Für einen Kunden (Museum)haben wir auf Basis des SNOM-PA1 ein
Ansagesystem in dessen Räumlichkeiten aufgebaut. Das funktioniert zwar,
kann man aber m.E. bestimmt von der Hardwareseite her besser (,
flexibler und billiger?) machen.
Kurze Beschreibung für die, denen SNOM-PA1 nix sagt: Das Gerät hat etwa
die Abmessungen einer VHS-Kassette und ist im Prinzip ein IP-Telefon
ohne Tasten und Display. Wird die konfigurierte Nummer angerufen, nimmt
es sofort automatisch ab und gibt das, was der Sprecher am anderen Ende
sagt, über den eingebauten Verstärker am angeschlossenen Lautsprecher
(ca. 8..10W) wieder. Das Gerät kann per PoE betrieben werden und kostet
um die 150,-
Auf diese Weise kann man z.B. in Museen, Krankenhäusern und überall
dort, wo man Lautsprecherdurchsagen benötigt, diese einfach per interner
TK-Anlage einbinden. Mittels Gruppenruf kann man auch mehrere Systeme
gleichzeitig beschallen.
Meine Idee wäre nun, ob das Ganze nicht auch mit einem Raspi machbar
wäre? Statt PoE/LAN hätte der dann WLAN (auch oft nötig, mangels
LAN-Kabel am Aufstell-Ort) dazu noch ein externes
Class-D-Amlifier-Modul.
Ich habe zahlreiche SIP/VOIP-Raspi-Projekte im Web gefunden, die aber
bisher alle nur entweder "komplettes" Telefon spielen oder als
Meldesystem funktionieren (ruft bei Ereignis Nummer an und spricht
irgendwas). Die quasi umgekehrte Funktion (nimmt automatisch Gespräch
an) konnte ich bisher nicht finden. Leider kenne ich mich auch mit den
beim Raspi notwendigen, oft sehr umfangreichen Installations-,
Compilierungs und Scripting-Prozessen nicht besonders aus.
Kennt hier jemand so ein Projekt? Oder eines, was mit überschaubarem
Aufwand zum beschriebenen Verhalten konfiguriert werden könnte?
Frank E. schrieb:> Kennt hier jemand so ein Projekt? Oder eines, was mit überschaubarem> Aufwand zum beschriebenen Verhalten konfiguriert werden könnte?
Selbst wenn es das gibt: wie stellst Du sicher, dass das immer
funktioniert? Bei Durchsagesystemen ist ja auch wichtig, dass die im
Notfall gerade funktionieren, und da gibt's sicher auch entsprechende
Vorschriften.
Oder täusche ich mich da?
Johannes S. schrieb:> Frank E. schrieb:>> Kennt hier jemand so ein Projekt? Oder eines, was mit überschaubarem>> Aufwand zum beschriebenen Verhalten konfiguriert werden könnte?>> Selbst wenn es das gibt: wie stellst Du sicher, dass das immer> funktioniert? Bei Durchsagesystemen ist ja auch wichtig, dass die im> Notfall gerade funktionieren, und da gibt's sicher auch entsprechende> Vorschriften.>> Oder täusche ich mich da?
Ok. Im Museum ginge jetzt die Welt nicht unter, Krankenhaus ist wohl
eine andere Welt.
Hallo,
ich habe mal dieses Projekt
https://github.com/chrta/sip_call
mit Audio am Laufen gehabt. Audio mit I2S. Das hat eigentlich super
funktioniert. Als Server hatte ich einen Asterisk.
Leider hab ich den Source nicht mehr. Müsste den im Backup suchen. Ist
auch schon eine Weile her.
Werner P. schrieb:> Hallo,>> ich habe mal dieses Projekt>> https://github.com/chrta/sip_call>> mit Audio am Laufen gehabt. Audio mit I2S. Das hat eigentlich super> funktioniert. Als Server hatte ich einen Asterisk.>> Leider hab ich den Source nicht mehr. Müsste den im Backup suchen. Ist> auch schon eine Weile her.
Danke für das Angebot, bin mir aber nicht ganz sicher, ob wir vom
gleichen Problem sprechen/schreiben. Der SIP-Server ist ja im Prinzip
egal, wenn er tut, was man erwartet (Fritte oder Asterisk), der dient ja
nur als Registrar und SIP-Proxy.
Also ich brauche, dass der SIP-Client bei Anruf automatisch ran geht und
das Audio der rufenden Gegenstelle in einen Output streamt. Ich habe
inzwischen weiter geforscht und gelesen, dass "Twinkle" da leider
rumzickt, wenn es keinen Input-Channel (Mikrofon) findet ... was aber
bei einem PA-System kein Mensch braucht. Linux halt ...
Frank E. schrieb:> dass "Twinkle" da leider> rumzickt,
Twinkle hat auch eine GUI, die du nicht brauchst.
bei linphone konfigurierst du einmalig die Verbindung zu deinem
SIP-Server (Konsole oder meinetwegen mit GUI) und startest dann
"linphonec -a"
-a bedeutet:
# -a enable auto answering for incoming calls
fertig.
Und wenn das "linphonec" nicht an der Konsole offen bleiben soll, geht's
auch mit
"linphonecsh"
1
Linphonecsh is a small utility to send basic commands to a linphonec (console mode linphone) process. Unlike linphonec, linphonecsh does not wait commands from standard input: it takes the command from its arguments and sends it using unix pipe to a linphonec process started in daemon mode.
2
The motivation for this tool is for example to simply execute voip calls from scripts, web-servers, or javascript web pages.
Frank E. schrieb:> Also ich brauche, dass der SIP-Client bei Anruf automatisch ran geht und> das Audio der rufenden Gegenstelle in einen Output streamt. Ich habe> inzwischen weiter geforscht und gelesen, dass "Twinkle" da leider> rumzickt, wenn es keinen Input-Channel (Mikrofon) findet ... was aber> bei einem PA-System kein Mensch braucht. Linux halt ...
Genau das habe ich gemacht. Der ESP32 nimmt den Anruf an und reicht
Audio an Lautsprecher weiter. Genau sp wie ein PA1.
Raspi wollte ich nicht verwenden da der einfach kein anständiges Audio
on Board hat.
Werner P. schrieb:> Genau das habe ich gemacht. Der ESP32 nimmt den Anruf an und reicht> Audio an Lautsprecher weiter. Genau sp wie ein PA1.>> Raspi wollte ich nicht verwenden da der einfach kein anständiges Audio> on Board hat.
Ok, dann muss ich mir dein Projekt wohl noch mal etwas genauer ansehen
...
Frank E. schrieb:> Werner P. schrieb:>> Genau das habe ich gemacht. Der ESP32 nimmt den Anruf an und reicht>> Audio an Lautsprecher weiter. Genau sp wie ein PA1.>>>> Raspi wollte ich nicht verwenden da der einfach kein anständiges Audio>> on Board hat.>> Ok, dann muss ich mir dein Projekt wohl noch mal etwas genauer ansehen> ...
nicht mein Projekt ;-)
ich habe das hier als Basis genommen. Mit einem ESP32.
https://github.com/sikorapatryk/sip-call
Oliver S. schrieb:> Lass sich die snom Pa doch an einem Asterisk registrieren. Da kannst du> dich austoben und Programme schreiben die mit den Kasten kommunizieren.
Er will nicht den Asterisk programmieren/konfigurieren sondern er sucht
eine Alternative zum snom PA1
Werner P. schrieb:> lternative zum snom PA1
Achso. Ich kann mir nicht vorstellen dass eine Bastelei auf Raspberry
Basis günstiger und zuverlässiger funktioniert als dieses snom Pa für
die oben angegebenen 150€.
Bei Verwendung eines esp32 könnte die Kalkulation eher aufgehen.