Michael schrieb:> Antirutschöl
Klingt wie ein Oxymoron.
Wird halt nie ganz durchhärten, bleibt klebrig. Dann klebt auch
jeglicher Dreck gut drauf und tritt sich fest, so dass er nicht mehr zu
reinigen geht. Wwnn dreckig, dann also neues Holz kaufen. Noch schneller
als sowieso schon.
Daher verwendet man Leinöl nicht auf Fussböden.
Bleibt nur die Frage, warum man Holz auf Terrassen verwendet. Terra, der
Name sagt es schon, sind ebenerdig. Da pflastert man und gut is.
Holz nutzt man nur, wenn es aufgeständert gebaut wird, als Deck an
Strand und Wüste, wo einem der auf eine ebenerdige Terrasse gewehte Sand
binnen kurzer Zeit versinken würde wenn es nicht erhöht und mit Ritzen
gebaut wäre, oder als Balkon.
Holz auf Terra ist dermassen widersinnig, das sollte man flugs
abreissen. Und dann noch dunkel angestrichen statt ordentlich silbrig
vergraut. Damit der Boden auch möglichst heiss wird und man barfuss nur
drüberhüpfen kann wie die Katze auf dem Blechdach. Falls man sich
barfuss wegen der Splitter überhaupt noch traut.
Dort, wo man ein Deck baut, ist man sich der Nachteile durchaus bewusst.
Nur hier verbrettern die Leute ihre Terrassen, weil die Werbetrommeln
zum verheizen des Regenwaldes ausreichend laut gerührt wurden. Am Anfang
noch langlebiges Bongossi, dann billiges Bangkirai, nach dessen
Ausrottung sibirische Lärche und heute schnellstmöglich verwesende
Fichte/Tanne oder gleich gelbe Säcke als WPC verpresst, nichts ist
schlecht genug, um es dem dummen Kunden nicht unterschieben zu können.
Und nun streicht er jedes Jahr sein schnell verrottendes Holz mit
teuerster Farbe, an statt dass er 50 Jahre wartungsfreie Gehwegplatten
verlegt hätte. Die Dummheit der Deutschen ist schon weltweit berühmt.
MaWin schrieb:> Holz auf Terra ist dermassen widersinnig, das sollte man flugs> abreissen. Und dann noch dunkel angestrichen statt ordentlich silbrig> vergraut. Damit der Boden auch möglichst heiss wird und man barfuss nur> drüberhüpfen kann wie die Katze auf dem Blechdach.
erinnert mich an die Laufstrecken der Wasserbungalows auf den Malediven,
so schweineheiss das man barfuss keine Chance hat, dann lieber
Strandbungalows wo man barfuss in dem Korellensand läuft!
(PS. die neueren TouristenInseln die man mit etliche m³ Wüstensand
aufgeschüttet hat sind auch schweineheiss, so wie man das an
Sandstränden eben kennt)
Phasenschieber S. schrieb:> Antirutschöl....klingt in etwa wie Schnittschutzcreme für Arbeiten> mit Kettensäge.
...oder wie Arbeitsschutzhandschuhe. Die schützen auch nicht wirklich
vor Arbeit. 🤣
MaWin 2 schrieb:> Phasenschieber S. schrieb:>> Antirutschöl....klingt in etwa wie Schnittschutzcreme für Arbeiten>> mit Kettensäge.>> ...oder wie Arbeitsschutzhandschuhe. Die schützen auch nicht wirklich> vor Arbeit. 🤣
Oder wie der Zitronenfalter, der keine Zitronen faltet.
Mawin, richtig gut auf den Punkt gebracht!!
Volle Zustimmung!
Wo er recht hat, hat er recht!
Schaut euch mal die Bahn an, selbst die haben dazu gelernt! Und das soll
was heißen!
Das Holz, was sie seinerzeit als Schwellen benutzt haben ist derart
durch Chemie verpestet, daß es gefährlicher Sondermüll ist! Dabei lag
das Zeug auf Steinen, nicht mal auf Erde!
Für den Boden gibt es Steine!
Als wenn Steine in praller Sonne nicht heiß würden...
Ich glaube, es gibt sehr wohl gute Gründe für Holz. Und sei es nur die
Optik. Am Ende wird sowieso verbaut, was der Frau gefällt. Ja, man muss
Holz aufständern. Das Ständerwerk allerdings muss nur punktuell den
Boden berühren. Das ist schonmal ein wichtiger Punkt: Ich kann mir
mühevolle Erdarbeiten sparen. Will ich es nämlich richtig machen muss
die Terrasse mit Steinen vor deren Pflasterung komplett abgegraben
werden, Randsteine gesetzt werden, Frostschutz rein, Verlegesplit drauf
und dann die Steine. Anschließend noch Einsanden. Das kann man bei Holz
einfacher haben. Außerdem braucht es für Steine zuschneiden schonmal
mindestens ne Flex, wo für Holz im Prinzip der Fuchsschwanz reicht. Ja,
Holz lebt nicht so lange und muss gepflegt werden, oder man nimmt eben
WPC. haben wir für unsere Eingangstreppe so gemacht. 4 Stufen plus
Podest. Verzinkter Stahl als Unterbau und WPC Auflage. Das hält nun
schon seit 10 Jahren und ist auch im Sommer Barfuss zu belaufen ohne
Hitze oder Splitergefahr (wir haben Hellbraun genommen, nicht schwarz
und angerauht, damit es bei Nässe nicht zu rutschig wird). Nachdem ich
dieses Jahr einmal mit dem Kärcher drüber bin sehen die Bohlen wieder
aus wie neu, mehr Pflege hat das nicht bekommen in den letzten 10
Jahren. Geht doch mal ein Brett kaputt kann man es relativ leicht
austauschen, da es ja auch nicht schrumpft. Mach das mal mit einer
gepflasterten Terrasse. Wenn da ein Stein wegen eines Einschlages von
irgendwas hinüber ist ist ein unsichtbarer Austausch nahezu unmöglich.
Leicht wird's in keinem Fall
Ja, man kann seine Meinung kundtun, sie als die einzige Meinung
darzustellen die zulässig ist, ist jedoch ist eine andere Geschichte.
Nasenbär schrieb:> Schaut euch mal die Bahn an, selbst die haben dazu gelernt! Und das soll> was heißen!> Das Holz, was sie seinerzeit als Schwellen benutzt haben ist derart> durch Chemie verpestet, daß es gefährlicher Sondermüll ist!
Die Bahn hat früher Holz verwendet weil es billiger war als Stahl-
(beton)schwellen. Ausserdem waren die Anforderungen an den Gleiskörper
früher noch nicht so hoch wie heute. Ich weiß auch nicht, wie man auf
die Idee kommt, Bahnschwellen mit einem Terrassenbelag zu vergleichen.
Christian B. schrieb:> Mach das mal mit einer gepflasterten Terrasse. Wenn da ein Stein wegen> eines Einschlages von irgendwas hinüber ist ist ein unsichtbarer> Austausch nahezu unmöglich.
Ähm. Ich tausche öfters Platten bzw. Steine aus, bei mir und anderen
Leuten, bzw. erweitere vorhandene Flächen.
So lange man das Material bekommt (bei Waschbeton gab es früher stabile
25, 50 und 75er Platten in 5cm Dicke, jetzt bei Hornbach & Toom nur noch
50er in bruchgefährdeter kurzlebiger 4cm Dünne, also holt man besser
gebrauchte) gab es nie ein Problem, einen Stein zu tauschen. Nach 1 Jahr
sieht der ganz von alleine genau so aus wie seine Nachbarn.
Bei Terrasssendielen hingegen: da scheint die Mode nach 1 Jahr das
komplette Sortiment zu ersetzen. Und den geölten Farbton bekommt man eh
nie wieder hin.
Du erzählst also einen vom Pferd.
Christian B. schrieb:> Das ist schonmal ein wichtiger Punkt: Ich kann mir> mühevolle Erdarbeiten sparen.
Dafür schmeißt Du nach wenigen Jahren diese wertvollen Bretter weg weil
sie splittern oder faulen und kaufst aller 2 Jahre neue Mittelchen zur
Pflege.
Für jeden Zweck das RICHTIGE Material! Die Ägypter haben ihre Pyramiden
auch nicht aus Brettern gebaut.
oszi40 schrieb:> Dafür schmeißt Du nach wenigen Jahren diese wertvollen Bretter weg weil> sie splittern oder faulen und kaufst aller 2 Jahre neue Mittelchen zur> Pflege.
Ich nicht. Ich hab, wie geschrieben WPC genommen. Das bedarf null Pflege
und splittert garantiert auch nicht. Farbecht ist es auch. Normales Holz
würde ich auch nicht als Terrassenboden nutzen, wegen der
Splittergefahr. Ich hatte schonmal als Schüler einen Parkettsplitter
quer durch den Fuß. Das möchte ich nicht nochmal.
Christian B. schrieb:> Ich hab, wie geschrieben WPC genommen.
Georesste gelbe Säcke mit geschreddertem Sperrmüll drin.
Halten übrigens noch weniger lange als Holz. Ein Nachbar kam auf die
Idee, mit dem Zeug seinen Zaun zu bauen, 3 Bretter waagerecht mit
Abstand übereinander.
Erst fangen sie an sich zu verbiegen, dann brechen sie an den
Befestigungen.
Ich hätte dir nun gerne ein Photo von einem Bruchstück angehängt,
welches ich 5 Jahre nach Zaunbau als Souvenir eingesammelt habe, bei dem
man gut den Inhaltsmüll sieht, aber für meinen Setzkasten in dem allen
mögliche gesammelte, vom Zunderschwammpilz über GFK Bootswandbruchstücke
bis Lavabrocken oder Edelsteine liegt,xaber für den ear es offenbar zu
gross, finde es auf die Schnelle nicht. Inzwischen besteht der Zaun aus
Echtholzbrettern.
Tja, demgegenüber hält unsere Treppe nun schon 10 Jahre ohne Ausfälle.
Davon kann ich dir jederzeit ein Foto machen. Dabei wird die täglich
mehrmals benutzt. Da bricht nichts. Wie ich aber schon schrieb, hab ich
nicht die billigsten "Bretter" genommen, vielleicht halten sie deshalb.
Ich hab übrigens keine Bedenken, dass die weitere 5 Jahre schadlos
überstehen. Da es Hohlkammerdielen sind sollten sie mindestens 15 Jahre
halten.
p.s.: Ich hab nichts gegen Recycling. Besser WPC daraus herstellen als
die Säcke nach Afrika zu verschiffen um sie dort zu deponieren. Da ist
Verbrennen ja noch ökologischer.
p.p.s.: Unser Echtholz Jägerzaun wird Stück für Stück durch Verzinkte
Doppelstabmatte ersetzt. Pflegeleicht und Zeitlose Optik. Einen Holzzaun
muss man auch alle X Jahre aufwändig behandeln sonst verrottet der recht
schnell. Da er bei uns größtenteils hinter einer Hecke ist, spielt das
keine große Rolle. nur im Sichtbereich an der Straße hab ich ihn halt
letztes Jahr ersetzt.
ist das nicht das gleiche Öl,
mit dem man auch das Quietschen von Bremsen beseitigen kann?
Sach ich doch immer:
die Industrie macht gerne aus einem Stoff
möglichst viele verschiedene Produkte nur durch Umlabeln.
:-]
Christian B. schrieb:> Da es Hohlkammerdielen sind sollten sie mindestens 15 Jahre halten.
Wer baut an einem Haus was, was nur 15 Jahre hält ?
50 Jahre, Minimum.
Etwas weiter weg von hier liegt ein Weg aus Sandsteinplatten und
Treppenstufen, von dem sind Teile über 1000 Jahre alt Damals wurde noch
Qualität gebaut, keiner hatte Bock, Dinge in seinem Leben doppelt und
dreifach anzufertigen, da hat man lieber Anfangs mehr investiert und
geschuftet, manche Steine sind dort 25cm dick und wurden ohne Bagger &
Co bewegt. Um eine Kirche liegen ähnlich alte Gehwegplatten ähnlicher
Dimension. Es ist echt krass, mit welch minderwertigem Zeug sich Leute
heute umgeben.
Christian B. schrieb:> Unser Echtholz Jägerzaun wird Stück für Stück durch Verzinkte> Doppelstabmatte ersetzt. Pflegeleicht und Zeitlose Optik
Zeitlos dachte sich der Jägerzaunbauer auch, schliesslich gab es die
Konstruktion da schon 500 Jahre. Doppelstab ist derzeit in Mode. Neueste
Mode mit Plastikstreifen blick und winddicht, damit sie beim nächsten
Sturm umfallen und nach 10 Jahren die Plastikstreifen rissig werden.
Wenn deine Doppelstabmatte wenigstens nur feuerverzinkt und nicht auf
noch pulverlackiert ist, hält sie tatsächlich, vorausgesetzt es handelt
sich nicht um den 6mm Dünndraht aus dem Baumarkt, sondern die 8mm
massivere Industrieware die für Maschinenumhausungen benutzt wird. Sonst
verbiegt sich der Zaun nämlich zu leicht, und verbogenes Zeug will auch
keiner als Zaun.
MaWin schrieb:> Wer baut an einem Haus was, was nur 15 Jahre hält ?>> 50 Jahre, Minimum.
kann man machen, wieso aber sollte man das Tun? Ich hab ja nicht das
ganze Haus aus WPC gebaut sondern nur die Treppenauflage im
Eingangsbereich. Wenn ich die aller 15 Jahre erneuern muss, dann ist es
eben so. Passt dann auch zur Farblichen Wandgestaltung, die ggf. dann
der Dame des Hauses auch nicht mehr gefällt. Wobei wir eine Farbe
gewählt haben, die nicht sichtbar ausbleicht. Da haben in der Siedlung
andere mit teils knalligen Farben eher das Problem, dass das nach 5
Jahren schon ziemlich bescheiden aussieht.
MaWin schrieb:> Etwas weiter weg von hier liegt ein Weg aus Sandsteinplatten und> Treppenstufen, von dem sind Teile über 1000 Jahre alt Damals wurde noch> Qualität gebaut, keiner hatte Bock, Dinge in seinem Leben doppelt und> dreifach anzufertigen
Vorher waren Betonstufen und ein Betonpodest dran. Allerdings waren die
zum Einen Nieder und mussten zum Anderen wegen der Trockenlegung eh
abgerissen werden. Uns wurde dann vom Trockenlegenden Unternehmen
geraten dort nicht wieder eine massive Treppe hinzubauen. Tut hier aber
nichts zur Sache.
Und nein, der Zaun ist nur Feuerverzinkt und ohne Sichtschutzelemente.
Da er nur 1,2m hoch ist genügt die 6mm Baumarktversion aber dennoch aus.
Die Gefahr von Splittern ist nur ganz kurz in der Anfangszeit. Da zu
dieser Zeit aber die Bretter noch neu und stabil sind, ist das nicht
wirklich eine Gefahr.
Eine andere Gefahr wird mit steigendem Alter grösser, die Gefahr wegen
morsch gewordenen Stellen durch zu brechen. Dabei können nichtnur die
Bretter, sondern auch Knochen brechen.
Christian B. schrieb:> dass das nach 5 Jahren schon ziemlich bescheiden aussieht.
Meine Rede. Die Leute greifen heute zu allerminderwertigstem (hint: die
Wasserglas- Fassadenfarbe am Haus meiner Oma hielt 25 Jahre, und
vermutlich länger, aber da wurde das Haus verkauft, meine nun auch damit
gestrichende Fassade ist derzeit 15 und sieht aus wie neu) geblendet vom
neuesten Modetrend, dem billigen Preis oder quadratmetergrossen
Werbegeschrei der Ramschbaumärkte.
Nur: Dein WPC gehört auch dazu, wie die Farbe des Nachbarn.
Warum man in einem Land mit den höchsten Arbeitskosten weltweit zu dem
minderwertigsten Material greift was baldmöglichst ersetzt werden muss,
erschliesst sich mir nicht.
MaWin schrieb:> Warum man in einem Land mit den höchsten Arbeitskosten weltweit zu dem> minderwertigsten Material greift was baldmöglichst ersetzt werden muss,> erschliesst sich mir nicht.
Nun, weil es mit wenig Aufwand passend zu machen und Praktisch ist? Wie
gesagt: Vorgabe war Durchlüftung. Ein Riffelblech sieht mistig aus, das
gefällt mir schon nicht, bekomme ich bei meiner Frau erst recht nicht
durch, gleiches gilt für Gitterrost. Das hat Industriecharme.
Steinplatten (Marmor z.B., wie wir es auf den Fensterbrettern innen und
außen haben) fällt raus, da es, wenn's Nass ist verdammt rutschig wird,
für Eine Treppe ohne Dach darüber insbesondere im Winter keine gute
Idee. Also habe ich zu WPC in hellbraun gegriffen. Die Stufen sind nicht
rutschig bei Nässe oder Schnee, die Treppe ist absolut pflegeleicht (das
eine mal Abkärchern in 8 Jahren sollte zu schaffen sein). Man kann sie
problemlos im Sommer Barfuss betreten (wichtig für die Kinder). Für mich
ist das an der Stelle immer noch das ideale Baumaterial.
oszi40 schrieb:> Dafür schmeißt Du nach wenigen Jahren diese wertvollen Bretter weg weil> sie splittern oder faulen und kaufst aller 2 Jahre neue Mittelchen zur> Pflege.
Warum nur halten hölzerne Parkbänke Jahrzehnte, wenn sie nicht gerade
von halbstarken Rabauken zerschnitzt oder angekokelt werden?
Percy N. schrieb:> Warum nur halten hölzerne Parkbänke Jahrzehnte
WENN sie halten, sind sie aus witterungsbeständigem Holz, Robinie,
Eiche, Teak in ausreichender Stärke (4cm..) mit massiven Seitenteilen
aus Guss. Die Bank wiegt auch entsprechend.
Wenn du allerdings eine Bank im Baumarkt oder Discounter kaufst, ist sie
aus kesseldruckimprägnierter Fichte/Tanne in Dachlattendicke (2cm) und
fault nach 2 Jahren weg. Ihre Seitenteile (wenn aus Gusseisen) sind
ebenso homöopathisch dünn und brechen aus Sympathie gleich mit.
Die durchaus haltbare 'Bahnschwellenimprägnierung' mit Teeröl gibt es
ja nicht mehr. Aber damals musste pro Meter Bahn ja auch 1 Eiche dran
glauben.
MaWin schrieb:> Die durchaus haltbare 'Bahnschwellenimprägnierung' mit Teeröl gibt es> ja nicht mehr.
Interessanter Weise gibt es das Zeugs wohl noch zu kaufen; in der
Schifffahrt scheint es beliebt zu sein.
Btw: wenn's denn erlaubt wäre, gäben alte Eisenbahnschwellen prima
Sitzbänke ab, sofern man an jeder Oberfläche ein paar Millimeter
abtrüge, zB mit dem Hobel. Wen interessiert es im Garten der
Seniorenresidenz, ob die Planken irgend wann mal fruchtschädigende
Substanzen ausgegast haben ...
Notfalls beschichten.
Jeder möchte mitreden, aber die allermeisten tragen nur das absolute
geballte Unwissen und Fehlinformationen zusammen.
Wenn man schon selber keine Ahnung hat, sollte man doch zumindest mal
einen Blick ins Wiki werfen, statt einfach Stuss zu verbreiten.
Auch wenn lange nicht alles 100%ig stimmt, was man so bei Wikipedia
vorfinden kann, wenn das dortige absolut gegenteilig zur eigenen
Überzeugung ist, sollte man zumindest in Betracht ziehen, dass der
eigene Kenntnisstand auf einer falschen Höhe sein könnte.
@ MaWin
Dir würde ich die Wikiartikel zu Leinöl und WPC besonders ans Herz
legen.
@ Percy N.
Öle werden so gerne für den Holzschutz verwendet, weil diese besonders
gut weit ins Holz eindringen und dort bedeutend länger flüssig bleiben,
als Wasser.
Auf Dauer, insb. bei regelmässiger Nachbehandlung, ersetzen sie die
Feuchte im Holz ggf. komplett.
Bei alten Bahnschwellen sitzt das "giftige" Öl ggf. mehr und tiefer in
höherer Konzentration im Kern, als in der Oberfläche, die Du weghobeln
möchtest.
Mit giftigen Sitzgelegenheiten, die nur noch für Senioren geeignet sind,
könnte man natürlich erreichen, dass jüngere Menschen die Stehplätze in
Bussen und Bahnen mehr nutzen würden.. :-(
Alte Bahnschwellen habe ich letztes Jahr auch teuer entsorgt. Gerade in
den letzten heißen Sommertagen haben die ganz schön gestunken. Damit
sollte man wirklich nichts mehr machen. Schade das das gute Holz so
unbrauchbar gemacht wurde.
Johannes S. schrieb:> Alte Bahnschwellen habe ich letztes Jahr auch teuer entsorgt.> Gerade in> den letzten heißen Sommertagen haben die ganz schön gestunken. Damit> sollte man wirklich nichts mehr machen. Schade das das gute Holz so> unbrauchbar gemacht wurde.
Mittels des Teeröls wurden die Bahnschwellen über Jahrzehnte unter und
für extreme Belastung erhalten.
Als es für den ehemaligen Einsatzzweck unbrauchbar wurde, kamen findige
Entsorger/Händler auf die Idee, einen Teil davon netten Gartenbesitzern
anzudrehen.
Oder Leute holten sich die mehr oder weniger illegal von den
Abbau-/Entsorgungsstellen ab.
Bei mir im Garten liegen auch noch ein paar davon seit ~35 Jahren als
Hangabstützung rum.
An wen richtet sich Dein Vorwurf, das "gute Holz" unbrauchbar gemacht zu
haben und weswegen?
Ralf X. schrieb:> Dir würde ich die Wikiartikel zu Leinöl und WPC besonders ans Herz> legen.
Gern. Soll ich ihn überarbeiten ?
Nein, nicht nötig, Leinöl wird nicht hart genug als
Fussbodenbeschichtung und taugt ohne Fungizide nicht für draussen. Das
steht da auch nicht.
Dass Wikipedia bei WPC Terassendielen ab 2007 von extra für den Müll
hergestelltem Plastik und Holzspänen spricht, also unökologischem
nicht-Recykling, kann durch mein Bruchstück widerlegt werden, da sieht
man noch die melaninharzbeschichteten Küchenschränke und bunt bedruckten
Verkaufsverpackungen drin.. Allerdings finde ich es gerade ja nicht
Schlimm fand ich, dass laut Wikipedia WPC inzwischen auch mit PVC
Sondermüll hergestellt wird. Die geringe Haltbarkeit wird erwähnt.
MaWin schrieb:> Ralf X. schrieb:>> Dir würde ich die Wikiartikel zu Leinöl und WPC besonders ans Herz>> legen.>> Gern. Soll ich ihn überarbeiten ?
Du als Plenker? Bloß nicht.
Ralf X. schrieb:> Bei alten Bahnschwellen sitzt das "giftige" Öl ggf. mehr und tiefer in> höherer Konzentration im Kern, als in der Oberfläche, die Du weghobeln> möchtest.
Welcher Teil von "motfalls beschichten" bereitet Dir so große
Schwierigkeiten?
Percy N. schrieb:> Ralf X. schrieb:>> Bei alten Bahnschwellen sitzt das "giftige" Öl ggf. mehr und tiefer in>> höherer Konzentration im Kern, als in der Oberfläche, die Du weghobeln>> möchtest.>> Welcher Teil von "motfalls beschichten" bereitet Dir so große> Schwierigkeiten?
Naja, es ist sehr aufwändig (= teuer?) Sondermüll so zu beschichten
(besser umhüllen), dass er seine Umgebung nicht weiter schädigen kann.
Bei Atommüll verstehe ich, dass man es dennoch macht, aber für
Gartenmöbel halte ich diese Verfahren nicht für angebracht.
Ralf X. schrieb:> @ Percy N.> Öle werden so gerne für den Holzschutz verwendet, weil diese besonders> gut weit ins Holz eindringen und dort bedeutend länger flüssig bleiben,> als Wasser.
Au weia, bitte mal lesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lein%C3%B6l#Anstrichmittel
Zitat: "Leinöl ist ein natürlicher Holzschutz und wird seit
Jahrhunderten für die Imprägnierung von Holz (Fachwerk, Fenster, Türen,
Holzfassaden) und Terracotta verwendet, selten für Putz oder auch
Mauerwerk. Es ist wasserabweisend, jedoch dampfdiffusionsoffen und
dringt im Gegensatz zu anderen Bindemitteln tief ins Holz ein, WO ES ZU
EINER STABILEN VERBINDUNG POLYMERISIERT."
Da bleibt nichts flüssig. Rohes Leinöl benötigt mehrere Wochen zum
Aushärten, Leinölfirnis u.ä. wenige Stunden.
merciless
Dirk K. schrieb:> Da bleibt nichts flüssig. Rohes Leinöl benötigt mehrere Wochen zum> Aushärten, Leinölfirnis u.ä. wenige Stunden.
Deswegen muss man Leinölfirnis mit Trocknungsbeschleunigern (reine
Firnis=gekochtes Leinöl gibts ja eher selten, im Baumarkt so gut wie
nie) mit Terpentin strecken, damit das vor dem Polymerisieren noch
halbwegs tief ins Holz kommt. Durch das Strecken ist so aber effektiv
auch weniger Öl im Holz.
Wer Zeit hat (oder keine Gefahr von Klebenbleiben besteht) und lange
Outdoortauglichkeit will, soll einfach rohes Leinöl nehmen und im
Abstand von ein paar Tagen nachstreichen. An der Oberfläche wird das im
Sommer auch innerhalb von einer Woche oder so trocken. Ich habe das mit
meinen Balkonbohlen exzessiv gemacht, es ist unglaublich, was man da auf
mehrere Wochen verteilt an Leinöl ins Holz bekommt, es saugt und saugt
und saugt :)
Georg A. schrieb:> Ich habe das mit> meinen Balkonbohlen exzessiv gemacht, es ist unglaublich, was man da auf> mehrere Wochen verteilt an Leinöl ins Holz bekommt, es saugt und saugt> und saugt :)
Ich denke eher: Die Nachbarn unter Dir sitzen mit einer Lackschicht
überzogen seit Juni auf dem Balkon und können sich nicht mehr bemerkbar
machen.
Polymerisator schrieb:> Georg A. schrieb:>> Ich habe das mit>> meinen Balkonbohlen exzessiv gemacht, es ist unglaublich, was man da auf>> mehrere Wochen verteilt an Leinöl ins Holz bekommt, es saugt und saugt>> und saugt :)>> Ich denke eher: Die Nachbarn unter Dir sitzen mit einer Lackschicht> überzogen seit Juni auf dem Balkon und können sich nicht mehr bemerkbar> machen.
Es ist tatsächlich so, dass es vereinzelt Risse und Astlöcher gibt, die
durchgehen. Aber das mit den Nachbarn kann ich eher ausschliessen, ich
habe die Bohlen "in-house" von allen Seiten geölt :-P
BTW: Es gibtauch gar keinen unter mir...
Georg A. schrieb:> Es gibt auch gar keinen unter mir...
Und dennoch kannst Du es Dir leisten, Bohlen mit teurem Leinöl zu
streichen? Lechtensteiner oder Luxemburger? :-)
Ralf X. schrieb:> Und dennoch kannst Du es Dir leisten, Bohlen mit teurem Leinöl zu> streichen
Leinöl ist billiger als alle Surrogate "Kunstharz" "Acryl" die danach
als herstellungstechnisch billigerer aber qualitativ schlechterer Ersatz
auf den Markt kamen.
Nur der Gewinn von ICI und Herbol ist heute höher und der Kunde streicht
öfter weil der minderwertige Ersatz nicht so lange halt wie das seit
über tausend Jahren bewährte Leinöl.
Ich musste meine beiden Terrassen leider aufständern, da ich eine
Tropfkante der Hausfassade benötige und ich die Terrassen aber auf
gleichem Niveau des Wohnzimmerfußbodens haben wollte.
Eine Terrasse mit "Fliesen" 90x90x2cm auf Stelzen. Ist ganz ok,
Rutschfest aber Dreck ist auch schwer zu entfernen.
Die zweite Terrasse habe ich aus Holz vom Haus um unseren Pool erstellt.
Es kommt natürlich auch stark auf die Holzart an. Wer es sich leisten
kann baut diese aus Ipe (ich nicht :( ). Da hat man mit Splitter,
Aufschüsseln oder was auch immer nix zu tun. Wenn man graues Holz mag,
muss man nur normal reinigen, ansonsten nach dem Reinigen einmal mit Öl
benetzen. Mit richtiger Unterkonstruktion passiert da nichts/wenig am
Holz.
Ich habe auf das zweit dauerhafteste Holz gesetzt (nicht Bankirai oder
wie es auch immer geschrieben wird). Die Verarbeitung ist übel, der
Verschleiß an Bohrer und Sägeblättern ist enorm, hat halt eine Dichte
ähnlich von Beton.
Und es sieht einfach geiler aus als so schnöde Waschbetonplatten was für
Steinchen auch immer. Aber auch da gilt, wie oben beschrieben, wenn der
Unterbau nichts ist, dann hat man auch damit keine Freude.
Warum man vermeintlich günstiges Material kauft? Weil halt die Löhne
hier so teuer sind - oder nein, weil die Baufirma/der Handwerker im
Moment einfach Mondpreise nehmen kann - bleibt halt nix fürs Material
übrig. Wenn man es selber macht und diesen Handwerkern kein Geld in den
Rachen wirft, dann kann man locker einiges in das Material stecken und
man bekommt die von MaWin geforderte Haltbarkeit locker auch mit Holz
hin.
Ich finde Holz einfach besser, es ist natürlicher, sieht wärmer aus und
haptisch laufe ich lieber auf Holz als auf Stein.
Stein ist auch nicht Stein. Da gibt es die teilweise gefärbten
Betonklötze oder anderweitige gegossene/gepresste Steine. Schöne
Natursteine wird sich auch kaum einer leisten können. Und ich wage zu
bezweifeln, dass die Herstellung dieser Steinquarder gänzlich ohne
Chemie auskommt. Genauso wenig wie bei WPC.
JKa schrieb:> Ich habe auf das zweit dauerhafteste Holz gesetzt (nicht Bankirai oder> wie es auch immer geschrieben wird). Die Verarbeitung ist übel, der> Verschleiß an Bohrer und Sägeblättern ist enorm, hat halt eine Dichte> ähnlich von Beton.
Bongossi, ein Eisenholz, färbt aber rot ab. Am Schwimmbad egal, wird vom
Chlor eh gebleicht.