Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Abstandssensor im Millimeterbereich


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von Forgoden  . (forgoden)


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Gibt es Abstandssensoren im Millimeterbereich die auf nicht-metallische 
Ebenen funktionieren? Ein Druckkopf fährt 1mm oder 2mm über die 
menschliche Haut. Ich will so programmieren, dass der Druckkopf 
automatisch hoch und runter fährt, wenn er über die Wölbungen (Nase oder 
Stirn) fährt. Wird der Abstand kürzer, so fährt er rauf.

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von Günni (Gast)


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Berührungslose Abstandssensoren arbeiten meist optisch und sehr oft mit 
Laser. Die Bestrahlung der Haut mit Laserlicht ist gesundheitlich 
bedenklich und die Nähe zu den Augen stellt eine besondere Gefahr dar. 
So werden kaum käufliche Sensoren für diesen Zweck geeignet sein.

Da Kapazitätsmessungen wegen der unregelmäßig geformten Oberfläche der 
Haut keine verwertbaren Ergebnisse liefern und Ultraschall für diese 
Abstände eine zu große Wellenlänge haben, bleiben für die Messung nur 
noch Radar oder eine Messung mit Hilfe von Bildverarbeitung. Bei 
letzterer muss das Hautsegment mit sehr geringer Tiefenschärfe am besten 
(wie bei früheren Spiegelreflexkameras) auf ein Mikroprismenraster 
abgebildet werden und dessen "Flimmern" per Bildverarbeitung ausgewertet 
werden.

Notwendig sind hierbei optische Kenntnisse und Erfahrungen in der 
Bildverarbeitung.

von Wolfgang (Gast)


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Günni schrieb:
> Die Bestrahlung der Haut mit Laserlicht ist gesundheitlich
> bedenklich und die Nähe zu den Augen stellt eine besondere Gefahr dar.

Gleichens könntest du über Sonnenlicht oder 12.cm Mikrowellenstrahlung 
sagen.

von momo (Gast)


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Wer bin ich?  . schrieb:
> Ich will so programmieren, dass der Druckkopf
> automatisch hoch und runter fährt, wenn er über die Wölbungen (Nase oder
> Stirn) fährt. Wird der Abstand kürzer, so fährt er rauf.

Am besten Du guckst mal bei Herstellern von Auto-Waschanlagen, wie die 
das machen.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Günni schrieb:
> Da Kapazitätsmessungen wegen der unregelmäßig geformten Oberfläche der
> Haut keine verwertbaren Ergebnisse liefern

Doch, das wäre genau der richtige Bereich für elektrische 
Kapazitätsmessungen. Die Leitfähigkeit des Körpers und dessen Kapazität 
gegenüber der Umgebung sind hinreichend hoch. Zudem hat man vielfältige 
Gestaltungsmöglichkeiten für die Sensorelektrode.

> und Ultraschall für diese Abstände eine zu große Wellenlänge haben,

Ähh, dann kennst Du wohl nur die einfache ~35 kHz-Systeme. Medizinische 
Ultraschallköpfe eignen sich auch hervorragend für Untersuchungen in den 
Hautschichten, wobei dort die Schallgeschwindigkeiten sogar höher sind 
als in der Luft. Selbst bei nur 1 MHz läge die Wellenlänge bei nur 300 
µm, bei 10 MHz bei 30 µm. Die erreichbare Abstandsauflösung beträgt 
dabei eine halbe Wellenlänge.

> bleiben für die Messung nur noch Radar

Dafür muss man aber Systeme mit > 100 GHz einsetzen...

> oder eine Messung mit Hilfe von Bildverarbeitung. Bei
> letzterer muss das Hautsegment mit sehr geringer Tiefenschärfe am besten
> (wie bei früheren Spiegelreflexkameras) auf ein Mikroprismenraster
> abgebildet werden und dessen "Flimmern" per Bildverarbeitung ausgewertet
> werden.
>
> Notwendig sind hierbei optische Kenntnisse und Erfahrungen in der
> Bildverarbeitung.

Für die Auswahl sollte auch unbedingt berücksichtigt werden, wie die 
Abstandsmessung bzw. -regelung auf die Körperbehaarung reagieren soll. 
Vermutlich soll sich die dünne Behaarung auf den Armen ignorieren und 
z.B. plattdrücken. Wenn jedoch das Kopfhaar auf 1 mm plattgedrückt wird, 
kann das in Abhängigkeit von der Frisur unangenehm werden. Grenzfälle 
wären z.B. die Augenbrauen oder Schambehaarung.

von Günni (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Zudem hat man vielfältige
> Gestaltungsmöglichkeiten für die Sensorelektrode.

Wenn man die Sensorelektrode wie eine Maske an das Gesicht angepasst 
hat, lässt sie sich nicht mehr verschieben. Das gilt auch für den von 
momo gemachten Vergleich  mit den Autowaschanlagen, die übrigens den 
Abstand vom Auto nicht auf 1 mm genau ermitteln. In der Richtung der 
Lichtschranken sind die Autos fast gerade. Für ein Gesicht gilt das (zum 
Glück) nicht.

Die von Anreas S. genannten Ultraschallköpfe bei der medizinischen 
Untersuchung haben mehrfache Sensoren, wobei die Richtung und Bündelung 
durch Interferenz zwischen den gleichzeitig abgestrahlten Wellen 
bestimmt wird. Das ist schon ein wenig komplexer.

Wolfgang schrieb:
> Gleichens könntest du über Sonnenlicht oder 12.cm Mikrowellenstrahlung
> sagen.
Im Gegensatz zum Sonnenlicht wird Laserlicht stark gebündelt, wodurch 
die Leistung pro Fläche punktförmig viel höher sein kann. Man sollte auf 
die Sicherheitshinweise achten, die in den Datenblättern von Laserdioden 
(und auch Hochleistungs-LEDs) seriöser Anbieter stehen. Und außerdem 
warnen Hautärzte auch vor zu viel Sonnenlicht. Und Mikrowellengeräte 
sind so abgeschirmt, dass die Strahlenbelastung von Menschen gering 
bleibt.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Günni schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Zudem hat man vielfältige
>> Gestaltungsmöglichkeiten für die Sensorelektrode.
>
> Wenn man die Sensorelektrode wie eine Maske an das Gesicht angepasst
> hat, lässt sie sich nicht mehr verschieben.

Eine Anpassung an das Gesicht wäre nur eine der vielfältigen 
Gestaltungsmöglichkeiten und zudem ziemlich unsinnig. Ich meine damit 
eher entweder eine kleine ebene Fläche, z.B. Kreis oder Quadrat, oder 
eine kovexe Struktur, z.B. ein Kugelsegment.

> Das gilt auch für den von
> momo gemachten Vergleich  mit den Autowaschanlagen, die übrigens den
> Abstand vom Auto nicht auf 1 mm genau ermitteln. In der Richtung der
> Lichtschranken sind die Autos fast gerade. Für ein Gesicht gilt das (zum
> Glück) nicht.

Ich habe in meinem Vergleich gar keinen Bezug auf den Vergleich mit 
einer Autowaschanlage vorgenommen.

> Die von Anreas S. genannten Ultraschallköpfe bei der medizinischen
> Untersuchung haben mehrfache Sensoren, wobei die Richtung und Bündelung
> durch Interferenz zwischen den gleichzeitig abgestrahlten Wellen
> bestimmt wird. Das ist schon ein wenig komplexer.

Medizinische Ultraschallköpfe sind natürlich mehrkanalig ausgeführt, um 
damit eine ortsaufgelöste Darstellung zu ermöglichen. Das ist hier aber 
nicht erforderlich. Außerdem benötigen solche Köpfe einen direkten 
Kontakt zum Untersuchungsobjekt, um Reflektionen an der Grenzfläche zu 
reduzieren. Bei dem Anwendungsfall des TE geht es aber genau darum, den 
Abstand zu vermessen. Daher reicht ein einkanaliger Ultraschallsensor im 
Frequenzbereich ab ca. 1 MHz aus.

von Forgoden  . (forgoden)


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Gut, also 1Mhz? Habe ich jetzt zum Beispiel hier gefunden: 
https://de.aliexpress.com/item/1397570475.html da steht: Transducer und 
Sensor. Also, heisst: Man kann damit 1Mhz Schall erzeugen und 
gleichzeitig auch als Sensor Schall messen?

von Rolf M. (rmagnus)


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> 10. Distance of Detection:0.1~5M;

Der fängt also bei 10 cm an. Wie willst du da bei einem Öffnungswinkel 
von 7° und 2 cm Sensor-Durchmesser auf so etwas unebenem wie einem 
Gesicht etwas zuverlässig auf 1mm heran bringen?

von Christian R. (supachris)


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1 und höher MHz in Luft hat schon eine ziemlich hohe Dämpfung. Außerdem 
ist bei diesen für Stahl angepassten Prüfköpfen im Link die akustische 
Impedanz nicht passend. Mit einem für Luft-Ultraschall angepasstem 
Prüfkopf und einer passenden Elektronik samt Signalverarbeitung könnte 
das klappen. Allerdings ist das nicht mal eben für 20€ zu haben. Solche 
Prüfköpfe gibts beispielsweise bei Sonotec. Das Fraunhofer IPMS hat CMUT 
Sensoren, die bei 1,8MHz in Luft arbeiten. Damit kann man auch sehr 
genaue Abstandsbestimmungen machen. Allerdings auch nicht mit einem 
Arduino ;)
Falls das was kommerzielles sein soll, kannst du dich mal per PM melden.

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Günni schrieb:
> Laserlicht ist gesundheitlich bedenklich und die Nähe zu den Augen
> stellt eine besondere Gefahr dar.
Es ist inzwischen sogar so, dass der Lidschlussreflex bei vielen nicht 
mehr funktioniert, weil er durch Videospiel- und Filmeffekte 
"wegtrainiert" wurde. Und deshalb die Unbedenklichkeit der bisher ohne 
großartige weitere Maßnahmen einsetzbare Laserkategorie 2 derzeit in 
Frage gestellt wird.
https://www.fs-ev.org/fileadmin/user_upload/04_Arbeitsgruppen/08_Nichtionisierende_Strahlung/02_Dokumente/Leitfaeden/Leitfaden_Laserstrahlung-FS-2019-181-AKNIR_a.pdf

Andreas S. schrieb:
> Medizinische Ultraschallköpfe eignen sich auch hervorragend für
> Untersuchungen in den Hautschichten
Die werden aber mit flutschigem Kontaktgel akustisch möglichst gut an 
die Haut angekoppelt.

Wer bin ich?  . schrieb:
> Ein Druckkopf fährt 1mm oder 2mm über die menschliche Haut.
Fangen wir mal mit dem Einfachsten an, evtl. sind wir dann ganz schnell 
fertig: was darf der Spass denn kosten?

von Maxe (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Es ist inzwischen sogar so, dass der Lidschlussreflex bei vielen nicht
> mehr funktioniert, weil er durch Videospiel- und Filmeffekte
> "wegtrainiert" wurde.
Heftig!

von Cyblord -. (cyblord)


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Lothar M. schrieb:
> Es ist inzwischen sogar so, dass der Lidschlussreflex bei vielen nicht
> mehr funktioniert, weil er durch Videospiel- und Filmeffekte
> "wegtrainiert" wurde.

Das halte ich für großen Humbug.

von Günni (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Das halte ich für großen Humbug.

Sind wir hier in einem Fachforum oder bei den Verschwörungstheoretikern, 
die alle Aussagen von Fachleuten für Humbug halten, weil Ergebnisse 
einer weltweiten Verschwörung. Ich war vor Jahren für die 
Fertigungsentwicklung eines simplen CD-Laufwerks zuständig. Das war 
Laser-Klasse 1. Nach dem Öffnen des Gehäuses zur Reparatur, also im 
Störungsfall, entsprach das schon Laserklasse 3, weshalb im Inneren ein 
Aufkleber mit dieser Klasse(abgestimmt mit dem TÜV)angebracht war.

Natürlich kann man die Entfernung auch kapazitiv messen. Der Sensorkopf 
könnte z.B. aus einem Rohr von etwa 10 mm Durchmesser mit einem 
Innenleiter von 9 mm Durchmesser bestehen. Zwischen beiden eine dünne 
Isolierschicht. Durch den geringen Abstand zur Haut ändert sich die 
Kapazität geringfügig. Da die Kapazität einer Zuleitung weit über dieser 
Kapazitätsänderung ist, muss eine Auswerte im Sensorkopf selbst 
untergebracht sein. In der Industrie kann man so etwas machen - und geht 
auch solche Wege. Da können noch Kapazitäten in der Größenordnung 
Femtofarad oder gar Attofarad verarbeitet werden. Die Möglichkeiten der 
Forumsmitglieder dürften damit aber deutlich überfordert sein.

Auch Messungen mit Ultraschall können dann nicht mehr nach dem Prinzip 
"Impuls aussenden und Laufzeit bis zum Eintreffen des Echos messen" 
durchgeführt werden, sondern die Luftschicht muss Teil einer Art von 
Resonator sein, d.h. zwischen Sensor und Haut muss eine stehende Welle 
entstehen, deren Frequenz ein Maß für den Abstand ist. Auch das geht, es 
kann aber nicht jeder und nicht jeder käufliche Sensor ist dafür 
geeignet.

von Till B. (shellfishgene)


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Günni schrieb:
> Die Bestrahlung der Haut mit Laserlicht ist gesundheitlich
> bedenklich und die Nähe zu den Augen stellt eine besondere Gefahr dar.
> So werden kaum käufliche Sensoren für diesen Zweck geeignet sein.

Der VL53L0X z.B. ist Laserklasse 1, das sollte wohl eher kein Problem 
sein. Der ist ja auch auch fuer Endverbraucherprodukte gedacht. 
Vielleicht nicht genau genug fuer diese Anwendung, aber es gibt 
vermutlich noch andere.

von Till B. (shellfishgene)


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Gerade aus Interesse mal den LJC18A3-H-Z/BX den ich aus Faulheit nie in 
den 3D Drucker eingebaut habe ausprobiert, funktioniert auf Haut sehr 
gut. Gibt aber nur ein an/aus Signal. Kostet dafuer nicht viel und gibt 
diverse aehnliche.

von Rolf M. (rmagnus)


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Günni schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Das halte ich für großen Humbug.
>
> Sind wir hier in einem Fachforum oder bei den Verschwörungstheoretikern,
> die alle Aussagen von Fachleuten für Humbug halten, weil Ergebnisse
> einer weltweiten Verschwörung.

Gerade in der heutigen Zeit tut man gut daran, nicht jedem 
selbsternannten Fachmann, der irgendwo in einem Forum mal eine unbelegte 
Behauptung aufstellt, gleich alles zu glauben. Das hat nichts mit 
Verschwörungstheorie zu tun - ganz im Gegenteil.

von MeierKurt (Gast)


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Günni schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Das halte ich für großen Humbug.
>
> Sind wir hier in einem Fachforum oder bei den Verschwörungstheoretikern,
> die alle Aussagen von Fachleuten für Humbug halten, weil Ergebnisse

Sag mal ne konkrete Quelle für deine Behauptung.
Also um das gehts: "Es ist inzwischen sogar so, dass der 
Lidschlussreflex bei vielen nicht mehr funktioniert, weil er durch 
Videospiel- und Filmeffekte "wegtrainiert" wurde."

Wäre nämlich besser als hier jeden ans Bein zu pissen, der Zweifel 
äussert und ihm gleichmal als VT zu brandmarken (ich habe von euch 
erleuchteten Armleuchtern, die jeder offiziellen "Expertenmeinung" 
unbedingten Glauben schenken und komplett unkritisch ergeben dieser 
folgen nämlich sowas von die Schnauze voll - echt jetzt - bei euch hat 
irgendwas oder irgendwer die Diskussionskultur "wegtrainiert" - ja das 
musste jetzt sein).

Ok, zum Thema:
Dass der Lidschlussreflex nicht so funktioniert wie man sich das 
vorgestellt hat, ist nicht neu.
Die habens untersucht:
https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Schriftenreihe/Forschungsberichte/2003/Fb985.html
Das ist von 2003. Videospieleffekte? Filmeffekte? Zweitausenddrei?
Aber weiter - aus 2003:
Bei 17% hat der Lidschlussreflex bzgl. Lasern, bei 23% bzgl. LED 
funktioniert. (Unabhängig vom Alter)
Diese Quote genügt offensichtlich nicht, wenn man sich auf diesen Reflex 
als Schutzmechenismus verlassen will.
(Ich verrate dir mal ein Geheimnis: Das wußte "man" auch schon vorher. 
Woher ich das weiß? Psst. Ich arbeite zuweilen auch mit richtigen 
Lasern, da spricht sich sowas rum, und nein, es sind darunter eher 
wenige Gamer und Kinogänger gewesen...)

von Cyblord -. (cyblord)


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MeierKurt schrieb:
> Sag mal ne konkrete Quelle für deine Behauptung.
> Also um das gehts: "Es ist inzwischen sogar so, dass der
> Lidschlussreflex bei vielen nicht mehr funktioniert, weil er durch
> Videospiel- und Filmeffekte "wegtrainiert" wurde."

Eben. Aus dem dabei verlinkten Dokument geht das nämlich nicht hervor. 
Da wird statistisch erfasst wie viele Leute welchen Lidschlussreflex 
aufweisen. Auf Gründe wird da gar nicht eingegangen.

Dass man sich den Lidschlussreflex mal kurz durch TV und Videospiele 
abtrainieren kann, das halte ich für höchst fragwürdig. Wieso 
eigentlich? Ein großteil der Leute arbeitet min. 8 Stunden am 
Bildschirm. Ein Großteil guckt abends TV (egal ob klassisch oder 
Streaming) oder daddelt auf der PS. D.h. es würde quasi >90% der 
Bevölkerung betreffen.

Für mich klingt das eher wieder nach dem typischen Schimpfen auf die 
schlimme heutige Jugend die zu viel zockt.

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Lothar M. schrieb:
> Es ist inzwischen sogar so, dass der Lidschlussreflex bei vielen nicht
> mehr funktioniert, weil er durch Videospiel- und Filmeffekte
> "wegtrainiert" wurde.

Wo steht in der aufgeführten Publikation, dass der verzögerte 
Lidschlussreflex durch die genannten Handlungen "wegtrainiert" worden 
sei?

Es ist durchaus schon seit den 1990er Jahren bekannt, dass bei der 
Arbeit am Computer, insbesondere beim konzentrierten Lesen von 
Bildschirminhalten, die Lidschlussfrequenz deutlich abnimmt. Zur Zeit 
der Bildschirme mit Braunscher Röhre wurden zudem Staubteilchen an der 
Bildschirmoberfläche elektrostatisch aufgeladen und direkt ins Auge des 
Betrachters geschleudert. Die Kombination mit geringerer Befeuchtung und 
Reinigung des Auges führte daher zu einer starken Reizung, insbesondere 
bei Menschen, die eigentlich schon zu dicht vor dem Bildschirm saßen.

Deswegen verringerte selbst eine einfache Schutzbrille die hierbei 
auftretenden Augenreizungen sehr deutlich. Dank heutzutage wesentlich 
geringerer Aufladung der Bildschirmoberfläche benötigt man aber keine 
Schutzbrille mehr. Das Problem der geringen Lidschlussfrequenz und somit 
Befeuchtung bleibt aber natürlich bestehen.

Allerdings bedeutet eine niedrigere Lidschlussfrequenz keineswegs eine 
verlangsamten Lidschlussreflex bei optischen Reizen. Gerade Du bist doch 
derjenige, der allen Leuten den Unterschied zwischen Frequenz und 
Flankensteilheit erklärt. Hier kommt jedoch zur Flankensteilheit noch 
die Signallaufzeit hinzu. Ob sich diese so deutlich geändert hat, wage 
ich sehr, sehr deutlich zu bezweifeln.

In der obigen Publikation wurden meines Erachtens auch viel zu lange 
Expositionsdauern ohne Ausweichreaktion bestimmt. Wahrscheinlich lag das 
an entsprechenden Anweisungen an die Probanden, die Ausweichreaktionen 
so lange wie möglich zu verzögern. Niemand wird bei einer unerwarteten 
starken Blendung weiter sekundenlang hinschauen.

Während meiner Schulzeit schaute ich auch einmal versehentlich in einen 
teilweise reflektierten Strahl eines Helium-Neon-Lasers mit 5 mW. Die 
Reflektion wurde hierbei durch eine gewölbte Metalloberfläche in ca. 8 m 
Entfernung verursacht, so dass nur ein winziger Bruchteil der Leistung 
überhaupt in mein Auge fiel. Meine Ausweichreaktion inklusive Lidschluss 
erfolgte aber extrem schnell, d.h. innerhalb von maximal 200-300 ms. 
Trotzdem war meine Farbwahrnehmung auf dem Auge für einige Stunden 
deutlich beeinträchtigt, wobei ich einige Minuten lang vor hellen 
Hintergründen einen grünlichen Wurm sah.

von Günni (Gast)


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Die Aussage, dass der Lidschlussreflex .... wegtrainiert wurde, stammte 
nicht von mir, sondern von Lothar M., der mir bisher durch wohl 
überlegte Aussagen angenehm aufgefallen war. Mich störte, dass Cyblord 
ohne Begründung, wie er zu der Aussage kam, nur einfach schrieb "Das 
halte ich für großen Humbug". Da war die Begründung, die er um 16:23 Uhr 
nachgeliefert hat, schon nachvollziehbarer und hätte mich nicht zu einem 
Prostest veranlasst. Aber daraus ist aber nicht herleitbar, dass die 
ursprüngliche Aussage von Lothar M. "Unfug" ist, sondern nur, dass 
Cyblord sie anzweifelt. Fundierter fand ich den Beitrag von MeierKurt, 
der auch noch auf eine Untersuchung Bezug nahm.

Das Problem bleibt, dass der TO, wenn er eine Vorrichtung baut und / 
oder betreibt, durch die jemand einen Schaden erleidet, er haftbar 
gemacht wird. Deshalb sollte man ihn durchaus auf die Risiken hinweisen 
und ihn nicht vor einen möglichen Poller laufen lassen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Günni schrieb:
> ie Aussage, dass der Lidschlussreflex .... wegtrainiert wurde, stammte
> nicht von mir, sondern von Lothar M., der mir bisher durch wohl
> überlegte Aussagen angenehm aufgefallen war. Mich störte, dass Cyblord
> ohne Begründung, wie er zu der Aussage kam, nur einfach schrieb "Das
> halte ich für großen Humbug".

Also halt einfach nach Sympathie mal schnell was rausgehauen. Jetzt am 
Rudern.
Und ohne auch nur einmal in das verlinkte Dokument geschaut zu haben. 
Dann hättest auch du gemerkt dass das da nicht so drin steht wie Lothar 
den Anschein erwecken wollte.

von Johannes S. (jojos)


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Also wenn da ein Druckkopf irgendwas ins Gesicht feuern soll, dann wird 
man sowieso eine Schutzbrille für die Augen brauchen.
Gesichts- und andere Topografien kann man auch mit 
Streifenlichtprojektion und Kameras erfassen. Dann darf man sich aber 
zwischen Aufname und Druck nicht bewegen, auch nicht schön wenn der Kopf 
in einen Schraubstock muss.
Ansonsten hört sich der genannte VL Sensor von ST brauchbar an weil der 
sehr klein ist.

von eric (Gast)


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Typisch Forum: Viele Meinungen und wenig Ahnung!

Für ein paar Cent gibt es optische Abstands-Sensoren
aus Sende-LED und Photodiode,
die völlig unbedenkliche Intensitäten benutzen.
Fertige Module gibt es bestimmt auch.

von Cyblord -. (cyblord)


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eric schrieb:
> Für ein paar Cent gibt es optische Abstands-Sensoren
> aus Sende-LED und Photodiode,

Die können aber sicher keine Abstände MESSEN und lassen sich auch nicht 
auf 1-2 mm genau justieren.
Das sind billigste Lichttaster die irgendwo zwischen 5-15cm schalten 
wenn da ein Gegenstand davor ist.
Auch die bekannten Sharp IR Abstandssensoren schaffen weder die 
Minimalentfernung noch die Genauigkeit.

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Was irgendwelche Studien sagen ...


Heute stand in der Zeitung, dass ein Probant bei der Kontrolle eines 
Corona Impfstoffes verstorben ist. Man konnte aber nicht klären, ob er 
nun den Impfstoff oder den Placebo bekommen hatte.

Wenn schon dort so schlimm geschlampt wird, dann glaube ich gar keiner 
Studie mehr. Letztendlich gibt es sowieso zu jeder Studie mindestens 
eine Gegenstudie die das Gegenteil beweist.

: Bearbeitet durch User
von Günni (Gast)


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eric schrieb:
> Für ein paar Cent gibt es optische Abstands-Sensoren
> aus Sende-LED und Photodiode,
> die völlig unbedenkliche Intensitäten benutzen.

Gab es früher von Panasonic mit Sendediode und 
Differentialfotowiderstand / Differentialfotodiode. Der Sensor war 
super. Ich habe ihn vor längerer Zeit gesucht, es gab ihn aber nicht 
mehr. Ich wäre froh, wenn jemand einen vergleichbaren Sensor kennt und 
sagen kann, wie man daran kommt. Ich muss / möchte nämlich ebenfalls 
einen kleinen Abstand erfassen, habe aber das Glück, dass die Flächen 
eben sind. So war die Aufgabe lösbar, aber nicht gerade einfach. Mit dem 
Panasonic Sensor wäre das viel einfacher und auch noch genauer möglich 
gewesen.

von eric (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Die können aber sicher keine Abstände MESSEN

Nur eins ist sicher:
Dass Du keine Ahnung hast.
Die Photodiode liefert ein analoges Ausgangssignal
und die Abstandsmessung ist nur eine Frage
der richtigen Signalverarbeitung.

von Udo S. (urschmitt)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Man konnte aber nicht klären

"Man" oder das Nachrichtenportal, das die Schlagzeile publikumswirksam 
rausgehauen hat?

Stefan ⛄ F. schrieb:
> dann glaube ich gar keiner Studie mehr.

Du bist doch auch eher technisch/naturwissenschaftlich unterwegs.
Also sollte dir nicht unbekannt sein wie schwierig bis unmöglich es ist 
solche Studien wasserdicht zu machen, weil in der realen Welt halt immer 
so viele unterschiedliche Faktoren reinspielen.

Ich würde eher den Nachrichtenportalen nicht trauen, denn die müssen bei 
einer Schlagzeile die ersten sein um Aufmerksamkeit und damit Cash zu 
generieren.

Aber auch hier gilt: Nicht generell behaupten alle Nachrichtenportale 
lügen, sondern bei jeder neuen Nachricht versuchen den Wahrheitsgehalt 
über andere Kanäle zu verifizieren.

von Cyblord -. (cyblord)


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eric schrieb:
> Die Photodiode liefert ein analoges Ausgangssignal
> und die Abstandsmessung ist nur eine Frage
> der richtigen Signalverarbeitung.

Und des Untergrunds. Wenn dieser sich ändert, wenn sich die 
Eigenschaften bezüglich Reflexion ändern, kannst du noch so viel 
Signalverarbeitung machen, du wirst keine präzise Abstandsmessung 
bekommen.
Das geht nicht einfach über die Intensität des reflektierten Lichts.

Das geht über TOF oder per Triangulation.


> Nur eins ist sicher:
> Dass Du keine Ahnung hast.

Muss das immer sein?

: Bearbeitet durch User
von Trollfänger (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Was irgendwelche Studien sagen ...
>
> Heute stand in der Zeitung, dass ein Probant bei der Kontrolle eines
> Corona Impfstoffes verstorben ist. Man konnte aber nicht klären, ob er
> nun den Impfstoff oder den Placebo bekommen hatte.
>
> Wenn schon dort so schlimm geschlampt wird, dann glaube ich gar keiner
> Studie mehr. Letztendlich gibt es sowieso zu jeder Studie mindestens
> eine Gegenstudie die das Gegenteil beweist.

Leser die diese Meldung glauben nehmen auch Weißhelme und Hufeisenpläne 
für bare Münze. Wer der "Zeitung" glaubt ...


Mal was zum Thread-Thema hier: Abstandssensorik.

Microchip hat ein hübsches Tool ink. Board und PC Auswertung bei dem man 
für wenig Geld die Mtouch Technologie testen kann.

Low Cost mTouch Evaluation Kit:
https://www.microchip.com/Developmenttools/ProductDetails/DM160227

von Trollfänger (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Aber auch hier gilt: Nicht generell behaupten alle Nachrichtenportale
> lügen, sondern bei jeder neuen Nachricht versuchen den Wahrheitsgehalt
> über andere Kanäle zu verifizieren.

Keines der "Portale" lügt, s. Relotius wenn das raus kommt. Da haben Sie 
durchaus einen Ethos und Selbstreinigungskräfte.

Sie haben aber keine Probleme Lügen zu verbreiten und zu verstärken. 
Schon der kleine Einblick den ich da habe "würde die Bevölkerung 
verunsichern".

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Udo S. schrieb:
> "Man" oder das Nachrichtenportal, das die Schlagzeile publikumswirksam
> rausgehauen hat?

Tja, so genau erfährt man das leider nicht. Dem Volk werden nur kleine 
Häppchen vorgeworfen, um die gewünschte Meinung zu bilden.

von Udo S. (urschmitt)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Dem Volk werden nur kleine
> Häppchen vorgeworfen

Und trotzdem ertrinkt man inzwischen fast an "information".

von Toby P. (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Dem Volk werden nur kleine
> Häppchen vorgeworfen, um die gewünschte Meinung zu bilden.

Die Frage warum das Volk das ganze Zeugs trotzdem konsumiert stellt sich 
nicht?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Udo S. schrieb:
>> Dem Volk werden nur kleine Häppchen vorgeworfen

> Und trotzdem ertrinkt man inzwischen fast an "information".

Damit niemand auf die Idee kommt, er wäre zu wenig informiert über was 
auch immer.

von eric (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>>> Dem Volk werden nur kleine Häppchen vorgeworfen
>> Und trotzdem ertrinkt man inzwischen fast an "information".
> Damit niemand auf die Idee kommt, er wäre zu wenig informiert über was
> auch immer.

Da kapern irgendwelche Wichtigtuer den Thread!


Cyblord -. schrieb:
> Das geht über TOF oder per Triangulation.

Soweit ich mich erinnere,
gibt es die Dinger auch in Winkelanordnung,
und wenn nicht, bastelt man sich das eben.
Ums Experimentieren wird er wahrscheinlich
sowieso nicht herumkommen.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> "Man" oder das Nachrichtenportal, das die Schlagzeile publikumswirksam
>> rausgehauen hat?
>
> Tja, so genau erfährt man das leider nicht. Dem Volk werden nur kleine
> Häppchen vorgeworfen, um die gewünschte Meinung zu bilden.

Wir erfahren von Dir ja auch nicht einmal, auf welchen konkreten Artikel 
in welcher Zeitung Du Dich ganz konkret beziehst. Dem Volk werden eben 
nur kleine Häppchen vorgeworfen.

Es kommt übrigens sehr häufig vor, dass die sog. "Journalisten" selbst 
nicht in der Lage sind, die Inhalte wissenschaftlicher Publikationen zu 
lesen, zu verstehen und daraus auch noch die richtigen Schlüsse zu 
ziehen. Das war auch schon vor Jahrzehnten ein Problem, aber 
mittlerweile hat es sich auf Grund des Zeitdrucks auch noch deutlich 
verstärkt. Ein Großteil der Schreiberlinge gehört zudem auch der 
Fraktion an, die mit den Naturwissenschaften eher auf Kriegsfuß stehen. 
Und vielen Lesern ist ein gefälliger Schreibstil auch wesentlich lieber 
als akkurate Informationen.

Vor einigen Jahren gab es eine Untersuchung einer amerikanischen 
Universität, bei der ein Online-Magazin erstellt wurde. Die Leser dieses 
Magazins konnten angeben, welche Meinungen und Präferenzen sie besaßen. 
Basierend auf diesen Angaben wurde jeder ausschließlich mit fiktiven 
Artikeln versorgt, und zwar derart, dass eine Lobhudelei für diese 
Präferenzen erfolgte.

Im Anschluss an das Experiment erfolgte eine Befragung der Leser. Ein 
Großteil von ihnen gab dabei an, dass ihnen ein gefälliger Schreibstil 
und die Bestätigung ihrer Meinung wesentlich wichtiger seien als 
korrekte Inhalte. Die Wissenschaftler waren selbst erschrocken über den 
Erfolg dieses Magazins und die entsprechenden Reaktionen darauf.

(Ja, ich begehe hiermit auch den Fehler, keine Quelle zu nennen, aber 
ich werde diese Information zeitnah nachreichen.)

von Toby P. (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Ja, ich begehe hiermit auch den Fehler, keine Quelle zu nennen, aber ich
> werde diese Information zeitnah nachreichen

Das ist gar nicht nötig, das findest du auch hier. Hab mir mal den Spass 
erlaubt im Heise Forum max. Grün/Rot Klicks zu bekommen. Nach 3 Tagen 
wurde das langweilig weil die Trefferquote bei fast 100% lag. Da 
brauchst du nicht mal Inhalte oder Argumente, Pseudogefasel das eine 
Gesinnung simuliert reicht.

von eric (Gast)


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Toby P. schrieb:
> Pseudogefasel das eine
> Gesinnung simuliert reicht.

Gilt vor allem für Euch selber!

von Forgoden  . (forgoden)


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Christian R. schrieb:
> Falls das was kommerzielles sein soll, kannst du dich mal per PM melden.

Leider ist das kein kommerzielles Projekt, sondern eher Hobbyforschung. 
Trotzdem wären solche Sensoren, wenn sie frei zugänglich wären, 
natürlich toll. Wenn der Preis also zu hoch ist und mit Arduino so 
einfach nicht zu machen ist, würd ich das erst mal lassen.

...

VL53L0X kannte ich noch nicht. Also den mal bestellt. Auf Youtube sehe 
ich zwar dass die nicht ganz super genau sind, aber um mal Feelings zu 
bekommen, werde ich die mal testen. Vielleicht klappt mit zwei solchen 
Sensoren eine höhere Präzision, wenn ich den Durchschnittwert errechnen 
lasse?

Ich teste das erst mal mit Handoberflächen, da ist es egal.

von Toby P. (Gast)


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eric schrieb:
> Gilt vor allem für Euch selber!

So kann man das natürlich auch lesen.

Wer bin ich?  . schrieb:
> Leider ist das kein kommerzielles Projekt, sondern eher Hobbyforschung.

Dann teste mal das Microchip Teil von weiter oben. Das ist auf 
Touchsense optimiert und man kann Annäherungen sehr gut erkennen.

von Rainer V. (a_zip)


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Wer bin ich?  . schrieb:
> Wenn der Preis also zu hoch ist und mit Arduino so
> einfach nicht zu machen ist, würd ich das erst mal lassen.

Ist eigentlich eine Frage, die du dir selbst beantworten könntest! Und 
über den Kopf selbst haben wir jetzt noch gar nicht gesprochen. Fährt 
der schon oder baust du den erst, wenn du einen passenden Sensor 
gefunden hast??
Gruß Rainer

von sid (Gast)


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Diese Kapazitiven Sensorköpfe gibt es verhätnismässig preisgünstig
Als Druckbett sensoren für 3D Drucker.
(Obacht die sehen genauso aus wie Induktive!)
wie den LJC12A3-H-Z/ BY

sonst such mal nach : CJ8-18GM ZB
https://files.pepperl-fuchs.com/webcat/navi/productInfo/pds/019462_ger.pdf
der ist nun leider nicht preisgünstig, (~100 neu, seh aber grad einen 
gebrauchten für 40 in der ebucht)

mit einem solchen hantierte ich mal und er erkannte meine Finger schon 
sehr deutlich;
Ans Gesicht hab ich ihn nicht gehalten.. war ja nicht meiner und das war 
schon vor Corona eher 'strange' sich Fremderleuts Tastsinne ins Gesicht 
zu drücken...egal

Ich weiss auch nicht, ob es einen Unterschied macht wie fleischig es 
grad darunter zugeht..
(ob also Nase mehr oder weniger leicht messbar ist als sagen wir Lippen 
oder Kinn)

Aber sowas gibt es auch in günstiger aus China (unter 15€)
wie der besagte LJC12A3
das wäre vielleicht Wert ausprobiert zu werden.
Achte nur darauf, dass Du keinen
LJ12A3 erwischt (da fehlt das C in der bauteilnummer... der wär induktiv 
und taugt für Dich nicht)

ich bin zuversichtlich (ausgehend von dem was ich bei dem teuren Ding 
sah)

'sid

von Günni (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Und des Untergrunds. Wenn dieser sich ändert, wenn sich die
> Eigenschaften bezüglich Reflexion ändern, kannst du noch so viel
> Signalverarbeitung machen, du wirst keine präzise Abstandsmessung
> bekommen.
> Das geht nicht einfach über die Intensität des reflektierten Lichts.

Der Vorteil des Panasonic Positionssensor war, dass das Verhältnis der 
beiden Empfangsdioden (oder - Widerstände) gebildet wurde. Dadurch wurde 
nur die Position erkannt, die Reflexionseigenschaften und die Größe des 
Lichtflecks entfielen durch die Division.

Die von sid benannten kapazitiven Sensoren entsprechen dem Messprinzip, 
das ich weiter oben erwähnt habe - auch weil die Elektronik im 
rohrförmigen Sensor integriert ist. Leider liefern die kein der 
Entfernung proportionales Signal (was durchaus möglich wäre), sondern 
sie haben nur einen Schaltausgang und sind somit für eine 
Abstandsregelung nicht verwendbar. (Es sei denn, man würde den Abstand 
mit kleiner Amplitude verändern und den mittleren Abstand so legen, dass 
der Schaltausgang immer zwischen an und aus pendelt. Aber eventuell 
haben die Sensoren eine "Totzeit" oder eine Hysterese, dann würde das 
nur mit sehr großem Softwareaufwand funktionieren.)

von sid (Gast)


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Günni schrieb:
> Leider liefern die kein der
> Entfernung proportionales Signal (was durchaus möglich wäre), sondern
> sie haben nur einen Schaltausgang und sind somit für eine
> Abstandsregelung nicht verwendbar.

Das stimmt liefern sie nicht.
Aber deswegen sind sie nicht gleich "nicht verwendbar" ;)
Sie sind nur in der Bewegung nicht sonderlich elegant mit nur einem 
Sensor.
Sensor fährt an, bis Schaltsignal und zurück bis aus
dann fährt der Sensor dem Gesicht entlang
kommt der Sensor zu nah, löst der Sensor aus und fährt wieder etwas 
zurück.
eine interne topographische Karte eines 'durchschnittsgesichts' sagt dem 
sensor die Positionen an an der er sich 'vermutlich' befindet und wo in 
etwa er nach nem Schaltsignal suchen soll (Augenbraue -> Augenlied, 
Nasenspitze -> Oberlippe etc)
Wie gesagt nicht sehr elegant weil der Sensorkopf hier und da nach 
Merkmalen sucht, aber es geht.
Das Prinzip nutzen ja 3D Drucker auch um ne heightmap für's Druckbett zu 
generieren, die vergleichsweise banal und grob gerastert ist klar,
und auch ideal ein planes Druckbett erwartet wird (entgegen einer 
Gesichtstopographie)
aaaber das Prinzip bleibt doch dasselbe; die xy-koordinaten des Sensors 
zum Gesicht dürfen sich halt nicht verändern.

Etwas eleganter:
mit zwei solcher Sensoren, einen der bei 2mm schaltet, einen der bei 
1.5mm schaltet. (die haben ja zum Glück Potis zum einstellen des 
Schaltabstandes)
sind beide an ist man zu nah, beide aus zu weit weg.
einer an und einer aus ist man da wo man hinwollte.

proportional geht aber sicherlich auch.
Ich hab neulich bei einer meiner Basteleien versehentlich son 
proportionalen kapazitiven Sensor gesteckt.
kam ich mit der Hand nah genug an eine drahtschlaufe,
löste meine Schaltung (ungewollt!) aus.
Der Abstand war auch beachtlich (glimmen tat sie so bei ~2cm Abstand, 
hab ich den Draht berüht leuchtete sie wie'n Tannebaum)
Da das ungewollt war hab ich mir nicht gemerkt was da genau wo wie ins 
brotbrett gesteckt war,
ich meine ich hatte einen der Eingänge 'floating' (aka brücke nicht 
richtig gesteckt) ansonsten war's n CA3140 mit ner LED am Ausgang (9V 
Versorgung aus Blockbatterie) und mit zwei 10k Widerständen beide 
Eingänge auf halbesVCC, nicht invertierend über 100n Kerko an 
Antennenschlaufe auf Masse.. irgendwie so... ist auch egal

Ich meine jedoch daraus folgern zu können, dass man sich mit relativ 
bescheidenen Mitteln, einen relativ zuverlässigen kapazitiven 
Näherungssensor auch daheim zusammenprutschen kann.
(wenn ich das aus Versehen auf's Breadboard stecken kann, kann das 
jemand der weiss was er tut sicherlich mit Absicht besser!)

Selbstgebaut hat auch den Vorteil, dass man
quasi die komplete Strinseite des Druckkopfes mit Aluminiumband bekleben 
kann (ausschnitte machen ist ja klar)) das man als Sensorantenne 
benutzt,
so braucht man keinen grösseren Druckkopf da die Elektronik sich weiter 
hinten verstecken kann, abseits der Stirnfläche.

'sid

von Newbie (Gast)


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LJC12A3-5-Z/BX:NPN Normal Open
LJC12A3-5-Z/AX:NPN Normal Close
LJC12A3-5-Z/BY:PNP Normal Open

Eigentlich nimmt man BX oder doch BY?

Blau mit GND
Braun mit V12+
Schwarz ist S (=Signal?), kann man das einfach mit Multimeter messen ob 
er schaltet?

von sid (Gast)


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Newbie schrieb:
> kann man das einfach mit Multimeter messen ob
> er schaltet?

könnte man, muss man dank signal LED aber nicht,
ändert sich der LED Zustand hat er auch an den Litzen geschaltet

was man nimmt hängt davon ab was man eher braucht,
NC (Normally closed) machen Sinn wenn man einigermassen Ausfallsicher 
arbeiten will/muss zB

'sid

von Rainer V. (a_zip)


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Hi Leute, was soll das alles??? Warum baut ihr im Geist etwas auf, was 
nichts mit der Frage des TO zu tun hat???
Gruß Rainer

von my2ct (Gast)


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Günni schrieb:
> Die von Anreas S. genannten Ultraschallköpfe bei der medizinischen
> Untersuchung haben mehrfache Sensoren, wobei die Richtung und Bündelung
> durch Interferenz zwischen den gleichzeitig abgestrahlten Wellen
> bestimmt wird.

Nenne es einfach Phasenarray

von Paul (Gast)


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Hm also wahrscheinlich habe ich überlesen was da genau gemessen oder 
gescannter werden soll aber evtl kann das eine Kinect erledigen, da 
gab's doch schon Projekte wo die als 3D-Scanner genutzt wird mit noch 
ner extra Linse davor damit der Sensor auch bei Objekten in geringerer 
Entfernung vernünftig funktioniert...nur ne Idee.

von sid (Gast)


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Paul schrieb:
> evtl kann das eine Kinect erledigen


garnicht doof die Idee im Gegenteil!
... pointgrid pattern recognition heisst das glaub ich im Volksmund,
so funktionieren die Gesichtserkennungskameras in smartphones auch
eine (ich glaube IR) LED wird durch streuscheibe geschickt die ein 
Punktraster auf das "zu scannende Object" legt, die relativ dazu fix 
verbaute Kamera erwatet die Punkte an bestimmter Stelle und errechnet 
aus den Abständen von 'soll' zu 'ist' das 3D Modell (okay das macht 
nichtmehr die Kamera sondern das Modul.. egal)
als 'Abfallprodukt' fällt sogar Distanz zwischen Kamera und Gesicht an.

Das müsste sich vereinfachen lassen auf ein vierpunkt system,
vier verhältnismässig eng gesetzte Punkte im Quadrat, die Kantenlänge
des Quadrats ändert sich proportional zum Abstand des Projektors zur 
Projektionsfläche...
ist eine Seite zu kurz ist man zu nah am Gesicht.
Problem:
scannt man grade das Jochbein kann es ein dass der Scannkopf seitlich 
gegen die Nase rammt.
(deswegen dachte ich an Alu'folie' am Scankopf der nimmt auch seitliche 
Annäherung wahr.. naja)

Aber ja klar, das System der Kinect (punktrasterprojektion) gibt es auch 
in miniaturisiert (eben in Smartphones)
das sollte also für solche Anwendung nichtnur klein genug,
sondern (da es spezifisch zur Gesichtserkennung gedacht ist) auch 
verhältnismässig sicher sein, nicht wahr?

ein komplett zerstörtes Samsung S8 aus der Bucht könnte da als 
Ersatzteilspender dienen.
(Obacht.. die apple produkte sind fast immer untauglich für Basteleien 
dieser art dan proprietären Anschlüssen/schaltungen und treibern... bei 
Samsung stehen die Chancen minimal besser... 'mal einfach' wird aber 
auch das nicht gehen fürchte ich)
Notfalls reicht die Projektor-einheit, einer Kamera den IR Filter zu 
klauen ist ja relativ trivial (den Code muss man dann aber selber 
schreiben)

'sid

von STK500-Besitzer (Gast)


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momo schrieb:
> Wer bin ich?  . schrieb:
>> Ich will so programmieren, dass der Druckkopf
>> automatisch hoch und runter fährt, wenn er über die Wölbungen (Nase oder
>> Stirn) fährt. Wird der Abstand kürzer, so fährt er rauf.
>
> Am besten Du guckst mal bei Herstellern von Auto-Waschanlagen, wie die
> das machen.

Waschstraßen haben keine "messende" Sensorik, sondern nur taktile.
Die Höhe und Breite eines Autos wird rein mechanisch festgestellt, indem 
die Bürsten mit einem Gegengewicht in Waage gehalten werden.
Der Abstand wird dadurch ereicht, dass die Bürsten sich im Gleichlauf 
zum Fahrzeug bewegen.
Dazu gab es einen Beitrag in der Sendung mit der Maus.

Abstände in dem Bereich sollte man doch mit TOF-Sensoren messen können 
(keine Erfahrung meinerseits; ich werde nur von STM regelmäßig auf 
solche Sensoren aufmerksam gemacht, obwohl ich momentan keine Verwendung 
dafür habe).

von Harald W. (wilhelms)


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STK500-Besitzer schrieb:

> Waschstraßen haben keine "messende" Sensorik, sondern nur taktile.
> Die Höhe und Breite eines Autos wird rein mechanisch festgestellt, indem
> die Bürsten mit einem Gegengewicht in Waage gehalten werden.
> Der Abstand wird dadurch ereicht, dass die Bürsten sich im Gleichlauf
> zum Fahrzeug bewegen.

Ich glaube, hier ging es wohl um die "Trockendüsen", die mit einem
Abstand von wenigen cm der Kontur des Fahrzeugs folgen.

von Cyblord -. (cyblord)


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STK500-Besitzer schrieb:
> Waschstraßen haben keine "messende" Sensorik, sondern nur taktile.
> Die Höhe und Breite eines Autos wird rein mechanisch festgestellt, indem
> die Bürsten mit einem Gegengewicht in Waage gehalten werden.
> Der Abstand wird dadurch ereicht, dass die Bürsten sich im Gleichlauf
> zum Fahrzeug bewegen.

Nur kann man in einer Waschstraße dutzende Sensoren der bekannten Marken 
entdecken (das Grün von P&F und das Blau von Sick ist mir da schon 
häufig aufgefallen). Es mag ja sein dass die großen Bürsten rein 
mechanisch auf Abstand gehalten werden (vielleicht war das auch nur 
früher mal so), aber an "messender Sensorik" gibts da drin heute genug 
und beim Fön am Ende ist da nichts mechanisch sondern der wird mit 
Abstandssensoren gesteuert.

: Bearbeitet durch User
von uwe (Gast)


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https://www.acconeer.com/products
mit separat erhältlichem lens kit
Preis ist erstaunlich niedrig
Was es nicht alles gibt...
https://www.digikey.at/product-detail/de/acconeer-ab/XR112/1891-1003-ND/9356271

von stg (Gast)


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Theremin!

von uwe (Gast)


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von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Cyblord -. schrieb:
> beim Fön am Ende ist da nichts mechanisch sondern der wird mit
> Abstandssensoren gesteuert.

In den Waschanlagen wo ich verkehre wird es mit Lichtschranken gemacht. 
Offenbar mehrere zur Redundanz.

von Forgoden  . (forgoden)


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Heute ist das hier angekommen:
Ebay-Artikel Nr. 232935802605

LJC 12A3 NPN NO

reagiert auf meine Haut. Leuchtet Rot. Man kann den Abstand mit der 
Stellschraube einstellen. Aber wieso kommt im Multimeter kein Signal 
raus?

Multimeter-Masse angeschlossen an Blau
Rotes Kabel des Multimeters angeschlossen an Schwarz

Ziemlich Wirr die Farben von dem Sensor

von Uwe (Gast)


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Hi,
>LJC 12A3 NPN NO
NPN = Masseschaltend, also Pullup drann machen
>Ziemlich Wirr die Farben von dem Sensor
nein, ist Standard.
braun  = Ub
blau   = GND
schwarz= Ausgang (NO)

viel Erfolg, Uwe

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