit LPG. Die Tankstellendichte ist wesentlich größer und 
die Reichweite auch. Bei mir sind das ca. 620km. Sachsen > Bodensee ist 
kein Problem. Der Verbrauch in € ist etwas höher als bei Erdgas aber 
dafür die Umrüstkosten nur die Hälfte. Die Centfuchserei zum Nachweis 
'Meiner ist größer' spare ich mir. Ich bin seit 20 Jahren sehr 
zufrieden. Und auch ein als nicht gasfester TOYOTA Motor läuft nach 
220tkm nach der Umrüstung noch prima! (mit Flashlube)

von Thomas U. (charley10)


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Udo Balinger schrieb:
...
>
> Ich denke das wird recht eindeutig dahin führen das Menschen mit Geld,
> einem  Haus mit Stellplatz fürs Auto und vielleicht einer Solaranlage
> gut mit einem Stromer zurecht kommen während Leute ohne diese
> Möglichkeit bald für ihr Auto mehr bezahlen als jemals zuvor.

...oder, wie beabsichtigt, darauf verzichten müssen, da über den Umweg 
der exorbitanten Verteuerung jedweder Mobilität, diese verrrboten wird.

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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Michael_Ohl schrieb:
> Das Argument das E-Autos Kohlestrom Verbrauchen ist in vielerlei
> Hinsicht Blödsinn. Keine Ladesäule läuft mit Kohlestrom alle mit
> Ökostrom.

Solange Kohlekraftwerke betrieben werden, um den Strombedarf zu decken, 
sorgt jede zusätzlich verbrauchte kWh für den Weiterbetrieb dieser 
Kohlekraftwerke. Und zu diesen zusätzlichen Verbrauchern zählen genau 
E-Autos.

von Thomas U. (charley10)


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Wolfgang schrieb:
> Michael_Ohl schrieb:
>> Das Argument das E-Autos Kohlestrom Verbrauchen ist in vielerlei
>> Hinsicht Blödsinn. Keine Ladesäule läuft mit Kohlestrom alle mit
>> Ökostrom.
>
> Solange Kohlekraftwerke betrieben werden, um den Strombedarf zu decken,
> sorgt jede zusätzlich verbrauchte kWh für den Weiterbetrieb dieser
> Kohlekraftwerke. Und zu diesen zusätzlichen Verbrauchern zählen genau
> E-Autos.

Stimmt doch nicht! Die Ladesäulen haben einen Voll-Esoterischen 
Kohlestromfilter eingebaut, der nur grüne Elektronen aus der Umwelt 
durchlässt! ...

von Wolfgang (Gast)


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p.s.

Michael_Ohl schrieb:
> Windstrom ist auch zumindest hier in Hamburg / Schleswig-Holstein
> mehr vorhanden als wir nutzen könne

Hauptsache der Strom steht auch dann zur Verfügung, wenn man ihn braucht 
und nicht nur bei Rückseitenwetter mit viel Wind und Sonne.
Ansonsten ist das ein klares Verteilungsproblem, d.h. ein Mangel in der 
Strominfrastruktur.
Statt in Moorburg ein modernes Kohlekraftwerk mit 2x 818 MW zu bauen und 
nach 5 Jahren schon wieder über die Abschaltung zu diskutieren, hätte 
man dann wohl besser in ein paar Kabel und Ladesäulen investieren 
sollen.

von Praktiker (Gast)


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Hallo

Wolfgang schrieb:
> Solange Kohlekraftwerke betrieben werden, um den Strombedarf zu decken,
> sorgt jede zusätzlich verbrauchte kWh für den Weiterbetrieb dieser
> Kohlekraftwerke. Und zu diesen zusätzlichen Verbrauchern zählen genau
> E-Autos.

und die passende, weil ironische Antwort darauf (Großes Daumen hoch)

Thomas U. schrieb:
> Stimmt doch nicht! Die Ladesäulen haben einen Voll-Esoterischen
> Kohlestromfilter eingebaut, der nur grüne Elektronen aus der Umwelt
> durchlässt! ...

Ich habe eigentlich angenommen das alle Nutzer dieses Forums wissen wie 
unser Elektrisches Energienetz wenigsten ganz grob aufgebaut ist.
Es handelt sich um ein Verbundnetz wo kein Endnutzer - also auch der 
E-Autobesitzer- sagen kann aus welcher Quelle seine Elektroenergie 
stammt bzw. gewandelt wurde (obwohl - alles letztendlich ist das alles 
Solarartrom bzw. wenn man noch tiefer geht sogar aus Kernfusion die sehr 
stark mit der Atomenergie zusammenhängt...), selbst die "Erzeuger" 
können spätestens wenn sie ins Verbundnetz einspeisen auch ihren 
Großkunden und oder der Region nicht sagen welche Energieträger nun zu 
welchen Anteil am aktuell "verbrauchten" (was physikalisch und logisch 
totaler Unsinn ist aber da selbst so mancher gestandener E-Techniker von 
Verbrauchen spricht bleibe ich mit viel Bauchschmerzen dabei) "Strom" 
bei dir und mir(auch physikalisch nicht korrekt...) hat.
Muss man in einen E-Technik Forum eigentlich noch erwähnen das es weder 
"Ökostrom" noch "Kohlestrom" noch  irgend einen andern 
"Wasauchimmerstrom" gibt?!

Leider wird immer mehr, selbst in Veröffentlichungen von Fachkreisen die 
sich an "Laien" und viel schlimmer an die Entscheider in der Politik im 
weitesten Sinn richten, keine Rücksicht mehr auf die Physik (was aber 
nun mal nicht funktioniert den gegen deren Gesetzte kann man nun mal 
nicht verstoßen) genommen und generell das Thema kaum noch technisch 
sondern viel zu stark politisch und ideologisch angegangen.

"Ökostrom" und Co. sind nur buchhalterische (wohl auch steuerrechtliche 
?) von Büro- Werbe- und "Einäugigen" Menschen gemachte Konstrukte die 
hauptsächlich den modernen Ablasshandel und den "Ich bin was besseres, 
ich bin der Weltretter" snobismus von so einigen gut verdienenden (oder 
wo noch Mama und Papa die Energierechnung bezahlen) Zeitgenossen dienen.

https://www.youtube.com/watch?v=AnFAAdOBB1c

von grundschüler (Gast)


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12 Jahre Prius ii - Erfahrung. Mit defekter Hauptbatterie geht nichts 
mehr. Diese wird zum Starten benötigt. Mein Prius hatte nach zwölf 
Jahren noch eine elektrische Reichweite von 3 - 400m. Vielleicht 30% der 
Anfangskiapazität - lief aber immer noch super. Theoretisch würden 
wahrscheinlich auch 50m elektrische Reichweite noch problemlos 
funktionieren.

Die Hauptbatterie besteht aus 174(?) 1,2V AA Einzelzellen. Die 
Ladetechnik ist sehr ausgereift.

von Dussel (Gast)


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grundschüler schrieb:
> 12 Jahre Prius ii - Erfahrung. Mit defekter Hauptbatterie geht nichts
> mehr. Diese wird zum Starten benötigt. Mein Prius hatte nach zwölf
> Jahren noch eine elektrische Reichweite von 3 - 400m.
> Vielleicht 30% der
> Anfangskiapazität - lief aber immer noch super. Theoretisch würden
> wahrscheinlich auch 50m elektrische Reichweite noch problemlos
> funktionieren.
Danke, das ist eine interessante Information.

Bei den Plug-In-Hybriden gilt halt anscheinend, was ich mir seit Anfang 
der Hybridzeit gedacht habe: Man karrt zwei Energiespeicher und zwei 
Motoren durch die Gegend. Ob das sinnvoll ist, ist fraglich.
Deshalb hätte ich eben gerne einen Mildhybrid. Ein Motor mit ein paar kW 
wiegt nicht so extrem viel und eine kleine Batterie mit ein paar hundert 
Wh ist wahrscheinlich leicht und nicht so teuer. Da denke ich eher, dass 
das sinnvoll ist, wenn man dafür die Bremsenergie nicht komplett 
verliert.

von Wolfgang (Gast)


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Praktiker schrieb:
> Ich habe eigentlich angenommen das alle Nutzer dieses Forums wissen wie
> unser Elektrisches Energienetz wenigsten ganz grob aufgebaut ist.

Es geht nicht darum, wer die Elektronen durchs Netz drückt, sondern 
welche Kraftwerke zuerst abgeschaltet werden, wenn weniger Strom 
benötigt wird.

von grundschüler (Gast)


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Dussel schrieb:
> Man karrt zwei Energiespeicher und zwei Motoren durch die Gegend. Ob das
> sinnvoll ist, ist fraglich.

Am Ende zählt, was hinten rauskommt bzw. vorne reingeht. Der Prius iv 
ist - mit Abstand - das effektivste Fahrzeug am Markt. Da kommt kein 
Diesel mit. Fahre selbst golf vii tdi und bin sehr zufrieden damit. Sehr 
sparsam. Aber der Prius iv ist technisch eine andere Liga.

von Michael_Ohl (Gast)


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Man hätte auch ein zweites Stromnetz aufbauen können und bedarfsgerechte 
Stromverteilungen. dann läuft Deine Waschmaschine halt morgens um 2:00 
und die Kältemaschine des Gefrierschranks um 4:00 Uhr.
Da man das nicht getan hat, bedienen wir uns alle aus einem großen 
Elektronensee. Der Unterschied ist aber ob Du dein Geld dafür bezahlst 
das einer sauberes Wasser (Ökostrom) in den See füllt, oder reinpinkelt 
(Kohlstrom) nur weil Du immer Reinpinkelst wird der Ökostrom davon nicht 
schlechter. Und das E-Auto wird mit jeder Windkraftanlage besser ohne 
das Du etwas dazu tu. musst. Dein Verbrenner wird dank immer 
bedenklicherer Fördermethoden und immer kriminellerer Staatenlenker 
immer schlimmer.

mfG
michael

von Axel L. (axel_5)


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Wolfgang schrieb:
> Michael_Ohl schrieb:
>> Das Argument das E-Autos Kohlestrom Verbrauchen ist in vielerlei
>> Hinsicht Blödsinn. Keine Ladesäule läuft mit Kohlestrom alle mit
>> Ökostrom.
>
> Solange Kohlekraftwerke betrieben werden, um den Strombedarf zu decken,
> sorgt jede zusätzlich verbrauchte kWh für den Weiterbetrieb dieser
> Kohlekraftwerke. Und zu diesen zusätzlichen Verbrauchern zählen genau
> E-Autos.

Kohlekraftwerke werden weiter betrieben, weil es viel zu aufwendig ist, 
die zu regeln, ausserdem sind sie billig. Deswegen werden die immer für 
die Grundlast eingesetzt und einfach laufen gelassen, egal was passiert. 
Daher kommen die negativen Strompreise.
Mit dem Aufkommen von Solar- und Windenergie wurden vor allem 
Gaskraftwerke abgeschaltet, das wären auch die, die wieder angeschaltet 
würden, wenn tatsächlich Strommangel durch E-Autos bestünde. Was es aber 
nicht tut. Ob die Kohlekraftwerke weiter laufen, ist eine rein 
politische Entscheidung.

E-Autos laden meistens Nachts, wenn es sowieso keine Stromabnehmer gibt 
und das Netz nicht ausgelastet ist. Da ist es kein Problem, Windstrom 
von der Nordsee sonstwohin zu leiten, die Leitungen sind eh frei.

von Thomas U. (charley10)


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Wolfgang schrieb:
> Praktiker schrieb:
>> Ich habe eigentlich angenommen das alle Nutzer dieses Forums wissen wie
>> unser Elektrisches Energienetz wenigsten ganz grob aufgebaut ist.
>
> Es geht nicht darum, wer die Elektronen durchs Netz drückt, sondern
> welche Kraftwerke zuerst abgeschaltet werden, wenn weniger Strom
> benötigt wird.

WENIGER Strom in Zukunft???
Ich hatte schon an das Verrrbot von Ölheizungen, die derzeitigen 
Aktionen gegen NordStream, also Gas, Rückbau von Windkraftwerken (weil 
nicht mehr lohnend) und massive Proteste von grünen Natur"schützern" 
gegen jegliche Neuerrichtung ... erinnert. Wie sollen bitteschön in 
Zukunft die Buden Warm, das Essen bereitet, die Wäsche gewaschen ... 
werden, wenn alle Energieformen außer Elektro in Zukunft auf dem Index 
stehen? Aber vielleicht speichert das Netz noch einige Jahre den Strom 
von KKW der nach Abschaltung derer dann entnommen werden kann.
Preisentwicklung beim zukünftigen Energiemonopol?

Nachtrag: Ich hatte vergessen auf die Ironie beim "Voll-Esoterischen
Kohlestromfilter" an Ladesäulen hinzuweisen. Mein Fehler, das Erkennen 
des Augenzwinkern in diesem Forum vorauszusetzen.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Thomas U. schrieb:
> WENIGER Strom in Zukunft???

Du kennst den Unterschied zwischen "weniger" und "kein"?

: Bearbeitet durch User
von Manuel O. (Gast)


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Udo Balinger schrieb:
> Ich denke das wird recht eindeutig dahin führen das Menschen mit Geld,
> einem  Haus mit Stellplatz fürs Auto und vielleicht einer Solaranlage
> gut mit einem Stromer zurecht kommen während Leute ohne diese
> Möglichkeit bald für ihr Auto mehr bezahlen als jemals zuvor.

Die Arbeitssklaven dürfen den ÖPNV nutzen und sich die Seuche holen. 
Dann bewahrheitet sich, dass wer keine Kohle hat, früh krepieren wird. 
Bleibt die Frage, wie gut oder wie schlecht die Leute mit Geld, Haus, 
Stellplatz und Solaranlage ohne ihre Arbeitssklaven zurecht kommen. 
Möglicherweise muss dann der Herr Ing. bei der Sanierung des 
Abwasserkanals selbst Hand mit anlegen.

grundschüler schrieb:
> Am Ende zählt, was hinten rauskommt bzw. vorne reingeht.

Gestern in einem Interview mit Hans-Werner Sinn: ALLES! mit eingerechnet 
muss der neue E-Golf knapp 220.000 km fahren, um einen ökologischen 
Vorteil zum Diesel-Golf herauszufahren. Dumm nur, dass unsere PKWs mit 
180.000 km auf den Schrott fliegen. Weil finstere Mächte alles denkbare 
unternehmen, damit unsere PKWs nicht zu lange halten, bzw. eine 
Instandsetzung exorbitant teuer wird.

von (prx) A. K. (prx)


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Manuel O. schrieb:
> um einen ökologischen Vorteil zum Diesel-Golf herauszufahren

Hat er das mit dem Prüfstand-Wert von VW gerechnet? ;-)

von Praktiker (Gast)


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Hallo

schade des Manuel O. seinen, für mich, durchaus sinnigen Argumente mit 
zu viel Emotionen und Dramaqueen gehabe kaputt gemacht hat, den vom 
Grundsatz hat er absolut nicht unrecht - aber wie immer:
Der Ton macht die Musik und so wie er es formuliert hat ist es nun dann 
doch nicht.

Selbst wenn dieser Hans-Werner Sinn (wer ist das irgend ein Youtuber, 
irgend ein Stammtischbruder, ein Politiker, ein Umweltaktivist, ein 
führender Mitarbeiter von VW...? Das wäre schon wichtig) recht haben 
sollte:

Kommt es auch zu einen finanziellen Vorteil (Elektroenergie muss bezahlt 
werden und wird quasi getankt) und wann - wird Mobilität preiswerter als 
mit den Verbrenner - wird sich jeder der sich jetzt ein Fahrzeug (egal 
ob neu für 45000 Euro oder der Gebrauchtwagen für unter 1000 Euro aus 
vierter Hand den wahrscheinlich die nächste HU ein Ende bereiten wird) 
leisten kann das auch noch können?
Gerade die Leute welche zur letzten Gruppe zählen sind oft am ehesten 
auf ein eigenes Auto angewiesen.

Praktiker

von Michael_Ohl (Gast)


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Der gute Herr Sinn ist Ökonom wird wird für nahezu jeden Unsinn bezahlt 
den man haben möchte. Er nimmt sich die Ölquelle in Bergedorf dann hat 
er kein Transportkosten und rechnet gegen den ältesten Braunkohlemailer 
und verkauft sein Wahrheit dann als Allgemein gültig. Ölsand und 
Amazonasvergiftung sowie alle Kriege die wegen des Öls, mit dem Geld des 
Öls oder indirekt wegen der Folgen der Ölverbrennung geführt werden, 
spielen weder Ökonomisch noch ökologische bei solchen Betrachtungen eine 
Rolle. Das der Strom jährlich grüner wird natürlich auch nicht. So 
borniert das nicht zu sehen, sind leider noch sehr viele Mitmenschen.

mfG
Michael

Beitrag #6405052 wurde vom Autor gelöscht.
von Udo S. (urschmitt)


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grundschüler schrieb:
> Fahre selbst golf vii tdi und bin sehr zufrieden damit. Sehr
> sparsam. Aber der Prius iv ist technisch eine andere Liga.

Das kommt halt aufs Fahrprofil an.
Wenn ich entspannt auf der Autobahn länge Strecken fahre und 
vorausschauend unterwegs bin und nicht mit Bleifuss auf langsamere 
auffahre um dann heftig abzubremsen, dann dürfte der wesentlich 
schwerere und mit einem Benziner ausgestattete Prius deutlich mehr 
verbrauchen als der Golf.

Im Stadtverkehr sieht das dann ganz anders aus.

von Udo S. (urschmitt)


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Manuel O. schrieb:
> Gestern in einem Interview mit Hans-Werner Sinn

Ja der gute Prof. Sinn hat auch schon folgendes gesagt:
"Die einzige Hoffnung der Menschheit war die Atomkraft"

Er ist halt Wirtschaftswissenschafler, die können nur dann gut rechnen, 
wenn die Endsumme in ihrem eigenen Geldbeutel landet.

von MeierKurt (Gast)


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Manfred schrieb:
>
> Die Erdgastankstelle liegt gut 10km entfernt meiner tägliche Route in
> einer Kleinstadt, also wären rund jede Woche 20km Umweg plus Zeitverlust
> fällig. Was nun - klar, wieder ein Diesel. Ist ja toll, wenn es
> angeblich umweltfreundlichere Antriebe gibt, aber bitte nicht so, dass
> ich anstatt alle 14 Tage 10 Minuten tanken jede Woche eine
> Dreiviertelstunde Umweg fahre.

10km hin, tanken, 10km her - 45 Minuten?
Laß mich raten, wenn Stau ist, sitzt du oft im ersten Fahrzeug der 
Schlange...

von Percy N. (vox_bovi)


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Udo S. schrieb:
> Ja der gute Prof. Sinn hat
augenscheinlich noch nicht einmal das Vorwort zu Marx' Kapital gelesen; 
anders ist nicht zu erklären, dass er in einer Talkshow dem Kommunismus 
unterstellte,  lauter Gaunereien "den bösen Kapitalisten" zu 
unterstellen.

> Er ist halt Wirtschaftswissenschafler
mit recht beschränktem Horizont. Oder hält er es vielleicht mit der 
Wahrheit nicht so ganz genau?

: Bearbeitet durch User
von grundschüler (Gast)


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Udo S. schrieb:
> dann dürfte der wesentlich
> schwerere und mit einem Benziner ausgestattete Prius deutlich mehr
> verbrauchen als der Golf.

Der Prius der vierten Generation emittiert 75 g CO2 /km (Fahrzyklus 
NEDC-kombiniert) und 94 g CO2 /km (Fahrzyklus WLTP-kombiniert), und 
hatte somit unter allen Neuwagen auf dem Markt und unter allen PkW auf 
den Straßen mit Hybrid-, Diesel- oder Benzinmotor und ohne 
Plug-in-Hybrid-Auflade-Möglichkeit, von März 2016 bis März 2020, in 
beiden Fahrzyklen die niedrigsten CO2-Emissionen.

von Oliver S. (oliverso)


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Udo S. schrieb:
> Das kommt halt aufs Fahrprofil an.
> Wenn ich entspannt auf der Autobahn länge Strecken fahre und
> vorausschauend unterwegs bin und nicht mit Bleifuss auf langsamere
> auffahre um dann heftig abzubremsen, dann dürfte der wesentlich
> schwerere und mit einem Benziner ausgestattete Prius deutlich mehr
> verbrauchen als der Golf.
>
> Im Stadtverkehr sieht das dann ganz anders aus.

Da der Test ja nun von den einschlägigen Autosendungen gemacht wurde, 
ist das Ergebnis bekannt, und lustigerweise umgekehrt.

Der Prius ist tatsächlich auf Langstrecke sehr sparsam, solange man 
langsam fährt. Schnell kann der ja eh nicht.

Oliver

von oszi40 (Gast)


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grundschüler schrieb:
> Der Prius der vierten Generation emittiert 75 g

Oliver S. schrieb:
> Der Prius ist tatsächlich auf Langstrecke sehr sparsam, solange man
> langsam fährt. Schnell kann der ja eh nicht.
Stimmt nicht ganz. Er kann schnell anfahren, aber auf der Autobahn 
dauerhaft 180 hast Du recht.

Gibt es eigentlich E-Autos, die für Anhänger geeignet sind?

von Ralf X. (ralf0815)


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oszi40 schrieb:
> Gibt es eigentlich E-Autos, die für Anhänger geeignet sind?

Viele.
Der Anhänger sollte aber Rampen und eine Winde haben. :-)

von Joachim B. (jar)


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von Nichtverzweifelter (Gast)


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Ich lege da eher Wert auf zeitlose Eleganz...
.
ein alter Jaguar muss es sein. Was jucken mich da Verbrauchswerte? 
Pfffft...Kleinkrämerei :-)

Geld spielt keine Rolex!

Wenn Ihr alle ÖPNV fahrt, kann ich ja Jaguar fahren, fällt praktisch 
nicht ins Gewicht.

von Michael O. (michael_o)


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Der Jaguar ist doch vergleichsweise wenig durstig. Mit dem 12 Zylinder 
musste man auf 600km nur einmal Tanken und mehr als 90 Liter Super 
gingen auch nicht in den Tank - in keinen von beiden.
In den Tank von meinem Schiff gehen 1800 Liter Diesel reicht für 3000km 
wenn der Hebel auf dem Tisch liegt reicht es nicht mal für 1500km.

mfG
Michael

von Nichtverzweifelter (Gast)


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;-)))))

Alles nur Spass...

Aber "eigenartige" Fragen werden hier schon gestellt: Hybrid ohne 
Batterie nutzen...


Das wär ja, wie Jaguar ohne Chaffeur. Einfach nicht richtig.

von Dussel (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Aber "eigenartige" Fragen werden hier schon gestellt: Hybrid ohne
> Batterie nutzen...
Den Sinn dahinter habe ich ja erklärt.
Natürlich soll das Auto mit Batterie fahren, die Frage war aber, ob als 
Rückfallebene auch der Betrieb mit kaputter Batterie möglich ist.

von Harald W. (wilhelms)


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Dussel schrieb:

> Natürlich soll das Auto mit Batterie fahren, die Frage war aber, ob als
> Rückfallebene auch der Betrieb mit kaputter Batterie möglich ist.

Und wie soll der Motor gestartet werden?

von Susi Sorglos (Gast)


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Bei einer Pauschalberechnung versteuerst du als Nutzer des Dienstwagens 
jeden Monat einen festen Betrag: 1% od. 0,5% bei E-Auto.

Nichtverzweifelter schrieb:
> Hybrid ohne Batterie nutzen

Dann dreh Dich flink um und sieh nach, welcher Esel schiebt.
Das Finanzamt prüft später wer der Esel war.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Sinnlos!

von Walta S. (walta)


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Viel interessanter fände ich die Frage ob man einen Hybrid auch ohne 
Verbrennermotor fahren kann. Also nur mit dem Elektromotor.

walta

von Percy N. (vox_bovi)


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Walta S. schrieb:
> Also nur mit dem Elektromotor.

Du kannst ja sogar einen reinen Verbrenner allein mit dem Anlasser 
fahren, wenngleich nicht allzu weit.

von Harald W. (wilhelms)


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Percy N. schrieb:

> Du kannst ja sogar einen reinen Verbrenner allein mit dem Anlasser
> fahren, wenngleich nicht allzu weit.

Aber m.W. haben Hybride keinen extra Anlasser, sondern werden mit dem
sowieso vorhandenen Elektromotor angeworfen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Harald W. schrieb:
> Aber m.W. haben Hybride keinen extra Anlasser, sondern werden mit dem
> sowieso vorhandenen Elektromotor angeworfen.

Das mag sein. Was aber bedeutet das für diejenigen Hybride, bei denen 
der Verbrenner die meiste Zeit steht und nur zur Reichweitenverlängerung 
angeworfen wird? Bei Plug-Ins dürfte das der Regelfall sein.

von Dussel (Gast)


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Walta S. schrieb:
> Viel interessanter fände ich die Frage ob man einen Hybrid auch ohne
> Verbrennermotor fahren kann. Also nur mit dem Elektromotor.
Ja. Das ist die Idee hinter den größeren Hybriden. Größer im Sinne der 
Leistung und Akkukapazität.

von Philipp G. (geiserp01)


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Dussel schrieb:
> Ist das realistisch oder ist ein Hybridauto ohne Batterie unbenutzbar?

Ganz klar. Ohne Batterie läuft hier gar nix mehr. Darf es auch nicht, 
denk mal an die Bremsen. Die sind nämlich kleiner dimesionsiert da die 
Rekuperation ja mit bremst.

Beitrag #6411963 wurde vom Autor gelöscht.
von Rolf M. (rmagnus)


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Praktiker schrieb:
> Für mich geht das so:
>
> Super Sache (glaube ich) daher möchte ich das mal ausprobieren - E-Autos
> sollen ja gut im Anzug aus den Stand sein. des weiteren gibt es noch
> manchmal Zückerchen bei den Parkplätzen und man dürfte auch in
> nennenswert vielen Jahren in die Städte einfahren dürfen.

Das gilt aber nur, wenn du ein E-Kennzeichen bekommst. Voraussetzung 
dafür ist, dass das Auto mindestens 40 km rein elektrisch fahren kann. 
Mild Hybrid kann in der Regel gar nicht rein elektrisch fahren, 
zumindest nicht über das Anfahren hinaus.

> Außerdem (auch wenn es gerade dort wo es besonders gut funktioniert -
> bei geringen Geschwindigkeiten) sind die E-Fahrzeuge super leise - wenn
> es denn nicht vorsätzlich kaputt gemacht wird 8werden muss...)
> Auch das "Tanken" kann (noch... aber ist mittlerweile meist schon zu
> spät) manchmal sehr preiswert sein.

Mit einem Mild Hybrid kannst du keinen Strom tanken. Da brauchst du 
einen Plug-in-Hybriden.

Dussel schrieb:
> Ich habe noch überlegt, das Auto muss ja auch mit einer leeren Batterie
> klarkommen.

Nur wenn sein BMS sich dazu entscheidet, die Batterie vollständig zu 
entleeren, was es wohl eher nicht tun wird.

von Dussel (Gast)


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Philipp G. schrieb:
> Darf es auch nicht,
> denk mal an die Bremsen. Die sind nämlich kleiner dimesionsiert da die
> Rekuperation ja mit bremst.
Das ist ein guter Gedanke. Aber gilt das auch beim Mild-Hybrid?
PS: Bremswiderstände einbauen. Schön nostalgisch auf dem Dach. :D

Rolf M. schrieb:
> Nur wenn sein BMS sich dazu entscheidet, die Batterie vollständig zu
> entleeren, was es wohl eher nicht tun wird.
Irgendwann kann halt keine Ladung mehr entnommen werden. Da muss das 
Auto ja dann auch damit klarkommen, dass es den Elektromotor eben nicht 
nutzen kann.

von Ralf X. (ralf0815)


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Philipp G. schrieb:
> Ohne Batterie läuft hier gar nix mehr. Darf es auch nicht,
> denk mal an die Bremsen. Die sind nämlich kleiner dimesionsiert da die
> Rekuperation ja mit bremst.

Wo hast Du diese Behauptung her?
Ansonsten einfach mal überlegen, welches Gegendrehmoment und Leistung 
der elektrische Antrieb bei einer elktrischen Vollbremsung bei welcher 
Geschwindigkeit entfalten/verarbeiten muss und welche Spannungen und 
Ströme dabei wo entstehen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Ralf X. schrieb:
> Ansonsten einfach mal überlegen, welches Gegendrehmoment und Leistung
> der elektrische Antrieb bei einer elktrischen Vollbremsung bei welcher
> Geschwindigkeit entfalten/verarbeiten muss und welche Spannungen und
> Ströme dabei wo entstehen.

Unabhängig davon muss dass Fahrzeug auch bei Totalausfall des 
Antriebsstrangs, zu dem eben auch die Rekuperationsbremse gehört, sicher 
abgebremst werden können.
Und bei längerer Talfahrt muss es auch bremsen können, auch wenn die 
Batterie schon kurz vor dem Kochen ist.

: Bearbeitet durch User
von Rolf M. (rmagnus)


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Dussel schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Nur wenn sein BMS sich dazu entscheidet, die Batterie vollständig zu
>> entleeren, was es wohl eher nicht tun wird.
> Irgendwann kann halt keine Ladung mehr entnommen werden. Da muss das
> Auto ja dann auch damit klarkommen, dass es den Elektromotor eben nicht
> nutzen kann.

Ich fahre aktuell einen Plug-in-Hybrid, und dort wird bei 10% Ladung der 
Elektromotor nicht mehr zum Antrieb verwendet. Es ist aber immer noch 
locker genug in der Batterie, um den Elektromotor zum Starten des 
Verbrenners zu nutzen.

von ACDC (Gast)


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Praktiker schrieb:
> "Ökostrom" und Co. sind nur buchhalterische

Klar. Wenn jemand 1000kWh Ökostrom kauft, dann muss irgendjemand im 
Verbundnetz 1000kWh Ökostrom einspeisen.
Natürlich ist nicht der Strom der beim Käufer aus der Dose kommt kein 
reiner Ökostrom.

Jetzt stell dich nicht so an.

von ACDC (Gast)


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Rolf M. schrieb:
> Ich fahre aktuell einen Plug-in-Hybrid, und dort wird bei 10% Ladung der
> Elektromotor nicht mehr zum Antrieb verwendet. Es ist aber immer noch
> locker genug in der Batterie, um den Elektromotor zum Starten des
> Verbrenners zu nutzen.

Also kein Verbrenner fahren, wenn das BMS den Hauptakku sperrt.

von Schlaumaier (Gast)


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Ich denke das man Batterien auf Grund der "Blocktechnik" relativ 
kostengünstig demnächt reparieren kann.

Blocktechnik = einige kleine Zellen werden zu einen kleinen Block 
zusammen gelötet. Dieser Mini-Block wird dann zu einen größeren Block 
zusammen gelötet. Die Steuerelektronik jedes kleinen Blocks sorgt dann 
für den Strom bzw. überwacht das Laden / gibt Rückmeldung.

Ich hab den Aufbau mal in einen Produktionsvideo über Tesla gesehen.

von Ralf X. (ralf0815)


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ACDC schrieb:
> Praktiker schrieb:
>> "Ökostrom" und Co. sind nur buchhalterische
>
> Klar. Wenn jemand 1000kWh Ökostrom kauft, dann muss irgendjemand im
> Verbundnetz 1000kWh Ökostrom einspeisen.

Das ist falsch.
Riesige Mengen in DE verkauften Ökostrom sind lediglich mittels 
ausländischen Öko-Kaufzertifikaten umgelaberlter Kolhle-, Gas- und 
Atomstrom.
Der Ökostromanbieter EWS handelt angeblich fast ausschliesslich mit 
norwegischen Wasserstrom, lt. Destatis, Eurostat, etc. wurde aber noch 
nie auch nur eine kWh Strom aus Norwegen nach Deutschland geliefert.
Ich bin gespannt, wann jemand den Biozertifikathandel für Lebensmittel 
einführt, wobei das Zertifikat natürlich frei übertragbar ist.

von Michael O. (michael_o)


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18650 ger Rundzellen bauen aber andere Hersteller als Tesla eher selten 
ein. Der Austausch einer defekten Zelle bei Tesla bedeutet eben auch 
einen großen Haufen guter Zellen auch weg zu werfen.
In meinem Kangoo ZE sind 2x96 Pouch Zellen verbaut so das eine defekte 
Zelle leicht zu erkennen und zu tauschen wäre.

mfG
Michael

von Philipp G. (geiserp01)


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Ralf X. schrieb:
> Wo hast Du diese Behauptung her?

Es ist keine.

> Ansonsten einfach mal überlegen, welches Gegendrehmoment und Leistung
> der elektrische Antrieb bei einer elktrischen Vollbremsung bei welcher
> Geschwindigkeit entfalten/verarbeiten muss und welche Spannungen und
> Ströme dabei wo entstehen.

Du weisst schon dass ein Hybrid neben der el. Bremse noch klassische 
Scheiben- oder Trommelbremsen verbaut hat?

Den P57D zum Beispiel hat * diesen auf dem Nürburgring getestet. Neben 
der angegebenen Systemleistung von 700 PS lässt sich diese nur dreimal 
abrufen, dann wird der gedrosselt auf 485 PS.

Aber das Problem war, schon nach der fünften Kurve waren die Bremsen 
dermassen am faden*, dass ein Golf GTI die schliesslich eingeholt haben 
:)

*Brade Fading, selber googeln.

Weiter gäbe es noch so Dinge wie Schwerpunkt, Gewichtsverteilung, Torque 
Split, Einfederungsverhalten, etc. zu berücksichtigen, aber über 
Fahrdynamik disktuiere ich dann doch lieber im gofeminin.de Forum.

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Philipp G. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Wo hast Du diese Behauptung her?
>
> Es ist keine.

Selbstverständlich war das eine Behauptung von Dir.
Zumindest in der EU gibt es zwingende Vorschriften bzgl. zweier 
voneinander unabhängigen Betriebsbremsen an Kfz und deren 
Leistungsfähigkeit.
KEIN(!) BEV hat bisher eine Zulassung, welche die Rekupertionsbremse als 
Bestandteil der Betriebsbremsen berücksicht.
Und das völlig zurecht.

>> Ansonsten einfach mal überlegen, welches Gegendrehmoment und Leistung
>> der elektrische Antrieb bei einer elktrischen Vollbremsung bei welcher
>> Geschwindigkeit entfalten/verarbeiten muss und welche Spannungen und
>> Ströme dabei wo entstehen.
>
> Du weisst schon dass ein Hybrid neben der el. Bremse noch klassische
> Scheiben- oder Trommelbremsen verbaut hat?

Selbstverständlich weiss ich das, s.o.

> Den P57D zum Beispiel hat * diesen auf dem Nürburgring getestet. Neben
> der angegebenen Systemleistung von 700 PS lässt sich diese nur dreimal
> abrufen, dann wird der gedrosselt auf 485 PS.

Der angesprochene Tesla nennt sich P75D.
Und selbstverständlich gibt es viele konventionelle Serien-Fahrzeuge, 
die nicht für den Renneinsatz konzipiert sind und je nach Belastung die 
Leistung herabsetzen.

> Aber das Problem war, schon nach der fünften Kurve waren die Bremsen
> dermassen am faden*, dass ein Golf GTI die schliesslich eingeholt haben
> :)
>
> *Brade Fading, selber googeln.

Du meinst das Bremsen- oder Brake-Fading.
Auch das ist bei vielen Serienfahrzeugen völlig normal und kommt selbst 
in der F1 alle naslang zum Tragen.

> Weiter gäbe es noch so Dinge wie Schwerpunkt, Gewichtsverteilung, Torque
> Split, etc. zu berücksichtigen, aber über Fahrdynamik disktuiere ich
> dann doch lieber im gofeminin.de Forum.

Jeder halbwegs gebildete Kfz-Fahrer weiss, dass bei einer Schnell- 
Notbremsung je nach Fahrzeuggeometrie bis über 90% der Bremskraft von 
den Vorderrädern, bzw. der dortigen Bremse aufgebracht werden werden 
muss.
Deine pinke Wohnzimmerbastel-Garage würde übrigens gerade bei gofeminin 
mehr Begeisterung hervorrufen, als bei Fachleuten für Fahrzeugtechnik.

von Praktiker (Gast)


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Hallo

ACDC schrieb:
> Klar. Wenn jemand 1000kWh Ökostrom kauft, dann muss irgendjemand im
> Verbundnetz 1000kWh Ökostrom einspeisen.
> Natürlich ist nicht der Strom der beim Käufer aus der Dose kommt kein
> reiner Ökostrom.
>
> Jetzt stell dich nicht so an.


Doch das mach ich und zwar nicht wegen irgendwelchen technischen 
Inkorrektheiten - das wäre tatsächlich sich nur kleinkariertes 
"anstellen".

Es geht mir aber um den ganzen Ideologischen und ungefragten 
(um-)erzieherischen und verurteilenden Terz der mit den Begriff Ökostrom 
betrieben und nur leicht versteckt betrieben wird.

"Wie dir ist der Umweltschutz  nicht 5 ct pro kWh mehr wert?"

"Ich Ökostrombezieher bin was besseres als du!"

"Wenn dir Ökostrom zu teuer ist dann "verbrauche" doch einfach weniger"

Und vieles ähnliche was wohl oft nicht so direkt (obwohl...) aber 
impliziert von den Ökostromaktivisten (Und natürlich noch viel 
geschickter und einschmeichelnd -"Du rettest die Welt"-) von den 
Anbietern gesagt wird.

Das genau ist es warum, hoffentlich nicht nur ich, so kleinkariert mit 
der technischen Seite der Sache reagieren.
Den wenn ich (wir) mit den eigentlichen Argumenten kommen hagelt es 
gleich Torschlagargumente auf die man dann nicht mehr sinnvoll regieren 
kann.

Siehe z.B pro oder gegen Todesstrafe bei Mord und die Profraktion kommt 
dann mit "deinen" Kind als Mordopfer an.

Und genauso "argumentiert" leider ein Großteil der Ökostromliga - wobei 
es beim Ökostrom bei diesen Zeitgenossen eben nicht bleibt sondern 
direkt eine Ideologie verbreitet wird und jeder der sich nicht daran 
hält das Böse schlechthin ist.
Wie immer: Ausnahmen gibt es immer aber die sind nicht laut, drängen 
sich nicht in Vordergrund, bringen kein Tonschlagargument und haben auch 
Ahnung von den Physikalisch - technischen zusammenhängen und vor allem 
hängen keiner Ideologie oder einen Umerziehungsgedanken an.

Praktiker

von Philipp G. (geiserp01)


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Ralf X. schrieb:
>> Ralf X. schrieb:
>>> Wo hast Du diese Behauptung her?
>>
>> Es ist keine.
>
> Selbstverständlich war das eine Behauptung von Dir.
> Zumindest in der EU gibt es zwingende Vorschriften bzgl. zweier
> voneinander unabhängigen Betriebsbremsen an Kfz und deren
> Leistungsfähigkeit.

Das habe ich nicht behauptet. Ich sagte lediglich, dass die Bremsen bei 
einem Hybrid bewusst kleiner dimensioniert sind.

Ralf X. schrieb:
>> *Brade Fading, selber googeln.
>
> Du meinst das Bremsen- oder Brake-Fading.

Ja was zum habe ich denn anderes geschrieben dass du es nochmal zitieren 
musst.

Ralf X. schrieb:
> Deine pinke Wohnzimmerbastel-Garage würde übrigens gerade bei gofeminin
> mehr Begeisterung hervorrufen, als bei Fachleuten für Fahrzeugtechnik.

Das hat einen ganz anderen Hintergrund. -> https://yashiofactory.co.jp/

von Peugeopel (Gast)


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Obwohl ich selber elektrisch unterwegs bin...
Der war gut! :-D

von Peugeopel (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> Viele.
> Der Anhänger sollte aber Rampen und eine Winde haben. :-)

Obwohl ich selber elektrisch unterwegs bin...
Der war gut! :-D

von Harald W. (wilhelms)


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Philipp G. schrieb:

> *Brade Fading, selber googeln.

Da finde ich nur das:
https://wavyhaircut.com/styles-for-brade-and-fade/

von Nichtverzweifelter (Gast)


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"brake", nicht "brade" !

von Michael O. (michael_o)


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Währe sich richtig Lustig, Einen Hybrid oder ein E-Auto oben auf dem 
Berg z.B. am Gotthardpass aufzuladen und dann mit voller Batterie und zu 
kleiner Bremse den Berg runter zu kommen. Zum Glück sind TÜV und 
Hersteller da etwas schlauer und bauen die diese Fahrzeuge größere und 
nicht kleinere Bremsen. Da die Fahrzeuge schwerer sind, und genau wie 
Automatikwagen keine Motorbremse nutzen können ist das auch der einzig 
mögliche Weg.

mfG
Michael

von Rolf M. (rmagnus)


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Michael O. schrieb:
> Da die Fahrzeuge schwerer sind, und genau wie
> Automatikwagen keine Motorbremse nutzen können ist das auch der einzig
> mögliche Weg.

Warum sollten Automatikwagen keine Motorbremse nutzen können?

von Ro n. (rwth2212)


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Philipp G. schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Ist das realistisch oder ist ein Hybridauto ohne Batterie unbenutzbar?
>
> Ganz klar. Ohne Batterie läuft hier gar nix mehr. Darf es auch nicht,
> denk mal an die Bremsen. Die sind nämlich kleiner dimesionsiert da die
> Rekuperation ja mit bremst.

Die Bremsen sind nicht kleiner dimensioniert als bei Verbrennermodellen.


Renault Zoe: 260mm vorne
Nissan Leaf: 290mm vorne
Tesla Model S: 355mm vorne

von Blumpf (Gast)


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Viel Dinosauriergebrüll hier, und wenig Argumente. Wir alle wissen ja, 
wo ein Teil der Leute hier arbeitet, gell?

Wir kennen wir alle den wirklichen Grund für das Gemecker nicht wahr? 
Dochdoch:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/stuttgart-daimler-untertuerkheim-stellenabbau-100.html

Euer Gemecker kann dem Verbrenner jetzt nicht mehr helfen. Helfen kann 
euch aber eine Umschulung. Ein Wandel brigt immer auch Chancen.

Was das Thema angeht:
Wenn du nicht zu 100% auf E-Auto umsteigen willst, ist es jetzt eine 
gute Lösung erst mal einen gebrauchten Verbrenner zu kaufen, statt eine 
halbe Lösung hinzulegen. Einen, der noch beispielsweise 4 Jahre unter 
der Habe hat.
Sind gerade günstig. Ist der hinüber, kann man die Sache neu evaluieren.

Die Technik macht große Fortschritte, und die Autos werden billiger, da 
kann ein bischen Warten viel Geld sparen.
Man kann dann in 6 Jahren entweder bei den ersten jungen Gebrauchten 
E-Autos günstig zugreifen, oder was neues mit guten Leistungsdaten 
kaufen.
Denn was jetzt so verkauft wird ist schon ziemlich Alltagstauglich, in 6 
Jahren aber technisch weit hinten, das es die Kisten billig geben wird.

von oszi40 (Gast)


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Blumpf schrieb:
> und die Autos werden billiger, da
> kann ein bischen Warten viel Geld sparen.

Deswegen sind die Ladenhüter billig am Markt oder auch Fahrzeuge die 
später hohe Wartungskosten haben. Bei einem E-Auto ist der größte Posten 
die Batterie wie schon mehrfach bemerkt wurde ...

von Blumpf (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Deswegen sind die Ladenhüter billig am Markt oder auch Fahrzeuge die
> später hohe Wartungskosten haben. Bei einem E-Auto ist der größte Posten
> die Batterie wie schon mehrfach bemerkt wurde ...

Ich bin mal so frei und übersetze deinen Text:
https://www.youtube.com/watch?v=baKnusEyaqY

Die Mär von der schlechten Batterie ist so alt wie die 
E-Auto-Diskussion.
Wenn man mit der Reichweite heutiger E-Autos klarkommt, ist es jetzt 
sinnvoll eines zu kaufen. Das betrifft 85% aller Leute, speziell solche 
mit eigener Garage.

MÜSSEN tut man das aber keinesfalls, und für viele Leute wird es 
momentan auch keine Lösung sein.

Wer aber jetzt in einen neuen Verbrenner investiert, der reitet ein 
totes Pferd.

von Ralf X. (ralf0815)


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Blumpf schrieb:
> oszi40 schrieb:
>> Deswegen sind die Ladenhüter billig am Markt oder auch Fahrzeuge die
>> später hohe Wartungskosten haben. Bei einem E-Auto ist der größte Posten
>> die Batterie wie schon mehrfach bemerkt wurde ...
>
> Ich bin mal so frei und übersetze deinen Text:
> https://www.youtube.com/watch?v=baKnusEyaqY
>
> Die Mär von der schlechten Batterie ist so alt wie die
> E-Auto-Diskussion.
> Wenn man mit der Reichweite heutiger E-Autos klarkommt, ist es jetzt
> sinnvoll eines zu kaufen. Das betrifft 85% aller Leute, speziell solche
> mit eigener Garage.
>
> MÜSSEN tut man das aber keinesfalls, und für viele Leute wird es
> momentan auch keine Lösung sein.
>
> Wer aber jetzt in einen neuen Verbrenner investiert, der reitet ein
> totes Pferd.

Ich finde es gut, dass auch Menschen mit z.B. einem IQ von 50 sich etwas 
100%iges überlegen  und davon noch höher überzeugt sind.
ich bin begeistert.
 Ach ja @Blumpf
Wenn Du nachfragen hast, nur zu.

von Blumpf (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> Ich finde es gut, dass auch Menschen mit z.B. einem IQ von 50 sich etwas
> 100%iges überlegen  und davon noch höher überzeugt sind.
> ich bin begeistert.
>  Ach ja @Blumpf
> Wenn Du nachfragen hast, nur zu.

Ok, erklär mal was dein Geschreibsel bedeutet, denn es ist wirr. Soll es 
eine Beleidigung sein? Wenn du meinst...

Deinen obrigen Beiträgen entnehme ich, dass du ein starker Verfechter 
des Verbrennungsmotors und Anhänger von wirren Verschwörungstheorien zur 
Energiewende bist

Zuviel will ich daher gar nicht diskutieren. Wer das Problem 
(Osborne-Effekt in der Autoindustrie, Klimawandel) jetzt nicht erkennt, 
dem kann man auch nicht mehr helfen. Ich habe ähnliche Diskussionen 
schon zu früher zu anderen Themenbereichen geführt, unter Anderem bei 
der analogen Fotografie und bei der Einführung des Internets. Dieselben 
Argument.
Es führt zu nichts.

von René F. (therfd)


Angehängte Dateien:

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Michael O. schrieb:
> 18650 ger Rundzellen bauen aber andere Hersteller als Tesla eher selten
> ein. Der Austausch einer defekten Zelle bei Tesla bedeutet eben auch
> einen großen Haufen guter Zellen auch weg zu werfen.
> In meinem Kangoo ZE sind 2x96 Pouch Zellen verbaut so das eine defekte
> Zelle leicht zu erkennen und zu tauschen wäre.
>
> mfG
> Michael

Tesla setzt schon seit einiger Zeit Zellen im Format 21700 ein. Zudem 
sind alle Zellen mit einem Sicherungsdraht gebondet. Geht eine Zelle in 
den Kurzschluss, brennt der Draht durch.

Stellt sich die Frage ob es wirklich „gute Zellen“ wären, die entsorgt 
werden würden. Ein Ausfall von ein paar einzelnen Zellen macht sich bei 
der hohen Anzahl an Zellen nur geringfügig in der Reichweite bemerkbar. 
Wenn die Kapazität der Batterie aber schon so tief gesunken ist, das ein 
Wechsel erforderlich ist, dann halte ich es für wahrscheinlicher, das 
die restlichen Zellen ebenfalls verschlissen sind, eine Selektion wird 
garantiert teurer sein, als der komplette Tausch der betroffenen 
Batterie.

von Manfred (Gast)


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Michael O. schrieb:
> Währe
Har das etwas mit Warheit zu tun?

> Währe sich richtig Lustig, Einen Hybrid oder ein E-Auto oben auf dem
> Berg z.B. am Gotthardpass aufzuladen und dann mit voller Batterie und zu
> kleiner Bremse den Berg runter zu kommen.

Es ist zu bezweifeln, dass das mit einem klassischen PKW (Verbrenner) 
gut gehen würde. Keine Bremsanlage ist für einen dauerhaften Betrieb 
ausgelegt, Versagen auf langen Gefällestrecken keinesfalls neu. War da 
nicht mal etwas in der Fahrschule, mit dem gleichen Gang runter wie 
rauf?

Das Elektroauto wäre da im Vorteil, weil es rekuperiert - was Du 
natürlich ausschließt, weil ja oben vollgeladen. Vielleicht ist das 
garnicht mal so abwegig, wenn die Gipfelgaststätte ihren Gästen eine 
Ladestation bietet.

> Da die Fahrzeuge schwerer sind, und genau wie
> Automatikwagen keine Motorbremse nutzen können ist das auch der einzig
> mögliche Weg.

Das ist erstmal Quark, Elektroautos haben weitaus mehr 
Motorbremsleistung als Verbrenner.

Rolf M. schrieb:
> Warum sollten Automatikwagen keine Motorbremse nutzen können?

Ich habe schon lange keinen mehr gefahren. Früher war die tatsächlich 
sehr gering, weil der Wandler Schlupf hatte - vor 25 Jahren. Mit den 
aktuellen x-Gang-Getrieben ohne Wandler gibt es eigentlich keinen Grund, 
die Motorbremse auszuhebeln.

Ich habe allerdings den Eindruck, dass aktuelle Verbrenner mit variabler 
Ventilsteuerung weniger Motorbremsleistung aufweisen, um Sprit zu sparen 
- subjektiv von meinem vorletzten zum aktuellen PKW.

von Michael O. (michael_o)


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Und wie läuft das bei einer Wandlerautomatik? Da findet die Übertragung 
von Leistung nur statt, wenn der Motor schneller als der Getriebeeingang 
dreht, Daher gibt es Motorbremse nur bei aktiver Wandlerüberbrückung 
oder mit Abschepp Hilfspumpe. Die Bremsen meinen Kangoo ZE sind die 
größten die es am Kangoo gibt, weil die Fahrzeuge schwerer ist als alle 
anderen Kangoo Modelle.
Jetzt bekommen zwar gerade fast alle Kleineren Fahrzeuge hinten 
Trommelbremsen, die bremsen aber wesentlich besser als früher beim 
Käfer, dort war es unmöglich auf trockener Straße ein Rad zum quitschen 
zu bringen mit der Bremse, ABS war unnötig.

mfG
Michael

von Rolf M. (rmagnus)


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Michael O. schrieb:
> Und wie läuft das bei einer Wandlerautomatik? Da findet die Übertragung
> von Leistung nur statt, wenn der Motor schneller als der Getriebeeingang
> dreht, Daher gibt es Motorbremse nur bei aktiver Wandlerüberbrückung
> oder mit Abschepp Hilfspumpe.

Dann vermutlich mit der Wandlerüberbrückung. Bei meinem Hybrid 
jedenfalls kann der Elektromotor durch Rekuperation schon kräftig 
bremsen, und der ist vor dem Getriebe, muss das also durch dieses 
hindurch tun. Und ja, es handelt sich um eine klassische 
Wandler-Automatik.

von Blumpf (Gast)


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Manfred schrieb:
> Das Elektroauto wäre da im Vorteil, weil es rekuperiert - was Du
> natürlich ausschließt, weil ja oben vollgeladen. Vielleicht ist das
> garnicht mal so abwegig, wenn die Gipfelgaststätte ihren Gästen eine
> Ladestation bietet.

Bin die Glocknerstraße neulich mit einem Nissan Leaf gefahren. Oben bin 
ich mit 33% Akku losgfahren, in Bruck an der Glocknerstraße mit 55% 
angekommen. Da steckt also eine Menge Energie drin, die irgenwo hin 
muss.
Beim E-Auto in den Akku, beim Verbrenner in den Motor, beides kann das 
aufnehmen. Niemals in die Bremse, keine Bremse der Welt hält das aus.

Wenn man unbedingt oben laden will, kann man außerdem trotzdem tun, man 
lädt halt dan auf z.B. 60% SOC, was bei jedem E-Auto so mit Bordmitteln 
möglich ist.
Wieviel man laden kann, kann man sich vorab problemlos berechnen, wenn 
man möchte. Hier zum Beispiel:
https://abetterrouteplanner.com/

Macht man aber sowieso nicht, der Akku wird beim runterfahren ganz von 
alleine voll, wozu also laden. Man muss den Umstand halt wissen, aber 
das gehört einfach zum Grundwissen über das eigene Auto.

Und das ist mit dem Verbrenner nicht anders, denn wer mit dem 5. Gang 
eine lange steile Bergstraße herunterfährt lebt gefährlich. Wir haben in 
Berchtesgaden die Hinderbrandstraße, dort gibt es im Sommer viele 
Feuerwehreinsätze wegen brennender Verbrennerbremsen. Viele Urlauber 
wissen einfach nicht, dass die Bremsanlage in einem PKW nicht dafür 
ausgelegt ist, mehrere hundert Höhenmeter wegzubremsen.

Im Übrigen:
Wer schon einmal eine Bergtrecke mit dem E-Auto gefahren ist, der will 
keinen Verbrenner mehr. Insbesonders im Winter, die sehr fein dosierbare 
Kraft des Antriebs ist auf Eis und Schnee eben ein wichtiger Vorteil. 
Bergabfahren ist mit der Rekuperation eine Freude, im Gegensatz zum 
Gebrüll des Verbrennungsmotors im 2. Gang bei 70.

von ACDC (Gast)


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Blumpf schrieb:
> Euer Gemecker kann dem Verbrenner jetzt nicht mehr helfen. Helfen kann
> euch aber eine Umschulung. Ein Wandel brigt immer auch Chancen.

Umschulung kann nicht jeder......
Der Müll von Chancen ist einfach nur Müll....

Wer kennt heute noch einen Wagner, der Pferdekutschenräder baut?

von ACDC (Gast)


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Blumpf schrieb:
> Wer schon einmal eine Bergtrecke mit dem E-Auto gefahren ist, der will
> keinen Verbrenner mehr.

Wer mit sowas argumentiert, der liegt sowieso falsch.

von ACDC (Gast)


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Blumpf schrieb:
> Bin die Glocknerstraße neulich mit einem Nissan Leaf gefahren.

Hab ich mit dem i-Miev auch gemacht......

von Manfred (Gast)


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Blumpf schrieb:
> Und das ist mit dem Verbrenner nicht anders, denn wer mit dem 5. Gang
> eine lange steile Bergstraße herunterfährt lebt gefährlich. Wir haben in
> Berchtesgaden die Hinderbrandstraße, dort gibt es im Sommer viele
> Feuerwehreinsätze wegen brennender Verbrennerbremsen. Viele Urlauber
> wissen einfach nicht, dass die Bremsanlage in einem PKW nicht dafür
> ausgelegt ist, mehrere hundert Höhenmeter wegzubremsen.

So ist das. Ich weiß nicht, ob das in Flachlandfahrschulen noch gelehrt 
wird, seit Autos Scheibenbremsen haben. Das Bremsfading soll zu Opas 
Zeiten mit Trommelbremsen noch weitaus schlimmer gewesen sein.

Heute wird mit innenbelüfteten Scheiben geworben, als Gelddruckmaschine 
alle zwei Jahre die Bremsflüssigkeit gewechselt - da kann ich es dem 
Auto-DAU kaum verdenken, dass er es nicht weiß.

In schweren Nutzfahrzeugen gibt es nicht ohne Grund Retarder, 
Bremsleistung aufnehmen, ohne die Bremse zu benutzen.

> Im Übrigen:
> Wer schon einmal eine Bergtrecke mit dem E-Auto gefahren ist, der will
> keinen Verbrenner mehr.

Ein ordentlicher Turbodiesel geht da auch sehr gut, ein Dreizylinder VW 
ist eher unbrauchbar.

> Bergabfahren ist mit der Rekuperation eine Freude, im Gegensatz zum
> Gebrüll des Verbrennungsmotors im 2. Gang bei 70.

Genau das habe ich vermutet, aber noch nicht selbst erfahren.

In der Ursprungsfrage geht es ums Hybridauto, ich glaube, da wird die 
Rekuperation kaum spürbar sein?

von Rolf M. (rmagnus)


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Manfred schrieb:
> In der Ursprungsfrage geht es ums Hybridauto, ich glaube, da wird die
> Rekuperation kaum spürbar sein?

Wenn wir speziell von dem dort genannten Mild-Hybrid sprechen, wirst du 
wohl recht haben. Aber beim Plug-in-Hybrid bremst der Motor schon 
relativ kräftig, auf jeden Fall wesentlich mehr als ein Verbrenner. 
Allerdings ist der Akku natürlich auch wesentlich kleiner und damit 
schneller voll als beim reinen Elektroauto. Prinzipiell sollte es beim 
Hybrid aber auch möglich sein, dass beide Motoren gleichzeitig zum 
bremsen genutzt werden.

: Bearbeitet durch User
von MIchael O. (Gast)


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Komisch ich bin schon mit einem Auto mit defektem Motor einen Berg 
runter gefahren. Die Bremse musste und hat das ohne Probleme ausgehalten 
man muss halt so langsam fahren, das die Bremsen nicht auf Rotglut geht. 
Mein Mercedes macht das aber mit eingeschaltetem Tempomat genau so gut 
und der Benutzt dazu ständig die Bremse.
Bei meinem Kangoo kann ich eine oberer Ladegrenze nicht festlegen, die 
einzige Möglichkeit ist die Ladung vorher zu beenden.

mfG
Michael

von ACDC (Gast)


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Manfred schrieb:
> In der Ursprungsfrage geht es ums Hybridauto, ich glaube, da wird die
> Rekuperation kaum spürbar sein?

Der GTE rekuperiert im E-Modus genau so wie bei einem E-Car.
Im E-Modus ist der GTE wie ein E-Car.

von Rolf M. (rmagnus)


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ACDC schrieb:
> Blumpf schrieb:
>> Wer schon einmal eine Bergtrecke mit dem E-Auto gefahren ist, der will
>> keinen Verbrenner mehr.
>
> Wer mit sowas argumentiert, der liegt sowieso falsch.

Oder hat halt schon beides gemacht und spricht daher aus Erfahrung.

von Percy N. (vox_bovi)


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ACDC schrieb:
> Wer kennt heute noch einen Wagner, der Pferdekutschenräder baut?

Versuchs mal in Burgtonna oder Großrohrsdorf ...

Ansonsten frage bei irgend einem Fahrverein

von Harald W. (wilhelms)


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ACDC schrieb:

> Wer kennt heute noch einen Wagner, der Pferdekutschenräder baut?

Ich kenne nur einen, der Opern baut. Und der ist auch schon tot. :-)

von Harald W. (wilhelms)


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Manfred schrieb:

> In schweren Nutzfahrzeugen gibt es nicht ohne Grund Retarder,
> Bremsleistung aufnehmen, ohne die Bremse zu benutzen.

...und spezielle Bremssackgassen an den Strassen, falls das
Bremsen mal nicht klappt.

von Blumpf (Gast)


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Rolf M. schrieb:
> Wenn wir speziell von dem dort genannten Mild-Hybrid sprechen, wirst du
> wohl recht haben.

Nein, ich denke nicht. Die Rekuperation ist ja der ganze Sinn jedes 
Hybriden.

Ich habe eine Zeit mal einen Yaris Hybrid gefahren, der ist ja ein 
Mild-Hybrid.

Wie stark der genau rekupiert, das kann ich so nicht sagen. Aber der 
Verbrauch des Autos auf Bergstrecken war so gut, dass die Rekuperation 
einfach eine Rolle spielen muss.
Die Bergstrecke in die Arbeit (rund 200hm, teils >20% Steigung) ist das 
Auto mit 3,6l / 100km gefahren, wohingegen ein ähnlich großer VW-Fox mit 
über 6l ausgestiegen ist.

Was das Fahrverhalten angeht:
Niemand, der schon ein echtes BEV gefahren hat, hält Verbrenner für 
überlegeen, was Fahrspass angeht.
Selbst meine Hausfrauenkutsche hat immerhin 110kW 320NM und braucht 7,9s 
auf 100. Das Drehmoemnt kommt sofort, und die Kiste liegt super auf der 
Straße. Man fährt alles mit einem Pedal, und die Präzision bekommt kein 
Verbrenner hin.
Es gibt viele Verbrenner mit bessern Daten, nur ist es halt so:
Der Leaf gilt als ein eher schwach motorisiertes BEV, man könnte sagen 
der 1,4l Benziner im BEV-Sektor.

Ein Taycan oder Tesla lassen jeden Verbrenner sehr, sehr alt aussehen. 
Ganz besonders die "Performance" Modelle. Wenn man die Fahrleistungen in 
Betracht zieht, bekommt man im Verbrennersektor für den Preis nichts 
gleichwertiges z.B. zum Tesla Modell 3, weil man einen gigantischen 
Motor bräuchte.

Face it:
Verbrenner können E-Autos in Punkto Fahrleistung einfach nicht das 
Wasser reichen, es ist die alte Technologie. Darum das permanente 
Herumgereite auf Randgruppenthemen wie der Reichweite, beim Thema 
Fahrleistungen ist der Zug längst abgefahren.

von Philipp G. (geiserp01)


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Blumpf schrieb:
> Ein Taycan oder Tesla lassen jeden Verbrenner sehr, sehr alt aussehen.
> Ganz besonders die "Performance" Modelle. Wenn man die Fahrleistungen in
> Betracht zieht, bekommt man im Verbrennersektor für den Preis nichts
> gleichwertiges z.B. zum Tesla Modell 3, weil man einen gigantischen
> Motor bräuchte

Selten so ein Mumpitz gelesen.

von ACDC (Gast)


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Philipp G. schrieb:
> Selten so ein Mumpitz gelesen.

Bist Du schon Model 3 Dual Motor gefahren?

von Axel L. (axel_5)


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Philipp G. schrieb:
> Blumpf schrieb:
>> Ein Taycan oder Tesla lassen jeden Verbrenner sehr, sehr alt aussehen.
>> Ganz besonders die "Performance" Modelle. Wenn man die Fahrleistungen in
>> Betracht zieht, bekommt man im Verbrennersektor für den Preis nichts
>> gleichwertiges z.B. zum Tesla Modell 3, weil man einen gigantischen
>> Motor bräuchte
>
> Selten so ein Mumpitz gelesen.

Cool, hab mich ja immer gewundert, was das für Deppen sind, die sich 
noch ernsthaft mit einem Tesla anlegen. Ist immer wieder lustig.

von Percy N. (vox_bovi)


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Blumpf schrieb:
> Die Rekuperation ist ja der ganze Sinn jedes Hybriden.

Nicht zwingend, aber man sollte es anstreben (und tut es wohl auch).

Blumpf schrieb:
> Darum das permanente Herumgereite auf Randgruppenthemen

Vorsicht! Fast 60 % der deutschen Haushalte wohnen zur Miete, können 
sich also noch nicht einmal dann eine Wallbox in die Garage schrauben, 
wenn das EVU mitspielt. Über 77 % leben in Städten und konkurrieren 
schon um Parkplätze, von Lademöglichkeiten ganz zu schweigen. Auch das 
ist ein Gesuchtspunkt, der auf die Bewerrtung der Reichweite 
durchschlägt. Dabei  bleibt das Problem der unbequemen und 
zeitaufwendigen "Betankung", und zwar für den überwiegenden Teil der 
Bevölkerung.

Der Eigenheimbewohner mit eigener Wallbox und Tagespendelstrecke im 
Bereich der Reichweite des Fahrzeuges ist da wohl eher die Randgruppe.

Blumpf schrieb:
> beim Thema Fahrleistungen ist der Zug längst abgefahren.

Dem werde ich nicht entgegentreten. Nur ist das eben nicht alles.

von oszi40 (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Dabei  bleibt das Problem der unbequemen und
> zeitaufwendigen "Betankung", und zwar für den überwiegenden Teil der
> Bevölkerung.

DAS schrieb ich ganz oben schon. Ein Mieter im 16-Geschosser wird kaum 
die Vorteile einer eigenen Wallbox genießen können.

von Blumpf (Gast)


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oszi40 schrieb:
> DAS schrieb ich ganz oben schon. Ein Mieter im 16-Geschosser wird kaum
> die Vorteile einer eigenen Wallbox genießen können.

Darum kann man auch am Arbeitsplatz und beim Einkaufen laden. Also ich 
lade am Arbeitsplatz, beispielsweise, und manchmal beim Einkaufen, oft 
Zuhause.

Deinen Beiträgen entnehme ich, du glaubst die Umstellung auf E-Autos 
wäre ein Witz oder ließe sich aufhalten?

Da denkst du falsch.
Denkfehler Nummer 1:
Der Glaube, es ginge beim Wandel zur E-Mobilität ausschließlich um 
Klimaschutz. In den wichtigen Automärkten ist Klimaschutz weniger 
wichtig. Wichtiger ist schon die lokale Emissionsfreiheit, in China vor 
allem, wo es große Probleme mit der Luftqualität gibt.
Wichtiger ist aber: E-Autos sind die neuere Technologie haben mehr 
Entwicklungspotential und sind langfristig kostengünstiger, und dadurch 
für Investoren interessanter. Man beachte den Aktienkurs von Tesla, 
zwecks Investoreninteresse und so. Der Verbrenner ist ausgereizt.

Denkfehler Nummer 2:
Der Gedanke, Deuschland könnte den Wandel durch ein Verbot von E-Autos 
oder dem Nichtkaufen solcher aufhalten. Dazu ist der Markt viel zu 
klein, unsere Hersteller produzieren größtenteils für das Ausland.
Selbst wenn man das durchzieht ohne die Hersteller in den Orkus zu 
zwingen, sie müssten stark schrumpfen.

Denkfehler Nummer 3:
Die Idee, der Wandel auf E-Mobilität wäre von Angela Merkel auf 
Anweisung von Greta Thunbergs Horden angeordnet worden (oder was auch 
immer Petroelheads so glauben).
Da greift wieder das Probem, dass der deutsche Markt nicht groß genug 
ist, um sowas zu schaffen, und wir ganz allgemein ganz hinden im Bus 
sitzen bei dem Thema.

Wir haben die Wahl, entweder mitzumachen oder auf unsere Industrie zu 
verzichten. Offensichtlich bevorzugt man hier die zweite Variante.
Der Deutsche Weg, das hat schon bei der Halbleiterei, der 
Unterhaltungselektronik und Fotografie schon so "gut" funktioniert.

Naja, es bleibt uns ja hoffentlich VW. Immerhin.

von Harald W. (wilhelms)


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Percy N. schrieb:

> Vorsicht! Fast 60 % der deutschen Haushalte wohnen zur Miete, können
> sich also noch nicht einmal dann eine Wallbox in die Garage schrauben,
> wenn das EVU mitspielt.

Deshalb verstehe ich es auch nicht, warum man es nicht schafft, Autos
mit Wechselbatterien (Voll gegen Leer) auszustatten. Die dabei ent-
stehenden technischen Probleme sind da m.E. alle lösbar. Klappen kann
das aber nur, wenn die E-Autohersteller gezwungen werden, einheitlich
grosse Batterien zu verbauen. Ansonsten werden E-Autos auf ewig Spiel-
zeuge für die reichere Hälfte der Bevölkerung (die mit eigenem Haus)
bleiben.

von ACDC (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Ansonsten werden E-Autos auf ewig Spiel-
> zeuge für die reichere Hälfte der Bevölkerung (die mit eigenem Haus)
> bleiben.

Und du hast kein eigenes Haus?

von Rolf M. (rmagnus)


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Blumpf schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Wenn wir speziell von dem dort genannten Mild-Hybrid sprechen, wirst du
>> wohl recht haben.
>
> Nein, ich denke nicht. Die Rekuperation ist ja der ganze Sinn jedes
> Hybriden.

Aber der Mild-Hybrid hat nicht viel Akkukapazität und nur eine schwache 
E-Maschine. Das begrenzt die Ladeleistung und die Dauer, über die 
geladen werden kann, bis der Akku voll ist.

> Ich habe eine Zeit mal einen Yaris Hybrid gefahren, der ist ja ein
> Mild-Hybrid.
>
> Wie stark der genau rekupiert, das kann ich so nicht sagen. Aber der
> Verbrauch des Autos auf Bergstrecken war so gut, dass die Rekuperation
> einfach eine Rolle spielen muss.

Eine Rolle spielen wird sie schon, denn sonst würde man das ja nicht so 
bauen.

> Die Bergstrecke in die Arbeit (rund 200hm, teils >20% Steigung) ist das
> Auto mit 3,6l / 100km gefahren, wohingegen ein ähnlich großer VW-Fox mit
> über 6l ausgestiegen ist.

Das ist dann aber wahrscheinlich auch eine relativ kurze Strecke, oder? 
Und wie war der Akkustand zu Beginn und zum Ende der Fahrt?

Blumpf schrieb:
> oszi40 schrieb:
>> DAS schrieb ich ganz oben schon. Ein Mieter im 16-Geschosser wird kaum
>> die Vorteile einer eigenen Wallbox genießen können.
>
> Darum kann man auch am Arbeitsplatz und beim Einkaufen laden. Also ich
> lade am Arbeitsplatz, beispielsweise, und manchmal beim Einkaufen, oft
> Zuhause.

Ich könnte nicht am Arbeitsplatz laden. Die einzigen Ladestationen sind 
für Firmenwagen und an den Kundenparkplätzen und nicht für Mitarbeiter 
vorgesehen. Beim Einkaufen geht eher selten. Das örtliche Kaufland hat 
ganze zwei Ladestationen auf seinem Parkplatz, die fast immer belegt 
sind. Beim Lidl ist es sogar nur eine, bei vielen anderen Geschäften gar 
keine. Auf öffentlichen Parkplätzen oder in Parkhäusern sucht man 
vergebens.

> Deinen Beiträgen entnehme ich, du glaubst die Umstellung auf E-Autos
> wäre ein Witz oder ließe sich aufhalten?

Aufhalten lässt sie sich nicht mehr. Ob sie zum jetzigen Zeitpunkt und 
in der Form sinnvoll ist, ist wieder eine andere Frage.

> Der Glaube, es ginge beim Wandel zur E-Mobilität ausschließlich um
> Klimaschutz. In den wichtigen Automärkten ist Klimaschutz weniger
> wichtig. Wichtiger ist schon die lokale Emissionsfreiheit, in China vor
> allem, wo es große Probleme mit der Luftqualität gibt.

> Wichtiger ist aber: E-Autos sind die neuere Technologie haben mehr
> Entwicklungspotential und sind langfristig kostengünstiger, und dadurch
> für Investoren interessanter.

Das wird immer wieder behauptet. Bisher sind sie deutlich teurer. Und 
das trotz massiver Subventionen bei gleichzeitigen Strafgebühren auf 
Verbrenner.  Und der Strom ist im Vergleich zum Sprit auch gar nicht so 
viel billiger.

> Der Gedanke, Deuschland könnte den Wandel durch ein Verbot von E-Autos
> oder dem Nichtkaufen solcher aufhalten. Dazu ist der Markt viel zu
> klein, unsere Hersteller produzieren größtenteils für das Ausland.
> Selbst wenn man das durchzieht ohne die Hersteller in den Orkus zu
> zwingen, sie müssten stark schrumpfen.

Ich sehe da gerade eher das umgekehrte Problem: Deutschland (und Europa) 
hat sich zum Ziel gesetzt, den Elektroantrieb mit aller Gewalt zu 
erzwingen. Aber Europa ist sowieso nicht der größte Markt. Es gibt 
größere, wo der Verbrenner immer noch einen Platz hat.

> Wir haben die Wahl, entweder mitzumachen oder auf unsere Industrie zu
> verzichten.

Ich fürchte, das wird nicht die Wahl sein. Wir werden mitmachen und 
auf unsere Industrie verzichten müssen. Die zieht dann eben ab in andere 
Länder. Sieht man ja z.B. auch schon bei BMW. Die großvolumigen 
Verbrenner werden weiter produziert, aber eben hier nicht mehr 
angeboten. Die Elektroantriebe kommen sowieso aus China. Da ergibt sich 
über kurz oder lang die Frage, warum überhaupt noch hier produzieren?

: Bearbeitet durch User
von Blumpf (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Ansonsten werden E-Autos auf ewig Spiel-
> zeuge für die reichere Hälfte der Bevölkerung (die mit eigenem Haus)
> bleiben.

Die Sache ist halt die:
Für den Preis einer Wechelstation für Akkus kann man tausende Ladepunkte 
errichten.

Was man wirklich braucht:
Eine stinknormale Steckdose oder Typ2 an jedem öffentlichen Stellplatz. 
Schon winzige 2,3kW (10A) sind genug für den Grundbedarf.
Kleine Leistung heißt viele Ladepunkte mit kleinem Stromanschluss.
Muss einfach nutzbar und zum normalen Haushaltstarif sein.

Nicht extra "tanken" zu müssen ist für mich eine Grundanforderung. Das 
ist auch für Laternenparker so. Statt das Geld für Neuwagenföderungen zu 
verschleudern, muss das in Infrastruktur fließen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Blumpf schrieb:
> Darum kann man auch am Arbeitsplatz und beim Einkaufen laden. Also ich
> lade am Arbeitsplatz, beispielsweise, und manchmal beim Einkaufen, oft
> Zuhause.

Das allein qualifiziert alle anderen, denen nicht diese Möglichkeiten 
zur Verfügung stehen, für Dich selbstverständlich als Randgruppe, schon 
klar.

Harald W. schrieb:
> Deshalb verstehe ich es auch nicht, warum man es nicht schafft, Autos
> mit Wechselbatterien (Voll gegen Leer) auszustatten. Die dabei ent-
> stehenden technischen Probleme sind da m.E. alle lösbar.

Und es schafft Arbeitsplätze ohne Ende, denn den Batteriewechsel wird 
man nicht dem Fahrer überlassen wollen. Das könnte auch ein Hemmnis 
sein.

Harald W. schrieb:
> Ansonsten werden E-Autos auf ewig Spiel-
> zeuge für die reichere Hälfte der Bevölkerung (die mit eigenem Haus)
> bleiben.

Nicht zwingend, auch in Mietgaragen lassen sich Wallbixen installieren, 
aber da müssen Vermieter (der nix davon hat) und EVU mitspielen.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Blumpf schrieb:
> Was man wirklich braucht: Eine stinknormale Steckdose oder Typ2 an jedem
> öffentlichen Stellplatz.

Ja, das wär's.
Nur: Theoretisch müssen die, alle gleichzeitig Vollast liefern können, 
während im Haus nebenan gerade Miktoherd und Durchlauferhitzer der 
Dusche laufen. Diese zusätzliche Leistungs muss erst einmal installiert 
werden. Sehe ich derzeit nicht.

Auch muss der,Strom abgerechnet und bezahlt werden. Zur Zeit gibt es 
Dutzende von Anbietern mit zueinander inkompatibel Karten und 
Phantasietarifen. Wenn das System akzeptiert werden soll, darf das 
Betanken des Kfz nicht wesentlich teurer sein als der Strom für den 
Fahrstuhl, die Tiefkühltruhr oder den Fernseher.
Sehe ich zu auch nicht.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Erstens: Strom ist im internationalen Vergleich am teuersten genau WO? 
Natürlich in Deutschland! Lief gerade erst über einige 
Nachrichtensender. Solange das so bleibt, pfeif ich aufs E-Auto. Ich 
bestrafe mich nicht selbst.

Zweitens: Bei dem lächerlichen Marktanteil von gerade mal 1 Proernt der 
Neuzulassungen in ganz Deutschland heisst die Randgruppe: E-Auto, 
E-Autofahrer, "Blumpf". Normal sind die anderen 99%!

Drittens: Auf den Grossparkplatz eines Kaufhauses passen 300 Autos.
Die dürfen sich dann 1 Ladesäule teilen, oder doch zwei?
Wo man doch "...beim Einkaufen laden kann"?
Wieviel denn, in der Viertelstunde? Da hab ich an der normalen Tanke in 
2 Minuten "vollgetankt!!!!!", nicht ein bisschen "nachgeladen".

Völlig inpraktikabler Müll für Prediger und Phantasten.

von ACDC (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Erstens: Strom ist im internationalen Vergleich am teuersten genau WO?

> Zweitens: Bei dem lächerlichen Marktanteil von gerade mal 1 Proernt der

> Drittens: Auf den Grossparkplatz eines Kaufhauses passen 300 Autos.


Du fährst Diesel?

von Axel L. (axel_5)


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Percy N. schrieb:
> Blumpf schrieb:
>> Was man wirklich braucht: Eine stinknormale Steckdose oder Typ2 an jedem
>> öffentlichen Stellplatz.
>
> Ja, das wär's.
> Nur: Theoretisch müssen die, alle gleichzeitig Vollast liefern können,
> während im Haus nebenan gerade Miktoherd und Durchlauferhitzer der
> Dusche laufen. Diese zusätzliche Leistungs muss erst einmal installiert
> werden. Sehe ich derzeit nicht.
>
Warum muss sie das ?

Bei einer Schuko Steckdose ist es auch egal, ob die mal eine Stunde 
nicht lädt wenn die Mikrowelle läuft und es gibt Tarife, bei denen die 
Steckdose abgeschaltet werden kann. Gerade beim Laden über Nacht führt 
das zu einer deutlichen Reduktion der Preise, weil die Netze auch nachts 
genutzt werden können und entsprechende zusätzliche Einnahmen 
generieren. Dadurch können die hohen Fixkosten über eine größere Nutzung 
amortisiert werden.

> Auch muss der,Strom abgerechnet und bezahlt werden. Zur Zeit gibt es
> Dutzende von Anbietern mit zueinander inkompatibel Karten und
> Phantasietarifen. Wenn das System akzeptiert werden soll, darf das
> Betanken des Kfz nicht wesentlich teurer sein als der Strom für den
> Fahrstuhl, die Tiefkühltruhr oder den Fernseher.
> Sehe ich zu auch nicht.
Nun, die oben genannten Preise für Nachtstrom liegen bei ca. 20ct/kWh. 
Wenn die Goldgräberstimmung bei den Ladeanbietern mal abebbt, kann man 
durchaus interessante Preise machen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Blumpf schrieb:

> Die Sache ist halt die:
> Für den Preis einer Wechelstation für Akkus kann man tausende Ladepunkte
> errichten.

Absoluter Humbug ohne jeden Background, Zahlen und Betriebsbedingungen.

> Was man wirklich braucht:
> Eine stinknormale Steckdose oder Typ2 an jedem öffentlichen Stellplatz.
> Schon winzige 2,3kW (10A) sind genug für den Grundbedarf.
> Kleine Leistung heißt viele Ladepunkte mit kleinem Stromanschluss.
> Muss einfach nutzbar und zum normalen Haushaltstarif sein.

Also null Ahnung von den(!) Berdarfskurven von Industrie, 
Handwerk/Gewerbe, öffentliche Versorgung und Haushalten.
Nach diesen Bedarfskurven ist das Stromnetz ausgerichtet und seit 
Jahrzehnten weiterentwickelt worden.

Das Stromnetz für die Haushalte in DE ist für eine 
"Gleichzeitigkeitsleistung" von ca. 50 GW ausgerichtet, wobei natürlich 
berücksichtigt ist, dass die Max der Haushalte niemals(!) mit den 
anderen Hochwerten von Indutrie, Handel, Gewerbe, etc. zusammen treffen.
Und selbst da kommt es regelmässig auch heute Schon/noch regelmässig zu 
Ausfällen aufgrund von örtlichen/regionalen oder sogar überregionalen 
Überlastungen.

Der typische Überlastungsfall tritt ein, wenn es kalt ist, dunkel wird 
und der Arbeitnehmer nach hause kommt.
Dann gehen dort plötzlich viele Verbraucher ans Netz.
Und der BEV-Fahrer stöpselt dann auch noch zusätzlich sein Auto an.
Oder fährt nach Feierabend zum Aldi, Ikea, etc. und läd dort an der 
derzeit kostenlosen Ladesäule und verbrät noch mehr Energie und/oder 
Zeit.

Ohne "smartes" Energiemanagement und einem Megaleitungsausbau wird es 
mit den BEVs nichts werden und das ist alles andere, als billig.

> Nicht extra "tanken" zu müssen ist für mich eine Grundanforderung. Das
> ist auch für Laternenparker so. Statt das Geld für Neuwagenföderungen zu
> verschleudern, muss das in Infrastruktur fließen.

Tolles Gesabbel.
Auf jeden Parkplatz ne Steckdose für einen fiktiven zukünftigen Bedarf, 
aber dann 100 Lademöglichkeiten für den einzigen örtlichen BEV-Fahrer 
vorhalten?

BEV werden derzeit vom Bund mit 3.000,- Euro gefördert, bei einem 
Endpreis ab~ 30T.
Macht 10% max.
Ladesäulen werden mit 50% gefördert.
Und das ist nicht genug?

von Axel L. (axel_5)


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Ralf X. schrieb:

>
> BEV werden derzeit vom Bund mit 3.000,- Euro gefördert, bei einem
> Endpreis ab~ 30T.
> Macht 10% max.
> Ladesäulen werden mit 50% gefördert.
> Und das ist nicht genug?

Ich wäre auch eher dafür, Fahrzeuge, die irgendwelche giftigen Abgase 
ausstossen, zu verbieten. Woher nehmen die Fahrer dieser Fahrzeuge das 
Recht, die Atemluft zu vergiften ?

Und dann kann man die Marktwirtschaft arbeiten lassen.

Aber das ist nun mal nicht durchsetzbar.

von Rolf M. (rmagnus)


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Axel L. schrieb:
> Bei einer Schuko Steckdose ist es auch egal, ob die mal eine Stunde
> nicht lädt wenn die Mikrowelle läuft und es gibt Tarife, bei denen die
> Steckdose abgeschaltet werden kann.

Und woher weiß ich dann, ob rechtzeitig genug im Akku ist, um dann die 
gewünschte Strecke auch zu schaffen, wenn die einfach willkürlich 
abgeschaltet wird, wann immer jemand sich sein Essen warm macht?
Nein, dass das zuverlässig funktioniert und ich sicher weiß, wann 
welcher Ladestand erreicht ist, sehe ich als Grundvoraussetzung.
Und gerade bei den besagten Schuko-Steckdosen wird ein leerer Akku auch 
über Nacht bei Weitem nicht voll. Überleg dir mal, wie lange ein 
60kWh-Akku braucht, um bei 2,3kW abzüglich Verluste vollgeladen zu 
werden.

> Gerade beim Laden über Nacht führt das zu einer deutlichen Reduktion der
> Preise, weil die Netze auch nachts genutzt werden können und
> entsprechende zusätzliche Einnahmen generieren.

Zumindest solange noch Kohlekraftwerke am Netz sind. Denn Solarstrom 
fällt nachts bekanntlich weg, und Windkraft ist um die Zeit tendenziell 
auch weniger vorhanden. Man muss also für das nächtliche Laden dann die 
Kohlekraftwerke hochfahren.

>> Auch muss der,Strom abgerechnet und bezahlt werden. Zur Zeit gibt es
>> Dutzende von Anbietern mit zueinander inkompatibel Karten und
>> Phantasietarifen. Wenn das System akzeptiert werden soll, darf das
>> Betanken des Kfz nicht wesentlich teurer sein als der Strom für den
>> Fahrstuhl, die Tiefkühltruhr oder den Fernseher.
>> Sehe ich zu auch nicht.
> Nun, die oben genannten Preise für Nachtstrom liegen bei ca. 20ct/kWh.
> Wenn die Goldgräberstimmung bei den Ladeanbietern mal abebbt, kann man
> durchaus interessante Preise machen.

Wie kommst du darauf, dass das abebben wird? Momentan sehe ich da sehr 
stark das oben beschriebene Problem: Es gibt Ladekarten mit und ohne 
Grundgebühr, mit Abrechnung nach kWh oder nach Minuten Ladezeit, X 
verschiedene Anbieter, und man kann nicht mit der Karte eines Anbieters 
bei einem anderen laden, es sei denn, man hat einen entsprechenden 
"Roaming"-Vertrag. Man hat hier den unübersichtlichen Tarifjungel der 
Handy-Netzanbieter nachgebaut. Ich sehe das auch aktuell aus große 
Hemmnis an. Dass man beim Laden technisch bedingt anders vorgehen muss, 
ist schon klar und nachvollziehbar, aber es muss wenigstens so 
funktionieren, dass man so wie bei der Tankstelle auch einfach zu einer 
beliebigen Ladestation gehen kann, dort laden und bezahlen und fertig. 
Denn dagegen gibt es keinen technischen Grund, sondern nur die Geldgier 
der Anbieter.

von Ralf X. (ralf0815)


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Axel L. schrieb:
> Ich wäre auch eher dafür, Fahrzeuge, die irgendwelche giftigen Abgase
> ausstossen, zu verbieten. Woher nehmen die Fahrer dieser Fahrzeuge das
> Recht, die Atemluft zu vergiften ?
>
> Und dann kann man die Marktwirtschaft arbeiten lassen.

Naja, wenn die EE-Idustrie ohne giftige Abgase produzieren und 
installieren möchte, wäre sie morgen am Ende..
Also bitte nicht so vorschnell mit dummen Forderungen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Axel L. schrieb:
> Wenn die Goldgräberstimmung bei den Ladeanbietern mal abebbt, kann man
> durchaus interessante Preise machen.
Dann werden auch die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Parder bei den 
Böcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und 
Mastvieh miteinander treiben.

von Rolf M. (rmagnus)


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Ralf X. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Ich wäre auch eher dafür, Fahrzeuge, die irgendwelche giftigen Abgase
>> ausstossen, zu verbieten. Woher nehmen die Fahrer dieser Fahrzeuge das
>> Recht, die Atemluft zu vergiften ?
>>
>> Und dann kann man die Marktwirtschaft arbeiten lassen.
>
> Naja, wenn die EE-Idustrie ohne giftige Abgase produzieren und
> installieren möchte, wäre sie morgen am Ende..
> Also bitte nicht so vorschnell mit dummen Forderungen.

Ja, das ist einfach das übliche Gebrabbel von einem, für den Autos vom 
Himmel fallen und nicht etwa gebaut werden müssen und für den Strom 
einfach aus der Steckdose kommt und damit automatisch keinerlei 
Umweltschäden verursacht.

: Bearbeitet durch User
von MIchael O. (Gast)


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worüber diskutiert hier hier eigentlich noch mit der Ankündigung von 
Söder, das Kalifornien alles richtig macht mit dem Verbot von 
Verbrennern bis 2035 könnt ihr zwar heulen wie die Schoßhündchen aber 
der Drops ist gelutscht. Wer gern noch ein Weilchen Verbrenner fahren 
möchte sollte sich langsam einen neuen Kaufen damit es noch was gibt, 
was noch die 15 Jahre durchhalten kann ohne das der Downsize Motor 
explodiert.
Langsam sollte sich jeder der nicht zu Fuß gehen will überlegen wie er 
ein E-Auto aufladen kann und das z.B. mit seinem Arbeitgeber verhandeln, 
seinen Bürgermeister dazu bringen Ladesäulen ins Dorf zu stellen oder 
sonst Druck auf zu bauen anstatt über vergangene Pracht zu Jammern oder 
Politische Entscheidungen zu bezweifeln. Das wir den Temperaturanstieg 
nicht mehr lange ungebremst tatenlos hinnehmen können sollte auch 
älteren Teilen unserer Bevölkerung klar werden können.

mfG
Michael

von Dussel (Gast)


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130 Beiträge hat mein Thema inzwischen. :-O
Blumpf schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Wenn wir speziell von dem dort genannten Mild-Hybrid sprechen, wirst du
>> wohl recht haben.
>
> Nein, ich denke nicht. Die Rekuperation ist ja der ganze Sinn jedes
> Hybriden.
Zuerst habe ich spaßhaft an Bremswiderstände gedacht, aber wenn bei 
einer langen Bergabfahrt die Batterie voll ist, kann man ja immer noch 
Heizung und (Kühl-)Klimaanlage einschalten. Das sollte doch zumindest 
einen Teil der Bremsleistung abführen.

Bei anderthalb Tonnen, 5% Gefälle und 80 km/h komme ich auf etwa 16 kW, 
die insgesamt (Bremse, Luftwiderstand, …) abgeführt werden müssen. Kommt 
das hin?

Ich hoffe mal, dass ich keine Beiträge direkt zu meiner Frage überlesen 
habe.

von ACDC (Gast)


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Dussel schrieb:
> Bei anderthalb Tonnen, 5% Gefälle und 80 km/h komme ich auf etwa 16 kW,
> die insgesamt (Bremse, Luftwiderstand, …) abgeführt werden müssen. Kommt
> das hin?

Ich komme auf 4,718 kW

von Dussel (Gast)


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Ich rechne über die pro Zeit abgegebene potentielle Energie 
(Höhenenergie) oder über P=Fv.

Der Gefällewinkel ist arctan(0,05).

Im ersten Fall hat das Auto eine vertikale Geschwindigkeit von 
∆h/t=sin(arctan(0,05))*(80/3,6). Die Höhenenergie ist m*g*h, die 
Höhen(energie)änderung ist dann m*g*sin(arctan(0,05))*(80/3,6) also 
gerundet 1500*9,81*0,05*22,2=16334 W

Im zweiten Fall ist die Kraft m*g*sin(arctan(0,05)). Das multipliziert 
mit der Geschwindigkeit kommt auf die gleiche Formel mit dem gleichen 
Ergebnis.

Außer für die Auslegung ist die Frage ja nicht so wichtig. Mich würde 
nur interessieren, ob das hinkommt oder ob ich mich vertan habe.

von Philipp G. (geiserp01)


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Blumpf schrieb:
> Ein Taycan oder Tesla lassen jeden Verbrenner sehr, sehr alt aussehen.
> Ganz besonders die "Performance" Modelle. Wenn man die Fahrleistungen in
> Betracht zieht, bekommt man im Verbrennersektor für den Preis nichts
> gleichwertiges z.B. zum Tesla Modell 3, weil man einen gigantischen
> Motor bräuchte.

Hier mal ein Liste der 0-100 Zeiten. Von Track Zeiten zu vergleichen 
fange ich gar nicht mal erst an. Da könnte ich noch locker 20 weitere 
Verbrenner aufzeigen welche die Zeit unter 3.5s machen.

1.
Bugatti Veyron 16.4 Coupé, 6-Gang Handschaltung
736 kW / 1001 PS
2,5 s

2.
Porsche 918 Spyder, 7-Gang Automatik
447 kW / 608 PS
2,8 s

3.
Nissan GT-R Sportwagen, 6-Gang Automatik
404 kW / 549 PS
2,8 s

4.
Porsche 911 GT2 RS Coupé, 7-Gang Automatik
515 kW / 700 PS
2,8 s

5.
Porsche 911 Turbo S Exclusive Series Coupé, 7-Gang Automatik
446 kW / 606 PS
2,9 s

6.
Lamborghini Aventador LP 700-4 Coupé, 7-Gang Sequenziell
515 kW / 700 PS
2,9 s

7.
Lamborghini Aventador LP 700-4 J, 7-Gang Sequenziell
515 kW / 700 PS
2,9 s

8.
Lamborghini Aventador LP 700-4 Roadster, 7-Gang Sequenziell
515 kW / 700 PS
3,0 s

9.
Porsche 911 Turbo S Coupé, 7-Gang Automatik
427 kW / 581 PS
3,1 s

10.
Ferrari F12 Berlinetta Sportwagen, 6-Gang Automatik
545 kW / 741 PS
3,1 s

11.
Lamborghini Murciélago LP670-4 SuperVeloce Coupé, 6-Gang Sequenziell
493 kW / 670 PS
3,2 s

12.
Porsche 911 GT3 RS Coupé, 7-Gang Automatik
383 kW / 521 PS
3,2 s

13.
Porsche 911 Turbo S Cabriolet, 7-Gang Automatik
427 kW / 581 PS
3,2 s

14.
Audi R8 V10 plus quattro Sportwagen, 7-Gang Automatik
449 kW / 610 PS
3,2 s

15.
Tesla P100D Limousine, 1-Gang Automatik
3,3 s

Btw. Auch das aktuelle Tesla Model S kommt grad auf 3.5 Sekunden. Und 
die Leistung kannst du wie ich schon erwähnt habe nur ein paar Mal 
abrufen, dann wird gedrosselt.

: Bearbeitet durch User
von Axel L. (axel_5)


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Philipp G. schrieb:
> Blumpf schrieb:
>> Ein Taycan oder Tesla lassen jeden Verbrenner sehr, sehr alt aussehen.
>> Ganz besonders die "Performance" Modelle. Wenn man die Fahrleistungen in
>> Betracht zieht, bekommt man im Verbrennersektor für den Preis nichts
>> gleichwertiges z.B. zum Tesla Modell 3, weil man einen gigantischen
>> Motor bräuchte.
>
> Hier mal ein Liste der 0-100 Zeiten. Von Track Zeiten zu vergleichen
> fange ich gar nicht mal erst an. Da könnte ich noch locker 20 weitere
> Verbrenner aufzeigen welche die Zeit unter 3.5s machen.
>
> 1.
> Bugatti Veyron 16.4 Coupé, 6-Gang Handschaltung
> 736 kW / 1001 PS
> 2,5 s
>
> 2.
> Porsche 918 Spyder, 7-Gang Automatik
> 447 kW / 608 PS
> 2,8 s
>
>...
> Audi R8 V10 plus quattro Sportwagen, 7-Gang Automatik
> 449 kW / 610 PS
> 3,2 s
>
> 15.
> Tesla P100D Limousine, 1-Gang Automatik
> 3,3 s
>
> Btw. Auch das aktuelle Tesla Model S kommt grad auf 3.5 Sekunden. Und
> die Leistung kannst du wie ich schon erwähnt habe nur ein paar Mal
> abrufen, dann wird gedrosselt.

Das aktuelle Model S Performance braucht 2,5s und kostet 100.000€. Deine 
Liste erfüllt also weder die Performance Anforderung und schon gar nicht 
die Preisanforderungen.

Und wen interessiert das dritte Mal, wenn die ganzen Autos in deiner 
Liste den ersten Sprint verloren haben ?  Willst Du ernsthaft mit deinem 
Porsche noch mal zurückkommen, nachdem Du gegen eine 5-sitzige 
Familienkutsche verloren hast und dir die Kinder durchs Heckfenster 
zugewunken haben ?

Wie peinlich ist das denn ?

von Philipp G. (geiserp01)


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Axel L. schrieb:
> Das aktuelle Model S Performance braucht 2,5s und kostet 100.000€. Deine
> Liste erfüllt also weder die Performance Anforderung und schon gar nicht
> die Preisanforderungen.

Die Aussage war die folgende:

Philipp G. schrieb:
> Blumpf schrieb:
>> Ein Taycan oder Tesla lassen jeden Verbrenner sehr, sehr alt aussehen.

Vergleich den Preis halt mit dem GTR, der preislich in der selben Liga 
liegt.

Der Taycan kostet in der Standart Variante 100k und schafft den Sprint 
in magerenn 4 Sekunden. Der Taycan Turbo (3.5s) kostet dann grad 50k 
mehr. Und das Topmodell vom Taycan 200k. Da möchte ich als Kunde dann 
schon wissen, was es rechtfertigt den Preis mal einfach verdoppeln.

Ich sage mal der Schlüssel liegt in der Chemie der Batterie. Es werden 
neue Akku Technologien kommen die noch mehr Energiedichte haben und 
demenstprechend leichter werden. Irgendwann dann wird es für den 
Verbrenner eng, aber heute sind wir noch weit weg davon entfernt.

: Bearbeitet durch User
von Rolf M. (rmagnus)


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Axel L. schrieb:
> Und wen interessiert das dritte Mal, wenn die ganzen Autos in deiner
> Liste den ersten Sprint verloren haben ?  Willst Du ernsthaft mit deinem
> Porsche noch mal zurückkommen, nachdem Du gegen eine 5-sitzige
> Familienkutsche verloren hast und dir die Kinder durchs Heckfenster
> zugewunken haben ?

Dann fahr mal mit dem Ding zwei Runden Nürburgring. Dann war's das mit 
der Power weil er zum Schutz vor Überhitzung die Leistung drosselt.

von Manfred (Gast)


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Dussel schrieb:
> Kann man Hybridautos ohne oder mit kaputter Antriebsbatterie noch
> benutzen bzw. gibt es Autos, bei denen das geht?
>
> Der Hintergrund der Frage ist, dass ich mir wohl bald ein Auto kaufen
> muss.

Die Kasper vom ZDF haben heute (WISO) einen Beitrag über 
Hybrid-Firmenautos gemacht: Zum Großteil liegen da original verpackte 
Ladekabel drin. Der Mitarbiter nimmt den Steuervorteil mit, hat aber, 
weil die Firma den Kraftstoff bezahlt, kein Interesse, aus der Steckdose 
zu laden.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, einen Wagen zu bekommen, wo der 
Akku in gutem Zustand ist.

von Ralf X. (ralf0815)


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Manfred schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Kann man Hybridautos ohne oder mit kaputter Antriebsbatterie noch
>> benutzen bzw. gibt es Autos, bei denen das geht?
>>
>> Der Hintergrund der Frage ist, dass ich mir wohl bald ein Auto kaufen
>> muss.
>
> Die Kasper vom ZDF haben heute (WISO) einen Beitrag über
> Hybrid-Firmenautos gemacht: Zum Großteil liegen da original verpackte
> Ladekabel drin. Der Mitarbiter nimmt den Steuervorteil mit, hat aber,
> weil die Firma den Kraftstoff bezahlt, kein Interesse, aus der Steckdose
> zu laden.
>
> Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, einen Wagen zu bekommen, wo der
> Akku in gutem Zustand ist.

Sobald etwas von WISO kommt, werde ich grundsätzlich aüsserst 
misstrauisch in Punkto Wahrheitsgehalt.
Eine fachliche Kompetenz hat das Boulevardmagazin noch nie gehabt, dafür 
aber jede Menge Kungelei und Vetternwirtschaft.
Immerhin wusste der BEV-Experte in der angesprochenen Sendung, dass es 
die Elektromotoren sind, die nicht aufgeladen wurden, aber mit ihren 
angeblich 300 kg nutzlos durch die Gegend gekarrt werden.
Von Batterie oder Akku scheint der noch nie etwas gehört zu haben.
Dafür hat er aber bestimmt irgendwelche speziellen Verbindungen zu den 
Sendungverantwortlichen, was ihn automatisch qualifiziert.

von Manfred (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> Sobald etwas von WISO kommt, werde ich grundsätzlich aüsserst
> misstrauisch in Punkto Wahrheitsgehalt.
> Eine fachliche Kompetenz hat das Boulevardmagazin noch nie gehabt, dafür
> aber jede Menge Kungelei und Vetternwirtschaft.

Ich mag Dir nicht widersprechen, aber lassen wir das besser, es würde 
den Thread in die falsche Richtung bringen.

Die Steuervorteile für Hybrid-Firmenautos gibt es noch nicht sonderlich 
lange, aber die Aussage glaube ich trotzdem: Die Firma bezahlt, der 
Mitarbeiter hat kein Interesse, die Karre zuhause ans Stromnetz zu 
hängen.

Wenn die Autos auf dem Gebrauchtmarkt auftauchen, kann man hoffen, dass 
deren Akkus keinen nennenswerten Verschleiß aufweisen. Kauft man einen 
gebrauchten Hybrid von Privat, könnte das anders sein.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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@ACDC: Was soll Deine Suggestivfrage "Du fährst Diesel?"

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Was auch gern "vergessen" wird in solchen Diskussionen:

Für Benziner und Diesel gibts Reservekanister. Hat wohl jeder schon 
einmal in seinem Leben geschleppt, gluckgluckgluck, die Karre fuhr 
wieder...

Gibts das auch für die tollen E-Autos?

Unvergessen die "Top Gear" Folge mit den leergefahrenen E-Autos, die 
dann geschoben wurden. Oder das Nachladen aus einer "...normalen 
Schukosteckdose" im freundlichen Pub. Nach einmal Getränke- und 
Speisekarte rauf und runter, der zehnten Tasse Tee, immerhin schon 2% im 
"Tank"...

Wer "heute" rein elektrisch fährt und meist nachts lädt, tut das auch 
mit Atomstrom, Braunkohlestrom, Müll(heiz)kraftwerk etc., das wollen die 
Gutgläubigen aber schlicht nicht wahrhaben.

von ACDC (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> das wollen die
> Gutgläubigen aber schlicht nicht wahrhaben.

Ja,
dein Auto fährt mit Luft und Liebe.........

von Praktiker (Gast)


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Hallo

Nichtverzweifelter schrieb:
> Unvergessen die "Top Gear" Folge mit den leergefahrenen E-Autos, die
> dann geschoben wurden. Oder das Nachladen aus einer "...normalen
> Schukosteckdose" im freundlichen Pub. Nach einmal Getränke- und
> Speisekarte rauf und runter, der zehnten Tasse Tee, immerhin schon 2% im
> "Tank"...

Wobei da aber auch so einiges inszeniert wird (wurde).
Selbst die besten und ehrlichsten Akteure (und das hatte ich den Leuten 
von Top Gear so gut wie immer abgenommen) können nicht immer 
unterhaltses für das Publikum erleben.
"Katastrophen" müssen da schon mal inszeniert werden, bzw. durch bewusst 
ungeschicktes Verhalten heraufbeschworen werden.
Es handelt(e) sich halt um gute Fernsehunterhaltung (dank der Akteure 
und auch der "Unsichtbaren" im Hintergrund).

Und ich bin wohl nicht der einzige der an weniger als einer Hand 
abzählen kann wann er mal den Tank leer gefahren hat (Und die wenigen 
male war es einfach Dummheit bzw. zu großes Risiko eingehen nach den 
Motto "Es muss einfach noch reichen").
Jedes E-Auto (Bastellösungen aus den 80er Jahren eventuell ausgenommen - 
aber da wusste es der Erbauer schon vom Baugefühl wann es zeit zum 
Nachladen wurde) hat diverse Restreichweitenanzeigen und Warnungen - und 
vor allem "bezahlbare" (relativ für mich der noch nie ein neues Auto 
bezahlen wollte immer noch viel zu teuer) reine E-Autos sind halt keine 
Fernreisemobile sondern halt Pendlerfahrzeuge, "Einkaufstaschen" und 
Alltagserledigung Kutschen - für das auch zum Großteil die Verbrenner 
genutzt werden.
Reichweite und E-Fahrzeug geht halt nur mit sehr viel Geld - viel zu 
viel für die meisten...

Praktiker

von Dussel (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Was auch gern "vergessen" wird in solchen Diskussionen:
>
> Für Benziner und Diesel gibts Reservekanister. Hat wohl jeder schon
> einmal in seinem Leben geschleppt, gluckgluckgluck, die Karre fuhr
> wieder...
Die Diskussion ging um Hybridautos. Ich bin zwar noch nie eines 
gefahren, aber ich wette, dass es für die Reservekanister gibt.

Manfred schrieb:
> Zum Großteil liegen da original verpackte
> Ladekabel drin. Der Mitarbiter nimmt den Steuervorteil mit, hat aber,
> weil die Firma den Kraftstoff bezahlt, kein Interesse, aus der Steckdose
> zu laden.
Habe ich das nicht weiter oben schon geschrieben? Zumindest habe ich es 
gedacht.
Mir geht es halt nicht darum, mit Ökostrom in der Gegend rumzufahren. 
Deshalb habe ich ja nach Mildhybriden gefragt. Ich möchte die beim 
Bremsen verheizte Energie zumindest zu einem Teil zurückgewinnen (bevor 
sie verheizt wird natürlich).
Das wird umwelttechnisch nicht so viel bringen, aber die Idee ist halt 
'cool'.
Die Bahn deckte 2007 8% ihres Strombedarfs aus rückgespeister Energie. 
(Quelle leider direkt nicht mehr erreichbar, nur 
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromotorische_Bremse#cite_note-db-2010-01-11-3)
Ein Auto ist nicht direkt damit vergleichbar, aber es ist trotzdem mehr 
als nichts.

von Andreas (Gast)


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wollten wir hier nicht über Hybridfahrzeuge reden, die auch noch ohne 
Hybridbatterie fahren können?

Der Honda Civic VII IMA (2003-2005) ist so ein Fahrzeug. Dieser wurde 
hauptsächlich in USA mit CVT verkauft. Nach D kamen ca. 500 Stk mit 
5-Gang Schaltung. (Wir haben einen)
https://de.wikipedia.org/wiki/Honda_Civic_IMA
Honda war sich wohl nicht 100% sicher wie zuverlässig ihr Hybrid ist, 
und bauten noch einen "normalen" Anlasser als Backup ein. Deshalb kann 
dieser Civic auch ohne funktionierende Hybridbatterie gefahren werden. 
Der Verbrauch ist dabei aber höher. Zudem muß man ihn dann mit hohen 
Drehzahlen fahren.
Dank des zusätzlichen e-Antrieb, hat er sein max. Drehmoment bei 1100 
U/min.
Man kann ihn ohne Probleme mit einer 4 vor dem Komma fahren. Bei sehr 
zügiger Fahrweise werden es vielleicht auch mal 5,5 l/100km.

von Dussel (Gast)


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Andreas schrieb:
> Der Honda Civic VII IMA (2003-2005) ist so ein Fahrzeug.
Danke. Interessant.

Andreas schrieb:
> Zudem muß man ihn dann mit hohen Drehzahlen fahren.
Was ist hoch in dem Zusammenhang? 3000 oder 5000 bei 100 km/h?

Andreas schrieb:
> Man kann ihn ohne Probleme mit einer 4 vor dem Komma fahren. Bei sehr
> zügiger Fahrweise werden es vielleicht auch mal 5,5 l/100km.
Mit oder ohne funktionierender Batterie?

von Philipp G. (geiserp01)


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Dussel schrieb:
>> Für Benziner und Diesel gibts Reservekanister. Hat wohl jeder schon
>> einmal in seinem Leben geschleppt, gluckgluckgluck, die Karre fuhr
>> wieder...
> Die Diskussion ging um Hybridautos. Ich bin zwar noch nie eines
> gefahren, aber ich wette, dass es für die Reservekanister gibt.

Ja, bei der Tanke kannst Du 20'000F Kondensatoren kaufen. Den kannst 
dann in den Tankdeckel stossen.

Dussel schrieb:
> Ist das realistisch oder ist ein Hybridauto ohne Batterie unbenutzbar?

Was denkst Du denn wie die aussieht? Ein kleiner schwarzen Kasten wo 
Plus und Minus drauf steht? Die Batterie ist mechanisch, elektronisch 
und datentechnisch fest mit dem Fahrzeug verbunden. Natürlich ist die 
auch tief im CAN/LIN Bus integriert.

Rolf M. schrieb:
> Dann fahr mal mit dem Ding zwei Runden Nürburgring. Dann war's das mit
> der Power weil er zum Schutz vor Überhitzung die Leistung drosselt.

Verstehen leider die wenigsten hier.

So hier gibt es mal ein guter Artikel:

https://www.auto-motor-und-sport.de/test/tesla-model-s-p100d-dodge-charger-hellcat-vergleich/

Das 'Performance' Model schafft auf dem 2.6km Rundkurs nicht mal EINE 
Runde - trotz brachialer Beschleunigung.

[Zitat]
Die Runde ist zwar an Langeweile kaum zu überbieten, weil er die 
Querbeschleunigung mit seiner zwangsaktiven Stabilitätselektronik ebenso 
resolut unterbindet wie Kraftentfaltung bei Lenkeinschlag. Bleibt man 
jedoch einen Tick unterhalb dieser künstlichen Leitplanke, bildet sich 
zwischen der ultraleichtgängigen Lenkung und den Luftfedern tatsächlich 
ein Hauch von Agilität.

Allerdings bewahrheiten sich auch die Schauergeschichten, die einem das 
Netz über die komplizierte Beziehung des Model S zu Rennstrecken 
erzählt. Trotz voller Akkus überdauert die Maximalleistung nicht mal 
eine Runde auf dem Kleinen Kurs. Die permanente Abfolge aus Vollgas und 
Vollbremsung bedeutet Stress für die Batterie. Folge: Sie überhitzt und 
muss Leistung kappen, was allein auf dem Stückchen zwischen Südkurve und 
Lichtschranke 22 km/h ausmacht.
[/Zitat]

OT: Der Charger: Schon witzig dass die Amis bis heute noch keine 
Fahrwerke bauen können. Und DOT3 drin anno domini.

: Bearbeitet durch User
von Arno (Gast)


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Vieles wurde hier schon gesagt, ich will auch nicht darüber streiten, 
was wie zutreffend ist.

Nur ein Hinweis: Unter "Hybrid" versteht jeder etwas anderes. Das reicht 
von Smarts und S-Klassen aus den späten 2000ern mit mehr oder weniger 
intelligenter Ladesteuerung der ohnehin vorhandenen 12V-Batterie (wird 
nur/bevorzugt bei Motorbremse geladen) und Start-Stopp-System, sonst 
"ganz normaler" Verbrennungsmotor, bis zu Autos, die primär auf 
elektrische Nutzung ausgelegt sind und nur für den "Notbetrieb" einen 
kleinen Verbrenner an Bord haben, wie BMW i3 REx mit 25kW Verbrenner / 
125kW E-Motor. Bei einigen gibt es eine Verbindung zwischen Verbrenner 
und Antriebsrädern, die nicht über die Batterie geht, bei anderen nicht.

MfG, Arno

von Joachim B. (jar)


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Andreas schrieb:
> wollten wir hier nicht über Hybridfahrzeuge reden, die auch noch ohne
> Hybridbatterie fahren können?

als meine Batterie schwächelte im Winter der ADAC was von 3 Stunden 
warten erzählte winkte ich einige Taxis, alle Toyota Hybrid und keiner 
konnte oder wollte Starthilfe geben.

von Andreas (Gast)


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Dussel schrieb:
> Andreas schrieb:
>> Zudem muß man ihn dann mit hohen Drehzahlen fahren.
> Was ist hoch in dem Zusammenhang? 3000 oder 5000 bei 100 km/h?

Nein, damit meinte ich, daß der Benziner mit 1,3 l Hubraum für eine 
große Limousine ohne den Elektromotor bei niedrigen Drehzahlen keine 
Leistung hat. Dann muß man ihn zum Beschleunigen oder Berg hoch fahren 
mit ein bis zwei Gänge niedriger bewegen. Somit ist die Drehzahl dann 
höher.
Mit Elektromotor fährt man dieses Auto wie einen Diesel. Er zieht gut 
von unten raus.

> Andreas schrieb:
>> Man kann ihn ohne Probleme mit einer 4 vor dem Komma fahren. Bei sehr
>> zügiger Fahrweise werden es vielleicht auch mal 5,5 l/100km.
> Mit oder ohne funktionierender Batterie?

Mit Akku. Laut Berichten aus den USA soll der Verbrauch bei defektem 
Akku bei 7-8 Liter liegen. Allerdings haben die auch das CVT.

von ACDC (Gast)


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Philipp G. schrieb:
> Das 'Performance' Model schafft auf dem 2.6km Rundkurs nicht mal EINE
> Runde - trotz brachialer Beschleunigung.

Ja ne, dass geht also mal gar nicht!

Da behalte ich lieber meinen Bugatti Veyron und bestell schnell noch 
einen Reserve Tanklaster.

Schliesslich fahre ich täglich auf der Rennstrecke.

von Harald W. (wilhelms)


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Nichtverzweifelter schrieb:

> Für Benziner und Diesel gibts Reservekanister.
> Gibts das auch für die tollen E-Autos?

Ja, Auto eine Viertelstunde stehen lassen, dann reichts nochmal
für ein paar km. Es könnte allerdings sein, das die eingebaute
Elektronik so etwas verhindert.

von ACDC (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Nichtverzweifelter schrieb:
>
>> Für Benziner und Diesel gibts Reservekanister.
>> Gibts das auch für die tollen E-Autos?
>
> Ja, Auto eine Viertelstunde stehen lassen, dann reichts nochmal
> für ein paar km. Es könnte allerdings sein, das die eingebaute
> Elektronik so etwas verhindert.

Das verhindert die auf jeden Fall.
Nur bei dem uralten 208 mit NiCd Akkus nicht.

von Joachim B. (jar)


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ACDC schrieb:
> bestell schnell noch
> einen Reserve Tanklaster.

nix da der muss schon Ersatzreifen bei haben denn die sind bei über 
400km/h nur 15 Minuten brauchbar, der Tank ist aber nach 12 Minuten 
leer!

von Axel L. (axel_5)


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Andreas schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Andreas schrieb:
>>> Zudem muß man ihn dann mit hohen Drehzahlen fahren.
>> Was ist hoch in dem Zusammenhang? 3000 oder 5000 bei 100 km/h?
>
> Nein, damit meinte ich, daß der Benziner mit 1,3 l Hubraum für eine
> große Limousine ohne den Elektromotor bei niedrigen Drehzahlen keine
> Leistung hat. Dann muß man ihn zum Beschleunigen oder Berg hoch fahren
> mit ein bis zwei Gänge niedriger bewegen. Somit ist die Drehzahl dann
> höher.
> Mit Elektromotor fährt man dieses Auto wie einen Diesel. Er zieht gut
> von unten raus.
>

Das wird ein Atkinson Motor sein, sparsam, aber schlechtes Drehmoment. 
Deswegen kombiniert man die ja gerne mit Elektro. Ohne Elektro fehlt dem 
das Drehmoment und man muss den sehr hochtourig fahren, um Leistung zu 
bekommen.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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ACDC schrieb:
> Ja,
> dein Auto fährt mit Luft und Liebe.........

Sicher nicht mit Uranisotopen oder Strom aus Tschernobyl, ach so, da 
kommt ja seit 1986 kein Strom mehr, nur noch Cäsium. Aber "das" ist 
sicher gesund, so im Wildschweinbraten oder der Pilzsosse. Auch 
Pfifferlinge aus Weissrussland leuchten nachts. Alles gesund!

von Nichtverzweifelter (Gast)


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:-) Mehr Atomstromautos bitte! :-))

von Dussel (Gast)


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Andreas schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Andreas schrieb:
>>> Zudem muß man ihn dann mit hohen Drehzahlen fahren.
>> Was ist hoch in dem Zusammenhang? 3000 oder 5000 bei 100 km/h?
>
> Nein, damit meinte ich, daß der Benziner mit 1,3 l Hubraum für eine
> große Limousine ohne den Elektromotor bei niedrigen Drehzahlen keine
> Leistung hat.
Achso.

Andreas schrieb:
> Mit Elektromotor fährt man dieses Auto wie einen Diesel. Er zieht gut
> von unten raus.
Das ist ja einer der Vorteile von Elektromotoren.

Andreas schrieb:
>> Andreas schrieb:
>>> Man kann ihn ohne Probleme mit einer 4 vor dem Komma fahren. Bei sehr
>>> zügiger Fahrweise werden es vielleicht auch mal 5,5 l/100km.
>> Mit oder ohne funktionierender Batterie?
>
> Mit Akku. Laut Berichten aus den USA soll der Verbrauch bei defektem
> Akku bei 7-8 Liter liegen.
Das wäre ja absolut gar nicht gut.

Danke für die guten Informationen.

von ACDC (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> Sobald etwas von WISO kommt, werde ich grundsätzlich aüsserst
> misstrauisch in Punkto Wahrheitsgehalt.

Der Herr Häfner sagt da im Video, auf Langstrecke braucht der GTE gut 
seine 10 Liter.
Dann müsste der aber schon vollkommen freie Strecke haben mit Tempomat 
auf 200km/h gestellt.
Sonst sind sind 10 Liter auf 100km nicht möglich auf der Autobahn.

von Walter K. (walter_k488)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> ACDC schrieb:
>> Ja,
>> dein Auto fährt mit Luft und Liebe.........
>
> Sicher nicht mit Uranisotopen oder Strom aus Tschernobyl, ach so, da
> kommt ja seit 1986 kein Strom mehr, nur noch Cäsium. Aber "das" ist
> sicher gesund, so im Wildschweinbraten oder der Pilzsosse. Auch
> Pfifferlinge aus Weissrussland leuchten nachts. Alles gesund!


Schlimmer sind die „Leuchten“, die hier solch einen Schwachsinn 
verbreiten!

von Ralf X. (ralf0815)


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ACDC schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Sobald etwas von WISO kommt, werde ich grundsätzlich aüsserst
>> misstrauisch in Punkto Wahrheitsgehalt.
>
> Der Herr Häfner sagt da im Video, auf Langstrecke braucht der GTE gut
> seine 10 Liter.
> Dann müsste der aber schon vollkommen freie Strecke haben mit Tempomat
> auf 200km/h gestellt.
> Sonst sind sind 10 Liter auf 100km nicht möglich auf der Autobahn.

Es ist völlig egal, wen WISO sich als "Experte" heraussucht und seine 
Aussage ggf. soweit zurecht schneidet, dass es zu der Aussage passt, die 
man redaktionell verbreiten möchte.
Hier der Link zur Sendung:
https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/wiso-vom-28-september-2020-100.html
Der Beitrag bzgl. Hybrid-BEV startet ab ~24:00.
Die Aussage EINES extrahierten Hybridfahrers ist eh belanglos.
Gegen 26:40 suggeriert die WISO-Redaktion vorsätzlich/verlogen, dass die 
Bundesförderung der Hybriden bis zu 6.750,-€ beträgt und verschweigt den 
Herstelleranteil.
(Egal ob der Hersteller den vorher in den Nettopreis einkalkuliert.)
Gegen 27:00 kommt der ADAC ins Spiel, dessen Aussagen in diesem 
Zusammenhang aber absolut belanglos sind , soweit wir uns nicht aus der 
EU verabschieden wollen.
Ausserdem weiss jeder, dass der "neue" WLTP-Test selbstverständlich auch 
kein individuelles Verhalten eines Verbrenners abbilden kann oder 
möchte.
Welches theoretisches Verhalten die Hybriden lt. ADAC an den Tag legen, 
verschweigt WISO natürlich auch.

Un so geht es die ganze Sendung weiter und jede WISO-Sendung der letzen 
Jahrzehnte (die ich gesehen habe) strotzte nur so von Fehlinformationen 
und Lügen.

Ich schaue überwiegend die ÖR, aber bei Sendungsformaten wie WISO kann 
ich sogar die dummen Gruppen verstehen, die den ÖR Lügenpresse 
vorwerfen.
Auch wenn ich nicht glaube, dass bei denen WISO der Anlass ist. :-)

: Bearbeitet durch User
von ACDC (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> ACDC schrieb:
>> Ralf X. schrieb:
>>> Sobald etwas von WISO kommt, werde ich grundsätzlich aüsserst
>>> misstrauisch in Punkto Wahrheitsgehalt.
>>
>> Der Herr Häfner sagt da im Video, auf Langstrecke braucht der GTE gut
>> seine 10 Liter.
>> Dann müsste der aber schon vollkommen freie Strecke haben mit Tempomat
>> auf 200km/h gestellt.
>> Sonst sind sind 10 Liter auf 100km nicht möglich auf der Autobahn.
>
> Es ist völlig egal, wen WISO sich als "Experte" heraussucht und seine
> Aussage ggf. soweit zurecht schneidet, dass es zu der Aussage passt, die
> man redaktionell verbreiten möchte.

Hab ich doch gesagt.
10 Liter/100km geht nicht mit GTE ;)
FAKE NEWS oder halt kaputt...

von Percy N. (vox_bovi)


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Ralf X. schrieb:
> Ich schaue überwiegend die ÖR, aber bei Sendungsformaten wie WISO kann
> ich sogar die dummen Gruppen verstehen, die den ÖR Lügenpresse
> vorwerfen.

Das muss nicht an mangelnder Wahrhaftigkeit liegen; Inkompetenz der 
Redakteure kommt eher in Frage: Da jeder Redakteur ein (mindestens) 
halber Experte ist, versteht sich von selbst, dass das Niveau der 
Beiträge weit unter dem Horizont des Redakteurs angesiedelt sein muss, 
auf dass der volldoofe Zuschauer es so verstehe, wie der Redakteur es 
verstanden zu haben glaubt. So kann man denn auch alle Jahre wieder in 
nahezu jeder Sendung zum Thema Wärmedämmung sich an der Entdeckung 
einer  wissenschaftlichen Sensation namens "Kältebrücken" erfreuen, 
deren Bedeutung augenscheinlich weder dem Redakteur noch dem als Experte 
hinzugezogenen Installateur klargeworden zu sein scheint.

von Arno (Gast)


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Also ich fänd 10l/100km auf der Langstrecke 
https://de.wikipedia.org/wiki/VLN_Langstreckenmeisterschaft_N%C3%BCrburgring 
gar nicht schlecht...

scnr Arno

von Joachim B. (jar)


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Arno schrieb:
> Also ich fänd 10l/100km auf der Langstrecke
> https://de.wikipedia.org/wiki/VLN_Langstreckenmeisterschaft_N%C3%BCrburgring
> gar nicht schlecht...

bei welchem Tempo?

Seit 40 Jahren brauchten meine Verbrenner rund 20L bis 24L auf 100km bei 
Vollgas, nur bei 100km/h sank der Verbrauch regelmäßig mit jedem neuen 
PKW um 10%.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Joachim B. schrieb:
> Arno schrieb:
>> Also ich fänd 10l/100km auf der Langstrecke
>> https://de.wikipedia.org/wiki/VLN_Langstreckenmeisterschaft_N%C3%BCrburgring
>> gar nicht schlecht...
>
> bei welchem Tempo?
>
> Seit 40 Jahren brauchten meine Verbrenner rund 20L bis 24L auf 100km bei
> Vollgas, nur bei 100km/h sank der Verbrauch regelmäßig mit jedem neuen
> PKW um 10%.

die besten Verbrauchswerte auf der Autobahn habe ich in längeren 
Baustellen, wo man so um die 80kmh fährt.

von Arno (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> Arno schrieb:
>> Also ich fänd 10l/100km auf der Langstrecke
>> https://de.wikipedia.org/wiki/VLN_Langstreckenmeisterschaft_N%C3%BCrburgring
>> gar nicht schlecht...
>
> bei welchem Tempo?

Klick mal auf den Wikipedia-Link :) Ich hab gerade nachgesehen, die 
Gesamtsieger fahren im Durchschnitt so um die 160km/h bis 170km/h auf 
Langstrecke.

MfG, Arno

von Joachim B. (jar)


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Arno schrieb:
> Klick mal auf den Wikipedia-Link :)

hatte ich doch, aber ich weiss immer noch nicht unter welchen 
Bedingungen, extreme Leichtlaufreifen, super schmal, bretthart?
Alles aus der Karrere ausgeräumt?
Spezial Sprit?

Sicher nicht so wie meine Serien PKW und vermutlich müssen die auch 
nicht abbremsen und wieder beschleunigen weil einer mit 80 km/h 
ausschert.

So richtig vergleichbar finde ich das nicht!

von Philipp G. (geiserp01)


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Joachim B. schrieb:
> Arno schrieb:
> Klick mal auf den Wikipedia-Link :)
>
> hatte ich doch, aber ich weiss immer noch nicht unter welchen
> Bedingungen, extreme Leichtlaufreifen, super schmal, bretthart?
> Alles aus der Karrere ausgeräumt?
> Spezial Sprit?
>
> Sicher nicht so wie meine Serien PKW und vermutlich müssen die auch
> nicht abbremsen und wieder beschleunigen weil einer mit 80 km/h
> ausschert.
>
> So richtig vergleichbar finde ich das nicht!

Sag mal, warst du jemals auf einem Track?

von Arno (Gast)


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OK, offensichtlich war meine Ironie nicht deutlich genug. Ich fände es 
technisch beeindruckend, wenn die Autos in der verlinkten 
Langstrecken-Rennserie nur 10l/100km verbrauchen würden. Jetzt mit 
doppeltem Konjunktiv ;)

MfG, Arno

(auch wenn mein Deutschlehrer sich bei "würde" und "Konjunktiv" sicher 
im Grab umdreht)

von ACDC (Gast)


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Arno schrieb:
> OK, offensichtlich war meine Ironie nicht deutlich genug.

Der Golf GTE braucht rein elektrisch 10% mehr als ein BEV.

Der GOLF GTE braucht rein auf Sprit sicher 10% weniger als ein 
Verbrenner.

von Harald W. (wilhelms)


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Philipp G. schrieb:

> Sag mal, warst du jemals auf einem Track?

Ist das sowas ähnliches wie ein Tramp? :-)

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