Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LTC6256 Operationsverstärker, Schaltung übersteuert


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von Panda2020 (Gast)


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Hallo alle zusammen, ich fange gerade mit meiner BA an und wurde in die 
Welt der Elektronik geschmissen. Ich hoffe ich stelle jetzt keine allzu 
blöde Fragen und bin für jede einzelne Antwort dankbar.

Zu meinem Problem: ich untersuche den Kelvin–Effekt und muss 
letztendlich einen Lautsprecher zum laufen bekommen. Eine Komponente der 
Schaltung handelt sich um einen dualen OPV. Die Schaltung habe ich 
verbaut und an einen Oszillator angeschlossen, jedoch übersteuert die 
Schaltung und das Sinussignal wird geklippt. Ich soll die Schaltung 
verbessern habe aber keinen blassen Schimmer wie ich das anstellen soll 
:( Ich verstehe nicht mal, was ich nicht verstehe.
Mein Ziel ist es, ein nicht geklipptes Signal zu bekommen. Der 
verwendete IC-Chip ist der LTC6256 und die Spannungsversorgung ist 3,3V. 
In der Bedienungsanleitung vom OPV wird eine Schaltung dargestellt, von 
der ich nicht sicher bin, dass die passend ist (kann ich auf Anfrage 
gerne hinzufügen).

Wenn man mir einen Anhaltspunkt geben würde, wäre ich unendlich dankbar!

: Verschoben durch Moderator
von Olaf (Gast)


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> Hallo alle zusammen, ich fange gerade mit meiner BA an

Brain Ausloeschung?

>  Ich soll die Schaltung verbessern habe aber keinen
> blassen Schimmer wie ich das anstellen soll :(
> Ich verstehe nicht mal, was ich nicht verstehe.

Naja, wie diese Schaltung auf Papier hingeschissen wurde kann ich das 
verstehen. Du willst mir doch nicht sagen das dies in einer Firma ist 
oder?

> Mein Ziel ist es, ein nicht geklipptes Signal zu bekommen.

Verstaerkung verringern. Vermutlich am einfachsten indem du den 
Widerstand in der Rueckkopplung verkleinerst.

Olaf

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Panda2020 schrieb:
> In der Bedienungsanleitung vom OPV

Bedienungsanleitung? Meinst du das Datenblatt?

> Wenn man mir einen Anhaltspunkt geben würde, wäre ich unendlich dankbar!

Das Datenblatt ist schon mal ein guter Start. Nimm das Datenblatt und 
zeichne die, wie ein Vorredner es nannte, "hingeschissene" Schaltung mit 
OPV-Symbolen sauber neu. So dass sich ein relativ klarer Signalfluss von 
links nach rechts ergibt.

Mit der sauberen Schaltung gehst du dann auf Entdeckungsreise. Nim ein 
Buch mit OPV Grundschaltungen und suche die raus, die vom Prinzip 
passen:

https://e2echina.ti.com/cfs-file/__key/telligent-evolution-components-attachments/00-52-01-00-00-04-59-46/OP-amp-for-everyone.pdf
https://www.analog.com/en/education/education-library/op-amp-applications-handbook.html
https://www.ti.com/lit/an/sboa093a/sboa093a.pdf

von Achim S. (Gast)


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DieSchaltung hat 2 Fehler.

Beim Verstärker für "Loud2" ist kein Pfad für den input bias strom 
vorhanden. Dein OPV-Eingang (Pin 3) ist nur über einen Kondensator 
angeschlossen. Am Eingang fließt aber eine kontinuierlicher bias-Strom. 
Der ist zwar klein, lädt aber den Kondensator so weit auf, dass der 
Verstärker clippen muss. Nach C22 muss also noch eine Widerstandspfad zu 
einem sinnvoll gewählten Mittenpotential vorhanden sein. (Am einfachsten 
der Mittelabgriff eines Spannungsteilers zwischen 3,3V und GND).

Beim Verstärker für Loud1 machst du (wahrscheinlich) den Fehler, dass du 
ein Eingangsignal vorgibst, das um GND schwingt. Dass aber der 
Arbeitspunkt des Verstärkers (über R13 und R14) auf VCC/2 liegt. Diese 
3,3V/2 werden von deinem Verstärker mitverstärkert und treiben ihn 
ebenfalls an den Rand. Funktionieren würde es, wenn du vor R12 noch 
einen Koppelkondensator schaltest.

von Achim S. (Gast)


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und da du von anderen Forumsteilnehmern schon unterschiedlich freundlich 
darauf hingewiesen worden bist: dein Schaltplan ist wirklich sehr 
unübersichtlich. Im Anhang mal eine Anregung, wie da dieselbe Schaltung 
etwas besser lesbar zeichnen könntest. In den Artikeln hier gibt es 
glaube ich eine Anleitung dafür, worauf man beim Zeichnen von 
Schaltplänen achten sollte.

von Olaf (Gast)


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> und da du von anderen Forumsteilnehmern schon unterschiedlich freundlich
> darauf hingewiesen worden bist:

Ich habe das Eingangspost eigentlich so verstanden das ihm diese 
Schaltung so von jemanden gegeben wurde.

Olaf

von Panda2020 (Gast)


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Guten Abend, vielen Dank für die informativen Antworten. Ihr helft mir 
gerade sehr aus :) Ich habe versucht die Schaltung nochmal sauber zu 
zeichnen, ich hoffe das ist mir einigermaßen gelungen. Ich habe noch 
keine Software zum Zeichnen der Schaltungen, habt ihr da Vorschläge für?
Großer Dank an dich Achim S.

Achim S. schrieb:
> und da du von anderen Forumsteilnehmern schon unterschiedlich
> freundlich
> darauf hingewiesen worden bist: dein Schaltplan ist wirklich sehr
> unübersichtlich. Im Anhang mal eine Anregung, wie da dieselbe Schaltung
> etwas besser lesbar zeichnen könntest. In den Artikeln hier gibt es
> glaube ich eine Anleitung dafür, worauf man beim Zeichnen von
> Schaltplänen achten sollte.

der Schaltplan hat mir sehr geholfen. Ich werde morgen die Schaltung auf 
meinem Steckbrett realisieren und hoffe, dass ich die Fehler korrigieren 
kann.

Hannes J. schrieb:

> Bedienungsanleitung? Meinst du das Datenblatt?

Ich meinte das Datenblatt, bin echt ein Laie. Ich hab mir übern Tag 
deine Links angeschaut und kann die Schaltung jetzt etwas besser 
verstehen, vielen Dank.

Olaf schrieb:
>> und da du von anderen Forumsteilnehmern schon unterschiedlich
> freundlich
>> darauf hingewiesen worden bist:
>
> Ich habe das Eingangspost eigentlich so verstanden das ihm diese
> Schaltung so von jemanden gegeben wurde.
>
> Olaf

das ist tatsächlich so passiert :) ich weiß noch gar nicht richtig, wie 
man verschiedene Schaltungen deuten muss

von Panda2020 (Gast)


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Hatte vergessen meine Zeichnung hochzuladen. Hoffe ihr steinigt mich 
nicht, dass ich das mit Bleistift gemacht habe

von argos (Gast)


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Panda2020 schrieb:
> Hatte vergessen meine Zeichnung hochzuladen.

Jetzt sind etliche Fehler hinzugekommen. Siehe Anhang. Verstärkung des 
nichtinvertierenden OPV wurde korrigiert.

von Olaf (Gast)


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> das ist tatsächlich so passiert :)

Und das ist traurig. Sowas ist eh schon bloed. Ich wuerde noch nicht mal 
meine eigenen Schaltungen verstehen wenn ich sie so zeichnen wuerde und 
dann sowas einem Fremden geben der noch dazu Anfaenger ist?

Ich denke das deine abgemalte Zeichnung Fehler enthaelt.

Noch ein Tip. Es gibt ein Programm namens LT-Spice. Das ist kostenlos 
und damit kannst du deine Schaltung simulieren. Die Bedienung ist zu 
Anfang etwas schraeg, aber da es auch von Linear ist, wirst du da sogar 
deinen OP drin finden.
Ich wuerde dir empfehlen die Schaltung da drin zu simulieren. Braucht 
zwar etwas laenger weil du auch noch den Umgang mit LT-Spice lernen 
musst, aber das Wissen ist extrem nuetzlich wenn mehr mit 
Schaltungstechnik machen willst.

Dann kannst du problemlos mit der Maus alle Signale anschauen, Werte 
veraendern und schnell mal was probieren.

Olaf

von M.A. S. (mse2)


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Panda2020 schrieb:
> Hoffe ihr steinigt mich nicht, dass ich das mit Bleistift gemacht habe
Die handgemalte Zeichnung sieht schöner und übersichtlicher aus als die 
andere.
Darin ist mindestens ein inhaltlicher Fehler enthalten, der sogleich ins 
Auge springt.

Ein weiterer Fehler liegt darin, dass Du nicht die Bauteilnamen (wie R1, 
OP1 etc.) angeschrieben hast, denn so kann man nicht vernünftig 
beschreiben, was wo falsch ist, weshalb ich mir das auch spare.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Panda2020 schrieb:
> Hatte vergessen meine Zeichnung hochzuladen.

Richtiger Ansatz, falsches Ergebnis. Zähl einfach mal die Anzahl der 
Widerstände und Kondensatoren in der Originalschaltung und in deiner 
Schaltung durch :-)

> Hoffe ihr steinigt mich
> nicht, dass ich das mit Bleistift gemacht habe

Nö, geht schon.

LTSpice wurde schon genannt (hässliche Zeichnungen, guter Simulator). Es 
gibt noch diverse andere, z.B. KiCad. Einfach mal googeln.

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