Forum: Haus & Smart Home Lescha Zak 2000 - Kondensator und Geräteschalter


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von Martin S. (sirnails)


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Guten abend,

von meinem guten alten Lescha Zak 2000 ist der Phasenschieber 
explodiert. Ich hätte nie gedacht, dass das so laut sein kann.

Jetzt stehe ich vor zwei Problemen:

1) das Gehäuse ist geschweißt und lässt sich nicht demontieren, sodass 
ich nicht lesen kann, was auf dem Kondensator steht. Die einzige 
Möglichkeit dran zu kommen, ist, die Schwungscheibe abzunehmen. Aber 
daran bin ich schonmal kläglich gescheitert (keine Ahnung, wie das 
gemacht wird. lt. Aufbauzeichnung ist es nur geschraubt, aber es bewegt 
sich keinen µm). Ich hab nur die paar lausigen Infos, die im Anhang 
sind. Der Kondensator hat ungefähr d=50mm, l=120-150mm. Alles schwimmt 
im Elektrolyt. Keine Ahnung, wie hochgiftig das Zeug ist, daher möchte 
ich meine Berührpunkte damit so gering wie möglich halten.

2) Der Geräteschalter ist hinüber. Die Thermosicherung löst zu schnell 
aus, was dazu führt, dass man den Motor hochpumpen muss. Wenn ich jetzt 
schon dran bin, möchte ich auch das ändern. Type ist: Weber Unimat WT 
22-555. Original gibt's wohl nicht mehr, Austausch kostet über 30 Euro. 
Ist das ok? 
https://www.elektro-kahlhorn.de/eta-schalter-3120-f554-g7t1-w04d::1702.html

Wer Tipps hat, welcher Kondensator verbaut ist, wer weiß, wie ich die 
Schwungmasse abbekomme und wer vielleicht noch nen Unimat WT 22-555 
herumliegen hat, bekommt einen Orden :-)

Schönen Abend,

Grüße M.S.

von Martin S. (sirnails)


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Weitere Suche sagte, es könnte ein MP 33/30/640C1 gewesen sein. Kann das 
hinkommen?

von hinz (Gast)


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30µF sind plausibel.

von Ralf X. (ralf0815)


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Martin S. schrieb:
> Wer Tipps hat, welcher Kondensator verbaut ist, wer weiß, wie ich die
> Schwungmasse abbekomme und wer vielleicht noch nen Unimat WT 22-555
> herumliegen hat, bekommt einen Orden :-)

Die Bilder sind für vieles unzureichend.
Aber auf Bild 1 ist deutlich ein Seegering zu erkennen, der eine dicke 
Achse sichert.
Handelt es sich bei Deinem Lescha Zak um einen Walzen- oder 
Schneidmessergerät?
Ich habe einen einen ggf. nur etwas jüngeren Zak mit Schneidmessern 
stehen, da ist der Kondensator aussen und sofort ablesbar, wenn die 
Beschriftung noch zu lesen ist.
Lescha hat an sich vieles leicht austauschbar gestaltet und oft 
vergleichbare Bauelemente benutzt.
Wegen dem Kondensator und Leistungsaufnahme schaue ich morgen mal nach.
Nach einer alten, aber ebenfalls unverwüstlichen Lescha-Mischmaschine 
und deren Werten schau ich auch mal, stehen physisch nicht weit 
auseinander.. :-)

von Martin S. (sirnails)


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Der ZAK 2000 ist ein Messerhäcksler.

Der Kondensator ist hinten dummerweise mit einer Rohrschelle befestigt. 
Und die Schraube hat natürlich keinen Außensechskant, sondern nur 
Schlitz und zeigt nach unten...

Ich könnte allerdings von unten ins Gehäuse ein Loch bohren, dann mit 
dem Schraubendreher von außen dran gehen.

hinz schrieb:
> 30µF sind plausibel.

Für einen Anlaufkondensator? Ist das nicht extrem viel?

von hinz (Gast)


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Martin S. schrieb:

> hinz schrieb:
>> 30µF sind plausibel.
>
> Für einen Anlaufkondensator? Ist das nicht extrem viel?

Ein Anlaufkondensator wäre noch wesentlich größer. Es handelt sich hier 
um einen Betriebskondensator, und da sind die 30µF für einen Motor mit 
1,1kW Wellenleistung (und 1,5kW Nennaufnahme) völlig üblich.

von Martin S. (sirnails)


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Ok danke für die Info.

Leider wurde elektrische Antriebssysteme bei uns im Studium gestrichen, 
und der EA zugeschrieben.

Habe mich mit Deinem Einwand quer gelesen. Man lernt nie aus.

Dann dürfte die Kapazität aber eigentlich egal sein, oder? Solange ein 
Mindestmaß erfüllt ist.

Sehe ich dass dann auch richtig, dass je kleiner der Kondensator, umso 
niedriger ist die erlaubte Phasenlage zwischen Drehfeld und Rotor, bevor 
der Motor ins Kippmoment kommt?

von hinz (Gast)


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Ja, mit kleinerem Kondensator gibts kleineres Anlauf- und Kippmoment.

von Ralf X. (ralf0815)


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Martin S. schrieb:
> Weitere Suche sagte, es könnte ein MP 33/30/640C1 gewesen sein. Kann das
> hinkommen?

Meiner ist der Super ZAK aus 1988 mit 2000 Watt Leistungsaufnahme an 220 
V.
Dort ist ebenfalls ein 30 µF verbaut, aber serienmässig aussen am 
Gehäuse befestigt.

von NichtZuFassen (Gast)


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von Martin S. (sirnails)


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Na selbst dafür ist es zu eng. War auch schon ne Idee.

Ralf X. schrieb:
> Super ZAK

Der ist relativ schwachbrüstig im Vergleich zum 2000, obwohl er mehr 
Leistung hat. Ich denke weniger Schwungmasse.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Martin S. schrieb:
> Na selbst dafür ist es zu eng. War auch schon ne Idee.

Ratsche mit Bit drin?

von Armin X. (werweiswas)


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Klammer bzw Klemmringe abzwicken und den neuen Kondensator, der mit 
ziemlicher Sicherheit einen Schraubbolzen hat, an einem neu zu bohrenden 
Loch im Gehäuse festschrauben.

MfG

: Bearbeitet durch User
von Martin S. (sirnails)


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Die invasive Methode bleibt natürlich jederzeit. Wollte allerdings ohne 
auskommen.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Der alte Kondensator muß doch sowieso raus.

Der Logik nach baut man ihn also jetzt aus und bestellt dann das 
Ersatzteil nach den aufgedruckten Werten. Nicht nach tagelanger 
Diskussion um des Kaisers Bart irgendeinen anderen bestellen und dann 
nach dem Ausbau des alten feststellen daß er nicht paßt.

Was spricht dagegen, mit einem beherzten Zangenzugriff auf den 
freiliegenden Gewindeteil der Schellenschraube diese zu lösen? Selbst 
wenn das Gewinde dabei verhunzt würde, es kommt ja nie in eine Mutter.

Wahrscheinlich hat diese 40 Jahre alte Schraube eine so gute Qualität, 
daß man sie heute noch mit einem passenden kleinen Stück Blech im 
Schlitz von Hand gelöst bekommt. Besonders, wenn man die Schelle mit 
einer Zange zusammendrückt und die Schraubverbindung dadurch entlastet.

Die Fotos geben es nicht so ganz her: Ist am oberen Ende des 
Kondensators nochmal ein Halteband, das durch diese beiden Klemmscheiben 
gehalten wird? In dem Fall: Scheiben weg, Band weg, Kondensator durch 
Wackeln und Rütteln aus dem unteren Band herausziehen.

Alternativ den Kondensator mit Säge/Schraubzwinge/rauchender 
Schwefelsäure (bei Alu ist vielleicht kochende Natronlauge 
erfolgversprechender, dennoch ein kleiner Scherz) komprimieren, bis sich 
durch die Umfangsreduktion das Schellenband über den Wulst ziehen läßt 
und man alles in der Hand hat.

Martin S. schrieb:
>
> Ich könnte allerdings von unten ins Gehäuse ein Loch bohren, dann mit
> dem Schraubendreher von außen dran gehen.

Herr im Himmel! :)
Warum nicht das Loch ins Knie bohren und Milch reingießen? 8-D

Selbst in dem Fall würde ich noch eher die Schraube der Schelle 
durchsägen.  Die gibts nämlich neu zu kaufen, sogar mit Sechskant.

: Bearbeitet durch User
von Martin S. (sirnails)


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Es wird auf den Bildern nicht so recht deutlich, aber das Gehäuse ist 
recht tief, und sau eng.

Mit wäre am liebsten gewesen, ich hätte den Kondensator einfach drin 
gelassen und jemand hier hätte was gewusst.

Da ich aber mittlerweile einiges quergelesen habe, und eindringlich 
davor gewarnt wird, Pi*Daumen die Kapazität zu schätzen, gehe ich davon 
aus, dass es am Ende natürlich am sinnvollsten ist, das Teil da 
irgendwie heraus zu bekommen.

von Martin S. (sirnails)


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Rätsel gelöst. Ist ein MP 20/362

Kann es sein, dass so ein Kondensator gekühlt werden muss? Ich finde die 
Anordnung im Luftstrom eigenwillig. Außer es hat fertigungstechnische 
Gründe.

Hat bzgl. des Einschalters jemand eine Idee?

von Martin S. (sirnails)


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von hinz (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Kann es sein, dass so ein Kondensator gekühlt werden muss?

Nein.

Martin S. schrieb:
> 
https://www.conrad.de/de/p/weltron-wb40200-a-1-st-mkp-motorkondensator-steckanschluss-20-f-450-v-ac-5-x-h-40-mm-x-71-mm-441673.html
>
> Taugen die was?

Achte auf die Haltbarkeitsklasse.

von Martin S. (sirnails)


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Hallo Hinz,

was meinst Du mit "Haltbarkeitsklasse"? Ich kenne diese nicht, und 
google spuckt nur µc.net Ergebnisse mit Beiträgen von Dir aus.

Kannst Du das kurz ausführen?

von Martin S. (sirnails)


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Ach meinst Du die Lebensdauerklasse?

Hab jetzt den hier bestellt. So lange wird der Häcksler wohl nicht mehr 
leben.

https://www.elektro-kahlhorn.de/betriebskondensator-20-microf-af::1402.html

von Armin X. (werweiswas)


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hinz schrieb:
> Achte auf die Haltbarkeitsklasse.

Wenn die Angaben im normalen Betrieb nur annähernd zutreffend wären 
würde wohl nie ein Betriebskondensator verrecken.
Das sind nur Laborwerte unter irgendwelchen Idealbedingungen.

MfG

: Bearbeitet durch User
von hinz (Gast)


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Armin X. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Achte auf die Haltbarkeitsklasse.
>
> Wenn die Angaben im normalen Betrieb nur annähernd zutreffend wären
> würde wohl nie ein Betriebskondensator verrecken.
> Das sind nur Laborwerte unter irgendwelchen Idealbedingungen.

Sie zeigen aber die Richtung.

von Martin S. (sirnails)


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hinz schrieb:
> Sie zeigen aber die Richtung.

Ich denke, wenn man einen anständigen Markenkondensator kauft, und dann 
halt 10 oder 15 statt 5 Euro dafür auf Amazon oder Ebay hinlegt, dann 
hat man eigentlich schon was brauchbares.

Morgen kommen die Teile, mal sehen, ob der Motor dann anläuft, oder ob 
er Schaden genommen hat.

Wenn's knallt, dann versucht Laie es ja noch fünfmal, ob's nicht doch 
geht. Zumindest der geflogene RCD sollte schlimmeres verhindert haben.

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