Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schaltungsprüfung FDTI - Atmega - Ladeschaltung


von Marc W. (mawame07)


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Guten Tag zusammen,

ich bin gerade dabei mir eine eigene kleine Armbanduhr zu basteln. Im 
Anhang findet ihr den vereinfachten Schaltplan dazu. Dieser ist nicht 
vollständig aber reicht um meine Fragen eventuell verständlicher zu 
machen.

Ich habe in einer früheren Version den Bootloader des Atmega über eine 
ISP-Schnittstelle hochgeladen. Die Programmierung erfolgte dann über 
einen externen FTDI über die Programmierschnittstelle. Zwischen DTR und 
RESET hängt noch ein 68pF Kondensator in Reihe - vergleichbar zur neuen 
Version auf dem Board. Dies hat auch anfangs sehr gut funktioniert, doch 
mit der Zeit ist immer wieder folgender Fehler aufgetaucht:
1
avrdude: stk500_getsync() attempt 1 of 10: not in sync: resp=0x39
2
avrdude: stk500_recv(): programmer is not responding
3
avrdude: stk500_getsync() attempt 2 of 10: not in sync: resp=0x39
4
avrdude: stk500_recv(): programmer is not responding
5
....
6
....

steckt man den FTDI kurz aus, oder versucht es 3-4 mal hochzuladen, dann 
funktioniert es plötzlich wieder. Was hab ich da falsch gemacht bzw. wo 
könnte der Fehler liegen?

Für die neue Version will ich den FTDI auf das Board setzen, eine 
USB-Buchse zum laden hab ich sowieso schon vorgesehen... Ist die 
Beschaltung des FTDI mit dem Atmega328p so richtig? Wie beschalte ich 
den RESET Pin in meinem Fall richtig?

Und wenn ihr sonstige Fehler oder Ungenauigkeiten findet dürft ihr mir 
gerne weitere Tipps geben!

Ich würde mich über Antworten freuen, vielen Dank :)

von holger (Gast)


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Zum Pin 3V3OUT laut Datenblatt
This pin should be decoupled to ground using a 100nF capacitor.

Zum Pin Test laut Datenblatt
Must be tied to GND for normal operation, otherwise the device will 
appear to fail.

von Marc W. (mawame07)


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holger schrieb:
> Zum Pin 3V3OUT laut Datenblatt
> This pin should be decoupled to ground using a 100nF capacitor.
>
> Zum Pin Test laut Datenblatt
> Must be tied to GND for normal operation, otherwise the device will
> appear to fail.

Ich hab beides angepasst und den neuen Schaltplan hochgeladen, danke!

von holger (Gast)


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Die Angaben oben waren für den FT232RL.
C7 ist mit 10nF auch viel zu klein. An VCC sollen da laut FTDI
ein 4u7 und ein 100nF keramische Kondensatoren parallel dran.

An IC2 muss auch ein eigener 4u7 an den Eingang.

Der ATMega wird den FT232RL über TX parasitär mit Strom
versorgen wenn der UART im normalen Betrieb nicht abgeschaltet
und als Eingang konfiguriert wird. Sprich: Der FTDI lutscht dann an der
Batterie.

Ein weiteres Problem könnte sein dass der FTDI mit 5V an den Pins läuft
wenn VCCIO an der USB Spannung hängt. Dein ATMega aber wohl an einem
LiIon Akkku mit irgendwas zwischen 3V und 4.2V. Da würde ich auf jeden 
Fall
noch einen 10k Widerstand in die TX Leitung vom FTDI legen.

von Marc W. (mawame07)


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holger schrieb:
> Die Angaben oben waren für den FT232RL.
> C7 ist mit 10nF auch viel zu klein. An VCC sollen da laut FTDI
> ein 4u7 und ein 100nF keramische Kondensatoren parallel dran.

hab ich ergänzt. die 10nF waren ein Copy-Paste Fehler...


> An IC2 muss auch ein eigener 4u7 an den Eingang.

hab ich ebenfalls ergänzt.


> Der ATMega wird den FT232RL über TX parasitär mit Strom
> versorgen wenn der UART im normalen Betrieb nicht abgeschaltet
> und als Eingang konfiguriert wird. Sprich: Der FTDI lutscht dann an der
> Batterie.

dies hab ich mir auch schon überlegt, doch wüsste jetzt aktuell nicht 
wie ich dieses Problem beheben könnte. Hättest du da Ideen?

> Ein weiteres Problem könnte sein dass der FTDI mit 5V an den Pins läuft
> wenn VCCIO an der USB Spannung hängt. Dein ATMega aber wohl an einem
> LiIon Akkku mit irgendwas zwischen 3V und 4.2V. Da würde ich auf jeden
> Fall
> noch einen 10k Widerstand in die TX Leitung vom FTDI legen.

es ist ein LiPo Akku mit ungefähr 3,7V verbaut. ich habe mal einen 
Widerstand in Serie geschaltet, die kann ich dann je nachdem 
dimensionieren.


Vielen Dank!

von holger (Gast)


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>> Der ATMega wird den FT232RL über TX parasitär mit Strom
>> versorgen wenn der UART im normalen Betrieb nicht abgeschaltet
>> und als Eingang konfiguriert wird. Sprich: Der FTDI lutscht dann an der
>> Batterie.

>dies hab ich mir auch schon überlegt, doch wüsste jetzt aktuell nicht
>wie ich dieses Problem beheben könnte. Hättest du da Ideen?

Du könntest einen Pullup so 1k-10k an den RX vom FTDI gegen die 5V
von USB hängen. Dann eine Schottky Diode mit Anode an RX vom FTDI und 
Kathode an TX vom ATMega. Der Pullup sorgt dann für die Highpegel und 
vom ATMega wird der RX dann nur mit den Lowpegeln bedient. Hat den 
Nachteil dass der Lowpegel an RX dann eine Diodenspannung ist. Sollte 
aber gehen. Schottky Dioden sperren aber nicht so toll. Dann könntest du 
auch mal eine Siliziumdiode probieren. Dann wird der Lowpegel aber etwas 
höher.

Wenn dein Akku leer ist könnte auch der Highpegel vom ATMega zu klein 
sein.
Softwareupdates solltest du nur mit vollem Akku machen.

von holger (Gast)


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>Wenn dein Akku leer ist könnte auch der Highpegel vom ATMega zu klein
>sein.
>Softwareupdates solltest du nur mit vollem Akku machen.

Quark;) Das macht doch dann der Pullup. Vergiss den Satz.

von Marc W. (mawame07)


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holger schrieb:
>>> Der ATMega wird den FT232RL über TX parasitär mit Strom
>>> versorgen wenn der UART im normalen Betrieb nicht abgeschaltet
>>> und als Eingang konfiguriert wird. Sprich: Der FTDI lutscht dann an der
>>> Batterie.
>
>>dies hab ich mir auch schon überlegt, doch wüsste jetzt aktuell nicht
>>wie ich dieses Problem beheben könnte. Hättest du da Ideen?
>
> Du könntest einen Pullup so 1k-10k an den RX vom FTDI gegen die 5V
> von USB hängen. Dann eine Schottky Diode mit Anode an RX vom FTDI und
> Kathode an TX vom ATMega. Der Pullup sorgt dann für die Highpegel und
> vom ATMega wird der RX dann nur mit den Lowpegeln bedient. Hat den
> Nachteil dass der Lowpegel an RX dann eine Diodenspannung ist. Sollte
> aber gehen. Schottky Dioden sperren aber nicht so toll. Dann könntest du
> auch mal eine Siliziumdiode probieren. Dann wird der Lowpegel aber etwas
> höher.
>
> Wenn dein Akku leer ist könnte auch der Highpegel vom ATMega zu klein
> sein.
> Softwareupdates solltest du nur mit vollem Akku machen.

Ich habe jetzt die Diode vorgesehen, wenn es nicht funktionieren sollte, 
kann ich immer noch einen 0R Widerstand einbauen.

Ich hab den neusten Schaltplan angehängt, ich denke jetzt sollte so 
alles passen?

Danke dir holger :)

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