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Forum: FPGA, VHDL & Co. LVDS


Autor: Jan (Gast)
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Was ist eigentlich LVDS und wo setzt man Bauteile mit LVDS ein?

Ich möchte ein Signal(3,3V) auf 10 verschiedene Eingänge schalten. Ist
es sinvoll ein LVDS-Buffer zu benützen welches "1 to 10" vornimmt?

Autor: Stephan Hochberger (Gast)
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>Was ist eigentlich LVDS und wo setzt man Bauteile mit LVDS ein?
lies mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/LVDS

>Ich möchte ein Signal(3,3V) auf 10 verschiedene Eingänge schalten.
Ist
>es sinvoll ein LVDS-Buffer zu benützen welches "1 to 10" vornimmt?
3,3V und LVDS schließen sich schon mal aus. Wenn die 10 Eingänge keine
LVDS-Eingänge sind (2 Pins je Signal) wirds auch sicher nicht gehen.

Autor: Frequenzquäler (Gast)
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Ich kenne LVDS in Verbindung mit Spreizspektrum-Multiplex im
Automobilbereich. An einem Steuergerät mit DVD-Player ist über ein 7
Meter Kabel ein TFT-Monitor angeschlossen. Im Steurgerät sowie im
TFT-Monitor gibt es von Maxim bzw. National Bausteine die das
Videosignal codieren bzw. decodieren. Die LVDS Leitung in Verbindung
mit der Spreizspektrum-Multiplex verhindert EMV-Störer, weil des Signal
über die ganze Bandbreite verteilt wird.

Autor: FPGAküchle (Gast)
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>Was ist eigentlich LVDS und wo setzt man Bauteile mit LVDS ein?

LVDS nutz man um grob gesprochen viele parallele Leitungen auf kurzen
Verbindungen (20cm - einige Meter) durch eine Leitung zu ersetzen.
Entwickelt wurde LVDS wohl für Laptops um sich die anfälligen Bandkabel
zum TFT zu sparen. Fürs TFZ werden um die 26 Signale (8Bit RotGrünBlau
+VSync,HSync) mit ihrem Taktsignal (Pixelclock ca 40 MHz oder kleiner)
übertragen. Bei LVDS treibt eine PLL den Takt auf ein Vielfaches (7fach
ist nicht unüblich) und in jedem Takt werden 1,2,3,.. bit übertragen.
Auf der Empfangsseite wird der geringe Takt und die Daten
zurückgewonnen.

Wohl dasselbe aber mit anderen Namen soll HOTLINK sein, das wird gern
im Kamerabereich verwendet.

Autor: Klaus Falser (kfalser)
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Manchmal haben auch die Gurus unrecht.
LVDS hat nichts mit der Serialisierung zu tun.
LVDS heist "Low Voltage Difference Signalling" und ist ein
elektrische Standard für eine Datenübertragung mittels zweier
differenziellen Leitungen,  also so ähnliche wie PECL oder RS-485.
Wie der Name schon sagt, ist der Hub, also die Differenz zwischen den
beiden Leitungen klein (+- 400 mV), deshalb ist diese Übertragungsart
stromsparend und schnell.
Mit PLL usw. hat LVDS an und für sich nichts zu tun. Weil es aber zum
Anschluss von digitalen Bildschirmen eingesetzt wird, gibt es Bausteine
die die Serialisierung und Deserialisierung machen, wobei die serielle
Leitung nach dem LVDS Standard arbeitet.

Grüße
Klaus

Autor: FPGAküchle (Gast)
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Asche auf Haupt, da bin ich übers Ziel hinausgeschoßen.
Hier nen Link zu LVDS:
http://www.national.com/appinfo/lvds/files/lvds_ch1.pdf

Wie Klaus Falser schon erwähnte gibt es von manchen Herstellern
als LVDS Transmitter/receiver bezeichnete Chips, die zusätzlich zu
den LVDS Aus/Eingängen (mal von mir als physical layer bezeichnet)
Blöcke auf dem Chip haben um per LVDS breite (ca 24 bit) getaktete
Daten über wenige Leitungen (auf denen Signale entsprechend LVDS-Pegel
liegen) zu übertragen. Diese Extra Blöcke sind im wesentlichen eine PLL
und ein Serializer bzw. de-serializer (Schieberegister).

Im firmeninternen Slang werden diese gern als LVDS-Chips bezeichnet,
auch wenn mehr als nur LVDS drinsteckt.

Autor: lvds-freak (Gast)
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Hallo allerseits!

Hat irgendjemand von euch Ahnung, wie man einen adapter von lvds auf usb
realisieren könnte?
Wäre euch sehr dankbar für konstruktive Vorschläge!

lvds-freak

Autor: Uwe Bonnes (Gast)
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Was soll der "adapter von lvds auf usb" den machen? Das ist die gleiche 
unsinnige Aufgabenstellung wie ein Adaper von dem seriellen Port auf 
Netzsspannung.

USB ist eine Art Softwareprotokoll waerend LVDS eine Art 
Hardwareprotokoll.

Autor: ibo (Gast)
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Ich habe mir einen 42 zoll bildschirm von Goddmanns gekauft.Ich wollte 
den gerne als Fernseher nutzen.Leider habe ich eínen LVDS anschluss am 
Fernseher.Ich möchte wissen wie ich das trotzdem als Fernseher nutzen 
könnte.Kann man irgendwo einen Adapter kaufen??? Bitte um ratschläge

Autor: guest (Gast)
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"Leider habe ich eínen LVDS anschluss am Fernseher."

Und wieder sagt das nix über das Interface aus. Es könnte eine beliebige 
proprietäre Schnittstelle sein.

Autor: Reto (Gast)
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LVDS auf Signal-Datenstrom ist zunächst ein Analogproblem: Am 
einfachsten geht es mit einem OPAMP oder Du hast das passende GEgenstück 
zu Deinen Signale im FPGA. Dann ab Signal-Datenstrom musst Du die 
VGA-Signal extrahieren und parallel bereitstellen.

Autor: D a v i d K. (oekel)
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Bitte nicht steinigen, weil ich das 4 Jahre alte Thema zwangsweise 
wiederbelebe. Kurzer Grund der reichen sollte: Es ist DER erste 
qualitativ hochwertige Treffer in Suchmaschinen.

Bin auch schnell wieder weg, wenn mir einer sagen kann was LVDS häufig 
auf Motherboards besonders der Mini-ITX Reihe verlohren hat. Selbst die 
Handbücher meiner 3 Boards hier mit diesem Anschluss verlieren kein Wort 
darüber.

Also was kann ich damit tolles machen. Bevor ich diesen Artikel gelesen 
habe dachte ich immer es wäre eine Alternative zu DVI für TFTs.

Grüße Oekel

Autor: Georg A. (georga)
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Direkter Anschluss von TFT-Displaymodulen ohne Umweg über Analog-VGA 
oder DVI/HDMI.

Autor: D a v i d K. (oekel)
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Georg A. schrieb:
> Direkter Anschluss von TFT-Displaymodulen ohne Umweg über Analog-VGA
> oder DVI/HDMI.

Ok, also doch. Das verwirrt mich nun etwas. Gehen wir nun einmal davon 
aus, dass ich solch ein TFT-Panel erwerben will. Wodrauf muss ich dort 
achten?
Gibt es mehrere Arten von LVDS mit verschiedenen TTLs? (In meinem Fall 
wäre es das VIA M-1000)

Grüße

Autor: Georg A. (georga)
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> Ok, also doch.

Wieso? Schau doch einfach mal in das Datenblatt von so einem Board:

http://de.kontron.com/_etc/scripts/download/getdow...

Seite 31...

> Gibt es mehrere Arten von LVDS mit verschiedenen TTLs?

Ja. Das Kontron-Board hat schon sowas serielles (OpenLDI), ein älteres 
EPIA-Board war noch relativ normal (24Bit+Syncs etc., aber nicht 
differentiell, kA. warum die das LVDS genannt haben). Ohne Datenblatt 
ist das aber schwer zu erraten...

Autor: Cedric Kleinjung (cedric_k)
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Gut, wenn's schon ausgegraben ist mache ich mal weiter...

Kann ich ein Display mit LVDS an einen VGA Port anschließen? Ich meine 
gibt es da (fertige?) Konverter?

Und ja ich weis… LVDS sagt nichts aus, also hier einmal das Datenblatt 
zu dem Display was ich explizit meine: 
http://www.pdfsea.com/down/down.php?downid=12512&id=0
Hat da irgendwer eine Idee, hier sind ja so ein LVDS experten.

Zudem steht da ja noch sowas wie: "LVDSTX-1" oder "LVDSTX-2" was 
bedeutet das?

RxIN0 = Farbe 1
RxIN1 = Farbe 2
RxIN2 = Farbe 3
Ist das so richtig? (Die Farben müste man ja erproben.=
Dann müste ja RxCLK die "Clock" Leitung sein. Past das denn dann noch 
alles auf VGA?

Autor: hmmmm (Gast)
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http://maltepöggel.de/?site=tft2pc gibts paar Infos. Also: ja, es gibt 
so Adapter, aber nicht ganz billig und teilweise schwer zu bekommen.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Cedric Kleinjung schrieb:
> Kann ich ein Display mit LVDS an einen VGA Port anschließen? Ich meine
> gibt es da (fertige?) Konverter?
Such mal nach CRTtoLCD und du findest sowas:
http://www.hy-line.de/firmengruppe/hy-line-compute...
Kontron selber macht die Dinger zwar nicht mehr, es gibt aber eine 
Second-Source.

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