Temperaturkoeffizienten

Gast #6408399
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Dirk B. schrieb:
> L1/Lges * K1 + L2/Lges * K2 + .... l Ln/Lges *Kn
>
> Lx ist die Länge der einzelnen Metalle, Kx die entsprechenden
> Koeffizienten,
> Lges die Gesamtlänge der Metalle

Hm: ich denke du hat damit die Formel für den resultierenden 
Längenausdehnungskoeffizienten angegeben.

Ich vermute aber, die Frage im OT geht um den Widerstandskoeffizienten. 
Dann wäre als Gewichtungsfaktor nicht die Länge des jeweiligen Materials 
relevant. Sondern der Beitrag des jeweiligen Materials zum 
Gesamtwiderstand (neben der Länge und kann sich ja z.B. auch der 
Durchmesser unterscheiden). Also nicht L1/Lges ... sondern R1/Rges ... 
zum Wichten der einzelnen Koeffizienten.
Gast #6408434
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Dirk B. schrieb:
> PS. es gibt mehrere thermische Effekte.
> Welchen meinst du?

Also ich möchte das Gold als thermischen Widerstand verwenden. Für die 
Kontaktierung habe ich als erstes Kupfer und das Bonddraht.
Ich habe die Widerstände bei unterschiedlichen Temperaturen gemessen. 
Durch den Widerstand fließt ein Strom in Micro-Bereich.
Doch das Problem was ich habe ist, dass ich unterschiedliche Steigungen 
(negative und positive) messe. Ich habe mehrere DUTs. Ich weiß nicht was 
die Ursache ist?
Gast #6408446
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Lea schrieb:
> Doch das Problem was ich habe ist, dass ich unterschiedliche Steigungen
> (negative und positive) messe. Ich habe mehrere DUTs. Ich weiß nicht was
> die Ursache ist?

keines der Materialien hat einen negativen TK. wahrscheinlich hast du 
ein Problem mit Thermospannungen
Gast #6408494
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Lea schrieb:
> Wie kann ich beweisen das die Thermospannungen die Ursache ist für meine
> unterschiedlichen Steigungen sind (negativ und positiv)

Dass eine Kombination von Materialien mit positivem TK nicht in der 
Gesamtschaltung zu einem negativen TK führen kann, lässt sich leicht 
beweisen.

Wie das genaue Zusammenwirken aller thermischen Effekte in deiner 
Messung ist, lässt sich nur durch eine genaue Analyse deines Messsystems 
bestimmen. Ggf. sind die Informationen, die du zu deinem System hast 
nicht ausreichend, um das tatsächlich zu berechnen (wenn du z.B. nichts 
zu genauen Temperaturverteilung sagen kannst). Dann kommst du ggf. nur 
bis zuprinzipiellen Betrachtungen ohne die genaue Berechnung (und damit 
Beweisführung) durchführen zu können.

Lea schrieb:
> oder kann man  es irgendwie entfernen

Ich würde an deiner Stelle mal damit anfangen, den oben verlinkten 
Artikel durchzulesen. Dort siehst du z.B., dass Gold und Kupfer vom 
Seebeckkoeffizienten her ziemlich gut zueinander passen (und damit kaum 
Thermospannungen erzeugen). Beim Alu-Bonddraht sieht das schon anders 
aus.

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