Gast
#6402685
Hallo, Ich benötige Argumente technischer Art. In einem alten Wobbel-Messsender, knapp 50 Jahre alt, befinden sich netzseitig zwei baugleiche Kondensatoren, die wohl zu Zwecken der Entstörung jeweils vom "L1" und "N" gemeinsam gegen "PE" geschaltet sind. Also eine klassische Entstörung mittels Cy's. Verbaut wurden anno dazumal anscheinend Scheibenkondensatoren, die mir wie keramische Typen aussehen mit hoher Spannungsfestigkeit und Kapazität von jeweils 3,9nF. Da deren gemeinsamer Fußpunkt am Schutzleiter direkt mit der Schaltungsmasse verbunden ist, habe ich nun einige Bedenken, dass bei einem Fehler der beiden bestimmt nicht mehr taufrischen Kondensatoren das angeschlossene Equipment hinübergehen kann. Bis zum Tausch oder Ausbau der Kondensatoren werde ich das Gerät vorsorglich nicht mehr betreiben. Meine Frage wäre nun, ich hätte gerade Folienkondensatoren von WIMA MP3-Y2 mit allerdings nur 250VAC Dauerspannungsfestigkeit und obendrauf bloß 3,3nF. Nun las ich, dass heute üblicherweise 275VAC-Typen verwendet werden. Würdet ihr auch auf solche bestehen oder es mit den obengenannten bewenden lassen? Oder käme jemand überhaupt auf die Idee, die Dinger gar nicht mehr erst einzubauen? Auf eure Antworten bin ich gespannt! MfG, Kohlhammer