Wie kann sich der Innenwiderstand einer Spiegelheizung verändern?

OP #6449311
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Ich habe einen handelsüblichen, Original-Aussenspiegel bei dem der 
Kalt-Widerstand der Heizung 65 Ohm beträgt. Ein fast neuer 
Vergleichsspiegel hat nur einen Widerstand von knapp 10 Ohm. Auch die 
Messung an einem nahezu gleichaltrigen Vergleichsspiegel ergab nur einen 
Widerstandswert von 12 Ohm.

Achja, die leitenden Bahnen sind übrigens nicht die dunkeln sondern die 
silbernen im Bild.

Jetzt würde mich einfach mal interessieren wie das sein kann? Optisch 
konnte ich an den Heizbahnen bislang keine Beschädigung erkennen, auch 
die Anschlußstecker weisen keine für mich erkennbaren Beschädigungen 
oder Korrosion auf.

Das sich der Widerstandswert einfach so selbst, aufgrund von Alterung 
verändert halte ich in diesem Umfang für eher ausgeschlossen. Zumindest 
zeigen Vergleichsmessungen von gleichalten Spiegel keine derartige 
Abweichung.

Sicher gibt es einen physikalischen Grund dafür und womöglich kennt sich 
hier jemand damit aus und kann es erklären oder mit mir miträtseln? ;-)
#6449329
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Olli Z. schrieb:
> Optisch
> konnte ich an den Heizbahnen bislang keine Beschädigung erkennen, auch
> die Anschlußstecker weisen keine für mich erkennbaren Beschädigungen
> oder Korrosion auf.

Vor eine optische Kontrolle würde ich schon eimal eine Reinigung 
stellen, durch Dreck lässt sich schlecht durchschauen.
Und dann würde mittels Multimeter die Hauptstrompfade verfolgen.
Gast #6449396
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Wolfgang schrieb:
> Aber die Heizwirkung wird wohl vom dunklen Teil ausgehen müssen. Die
> silbernen Bahnen dienen nur zur Verteilung des Stromes.
Ich denke das ist der entscheidende Hinweis. Wenn in den silbernen 
Leiterbahnen eine Unterbrechung drin ist, ist der Rest der Heizung von 
der Versorgung abgeschnitten und der Widerstand erhoeht sich. Geht man 
von Linearitaet aus, ist nur noch grob ein Siebtel verbunden.
#6449404
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Das silberne verteilt den Strom, das dunkle ist der Widerstand.
Anders machen die dünnen silbernen "Drähte" doch keinen Sinn...
Also eine 3m breite & 5mm lange Widerstandsfläche.

Und sicher ist das Korrosion oder Oxidation. Wo, das ist die Frage, aber 
anders als durch Verringerung des wirksamen Querschnitts kann der 
Widerstand nicht steigen.
Das silberne sollte aber echt niederohmig sein und sich durchpiepen 
lassen.
Evtl. auch mal 12V draufmachen und den Abfall messen.
#6449408
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Gibt Sekundenkleber mit Silber sogenannten silberleitlack damit kannst 
du die Bahnen reparieren.

Zum testen kannst du ja auch Leiterbahnen mit Messer Unterbrechen dann 
Messen und danach reparieren. Habe ich genauso an der Heckscheibe 
gemacht geht super seit 5 Jahren.
#6449425
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Wolfgang schrieb:
> Aber die Heizwirkung wird wohl vom dunklen Teil ausgehen müssen. Die
> silbernen Bahnen dienen nur zur Verteilung des Stromes.

das wirds sein!

Maxe schrieb:
> Wenn in den silbernen
> Leiterbahnen eine Unterbrechung drin ist, ist der Rest der Heizung von
> der Versorgung abgeschnitten und der Widerstand erhoeht sich.

Marc E. schrieb:
> silberleitlack damit kannst
> du die Bahnen reparieren.
> Habe ich genauso an der Heckscheibe

dito vor etlichen Jahrzehnten!
OP #6450520
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Habe jetzt mit Alkohol und Bremsenreiniger das doppelseitige Klebeband 
von der Heizmatte entfernt (mann, war das ne Sauerei und Fummelei).

Die Matte selbst hat auf der sichtbaren Rückseite eine Kunststofffolie 
drüberliegen. Man kommt also an die silbernen Leitstränge nicht heran 
ohne diese Oberfläche zu beschädigen.

So rein optisch sieht das weder nach Unterbrechungen noch nach sonst 
irgendwelchen Beschädigungen aus...

Um den Stromlauf etwas besser erkennen zu können habe ich beide "Pole" 
auch mal eingefärbt. Und wie schon von jemand erwähnt hier, wäre das, 
würde man es auseinanderziehen, eine Bahn von einem Meter Länge und 5mm 
Dicke.
Angehängte Dateien:
Gast #6451930
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Olli Z. schrieb:
> So rein optisch sieht das weder nach Unterbrechungen noch nach sonst
> irgendwelchen Beschädigungen aus...

Miss doch einfach mal den Widerstand der 'roten' und 'blauen' Leitungen, 
jeweils zwischen der Anschlussklemme und den Enden der diversen 
Stichleitungen.
Wenn da schön nahe an 0Ω herauskommen, dann sind sie in Ordnung und das 
Problem liegt definitiv an dem PTC-Material.
Auf den Fotos sehen die Leitungen tatsächlich sehr gut aus.
Gast #6451935
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65Ohm? Hat der überhaupt noch geheizt? Das macht dann 2-2.5W. Das nennt 
sich nicht Heizung. Die Scheint effektiv defekt... Mit 12Ohm --> 12W 
glaube ich schon eher an eine Heizung. Lass das doch wie es ist. Das 
Relais wird das schon können...
Gast #6451947
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Olli Z. schrieb:
> Und wie schon von jemand erwähnt hier, wäre das,
> würde man es auseinanderziehen, eine Bahn von einem Meter Länge und 5mm
> Dicke.

Die Dicke liegt wohl eher deutlich unterhalb von 0.1mm ;-)

Versorge die Heizfolie mit Betriebsspannung und guck dir die 
Wärmeverteilung mit einer Thermokamera an. Dann siehst du, ob Teile 
ausgefallen/gealtert sind.
OP #6452991
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Habe heute mal an den entferntesten Punkten, ausgehend vom Anschlußpunkt 
gemessen (Anfang/Endpunkte jeweils mit der gleichen Ziffer markiert). 
Max. 1,4 Ohm Widerstand. Das sieht ja mal nicht soo schlecht aus.

Dann habe ich die Heizfolie mal vorsichtig vom Spiegelglas getrennt. Die 
Heizfolie selbst besteht aus zwei Folien, einer dickeren, durchsichtigen 
(diese ist uns auf allen Bilder zugewandt) auf die zunächst die 
silbernen Leitstränge und das Heizmaterial gedruckt wurden. Darüber wohl 
nochnmal ein Schutzlack (habs an einer Stelle mal etwas aufgekratzt) und 
anschließend kam noch eine dünnere, schwarze Schutzfolie darüber.

Diese komplett zu entfernen ist eine kleine Herausforderung, denn der 
Kleber der Folie zieht auch ganz schnell Leiterbahnen mit ab...
Angehängte Dateien:
Gast #6454367
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Olli Z. schrieb:
> abe heute mal an den entferntesten Punkten, ausgehend vom Anschlußpunkt
> gemessen (Anfang/Endpunkte jeweils mit der gleichen Ziffer markiert).
> Max. 1,4 Ohm Widerstand. Das sieht ja mal nicht soo schlecht aus.

Ich dachte bei meinem Vorschlag an alle Enden! Vor allem an die im 
mittleren Spiegelfeld; an den Enden der Kämme.
Gast #6456577
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Olli Z. schrieb:
> Muss jedes Ende mit einen kleinen Fräskopf anbohren, sodass die Folie
> durch ist und ich messen kann.

Ich dachte, du hättest die Folie entfernen können.
Vielleicht geht es auch mit einer Stecknadel?
Aber auf deinen Fotos sieht das eigentlich sehr ordentlich aus, auch 
wenn man Haarrisse nicht sehen kann. Und, für den genannten 
Leistungsabfall müssten es ja schon viele sein im inneren Feld, nachdem 
du zu den Enden 1 und 2 Durchgang hast. Das ist eher wenig 
wahrscheinlich.

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