Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Eigenes ProfiNet Device / Client


von Interessierter (Gast)


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Hallo allerseits,

kennt sich hier jemand mit dem ProfiNet-Protokoll aus? Ich möchte evtl. 
ein ProfiNet-Device (also einen Client) bauen und bin jetzt am 
Sondieren.

Nach meinen Recherchen muss man ProfiNet-Device zertifizieren lassen, um 
sie als soche betreiben/verkaufen zu dürfen, was recht aufwendig und 
teuer ist. Jetzt hatte ich die Idee einen Protokollumsetzer zu 
verwenden, z.B. auf Modbus. Dazu hab ich ein paar Fragen, auf die ich 
bisher keine Antworten gefunden habe. Ich bin in dem Bereich auch noch 
ziemlich unbefleckt, aber ich möchte mich erst schlau machen, bevor ich 
mich in eine Sackgasse einarbeite.

1. Sieht ein Gerät hinter einem Protokollumsetzer für den Master 
immernoch wie ein ProfiNet-Gerät aus, oder würde bspw. im ModBus-Fall 
dann das Gerät wie ein ModBus-Gerät angesprochen und nur die 
Datenübertragung, d.h. die Hardware, wäre auf ProfiNet-Ebene?

2. Haben Protokollumsetzer eine eigene "Device Identity", die ja von der 
ProfiNet-Gesellschaft zugeteilt werden muss? Gilt ein solcher Umsetzer 
schon als Device?


Also kurz gesagt, könnte das ein gangbarer Weg sein, oder wird das 
nichts? Gibt es noch andere Fallstricke?

Danke schonmal!

von C. W. (chefkoch)


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Hast Du mal bei Hilscher in Hattersheim geschaut?

von Interessierter (Gast)


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Die kannte ich noch nicht, danke!

von Dirk F (Gast)


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oder bei HMS

von Dominic (Gast)


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Für einen produktiven Einsatz wirst du nicht um ein fertiges Modul 
herumkommen. Anybus, Hilscher, Deltalogic, HMS etc

von Andreas M. (amesser)


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Interessierter schrieb:
> kennt sich hier jemand mit dem ProfiNet-Protokoll aus? Ich möchte evtl.

Ja

Interessierter schrieb:
> ein ProfiNet-Device (also einen Client) bauen und bin jetzt am
> Sondieren.

Die Bezeichnung "Client" gibt es bei Profinet nicht. Außerdem ist es 
irreführend, weil ein Profinet-Device per Se passiv ist und sich der 
Controlelr aktiv verbindet. Aus IT Sicht ist der Controller der "Client" 
und das Device der "Server"

Interessierter schrieb:
> Nach meinen Recherchen muss man ProfiNet-Device zertifizieren lassen, um
> sie als soche betreiben/verkaufen zu dürfen, was recht aufwendig und
> teuer ist. Jetzt hatte ich die Idee einen Protokollumsetzer zu

Korrekt, dazu musst Du dann auch eine Profinet Herstellerkennung bei der 
PNO beantragen. Außerdem sind diverse Profinet Technologien durch 
Patente geschützt, mit einer PNO Mitgliedschaft muss man sich darum 
nicht mehr kümmern. (Bis auf ein paar Spezialfälle wie z.B. MRM


Interessierter schrieb:
> 1. Sieht ein Gerät hinter einem Protokollumsetzer für den Master
> immernoch wie ein ProfiNet-Gerät aus, oder würde bspw. im ModBus-Fall
> dann das Gerät wie ein ModBus-Gerät angesprochen und nur die
> Datenübertragung, d.h. die Hardware, wäre auf ProfiNet-Ebene?

Das verstehe ich nocht nicht ganz. ein Profinet-Device erscheint zum 
Controller hin immer als Profinet-Device. Das hat nichts damit zu tun, 
was hinter dem Device ist. Schwebt Dir so ein Aufbau vor:

Profinet Controller <-> [ Profinet Device -- Modbus Master ] <-> Modbus 
Slave?

Interessierter schrieb:
> 2. Haben Protokollumsetzer eine eigene "Device Identity", die ja von der
> ProfiNet-Gesellschaft zugeteilt werden muss? Gilt ein solcher Umsetzer
> schon als Device?

Ein Protokollumsetzer wird sich am Profinet Netzwerk immer mit der 
Herstellerkennung des Protokollumsetzers melden. Dass ist so 
vorgeschrieben. Es sei denn du integrierst den Protokollumsetzer fest in 
Dein Gerät, dann kannst Du auch mit deiner eigenen Kennung arbeiten. 
Dann musst Du aber auch Zertifizieren. Ein Zertifikat gilt nur für exakt 
eine Geräte/Herstellerkennung, um genau zu sein sogar nur für einen 
Device-Accesspoint aus dieser Geräte-/Herstellerkennung.

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